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Judith Butler bekommt den Adorno-Preis

 

 
18.9.2012

Die Kämpferin in der Denk-Schublade - KOPF DES TAGES - Es ist absurd: Da kämpft eine Frau ihr Leben lang gegen Festlegungen aller Art. Sie wehrt sich gegen die Fixierungen der Geschlechter, gegen Normen, die Menschen unter Druck setzen, seien sie ethischer oder religiöser Natur. Und was passiert dieser Frau jetzt? Sie muss sich mit dem Vorwurf herumschlagen, sie sei antisemitisch. Und sitzt damit in einer Denk-Schublade, die jede weitere Diskussion fast unmöglich macht. - Die Familie floh vor den Nazis - Der Reihe nach: Die Rede ist von Judith Butler, geboren 1956 in Cleveland Ohio. Ihre Grosseltern flohen aus Russland und Ost-Europa vor den Nazis, die Familie ihrer Grossmutter wird 1956 südlich von Budapest ausgelöscht. «Ich wuchs in einer Diaspora-geprägten jüdischen Familie auf, in der wir uns nicht nur gegen Antisemitismus zu behaupten hatten, sondern gegen alle Formen des Rassismus. Dies wird immer Kern meines jüdischen Selbstverständnisses sein», schrieb sie Ende August in einem Beitrag für die «Frankfurter Rundschau». Butler wird zu einer angesehen Philosophin, zum «Popstar der Geschlechtertheorie» >>>


 "Israel repräsentiert nicht alle Juden" - Anja Kühne - Die umstrittene jüdische Star-Philosophin Judith Butler erklärt, warum sie Israel boykottiert und wie sie zum Zionismus steht.  >>>

 

Judith Butler im Gespräch - Gehört der Zionismus zum Judentum? - Judith Butler zeigte sich souverän und humorvoll. «Was ich nicht ertrage: die Zionisten», habe Kafka in einem Brief an Felice Bauer über eine zionistische Versammlung geschrieben – und einen Satz später: «Was ich nicht ertrage: die Anti-Zionisten.» Niemand lachte. «Wenn es noch jüdischen Humor in Deutschland gäbe!», seufzte Judith Butler, der es im Verlauf des Abends gelang, aus dem Scheitern ihrer Witze im ausverkauften Glas-Auditorium des Jüdischen Museums einen running gag zu machen. Die Diaspora habe nicht nur den Zionismus hervorgebracht, sondern im Zusammenleben mit Nichtjuden notgedrungen auch eine «Ethik der Kohabitation» – von dieser erhofft sich Butler eine neue politische Ethik für eine Zeit nach dem Ende der Besetzung. Micha Brumlik, der sich von Butlers «überschiessendem Universalismus» distanzierte, hielt dem entgegen, dass sich in der Tradition des Judentums keine Spuren einer solchen Ethik fänden. Dort sei die Rückkehr nach Israel die einzige Perspektive, und in der Diaspora seien die Juden weitgehend unter sich geblieben. Er sprach vom Scheitern des Staats Israel. >>>

 

 

17.9.2012

 "Israel repräsentiert nicht alle Juden" - Anja Kühne - Die umstrittene jüdische Star-Philosophin Judith Butler erklärt, warum sie Israel boykottiert und wie sie zum Zionismus steht. (...) Sie applaudieren, als der Moderator Andreas Öhler sagt: „Wir haben beschlossen, an diesem Abend keine Angst zu haben.“ Dann will er von Butler wissen: „Gehört der Zionismus zum Judentum?“ „Yes“, antwortet sie, „der Zionismus ist Teil der jüdischen Geschichte, wie könnte er also nicht zum Judentum gehören?“ Dann lacht sie verschmitzt: Die Frage sei ja aber normativ gemeint: „Soll der Zionismus zum Judentum gehören?“ Die Antwort darauf findet Butler schwierig. Denn heute sei es kaum möglich einen „antinationalistischen“, nämlich kulturellen oder spirituellen Zionismus zu vertreten, einen Zionismus also, wie ihn noch vor der Staatsgründung Israels 1948 Hannah Arendt oder Martin Buber gewollt hätten. Heute werde man dafür als „Antizionistin“ wahrgenommen, die Israel das Existenzrecht abspricht und bereit ist, die Juden noch einmal der Vernichtung preis zu geben. Eine nationalistische Zionistin will Butler aber nicht sein. Sie zitiert Franz Kafka: „Ich hasse die Zionisten. Ich hasse die Antizionisten.“ Dass das witzig ist, muss Butler ihrem grübelnden Publikum erst erklären: „Gäbe es noch jüdischen Humor in Deutschland, würden Sie jetzt lachen.“ Butler lehnt die Gleichung „Judentum gleich Israel“ ab >>>


Israel vertritt mich nicht - Judith Butler: Die US-Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Judith Butler hat wenige Tage nach der Ehrung mit dem Frankfurter Adorno-Preis ihre Kritik an Israel bekräftigt. Israel verdamme fünf Millionen Palästinenser zu einem Leben als Flüchtlinge und sei dabei selber von Flüchtlingen gegründet worden. »Mit diesem Widerspruch muss Israel leben«, sagte die jüdische Wissenschaftlerin auf einer Diskussionsveranstaltung am Samstagabend im Jüdischen Museum Berlin. Sie begrüßte zudem die Boykottbewegung gegen den jüdischen Staat. >>>

 

16.9.2012

Smear Campaigns against Professor Judith Butler - Dr. Ludwig Watzal - Smear campaigns against people who do not follow the narrowly defined, politically correct, rhetoric concerning the permanent violations of human rights and Israel´s brutal oppression of the Palestinian people are regularly conducted by the right-wing pro-Likud “Israel Lobby” in Germany. (...) How Palestinian scholars are treated by German institutions and their representatives is exemplified by the case of the renowned British-Palestinian scholar Dr. Ghada Karmi from the University of Exeter. In February 2012, Ms. Karmi was invited to deliver a speech on Palestine at a Middle East conference at the University of Bremen. At the last minute the invitation was withdrawn, the university suddenly claiming that her views were "not appropriate". Later it turned out that an Israeli Ph. D. student had protested that the conference and Ms Karmi were “anti-Semitic”. Such unfounded allegations were also leveled against Professor Ilan Pappé, an Israeli Jew, to prevent him from speaking in public in Germany. But things got even worse for Ms Karmi as she attended a conference on June 8-9, 2012 at the Free University of Berlin, organized by the university’s Research College in cooperation with the German Council on Foreign Relations. Dr. Karmi later commented: “What followed was (...)  Why was Judith Butler slandered? Her “misdemeanors” were that she considers Hamas and Hizbollah as belonging to the global left and because of her support of the BDS-campaign (Boycott, Divestment, and Sanctions), targeting Israeli goods coming from the occupied Palestinian territories. After the decision to award her the Adorno prize was announced, all hell broke loose. The protesters’ procession was led by the secretary general of the Central Council of Jews in Germany, Stephan Kramer, followed by Israel’s ambassador in Germany and the usual others.>>>               First published here and here.

 

US-Philosophin Butler: Israel vertritt mich nicht - "Fünf Millionen Palästinenser zu einem Leben als Flüchtlinge verdammt" - Die US-Philosophin und Literaturwissenschaftlerin Judith Butler hat wenige Tage nach der Ehrung mit dem Frankfurter Adorno-Preis ihre Kritik an Israel bekräftigt. Israel verdamme fünf Millionen Palästinenser zu einem Leben als Flüchtlinge und sei dabei selber von Flüchtlingen gegründet worden. "Mit diesem Widerspruch muss Israel leben", sagte die jüdische Wissenschaftlerin auf einer Diskussionsveranstaltung am Samstagabend im Jüdischen Museum Berlin. Sie begrüßte zudem die Boykottbewegung gegen den jüdischen Staat. Wie viele andere Juden identifiziere sie sich nicht mit Israel und seiner Politik. "Der jüdische Staat vertritt nicht alle Juden" >>>

 

Die Liebesgeschichte zwischen Deutschland und Israel muss enden - Ghada Karmi - Ansichten einer Palästinenserin - Ich habe nie verstanden, warum sich die Deutschen gegenüber den Palästinensern so feindselig verhalten. Wir alle wissen, wie sehr die Deutschen unter ihrer Schuld gegenüber den Juden leiden. Selbst heute noch, fast 70 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, trifft dies bis zu einem gewissen Grad zu. Sie haben dieses Schuldgefühl ererbt, sonst nichts, denn die meisten von ihnen waren vor 1945 noch nicht einmal geboren. Und Israel übrigens auch nicht. Das Naziregime war bereits drei Jahre vor der Gründung Israels besiegt. Dennoch repräsentiert dieser Staat alle Juden, die unter dem Holocaust gelitten haben, und ihre Nachkommen ebenfalls, und das offenbar für alle Zeiten. Israel ist zum Schrein für Sühne, Reue und Schuld der Deutschen geworden, unberührt vom Wandel der Zeiten. (...) Aber warum muss diese Freundschaft gegenüber Israel mit einer ebenso ausgeprägten Antipathie gegenüber den Palästinensern verbunden sein, dem Volk, das als Wiedergutmachung für die Nazi-Verbrechen geopfert wurde, in deren Land Israel gegründet wurde, während sie selbst zu staatenlosen Flüchtlingen gemacht wurden? (...) Im Juni nahm ich an einer Konferenz der Freien Universität Berlin teil, organisiert vom Forschungsinstitut der Universität in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, GDAP. Das Thema lautete Europa und der arabische Frühling. Was folgte, war ein deprimierendes Schauspiel deutscher Speichelleckerei gegenüber den israelischen Teilnehmern und ein kaum verhohlenes Unbehagen mir gegenüber, als würden die Veranstalter ihre Kühnheit bereuen, mit der sie zugelassen hatten, dass auch eine palästinensische Stimme gehört wurde. Der Repräsentant der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik, der die erste Sitzung leitete, stellte mich erstaunlicherweise als "palästinensische Terroristin nach Aussage einiger Israelis" vor. >>>

 

 

14.9.2012

Zum Adorno-Preis für Judith Butler - Ulrike Vestring, Bonn - Frau Judith Butler soll Antisemitin sein? In diese Ecke wollen prominente Mitglieder des Zentralrats der Juden sie schubsen. Der Vorwurf hat sie, wie sie selber sagt, schmerzlich getroffen.

Schließlich hat sich die Philosophin intensiv mit Antisemitismus auseinandergesetzt. Das Ergebnis ihrer Überlegungen : „Zu erklären, dass alle Juden eine bestimmte Meinung zu Israel haben oder angemessen von Israel vertreten werden, oder, umgekehrt, dass die Handlungen des Staates Israel allen Juden zuzurechnen sind, - das zu behaupten hieße, die Juden mit Israel gleichzusetzen und damit eine antisemitische Verkürzung des Judentums zu begehen.“

Niemand bezweifelt Deutschlands geschichtliche Verantwortung gegenüber den Juden. Berlin will ihr mit einer besonderen Israel-Politik gerecht werden. Kritik an Israels Regierungshandeln ist tabu.

Wenn Israel sich als Staat für alle Juden der Welt versteht und der Zentralrat in Deutschland für alle hier lebenden Juden spricht und handelt, dann wird Unrecht des Staates Israel automatisch auch dem jüdischen Nachbarn angelastet.

In diesem Sinne führt Deutschlands offizielle Haltung gegenüber Israel zu der von Judith Butler befürchteten antisemitischen Verkürzung des Judentums. Zu Antisemitismus.

Indessen fühlen sich nicht alle Juden in Deutschland durch den Zentralrat vertreten. Israel ist nicht ihr Staat, sie wollen sich seine Handlungen, - etwa das Unrecht gegen die Palästinenser oder die Kriegsdrohungen gegen Iran – nicht zurechnen lassen. Diese jüdischen Stimmen werden in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen.

 

Morddrohung gegen das Kuratorium des Frankfurter Theodor-W.-Adorno-Preises - Thomas Immanuel Steinberg - Hasbara - Zionistische Propaganda >>>

 

 

12.9.2012 - Historiker: Butler ist "eine würdige Adorno-Preisträgerin" - Brecher: Kritiker wollen sie "mundtot" machen - Daniel Cil Brecher im Gespräch mit Britta Bürger - Der israelische Historiker Daniel Cil Brecher hat die diesjährige Adorno-Preisträgerin Judith Butler verteidigt. Es sei völlig übertrieben, ihr wegen Kritik an Israel "eine moralische Korruptheit vorzuwerfen", sagte Brecher. Zuvor gab es Proteste von jüdischer Seite. Britta Bürger: Alexander Kluge und Jacques Derrida, Jürgen Habermas und Norbert Elias, das sind nur einige Namen, die vor Judith Butler mit dem Adorno-Preis der Stadt Frankfurt ausgezeichnet worden sind. Und obwohl es in den vergangenen zwei Wochen eine große Kontroverse darüber gegeben hat, ob die Philosophin aufgrund ihrer Israel-kritischen Haltung des Preises würdig ist oder nicht, haben sich Butlers Verteidiger durchsetzen können. Catherine Newmark mit einer Chronologie der Debatte. - Mit etwas Abstand hat der israelische Historiker Daniel Cil Brecher diese kontroverse Debatte von Amsterdam aus verfolgt, und dort sind wir jetzt auch mit ihm verbunden. Guten Morgen, Herr Brecher! >>>

 

Trotz Protesten wegen Israel-Kritik Judith Butler erhält Adorno-Preis - Die Stadt Frankfurt am Main hat Judith Butler mit dem Adorno-Preis geehrt.  (...) Trotz Protesten ist die Philosophin Judith Butler am Dienstag mit dem Adorno-Preis der Stadt Frankfurt am Main geehrt worden. Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) würdigte vor allem ihre Leistungen für die Gender-Theorie sowie ihre Wirkung über den universitären Raum hinaus. "Ihre Stimme, und das macht auch ihre Verantwortung als öffentliche Intellektuelle aus, wird nicht nur gehört, sondern hat Gewicht, wird wahr- und ernstgenommen (...) Gegen die Auszeichnung Butlers protestierten vor der Frankfurter Paulskirche mehrere Dutzend Demonstranten. Sie warfen der jüdisch-amerikanischen Denkerin auf Plakaten Israel-Hass vor. Zwei junge Männer hielten ein Transparent mit der Aufschrift "Das Problem heißt Antisemitismus" hoch. Auf der anderen Seite des Eingangs postierten sich aber auch einige Unterstützer Butlers. Sie hatten Zettel in der Hand mit der Aufschrift "Thank you, Judith". Die Polizei schätzte die Zahl der Demonstranten auf bis zu hundert. >>>
 


Wir maskieren die Realität“ - Die Philosophin Judith Butler soll am Dienstag den Adorno-Preis erhalten. Zuvor verteidigt sie sich noch einmal gegen ihre Kritiker. - Judith Butler - Meine Äußerung, dass Hamas und Hisbollah in bestimmter Hinsicht der globalen Linken zugehören, habe ich bei einer Abendveranstaltung im Rahmen einer ganzen Reihe von Statements formuliert. Dieses eine wurde dann herausgegriffen und aus dem Zusammenhang genommen. Nun soll es nicht nur für das stehen, woran ich glaube, sondern gar für meine politische Position insgesamt. Ich denke nicht, dass meine Anmerkung verstanden werden kann, wenn man sie isoliert. Nichtsdestoweniger gehört sie nun zu mir und zu meinem Namen. >>>

 

Adorno-Preis für Judith Butler - "Sie hat etwas bewegt! "Kosmopolitisch, umstritten und streitbar -  Die Laudatorin des Abends, Literaturwissenschaftlerin und Butler-Forscherin Eva Geulen, lobte das weit gespannte und breit gefächerte Werk der Philosophin. "Sie hat etwas bewegt." Vor allem den Feminismus habe sie "geradezu aufgewühlt". "Judith Butlers Werk ist stets intensiv verstrickt mit der aktuellen Sache. Aids, die US-Politik nach den sich heute wieder jährenden Terroranschlägen in New York, der palästinensisch-israelische Konflikt, jüngst die Occupy-Bewegung (...), ihr Werk ist öffentlich und infolgedessen notwendigerweise kontrovers", betonte Geulen. >>>



Selbstbehauptung und Gerechtigkeit - Die Kontroverse über die Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler reißt nicht ab: Micha Brumlik beleuchtet einige Motive des Streits. >>>

 

Tröten gegen Adorno-Preis für Judith Butler - Christian Schlüter - (...) Die Philosophin bedankt sich auf Englisch, hält dann aber ihre Dankesrede auf Deutsch. Mit Bezug auf Adorno möchte sie sich der Frage widmen, ob es ein richtiges Leben im falschen gebe. Dabei kommt sie auf das Falsche ökonomischer Ungleichheit zu sprechen, erwägt dann aber das grundsätzlichere Problem, dass „wir nicht über alle Bedingungen unseres Lebens verfügen“ und deswegen dem Einfluss und der Lenkung anderer unterworfen sind: Subjekt-sein bedeutet immer unterworfen sein. Damit ist Butler bei ihrem Thema – der allgegenwärtigen Herrschaft „bio-politischer Regime“. Sie spricht vom „unbetrauerbaren Leben“ und damit von den politischen wie ökonomischen, nur allzu gerne auch moralisch verbrämten Ausgrenzungsregimen, die Menschen zu einem wertlosen Leben verurteilen und in die Schattenwelten verdrängen, für die sich keine Öffentlichkeit mehr zureichend interessiert: Menschen ohne Papiere, Kriegs- und Hungerflüchtlinge, Gefangene und Gefolterte. In Zeiten des Neoliberalismus, so Judith Butler, leben immer mehr unbehauste, für unwert erklärte Menschen, deren Leiden und Sterben wir hinnehmen – geschehen lassen. >>>

 

Video - Verleihung des Adorno-Preises umstritten 4:17 Min

Audio - Judith Butler im Portrait 5:00 Min

Sonderseite - Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an Judith Butler >>>
 

Judith Butler




 

10.9.2012

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost - Öffentlicher Dank an Judith Butler - Wir gratulieren Judith Butler zum Erhalt des Theodor-W.-Adorno Preises. Was für eine Ehre - für den Theodor-W.-Adorno Preis der Stadt Frankfurt, für die Tradition der kritischen Theorie, für die widerständigen Denktraditionen in Deutschland, und, ja, für uns Wenigen, die in der Jüdischen Stimme dem Vergessen der kosmopolitischen jüdischen Traditionen entgegenarbeiten, dass ausgerechnet Judith Butler, die Philosophin, die widerständige jüdische Denkerin, den Theodor-W.-Adorno-Preis 2012 der Stadt Frankfurt erhält. Sie sagt es laut, ihre Stimme ist stark und sie trägt: „Es ist von größter Bedeutung, dass die ethischen Traditionen des Judentums für unsere Zeit wieder gewürdigt und wiederbelebt werden - sie stehen für die Werte der Diaspora, die Kämpfe um soziale Gerechtigkeit und den immer bedeutsameren jüdischen Wert, ‚die Welt zu reparieren (Tikkun Olam)‘.“ Unkritische Staatstreue und blinder Gehorsam zählten in den jüdischen Überlieferungen nie zu den gefeierten Tugenden. Die öffentliche Anfeindung der jüdischen Denkerin Judith Butler, die es wagt, gerade in ihrer Eigenschaft als Preisträgerin des Theodor-W.-Adorno Preises der Radikalität der jüdischen ethischen Denktraditionen auch im Kontext des Nahen Ostens treu zu sein, zeigt uns nicht zuletzt auch, wie sehr wir mit dem Erinnern und Weiterführen kosmopolitischer kritischer Denktraditionen doch immer wieder am Anfang stehen, wie sehr sich die damit verbundenen Haltungen zurückgezogen haben, auch wenn sie verfügbar scheinen.
Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost

 

9.9.2012

Schmutzkampagne - Morgen soll die Philosophin Judith Butler mit dem Adorno-Preis ausgezeichnet werden. Der Zentralrat der Juden und neokonservative Israel-Freunde laufen Sturm - Markus Bernhardt - (...) Während der Preis der Philosophin am morgigen Dienstag im Rahmen einer feierlichen Zeremonie in der Frankfurter Paulskirche verliehen werden soll, läuft der Zentralrat der Juden in Deutschland – unterstützt von wortgewaltigen neokonservativen Splittergrüppchen, die den »Antideutschen« zuzurechnen sind, sowie aggressiven Pro-Israel-Lobbygruppen wie Honestly Concerned und »Scholars for Peace in the Middle East in Deutschland« – Sturm gegen die Ehrung. Butler habe, so der Vorwurf der Freunde der nahöstlichen Besatzungsmacht, zur Unterstützung eines gegen Israel gerichteten Boykotts aufgerufen und Organisationen wie Hamas und Hisbollah als legitime soziale Bewegungen bezeichnet. Stephan J. Kramer, Generalsekretär des Zentralrates der Juden, nannte sie eine »bekennende Israel-Hasserin«. Selbstverständlich darf auch der mittlerweile inflationär gebrauchte Vorwurf des Antisemitismus nicht fehlen, der gegen die jüdische Philosophin in Stellung gebracht wird. Eine für Dienstag angekündigte Protestaktion steht denn auch unter dem Motto »Kein Adorno-Preis für Antisemiten«. >>>

Mehr dazu, was Honestly Concerned + Netzwerk planen >>>



Audio - "Das ist hohe Ideologisierung" - Jurymitglied Streeruwitz verteidigt Vergabe des Adorno-Preises an Judith Butler - Marlene Streeruwitz im Gespräch mit Gabi Wuttke - Die österreichische Schriftstellerin Marlene Streeruwitz hat die Vergabe des Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin Judith Butler verteidigt und die Kritik an der Nominierung zurückgewiesen. Butler bekomme den Preis "für ein Riesenwerk und eine Stellungnahme zur Welt, die sehr komplex" sei. Es sei an der Zeit, die Replik Butlers zu den Vorwürfen, sie sei eine "Israel-Hasserin", entgegenzunehmen "und zu sagen: Jetzt reden wir weiter", forderte die Schriftstellerin, die dem diesjährigen Kuratorium des Adorno-Preises angehört. "Die Brandmarkung mit 'Israel-Hasserin', das passiert den intellektuellen Nestbeschmutzerinnen in aller Welt, dass dann die Sache so gedreht wird und auch gedreht werden kann, weil es sich ( ... ) um eine weibliche Aussage handelt", kritisierte Streeruwitz. Sie finde es "unglaublich bedauerlich, dass eine Person die schreckliche Holocaustgeschichte ihrer Familie hervorholen muss, ( ... ) um in ihren Kreisen als Berechtigte aufzutreten". Dies habe ihr "sehr zu denken gegeben". Die Kritik des Zentralrats der Juden in Deutschland, dem Kuratorium des Adorno-Preises fehle es an moralischer Festigkeit >>>
 

"Eine würdige Preisträgerin" - Debatte über die Kritik an der Adorno-Preisträgerin Judith Butler - Micha Brumlik im Gespräch im Gespräch mit Michael Köhler - Der Zentralrat der Juden in Deutschland hält die Philosophin Judith Butler, für eine "bekennende Israel-Hasserin". "Ich sehe darin eher den Reflex auf eine Lage, die zumal im Nahen und Mittleren Osten immer unübersichtlicher wird", deutet der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik solche und ähnliche Kritik. Michael Köhler: Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat seine Kritik an der Verleihung des Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin Judith Butler heute erneuert. Eine "bekennende Israel-Hasserin", die sich "mit den Todfeinden des israelischen Staates" verbündet habe - so lautet die Kritik -, werde da nächsten Dienstag mit dem Theodor-Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche geehrt. Micha Brumlik, den Frankfurter Erziehungswissenschaftler und Publizisten, habe ich zuerst gefragt: Ist Judith Butler eine würdige Preisträgerin? Micha Brumlik: Sie ist, was das Werk, das systematische Werk von Theodor W. Adorno betrifft, auf jeden Fall eine würdige Preisträgerin. >>>

Sonderseite - Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an Judith Butler >>>

 

Nicht um mitzumachen, nur um sich zu wundern - Honestly Concerned meldet:
 


TEIL 1 – Protestkundgebung gegen die Verleihung des Adorno Preises der Stadt Frankfurt an Judith Butler...
  
 
PROTESTKUNDGEBUNG:
Kein Adorno-Preis für Judith Butler!
Kein Adorno-Preis für Antisemiten!
11.09.2012 Paulsplatz/ FFM 16:00 Uhr
 

Zu den
Rednern auf der Protestgebung gehören u.a.
Zum Sachverhalt:
Am 11. September 2012, dem Geburtstag Theodor W. Adornos und seit 2001 dem Tag des bislang schlimmsten islamistischen Terroranschlages,
soll der Philosophin und Professorin an der Universität Berkeley, Judith Butler, der Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche verliehen werden.
Butler hat u.A. die Terrororganisationen Hisbollah und die Hamas als fortschrittliche linke Organisationen bezeichnet.
Butler ist zudem eine der prominentesten Aktivistinnen der Campaign of Boycotts, Divestment and Sanctions (BDS) against Israel.
BDS ist die moderne Variante der alten Hasskampagne „Kauft nicht bei Juden“.
Den vollständigen Aufruf zur Protestkundgebung finden Sie HIER.
 

Diese skandalöse Preisverleihung wollen wir nicht ohne Protest hinnehmen.
Adorno würde sich im Grabe umdrehen!
Diese wäre auch ein sehr verwerfliches Signal nach Tel Aviv und würde der Partnerstadtbeziehung ernsthaften Schaden zu fügen.
Darum nehmt bitte alle an der Protestkundgebung teil,
unterzeichnet die Online Petitionen
(Die Adorno-Preisverleihung stoppen! Noch ist es nicht zu spaet! und Kein Adorno-Preis fuer Judith Butler! Kein Adorno-Preis fuer Antisemiten!),
unterstützt diese Aktion mir eurer Unterschrift und gebt sie an Israelfreunde im In-und Ausland weiter,
nur so kann eine weitere Stufe der Delegitimation Israel aufgehalten und aktiv bekämpft werden.
 
Aber vor allem erscheint zahlreich am 11.9 vor der Paulskirche!
 

Veranstalter des Protests ist das:
Aktionsbündnis: Kein Adorno-Preis für Antisemiten!

mit freundlicher Unterstützung, von u.a.:
American Jewish Committee (AJC), B'nai B'rith Schönstadt Loge Frankfurt, Jüdischer Jugend- und Studentenverband Hessen (JJSH), Prozionistische Linke Frankfurt, Pro-Israel-Initiative "neveragain" .
 

Darüber hinaus
haben sich viele bekannte Persönlichkeiten und Organisationen klar gegen die Preisvergabe an Judith Butler positioniert. Hierzu zählen u.a.:

der
Botschafter des Staates Israel in Deutschland,
S.E. Yakov Hadas-Handelsmann
der Zentralrat der Juden in Deutschland, vertreten durch dessen Generalsekretär Herrn Stephan J. Kramer
der Vorsitzenden der Jüdischen Gemeinde Frankfurt, Prof. Dr. Salomon Korn
die Scholors for Peace in the Middle East in Deutschland (SPME)
das Simon Wiesenthal Center
B'nai Brith International
Honestly Concerned
e.V.
und viele andere (...)


 

PETITIONEN:

Kommentar - Die Irren von Zion gehören in die Klapsmühle - Die Irren von Zion haben wieder einmal ein neues Opfer für ihren öffentlichen Terror gegen Andersdenkende gefunden: Dieses Mal ist es die renommierte amerikanische Genderwissenschaftlerin Judith Butler von der Universität Berkeley in San Francisco. Sie sei des Adorno-Preises unwürdig.

An der Spitze dieser Menschen- und Hexenjagd marschiert natürlich, wen wundert es, der Zentralrat der Juden in Deutschland mit ihrem unsäglichen zum Judentum konvertierten Generalsekretär Stephan J. Kramer. Dieser Wadenbeißer stellt zusammen mit dieser Organisation die größte Gefahr für die Meinungsfreiheit und die Demokratie dar. Er hat Butler eine „bekennende Israelhasserin“ genannt. Soweit ging noch nicht einmal der Oberzionist Broder, der bei jeder medialen Schweinerei dabei ist, wenn es gilt, wieder einmal einen „Antisemiten“ zu erlegen.

Was hat diese Professorin „verbrochen“, dass der Zentralrat zum Halili auf sie bläßt? Butler hat Hamas und Hisbollah als antiimperialistisch und zur Linken gehörig bezeichnet, auch unterstützt sie die BDS-Kampagne gegen den rassistischen Apartheidstaat Israel. Alles völlig legitime Ansichten, wenn man die Meinungsfreiheit in einer Demokratie erst nimmt, was die rechtsextremen Israelverehrer nicht tun.

Dass sich jetzt die Sturmtruppen der rechtsextremen Israelverteidiger für die Drecksarbeit in Form von Demonstranten zur Verfügung stellen, wofür sich die Grau- und Dunkelmänner oder die Kramers und Broders oder die israelische Botschaft zu schade sind, spricht Bände. „Honestly concerned“ des gestörten Immobilienhändlers Stawski und wen wundert es, dass Matthias Küntzel dazugehört.  Dieser hat zuletzt ein völlig durch geknalltes Buch mit dem Titel „Deutschland, Iran und die Bombe“ veröffentlicht.

Wer zu den Unterstützern dieser beschämenden „Protestveranstaltung“ gehört,  sind die üblichen Extremisten, die immer dann zur Stelle sind, wenn es aufrechte Demokraten zu erlegen gilt. W. Frankenberg, 9.9.12

 

 

 

8.9.2012 - "Eine würdige Preisträgerin" - Debatte über die Kritik an der Adorno-Preisträgerin Judith Butler - Micha Brumlik im Gespräch im Gespräch mit Michael Köhler - Der Zentralrat der Juden in Deutschland hält die Philosophin Judith Butler, für eine "bekennende Israel-Hasserin". "Ich sehe darin eher den Reflex auf eine Lage, die zumal im Nahen und Mittleren Osten immer unübersichtlicher wird", deutet der Frankfurter Erziehungswissenschaftler Micha Brumlik solche und ähnliche Kritik. Michael Köhler: Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat seine Kritik an der Verleihung des Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin Judith Butler heute erneuert. Eine "bekennende Israel-Hasserin", die sich "mit den Todfeinden des israelischen Staates" verbündet habe - so lautet die Kritik -, werde da nächsten Dienstag mit dem Theodor-Adorno-Preis in der Frankfurter Paulskirche geehrt. Micha Brumlik, den Frankfurter Erziehungswissenschaftler und Publizisten, habe ich zuerst gefragt: Ist Judith Butler eine würdige Preisträgerin? Micha Brumlik: Sie ist, was das Werk, das systematische Werk von Theodor W. Adorno betrifft, auf jeden Fall eine würdige Preisträgerin. >>>
 

 

 5.9.2012 - Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung - Erklärung der Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung (AkG) zur Verleihung des Adorno-Preises der Stadt Frankfurt am 11.09.2012 an Judith Butler - Die Assoziation für kritische Gesellschaftsforschung hat sich gegründet, weil sich die Erarbeitung und Fortsetzung kritischen Wissens im Anschluss an materialistische Traditionen der kritischen Gesellschaftstheorie in den vergangenen Jahren sehr erschwert hat. Eine der Theoretiker_innen, der sich viele in der AkG in ihrer wissenschaftlichen und politischen Arbeit verpflichtet sehen, ist Judith Butler. Viele von uns haben sich gefreut darüber, dass sie die diesjährige Preisträgerin des Adorno-Preises sein wird. Denn Judith Butler hat nicht nur international maßgeblich zur Fortentwicklung der kritischen Theoriebildung beigetragen, sie hat auch viele entsprechende Initiativen und Personen in diesem Kontext solidarisch unterstützt.
Die öffentlich geäußerte Kritik an dieser Preisverleihung halten wir für legitim und für einen normalen Vorgang. Allerdings irritieren uns die Art und Weise der Kritik, die Judith Butlers persönliche Integrität in Zweifel ziehen, ihr „jüdischen Selbsthass“, Antisemitismus oder Hass auf Israel vorwerfen und sie damit auf eine Stufe mit Rassisten stellt. Theodor W. Adorno, Namensgeber des zu verleihenden Preises, war einer der schärfsten Kritiker individueller Herabsetzung und Entwürdigung und hat wie kein anderer den Zusammenhang von kapitalistischer Vergesellschaftung, Antisemitismus und rassistischem Massenmord herausgearbeitet. In ihren Analysen gibt Judith Butler diesem Impuls, den unversöhnten gesellschaftlichen Zustand zu begreifen und auf Veränderung hinzuwirken, Kontinuität. Judith Butlers Kritik gilt der US-amerikanischen Politik, der Einrichtung von Guantanamo und der Anwendung von Folter ebenso wie der Besatzungspolitik Israels in Palästina. Kritik an Israel kann, das zeigen viele Analysen zu Antisemitismus und Rassismus, allzu schnell auch mit antisemitischen Ressentiments einhergehen. Antisemitismus ist vielgestaltig. Doch auch der Vorwurf hat viele Facetten und kann zu einem Mittel moralischer Selbstüberhebung werden und dazu beitragen, Israels Politik vor Kritik zu immunisieren. Judith Butlers Kritik halten wir grundsätzlich für plausibel und konsequent, >>>

 

 

 

4.9.2012 - „Das Ziel ist, eine Atmosphäre der Angst zu schaffen, die jede Kritik an Israel unmöglich macht“
Die Adorno-Preisträgerin Judith Butler hat sich schon 2004 ausführlich zum Antisemitismus-Vorwurf geäußert
 Arn Strohmeyer

Die amerikanisch-jüdische Philosophin Judith Butler wird am 11. September in der Frankfurter Paulskirche der Theodor-Adorno-Preis verliehen bekommen, der alle drei Jahre an Persönlichkeiten vergeben wird, die in der Nachfolge der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule stehen. Der Generalsekretär der Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, eröffnete daraufhin in gewohnter Manier eine verbale Schlammschlacht gegen die angesehene Wissenschaftlerin. Eine „Israelhasserin“ sei sie, die von „moralischer Verderbtheit“ geleitet sei. Dem Kuratorium, das die Preisverleihung beschlossen hatte, unterstellte Kramer, „moralisch nicht gefestigt“ zu sein. Man kennt den hasserfüllten Ton dieser Leute und man muss fragen: Schadet dieser Zentralrat nicht der Sache, der er eigentlich verpflichtet ist, nämlich die Interessen der Juden in Deutschland zu vertreten, wenn er sich zum so einseitigen, propagandistischen Sprachrohr Israels macht?
 
Natürlich durften auch die Hamas und die Hisbollah in Kramers Verbalattacke nicht fehlen. Butler hatte sie vor Jahren als „soziale Bewegungen“ bezeichnet, die wegen ihres Kampfes gegen Kolonialismus und Imperialismus im weitesten Sinne zur globalen Linken gehörten, ohne sich aber mit den Zielen dieser Organisationen zu identifizieren. Es reicht heute offenbar, in politischen Analysen die Worte Hamas und Hisbollah zu benutzen, um von Leuten wie Kramer gleich in die Nähe des Leibhaftigen gestellt zu werden. Dabei vergessen diese Ideologen oder sie übersehen es ganz bewusst, dass Israel es war, das diese Organisationen ins Leben gerufen und sie letzten Endes zu kleinen Machtfaktoren im Nahen Osten gemacht hat.
 
Israel hat die Hamas, die aus der Muslim-Bruderschaft im Gazastreifen hervorgegangen ist, zunächst sogar finanziell und politisch unterstützt, um sie als Konkurrenz zur PLO aufzubauen. Erst als die Hamas sich der ersten Intifada anschloss, trennten sich die Wege. Die Hisbollah ist als Widerstandsorganisation gegen die israelische Besatzung großer Teile des Libanon von 1982 bis zum Jahr 2000 hervorgegangen. Ohne Israels verhängnisvolle Politik gegenüber den Palästinensern und seinen anderen Nachbarn gäbe es beide Organisationen überhaupt nicht.
 
Was die verbalen Ausfälle gegen Judith Butler angeht, so hat diese nicht erst jetzt sehr klug und unpolemisch gegen solche Vorwürfe Stellung genommen, sondern ihre Position schon 2004 in dem Aufsatz „Der Antisemitismus-Vorwurf, Juden, Israel und die Risiken öffentlicher Kritik“ (in dem von Doron Rabinovici, Ulrich Speck und Natan Sznaider herausgegebenen Suhrkamp-Band „Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte“) dargelegt. In diesem Text setzt sie sich äußerst kritisch mit den Israel-Ideologen auseinander, die >>>


 

Judith Butler Fangen wir an, miteinander zu sprechen - Judith Butler  >>>
 

Verleihung des Adorno-Preises: Judith Butler und der Aufschrei der deutschen Israel-Verteidiger - Vor allem der Zentralrat der Juden, bzw. dessen Generalsekretär Stephan J. Kramer, protestierte nun gegen die Verleihung des Preises an die Gender- und Queer-Theoretikerin. Kramer attackierte Butler mit den Worten, eine „bekennende Israel-Hasserin" zu sein und beschuldigte das Adorno-Preis-Kuratorium „Butlers philosophische Beiträge formvollendet von ihrer moralischen Verderbtheit" getrennt zu haben. Gerade einen Preis, der in Erinnerung an einen verfolgten Juden verliehen werde, nun an eine „Israel-Hasserin" zu verleihen, scheint für den Zentralrat für Juden in Deutschland mehr als ein „bloßer Fehlgriff" zu sein. Der Grund für die hitzige Debatte, die sich in den Medien breit macht und die dazu führt, dass die jüdische US-Amerikanerin als „Antisemitin", die auf keinen Fall einen solchen Preis bekommen dürfe, ist folgender: Während eines Teach-Ins an der Berkley Universität, an der Butler Professorin für Rhetorik und Vergleichende Literaturwissenschaft ist, erklärte sie, dass es außerordentlich wichtig sei, Hamas und Hisbollah als Teil einer sozialen Bewegung zu begreifen, die progressiv und links, die Teil einer globalen Linken seien. Diese Aussage wurde von Vielen benutzt, um Butler in eine gewaltverherrlichende Ecke zu drängen. >>>

An Rande - Ein Kurzkommentar - E. Arendt - Unserem deutschen Verhinderer  und Pöbler vom Dienst gefällt es nicht, dass man die Wahrheit präsentiert, dass sie sich herumspricht.

Meist schreibt der kleine Henryk  besorgte Briefe, unterirdische Botschaften an Unis, Bürgermeister und
versucht zu verhindern. Hier - bei ihm gefunden - schreibt er Jakob Augstein und in einer bewundernswerten ruhigen Art antwortet Jakob Augstein.
Er hat auch die bessere Position,
sein Autor trifft den Punkt, belegt einmal wieder, wo für einen Henryk M. Broder und einem Zentralrat die Grenzen der Kritik und Wahrnehmung liegen.
 




 

 

 

2.9.2012 - „Das Ziel ist, eine Atmosphäre der Angst zu schaffen, die jede Kritik an Israel unmöglich macht“
Die Adorno-Preisträgerin Judith Butler hat sich schon 2004 ausführlich zum Antisemitismus-Vorwurf geäußert
 Arn Strohmeyer

Die amerikanisch-jüdische Philosophin Judith Butler wird am 11. September in der Frankfurter Paulskirche der Theodor-Adorno-Preis verliehen bekommen, der alle drei Jahre an Persönlichkeiten vergeben wird, die in der Nachfolge der Kritischen Theorie der Frankfurter Schule stehen. Der Generalsekretär der Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, eröffnete daraufhin in gewohnter Manier eine verbale Schlammschlacht gegen die angesehene Wissenschaftlerin. Eine „Israelhasserin“ sei sie, die von „moralischer Verderbtheit“ geleitet sei. Dem Kuratorium, das die Preisverleihung beschlossen hatte, unterstellte Kramer, „moralisch nicht gefestigt“ zu sein. Man kennt den hasserfüllten Ton dieser Leute und man muss fragen: Schadet dieser Zentralrat nicht der Sache, der er eigentlich verpflichtet ist, nämlich die Interessen der Juden in Deutschland zu vertreten, wenn er sich zum so einseitigen, propagandistischen Sprachrohr Israels macht?
 
Natürlich durften auch die Hamas und die Hisbollah in Kramers Verbalattacke nicht fehlen. Butler hatte sie vor Jahren als „soziale Bewegungen“ bezeichnet, die wegen ihres Kampfes gegen Kolonialismus und Imperialismus im weitesten Sinne zur globalen Linken gehörten, ohne sich aber mit den Zielen dieser Organisationen zu identifizieren. Es reicht heute offenbar, in politischen Analysen die Worte Hamas und Hisbollah zu benutzen, um von Leuten wie Kramer gleich in die Nähe des Leibhaftigen gestellt zu werden. Dabei vergessen diese Ideologen oder sie übersehen es ganz bewusst, dass Israel es war, das diese Organisationen ins Leben gerufen und sie letzten Endes zu kleinen Machtfaktoren im Nahen Osten gemacht hat.
 
Israel hat die Hamas, die aus der Muslim-Bruderschaft im Gazastreifen hervorgegangen ist, zunächst sogar finanziell und politisch unterstützt, um sie als Konkurrenz zur PLO aufzubauen. Erst als die Hamas sich der ersten Intifada anschloss, trennten sich die Wege. Die Hisbollah ist als Widerstandsorganisation gegen die israelische Besatzung großer Teile des Libanon von 1982 bis zum Jahr 2000 hervorgegangen. Ohne Israels verhängnisvolle Politik gegenüber den Palästinensern und seinen anderen Nachbarn gäbe es beide Organisationen überhaupt nicht.
 
Was die verbalen Ausfälle gegen Judith Butler angeht, so hat diese nicht erst jetzt sehr klug und unpolemisch gegen solche Vorwürfe Stellung genommen, sondern ihre Position schon 2004 in dem Aufsatz „Der Antisemitismus-Vorwurf, Juden, Israel und die Risiken öffentlicher Kritik“ (in dem von Doron Rabinovici, Ulrich Speck und Natan Sznaider herausgegebenen Suhrkamp-Band „Neuer Antisemitismus? Eine globale Debatte“) dargelegt. In diesem Text setzt sie sich äußerst kritisch mit den Israel-Ideologen auseinander, die >>>


 

Judith Butler Fangen wir an, miteinander zu sprechen - Judith Butler  >>>
 

Verleihung des Adorno-Preises: Judith Butler und der Aufschrei der deutschen Israel-Verteidiger - Vor allem der Zentralrat der Juden, bzw. dessen Generalsekretär Stephan J. Kramer, protestierte nun gegen die Verleihung des Preises an die Gender- und Queer-Theoretikerin. Kramer attackierte Butler mit den Worten, eine „bekennende Israel-Hasserin" zu sein und beschuldigte das Adorno-Preis-Kuratorium „Butlers philosophische Beiträge formvollendet von ihrer moralischen Verderbtheit" getrennt zu haben. Gerade einen Preis, der in Erinnerung an einen verfolgten Juden verliehen werde, nun an eine „Israel-Hasserin" zu verleihen, scheint für den Zentralrat für Juden in Deutschland mehr als ein „bloßer Fehlgriff" zu sein. Der Grund für die hitzige Debatte, die sich in den Medien breit macht und die dazu führt, dass die jüdische US-Amerikanerin als „Antisemitin", die auf keinen Fall einen solchen Preis bekommen dürfe, ist folgender: Während eines Teach-Ins an der Berkley Universität, an der Butler Professorin für Rhetorik und Vergleichende Literaturwissenschaft ist, erklärte sie, dass es außerordentlich wichtig sei, Hamas und Hisbollah als Teil einer sozialen Bewegung zu begreifen, die progressiv und links, die Teil einer globalen Linken seien. Diese Aussage wurde von Vielen benutzt, um Butler in eine gewaltverherrlichende Ecke zu drängen. >>>
 

 

1.9.2012

Judith Butler Fangen wir an, miteinander zu sprechen - Judith Butler - Die Adorno-Preis-Debatte und kein Ende: Die amerikanische Philosophin Judith Butler erklärt sich zu den Vorwürfen, die vom Zentralrat der Juden in Deutschland gegen sie erhoben wurden. Ich bin nicht vollkommen überrascht, dass Rabbi Kramer Einspruch gegen meinen Standpunkt erhoben hat. Allerdings kann ich auf der Basis dessen, was er vorgetragen hat, nicht erkennen, ob es überhaupt seine Absicht war, meine Sicht der Dinge zu verstehen, ganz zu schweigen von dem Umfang und der Tragweite meiner Ansichten. Seine Bemerkungen sind Denunziationen, sie sollen als grundsätzliche Zurückweisung meiner Position verstanden werden. Unterstellen wir Kramer eine gewisse Autorität innerhalb der deutsch-jüdischen Gemeinde, dann soll seine Denunziation, so vermute ich, auch diese Autorität unterstreichen und gleichzeitig mich im Namen der ganzen Gemeinde ausgrenzen. Im Versuch eine Denunziation wie diese zu begreifen, finden sich eigentlich keine Gründe, aus denen hervorginge, warum Einspruch gegen mich erhoben wird. Deswegen bin ich auch nicht in der Lage, auf direktem Wege zu antworten. Eine Debatte oder ein Streitgespräch setzt voraus, dass wir Gründe nennen, und zwar so gut, wie wir nur können – selbst wenn wir wütend sind. Aber diese Denunziation, so glaube ich, will zu verstehen geben, dass es keine Debatte gibt und das Thema auch nicht debattierbar ist  >>>


Verdient Judith Butler den Adorno-Preis? - Peter Nowak - Über die Positionen der postfeministischen Philosophin zu Israel und zum Nahostkonflikt sollte diskutiert werden, nicht aber über ihre Eignung für den Adorno-Preis - Die politische Theoretikerin und Philosophin Judith Butler hat vor mehr als einem Jahrzehnt mit ihren Thesen zur Dekonstruktion der Geschlechter für viel Aufmerksamkeit gesorgt. In den letzten Jahren macht Butler mehr politische Schlagzeilen. Im vorletzten Jahr schlug sie einen Preis des Berliner CSD aus und kritisierte bei den Veranstaltern des schwullesbischen Festes verschiedene Formen von Rassismen. Jetzt geht es um einen Preis mit einer ganz anderen Bedeutung. Der Philosophin soll in Frankfurt/Main der Adorno-Preis verliehen werden, der alle 3 Jahre an Personen gehen soll, die in der Tradition der Kritischen Theorie stehen, die der Namensgeber wesentlich begründet hat. >>>

 

 

31.8.2012

Einen besonderen Beitrag bringt Henryk M. Broder - Hier zeigt er mal wieder das Niveau mit dem er ehrbare Kritiker der isralischen Regierung diffamiert:

Die Achse des Guten: Schauen, kotzen, weglaufen: KZ auf 3sat
Ein Zitat: "I Und am liebsten sehe ich die KZ, wenn Tina Mendelsohn moderiert - keine Angst, sie ist es nicht, sie heißt nur so. Die Frau kriegt keinen geschlossenen Satz zustande, stellt Suggestivfragen und ist so dumm, dass der Fernseher qualmt, wenn sie ins Bild kommt."

 

Adorno-Preis Stadt Frankfurt verteidigt Judith Butler  - "Eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit" – Trotz Kritik vom Zentralrat der Juden bleibt Frankfurt dabei, der jüdischen Philosophin den Adorno-Preis zu verleihen. Nach der heftigen Kritik an der bevorstehenden Verleihung des Adorno-Preises an Judith Butler hat die Stadt Frankfurt die Entscheidung noch einmal bekräftigt. Kulturdezernent Felix Semmelroth (CDU) sagte, er stehe voll hinter der Entscheidung des Kuratoriums. Das Kuratorium hatte die US-amerikanische Philosophin Butler als "eine der maßgeblichen Denkerinnen unserer Zeit" gewürdigt. >>>

 

Adorno-Preisträgerin Butler - "Diese Antisemitismus-Vorwürfe sind verleumderisch und haltlos" - Judith Butler - Vor einigen Tagen veröffentlichte die Jerusalem Post einen Artikel, dem zufolge sich einige Organisationen dagegen wehren, dass ich den diesjährigen Adorno-Preis erhalten soll – eine Auszeichnung, die alle drei Jahre an jemanden verliehen wird, der im weitesten Sinn in der Tradition der Kritischen Theorie arbeitet. Mir wird vorgeworfen, dass ich Hamas und Hisbollah unterstütze (was nicht stimmt), dass ich die Kampagne "Boycott, Divestment and Sanctions", kurz BDS, unterstütze (was mit Einschränkungen stimmt) und dass ich antisemitisch bin (was völlig falsch ist). Vielleicht sollte man nicht so überrascht darüber sein, wie ich es bin, dass meine Gegner zu derart verleumderischen und haltlosen Vorwürfen greifen, um ihre Sache zu vertreten. >>>

 


 

"Tief verletzt" - Philosophin Judith Butler wehrt sich gegen Vorwürfe - Die US-amerikanische Philosophin Judith Butler zeigt sich angesichts der Kritik gegen die bevorstehende Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an ihre Person "tief verletzt". In der aktuellen Ausgabe der Wochenzeitung "Die Zeit" legt Butler ausführlich dar, warum sie entgegen der Vorwürfe nicht Hamas und Hisbollah unterstütze, nicht zum Boykott gegen Israel aufgerufen habe und auch nicht antisemitisch eingestellt sei. Dem vorausgegangen waren Äußerungen des Generalsekretärs des Zentralrats der Juden in Deutschland, Stephan J. Kramer, der es als empörend empfindet, dass mit Butler ausgerechnet jemand geehrt werde, der zum Boykott gegen Israel aufrufe und Organisationen wie Hamas und Hisbollah als legitime soziale Bewegungen bezeichne. "Eine bekennende Israel-Hasserin mit einem Preis auszuzeichnen, >>>

 

 

30.8.2012


 

Adorno-Preis Ist Judith Butler Israel-Hasserin? - Christian Schlüter - Israel-Hasserin, Nazis, „Halbjude“ – und alles viel schlimmer als ein bloßer Fehlgriff! Was ist da bloß passiert? Die Verleihung des Adorno-Preises an die Philosophin Judith Butler ruft harsche Kritik vom Zentralrat der Juden hervor. - Generalsekretäre müssen steil gehen und lärmig sein. Alexander Dobrindt von der CSU führt das mit seinen harschen Attacken gegen Griechenland zurzeit mustergültig vor. Niemand pöbelt so rückhaltlos stammtischnah wie er. Viel Lärm schafft Aufmerksamkeit und Meinungsführerschaft – dazu sind Generalsekretäre schließlich da. Auch Stephan J. Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland scheint diesem Amtsverständnis zu folgen, wenn er jetzt die Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin, Gender- und Queer-Theoretikerin Judith Butler mit den Worten attackiert, hier eine „bekennende Israel-Hasserin mit einem Preis auszuzeichnen, der nach dem großen, von den Nazis als „Halbjude“ in die Emigration gezwungenen Philosophen benannt wurde, kann nicht als bloßer Fehlgriff gelten“. Das ist einmal kräftig hingelangt: Israel-Hasserin, Nazis, „Halbjude“ – und alles viel schlimmer als ein bloßer Fehlgriff! Was ist da bloß passiert? >>>
 


Philosophin Judith Butler in Kritik Schlammschlacht um Adorno-Preis - Volker Breidecker - Sie wird als "Israel-Hasserin" bezeichnet und erblickte in den Terror-Organisationen Hamas und Hisbollah progressive, soziale Bewegungen - im September soll die amerikanische Philosophin Judith Butler mit dem Adorno-Preis ausgezeichnet werden. Darf das sein? Eine Einladung, sich selbst eine Meinung zu bilden. Judith Butler, die am 11. September in der Frankfurter Paulskirche mit dem Theodor-W.-Adorno-Preis ausgezeichnet werden soll, ist eine amerikanische Intellektuelle, die in den Siebzigerjahren in Heidelberg studiert hat. - In einem Interview mit der Zeit sagte Judith Butler: "Ich bin mir nicht sicher, was Sie mit 'Israel' meinen, da sich dessen Grenzen ständig verschieben." - Damals, als sich die Welt noch geordnet in Gebiete links und rechts der Neckarbrücke unterteilen ließ, saugte Judith Butler die Hegel'sche Philosophie und deutsche Geisteswelt auf. Und nirgendwo sonst als auf Heidelberger Philosophenwegen - außer noch heute in den lieblich umschlossenen Parks amerikanischer Universitäten - ließ sich besser und in Absehung von der wirklichen Welt über dieselbe reflektieren und räsonieren. >>>


 

Adorno-Preis Zentralrat der Juden gegen Judith Butler - Die jüdische Philosophin und legendäre Geschlechtertheoretikerin Judith Butler soll den Adorno-Preis erhalten. Der Zentralrat der Juden kritisiert die Entscheidung und bezeichnet Butler als moralisch verdorben und als "bekennende Israel-Hasserin". Berlin - Der Zentralrat der Juden in Deutschland protestiert gegen die Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin Judith Butler. Es sei empörend, dass mit der 56-Jährigen ausgerechnet jemand geehrt werde, der zum Boykott gegen Israel aufrufe und Organisationen wie Hamas und Hisbollah als legitime soziale Bewegungen bezeichne, erklärte Generalsekretär Stephan J. Kramer am Montag in Berlin. Butler soll den Preis am 11. September in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen. "Eine bekennende Israel-Hasserin mit einem Preis auszuzeichnen, der nach dem großen, von den Nazis als "Halbjude" in die Emigration gezwungenen Philosophen benannt wurde, kann nicht als bloßer Fehlgriff gelten", erklärte Kramer. >>>

Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat gegen die bevorstehende Verleihung des Frankfurter Adorno-Preises an die amerikanische Philosophin Judith Butler (56) protestiert. Es sei empörend, dass in Butler ausgerechnet jemand geehrt werde, der zum Boykott gegen Israel aufrufe und Organisationen wie Hamas und Hisbollah als legitime soziale Bewegungen bezeichne, erklärte Generalsekretär Stephan J. Kramer in Berlin. Butler soll den Preis am 11. September in der Frankfurter Paulskirche entgegennehmen. Die jüdische Philosophin, die an der University of California in Berkeley lehrt, unterstützt die Boykottbewegung, die gegen die Besetzung der palästinensischen Gebiete durch Israel protestiert. „Eine bekennende Israel-Hasserin mit einem Preis auszuzeichnen, der nach dem großen, von den Nazis als „Halbjude“ in die Emigration gezwungenen Philosophen benannt wurde, kann nicht als bloßer Fehlgriff gelten“, erklärte Kramer. „Nur ein Kuratorium, dem die für seine Aufgabe erforderliche moralische Festigkeit fehlt, konnte Butlers Beitrag zur Philosophie formvollendet von ihrer moralischen Verderbtheit trennen.“ >>>

 

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