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United Nations -  The Monthly Humanitarian Bulletin

Weekly Reports 2009-2013
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Montag, 24. Juli 2017 - 13:09

Siedler aus den Siedlungen, besser: Kolonien Adi' ad, Eschkodesh (The holy Fire!!!) und Kedar, die zu den extremistischsten der gesamten Westbank zählen, haben einen mit Chemikalien versetzten Molotowcocktail in das Schlafzimmer von Ibrahim Dawabcha, 24, und seiner 23jährigen Ehefrau geworfen.

Ekkehart Drost meldet aus Palästina - Liebe Nahost-Interessierte, Ich hoffe, dass die folgende schreckliche Nachricht Sie erreicht und Sie nicht zögern, diese in Ihrem Verteiler zu verbreiten. Die israelischen Medien dürfen dies nicht, auch Haaretz ist daran gebunden. Man darf nur andere Medien zitieren, und ich hoffe sehr, dass SZ, FR und FAZ über dieses Verbrechen, das sich heute Nacht in der kleinen 3000-Einwohner-Gemeinde Duma ereignete, berichten werden.

Siedler aus den Siedlungen, besser: Kolonien Adi' ad, Eschkodesh (The holy Fire!!!) und Kedar, die zu den extremistischsten der gesamten Westbank zählen, haben einen mit Chemikalien versetzten Molotowcocktail in das Schlafzimmer von Ibrahim Dawabcha, 24, und seiner 23jährigen Ehefrau geworfen. (s. Fotos) Das Paar ist seit 4 Monaten verheiratet. Wie durch ein Wunder wurde niemand verletzt. Die schwer traumatisierte Ehefrau, die kein Wort über die Lippen bringt, wird von zahlreichen Frauen des Dorfes betreut, während ihr Ehemann seit 9 Uhr von der israelischen Behörde DCO (District Coordination Office) in Huwara befragt wird. Mein Freund Abdulkarim Sadi, Fieldworker der israelisch-palästinensischen NGO B'Tselem, bei dem ich letzte Nacht geschlafen hatte, wurde morgens von seinem Office angerufen. Wir haben uns bis 15 Uhr am Tatort aufgehalten, weil Sadi auf die Rückkehr von Ibrahim wartete. Er wird sich morgen, am 21.3. telefonisch mit ihm in Verbindung setzen, weil B'Tselem auf genaueste Informationen Wert legt.

Zum Hintergrund des Verbrechens: im Juni 2015 - viele von Euch werden sich erinnern- wurde die Familie von Ibrahims Cousin durch einen Brandanschlag ermordet: Vater Saed Dawabcha, Mutter Reham und das Baby Ali. Ich habe das Haus ganz in der Nähe gesehen und viele Fotos gemacht, u.a. von zwei Grafittis auf Hebräisch, die man an den verkohlten Wänden noch Lesen kann: hoch lebe der Messias!

Und: Rache! Ein pensionierter israelischer Professor aus Jerusalem, Joel Klemes, der für die israelische NGO Yesh Din (Es gibt ein Gesetz) arbeitet, hat mir die Graffiti übersetzt.

Weiter zum Hintergrund: Zur Zeit findet in Israel ein Prozess gegen die Mörder vom Juni statt. Ibrahim war der einzige Augenzeuge, der nach dem Feuer im Juni zwei Männer weglaufen sah. Er hat seine Aussage vor etwa einem Monat vor dem israelischen Gericht gemacht. Seine Aussage ist deshalb von besonderer Bedeutung, so sagte mir Joel Klemes, weil die Aussagen der Täter möglicherweise vom israelischen Geheimdienst Schabak unter Folter erzwungen wurden und dann vor Gericht nicht herangezogen werden können.

Eine Vielzahl internationaler Medien war heute vor Ort, ebenfalls einige NGOs wie B'Tselem, Rabiner für Menschenrechte, Yesh DIN, EAPPI. Es ist ein kleiner Hoffnungsschimmer, das es in dieser sich mehr und mehr verschärfenden Situation mutige internationale und jüdisch-israelische Organisationen gibt, die den Palästinensern, die schlimmer als Tiere behandelt werden, mit großer Zivilcourage zur Seite stehen. (...)
 

 

Erekat: Israel muss die Brandstifter verurteilen, nicht sie in ihre illegalen Siedlungen zurück schicken

Generalsekretär der PLO, Dr. Saeb Erekat, sagte am Sonntag, nach dem letzten terroristischen Anschlag auf Ibrahim Dawabscheh, den letzten überlebenden Zeugen des Terroranschlags im letzten Juli, die israelische Regierung sei für die Verbrechen in Duma voll verantwortlich. Damals starben drei Mitglieder der Familie Dawabscheh bei einem Brandanschlag, unter ihnen der 18-Monate alte Ali.

Ibrahim und seine Frau wurden am Sonntag am frühen Morgen wegen einer Rauchgasinhalation nach der Inbrandsetzung ihres Hauses eilig in das Krankenhaus von Nablus gebracht.

In einem offiziellen Statement sagte Erekat:
"Israel muss die, die für den Mord an Saad, Reham und Ali Dawabscheh verantwrtlich sind, verurteilen anstatt sich dafür zu entscheiden gewalttätige Mörder in die illegalen Siedlungen zurückzuschicken, in denen sie leben, und sie unter Haussarrest zu stellen. Das ist inzwischen übliche Praxis der israelischen Regierung, so war es auch im Fall des grausigen Mordes an dem 16-j. Mohammed Abu Khdeir 2014, dessen Mörder unter Hausarrest standen oder in einer psychiatrischen Einrichtung waren, mit wenig oder gar keiner (Sicherheits-)Überwachung."

Erekat fügte hinzu, die Tatsache, dass Israel die Schwere dieser grausamen Verbrechen nicht zur Kenntnis nehme, widerspiegle sowohl die israelische Kultur der Straflosigkeit als auch die Garantie, dass die internationale Gemeinschaft Israel die systematische Mißachtung des internationalen Rechts erlaube.

"Die fortgesetzte kriegerische Besatzung, die Kolonisierung (Besiedlung) und der Transfer von 650.000 israelischen Bürgern in den besetzten Staat Palästina ist Teil eines umfassenden Systems fortgesetzter Unterdrückung und Unterjochung, das die internationale Gemeinschaft aufrecht erhält."

"Während wir auf eine neue Farce von Untersuchung warten, um die Urheber dieses morgendlichen Anschlags auf eine weitere bürgerliche (zivile) Familie in Duma ausfindig zu machen, bitten wir die internationale Gemeinschaft sicherzustellen, dass Israel seine Verpflichtungen als Besatzungsmacht einhält und für Sicherheit und Schutz für die palästinensische zivile Bevölkerung sorgt, die sie besetzt hält," fügte Erekat hinzu.

Dr. Hanan Ashrawi, Mitglied des Exekutivkomitees der PLO, verurteilte ihrerseits den Brandanschlag auf das Haus von Ibrahim und sagte, dieses abscheuliche Verbrechen sei kein isolierter Vorfall, er zeige, dass die israelische Regierung den illegalen jüdischen Siedlern weiterhin freie Hand gibt, Gewalt- und Terrorverbrechen gegen die wehrlose zivile palästinensische Bevölkerung zu begehen".

Es ist offensichtlich, dass in Israel keine Rechtsstaatlichkeit herrscht und Israel als Staat verantwortlich ist für die Entwicklung einer Kultur des Hasses und des Rassismus, die es den Siedlern möglich gemacht hat wie Terroristen zu handeln.

Da Israel und seine Armee sehr wenig getan hat, um weitere Siedlergewalt gegen Palästinenser zu verhindern oder die Siedler zur Rechenschaft zu ziehen, rufen wir die internationale Gemeinschaft auf, schnell zu handeln und ihre Verantwortung für den Schutz des palästinensischen Volkes zu übernehmen und der Straflosigkeit ein Ende zu setzen, die Israel und seine Siedler auf Kosten des Lebens von Palästinensern genießen", sagte Asharwi.
Quelle
Übersetzung: K. Nebauer

 


Bürgermeister von Duma beschuldigt PA der Tatenlosigkeit nach dem letzten Brandanschlag

Nablus - Der Bürgermeister der Ortschaft Duma im besetzten Westjordanland hat die Palästinensische Autonomiebehörde beschuldigt, in den Monaten vor dem Brandschlag auf ein Haus Samstag Nacht untätig geblieben zu sein.

Unbekannte Angreifer haben um 2 Uhr morgens ein Haus in Duma in Brand gesetzt, was sich gegen den einzigen Zeugen eines Brandanschlags richtete, bei dem im vergangenen Jahr eine palästinensische Familie getötet worden war. Ibrahim Dawabscha und seine Frau kamen wegen einer Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus, nachdem auf ihr Haus Molotovcocktails geworfen worden waren.

Obwohl die Identität der Brandstifter noch unbekannt ist, haben palästinensische Beamte den Anschlag verurteilt und Israel beschuldigt, eine Kultur der Straflosigkeit zu kultivieren, indem es Gewalttaten von israelischen Siedlern im Westjordanland und dem besetzten Ost-Jerusalem  kaum unterstucht oder strafrechtlich verfolgt.

Abd al-Salam Dawabscha sagte am Sonntag Stunden nach dem Anschlag gegenüber Ma'an, die palästinensischen Behörden hätten nicht für die vom Gemeinderat von Duma geforderte Hilfe gesorgt und keine Nachtwächter zum Schutz des Dorfes organisiert.

Duma hat international Schlagzeilen gemacht, nachdem extremistische israelische Siedler letztes Jahr am 30. Juli ein Haus im Ort in Brand gesetzt hatten. Der 5-j. Ahmad Dawabscha war der einzige Überlebende des Anschlags, bei dem seine beiden Eltern, Saad und Riham Dwabscha, und sein 18 Monate alter Bruder Ali getötet wurden.

Fast 90 palästinensische Dörfer im Westjordanland haben gegenwärtig Nachtpartouillen eingesetzt. Unabhängig von der (palästinensischen) Regierung und unbewaffnet bilden diese Gruppen ein organisiertes System des Selbstschutzes gegen Angriffe von Siedlern, an denen die israelischen Behörden mitschuldig sind und für deren Verhütung die PA nicht zuständig ist.
 

Nach dem Brandanschlag, dringen Soldaten in das Dorf ein und bedrängen die Palästineser

Die Bildung des jetzt schon länger bestehenden Nachtwächtersystems in Dörfern und Städten quer durch das Westjordanland verweist auf die Unfähigkeit der PA für die Sicherheit der Palästinenser zu sorgen, wobei Analysten sagen, dass die PA von ihrer Gründung an nie beabsichigt hatte dafür zu sorgen. Abd al-Salam Dawabscha sagte, der Gemeinderat von Duma habe der PLO-Kommission Gegen Mauer und Siedlungen einen Brief gesandt und um ein monatliches Budget von 20.000 Shekel (5.186 $) gebeten, um sieben bis zehn Wachmänner anzustellen sowie für (deren) Ausrüstung.

Jedenfalls, "ist bis jetzt nichts angekommen und ich denke nicht, dass wir zu viel verlangt haben" für ein Dorf, das fast täglich von Siedlern angegriffen wird, sagte der Bürgermeister und fügte hinzu, der Vorschlag, man habe einige junge Männer im Dorf, die mit den Sicherheitskräften der PA arbeiten könnten, sei "zurückgewiesen" worden.

Der Leiter der Kommission Gegen Mauer und Siedlungen, Walid Assaf, sagte, die Kommentare seien nicht richtig, Ausrüstung sei durch Zweige der politischen Partei Fatah quer durch das Westjordanland bereit gestellt worden.

"Wir haben über Gruppen der Fatah für die Wachmänner Winterjacken sowie Taschenlampen und prepaid Mobilphon-Karten in hundert Ortschaften zur Verfügung gestellt, die unter Anschlägen von Siedlern leiden", sagte Assaf und fügte hinzu: "Ich weiß nicht, wie das Material ausgeliefert wurde, aber ich weiß, dass es der Fatah geliefert wurde. Niemand hat mich kontaktiert, um mir zu sagen, dass sie das Material nicht bekommen hätten", und er weist darauf hin, dass das Budget seiner Kommission begrenzt sei und es nicht möglich sei, Wachmänner anzustellen oder zu bezahlen.

Mit der jüngsten Welle von Unruhen im besetzten palästinensischen Territorium seit Oktober kam es auch zu einer Flut neuerlicher Kritik an der PA und ihren Sicherkeitskräften; viele sind der Meinung, dass sie eher in Übereinstimmung mit den Interessen Israels als denen des palästinensischen Volkes arbeiten.

Über 500.000 Israelis leben in Verletzung des Völkerrechts in Jewish-only-Siedlungen im besetzten Ost-Jerusalem und Westjordanland; kürzliche Ankündigungen, Siedlungen auszubauen haben zur Verurteilung durch die internationale Gemeinschaft geführt.        Quelle   Übersetzung: K. Nebauer

 

Erekat: Israel has yet to convict arsonists, not send them back to their illegal settlements >>>

 


Home of Key Palestinian Witness in Dawabshe Terror Murders Destroyed in Arson Attack -  Richard Silverstein  - Yesterday, unknown arsonists burned down the home of Ibrahim Dawabsheh (ABC News report here), the neighbor and cousin of the Dawabshe family, which was murdered in an arson attack last July. Ibrahim is a key witness in the attack and is now testifying in an Israeli court. Though police have said that there was only one arsonist the night of the murders, he saw two attackers:

“I saw Sa’ad and Reham burning on the ground. Next to them were two masked men, one beside each of them. They were dressed in jeans and black long-sleeved shirts,” he told Haaretz. “Their faces were covered with a balaclava, with only the mouth and eyes visible. The street light shone directly on them. I was horrified by what I saw. They saw me and I was frightened and ran back home. I told my brother Bishar to get help and returned to Sa’ad’s house where I no longer saw the two masked men” said Ibrahim…

No one has explained this discrepancy. The latest arson attack is under a Shabak gag order which argues that the story must be suppressed “for the sake of the investigation and to protect state security.” Since Haaretz has reported the story, I am trying to ascertain whether the gag’s been lifted or whether some portions of the case remain under gag.

Israel Keller, alleged as Shabak informant who turned rogue and firebombed Dawabsheh home.

But there is something important to keep in mind about the original murder conspiracy. If there were two attackers, we know for sure that one of them was Amiram Ben Ulliel. He indeed is the culprit charged with the murders. But who was the second attacker?

A confidential security source told me months ago that the reason the Dawabsheh attack happened was that an insider in the plot was a Shabak informant who went rogue. He was supposed to convey a warning when the attack was to happen and never did. I’ve speculated that the only plausible figure it could be is the one who has not been charged with a crime. I identified him as Israel Keller. >>>

 

 

Sonderseite: Der Tod von Ali Saad Dawabsha (ein 18 Monate junges Kleinkind) und seiner Familie >>>

Wohin mit den Beduinen, wenn ihre Wohngebiete dem Erdboden gleich gemacht werden? - Das fragen sich auch Israels Höchster Gerichtshof und die Europäische Union. Aber der Staat Israel lässt nicht ab von seinen Plänen zur Vertreibung der Beduinen, die schon vor 1967 östlich von Jerusalem gelebt haben. - Amira Hass - 19.März 2016

Am vergangenen Montag gab es im Gerichtssaal einen heimlichen Störenfried – die Europäische Union. Sie hatte die Fertighäuser auf beiden Seiten der Straße von Hizma nach Anata im Osten Jerusalems finanziert, die der Staat jetzt abreißen will. Sie wurden aufgestellt, weil die Zelte, Hütten und Schuppen der Beduinen für Menschen unbewohnbar geworden waren.

In der Verhandlung am Montag stellte der Staat Israel den Antrag, einen am 24. Januar 2014 eingereichten Einspruch gegen den Abrissbefehl zurückzuweisen. Falls das Gericht den Einspruch zurückweist, werden 62 Bauten abgerissen – Bauten, in denen rund 430 Menschen leben, darunter 250 Minderjährige. Sie gehören zum Stamm der Jahalin-Beduinen.


Wie der Staatsanwalt Udin Eitan vortrug, sind die Bauten in der Zone E-1 östlich von Jerusalem gelegen,  „deren Räumung vor kurzem zur Top-Priorität erklärt wurde.“ Die Siedlung Adumim betrachtet die 12 Quadratkilometer von E-1 als ihre natürliche Land-Reserve. Zudem würde ihre Bebauung die Verbindung zwischen der Siedlung und Jerusalem herstellen.


Zwar hatte Israel seine Pläne zur Bebauung von E-1 auf Grund vehementer Proteste vonseiten der USA eingefroren, aber nicht seinen Plan, die Beduinen, die dort bereits vor 1967 gelebt haben, von dort zu vertreiben. Die Vertreibung würde die Ausdehnung benachbarter Siedlungen erleichtern.


Obwohl auch das Gericht befand, die Beduinengebäude seien illegal, waren die Richter höchst erstaunt, dass der Staat einen ganzen Komplex abreißen wollte, ohne den Bewohnern andere Wohnmöglichkeiten anzubieten.


„Was würde morgen früh passieren, wenn wir den Antrag zurückweisen würden?“ fragte die Vorsitzende des Gerichts, Miriam Naor. Eitan antwortete, diese Frage werde momentan „geprüft,  aber gegenwärtig gebe es keinen festen Plan.“ Daraufhin erklärte die Richterin Esther Hayyut, zwar sei es unstreitig, dass die Bauten illegal seien, die Frage aber sei, welche Lösungen es gebe. >>>

Gegen israelische Apartheid - Ilan Pappé und Noam Chomsky diskutieren über Perspektiven der internationalen Palästina-Solidaritätsbewegung - Jasmin Thomas - Der israelische Historiker und Antizionist Ilan Pappé bringt ein zentrales Dilemma der Solidaritätsbewegung mit Palästina im Westen auf den Punkt: »Stellen Sie sich vor, zu Zeiten des unterdrückerischen Südafrika hätten Sie nicht gegen das Apartheidsregime selbst demonstrieren dürfen, sondern nur gegen das Massaker von Soweto.« In bezug auf Palästina sei genau dies der Fall: Zwar gebe es Empörung über einzelne Verbrechen israelischer Regierungen, beispielsweise über die Massaker an der Bevölkerung des Gaza-Streifens 2009 und 2014, doch gebe es keine Kritik am Charakter des israelischen Staates und an der ihm zugrunde liegenden Ideologie.

Der Moderator des Gespräches zwischen Ilan Pappé und dem US-amerikanischen engagierten Intellektuellen Noam Chomsky ist Frank Barat, ein Koordinator des Russell-Tribunals zu Palästina. »Brennpunkt Palästina. Gespräche über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft eines besetzten Landes« fragt: Wie sieht die internationale Solidaritätsbewegung mit Palästina heute aus? Mit welchen Begriffen argumentiert sie? Für welches Palästina kämpft sie? Wie kann ein »Projekt Palästina« aussehen? Damit handelt es sich nicht um ein Aufklärungsbuch für am »Nahostkonflikt« Interessierte, sondern um eine Intervention aus der Solidaritätsbewegung.

Pappé und Chomsky stimmen in vielem überein: Israel sei nicht nur als koloniales Siedlerprojekt entstanden, sondern habe diesen Charakter bis heute bewahrt, indem es stetig weiter palästinensisches Land annektiere und »ethnisch säubere«. Beide lehnen Israel als einen jüdischen Staat ab – also als einen Apartheidstaat, der Nichtjuden nicht die gleichen Bürgerrechte zuerkennt. Kurzum: Über den kolonialen und rassistischen Charakter Israels sind sich beide einig, doch unterscheiden sie sich in ihrer Sicht auf das »Projekt Palästina«.

Chomsky argumentiert für die Zweistaatenlösung: Israel halte die palästinensischen Gebiete der Westbank und des Gazastreifens seit 1967 völkerrechtswidrig besetzt und entrechte somit die darin lebenden Palästinenser. Die israelische Besatzungspolitik ziele auf ein Großisrael, das weite Teile der Westbank mit einschließe. >>>

Israel's deepest divide - Dahlia Scheindlin - The religious-secular chasm may be kept at a low boil beneath the unifying factor of the Israel-Palestinian conflict. But more likely, the polarization is one reason why Israel does not take more action to end the conflict. - Dahlia Scheindlin

A recent and vast survey of Israelis by the Pew Research Center showed deep divisions of attitudes within Israeli society. Much of the attention centered on the finding of highly opposed views “not only between Israeli Jews and the country’s Arab minority, but also among the religious subgroups that make up Israeli Jewry,” as Pew’s own Facebook description read.


The survey offers many valuable findings, but the fact that Jews hold profoundly different attitudes based on how observant they are is the least original among them. Among Jews, the level of religious observance (secular, traditional, Orthodox and ultra-Orthodox self-definition) has long explained the most enduring and irreconcilable differences in Israeli Jewish political opinions. It predicts whether an Israeli Jew holds left, center or right-wing attitudes more than any other demographic >>>

Remembering Rachel Corrie’s Passion for Justice  - Stephen Lendman  - Rachel died as she lived, her short life snuffed out at age 23, her body put on the line against Israeli injustice toward Palestinians - risking death for supporting their fundamental rights, victimized by Zionist barbarism.

Thirteen years ago on March 16, a soldier-operated giant armored Caterpillar bulldozer used to smash Palestinian homes crushed her to death.

She tried stopping a Rafah refugee camp home demolition from proceeding. She tried reasoning with the driver, knelt meters away, blocking its path with her body - in clear view of its operator.

It lurched forward. Activists screamed for it to stop to no avail. It crushed Rachel’s body the way it smashes homes, at times with defenseless victims inside.

Making sure she was dead, the soldier-operator ran over her twice, remaining unaccountable for premeditated murder to this day.

Israel honors its killers, punishes their victims, wages slow-motion genocide against the entire Palestinian population.

Rachel was a pro-Palestinian International Solidarity Movement (ISM) member. She died for what she believed in passionately - peace and justice denied a long-suffering people at the hands of ruthless occupier, an Arab-hating police state showing Palestinians no mercy. >>>

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Aktuelle  Kurznachrichten

Westjordanland - Wieder Brandanschlag auf Palästinenser in Duma

Israel Admits Role in Overthrow of Mohamed Morsi and Installation of President Al-Sisi, Planned in Cooperation with Egypt’s Military

Duma leader accuses PA of inaction after latest arson attack

US Congress blocks $159 million in aid to PA

Gaza woes force educated to leave

Autopsy Shows Soldiers’ “Overkill” of 3 Palestinians; Prosecutors Say Reveals Systematic Policy

The only people planning for the day after Abbas

The media is branding Breaking the Silence as traitors

From Gaza to the Corries, with love

PM- Israeli decision to ban Palestinian products ‘racist’

Unidentified assailants set fire to home of 2015 Duma arson witnessMarch 20, 2016

Breaking the Silence Under Investigation After Report Claims It Collects Military Intel

Protesting Bigots and Demagogues at AIPAC- Don’t Stop at Trump. Call Out Netanyahu Too

Jews indicted in racist beating of Jerusalem Arab

20. 3. 2016

Hundreds attend funeral of Palestinian killed after alleged stab attack

Israeli Soldiers Kill A Palestinian In Hebron

850 Gaza Christians receive permits to celebrate Easter in Jerusalem

Israeli forces shoot, injure 2 Palestinians with live fire

Woman killed by unidentified gunmen near Jenin

Israeli forces open fire at Palestinian farmers, shepherds in Gaza

From Gaza to the Corries, with love

Zionism’s long and rich history of delegitimizing Palestinians

EU says Israeli land seizure threatens peace process

18. 3. 2016

EU says Israeli land seizure threatens peace process

Israeli Soldiers Kill A Young Man Near Bethlehem

Israeli forces shoot, wound 5 Palestinians in Gaza clashes

Statement of Solidarity- Israeli human rights and civil society organizations condemn attacks against Al-Haq

Israeli forces blockade Bethlehem-area town for 2nd day

Watchdog- Israeli press violations reached ‘new peak’ in 2015

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