Montag, 20. Februar 2017 - 13:13

Mit Spraydose und Pinsel gegen die Besatzung - Rezension Dr. Ludwig Watzal - Der palästinensische David ist in der Wahl seines Widerstands gegen den israelischen Goliath sehr erfinderisch. Davon legt die Geschichte des Widerstands gegen ein übermächtiges Unterdrückungsregime ein beeindruckendes Zeugnis ab. Politische Wandmalerei und Graffiti sind seit der ersten Intifada 1987 nirgends weiter verbreitet als in Palästina. Israel hat den palästinensischen Künstlern dazu mit dem Bau des Zionistischen Schutzwalles eine perfekte Projektionsfläche für ihren Widerstand geliefert.

Die Sammlung liefert eine Fülle von beeindruckenden Bildern, die von der Kreativität und Vielfältigkeit des Widerstandes des palästinensischen Volkes zeugen. Der Steine werfende Jugendliche und die Bäuerin, die in ihrem Tragetuch die ganze Last eines geknechteten Volkes trägt, sind zu Symbolen der Standhaftigkeit (Sumud) geworden.

Die Graffiti seinen zu politischen Manifestationen gegen die israelische Besatzungs- und Vertreibungspolitik und für den Kampf um Selbstbestimmung des palästinensischen Volkes geworden, schreibt Fritz Edlinger, Generalsekretär der Österreichisch-Arabischen Gesellschaft in seinem Vorwort. Mit einigen einleitenden Sätzen stellt Edlinger die Beiträge von Silman Mansour über die politischen Einflüsse in der palästinensischen Kunst . >>>

 

Fritz Edlinger (Hg.), Mit Spraydose und Pinsel gegen die Besatzung, ProMedia, Wien 2016, 24 Euro.

Palästina ist im Diercke Weltatlas kaum sichtbar, kaum genannt. - Agnes Bennhold - Betr.: Diercke Weltatlas -  26. 4. 2016 -   An die Geschäftsführung des Westermann-Verlags

Auf der Suche nach einem guten Atlas habe ich mir auch Ihren „Diercke Weltatlas“ angeschaut. Dabei habe ich zu meinem Befremden festgestellt, dass, was den Nahen Osten betrifft, vieles teils falsch, teils mit missbrauchten Begriffen dargestellt ist.
 

1. Kartenverzeichnis Auf S. 4 des Kartenverzeichnisses, wo auf das Gebiet, das Israel und Palästina umfasst, hingewiesen wird, steht „Naher Osten (Israel)“ Warum steht da nicht „Naher Osten (Israel, Palästina)“?
 

2. Die Überschrift auf S. 178 - Auf S. 178 sind zwei Karten zu Israel und Palästina wiedergegeben. Warum lautet auch hier die Seitenüberschrift  „Naher Osten (Israel)“ und nicht „Naher Osten (Israel, Palästina)“?
 

3. Die linke Karte (S. 178) mit der Überschrift „Physische Übersicht“ Auf der Karte ist klar umgrenzt das palästinensische Westjordanland eingezeichnet. In Ihrem Atlas aber findet man als Bezeichnung dieses Gebietes zunächst groß gedruckt „Westjordanland“, was den Eindruck vermittelt, es handle sich um ein Teilgebiet des benachbarten Israel.

Daneben ist in diesem palästinensischen Gebiet deutlich vermerkt im Norden „Samarien“, im Süden „Judäa“, Begriffe, die weder die Palästinensische Autonomiebehörde noch irgend eine/r der hier lebenden Palästinenser/innen in den Mund nehmen würde; denn mit diesen Bezeichnungen drücken Israelis ihren dem Völkerrecht widersprechenden Besitzanspruch auf diese Gebiete aus. Auch international werden die Begriffe nicht verwendet.

Nimmt man schließlich eine Lupe in die Hand, dann findet man kaum lesbar, äußerst blass gedruckt und winzig klein auch noch die Bezeichnung „Palästinensisches Autonomiegebiet“.

„Palästina“ oder „Besetztes palästinensisches Gebiet“ oder „Palästinensisches Autonomiegebiet“ -  das sind die international und völkerrechtlich anerkannten Bezeichnungen für das Gebiet innerhalb der angegebenen Grenzen. Sie sollten groß gedruckt und  deutlich lesbar auch in Ihrem Atlas auftauchen.

4. Die rechte Karte (S. 178) mit der Überschrift „Siedlungsgebiete“ Auch auf dieser Karte ist das palästinensische Gebiet durch klare Grenzen  ausgewiesen. Aber jeglicher Hinweis, dass es sich bei der Bezeichnung „Westjordanland“ um „Palästina“ handelt“, fehlt. Israel jenseits der Grenzen ist dagegen klar benannt.  Frage: Warum fehlt auf dieser Karte der Hinweis auf Palästina?

5. Die Karte auf S. 179 mit der Überschrift „Wirtschaft“ Auch hier findet der Leser nur den Begriff „Westjordanland“. Dass es sich dabei um Palästina oder um besetzte palästinensische Gebiete handelt, wird verschwiegen.

Ihr Atlas gehört in allen Altersklassen, vor allem auch bei Jugendlichen, zu den viel benutzten Nachschlagewerken. Deshalb sollten die darin vorgenommenen geographischen und politischen Zuordnungen dem Völkerrecht entsprechen. Für einen angesehenen Verlag wie den Westermann-Verlag sollte die entsprechende geographische und politische Exaktheit oberstes Prinzip seiner Verlagstätigkeit sein.

Ich bitte Sie deshalb dringend, die genannten und ähnliche Fehler und Mängel in einer hoffentlich bald erscheinenden Neuauflage zu berichtigen. Bitte teilen Sie mir mit, wann ich mit einer verbesserten Neuauflage rechnen kann.
 

Karten - Diercke Weltatlas - Stichworte: Naher Osten >>>

Sonderseite - Palästina ist von den Karten verschwunden >>>




Atef Abu Seif: "Frühstück mit der Drohne" - Sirren der Kampfdrohnen während des Gaza-Kriegs - Der promovierte Politik- und Sozialwissenschaftler Atef Abu Saif lebt im Gazastreifen. Seine Tagebuchaufzeichnungen zum 51 Tage dauernden Krieg im Gazastreifen im Juli 2014 wurden weltweit veröffentlicht. Nun sind die eindrücklichen Beobachtungen unter dem Titel "Frühstück mit der Drohne" als Buch erschienen. - Ralph Gerstenberg

51 Tage dauerte der Krieg im Gazastreifen, der am 7. Juli 2014 begann. 51 Tage, von denen Atef Abu Saif jeden einzelnen in seinem Tagebuch festhielt. Ein Akt des Überlebens, für den der palästinensische Schriftsteller und fünffache Familienvater sein Leben riskierte. Im Nachhinein bezeichnet er es als töricht, täglich das Internetcafé aufgesucht und sich der Todesgefahr ausgesetzt zu haben, um dieses Buch zu schreiben. Doch er wollte festhalten, was um ihn herum geschah, Zeugnis ablegen von Angst und Bedrohung, von Hoffnung und Solidarität, vom Leben "im Takt von Trommeln und Bomben" und dem immerwährenden Sirren der Drohnen. >>>

Atef Abu Saif: "Frühstück mit der Drohne. Tagebuch aus Gaza", aus dem Englischen von Marianne Bohm, Unionsverlag, 256 Seiten, Preis: 19,95 Euro

Palestinian astrophysicist arrested and jailed for second time in 15 months - A renowned Palestinian professor and astrophysicist, Imad al-Barghouti, was arrested by Israeli soldiers in the West Bank on Sunday evening.

The 53-year-old professor of space physics at al-Quds University in East Jerusalem was arrested at an Israeli military checkpoint, near the village of Nabi Saleh in the central occupied West Bank.

He had been returning home to a nearby village.

Barghouthi was previously arrested in 2014 while passing though the Israeli-controlled border with Jordan on his way to a conference in the United Arab Emirates. The leading scientist was interrogated about material he had posted on Facebook. Protests from scientists worldwide led to his release from prison a month later.

Barghouti is a leading researcher, publishing frequently in academic astrophysics journals, and has previously worked for NASA. >>>

Israel puts poet under house arrest - Budour Youssef Hassan - Dareen Tatour has long dreamed of seeing her poems translated from Arabic into other languages — so that they reach people across the world.

One of her poems has indeed been translated recently, but not in the way she had hoped. A Hebrew version of “Resist, my people, resist them” was read aloud by an Israeli police officer at a Nazareth court hearing on 13 April. Tatour has been charged with incitement to violence based on the contents of that poem, the Arabic original of which is available on YouTube.

Although the poem urges resistance to Israel, it does not call for specific acts of violence. Rather, it draws attention to violent attacks on Palestinians by Israelis. The incidents include the arson attack that killed the 18-month-old baby Ali Dawabsha and his parents in Duma, a village in the occupied West Bank, last year; the killing of 18-year-old Hadil Hashlamoun by Israeli soldiers in Hebron, also last year; and the kidnapping and murder of 16-year-old Muhammad Abu Khudair in Jerusalem during 2014.

Tatour was arrested in October last. After spending three months in prison, she was placed under house arrest in January. She is confined to an apartment in a suburb of Tel Aviv. “It is ironic, but not surprising, that I was sent to jail for protesting >>>

MELDUNGEN ANDERER Tage  FINDEN SIE  im  Archiv >>>

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Aktuelle  Kurznachrichten

Israeli Soldiers Kill Two Palestinians At The Qalandia Terminal

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Charged with conspiracy — for renting a rope to climb the wall

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Settler Terrorist ‘Gang of Seven’ Identified, Includes IDF Soldier, Gag Broken

26. 4. 2016

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Analysis- The US elections, attacks on activists, and a changing discourse

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Jordan warns Israel over extremist groups` Temple Mount incursions

25. 4. 2016

New Israeli ambassador to UN says God is on Israel's side, but not the United States

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