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Norman
Finkelstein sollte am 27. Mai 2009 in der Wiener Universitat einen Vortrag halten

 

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Norman Finkelstein ist der Autor des  Buches "Die Holocaust-Industrie". Sein Wiener Vortrag von  wurde nach Protesten der Israelitischen Kultusgemeinde (IKG) an einen anderen Ort verlegt. Die Ănderung des Ortes sei nötig geworden, da der "Mietvertrag für den Hörsaal C1 am Campus im Alten AKH überraschenderweise aufgelöst wurde", und das, obwohl bereits alles "genehmigt und bezahlt war".

Die Veranstaltung, ursprünglich auf dem Campus der Universität Wien geplant, fand dann am 27. Mai im Eventhotel Modul in Wien-Döbling statt.

 

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Der 1. Anlauf. Es wurde verhindert, dass Norman Finkelstein seinen Vortrag in der Uni Wien halt.

 

Für den Vorstand von SPME Austria: Mag. Dr. Ruth Contreras, HRatin i.R - Ruth.contreras@wavenet.at - www.spme.net >>>

Auch hier: Die "Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich" benutzt wie leider üblich die Antisemitismuskeule um legitime Kritik in Antisemitismus zu verwandeln. Das geht soweit, dass man Prof. Finkelstein als  "jüdischen David Irving" bezeichnet. Sie schreiben:

Der offene Brief

Seine Magnifizenz Rektor
Univ. Prof. Dr. Georg Winckler
Universität Wien
georg.winckler@univie.ac.at

Offener Brief

Wien, 7. Mai 2009

Betr.: Veranstaltung mit Norman Finkelstein: Israel-Palestine, Roots of Conflict- Prospects for Peace

Eure Magnifizenz,

sehr geehrter Her Professor Dr. Winckler,

Wir haben erfahren, dass für den 27. Mai 2009 eine Vortragsveranstaltung mit Norman

Finkelstein auf dem Universitätscampus (ehemaliges AKH), Hörsaal C1 geplant ist. Er soll

über den israelisch-palästinensischen Konflikt sprechen und es ist davon auszugehen, dass er

einmal mehr seine krude und gefährliche These, wonach die „Zionisten“ den Holocaust dazu

nützen würden, um jede Kritik an israelischer Politik zum Verstummen zu bringen, vortragen

wird.[1]

Auch wenn es sich dabei um keine universitäre oder wissenschaftliche Veranstaltung handeln

dürfte, erfüllte es uns mit Sorge und Erstaunen, dass die Universität Wien ihre

Räumlichkeiten für eine so problematische Person wie Finkelstein und für eine derartig

einseitige Propagandaveranstaltung zur Verfügung stellt.

Finkelstein hat mit seinem Buch „Die Holocaust-Industrie“ – ein hetzerischer Titel, dessen

Urheberschaft bezeichnender Weise auch die beiden neonazistischen Geschichtsfälscher

David Irving und Ernst Zündel für sich beanspruchen – zur Relativierung der Shoah und

Verbreitung des Antisemitismus beigetragen, nicht zuletzt indem er dort die Singularität des

nationalsozialistischen Menschheitsverbrechen offen in Abrede stellt. Das fällt gerade in

Österreich, das so lange Schwierigkeiten mit der Annahme von Schuld gehabt hat, auf

besonders fruchtbaren Boden. Gerade jene fast 50% der ÖsterreicherInnen, die meinen, dass

„die Juden den Holocaust für ihre Zwecke ausnutzen, fühlen sich durch ein derartiges

Machwerk bestätigt. Dementsprechend groß ist auch das Wohlwollen, welches Finkelstein

sich in rechtsextremen bis neonazistischen Kreisen erworben hat. „Ein Jude spricht die

Deutschen frei!“, titelte etwa die neonazistische Nationalzeitung euphorisch.[2]

Alfred Schobert hat für das Duisburger Institut für Sprach- und Sozialforschung (DISS) die

Rolle Finkelsteins im Diskurs der extremen Rechten analysiert.[3] Sein zusammenfassendes

Urteil über die Bedeutung des antizionistischen Agitators für die Beförderung des

Antisemitismus: „Finkelstein ist der Sohn von Holocaustüberlebenden, der noch lebenden

Opfern der Nazis Schaden zufügt; er will die Erinnerung an die Opfer wahren, doch er

untergräbt sie. Finkelstein versteht sich als radikaler Linker, der indes (…) Wasser auf die

Mühlen der extremen Rechten leitet. Das ist der sachliche Hintergrund, vor dem man

Finkelstein einen ‚jüdischen David Irving’ genannt hat.“[4]

Das Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (DÖW) schreibt über

Finkelstein u. a.: „Dass sich Finkelstein als Jude Angriffe leisten kann, die ansonsten

1

umgehend als antisemitisch identifiziert werden, macht ihn so bedeutend für die

rechtsextreme Szene. Als der ‚revisionistische’ Geschichtsfälscher David Irving bereits

Anfang der 90-er Jahre über die ‚Holocaust-Industrie’ schwadronierte, kam er damit über die

engere Szene nicht hinaus. Erst Finkelstein schaffte es, dieses Unwort im etablierten Medien-

Diskurs zu verankern. Wenn auch Finkelstein die Shoah nicht grundsätzlich leugnet, so

verbindet ihn vieles mit dem von ihm so geschätzten Irving. Das ‚revisionistische’ National

Journal meint etwa auf seiner Homepage über die beiden so unterschiedlichen Kämpfer gegen

die ‚Holocaust-Industrie’: ‚Zwei Männer - Eine Erkenntnis!’“[5]

Zu dieser politischen Problematik kommt Finkelsteins mehrfach dokumentierte Neigung zu

persönlichen Angriffen gegenüber Wissenschaftern, wie Alan Dershowitz, Benny Morris und

anderen, die seine Meinungen nicht teilten[6]. Dies hat schließlich dazu geführt, dass ihm

letzten Endes die unbefristete Anstellung als Dozent verweigert wurde und er den Titel

Universitätsprofessor zu Unrecht trägt. Auch die internationale Wissenschaftervereinigung

von Scholars for Peace in the Middle East wurde vor einiger Zeit von Finkelstein als „Nazi-

PHDs“ diffamiert.[7]-

Der Titel der Veranstaltung „Israel-Palestine, Roots of Conflict- Prospects for Peace“[8] und

die Unterstellung Israel wende im Umgang mit Palästinensern „Nazimethoden“ an[9], geben

Anlass zur Sorge, dass diese Veranstaltung für antisemitische Aktionen missbraucht werden

könnte.

Bezeichnenderweise wird diese Veranstaltung sowohl in der rechtesextremen als auch in der

linksextremen Szene beworben.[10] Aber schon angesichts der Bedeutung Finkelsteins für

den Kampf gegen die Erinnerung an die Shoah und gegen Israel als jüdischen Staat ist davon

auszugehen, dass am 27. Mai auch Neonazis aufmarschieren werden, um einem ihrer Idole zu

lauschen.

Wir bitten, dies im Zusammenhang mit der zur Verfügungstellung einer Räumlichkeit auf

Universitätsgelände für diesen „jüdischen David Irving“ zu bedenken.

Für den Vorstand von SPME Austria:

Mag. Dr. Ruth Contreras, HRätin i.R

Ruth.contreras@wavenet.at

www.spme.net


Quelle



 

IKG Portal: Finkelsteins Vortrag von Wiener Uni-Campus in Hotel verlegt  (…) "Der Bundesverband der Israelitischen Kultusgemeinden hatte gegen den geplanten Auftritt auf dem Uni-Campus in Wien protestiert. In einer von der "Vereinigung AkademikerInnen für Frieden im Nahen Osten" (SPME Austria) und der "Aktion gegen Antisemitismus in Österreich" mitunterzeichneten Aussendung bezeichneten sie Finkelstein, Sohn eines Holocaust-überlebenden, als "antiisraelischen Agitator". Daraufhin dementierte die Sprecherin der Universitaet Wien, Cornelia Blum, gegenüber der APA auf Nachfrage, dass es einen Auftritt Finkelsteins auf dem Gelaende oder in den Gebaueden der Universitaet Wien geben würde."

Quelle (dort nicht mehr online)
 

 

Ebenso "geschickt" wie man Finkelstein delegitimieren und in eine rechte Ecke stellen möchte macht man es nun unterstellend und suggerierend mit dieser Veranstaltung. Ebenso suggeriert sehr geschickt die antideutsche Lizas Welt im nachhinein er sei ein Holocaustleugner, stande denen Nahe:
"Vom Nazi-Holocaust will der Politologe nichts (mehr) wissen; über den angeblichen israelischen hingegen redet er umso lieber. Kein Zweifel: Finkelstein hat sich den Applaus der Antisemiten nicht nur redlich verdient, er ist selbst einer von ihnen."

Damit liefert Alex Feuerherdt (Lizas Welt) eigentlich ein Beispiel dafür was Finkelstein benennt. Die falschen Freunde Israels missbrauchen den Holocaust als Waffe um notwendige Kritik zu delegitimieren. Die Opfer des Holocaust werden missbraucht um Verbrechen an den Palastinensern zu verschleiern. Der Holocaust wird missbraucht und die die darauf hinweisen nach dem gleichen Prinzip als "Antisemiten" diffamiert. Wer ist hier der wirkliche Antisemit?

Wer bisher an Finkelstein Thesen zweifelte lese nur, (auch zwischen den Zeilen) was dieser
anonyme Schmutzblog schreibt und unterstellt.

Das ganze prasentiert natürlich auch Henryk M. Broder:

 

 

Bedeutende Persönlichkeiten und Veranstalter schrieben daraufhin an die Universität Wien und protestierten gegen die Ausladung von Norman Finkelstein >>>

 

 

Der 2. Anlauf. Honestly Concerned ruft am 18.5.2009 in seiner Mailingliste zu einer neuen Diffamierungsaktion auf.


Die Jagd geht weiter, die
Antisemitismukeule wird erneut geschwungen und die Opfer des Holocaust werden  missbraucht um legitime, notwendige Kritik zu verhindern.
 

 

 Die Veröffentlichung von Kontaktdaten bedeutet in der Sprache von Honestly Concerned - schreibt und protestiert. So lauft dann die zweite (diesmal erfolglose) Phase der Jagdaktionen an:

 

 
  • TEIL 3 - LINKS bzw. Artikel zum NACHDENKEN, Ă„RGERN UND/ODER REAGIEREN....


     

     
    1. Vortrag von Dr. Norman Finkelstein
      Israel-Palestine, Roots of Conflict, Prospects for Peace
      27. Mai 2009, 19.00,
      EVENTHOTEL MODUL
      Peter Jordanstr.78, 1190 Wien
      (Nähe Universität für Bodenkultur Wien)
      Organisatoren:
      Prof. Manuel Arispe - Projektleiter
      Mag. Mariela Rodriguez Fabbri - Public Relations
      Zusammenarbeit: Evamaria Arispe, Elena Fortakova, Katharina Peherstorfer, Marco Torres
      Vertreten durch: Mag. Paul Habison, Beratung und Ausführung
      Unterstützung
      Internationale Komission des UNESCO Projektes “Kultur des Frieden“
      Dr. Armando Barrionuevo Präsident
      Mag. Fran Wright - Vize Präsidentin
      Mag. jur. Robert Pobitschka - Programmdirektor
      Kooperationspartner:
      Rechtsform: „Österreichisch-Syrische Ärztekomitee für medizinische
      Zusammenarbeit" und die "Österreichisch-Arabische Ärzte und Apothekervereinigung"
      Dr. Tammam KELANI
      Sponsoren:
      Frauen in Schwarz (Wien)
      www.fraueninschwarz.at
      www.nahostfriede.at
      Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost


       

      • Auch Hotels haben ein "Haus-" und somit Mitspracherecht, wenn es darum geht zu entscheiden an wen und für was sie Tagungsräume vermieten...
        EVENTHOTEL MODUL
        Peter Jordan-Straße 78
        A-1190 Wien
        Tel. +43(1)47660...-0
        Fax +43(1)47660-117
        E-mail:
        modulhotel wkw.at
        Internet:
        www.hotelmodul.at

        Hoteldirektor: Michael Prantz
        Tel.: +43/1/47660-6165
        Fax: DW 117
        E-Mail:
        michael.prantz wkw.at

        Sales- & Marketingmanager: Alexandra Kunzmann
        Tel.: +43/1/47660-116
        Fax: DW 117
        E-Mail:
        alexandra.kunzmann  wkw.at

  •  

     

     

     

    Reaktionen:

    Offener Brief und Antwort von Paula Abrams-Hourani, eine der Veranstalterinnen.

    Offener Brief von Paula Abrams-Hourani - Seine Magnifizenz Rektor Univ. Prof. Dr. Georg Winckler Universitat Wien - Betr.: Absage des Vortrags von Professor Norman Finkelstein an der Wiener Universitat - Eure Magnifizenz, sehr geehrter Herr Professor Dr. Winckler: Ich habe den von Dr. Ruth Contreras und Dr. Wolfgang Neugebauer an Sie adressierten Brief bezüglich des Vortrags, den Professor Norman Finkelstein an der Universitat halten sollte, gelesen und nehme an, dass dieser Brief und möglicherweise einige andere von der pro-israelischen Lobby in Wien verfasste Schreiben ahnlichen Inhalts der Grund für die Rückgangigmachung der Reservierung des Hörsaal C1 im Universitatscampus (Altes AKH) für den 27. Mai 2009 war. Diese Entscheidung wurde ungeachtet der Tatsache getroffen, dass bereits ein Vertrag abgeschlossen und die Zahlung erfolgt war. Als Mitglied von zwei jener Gruppen, die diesen Vortrag von einem der anerkannten, renommierten US-amerikanischen Politikwissenschafter auf dem Gebiet des israelisch-palastinensischen Konflikts gesponsert haben, bin ich über die Entscheidung der Universitat Wien schockiert, diese akademische Debatte zu unterbinden und die Meinungsfreiheit aufgrund des durch die pro-israelische Lobby in Wien ausgeübten Drucks zu verhindern. >>>


     

    Kawther Salam » Blog Archive » Dr. Finkelstein and the Rejection of the Vienna University >>>

    Dazu schreibt Thomas Immanuel Steinberg:

    Wer hat Angst vor Finkelstein? Die Rüstungs- und Kriegslobby. - Warum? - Thomas Immanuel Steinberg >>>

     

    Machen sie sich selber ein Bild. Einen ähnlichen Vortrag hielt Norman Finkelsteins  an der Case Western Reserve University in Cleveland, Ohio (USA):

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     

     
     

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