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WIDERSPRUCH

 

Die Wirklichkeit ist  das, wozu wir versuchen sie zu machen?  oder, Der Biedermann des Jahres:
 Mosche Katzav

Honestly Concerned - kritikwürdig

Ulrich Sahm - Israels Abschussliste ist noch lang
Antisemitismus oder Kritik
Interview von Botschafter Stein / Arendt

"Es fehlt das Vertrauen" – Interview mit Botschafter Shimon Stein / Arendt

 Gerster - KAS - Israel / P. Rainer
Leserbrief: Evelyn Hecht-Galinski
Außenminister Fischer / P. Rainer
Briefwechsel mit der israelischen Botschaftt
Artikel  Naumann / C. Karas
Artikel  Naumann / Arendt

Deutschlandfunk Interview

19.12.2003
Stein: "Roadmap" vorrangiges Ziel Israels
Interview mit dem Botschafter Israels, Shimon Stein

Die Texte in Klammer sind von E. Arendt


Meurer:
Dieser Sperrzaun, das kritisiert ja auch Außenminister Joschka Fischer - warum verläuft er nicht entlang der Grenze von 1967, sondern verläuft quer durch palästinensisches Territorium.

Stein: Ja, wissen Sie, das ist eine interessante Frage. Wer behauptet, dass die grüne Linie auch eine Sicherheit bedeuten wird. Steht es eigentlich irgendwo, dass es einen Zusammenhang gibt zwischen Sicherheit und dieser grünen Linie? Ist die eigentlich heilig? Nirgendwo steht es, dass die grüne Linie am Ende die endgültige Linie auch sein wird. Das sieht auch nicht die berühmte Uno-Resolution des Sicherheitsrates, die eben sagt, dass Israel letzten Endes sich aus Gebieten zurückziehen soll, zu gesicherten und anerkannten Grenzen.

(Wer aber legitimiert Israel zu dieser Grenzziehung, nicht der beteiligte Partner, die Palästinenser. Dieses Verhalten demonstriert, das man nicht friedenswillig ist. Die Interessen Palästinas sind unberücksichtigt. Im Weiterdenken dieses Gedankens, kann ich nun auch ein Zimmer in Herrns Stein Botschaft belegen? )

( )

Meurer: Aber auf den Gebieten, die sie abtrennen, leben Hunderttausende von Palästinensern.

Stein: Die Abtrennung geht nach zwei Kriterien vor: nach demographischen und topographischen. Dabei versuchen wir die minimalste Anzahl von Palästinensern mit einzubeziehen, um eine maximale Sicherheit zu erlangen. Aber die grüne Linie sehe ich und auch sonst niemand von unseren Experten, nicht als eine verlässliche Sicherheitslinie in der Zukunft an.

(Ist Israel die Welt. Mit welchem Recht wird über Palästinenser bestimmt?)

 Und ich glaube, dass der Sicherheitszaun, und das sagen wir ja auch, dass der Zaun für Sicherheit sorgen sollen und kein politischer Zaun ist.

(Es ist sehr politisch, wenn Menschen behindert, vertrieben, eingesperrt werden. Die Behandlung durch die Besatzungsmacht spricht für sich.
Es sei hiermit in die Geschichte eingeschrieben, Botschafter Stein HAT ES GEWUSST!!)

Der politische Zaun existiert ja eben nicht. Und deshalb verstehe ich ja eben nicht, warum jemand behauptet, dass ausgerechnet die grüne Linie auch eine Sicherheitslinie sein soll. Diesen Zusammenhang sehe ich überhaupt nicht. Und wie man auch sagt "wir schaffen Tatsachen, wenn wir den Zaun so anlaufen, wie wir es heute tun", aber genauso schafft man Tatsachen, wenn man diesen Zaun entlang der grünen Linie belässt.

(Nur, das da die palästinensische Seite eher Einverständnis signalisiert hätte.)

Und in der Wahrnehmung der Palästinenser, sollten wir theoretisch dieser Aufforderung nachgehen, würden wir eine Tatsache schaffen, die ja bei denen als eine politische Tatsache gesehen wird und als den großen Sieg des Terrors. Israel hat sich letzten Endes zur grünen Linie zurückgezogen. Das ist, glaube ich, nicht in unserem Interesse.

(Also, spielen wir  trotziges Kind, "der spielt ja nicht mit uns..". Die Opfer sind die Menschen, das Ergebnis: Tod, Not, Vertreibung. Zeigt das einen Friedenswillen?
Stein und alle die so denken suchen sich (das wird seinen Grund haben) die Gewaltbereiten in Palästina als Dialogpartner.
Den Frieden Suchenden gibt man so erneut eine Ohrfeige. Zeigt, das man den Frieden gar nicht will, man wohl Vertreibung, Zerstörung oder Unterwerfung anstrebt?)

Der Zaun ist provisorisch. Und außerdem, was vom Menschen aufgebaut wurde, kann auch wieder abgebaut werden.

Hier spricht die Arroganz der Macht und nicht die des Rechst!
Quelle

Die Absetzung des Films "Dschenin, Dschenin" bei Arte und ein sich daraus  entwickelnder Briefwechsel von Claudia Karas und anderen mit der israelischen Botschaft.

Nun schweigt die Israelische Botschaft in Berlin?

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Einleitung

19. August 2003  - Brief von Dr. Behrouz Khosrozadeh an die Israelische Botschaft

9. August 2003 - Brief von mir an die Israelische Botschaft.

5. August 2003 - Brief der Israelischen Botschaft an Claudia Karas.

5. August 2003 - Brief der Israelischen Botschaft an mich.

5. August 2003 - Mein Brief an die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Israelischen  Botschaft.

3. August 2003 - Claudia Karas an die Referentin für Öffentlichkeitsarbeit der Israelischen Botschaft.

2. April 2003 - Brief von Arte an Frau Karas

1. August 2003 -  Brief der  Israelische Botschaft

1. August 2003 - Brief an Arte und Verteiler - Thema die Absetzung des Filmes "Dschenin, Dschenin".

Erhard Arendt 19.09.03 An Michael Naumann
 

Sehr geehrter Herr Naumann,

ich lass gerade im internet ihren artikel:. http://www.zeit.de/2003/39/01____leit_2_39 "Keine Kugel für Arafat" ein sehr schlagkräftiger titel, irgendwie frag ich mich aber schon beim titel, ob wir uns damit nicht schon auf ein niveau hochschaukeln das das töten unliebsamer staatsmänner, politiker als normal erscheinen lässt. wollen sie dies? es gibt zwar genug politiker, die meinen wir leben im "wilden westen". das sollte eigentlich aber nicht ihrer kultur entsprechen.

was sie arafat vorwerfen, kann man sicherlich auch sharon und anderen vorwerfen. wenn da zwei alte männer es schwer haben ihre waffen abzulegen, gilt das sicherlich für beide seiten. neben der frage, wer ist der gewalttätigste erhebt sich wieder die frage, wer hat das eigentliche waffenpotential, setzt es ein. steine werfende gegen panzer, selbstmordattentäter gegen killer in hubschrauben und düsenjägern. lesen sie, die statistik der intifada: http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/texte/intifada.htm

und: http://derstandard.at/?id=1395450

wenn sie wissen wollen, wie der alltag der palästinenser aussieht, was ihnen so geschieht, lesen sie bitte mal einige artikel auf der seite:

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/14-links-leidensweg.htm

auf beiden seiten gibt es die falken die immer noch blut sehen wollen, die blut vergossen haben, die vernichten wollen. warum sind sie so einseitig auf einem auge blind. wo ist es geschehen, das ein hochrangiger politikern, vor laufenden kameras, vor den augen der welt einen mord ankündigt. welche politische kultur herscht in israel?

in ihrem vernichtungswillen sind sich wohl sharon und arafat gleich. israel zeigt täglich mit einer großen blutspur um wie viel mehr es waffenkraft hat.

ihrer einseitigen haltung entnehme ich, das sie wohl nicht wissen was dem palästinensischen volk tagtäglich geschieht. so wie ich sie in der öffentlichkeit erlebt habe kann ich mir nicht denken, das als informierter sie weiterhin so einseitig schreiben würden.

seit 2 jahren auf meinem internetportal die andere seite der geschichte zu dokumentieren, nicht antisemitisch, nicht gewalt verherrlichend. ich könnte mir vorstellen, das es ihrem gerechtigkeitsinn entspricht auch die palästinensische seite kennen zu lernen, zu verstehen. bitte bedienen sie sich:

http://www.arendt-art.de/deutsch/palestina/index.html

warum ich diese seite mache? aus dem: „nie wieder“ das was den juden in unserem land geschah, entwickelte sich das „nie wieder darf ein volk unterdrückt, vernichtet, getötet werden“. in diesem fall haben auch die israelis und die juden in der welt die aufgabe aufzuschreien. dies machen sehr viele. warum hören sie nicht die stimmen. warum kann ein volk wie die israelis nicht aus seiner geschichte heraus das gewissen der welt sein, auf blutigem boden wird keine gute ernte wachsen

.indem wir für einen ehrlichen, gerechten frieden für beide seiten kämpfen erreichen wir ihn auch, nur so. dazu gehört auch, nicht nur die schuld des einen zu sehen und die des anderen zu verleugnen.

einzig allein israel kann aus seiner derzeitigen waffenstärke heraus einen ehrlichen frieden beginnen. jetzt ist er noch möglicher als wenn generationen von palästinensern den täglichen terror, die demütigungen, die zerstörungen und und und erleben. diese menschen können dann nur den israelis noch hassen.

ich verurteile gewalt auf beiden seiten. israel erntet nur zu einem kleinen teil die gewalt die auch sie aussät.

wissend, über das was dem palästinensischen volk tagtäglich an unmenschlichem geschieht könnten sie nicht so einseitig einem arafat die gewalt vorwerfen und die unmenschlichen handlungen und zerstörungen vieler israelischer politiker und militärs vergessen.

kugeln für keinen oder für wen?

die welt sieht mittlerweile mit einer lupe, auch das was auch die israelis gegen alle menschenrechte in palästina machen, es lässt sich nicht mehr mit gegenvorwürfen verdecken.

da wir uns sicher einig darin sind, das die israelis und auch die palästinenser ein recht auf einen gesicherten staat, nach innen und außen haben, sollten wir aufhören mit einseitigen verurteilungen und schuldzuweisungen. so wird sich keine frieden finden, es nützt auch nicht israelis, aus dem wissen um die wahrheit heraus ist es nur unnütz, schädlich für den frieden, unehrlich.

es würde mich freuen, wenn ich von ihnen einmal einen artikel lesen würde, der die schrecken dessen was den palästinesern geschieht, auch einmal aufzeigt, der beiden seiten gerecht wird. alles andere ist unredlich.

mit den besten grüssen

ihr

erhard arendt

Original Message ----- From: CLAUDIA KARAS
buero.roth(at)gruene.de
sent: Sunday, June 22, 2003 11:36 AM

Subject: affäre friedmann / "heuchlerische" debatte

Verehrte frau roth,

 

nachdem Sie als menschenrechtsbeauftragte der bundesregierung verwendung gefunden haben, tauchen Sie mit der spiegel-schlagzeile „Roth nennt Debatte „heuchlerisch“ aus der versenkung auf!

 

wiederum wird der antisemitismusvorwurf bemüht, um diesmal michel friedmann außerhalb des rechts zu stellen und ihm nur aufgrund seines jüdischseins eine sonderrolle zuzugestehen, denn Sie sind anscheinend der ansicht, dass die justiz einen

straffälligen schonen soll, nur weil er jude ist! man darf gespannt sein, wann diese keule auch den ermittelnden Staatsanwalt trifft!

 

Erst Sie und die verteidiger des drogenkonsumenten friedman setzen  durch wiederholte antisemitismusvorwürfe „mit Friedman die Juden

auf die Anklagebank“ und bedienen dadurch bestehende vorurteile!

 

Friedman, der sich in den medien stets als moralapostel aufgespielte, der sich immer wieder der ihn hofierenden, kriecherischen medien

bedient hat, muss es sich jetzt auch gefallen lassen, dass öffentlich über seinen drogenkonsum und voller häme über sein feiges abtauchen geredet wird. er war nun einmal ARD/HR-moderator, ist mitglied im zdf-fernsehrat, und er ist vizepräsident des zentralrats der juden in deutschland. allein dies ist anscheinend ein freibrief für freien kokaingenuss, denn es ist erstaunlich, wie „die freunde friedmans“

den drogenkonsum verharmlosen – wie auch die „Zuführung“ eingeschleuster bedauernswerter frauen + mädchen aus der ukraine, die hier als huren verschachert werden, doch deren menschenrechte

stehen nicht zur debatte ...

 

Anstatt einen drogenkonsumenten zu verteidigen, sollten Sie sich den tatsächlichen menschenrechtsverletzungen widmen!

 

Wo ist beispielsweise Ihr einsatz als menschenrechtsbeauftragte, wenn es gilt, gegen die permanenten menschenrechtsverletzungen

im besetzten palästina zu protestieren? Wo ist Ihre empörung über die rechtsradikalen und rassistischen mitglieder in der israelischen

regierung, die die vertreibung der palästinensichen bevölkerung fordern? Sie hüllen sich auch in schweigen, wenn menschen unter dem vorwand der terrorbekämpfung ermordet werden!

 

   „wir sind verantwortlich für das, was wir tun,

   aber auch für das, was wir nicht tun“ (voltaire)

 

Claudia Karas

...Der Oberrabbiner der französischen Juden hat nach Aussage Benatoffs empfehlen müssen, ausser Haus nicht mehr die traditionelle jüdische Kopfbedeckung zu tragen. Die europäische Öffentlichkeit reagiere dennoch mit erschreckender Indifferenz auf den rasant um sich greifenden Antisemitismus.

Der Vizepräsident des WJC, Isi Leibler, kritisierte in diesem Zusammenhang auch die aus seiner Sicht einseitige und voreingenommene Haltung Europas gegenüber Israel im Nahostkonflikt. Er sah in der heftigen Israel-Kritik Hinweise auf einen versteckten Antisemitismus. Quelle: Warnungen vor Antisemitismus in Europa

Kommentar: Antisemitismus, Rassismus ist selbstverständlich zu bekämpfen. Nur, wer maßt sich an die berechtigte, immer heftiger werdende Kritik an der israelischen Politik mit Antisemitismus gleichzusetzen? Wo sind die Grenzen. Wann fängt man an den Stempel Antisemit als Waffe gegen berechtigte Kritik anzuwenden. Es gibt leider gute (schreckliche) Gründe für die wachsende Kritik. Es ist das Handeln der israelischen Armee in Palästina, das Nichthandeln der Politik.Diese Kritik kommt   in ihren Ansätzen übrigens von den "Semiten" den vielen ehrenhaften israelischen Bürgern, die das was ihre Regierung zu verantworten hat auf das schärfste bekämpfen. Es mag keinen Zusammenhang geben, vielleicht benutzen Antisemiten wiederum berechtigte Kritik als Denkmantel für ihre Antisemitische Neigung.
Merkwürdig ist es aber schon, das man in einer Zeit wo die Kritik an die israelische Regierung immer offensichtlicher seine schrecklichen Ursachen findet man vielleicht auch ablenken will.
Vielleicht täten wir alle ein gutes daran Antisemitismus, da wo er wirklich und eindeutig auftritt zu bekämpfen und nicht nach dem Motto: "Kritik an Israel ist Antisemitismus" zu verfahren. Wir alle, ob Christen, Moslems oder Juden sind es den Opfern des Rassismusses, des Antisemitismusses schuldig ihnen die nötige Ehre zu erweisen und sie nicht für politische Zwecke zu missbrauchen. Wenn jemand, sei es mit jüdischer Kopfbedeckung, sei es mit Kopftuch verfolgt, bedrängt, benachteiligt wird. Dann heißt es sich zu ihm zu stellen, ihn zu schützen. So stehe ich, so stehen viele Israelis und Menschen aus anderen Nationen neben den Palästinensern.

Wettbewerb
Die Wirklichkeit ist  das, wozu wir versuchen sie zu machen?
oder,
Der Biedermann des Jahres:


Preisträger
 Mosche Katzav sagt:

"...... Und man darf auch nicht vergessen, daß wir, die Israelis, seit dreieinhalb jahren unter schrecklichem, brutalen Terrorismus der Palästinenser leiden, und wir spüren keine europäische Solidarität für dieses Leid; wir können sie nicht fühlen...."
"... Ich glaube, daß wir in den letzten zehn Jahren historische Schritte auf die Palästinenser zu gemacht haben.
Unsere Hände sind sauber...."

Quelle und mehr

 
Zur Erinnerung Herr Katzaw

3944 Tote seit Beginn der Intifada im September 2000.
2.974 der Opfer waren Palästinenser, 900 Israelis.

3944 Tote zuviel

anbei ein Stück Seife.


Zur Erinnerung Herr Katzaw vielleicht zur gleichen Zeit als sie die Worte sagten geschah in Palästina:
 

Qalqilya: 22-jähriger Palästinenser erschossen

Bei einem Angriff am späten Donnerstagnachmittag auf ein Dorf in der Nähe von Qalqilya erlitt der 22-jährige Palästinenser Ahmad Kulaib einen Brustschuss. Der junge Mann war auf der Stelle tot. Warum die israelischen Soldaten gezielt auf Kulaib schossen, blieb unklar.

Frau erstickt nach Tränengaseinsatz

Der Angriff israelischer Besatzungstruppen am gestrigen Nachmittag (29. 04.) auf das Flüchtlingslager Farha bei Jenin forderte ein Todesopfer. Die 50-jährige Palästinenserin Subrieh Ab al-Badah wurde mit Atemproblemen ins Krankenhaus eingeliefert, wo sie wenig später starb. Israelische Soldaten hatten bei einem Angriff auf Farha Tränengas im Haus Frau Al-Badahs eingesetzt. Die Inhalation des Tränengases hatten einen Herzanfall ausgelöst, an dem sie im Krankenhaus verstarb. Quelle



Zur Erinnerung Herr Katzav:

"Wir sind in ihrem Land – nicht sie in unserem. 

Wir siedeln auf ihrem Land – nicht sie auf unserem.

Wir sind die Besatzer, sie sind die Opfer."

 

Uri Avnery*


Gibt es nun auch deutsche Träume vom israelischen demokratischem Rechtssystem? 

Stell dir vor, in Hamburg ist eine Terrorzelle, vielleicht denkt man auch nu da ist ein, macht ja nichts. Mit einem Raketenangriff aus einem Hubschrauber wird der eventuelle Attentäter ohne Gerichtsbeschluss hingerichtet. (Das spart auch Kosten, die Lösung für Deutschland!)
Passanten die zufällig in der Nähe waren werden leider getötet. Das seine Frau dabei stirbt ist nicht unser Problem, sie hätte ihn nicht heiraten dürfen, so ist das nun mal in einer Demokratie.

 Anschließend fahren in der Berliner Strasse Panzer vor. Mit Fußtritten werden die Türen geöffnet. Mit einem Hammer,  ein Überraschungsmoment, schafft man neue Übergänge von Zimmer zu Zimmer.

 Nach der Durchsuchung. "Die Familie, die Nachbarn sollen auch spüren, was es heißt mit einen eventuellen Verbrecher zusammenzuwohnen, wird das Haus gesprengt. Es könnte sich ja auch in der Zukunft ein Attentäter dort verbergen.

Danach darf das Militär zum Rathaus fahren. Dort im zerschossenen Rathaus wird der Bürgermeister gefangen gehalten.
Die Soldaten können sich bei seiner Bewachung ausruhen.

Die abgelösten ausgeruhten Soldaten dürfen zur Entspannung noch Steine werfende Kinder jagen und dabei Schiessübungen machen.

Schöne neue demokratische Welt,
seid solidarisch mit
Mosche Katzav

Oder auch ein Glück, das wir nicht blind solidarisch sind!

Übrigens, für rassistisches Verhalten gibt es keinen Ausnahmezustand, keine Freikarten für niemanden, nirgendwo.

Israel kritisieren?
von Robert Fisk

Um Gotteswillen, Mary Robinson, Ex-Präsidentin von Irland, Ex-Hochkommissarin für Menschenrechte der Vereinten Nationen und Rednerin bei der Abschlussfeier der Emory University / USA. Mary Robinson hat einen gewaltigen Fehler gemacht, sie hat es gewagt, Israel zu kritisieren. Robinson sagte – Horror über Horror – die „grundlegende Ursache des arabisch-israelischen Konflikts ist die Okkupation“. ‚Okkupation‘, Stopp, stopp, Mary! Ist das nicht ein wenig antiisraelisch? Oder wollen Sie etwa ernsthaft behaupten, die israelische Militärbesatzung in Westbank und Gazastreifen sei irgendwie falsch, Israels außergerichtliche Exekutionen von palästinensischen Kämpfern seien falsch, dass Israel steinewerfende Schuljungen niederschießen lässt sei falsch oder der glatte Raub arabischen Landes, um darauf Häuser für Juden zu bauen? Vielleicht habe ich mich verhört. Ja, bestimmt, denn, als Sie auf die niederträchtigen Verleumdungen, die ehrkränkenden Angriffe auf ihr Recht auf Redefreiheit und die verleumderischen Attacken auf ihre Integrität antworteten, klang das wie das Maunzen eines Kätzchens. Dass sie sich „sehr verletzt und bestürzt“ fühlten, sagten sie. Der Irish Times haben sie erklärt, wie es „schmerzt, dass Anschuldigungen aufgestellt werden, die komplett jeder Grundlage entbehren“. Sie hätten den Leuten, die Sie beschuldigen, mit rechtlichen Schritten drohen sollen. Ich reagiere auf böswillige Postkarten, auf denen steht, meine Mutter sei Eichmanns Tochter (Peggy Fisk war im Zweiten Weltkrieg in der Royal Air Force, aber egal), indem ich den Schreibern mitteile, sie würden von meinem Anwalt hören – und sofort ist Ruhe. Aber nein, Sie fühlen sich „verletzt“. Sie sind „bestürzt“. Sie lassen es zu, dass Professor Kenneth Stein von der Emory Universität sagt, er „sei besorgt über den offensichtlichen Mangel an gebührender Sorgfalt aufseiten derer, die die Entscheidung trafen, sie (Mary Robinson) als Rednerin einzuladen“. Das mit der „gebührenden Sorgfalt“ gefällt mir besonders. Aber im Ernst, wie können Sie es zulassen, dass man mit ihrer Integrität derart ungestraft Schindluder treibt? ‚Bestürzt‘. Oh, Mary, Sie armes Ding (diddums).  mehr >>>

Zum Interview in der FAZ vom 30.04.2004
Moshe Katzavs Gedächtnislücke

Israels Staatspräsident Moshe Katzav  kritisierte die EU ob ihrer mangelnden solidarischen Unterstützung mit Israel. Katzav forderte in einem Gespräch mit der FAZ eine schärfere Haltung und Verurteilung des palästinensischen Terrors seitens der EU: "Man darf nicht vergessen, daß wir, die Israelis, seit dreieinhalb Jahren unter schrecklichem, brutalem Terrorismus der Palästinenser leiden, und wir spüren hier keine europäische Solidarität für dieses Leid; wir können sie nicht fühlen."
Der israelische Staatspräsident, der sich auf einer "OSZE-Konferenz zur Bekämpfung des Antisemitismus" in Berlin aufhielt, hat vergessen, sich bei der Bundesregierung für die drei Dolphin-U-Boote zu bedanken, die unmittelbar nach der Lieferung (1999 und 2000) mit nuklearen Harpoorn-Flugkörpern bestückt wurden. Katzav bleibt weiterhin den Dank an die deutschen Steuerzahler schuldig, die von den Gesamtkosten dieser drei U-Boote in Höhe von 1,28 Mrd. DM den Löwenanteil von 1,1 Mrd. DM übernahmen.


Israels Staatspräsident vergaß ebenfalls, sich bei Schröder und Fischer für die für Panzerteile und gepanzerten Fahrzeuge im Wert von 346,4 Mio. Mark zu bedanken: Jene Panzer und Fahrzeuge, die in Gaza und Westjordanland Häuser über die Köpfe von palästinensischen Familien niederschießen und über sie Leid und Tod bringen. Jene Panzer und gepanzerten Fahrzeuge, die die Gebäude der Autonomiebehörde nahezu völlig platt gewalzt haben.

Der im Iran geborene Katzav  hat in Berlin auch vergessen, der Bundesregierung den Dank Israels für die deutschen Scharfschützengewehre der Typen SP66 und SR86 auszusprechen. Das sind jene Scharfschützengewehre, mit denen die Regierung Scharon unter anderem ihre Politik der "Liquidierung" bzw. "gezielten Tötung " erfolgreich durchführt. Katzav weiß genau, dass eine EU-Umfrage, der zufolge Israel als größter Feind des Weltfriedens dargestellt wird, kaum eine solch effiziente Wirkung wie Dolphin-U-Boote und andere den Palästinensern Leid und Tod bringende Waffenlieferungen an Israel hat.

Moshe Katzav hätte sich in Berlin vor allem bei Bundesaußenminister Fischer bedanken müssen, der bei jedem Raketenanschlag Israels auf palästinensische Führer auf das legitime Recht Israels auf Selbstverteidigung hinweist, Israel zur Besonnenheit rät, ohne im geringsten wortwörtlich diese Morde zu verurteilen.


Fischer sagte am 15. Februar vor dem Bundestag: "Diese Bundesregierung unter Bundeskanzler Schröder wird alles tun und tut alles, um das Existenzrecht und die Sicherheit Israels und seiner Menschen zu schützen."

Katzav muss sich fragen, ob er in seiner Klage über ein "unsolidarisches Europa" zumindest dem Gastgeber Deutschland Unrecht tut.

Göttingen, Dr.  Behrouz  Khosrozadeh

  ...... aber ich bitte euch ausdrücklich, euch nicht verführen zu lassen von falschen Hoffnungen und euch und eure Bekannten nicht vergiften zu lassen von dem Gift der Schuldgefühle, das so viele gute Menschen in Deutschland lähmt. Lasst euch nicht einschüchtern von der verbrecherischen Propaganda, die eure edlen und ehrlichen Versuche im Einsatz für Frieden und Gerechtigkeit als Antisemitismus anprangert. ....

Reuven Moskowitz, Ein Brief aus Jerusalem.    

Kann man so wie unten von W. Sahm geschehen einfach Mord und Killerkommandos legitimieren? Manches braucht man vielleicht nicht lange zu kommentieren, es spricht für sich selber.
 

ULRICH W. SAHM - Israels Abschussliste ist noch lang
Jerusalem, 18. April 2004 - "Wir werden Fortschritte im politischen Prozess machen. Gleichzeitig werden wir Terrororganisationen, die Terroristen und alle, die Israel treffen wollen, bekämpfen." Zum Auftakt der wöchentlichen Kabinettssitzung schaute Ministerpräsident Ariel Scharon zufrieden in die Runde seiner Minister. Die gelungene Liquidierung des Hamasführers Adel Asis Rantisi am Samstag Abend hatte selbst wankelmütige Minister von Scharons umstrittenen Abtrennungsplan überzeugt, darunter auch Benjamin Netanjahu und Außenminister Silvan Schalom.
Knapp einen Monat nach der "gezielten Tötung" des charismatischen Scheich Jassin hatten zwei Raketen aus einem israelischen Kampfhubschrauber den weißen Subaru in Gazas Daschala Straße getroffen. Rantisis Fahrer und ein Leibwächter waren sofort tot. Der selbsternannte Nachfolger von Scheich Jassin wurde schwerverletzt ins Schifa-Krankenhaus gebracht. Vor laufender Kamera von Al Dschesira, live in die arabische Welt übertragen, starb Rantisi, halbnackt auf dem Operationstisch liegend. Die Nachricht von Rantisis Tod ging wie ein Lauffeuer durch Gaza. Sie erreichte auch Nablus und Ramallah.  Tausende schwenkten die grüne Flagge der Hamas und schworen Rache.
Die israelischen Militärs hatten schon vor über einem Monat vom Kabinett grünes Licht erhalten, die Köpfe der extremistischen Hamas zu treffen.

Freiheit für Marwan Barghouti
Ein Aufruf - Stimmen die mahnen und fordern.
 mehr >>>


Israels Botschafter Stein für Aufnahme der Türkei in die EU

Im diplomatischen Dienst ist es  üblich, sich nicht offen in die Angelegenheit eines Gastlandes einzumischen. Vor allem nicht in den Medien. Was die Geheimdienste machen ist etwas anders. In diesem Sinne war z.B. von Avi Primor während seiner Dienstzeit nichts zu vernehmen.
Es ist sicher nicht eine Frage des übersteigerten Selbstbewusstseins das Botschafter Stein sich so plump einmischt. Die Frage ist ob, bei all den Erfolgen den man mit der Verschleierung dessen hat was den Palästinensern geschieht man nun beginnt offen die Regierungsgewalt zu übernehmen. Der Fall Möllemann und Karsli hat ja schon vortrefflich gezeigt wie man die Politikern an den Fäden führen kann. Bei der Häufigkeit dieser Einmischungen ist nicht zu hoffen, das es sich nicht wiederholt.

Diese Tage hat B. St. schon einmal geglänzt: "
Israels Botschafter: IGH-Anhörung beweist Bedeutungslosigkeit der UNO"
Was ist von einem Politiker zu halten, der die Rechtmäßigkeit eines Internationalen Gerichtshofes, der Vereinten Nationen bestreitet? Die israelische Regierung demonstriert zwar tägliche in Palästina, was sie von den Menschenrechte hält. Diese Aussagen des israelischen Botschafters, die fast nie zufällig sind zeigen neue Dimensionen der internationalen Rechtlosigkeit. Einem Frieden kann dies nicht dienen, also, was soll erreicht werden? Beginnt bald der große Kreuzzug?

Israelsolidarisches Bündnis ruft zu Protesten gegen den Neonaziaufmarsch in Hamm auf
(In Klammern meine Kommentare)
 Marcel Schneider  Quelle: Juedische.de

Ein Bündnis verschiedener antifaschistischer und linker Gruppen ruft für den kommenden Samstag dazu auf, den Aufmarsch der "Kameradschaft Hamm", einer bundesweit aktiven Neonazivereinigung, zu verhindern. 

Unter dem Motto "Solidarität mit Palästina" wollen die Neonazis ihr antisemitisches Weltbild in Hamm Bockum-Hövel zur Schau stellen.

(Dagegen Protestiere ich auch, den hier ist sicher reiner Antisemitismus zu erkennen. Diese Herren mögen Protestieren, es gibt trotzdem keine Gemeinsamkeiten)
........
"Das Bedürfnis nach 'Kritik' am Staat Israel kann seine antisemitischen Beweggründe immer seltener verschleiern", so Petra Müller, Sprecherin des israelsolidarischen Bündnisses.

(Das ist nun glatter Unsinn, Kritik an der derzeitigen israelischen Regierung ist legitim, nicht antisemitisch. Das ist eine Solidarität mit Palästina die mit vielen Israelis gemeinsam, auch für einen Frieden für Israel getragen wird. Wer so redet will die Wahrheit nicht wissen!)

"Dass die Positionen der Neonazis denen vieler deutscher Bürgerinnen und Bürger sehr nahe sind, zeigte unter anderem eine Meinungsumfrage in der EU, welche ergab, dass in Israel die größte Bedrohung für den Weltfrieden gesehen wird. Nicht erst seit Möllemann und Hohmann ist eins klar: Antisemitismus war und ist in Deutschland Programm!" .........

(Das ist eine Rassistische unsachliche Verknüpfung. Israel steht nicht außerhalb der Kritik. Es gibt antisemitisch denkende deutsche, das mit allen deutschen Bürgern gleich zu setzen zeigt, das wer so redet, das denken hat was er anderen vorwirft. Möllemann und Homann sind nicht vergleichbar....)
 

Leserbrief von der Tochter des verstorbenen ehemaligen Vorsitzenden des Rats der Juden in Deutschland zum Fall Friedmann

(Quelle: SZ vom 19. Juni - gefunden im Nahost-journal)

Kalkuliert medienwirksam austeilen

„Scharfe Kritik an Blüms Äußerungen zu Israel“ und „Vom Leben in Deutschland“ /

Paul Spiegel wirft Norbert Blüm „Rassismus pur“ vor. Was ist Rassismus pur? Sind es nicht die ständigen Maßregelungen des jetzigen Zentralrats der Juden in Deutschland unter Spiegel, Friedman und Knobloch? Charlotte Knobloch hatte doch selbst einer rechtsradikalen, vom nordrhein- westfälischen Verfassungsschutz beobachteten Zeitung, der Jungen Freiheit, ein Interview gegeben. Dieser Zentralrat hat es von Anfang an verstanden, medienwirksam auszuteilen. Liegt das nun an Paul Spiegels Künstleragentur oder am Talkmaster und selbst ernannten Journalisten Michel Friedman?

Friedman hat sich durch sein Zentralratsamt und seine Position Talkshows „erkämpft“, die er als Anwalt ohne dieses Amt sicherlich nicht bekommen hätte. Außerdem sitzt er ja noch im ZDF- Verwaltungsrat und in der CDU, all diese Posten sind nicht miteinander vereinbar. So hat mein Vater, der 1992 gestorbene Zentralratsvorsitzende, Heinz Galinski, es genau aus diesen Gründen immer abgelehnt, Parteimitglied zu werden. Auch für Ignatz Bubis wäre es heute sicher schwierig geworden mit der FDP.

Durch die „Machtfülle“, wie sie nach meiner Meinung nur in Deutschland möglich ist, gelingt es dem Zentralrat nun, jegliche Kritik an der israelischen Politik als Rassismus oder Antisemitismus abzuschmettern. Das betrifft natürlich auch jüdische Kritik, genau wie der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Alexander Brenner, kritische Stimmen auf jüdischer Seite („Nestbeschmutzer“) wie den Ossietzky-Preisträger und Gusch- Schalom-Gründer Uri Averny, Daniel Barenboim, Felicia Langer, Moshe Zimmermann dann sicherlich auch dazurechnen darf.

Solange sich der Zentralrat als diplomatische Vertretung Israels aufführt, ist wohl jegliche Objektivität zu vermissen. So ist dann ja wohl auch zu verstehen, dass Friedman Scharon als „Hofberichterstatter“ interviewen darf. Ob er den wohl auch so anfassen wird, wie seine sonstigen Opfer? Auch für die deutschen Politiker und Medien wäre es an der Zeit, anstatt ständig der derzeitigen israelischen Regierung und dem Zentralrat Solidarität zu bekunden, sich etwas objektiver mit der desolaten Lage der Palästinenser zu beschäftigen.

Außerdem ist es gefährlich und unerträglich, wie Friedman die Antisemitismus-Angst bei den Juden schürt. Auch das ist kalkulierte Selbstdarstellung. – Was haben Martin Walser und Friedman gemeinsam? Immer wenn sie angegriffen werden, denken sie ans Auswandern.

Evelyn Hecht-Galinski, Malsburg-Marzell in einem Leserbrief an der Süddeutschen Zeitung

zum Artikel "Keine Kugel für Arafat" / von M. Naumann

Zeit 39/2003 vom 18.09.2003
 

 Sehr geehrte Damen und Herren,

 zu spät komme die drohung „Keine Kugel für Arafat, bedauert Michael Naumann in seinem hetzartikel, anscheinend ohne widerspruch seitens der anderen mitherausgeber für sein auftreten als inoffizieller israelischer regierungssprecher.

 

herr naumann, der kulturminister a.D. behauptet, „dass Arafat sein wahres Ziel, die Beseitigung Israels, niemals aufgegeben hat“ und “seine keineswegs heimliche Hoffnung, Israel ins Meer zu jagen“.

 

Richtig ist: die PLO hat bereits im november 1988 die existenz israels anerkannt – im gegensatz dazu weigert sich israel, die nationalen rechte der palästinenser anzuerkennen!

Auch die stete wiederholung einer gefährdung der existenz israels ist angesichts seiner militärischen übermacht geradezu lächerlich!

 

Als eine weitere lüge geistert immer wieder das scheitern von oslo durch die medien und als beschuldigter jassir arafat und auch herr naumann verbreitet – wider besseres wissen - diese israelische propaganda. Richtig ist: das sogenannte „großzügige angebot“ war in wirklichkeit nämlich keines:

 

Chris Marsden beschreibt in "junge Welt" den „Mythos Camp David - Die gängige Darstellung der gescheiterten Friedensverhandlungen in den amerikanischen Medien ist Teil einer gezielten Desinformationskampagne http://www.jungewelt.de/2002/05-15/009.php

„... Robert Malley, unter Clinton Nahost-Experte im Nationalen Sicherheitsrat der USA und Mitglied des amerikanischen Teams in Camp David, schrieb in der New York Times vom 8. Juli 2001 unter der Überschrift »Märchen über das Scheitern von Camp David«: u. a. “Ein Palästinenserstaat mit 91 Prozent der Westbank und Gaza war mehr, als die meisten Amerikaner und Israelis für möglich gehalten hätten, aber wie hätte Herr Arafat seinem Volk den Landtausch im Verhältnis neun zu eins erklären sollen?«  Malley gab auch zu, daß die Palästinenser größere Zugeständnisse gemacht hatten: »Die Palästinenser traten für einen Palästinenserstaat ein, der in den Grenzen vom 4. Juni 1967 neben Israel bestehen sollte. Sie akzeptierten, daß Israel das Territorium der Westbank mit Siedlungsblöcken annektieren würde. Sie akzeptierten das Prinzip der israelischen Souveränität über die jüdischen Viertel in Ostjerusalem - Viertel, die vor dem Sechstagekrieg von 1967 nicht Teil des Staates gewesen waren. Und während sie darauf bestanden, daß das Recht der Flüchtlinge auf Rückkehr anerkannt wird, waren sie bereit, es in einer Weise umzusetzen, die Israels demographische Zusammensetzung und Sicherheitsinteressen berücksichtigte und deshalb die Anzahl der Rückkehrer beschränkte....« Am 23. Juli 2001 gab Ahmed Qureia, der Chefunterhändler der Palästinenser in Camp David, eine Pressekonferenz, in der er Malleys Bemerkungen zustimmte und die Behauptung, daß »Barak alles anbot [und] die Palästinenser alles ablehnten«, als »die größte Lüge der letzten drei Jahrzehnte« verurteilte. Auch die New York Review of Books, die New York Times und die palästinensische Verhandlungsdelegation veröffentlichten Material über Camp David, das die Behauptungen der zionistischen Märchenerzähler widerlegte. ...“

 

das von herrn naumann konstruierte „Rückwanderungsrecht (!) der Palästinenser“ meint das unveräußerliche „Rückkehrrecht von Flüchtlingen“. Wie viele andere resolutionen auch, hat Israel die UN-resolution 194 nicht anerkannt, derzufolge die flüchtlinge das Recht haben, zwischen Entschädigung und Rückkehr in ihre Heimat zu wählen.

 

auch das weltweit begrüßte friedensangebot der arabischen liga lehnte israel ab!

 

was herr naumann zu “Politiker vom Schlage Hitlers oder Stalins“ schreibt, trifft auch auf den kriegsverbrecher Sharon zu: „Ihre Angst vor Attentaten schwoll mit ihrer Machtfülle zur Paranoia an. Und die Angst war das ferne Echo ihres Wissens um die eigene kriminelle Terrorherrschaft“.

 

auch das vorgehen der israelischen besatzer sind  „genozidale Aktionen im eigenen Hinterland“, denn an der tagesordnung sind dort politischer mord, folter, ungesetzliche deportationen, exzessive zerstörungen, landenteignung, vertreibung! Wohl deshalb verweigert israel internationaler Beobachter!

Hochachtungsvoll claudia karas
 
Sent: Sunday, June 22, 2003 6:02 PM
 
Ihre Stellungnahme zu Michel Friedman, Kokainvorwurf und Judentum (DDP)

Claudia Roth, Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, hat sich vor Michel Friedman gestellt. Es dürfe nicht sein, dass die Rotlicht- und Kokain-Vorwürfe zur Abrechnung mit dem Judentum genützt würden. Jetzt will sich auch der Zentralrat der Juden in Deutschland mit dem Fall befassen.
DDP

Sehr geehrte Frau Roth,

ich verstehe IHRE Welt nicht mehr: wer erlaubt Ihnen, eine Verbindung zwischen dem des Drogenkonsums, bzw. der versuchten Weitergabe (Dealens) von Drogen "hinreichend verdächtigten Dr. Michel Friedman" (die zuständige Berliner Behörde)  und "dem Judentum" herzustellen? Sind Sie denn nun zu einer ausgewachsenen Rassistin mutiert ?

Seit wann verharmlosen Sie Menschenrechtsverletzungen, die sich aus dem Proxenetismus, der Prostitution und dem möglichen damit verbundenen Menschenhandel ergeben ? Ist dies Ihr Verständnis von Schutz von Menschenrechten, von Frauenrechten ? Kaltes Entsetzen trifft mich bei diesem Gedanken.

Das Eine (Drogenmissbrauch) hat doch mit dem Andern (Judentum) nichts zu tun. Rechtsbrecher, besonders wenn es sich um so verachtenswürdige Tatbestände, sollten sie sich bewahrheiten, wie des rechtswidrigen Umganges mit harten Drogen handelt, sind mit der ganzen Kraft unserer demokratischen und republikanischen Gesetze zu ahnden.

Rücksichten auf Religionsgemeinschaften, Rasse, Volkszugehörigkeit (darauf wollen Sie ja offensichtlich hinaus, obwohl mir bei diesen Wortverbindungen die Haare zu Berge stehen !) sind unzulässig. Würden sie berücksichtigt, wäre darüberhinaus wohl zudem der Tatbestand der Aufforderung zur Rechtsbeugung durch einen Parlamentarier gegeben.

Ich hoffe nun nicht, dass Sie, ein Mitglied des gewählten Deutschen Bundestages, dazu die Menschenrechtsbeauftragte dieser höchsten Vertretung des deutschen Volkes, zu Rechtsbeugung aus rassistischen, was immer Sie darunter verstehen, Gründen aufrufen.

Ich werde Ihre diesezüglichen Äußerungen in den kommenden Tagen sehr genau beobachten, ggf. erlaube ich mir schon heute, im Falle eines derartigen Versuches (der Aufforderung zur Rechtsbeugung) durch Sie Rechtsmittel gegen Sie einzulegen,

Ich erwarte Ihre Stellungnahme. Sollten sich die aus obiger Agenturmeldung ergebenden schrecklichen Vermutungen bestätigen werde ich umgehend das Bundestagspräsidium, den Bundespräsidenten und die Fraktionen des Hohen Hauses benachrichtigen.

Bis zu einer Richtigstellung, bzw. Korrektur Ihrer Aussage grüße ich Sie, die Menschenrechtsbeauftragte des gewählten Deutschen Bundestages hochachtungsvoll

Günter Schenk
 

Liebe Freunde,
mit einem herzlichen Gruß hier die Weiterleitung einer Kurzmail aus Jerusalem vom
 Leiter der dortigen  Konrad-Adenauer-Stiftung, Herrn Gerster.

Falls Ihr ihn auch in einem Verteiler habt, am besten löschen. Jeden weiteren Kommentar möchte ich mir ersparen. Mir wird jedenfalls klar, wieso Frau Merkel u.a. in ihrer Rede beim 5. deutsch-isrealischen Dialog sagen kann: "Dem internationalen Friedensplan, der so genannten Road-Map, ist Erfolg zu wünschen - wenngleich sich zeigt, dass sie ein gutes theoretisches Produkt ist, aber vielen praktischen Fragen nur bedingt Rechnung trägt. Ich hoffe, dass der Bau des Trennzauns nicht zu große psychische Verwerfungen mit sich trägt. Der von der israelischen Regierung erwogene Rückzug aus eigenen Siedlungen ist andererseits ein kleines Zeichen im Hinblick auf den sich langsam aufbauenden Prozess mit dem neuen palästinensischen Ministerpräsidenten Korei, der aber seinerseits - in seiner Abhängigkeit von Arafat - nur geringe Spielräume zum Voranbringen des Friedensprozesses hat. "

Wenn diese "Fachleute" Materiallieferer sind, kein Wunder.
Viele Grüße vom auch weiterhin "belehrenden"
P. Rainer  mehr >>>

MEDIENSCHAU NAHOST

 MIDDLE EAST MEDIA REVIEW

In dieser Datenbank der Mediengruppe Nahost (derzeit im Wesentlichen Anis Hamadeh und Claudia Karas) geht es um den Diskurs Palästina - Israel - Deutschland - Arabische Welt - Islam. Sie ist für Medienkritiker, Journalisten, Politiker, Politologen und die Friedensbewegung gedacht. Geeignete Links und Texte können gemailt werden an: info(at)anis-online.de MEHR >>>

  Newsletter der Botschaft des Staates Israel - Donnerstag, 20. November 2003

"Es fehlt das Vertrauen" – Interview mit Botschafter Shimon Stein

"„...Dass es ein Tabu sei, Israel zu kritisieren, ist eine künstliche Debatte, die sich vor einiger Zeit entfachte. "

Es ist keine künstliche Debatte. Sicher manchmal aus verständlicher Empfindsamkeit aber auch aus Kalkül, demonstrierten Menschen wie Herr Friedmann und Herr Spiegel, wie schnell Israelkritik Antisemitismus wurde. Nur ein Bericht in dem ich eine Artikelsammlung über den Friedman Skandal darstellt war einem Israeli Anlass mich des Antisemitismuses zu verdächtigen. Dem Herrn Botschafter dürfte auch bewusst sein, das es aus Israel heraus Kampagnen gab mit denen man Israelkritiker mundtot machen wollte. Endschuldigung Herr Botschafter, das man dies wahrnahm..... Übrigens, ich war und bin gegen Rassismus jeder Art. (Kommentar Arendt)

 

"Es ist kein Tabu, und die israelische Politik kann auch kritisiert werden. Aber diese Kritik muss, um glaubwürdig zu sein, bei uns auch so ankommen."

 

Also, nur, wenn von Israel legitimiert ist Kritik glaubwürdig, da ist es ja wieder......
(Kommentar Arendt)

". Wenn sie konstruktiv ist und uns Vorschläge macht, was wir ändern können,"

Mit der übermäßigen Gewalt aufhören, dem Palästinensern ihre Menschenwürde zugestehen. Ihren Besitz, ihr Land respektieren und es nicht zerstören, es ihnen nicht wegnehmen, sie nicht zu vertreiben und und und ................  eigentlich wissen sie das auch selber.
(Kommentar Arendt)

wenn sie ausgewogen ist,

So unausgewogen wie Israel handelt, wird es behandelt. Erwarten Sie auch noch Absolution für die Verbrechen die in Palästina angerichtet werden? (Kommentar Arendt)

 

wenn sie fundiert ist, wenn sie ein konstruktives Ziel hat,

Frieden für Palästina und Israel ist ein konstruktives ziel. Seien sie fundiert, wahrhaft und ausgewogen. Dann würden manche ihrer Aussagen anders sein, sie würden aber auch einen Frieden fördern.
(Kommentar Arendt)

, nehmen Sie bitte die Kritik auch an ......

 

dann kann man durchaus zum Beispiel Israels Siedlungspolitik kritisieren oder unsere Einstellung zu Arafat im Hinblick auf den Zaun diskutieren. Aber diese Kritik, die Israel als Speerspitze des Imperialismus, als eine koloniale Macht bezeichnet

dann hören sie auf ein Land das den Palästinensern gehört zu besetzen und zu versuchen mit militärischem und psychologischen Druck die Palästinenser zu vertreiben. (Kommentar Arendt)

und es mit den Nazis vergleicht, wenn man Begriffe wie totaler Krieg und Vernichtungskrieg benutzt

betreiben sie nicht untergründig einen Vernichtungs- Vertreibungskrieg? Was sollen die täglichen Militäraktionen. (Kommentar Arendt)

 

oder manche die Kritik zum Anlass nehmen, um das Existenzrecht des jüdischen Staates infrage zu stellen,

ich stelle es nicht in Frage, werde es nicht tun, werde mich dafür einsetzen. Nur, wer stellt das Existenzrecht des palästinensischen Staates in Frage, ist der Grund, das es überhaupt noch keinen palästinensischen Staat gibt. "Was du nicht willst, das man dir tu ........."(Kommentar Arendt)

 

dann hat das mit legitimer Kritik gar nichts mehr zu tun. Viele argumentieren in diese Richtung, und da bleibt uns nichts anderes zu sagen, als dass diese Kritik völlig illegitim ist und auch eigentlich antisemitische Züge beinhaltet...“

 

Siehe da, selbstverständlich wird die Existenz Israels anerkannt. Nur, wer hat Palästina nicht das Glück von Israel anerkannt zu werden. Nimmt Israel Palästina das Land, ist ein Staat ohne Grenzen.(Kommentar Arendt)

 

 

Aus dem Interview mit Botschafter Shimon Stein zur Lage in Israel, Europas Verantwortung und über deutsche Zustände, Rheinischer Merkur, Nr. 47, 20. November 2003:

http://www.rheinischer-merkur.de/aktuell/do03/jue_034701.html

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