oo

Das Palästina Portal

Kostenlos  IST nicht Kostenfrei

Unterstützen Sie
unsere Arbeit

Nach oben
2017 11  25
2017 08 28
2017 05 17
Wahlen Januar 2005
2007 -  Einheitsregierung
Weihnachten 2007
Weihnachten 2008

 


Weihnachten 2007 in Palästina

Weihnachten 2008

Weihnachtspredigt des Lateinischen Patriachen von Jerusalem, Erzbischof Michel Sabbah - Gott lädt die Menschen dazu ein, mit ihm zusammen Geschichte zu schreiben

Eric Westervelt, NPR - Along a main road leading out of Bethlehem, the British guerilla graffiti artist known as "Banksy" has painted a picture of a little girl in a bright pink dress frisking an Israeli soldier.

Zum Vergrößern Bild anklicken

CHRISTIANS AND MUSLIMS WEEP TOGETHER - Sonja Karkar - As Christmas approaches this year, the thoughts of Christians all over the world will once again turn to Bethlehem, the holy town where Jesus was born over two millennia ago. Voices will be raised in joyful celebration and children everywhere will re-create the Christmas story to help us remember the circumstances in which the Christ child was born >>>

Der künftige Lateinische Patriarch von Jerusalem, Erzbischof Fuad Twal, über Palästinas Christen  - Mehr noch als materielle Hilfe brauchen die Christen im Heiligen Land ein beherztes Engagement der Kirchen weltweit für eine gerechte Lösung des Nahost-Konflikts: Das betont Erzbischof Fuad Twal, designierter Nachfolger des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem.

CHRISTIANS AND MUSLIMS WEEP TOGETHER - Sonja Karkar - As Christmas approaches this year, the thoughts of Christians all over the world will once again turn to Bethlehem, the holy town where Jesus was born over two millennia ago. Voices will be raised in joyful celebration and children everywhere will re-create the Christmas story to help us remember the circumstances in which the Christ child was born.

Es ist Krieg im Weihnachtsland - Internationale Künstler um den britischen Star-Sprayer Banksy zeigen in Bethlehem die Schau „Santa’s Ghetto“  - Bethlehem. Es ist Weihnachten in Bethlehem. Und gegenüber der Church of the Nativity, der Geburtskirche Christi also, haben sich in einem ehemaligen Hähnchen-Grill 30 Künstler eingenistet, die in einer Ausstellung ihre Sicht auf das Weihnachtsfest darstellen. Sie nennen ihr Projekt „Santa’s Ghetto“, was nicht wirklich nach Festtagsfreude und Frohsinn klingt. Und in der Tat: Zu sehen sind unter anderem die Motive eines Clowns mit Helm, Maschinengewehr und den Worten „Pardon our Oppression“ (Verzeih unsere Unterdrückung), eines böse dreinblickenden Mickey Mouse mit Palästinensertuch und der Aufschrift „You are not in Disneyland anymore“ (Du bist nicht mehr in Disneyland) und eines Mädchens im rosa Kleid, das einen israelischen Soldaten entwaffnet.

 

Santa’s Ghetto ist dieses Jahr in Bethlehem >>
 

Zu Bethlehem geboren ... - Es gibt nur einen Ort auf der Welt, an dem „richtig“ Weihnachten gefeiert werden kann – Dort ist es alles andere als stimmungsvoll – Was bleibt, ist Hoffnung - Robert Jauch OFM

„Zusammen sein oder nicht sein!“ - Palästinensische Christen begegnen dem Exodus aus dem Heiligen Land mit Gemeinschaftsgefühl -  Wolfgang Sotill

Die Pilger kehren nach Bethlehem zurück >>>

Christen in Bethlehem - Stärke zeigen und den Alltag meistern -  Til Aßmann - Vor 40 Jahren waren 70 Prozent der Einwohner von Bethlehem Christen. Die meisten sind aus der inzwischen fast vollständig eingemauerten Stadt weggezogen . Doch die Wenigen, die dageblieben sind schauen, in diesem Jahr etwas optimistischer in die Zukunft. >>>

Zum Vergrößern auf das Bild klicken

Weihnachtskarte "Geburt vor der Bethlehemer Mauer" Pax Christi Österreich/Linz hat die "Geburtsszene Weihnachten 2006 vor den Toren Bethlehems" aus der Jahreskrippe unserer Klosterkirche in Straubing als Doppelkarte drucken lassen. : Sie kostet 1,80 Euro mit Umschlag. Der Erlös ist für Bethlehem bestimmt - Auch im nächsten Jahr zu verwenden!!! >>>

Sonderseiten: Die Mauer |  Mauerbilder  |   Bethlehem

Bethlehem vor Weihnachten - Gedämpfte Weihnachtsvorfreude in Bethlehem: Die Pilger kommen wieder – aber sie bleiben viel zu kurz - (Gabi Fröhlich) - Schwester Éliane fährt vorsichtig mit einem Schaber über das Gesicht des Jesuskindes: Die Arbeit mit den Tonfiguren ist eine kontemplative Beschäftigung, wie die Kleinen Schwestern Jesu sie lieben. Gestört wird die Französin selten in ihrem Laden neben der Geburtsbasilika von Bethlehem; nur ein paar gelangweilte Straßenjungs vergnügen sich manchmal damit, Grimassen vor ihrer Glastür zu schneiden. Immer wieder sieht sie draußen Pilgergruppen vorbeihasten, auf dem Weg vom Ort der Geburt Jesu zur wenige Meter entfernten „Milchgrotte“, wo die Heilige Familie vor ihrer Flucht nach Ägypten untergekommen sein soll. „Die Leute schauen kaum bei mir rein“, erklärt die Ordensfrau. Sie arbeitet deshalb fast nur noch auf Bestellung – den Großteil ihrer Figuren verschickt sie nach Europa. Die Töpferin deutet auf die Milchgrotten-Straße draußen, rund zwei Drittel der Läden sind mit blauen Türen verschlossen: „Die haben alle in den vergangenen Jahren zu gemacht.“

Weihnachtsmann in Bedrängnis - Ein als Weihnachtsmann verkleideter Demonstrant hat es bei Protesten gegen die israelische Sperranlage im Westjordanland mit israelischen Grenzposten zu tun bekommen. >>>

Israelische Grenzer verprügeln Weihnachtsmann

Bilderserie bei "Arbeiterfotografie" >>>

Beton - wohin man sieht - Von Susanne Knaul - Durch Bethlehem verlaufen gleich drei israelische Mauern. In der Mitte wohnt Johnny Anastas. Seinen Laden musste er aufgeben. Für eine Weihnachtsfeier hat die Familie kein Geld

Der Friede beginnt hier und nirgendwo sonst - Die letzten Tage von Bethlehem - Von Anneliese Fikentscher - „Ich liebe Weihnachtsgeschichten“, schreibt Klaus Liedtke, Chefredakteur von National Geographic Deutschland in der Dezemberausgabe 2007 zum Titelthema „Die Wahrheit über Bethlehem“. „Eine drei Stockwerke hohe, mit Nato-Draht bewehrte Mauer trennt heute die Stadt von ihrem Hinterland, trennt Juden von Muslimen, und sie ist höher als die Mauern israelischer Gefängnisse.“

A Christmas reflection on Palestine - - As Christmas approaches this year, the thoughts of Christians all over the world will once again turn to Bethlehem, the holy town where Jesus was born over two millennia ago. Voices will be raised in joyful celebration and children everywhere will re-create the story of Christmas.





Bethlehem: Geburtskirche mit der Geburtsgrotte

Foto: Pater Rainer Fielenbach
Zum Vergrößern auf das Bild klicken.
 
Siehe auch Sonderseiten: Die Mauer  |  Mauerbilder Bethlehem

Santa Claus Delivers 37,000+ Copies of Constitution to President Bush - Center for Constitutional Rights

Die letzten Tage von Bethlehem - Der Friede beginnt hier und nirgendwo sonst
 

„Ich liebe Weihnachtsgeschichten“, schreibt Klaus Liedtke, Chefredakteur von National Geographic Deutschland in der Dezemberausgabe 2007 zum Titelthema „Die Wahrheit über Bethlehem“. „Eine drei Stockwerke hohe, mit Nato-Draht bewehrte Mauer trennt heute die Stadt von ihrem Hinterland, trennt Juden von Muslimen, und sie ist höher als die Mauern israelischer Gefängnisse.“

Die Mauer bildet den Eingang zur Stadt der Pilger, der „Hauptstadt von Weihnachten“ - wie es Hanna J. Nasser, Bürgermeister von Bethlehem, 2003 in einem Hilferuf an Fritz Schramma, Bürgermeister von Köln, Partnerstadt von Bethlehem, formuliert: „Gemäß der israelischen Militärorder (Nr.03/14/T) vom 9. Februar 2003, nach der Besitz von Bethlehemiten rund ums Areal von Rachels Grab enteignet werden soll, verteilte israelisches Militär eine Order, die zusätzlich 44 Grundstücke betrifft und diese unter dem Vorwand ‚für militärische Zwecke’ enteignet.“ Als weiteren „verheerenden Effekt“ bezeichnet Nasser die Mauer, durch die der „einzige sowieso schon enge Eingang Bethlehems, der auch von Besuchern und Pilgern benutzt wurde, geschlossen wird. Da der Tourismus 65% des Einkommens unserer Bürger ausmacht, wird der Bau dieser Mauer, nach allen Kriterien unsere Stadt abwürgen und ihrer Wirtschaft einen tödlichen Schlag versetzen.“

2007 - so Michael Finkel in National Geographic Deutschland - stehen am Eingang der „Hauptstadt von Weihnachten“, der zu einem Checkpoint umfunktioniert ist, „israelische Soldaten mit Sturmgewehren und prüfen die Papiere. Kein israelischer Zivilist darf hinein - auf Befehl des Militärs. Und nur wenige Einwohner von Bethlehem dürfen hinaus.“ Finkel schildert den Eingang, der in die acht Meter hohe, mit noch höheren Wachtürmen bewehrte Betonmauer eingelassen ist, als „Schiebetor aus Stahl, ähnlich wie bei einem Güterwaggon.“ Haben die Besucher den Checkpoint passieren dürfen, dann „bewegt sich kreischend das Tor wieder zurück und schließt mit lautem Dröhnen. Man ist in Bethlehem.“

In der Stadt leben 35.000 Menschen, im gesamten Bezirk Bethlehems ca. 180.000 Palästinenser. Auf diesem Gebiet existieren entgegen der internationalen Gesetzeslage und im Widerspruch zur Genfer Konvention 22 jüdische Siedlungen (und weitere ‘wilde’ Siedlungen), die mit mindestens 80.000 Einwohnern mehr als die doppelte Anzahl der Bewohnerinnen und Bewohner Bethlehems darstellen. Eine der größten Siedlungen auf der Gegenseite der Mauer ist Har Homa. Die ursprüngliche Bezeichnung für die Anhöhe lautet Jabal Abu Ghuneim, das heißt Berg des Schäfers. Im neuen hebräischen Namen Har Homa offenbart sich die Tragik des Besatzungsunrechts, er bedeutet ‘von einer Mauer umgebener Berg’.

Aber auch viele israelische Bürgerinnen und Bürger verschliessen ihre Augen nicht vor dem Unrecht. Sie vertreten den Standpunkt, dass ihr Staat auch den jüdischen Menschen durch dieses Vorgehen erheblichen Schaden zufügt. Yehudit Kirstein Keshet wurde 1943 als Tochter geflüchteter Berliner Juden in England geboren. Seit den späten 50er Jahren lebt sie in Israel, wo sie als Anthropologin und Filmemacherin arbeitete. Sie engagiert sich in der Checkpoint-Watch-Bewegung und hat dazu 2007 ihr Buch mit „Zeugnissen israelischer Frauen aus dem besetzten Palästina“ in der Edition Nautilus veröffentlicht.

„Ich kann ohne Zögern sagen, dass in meiner ganzen Jugend und auch noch zu Beginn meines erwachsenen Lebens Nazi-Deutschland das Gegenbild zu Israel war: so wie ‚die’ würden ‚wir’ nie werden, wir wären niemals fähig, grausam oder böse zu handeln, unfähig auch, stumm dabei zu stehen, wenn in unserem Namen schrecklich Böses begangen würde. Dies ist eine verbreitete israelische Auffassung. Viele der Frauen werden von den Gespenstern des Holocaust verfolgt, Gespenstern, die sie zum Handeln und zum Protest antreiben gegen Ungerechtigkeit und Unterdrückung, wo immer sie zu finden sind. Deswegen dürfen die Stimmen des Protests und des Widerstandes nicht verstummen: meine Stimme ... und die Stimmen all derer, die sich gegen Unterdrückung und Ungerechtigkeit empören“, will Yehudit Keshet verstanden wissen als eine „Brücke für eine Versöhnung in der Zukunft.“

Auch die Organisation ‘Europäische Juden für einen gerechten Frieden - European Jews for a Just Peace’ bringt 2006 ihr Anliegen zum friedlichen Miteinander in einer Eingabe an die Europäische Union zum Ausdruck: „Wir erklären laut und deutlich: Der Staat Israel fügt mit seinen Taten dem Namen und Ruf von Juden überall auf der Welt schweren Schaden zu... Als Jüdinnen und Juden werden wir nicht denselben Fehler begehen, den wir häufig jenen vorgehalten haben, die sich angesichts von Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Schweigen hüllten...“

Was immer die im Dezember begonnen Friedensverhandlungen in Jerusalem zum Ergebnis haben könnten, formuliert Bethlehems heutiger Bürgermeister Victor Batarseh: „Wenn in der Welt jemals Frieden einkehrt, dann beginnt er hier und nirgendwo sonst.“

Anneliese Fikentscher, Dezember 2007
(siehe auch Fotogalerie in der '
Neuen Rheinischen Zeitung'
Gefunden bei: "Arbeiterfotografie" >>>

Das Palästina-Portal wünscht allen Menschen guten Willens ein Frohes Weihnachtsfest und ein besseres 2008
Möge Frieden nicht nur ein Wort bleiben!
Für den amerikanischen Kriegspräsident, der im Januar Israel heimsuchen will, eine kleine Erinnerung an sein großes Vorbild: Reagan sagte 1988 in Berlin: "Mr. Gorbatchov, tear down this wall!" Warum sagt der Krieger Bush nicht zum Ministerpräsidenten des Besatzungsstaates Israel:
Mr. Olmert, tear down this wall!

„Friede auf  Erden!“
Eine Art neues Weihnachtslied von Ellen Rohlfs
Doch kein fröhliches ….


„Friede auf Erden!“ -
So soll es geklungen haben
Vor 2000 Jahren auf dem Hirtenfeld
In himmlischen Sprachen – und dennoch
Die  ungläubig-gläubigen  Hirten verstanden sie
Und „machten sich freudig auf
Um die Geschichte zu sehen….“  >>>

HALT – Grenzübergang geschlossen

Es ist Weihnachten und wir schauen auf die Stadt Bethlehem im Heiligen Land. Überall in der Welt wird in diesen Tagen die Weihnachtsgeschichte vorgelesen und Millionen Menschen auf der Erde sprechen von Bethlehem.

Nur diese Stadt liegt heute in einem besetzten Land und ist mit Stacheldraht und Betonmauern von der Welt abgeriegelt. An den wenigen Übergangen stehen Soldaten mit Maschinengewehren und wenn sie nicht wollen oder Order von oben haben, kommt niemand mehr über den Grenzübergang – auch nicht der Weihnachtsmann.

Das Bild könnte auch den Titel tragen, von Nächstenliebe keine Spur.

 Edward Naujok  Homepage >>>

Ein YouTube Video mit dem Song von Garth Hewitt's und dem Titel "They've cancelled christmas in Bethlehem (The wall must fall)!" >>>       Auch hier >>>

 

 

vv

 

Sie haben Weihnachten in Bethlehem gestrichen

Sie haben den Frieden in Bethlehem gestrichen
In einem Land, das einmal als Heiliges bekannt war,
Führen nun Waffen die Kontrolle aus.
In Bethlehem haben sie Weihnachten gestrichen.

Sie haben in Bethlehem auch die Freiheit gestrichen
Und die Hoffnung haben sie in Bethlehem auch gestrichen.
Sie schlossen die kleine Stadt hinter Ghettomauern ein.
In Bethlehem lassen sie das Weihnachtsfest ausfallen.

Chor: Auch wenn Engel singen –
So sind sie hinter der Mauer gefangen.
Sie singen unten auf dem Hirtenfeld
Und wenn unsere Weihnachtslieder und Gebete
Nicht umsonst sein sollen
Müssen wir diese Gefängnismauern einreißen,
die Bethlehem strangulieren.
Die Mauern müssen fallen – fallen müssen die Mauern
Wenn Frieden auf Erden kommen soll
muss die Mauer fallen.

Sie haben den  drei Weisen abgesagt –
Sie haben auch den Hirten abgesagt.
Am Checkpoint haben sie die drei Weisen aufgehalten
Und die Hirten können ihr Haus nicht verlassen
Weil Bethlehem unter Ausgangssperre liegt.

Die Mauer muss fallen – die Mauer muss fallen
Wenn auf Erden Frieden werden soll.

Worte und Musik : Garth Hewitt, 2002

 

Noch ein Video -  Bethlehem checkpoint, 4am >>>

Stirbt Bethlehem? Zündet eine Kerze an, um Bethlehem zu erleuchten, im Schatten von Israels Trennungsmauer - Aufruf der Friedensinitiative 'Frauen in Schwarz' (Wien) vom Dezember 2007 für einen gerechten Frieden in Israel und Palästina und Freiheit für Palästina

Steht im Geist mit den Kindern von Bethlehem, Jerusalem und dem Gazastreifen und sagt 'Nein' zu den anhaltenden Repressionen, Tötungen, Folterungen, Inhaftierungen, Ausweisungen und der Okkupation von Palästina durch die israelische Regierung und ihr Militär.

Die Trennungsmauer wirft ihren Schatten auf die Kinder vom Westjordanland und vom Gazastreifen. [...] Die Trennungsmauer wird in den besetzten palästinensischen Gebieten errichtet, um mehr Land und Wasser-Resourcen zu annektieren. Sie wurde vom Internationalen Gerichtshof am 9. Juli 2004 für illegal erklärt und ist eine Verletzung der Genfer Konvention.

Stirbt Bethlehem?

Vor mehr als 2000 Jahren kamen Maria und Joseph auf ihrer Reise von Nazareth auch über die knapp 7 Kilometer zwischen Jerusalem und Bethlehem. Heute ist es fast unmöglich, diesen berühmten Weg zu gehen, weil dort Israels sog. 'Sicherheitszaun' gebaut wurde. In Wirklichkeit ist dieser Zaun eine 8-14 Meter hohe Betonmauer, die weit innerhalb der Westbank gebaut wurde und quer über die Hauptstraße zwischen den beiden biblischen Städten führt.

Israel ist dabei, die heilige Stadt in ein Freiluftgefängnis zu verwandeln. In seinem neuen Buch 'Palästina, Frieden nicht Apartheid' erzählt der frühere US-Präsident Jimmy Carter von einer Kirche, die durch die Mauer von ihrem Garten und ihrer Gemeinde abgeschnitten wird.

Nach Unterlagen der UN wird Bethlehem von 78 Hindernissen, einschließlich 10 militärischen Kontrollpunkten und 55 Straßensperren umgeben. Die Mauer, die mit Milliarden Dollar amerikanischer Steuerzahler bezahlt wurde, schneidet Bethlehems Bevölkerung von wichtigen sozialen Diensten, Schulen und Arbeitsplätzen ab.

Dr. Desmond Tutu, der frühere Erzbischof Südafrikas, erklärte: es ist unglaublich, dass man die Stadt Bethlehem durch Strangulierung langsam sterben läßt.

Außerdem wurde das ganze Areal rund um Rachels Grab – mitten in Bethlehem – illegal von der israelischen Regierung enteignet und mit einer Mauer umgeben. Die palästinensischen Bewohner der daneben liegenden Häuser und Geschäfte sind vertrieben worden, um einer geplanten jüdischen Schule und Siedlung Platz zu machen. Die israelische Regierung hat dies vorher auch schon in Hebron gemacht – mit voraussehbaren gewalttätigen Folgen.

Wer ist für diese Situation im Heiligen Land verantwortlich? Wir alle sind dafür verantwortlich. Die USA liefert das Geld und ignoriert die Proteste der palästinensischen christlichen Gemeinden. Israel hat diese Mauer gebaut, die ein Hindernis für den Frieden ist, während die Welt schweigt. Während alle Welt an Weihnachten Lieder singen wird, in denen Bethlehem als Geburtsort Jesu eine Rolle spielt, scheint es ihr nicht klar zu sein, dass die Stadt jetzt von Mauern, militärischen Wachtürmen und illegalen jüdischen Siedlungen umgeben ist. Bethlehem ist im Begriff zu sterben. Die Folge der Unterdrückung wird nur zu Gewalt führen. Victor Batarseh, der Bürgermeister von Bethlehem, erklärt: Unsere Stadt riskiert, eine Stadt von Spannungen und Leiden zu werden, anstelle einer Stadt des Friedens.“ Tatsächlich ist Jesu Geburtsort nicht mehr ein Fanal der Hoffnung, sondern wird immer mehr zu einem Symbol für das, was mit Israels Besatzung des palästinensischen Landes falsch läuft.

Eine Mauer zu bauen oder einseitig Lösungen durchzuführen, wird keinen Frieden bringen. Es ist an der Zeit, dass alle Menschen guten Willens, Christen, Juden und Muslime zusammen kommen, um die israelische militärische Besatzung des palästinensischen Landes zu beenden. Es ist an der Zeit, Mauern einzureißen und nicht neue aufzubauen, die die Zentren religiöser Gemeinden im Heiligen Land umgeben und in Gefängnisse verwandeln.

Es ist höchste Zeit, die Mauer niederzureissen!

من ديوان محمود درويش

(أيلول2005 )

كزهر اللوز أو أبعد

فكر بغيرك

وأنت تعد فطورك, فكر بغيرك

لا تنس قوت الحمام

وأنت تخوض حروبك, فكر بغيرك

لا تنس من يطلبون السلام

وأنت تسدد فاتورة الماء, فكر بغيرك

من يرضعون الغمام

وانت تعود إلى البيت, بيتك, فكر بغيرك

لا تنس شعب الخيام

وأنت تنام وتحصي الكواآب, فكر بغيرك

ثمة من لم يجد حيزا للمنام

وانت تحرر نفسك بالاستعارات, فكر بغيرك

من فقدوا حقهم في الكلام

وأنت تفكر بالآخرين البعيدين, فكر بنفسك

قل

: ليتني شمعة في الظلام

Denk an den Andern
Wenn du dein Fr
ühstück bereitest, denk an den Andern
und vergiss nicht das Futter der Tauben.
Wenn du in deine Kriege ziehst, denk an den Andern
und vergiss nicht jene, die Frieden fordern.
Wenn du deine Wasserrechnung begleichst, denk an die Andern,
die ihr Wasser aus den Wolken saugen m
üssen.
Wenn du zu deinem Hause zur
ückkehrst, deinem Hause, denk an den
Andern und vergiss nicht das Volk in den Zelten.
Wenn du schlafen willst und die Sterne z
ählst, denk an den Andern,
der hat keinen Raum zum Schlafen.
Wenn du dich mit Wortspielen befreist, denk an den Andern
und denk an jene, die die Freiheit der Rede verloren.
Wenn du an die Anderen in der Ferne denkst, denke an dich,
und sage : w
äre ich doch eine Kerze im Dunkeln.

 

Aus dem Gedichtsband ( Wie die Mandelbaumblüte  oder ferner )  des palästinensischen Dichters Mahmoud Darwisch (Dezember 2005)  -   (Übersetzung von Hakam Abdel-Hadi und Rüdiger Vorbrüggen)




Bei den Kindern von Bethlehem - Im einzigen Kinderkrankenhaus von Palästina -  Die aktuelle Wirklichkeit in Jesus’ Geburtsstadt ist wenig frohlockend:  Die Wirtschaft liegt am Boden, die Stimmung ist schlecht. Die Nöte der Kleinsten lindert ein aufopferndes Team im einzigen Kinderkrankenhaus von Palästina.



Zum vergrößern auf das Bild klicken - Foto: P. Rainer

Das Palästina Portal
 

Start | oben

Mail            Impressum             Haftungsausschluss                 arendt art