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Denken Sie, dass Israel ein Staat der Schande geworden ist?

„Nein. Wir sind nicht ein Staat der Schande oder eine üble Gesellschaft. Aber wir haben das Gefühl für Schändliches verloren. Wir sind gleichgültig und blind geworden. Wir empfinden nichts mehr und sehen nichts mehr. Erst letzte Woche besuchte ich ein wohl bekanntes Gymnasium in Jerusalem. Eine ganze Reihe der Schüler, mit denen ich sprach, erzählten mir schreckliche Dinge. Sie sagten: wenn wir Soldaten sind, werden wir alte Leute, Frauen und Kinder töten, ohne uns Gedanken darüber zu machen. Wir werden sie vertreiben, wir setzen sie in Flugzeuge und fliegen sie in den Irak. Wir werden Hunderttausende von ihnen ausfliegen. Millionen. Und die meisten der Schüler im Auditorium klatschten zu diesen Äußerungen Beifall. Sie unterstützten sie sogar dann, als ich einwarf, so haben die Leute vor 60 Jahren in Europa geredet. Ich bin also wirklich beunruhigt, sogar alarmiert. Ich glaube, wir verinnerlichen immer mehr eine Norm, die nicht die unsere ist..... Avraham Burg -  Quelle
 


warum   es diese homepage gibt
 

einer der grundsätze dieser hompage ergibt sich  aus den worten von berta von sutter, sie sagte:

"keinen vernünftigen menschen wird es einfallen tinte mit tinte wegzuwischen, aber blut versucht man noch immer mit blut zu entfernen.


vor zwei jahren fand ich im internet einen text, der besonders auf diese seiten bezogen meine zweites motto wurde:

 

 

zwar "mit der gnade der späten geburt bedacht“, habe ich mich als deutscher mit den verbrechen, die an dem jüdischen volk verübt worden sind auseinandergesetzt.
als dreijähriger (jahrgang 1941) habe miterlebt, wie an unserem haus gruppen von kriegsgefangenen vorbeigetrieben wurden, es war für mich  ein schockierendes erlebnis, ich werde es nie vergessen.
ich stamme aus einer familie, die immer schon gegen unrecht gekämpft hat. mein großvater war einer der menschen, der mit einer kleinen gruppe zum ende des 2. weltkrieges, die die damalige armeeführung am ort erfolgreich dazu gezwungen hat, die kriegsgefangenen nicht zu  töten.

als deutscher sehe ich durchaus, dass man mit einer besondere sensibilität und einem großen verantwortungsbewußtsein sein  verhältnis  zu deutschen mitbürgern jüdischen glaubens, zu israel pflegen muss. ich sehe auch hier eine schicksalhafte verstrickung aller deutschen, der sie sich nicht entziehen dürfen.

mein "so etwas darf nie wieder geschehen", bezieht sich aber darüber hinaus, auf alle rassen, religionen, nationen.


Dschenin, wo nach Aussage der Israelischen Armee kein Massaker stattfand.

ich sehe, dass es global von großer bedeutung ist, den nahostkonflikt zu lösen. dies kann aber nicht geschehen, wenn, so wie es die öffentlichen medien betreiben der konflikt einseitig und ungerecht gesehen wird und die berechtigten interessen der palästinenser, die schuldhafte verstrickung der israelischen regierung, der armee geleugnet und  verdrängt wird, sich immer mehr schuld angehäuft. wenn gewalt regelmäßig einerseits terror, anderseits vergeltung genannt wird, stimmt etwas nicht.

weil es leider antisemitismus gibt, muss es betont werden, dies ist und wird nie eine antisemitsche hompage sein und werden. kritik an den handlungen von israelischen gruppen, das verurteilen von radikalen kräften und ihren handlungen, darf aber auch nicht zu einer instrumentalisierung des begriffes antisemitismus führen.
jede ansätze eines antisemitschen, rassistischen denkens werde ich von meiner hp entfernen.
sollte jemand entsprechende linkveränderungung feststellen, bitte ich mir dies mitzuteilen.

es  wird keine verbindug zur radikalen rechten oder linken szene geben. die palästina seite ist teil einer künstlerischen gesamthomepage. sie beinhaltet auch eine umfangreiche linksammlung zum thema: gegen rechts- und linksradikalismus zum antisemitsmus, rassismus, für frieden und verständigung

aus meiner geschichte und persönlichen entwicklung heraus sage ich mir: nie wieder darf es heißen, „ich habe es nicht gewusst.“ es muss heißen NIE WIEDER. dieses gilt  für vergehen an allen menschen, jeder religion und jeder nationalität.

 

so wie die geschichte sich entwickelt hat haben die israelis, ebenso selbstverständlich wie die palästinenser ein existenzrecht, das recht unbehelligt in frieden mit ihren nachbarn zu leben.
es kann aber nicht die eine seite der anderen einen frieden diktieren, kann nicht seine existenz verweigern. es dürfen nicht  völkergruppe beherrscht und unterdrückt, getötet werden. es darf nicht versucht werden, sie zu vertreiben.  es gibt allgemein gültige menschenrechte, es ist von beiden parteien zu fordern sie einzuhalten, gegen verstöße vorzugehen.
keine partei hat das recht auf ein gewaltmonopol.
das land ist groß genug für palästinänser und israelis.

diese seiten engagieren sich parteiisch, aber nicht einäugig für eine gewaltfreie lösung,  fühlt sich so mit, palästinensern, menschen aus aller welt, israelis, menschen jüdischen glaubens der friedenssuche verbunden.
beispielhaft stehen für mich dabei menschen wie uri avnery, in deutschland ellen rohlfs, in palästina Sumaya Farhat-Naser,  letzlich auch die menschen beider nationen, die die "genfer initiative" vertreten.

in vielen punkten kann man israel verstehen, und ich fühle mit den menschen die dort um ihre männer, frauen, kinder weinen. ich weiß nicht, wie ich handeln würde, wenn ich in israel so mit der angst des täglichen terrors leben müsste. ich weiß noch weniger wie ich reagieren würde, wenn ich den teilweise täglichen terror der israelischen armee, demütigungen, behinderungen, vertreibungen, zerstörungen, tötungen erleben würde.

 

die gewalt, die die israelische regierung gegen die palästinenser als antwort einsetzen, ist aber immer unverhältnismäßiger und unverständlicher, dies sagen auch immer mehr offizielle stellen in israel, viel zeugen. nicht umsonst stehen israelische friedensaktivisten an den chekpoints, beobachten und versuchen zu helfen. wenn man in diesem umfang, immer mehr weltweit geächtet, staatsgewalt gegen den eigentlich schwächeren einsetzt, verliert man die rechtfertigung für sein handeln und denken.


diese hompage will schwarz-weiß darstellungen eines tragischen konfliktes durch graustufen und farben deutlicher machen.  ich rechtfertigt keine gewalt, lehne sie auf beiden seiten ab. wen man die selbstmordattentäter verurteilt muss man aber auch die übergriffe der israelischen armee der regierung verurteilen. die zahl getöteter palästinenser, zerstörter häuser spricht für sich.

auf der kundgebung "gegen terror -für frieden" in frankfurt sagt herr spiegel, wir deutschen hätten es gut, könnten friedlich im caffee sitzen und wüssten nicht was terror ist. er hat recht.

vergessen hat er, dass wir dort in dem caffee auch mit  palästinensischen freunden sitzen, deren eltern und geschwister durch die israelischen soldaten getötet wurden. die erzählen, dass die schwangere schwester ihres bruders nicht ins krankenhaus konnte, weil die städte abgeriegelt wurden, die tagtäglich demütigung, bevormundung, gewalt und erniedrigung erfahren haben. die erzählen, das die kinder mit dem bild des israelischen soldaten und seinen handlungen aufwachsen.

ich will nicht die gewalt gegeneinander aufrechnen, zeigen, hier hat der eine recht, dort der andere. ich stelle mich neben den schwächeren. so wie ich, egal was geschah, auf der strasse dem einen helfen würde, dem mit übermäßiger gewalt begegnet wird. es soll nicht vesucht werden, den terror einer seite zu entschuldigen.

die palästinenser müssen mit sicherheit auch ihren beitrag für einen gewaltlosen frieden leisten. die israelis, als die stärkeren denke ich noch mehr. im leben ist es so, das der "starke" die spielregeln bestimmt. wenn er will, dass der andere mitspielt, muss er die spielregeln so gestalten, dass der andere damit leben, überleben kann, frieden finden kann. nicht durch die kraft der überzeugung, durch die macht der waffen bedingt ist israel der stärkere.

 wer für den frieden kämpft
der kämpft auch für den Frieden des anderen

   

 

erhard arendt

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