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Verleumdungsaktionen-
JagdAktionen
DER ISRAELLOBBY

München 2016
Vortrag von Abraham Melzer und eine Veranstaltung
Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing mit Nirit Sommerfeld


 

Mein Deutschland?
Abi Melzer
- 2. 10. 2016

„Denk ich an Deutschland in der Nacht, so werd´ ich um den Schlaf gebracht“, schrieb vor zweihundert Jahren der Jude Heinrich Heine, der genauso wie ich heute, damals von der Zensur gejagt und verfolgt wurde und schließlich nach Paris floh, wo er den Rest seines Lebens verbrachte, in Freiheit.

Ist es in Deutschland wieder so weit, dass das Grundgesetz nicht mehr gilt? Ich war immer stolz auf unser Grundgesetz, auf Artikel 1 und Artikel 5. Und nun werden diese Grundsätze von Politikern, Kirchenfürsten, Gemeindepräsidenten und Grünen und Linken Stadtabgeordneten verletzt, ja in den Boden getreten. Und nicht nur, dass diese unwürdigen Vertreter des Volkes, das tun, andersdenkenden Menschen, zumal Juden, die Meinungsfreiheit und Redefreiheit verbieten, nein, sie sind auch noch stolz darauf.

Als Jude schäme ich mich für die Repräsentantin der Juden. Repräsentantin des Judentums ist sie wahrlich nicht. Andere sollen sich aber für die nichtjüdischen Repräsentanten schämen und sie beschämen, indem sie dagegen protestieren. (...)

Wollen wir uns aber von solchen Rassisten vorschreiben lassen, wie wir denken und welche Veranstaltungen erlaubt sein sollen? Ich verstehe nicht, warum ein Benefiz-Konzert für die Kinder von Gaza antisemitisch sein soll. Ich verstehe nicht, wie man überhaupt auf so einen Gedanken kommen soll, wenn nicht die Waffe der „Antisemitismus-Keule“ da wäre, mit der man jede Kritik, auch wenn sie berechtigt ist, gegen Israels Politik unterdrückt. Dabei sollte in einer Demokratie auch unberechtigte Kritik möglich und erlaubt sein. Die Meinungen sind nach unserem GG frei und jeder darf seine Meinung frei äußern.

Darf wirklich jeder seine Meinung äußern? Mitnichten! Knobloch und Broder und andere extremistische Zionisten dürfen alle Bühnen benutzen. Wir aber, die eine andere Meinung haben, werden von solchen Leuten diffamiert und verleumdet und die Gerichte, die uns schützen sollten, erfüllen nicht ihre Pflicht. >>>


 

 


Evangelische Landeskirche in Bayern als verlängerter Arm der zionistischen Israellobby - 1. 10. 2016 - Abi Melzer - Sehr geehrter Herr Landesbischof Bedford-Strohm,

vor einer Woche hat der Kultur-Dezernent der Stadt München meinen Vortrag über „Antisemitismus heute“ untersagt und damit Zensur ausgeübt. Ich wollte über den hierzulande hysterisierten Antisemitismus-Vorwurf sprechen und die Stadt München und die jüdische Gemeinde haben demonstriert, wie Recht ich mit meinem Thema hatte.

Ich frage mich, wo Ihre Zivilcourage war, die Sie vorgeben nach dem Dritten Reich wieder gewonnen zu haben. Schon damals hat sich die Evangelische Kirche dem Naziregime unterworfen und bei der Judenhetze mitgemacht und heute machen Sie wieder mit, indem Sie einer Jüdin das Reden über die Zustände in Gaza verboten haben und wegen der Untersagung meines Vortrags nicht protestiert haben. Sie verschließen wieder die Augen vor dem Unrecht und dem Versucht das Reden darüber zu unterdrücken.

Schämen Sie sich nicht? Woher nehmen Sie noch die Chuzpeh, über Freiheit und Antisemitismus zu reden, wo Sie selber doch die Unfreiheit fordern und fördern und Juden wieder diskriminieren. Der Vorfall heute und der Vorfall vor einer Woche sind keine Einzelfälle in München. Schon vor sieben Jahren hat man den israelischen Historiker Ilan Pappe daran gehindert, in München einen Vortrag zu halten. Es braucht keine weiteren Beispiele und Beweise für den hierzulande hysterischen und feigen Umgang mit dem Antisemitismus-Vorwurf.

Besonders infam und lächerlich ist ihr Akzeptieren des absurden und abscheulichen Vorwurfs der Präsidentin der Israelischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, dass der Boykott-Aufruf israelischer Waren, die in der besetzten Westbank produziert werden, gleichzusetzen sei mit der Nazi-Parole „Kauft nicht bei Juden“. >>>

1. 10. 2016

Tabuisierung von Meinungsäußerung -  Abi Melzer - Ein offener Brief zur Auseinandersetzung zwischen dem jüdischen Publizisten Abi Melzer und der Präsidentin der jüdischen Kultusgemeinde in München, Charlotte Knobloch.

Sehr geehrte Frau Präsidentin, Sie wagen es, mich einen “für seine antisemitischen Äußerungen regelrecht berüchtigten Referenten“ zu bezeichnen. Nennen Sie mir einen einzigen Satz von mir, der antisemitisch ist, einen einzigen Satz.

Sie schämen sich nicht, die böse Beleidigung von Henryk M. Broder zu benutzen: „Abi Melzer und Hajo Meyer machen den Adolf“. Zu Hajo Meyer schrieb Broder er sei ein „Berufsüberlebender“ weil er es gewagt hat Auschwitz zu überleben und kein Zionist zu werden.

Broder macht uns allen seit Jahren den Joseph, und da dieser nicht so bekannt ist wie Adolf, muss man schon hinzufügen, den Joseph Goebbels. Das scheint Sie aber nicht zu berühren. Ein zionistischer Jude, der den Goebbels macht, ist für Sie allemal sympathischer, als ein aufrechter Jude, der Unrecht anprangert.

Und warum mache ich den Adolf? Weil ich Israels Politik kritisiere! Wie oft haben Sie schon gesagt, dass Kritik an Israel erlaubt sei. Gott sei Dank benötige ich Ihre Erlaubnis nicht. Das Grundgesetz erlaubt es mir. Sie würden es mir nie erlauben. Wie oft haben die Siedler, die Sie unterstützen, behauptet, dass die Regierung Israels „nicht legitim“ sei? Das freilich sage ich auch, nachdem die Regierung die Kontrolle über diese nationalistischen, rassistischen und kolonialistischen Siedler verloren hat. Ich darf an die Worte von Itzchak Rabin erinnern, der gesagt hat: „Wir geben Milliarden von Dollar aus für die Sicherheit von Siedlungen, die uns keine Sicherheit geben“. Die Illegalität wurde institutionalisiert, wie es die stellvertretende Generalstaatsanwältin Sasson gesagt hat.

Wo waren Sie, als die Siedler von Gusch Katif 2005 durch die Armee aus dem Gazastreifen vertrieben wurden und ihre illegalen Siedlungen mit gelben Judensternen verließen? War das nicht auch eine Delegitimierung und Verhöhnung des Holocaust? Dazu haben Sie geschwiegen, aber zu meiner Kritik springen Sie wie von der Tarantel gestochen auf und behaupten, ich sei ein Antisemit. >>>

 


München verhindert Vortrag des Juden Abi Melzer auf Druck der Zionistischen Lobby - Abi Melzer - Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister,

ich bin entsetzt und empört darüber, daß es in einer Demokratie möglich ist, daß durch Denunziation und Verunglimpfung alle israelkritischen Stimmen in der Öffentlichkeit zum Schweigen gebracht werden können. Ich bin noch viel mehr darüber entsetzt, daß jene, die sich dieser denunziatorischen Praktiken bedienen, nicht einen einzigen Beleg für Ihre schwerwiegenden Behauptungen vorweisen können, weder Herr Küppers, weder Frau Knobloch, weder Frau Meros, noch Herr Quaas. Ich empfehle Ihnen dringend, alle diese Schreiben unter diesem Blickwinkel noch einmal zu lesen. Die hemmungslose Denunziation, mit der systematisch Emotionen geschürt werden, soll dieses erbärmliche Vakuum gezielt kompensieren.

Diese Praktiken funktionieren normalerweise nur in totalitären System, wo bereits das Aussprechen des Vorwurfs, wie z.B. „Volksverräter“ oder „Konterrevolutionär“ zum Ausschalten des Denunzierten führt. Das funktionale Aquivalent dazu ist das denunziatorische Zauberwort„Antisemitismus“ , das in aller Regel unverzüglich zur Vernebelung eines rationalen Blicks führt. Dieses Wort ist zu einem Fetisch degeneriert, welches augenblicklich das limbische System in Alarmbereitschaft versetzt. Sobald die israelische Politik kritisiert wird, erschallt der Vorwurf wie ein Pawlowscher Reflex. So schreibt der SZ- Journalist Hilmar Klute: „ Der Antisemitismus-Vorwurf funktioniert wie ein Bewegungsmelder. Jemand muss nur ein paar Reizwörter kombinieren, schon bekommt er ihn frei Haus geliefert. Geht es eigentlich überhaupt noch um Israel? Oder geht es vielmehr darum, das böse alte Lieblingstier der Deutschen an der Kette durch den Argumentationspark zu führen: eben jenen Antisemitismus, von dem ein Großteil der Publizisten, die derzeit das Vorgehen Israels verteidigen, mit der gewohnten Küchenpsychologie annimmt, dass er in jedem Deutschen schlummert und nur Anlässe wie den gegenwärtigen braucht, um sich loszureißen und auffällig zu werden“ ( 13.8. 2014, S. 10).

Erst vor einigen Tagen habe ich einem sog. Israelfreund geschrieben: „Das spezifische dieses denunziantentums besteht hier darin, daß die rechtmäßigkeit des antisemitismusvorwurfs sich keineswegs aus seiner richtigkeit speist, sondern vielmehr aus seiner bloßen schwere. Aus diesem grund hat übrigens adorno, den die antideutschen mißbrauchen, an einen äußerst sparsamen gebrauch des vorwurfs gemahnt. Qua ausruf legitimiert er sich selbst“. Vor dem Hintergrund unserer Geschichte löst er solche enorm starke emotionale Reaktionen aus, die es quasi überflüssig machen, ihn überhaupt auf seine Richtigkeit hin zu überprüfen. Die hemmungslose Inflation von Antisemitsmusvorwürfen trägt aus diesem Grund mittlerweile totalitäre Züge. >>>

 

Mehr zum Thema >>>

Die Zensurversuche in München gehen munter weiter.

Nachdem unsere Veranstaltung mit dem Verleger und Publizisten Abi Melzer am 23. 9. durch Raumentzug - der Stadt München und von ihr abhängiger Einrichtungen - verhindert wurde (s. unsere Presseerklärung im Anhang), trifft es jetzt sogar das Benefizkonzert in der Erlöserkirche am kommenden Freitag.

Mit einem wüsten Rundumschlag (s. Anhang 2) versucht eine gewisse, uns schon hinlänglich bekannte Gabriella Meros , das Konzert, dessen Erlöse an Kinder im Gazastreifen gehen sollten, zu verhindern. Insbesondere wird unsere Freundin Nirit Sommerfeld, die einleitende Gedanken vortragen sollte, massiv angegriffen. Ihre Replik findet sich gleichfalls im Anhang. (...)

Wir bitten herzlich um Solidarität und um weitestgehende Verbreitung dieser Nachricht, so dass dieser unglaubliche Versuch, unsere Meinungs- und Informationsfreiheit zu beschneiden, nicht totgeschwiegen wird. Bisher ist nämlich unsere Presserklärung vom Sonntag – soweit wir das überblicken können – von keinem Medium berücksichtigt worden! Jürgen Jung



BIB Geschäftsführerin wird Redeverbot erteilt
 - bibjetzt - 29. 9. 2016 - Nirit Sommerfeld: Manchmal sprachlos – niemals mundtot!

Am kommenden Freitag sollte unsere Geschäftsführerin Nirit Sommerfeld eine kurze Rede zur Einführung eines Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing halten, dessen Erlös medico international zukommen soll. Nun hat eine kleine Gruppe selbsternannter Antisemitismusjäger derartig Druck auf die Kirche gemacht – mit Verleumdungen und Hasstiraden gegen sie, aber auch gegen medico international, Brot für die Welt, Misereor und andere Personen und Institutionen, die gar nicht im Zusammenhang stehen mit der geplanten Veranstaltung – , dass Sommerfeld infolge dessen vom zuständigen Pfarrer ausgeladen wurde. Das Konzert könne stattfinden, wenn er an ihrer Stelle die Einführungsrede hielte; dazu sei er von höherer Stelle angewiesen, denn es gebe in der evangelischen Landeskirche „Vorbehalte gegen ihre Person“, so der Pfarrer wörtlich. Welche Vorbehalte, konnte er nicht sagen. Eine Klärung sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich – jetzt solle doch erst einmal das Konzert in Ruhe stattfinden können, das sei doch im Interesse aller.

Bei dem Konzert handelt es sich um eine Veranstaltung des renommierten australischen Pianisten Michael Leslie, bei dem zwischen den Musikstücken von Bach und Beethoven die Charta der Menschenrechte von einem Schauspieler vorgelesen wird. Leslie sagte gestern das Konzert ab – mit einer mutigen Begründung:

“ (…) Nach Weisung des Kirchenvorstandes hat mir Herr Pfarrer Raabe eine Kompromislösung für das Konzert am 30.9. dargelegt – Begrüßung, Musik, Menschenrechtslesung, Applaus, Ende. Kein Beitrag von Nirit Sommerfeld. Die Begründung, dass Frau Sommerfeld keine einführenden Worte spricht, lautet: ein Benefizkonzert ist keine politische Veranstaltung und darf nicht in eine solche ausarten. Für mich ist es nicht akzeptabel, dass in die Gestaltung meines Benefizkonzertes in dieser Weise eingegriffen wird. Ich bin nicht bereit, ein Spielball in irgendwelchen Machenschaften zu werden, faule Kompromisse einzugehen oder gar mir vorschreiben zu lassen, mit wem ich bei meinen Benefizkonzerten zusammenarbeite. Aus diesem Grund sehe ich mich veranlasst, das Benefizkonzert im Gemeindesaal der Erlöserkirche abzusagen. Ich werde es in dieser Konzeption zu anderer Zeit und Ort auf jeden Fall aufführen. (…)“

Wie man einführende Worte zu einem Benefizkonzert für notleidende Menschen in Gaza sprechen soll, ohne politisch zu werden, ist uns nicht ganz klar. Fest steht, dass wir uns nicht mundtot machen lassen. Nirit Sommerfeld schreibt: „Ich werde – wenn auch schweigend – deutlich machen, was es heißt, mir als gebürtiger Israelin, als in Deutschland lebender Jüdin, als der Gerechtigkeit und der Versöhnung verpflichtete Demokratin, als Geschäftsführerin von BIB und nicht zuletzt als Künstlerin im Jahre 2016 in München den Mund zu verbieten. Wer immer in der Nähe ist – Euch alle möchte ich einladen, ab 19 Uhr meiner kleinen Performance beizuwohnen vor der Erlöserkirche München Schwabing, Ungererstraße 17 – schweigend. Ich möchte keinen Tumult, keinen Streit, kein Geschrei.“

Michael Leslie wird ebenfalls ab 19 Uhr da sein, ebenso Pfarrer Raabe. Ab 19.30 Uhr wird es sicherlich Gelegenheit zum Gespräch geben. BIB hat bereits eine Klärung mit dem verantwortlichen Kirchenvorstand und Vertretern der Landeskirche verlangt.
 


Was ist eigentlich mit München los? Brief an protestantische Bischöfe und Pfarrer -  28. September 2016 - Abi Melzer (...) mir liegt das Schreiben von Frau Gabriela Meroz vor und ich muss gestehen, dass ich mich als Jude für diese Art Hetze und Hass schäme, auch wenn sie von einer offensichtlich durchgedrehten und unverantwortlichen Jüdin kommt.

Es reicht ihr wohl nicht, mich mit Dreck zu bewerfen, und mich als Anti-Israel-Hetzer zu verleumden, sie hat auch bekannte und verdienstvolle kirchliche Organisationen wie „Misereor, Brot für die Welt und Medico“ in den Dreck gezogen und sie in die Nähe von Antisemitismus gerückt, ja mehr noch, sie als Antisemiten diffamiert.

Ich will mich nicht zu lang mit diesen schrägen Ausführungen aufhalten. Ich habe vo,r am Wochenende meinen offenen Brief an die Präsidentin der jüdischen Gemeinde in München, Frau Charlotte Knobloch, zu veröffentlichen, in dem ich auf 14 Seiten detailliert Stellung nehme zum Skandal in München, in dem unser Grundgesetz mit Füssen getreten worden ist.

Heute möchte ich nur so viel sagen: 1992 hat Heinz Galinski, einer der Vorgänger von Charlotte Knobloch im Amt des Vorsitzenden des Zentralrat der Juden in Deutschland, mich vor Gericht gezerrt wegen genau denselben Anschuldigungen wie heute, dass ich nämlich Israel „delegitimiere“ und ein „Antisemit“ sei. Der brave, kluge, demokratische und liberale Richter hat die Klage abgelehnt mit folgenden Worten: „Man muss nicht Abraham Melzers Meinung teilen, aber er hat nach unserem Grundgesetz § 5 das Recht seine Meinung zu äußern.“ Und an Herrn Galinski gewandt sagte er: „Und Sie Herr Galinski, als Vertreter der Öffentlichkeit, sind verpflichtet diese Meinung anzuhören. >>>


 


Solidarität gefordert! Ich werde diffamiert.
- 28. September 2016 -  Nirit Sommerfeld - Liebe Freundinnen und Freunde, wie angekündigt, sollte ich am kommenden Freitag eine kurze Rede zur Einführung eines Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing halten, dessen Erlös medico international zukommen soll. Nun hat eine kleine Gruppe selbsternannter Antisemitismusjäger derartig Druck auf die Kirche gemacht – mit Verleumdungen und Hasstiraden gegen mich, aber auch gegen medico international, Brot für die Welt, Misereor (!) und andere Personen und Institutionen, die gar nicht im Zusammenhang stehen mit der geplanten Veranstaltung – , dass ich vom zuständigen Pfarrer ausgeladen wurde. Das Konzert könne stattfinden, wenn er an meiner Stelle die Einführungsrede hielte; dazu sei er von höherer Stelle angewiesen, denn es gebe in der evangelischen Landeskirche „Vorbehalte gegen meine Person“, so der Pfarrer wörtlich. Welche Vorbehalte, konnte er mir nicht sagen. Eine Klärung sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich – jetzt solle doch erst einmal das Konzert in Ruhe stattfinden können, das sei doch in unser aller Interesse.

Fraglos unterstütze ich die Durchführung dieses Konzertes, bei dem übrigens zwischen den Musikstücken die Charta der Menschenrechte vorgelesen wird, und werde am Freitag auch anwesend sein. Ich werde aber – wenn auch schweigend – deutlich machen, was es heißt, mir als gebürtiger Israelin, als in Deutschland lebender Jüdin, als der Gerechtigkeit und der Versöhnung verpflichtete Demokratin, als Geschäftsführerin von BIB und nicht zuletzt als Künstlerin im Jahre 2016 in München den Mund zu verbieten.

Wer immer in der Nähe ist – Euch alle möchte ich einladen, ab 19 Uhr meiner kleinen Performance beizuwohnen und anschließend das Konzert um 19:30 Uhr im Großen Gemeindesaal der Erlöserkirche München Schwabing, Ungererstraße 17 zu besuchen – schweigend. Ich möchte keinen Tumult, keinen Streit, kein Geschrei.

Nach dem Konzert gibt es sicherlich Gelegenheit zum Gespräch. Ich hoffe, viele von Euch übermorgen zu sehen, und grüße – diesmal ziemlich fassungslos, manchmal sprachlos, niemals mundtot Nirit Sommerfeld

29. 9. 2016

Die Zensurversuche in München gehen munter weiter.

Nachdem unsere Veranstaltung mit dem Verleger und Publizisten Abi Melzer am 23. 9. durch Raumentzug - der Stadt München und von ihr abhängiger Einrichtungen - verhindert wurde (s. unsere Presseerklärung im Anhang), trifft es jetzt sogar das Benefizkonzert in der Erlöserkirche am kommenden Freitag.

Mit einem wüsten Rundumschlag (s. Anhang 2) versucht eine gewisse, uns schon hinlänglich bekannte Gabriella Meros , das Konzert, dessen Erlöse an Kinder im Gazastreifen gehen sollten, zu verhindern. Insbesondere wird unsere Freundin Nirit Sommerfeld, die einleitende Gedanken vortragen sollte, massiv angegriffen. Ihre Replik findet sich gleichfalls im Anhang. (...)

Wir bitten herzlich um Solidarität und um weitestgehende Verbreitung dieser Nachricht, so dass dieser unglaubliche Versuch, unsere Meinungs- und Informationsfreiheit zu beschneiden, nicht totgeschwiegen wird. Bisher ist nämlich unsere Presserklärung vom Sonntag – soweit wir das überblicken können – von keinem Medium berücksichtigt worden! Jürgen Jung



BIB Geschäftsführerin wird Redeverbot erteilt
 - bibjetzt - 29. 9. 2016 - Nirit Sommerfeld: Manchmal sprachlos – niemals mundtot!

Am kommenden Freitag sollte unsere Geschäftsführerin Nirit Sommerfeld eine kurze Rede zur Einführung eines Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing halten, dessen Erlös medico international zukommen soll. Nun hat eine kleine Gruppe selbsternannter Antisemitismusjäger derartig Druck auf die Kirche gemacht – mit Verleumdungen und Hasstiraden gegen sie, aber auch gegen medico international, Brot für die Welt, Misereor und andere Personen und Institutionen, die gar nicht im Zusammenhang stehen mit der geplanten Veranstaltung – , dass Sommerfeld infolge dessen vom zuständigen Pfarrer ausgeladen wurde. Das Konzert könne stattfinden, wenn er an ihrer Stelle die Einführungsrede hielte; dazu sei er von höherer Stelle angewiesen, denn es gebe in der evangelischen Landeskirche „Vorbehalte gegen ihre Person“, so der Pfarrer wörtlich. Welche Vorbehalte, konnte er nicht sagen. Eine Klärung sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich – jetzt solle doch erst einmal das Konzert in Ruhe stattfinden können, das sei doch im Interesse aller.

Bei dem Konzert handelt es sich um eine Veranstaltung des renommierten australischen Pianisten Michael Leslie, bei dem zwischen den Musikstücken von Bach und Beethoven die Charta der Menschenrechte von einem Schauspieler vorgelesen wird. Leslie sagte gestern das Konzert ab – mit einer mutigen Begründung:

“ (…) Nach Weisung des Kirchenvorstandes hat mir Herr Pfarrer Raabe eine Kompromislösung für das Konzert am 30.9. dargelegt – Begrüßung, Musik, Menschenrechtslesung, Applaus, Ende. Kein Beitrag von Nirit Sommerfeld. Die Begründung, dass Frau Sommerfeld keine einführenden Worte spricht, lautet: ein Benefizkonzert ist keine politische Veranstaltung und darf nicht in eine solche ausarten. Für mich ist es nicht akzeptabel, dass in die Gestaltung meines Benefizkonzertes in dieser Weise eingegriffen wird. Ich bin nicht bereit, ein Spielball in irgendwelchen Machenschaften zu werden, faule Kompromisse einzugehen oder gar mir vorschreiben zu lassen, mit wem ich bei meinen Benefizkonzerten zusammenarbeite. Aus diesem Grund sehe ich mich veranlasst, das Benefizkonzert im Gemeindesaal der Erlöserkirche abzusagen. Ich werde es in dieser Konzeption zu anderer Zeit und Ort auf jeden Fall aufführen. (…)“

Wie man einführende Worte zu einem Benefizkonzert für notleidende Menschen in Gaza sprechen soll, ohne politisch zu werden, ist uns nicht ganz klar. Fest steht, dass wir uns nicht mundtot machen lassen. Nirit Sommerfeld schreibt: „Ich werde – wenn auch schweigend – deutlich machen, was es heißt, mir als gebürtiger Israelin, als in Deutschland lebender Jüdin, als der Gerechtigkeit und der Versöhnung verpflichtete Demokratin, als Geschäftsführerin von BIB und nicht zuletzt als Künstlerin im Jahre 2016 in München den Mund zu verbieten. Wer immer in der Nähe ist – Euch alle möchte ich einladen, ab 19 Uhr meiner kleinen Performance beizuwohnen vor der Erlöserkirche München Schwabing, Ungererstraße 17 – schweigend. Ich möchte keinen Tumult, keinen Streit, kein Geschrei.“

Michael Leslie wird ebenfalls ab 19 Uhr da sein, ebenso Pfarrer Raabe. Ab 19.30 Uhr wird es sicherlich Gelegenheit zum Gespräch geben. BIB hat bereits eine Klärung mit dem verantwortlichen Kirchenvorstand und Vertretern der Landeskirche verlangt.
 


Was ist eigentlich mit München los? Brief an protestantische Bischöfe und Pfarrer -  28. September 2016 - Abi Melzer (...) mir liegt das Schreiben von Frau Gabriela Meroz vor und ich muss gestehen, dass ich mich als Jude für diese Art Hetze und Hass schäme, auch wenn sie von einer offensichtlich durchgedrehten und unverantwortlichen Jüdin kommt.

Es reicht ihr wohl nicht, mich mit Dreck zu bewerfen, und mich als Anti-Israel-Hetzer zu verleumden, sie hat auch bekannte und verdienstvolle kirchliche Organisationen wie „Misereor, Brot für die Welt und Medico“ in den Dreck gezogen und sie in die Nähe von Antisemitismus gerückt, ja mehr noch, sie als Antisemiten diffamiert.

Ich will mich nicht zu lang mit diesen schrägen Ausführungen aufhalten. Ich habe vo,r am Wochenende meinen offenen Brief an die Präsidentin der jüdischen Gemeinde in München, Frau Charlotte Knobloch, zu veröffentlichen, in dem ich auf 14 Seiten detailliert Stellung nehme zum Skandal in München, in dem unser Grundgesetz mit Füssen getreten worden ist.

Heute möchte ich nur so viel sagen: 1992 hat Heinz Galinski, einer der Vorgänger von Charlotte Knobloch im Amt des Vorsitzenden des Zentralrat der Juden in Deutschland, mich vor Gericht gezerrt wegen genau denselben Anschuldigungen wie heute, dass ich nämlich Israel „delegitimiere“ und ein „Antisemit“ sei. Der brave, kluge, demokratische und liberale Richter hat die Klage abgelehnt mit folgenden Worten: „Man muss nicht Abraham Melzers Meinung teilen, aber er hat nach unserem Grundgesetz § 5 das Recht seine Meinung zu äußern.“ Und an Herrn Galinski gewandt sagte er: „Und Sie Herr Galinski, als Vertreter der Öffentlichkeit, sind verpflichtet diese Meinung anzuhören. >>>


 


Solidarität gefordert! Ich werde diffamiert.
- 28. September 2016 -  Nirit Sommerfeld - Liebe Freundinnen und Freunde, wie angekündigt, sollte ich am kommenden Freitag eine kurze Rede zur Einführung eines Benefizkonzertes für Gaza in der Erlöserkirche München Schwabing halten, dessen Erlös medico international zukommen soll. Nun hat eine kleine Gruppe selbsternannter Antisemitismusjäger derartig Druck auf die Kirche gemacht – mit Verleumdungen und Hasstiraden gegen mich, aber auch gegen medico international, Brot für die Welt, Misereor (!) und andere Personen und Institutionen, die gar nicht im Zusammenhang stehen mit der geplanten Veranstaltung – , dass ich vom zuständigen Pfarrer ausgeladen wurde. Das Konzert könne stattfinden, wenn er an meiner Stelle die Einführungsrede hielte; dazu sei er von höherer Stelle angewiesen, denn es gebe in der evangelischen Landeskirche „Vorbehalte gegen meine Person“, so der Pfarrer wörtlich. Welche Vorbehalte, konnte er mir nicht sagen. Eine Klärung sei erst zu einem späteren Zeitpunkt möglich – jetzt solle doch erst einmal das Konzert in Ruhe stattfinden können, das sei doch in unser aller Interesse.

Fraglos unterstütze ich die Durchführung dieses Konzertes, bei dem übrigens zwischen den Musikstücken die Charta der Menschenrechte vorgelesen wird, und werde am Freitag auch anwesend sein. Ich werde aber – wenn auch schweigend – deutlich machen, was es heißt, mir als gebürtiger Israelin, als in Deutschland lebender Jüdin, als der Gerechtigkeit und der Versöhnung verpflichtete Demokratin, als Geschäftsführerin von BIB und nicht zuletzt als Künstlerin im Jahre 2016 in München den Mund zu verbieten.

Wer immer in der Nähe ist – Euch alle möchte ich einladen, ab 19 Uhr meiner kleinen Performance beizuwohnen und anschließend das Konzert um 19:30 Uhr im Großen Gemeindesaal der Erlöserkirche München Schwabing, Ungererstraße 17 zu besuchen – schweigend. Ich möchte keinen Tumult, keinen Streit, kein Geschrei.

Nach dem Konzert gibt es sicherlich Gelegenheit zum Gespräch. Ich hoffe, viele von Euch übermorgen zu sehen, und grüße – diesmal ziemlich fassungslos, manchmal sprachlos, niemals mundtot Nirit Sommerfeld

 
 
 
 

 

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