Sehr geehrter Herr Dr. Ahmad
Muhaisen, wir beziehen uns
hiermit auf Ihre E-Mail Nachricht
sowie Ihr Schreiben vom 23.
Februar 2013. Aufgrund des momentan
sehr hohen Aufkommens an eingehenden
Anfragen kommen wir leider erst
heute dazu, Ihnen zu antworten.
Hierfür bitten wir Sie um Entschuldigung.
Im Namen von Herrn Dr. Lindenbauer möchten wir uns für Ihre Nachricht
und Ihr Schreiben sehr herzlich
bedanken, in dem Sie in bewegten
Worten Ihrer großen Sorge
um das Schicksal der vielen Menschen
Ausdruck geben, die unter
dem anhaltenden und immer weiter
eskalierenden Konflikt so
furchtbar leiden müssen.
Wir bedanken uns auch für die Anerkennung, die Sie der Arbeit all jener
Organisationen und Einrichtungen
zollen, deren Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter alles ihnen Mögliche
unternehmen, um in einer oft von
Verzweiflung geprägten Situation
den betroffenen Menschen humanitäre
Unterstützung zukommen zu lassen.
In diesem Zusammenhang erlauben wir uns stellvertretend auf die Arbeit
unserer Schwesterorganisation UNRWA
zu verweisen. Im letzten Monat hat
UNRWA-Generalkommissar Filippo Grandi
bei einer Geberkonferenz in Genf
auf die besonders schwierige Lage
der 500.000 palästinensischen
Flüchtlinge in Syrien hingewiesen
und die internationale Staatengemeinschaft
zu mehr Unterstützung der humanitären
Maßnahmen seiner Organisation
für diese unter dem Konflikt leidenden
Menschen aufgefordert. Seine
Rede im Wortlaut und weitere Informationen
finden Sie unter folgenden
Link http://www.unrwa.org/etemplate.php?id=1642.
Mit den besten Wünschen und Grüßen Sebastian Anstett - Rechtsabteilung,
Legal/Protection Unit UNHCR-Vertretung
für Deutschland und Österreich
UNHCR Representation for Austria
and Germany
Petra
Wild -
APARTHEID UND ETHNISCHE SÄUBERUNG
IN PALÄSTINA
Der zionistische Siedlerkolonialismus
in Wort und Tat
ISBN 978-3-85371-355-6, br., 240
Seiten, 15,90 Euro, mit Landkarten
Über die Palästina-Frage scheint
schon alles gesagt. Das Buch von
Petra Wild beweist das Gegenteil.
Es orientiert sich an den neuesten
Erkenntnissen der Kolonialismus-
und Genozidforschung, die den Zionismus
als eine Form des europäischen Siedlerkolonialismus
ausweisen.
Nach einer Einführung in den Ursprung
des palästinensisch-israelischen
Konflikts und den exklusiv ethno-religösen
Charakter des Staates Israel wird
in diesem Werk detailliert auf die
israelische Politik gegenüber den
Palästinensern innerhalb der Grenzen
Israels und in den 1967 besetzten
Gebieten eingegangen. Diese wird
von israelischen, palästinensischen
und internationalen Menschenrechtsorganisationen
wie auch von UN-Organisationen immer
wieder als Apartheid angeprangert.
Da der zionistische Siedlerkolonialismus
anders als der südafrikanische nicht
auf die Ausbeutung der einheimischen
Bevölkerung als billige Arbeitskräfte,
sondern auf deren möglichst vollständige
Ersetzung durch die Siedlerbevölkerung
zielt, ist die schleichende ethnische
Säuberung neben der Apartheid das
Hauptmerkmal der zionistischen Kolonialpolitik.
Wie diese Politik in der Praxis
aussieht, wird in einzelnen Kapiteln
über die Ghettoisierungspolitik
in der Westbank, die ethnische Säuberung
des Jordantals, die Gewalt der kolonialen
Siedler sowie die Vertreibung der
einheimischen Bevölkerung und die
Zerstörung der historischen Stadt
Jerusalem dargelegt.
Dass es dennoch einen Silberstreif
am Horizont gibt, zeigt das Abschlusskapitel
zur Debatte über die Ein-Staat-Lösung,
wie sie unter Palästinensern, antizionistischen
Israelis und Aktivisten der internationalen
Solidaritätsbewegung geführt wird.
Angestrebt wird die Errichtung eines
demokratischen säkularen Staates
auf dem Boden des historischen Palästinas,
in dem muslimische, christliche
und drusische Palästinenser sowie
jüdische Israelis auf der Basis
von gleichen Rechten zusammenleben.
Der seinem Anspruch nach exklusiv
jüdische Staat Israel soll durch
einen multiethnischen, multireligiösen
und multikulturellen ersetzt werden.
Die Ein-Staat-Lösung würde nicht
nur den Palästinensern ihre von
der UNO anerkannten Rechte auf Selbstbestimmung,
Rückkehr und Entschädigung garantieren,
sondern auch die jüdisch-israelische
Bevölkerung von ihrem Status als
Kolonialherren befreien.
Die Autorin
Petra Wild, geboren 1963 in Aarbergen/Hessen,
studierte arabische Sprache und
Islamwissenschaften in Jerusalem,
Leipzig, Damaskus und Berlin. Sie
arbeitet als freiberufliche Publizistin
vor allem zur Palästina-Frage und
zur Arabischen Revolution.
Quelle
Geboren: 10. April
1979, Olympia - Gestorben:
16. März 2003, Rafah
Rachel Corries
letzte E-mail an ihre Mutter,
28. Februar 2013 -
Am 16. März
2003 wurde die 23-järige
Amerikanerin Rachel Corrie
beim Versuch, das Haus einer
palästinensischen Familie
vor der Zerstörung zu schützen,
von einem israelischen Bulldozer
überfahren und getötet.
Sie war als Mitglied der
Internationalen Solidaritätsbewegung
in den Gazastreifen gekommen,
um gegen die Menschenrechtsverletzungen
der israelischen Armee zu
protestieren. Eine Untersuchungen
der israelischen Armee kam
zum Schluss, dass weder
der Fahrer noch seine Vorgesetzten
in der Armee am Tod von
Rachel Corrie schuldig waren.
Daraufhin reichten ihre
Eltern reichten im März
2010 Zivilklage gegen den
Staat Israel und das Verteidigungsministerium
an. Im August 2012 wies
ein Richter in Haifa die
Klage zurück und urteilte,
dass Rachel Corries Tod
ein Unfall war. Die Eltern
kündigten Berufung an.
Danke, Mutti,
für Deine Antwort auf meine
E-Mail. Es hilft mir wirklich,
wenn ich von Dir höre und
von anderen Leuten, denen
ich etwas bedeute.
Nachdem ich
Dir geschrieben hatte, verbrachte
ich etwa 10 Stunden incommunicado
von meiner Verbindungsgruppe
bei einer Familie an der
vordersten Front in Hi Salam
– sie luden mich zum Essen
ein- und haben Kabelfernsehen.
Die zwei vorderen Zimmer
des Hauses können nicht
benutzt werden, weil Gewehrschüsse
durch die Mauer gefeuert
wurden, deshalb schläft
die ganze Familie – drei
Kinder und zwei Eltern-
im Schlafzimmer der Eltern.
Ich schlafe auf dem Boden
neben der jüngsten Tochter,
Iman, und wir alle teilen
uns die Decken.
Ich half
dem Sohn ein bisschen mit
seinen Englischhausaufgaben,
und wir sahen uns ‚Pet Semetery‘
an, was ein schrecklicher
Film ist. Ich glaube, sie
fanden es ziemlich lustig,
dass ich solche Schwierigkeiten
hatte, den Film zu sehen.
Freitag ist
der Feiertag und als ich
aufwachte, sahen sie sich
„Gummy Bears“ auf Arabisch
an. Also frühstückte ich
mit ihnen zusammen und sass
eine Weile und genoss einfach
das Dasein in diesem grossen
See von Decken mit dieser
Familie, die sich Samstagmorgen
Comics ansahen, wie mir
schien.Dann lief ich eine
kurze Strecke nach B’razil,
wo Nidal und Mansu und Grossmutter
und Rafat und der ganze
Rest der grossen Familie
leben, die mich aus ganzem
Herzen adoptiert haben.
(Übrigens hat mir vor einigen
Tagen die Grossmutter eine
pantomimische Standpauke
auf Arabisch erteilt, die
zum grossen Teil aus Pusten
bestand, und auf Deuten
auf ihren schwarzen Schal.
Ich teilte ihr durch Nidal
mit, dass meine Mutter sich
über die Nachricht freuen
würde, dass jemand mir eine
Rede hier über das Rauchen
hält, das meine Lungen schwärzt.)
Ich traf ihre Schwiegertochter,
die auf Besuch vom Flüchtlingslager
Nusserat war, und spielte
mit ihrem Baby.
Nidals Englisch
wird jeden Tag besser. Er
nennt mich „Meine Schwester“.
Er hat angefangen, seiner
Grossmutter beizubringen,
wie man auf Englisch sagt:“Hallo.
Wie geht es Dir?“ Man kann
zu jeder Zeit die Panzer
und Bulldozer vorbeifahren
hören, aber alle hier gehen
wirklich herzlich miteinander
um, und mit mir.
Wenn ich
mit palästinensischen Freunden
zusammen bin, bin ich nicht
so entsetzt als wenn ich
versuche, in der Rolle des
Menschenrechtsbeobachters
zu dokumentieren oder in
direkter Aktion Widerstand
zu leisten. Sie sind ein
gutes Beispiel, wie man
auf die Dauer aushalten
kann. Ich weiss, dass die
Situation sie auf verschiedenen
Ebenen beeinflusst – und
sie letztendlich wirklich
bedrückt-, aber ich bin
trotzdem erstaunt über ihre
Stärke, mit der sie ihre
Menschlichkeit zu einem
grossen Grad– Lachen, Grosszügigkeit,
Zeit für die Familie- gegen
den unglaublichen Horror
bewahren können , der sich
in ihrem Leben ereignet,
und gegen die konstante
Gegenwart des Todes.
Nach dem
heutigen Morgen fühlte ich
mich viel besser. Ich habe
sehr viel Zeit mit dem Schreiben
über die enttäuschende Entdeckung,
aus erster Hand zumeist,
verbracht, zu welchem Übel
wir immer noch fähig sind.
Ich muss zusätzlich beschreiben,
dass ich auch einen Grad
der Stärke und die grundlegende
Fähigkeit von Menchen entdecke,
in den schwierigsten Umständen
menschlich zu bleiben –
was ich ebenfalss zuvor
nicht gesehen habe. Ich
glaube, das Wort dafür ist
Würde.
Ich wünschte,
Du könntest diese Menschen
treffen. Vielleicht, hoffentlich,
wirst du sie eines Tages
treffen.
Die Tötung
von Rachel Corrie
-
Tom Dale schrieb am 18.
März 2003: Viele von euch
werden verschiedene Berichte
über den Tod von Rachel
Corrie gehört haben, vielleicht
haben manche nichts davon
gehört. Nicht wichtig, ich
war 10 Meter entfernt, als
es sich vor zwei Tagen ereignete,
und so geschah es.
Wir hatten
die zwei Bulldozer zwei
Stunden lang beobachtet
und manchmal blockiert,
als einer [der Bulldozer]in
Richtung eines Hauses fuhr,
das - wie wir wussten- von
der Demolierung bedroht
war. Rachel ging vor ihm
auf die Knie. Sie war 10-20
Meter vor dem Bulldozer,
klar zu sehen, das einzige
Objekt auf viele Meter,
in direkter Sicht. Sie standen
im Funkkontakt mit einem
Panzer, von dem man die
Situation im Profil sehen
konnte. Es ist nicht möglich,
dass sie sie nicht von ihrem
erhöhten Führerhaus sehen
konnten. Sie wussten, wo
sie war, ohne Zweifel.
Der Bulldozer
fuhr langsam auf Rachel
zu, und sammelte beim Fahren
Erde in der Schaufel an.
Sie kniete dort, sie rührte
sich nicht. Der Bulldozer
erreichte sie, und sie stand
auf und kletterte auf den
Erdhaufen. Es sah aus, als
würde sie ins Cockpit sehen.
Der Bulldozer schobRachel
weiterhin, so dass sie den
Erdhaufen hinunterrutschte,
wobei sie sich umdrehte.
Ihr Gesicht zeigte, dass
sie in Panik geriet und
es war klar, dass sie in
Gefahr war, überwältigt
zu werden.
Alle Aktivisten
schrien dem Bulldozer zu,
dass er anhalten müsse und
zeigten der Mannschaft durch
Gesten, dass Rachel sich
dort befand. Wir waren deutlich
zu sehen, wie Rachel zuvor.
Sie machten weiter. Sie
drückten Rachel zuerst unter
den Erdwall, dann unter
die Schaufel, dann fuhren
sie weiter, bis ihr Körper
unter dem Cockpit war. Sie
warteten einige Sekunden
über ihr, bevor sie rückwärts
fuhren. Sie fuhren zurück,
mit der Schaufel heruntergedrückt,
so dass sie ein zweites
Mal über ihren Körper presste.
Ich dachte jeden Moment,
dass sie stoppen würden,
aber das taten sie nicht.
Ich rannte
auf der Suche nach einem
Krankenwagen; sie rang nach
Atem und ihr Gesicht war
blutig von einer Wunde,
die zwischen Lippen und
Wange klaffte. Sie zeigte
Anzeichen einer Gehirnblutung.
Sie starb einige Minuten
später in der Ambulanz an
massiven internen Verletzungen.
Sie war ein brillianter,
intelligenter und erstaunlicher
Mensch, äusserst tapfer
und engagiert. Sie ist von
uns gegangen und ich kann
es nicht glauben.
Die Gruppe
hier in Rafah hat beschlossen,
dass wir hier bleiben und
weiterhin, so weit wir können,
gegen die Menschenrechtsverletzungen
kämpfen.
Ich will
noch hinzufügen, dass nach
Rachel 10 Palästinenser
im Gazastreifen starben.
Peace Under
Fire. Israel/Palestine and
the International Solidarity
Movement, 2004, S. 235-236
(Übersetzung: Martina Lauer)
Israelische
Sicherheitskräfte spritzen ungeklärte
Abwässer in palästinensische Wohnungen
- Israelische Sicherheitskräfte
haben palästinensische Häuser im
Dorf Nabi Saleh mit ungeklärtem
Abwasser beschüttet, als Strafe
dafür, dass sie wöchentlich Protestdemonstrationen
gegen den Bau der Apartheidsmauer
halten, die über besetztes palästinensisches
Westbankland geht . Die Menschenrechtsorganisation
B’tselem veröffentlichte ein Video,
das zeigt, wie Israelische gepanzerte
Tankerwagen , die mit „Wasserkanonen“
ausgerüstet sind, eine ekelhaft
stinkende Flüssigkeit gegen palästinensische
Demonstranten spritzen.
B’tselem sagte in einer Erklärung,
dass die israelischen Sicherheitskräfte
auch alle Häuser des Dorfes mit
Abwässern gezielt angespritzt haben.
Der mächtige Strahl brach Fenster
und verursachte großen Schaden innerhalb
der Häusern, sagte die israelische
Organisation. Dies verursachte auch
Umweltschäden. Die nicht tödliche
Waffe ist den israelischen Waffen
hinzugefügt worden, um Menschenmengen
(Demonstrationen) zu kontrollieren,
sagte B’tselem, obwohl das Video
auch zeigt, dass es gegen palästinensischen
Besitz angewendet wird.
Das israelische Militär hat sich
nach einer Alternative zu den Gaskanistern
umgesehen, um Bevölkerungsmassen
zu kontrollieren. Sie behaupten,
dass die Palästinenser jetzt wissen,
wie man mit dem Gas und seinen Auswirkungen
umgeht. ( also muss etwas Neues
her ! ER)
(dt. Ellen Rohlfs) Middleeastmonitor,
6.3. 13
http://www.middleeastmonitor.com/news/middle-east/5416-israeli-security-forces-spray-raw-sewage-at-palestinian-homes
Tobias Hammerle,
Media Artist und
Nabila Irshaid, Visual
Artist, bieten vom
13. August bis 3. September
2013 einen Visual Art
Workshop in Ramallah
an.
- Wir nutzen die Stadt
Ramallah als kulturelle
Plattform und schaffen
einen kreativen Austauschraum
für palästinensische
und internationale Teilnehmer.
Unser Thema wird die
Beobachtung des täglichen
Lebens sein, Daily Life
in Ramallah – 24/7 Ramallah.
Wir möchten einen frischen
Blick auf unterschiedliche
Lebenssituationen ermöglichen
und die künstlerischen
Resultate in einer abschließenden
Ausstellung präsentieren.
Wir werden vom Goethe
Institut und vom Land
Salzburg unterstützt
und suchen weitere Partner
für die Bekanntmachung,
für Stipendien und andere
Arten der Unterstützung.
Mehr Informationen finden
Sie auf unserer Webseite:
www.summeracademyramallah.org
Watch
Testimony on Military Aid to Israel
from the Chicago Hearing
In April
2010, the American Friends Service
Committee (AFSC)--Chicago, held
a path-breaking mock Congressional
hearing entitled "Does U.S. Policy
on Israel and Palestine Uphold Our
Values?" Testimony included first-hand
and expert accounts of the effects
of U.S. military aid to Israel.
Learn more about the Chicago Hearing.
Issawi
kann jeden Moment sterben
- Die
palästinensische Gefangenvereinigung
(PPC) teilte am heutigen Montag
mit, das der im Hungerstreik befindliche
Samir Issawi in äußerst besorgnisergendem
Zustand ist und möglicherweise dem
Kampf und sein Leben verlieren wird.
Der Anwalt der PPC, Fawwaz Shlodi,
berichtete, dass Issawi sich im
Kaplan-Medizin Zentrum unter ständiger
ärztlicher Kontrolle liegt.
Issawi, der seit rund 6 Monaten
im Hungerstreik steht, kann jeden
Moment sein Leben verlieren, so
die Ärzte des Zentrums. Shlodi teilte
weiter mit, dass Issawi in seinem
Krankenzimmer von Wachen umstellt
ist und zusätzlich mit den Füßen
an das Bett gefesselt sei.
Weiter fügte er hinzu, dass er unter
starken Schmerzen in den Nieren
und im Magen leidet. Dazu kommen
Sehstörungen, zeitweilige Bewusstlosigkeit,
unregelmäßiger Herzschlag, Schmerzen
in der Wirbelsäule, geringe Blutzuckerwerte
und gefährlicher Gewichtsverlust.
Trotzdem wird er immer wieder von
den Wachen bedroht, die ein Abbruch
des Hungerstreiks erreichen wollen,
während die Gefängnisverwaltung
ihn weiter isoliert.
Issawi teilte der PPC zuletzt in
einem Brief mit, dass er den Streik
ungeachtet seines Gesundheitszustandes
fortsetzen wird, bis Israel seine
Forderung nach Freilassung erfüllt.
Quelle
www.freunde-palaestinas.de ,
12.03.2013
Gefängniswärter setzten Hungerstreikende unter Druck - Der israelische Gefängnisdienst im Ofer-Militärgefängnis übt massiven Druck auf 3 im Hungerstreik stehende palästinensische Gefangene aus, um ein Ende des Streiks zu erzwingen. Ibrahim al-Aaraj, der für das zuständige Ministerium arbeitet, bestätigte am Samstag in einer Pressekonferenz, dass die 3 Palästinenser seit dem 26.Februar jede Nahrungsaufnahme verweigern. Sie trinken nur noch Wasser. Damit wollen sie gegen ihre Haft ohne Gerichtsurteil durch Israel protestieren. ...
Der Anwalt teilte weiter mit, dass die Häftlinge ständig umquartiert werden und immer wieder in Einzelhaft gesperrt werden.
Man drohte den Häftlingen mit dem Entzug von "Zugeständnissen" und der Verweigerung von Besuchserlaubnissen für Familienangehörige, falls sie den Hungerstreik nicht umgehend beenden. Einer der Häftlinge hat seit Beginn des Streiks schon 13 Kg Körpergewicht verloren. Ein Sprecher der palästinensischen Gefangenen im Ofer-Gefängnis teilte mit, das der Gefangenendienst je 3.140 Shekel ($850) von den Konten der Gefangenen gestohlen habe, um sie wegen des Hungerstreiks nach dem Foltertod von Arafat Jaradat in Israels Megiddo-Gefängnis zu bestrafen! Auch die Ausgabe von Frischgemüse wurde mit der gleichen Begründung in der Abteilung für 2 Wochen untersagt.
Quelle www.freunde-palaestinas.de, 11.03.2013
Leserbrief
10.3.13 - W.Behr -
Sehr
geehrter Herr Peter Münch (Nahost-Korrespondent
der SZ) - In den vergangenen zwei
Wochen hat sich in Israel/Palästina
viel ereignet. Vor allen Dingen
Schändliches. Davon hat man von
Ihnen in der SZ leider so gut wie
nichts lesen können.
Oder haben Sie etwa berichtet über
den Foltertod des palästinensischen
Familienvaters Jaradat in der menschenrechtswidrigen
israelischen Administrativhaft;
über den seit über 200 Tagen andauernden
Hungerstreik von Samer Issami; über
die 400 gefangenen Palästinenser,
die aus Sympathie ebenfalls Speise
und Trank verweigern; über den geplanten
Mauerbau mitten durch den salesianischen
Klosterbezirk bei Bethlehem; über
die neuesten Hauszerstörungen und
Vertreibungen ihrer palästinensischen
Bewohner in Ostjerusalem; über die
allwöchentlichen Proteste der Bewohner
von Bi‘lin gegen die das palästinensische
Dorf einengenden Mauer; über die
fast täglichen Abholzungen von Olivenbäumen
durch jüdische Siedler im Westjordanland;
über die Zerstörungen von Beduinendörfern
im Negev; über die getrennten Busse
für Juden und Palästinenser; über
den Sturm israelischer Militärpolizei
auf den den Moslems heiligen Tempelberg
?
Stattdessen
berichten Sie über einen harmonisch
funktionierenden jüdisch-arabischen
Boxclub, über fröhliche Mauerspriger
im Gazastreifen, eine begeisternde
in Farsi singende Israelin. Ich
bin sicher, dass Sie demnächst palästinensische
Backrezepte in der SZ vorstellen
werden. Schaut da nicht Hannah Arendts
Banalität des Bösen um die Ecke?
Glauben Sie doch nicht, dass durch
das Verschweigen der verbrecherischen
Handlungen des Staates Israel diese
ungeschehen gemacht werden könnten.
Offensichtlich leiden Sie am Augstein-Syndrom.
Schliesslich ist der Hydrakopf der
Israellobby weltweit sehr mächtig.
Und Ihnen scheint in guter deutscher
Tradition das eigene Hemd näher
zu sein als die journalistische
Verpflichtung zur Wahrheit. Glücklicherweise
haben Menschen, denen Menschenrechte
und Völkerrecht noch viel bedeuten,
im Internet längst eine parallele
Berichterstattung aufgebaut, die
je länger je mehr den Verzicht auf
die gleichgeschalteten Medien möglich
machen werden. So wird weiterhin
der israelische Schwanz mit dem
USamerikanischen Hund wedeln und
Sie werden durch ihre Berichterstattung
wohl dafür sorgen, dass es so bleibt.
Mit freundlichen Grüssen. W.Behr
Ulrich-Wilhelm Herrmann
Heinrich Sahm, Sohn
eines deutschen Diplomaten,
arbeitet in Jerusalem als
Nahost-Korrespondent deutscher
Medien und
verzapft ein ums
andere Mal unglaublichen
Mist.
Thomas Immanuel Steinberg
>>>
Der zionistische
Siedlerkolonialismus in
Wort und Tat
ISBN 978-3-85371-355-6,
br., 240 Seiten, 15,90 Euro,
mit Landkarten
Über die Palästina-Frage
scheint schon alles gesagt.
Das Buch von Petra Wild
beweist das Gegenteil. Es
orientiert sich an den neuesten
Erkenntnissen der Kolonialismus-
und Genozidforschung, die
den Zionismus als eine Form
des europäischen Siedlerkolonialismus
ausweisen.
Nach einer Einführung in
den Ursprung des palästinensisch-israelischen
Konflikts und den exklusiv
ethno-religösen Charakter
des Staates Israel wird
in diesem Werk detailliert
auf die israelische Politik
gegenüber den Palästinensern
innerhalb der Grenzen Israels
und in den 1967 besetzten
Gebieten eingegangen. Diese
wird von israelischen, palästinensischen
und internationalen Menschenrechtsorganisationen
wie auch von UN-Organisationen
immer wieder als Apartheid
angeprangert.
Da der zionistische Siedlerkolonialismus
anders als der südafrikanische
nicht auf die Ausbeutung
der einheimischen Bevölkerung
als billige Arbeitskräfte,
sondern auf deren möglichst
vollständige Ersetzung durch
die Siedlerbevölkerung zielt,
ist die schleichende ethnische
Säuberung neben der Apartheid
das Hauptmerkmal der zionistischen
Kolonialpolitik. Wie diese
Politik in der Praxis aussieht,
wird in einzelnen Kapiteln
über die Ghettoisierungspolitik
in der Westbank, die ethnische
Säuberung des Jordantals,
die Gewalt der kolonialen
Siedler sowie die Vertreibung
der einheimischen Bevölkerung
und die Zerstörung der historischen
Stadt Jerusalem dargelegt.
Dass es dennoch einen Silberstreif
am Horizont gibt, zeigt
das Abschlusskapitel zur
Debatte über die Ein-Staat-Lösung,
wie sie unter Palästinensern,
antizionistischen Israelis
und Aktivisten der internationalen
Solidaritätsbewegung geführt
wird. Angestrebt wird die
Errichtung eines demokratischen
säkularen Staates auf dem
Boden des historischen Palästinas,
in dem muslimische, christliche
und drusische Palästinenser
sowie jüdische Israelis
auf der Basis von gleichen
Rechten zusammenleben. Der
seinem Anspruch nach exklusiv
jüdische Staat Israel soll
durch einen multiethnischen,
multireligiösen und multikulturellen
ersetzt werden. Die Ein-Staat-Lösung
würde nicht nur den Palästinensern
ihre von der UNO anerkannten
Rechte auf Selbstbestimmung,
Rückkehr und Entschädigung
garantieren, sondern auch
die jüdisch-israelische
Bevölkerung von ihrem Status
als Kolonialherren befreien.
Die
Autorin
Petra Wild, geboren
1963 in Aarbergen/Hessen,
studierte arabische Sprache
und Islamwissenschaften
in Jerusalem, Leipzig, Damaskus
und Berlin. Sie arbeitet
als freiberufliche Publizistin
vor allem zur Palästina-Frage
und zur Arabischen Revolution.
Video: yisraelpnm - Young
and old, men and women take
part in this protest march
through a pastoral landscape
which ends in clouds of
smoke. The sewage of the
`Shavey Shomron` settlement
flows straight into the
farmers` agriculture lands...
Was tut
die israelische Armee auf
dem Tempelberg, der 3.heiligsten
Stelle der Muslime? Nur
Provokation. Diese ungeheure
Menge von Soldaten und Polizei
steht ja nicht plötzlich
bereit, sondern ist vorbereitet.
Nun
gibt es Busse „nur für Palästinenser“
- Philip Weiss - Eine schockierende
Geschichte aus dem Ynet:
„Das Ministerium führt Busse
allein für Palästinenser
ein, damit in den besetzten
Gebieten Juden nicht in
mit Palästinensern vollen
Bussen fahren müssen. Ich
glaube, dies ist schlimmer
als die Bedingungen in Montgomery
(USA), die Rosa Parks in
den 1950er Jahren als unerträglich
empfand. Wann wird die New
York Times davon berichten?
Oder der JStreet blog ?
Das Transport-Ministerium
verkündete, dass ab Sonntag
Buslinien zu fahren beginnen,
die nur für Palästinenser
in der Westbank bestimmt
sind. Die in Frage kommenden
Buslinien sind - entsprechend
dem Ministerium - dafür
bestimmt, palästinensische
Arbeiter von der Westbank
ins Zentrum Israels zu fahren.
Das Ministerium behauptet,
dass dies dafür gedacht
ist, den Stau von Buslinien,
die von Juden im selben
Gebiet benützt werden, zu
vermindern. Aber mehrere
Busfahrer erzählten Ynet,
dass Palästinenser, die
auf sog. gemischten Linien
zu fahren wählten, darum
gebeten werden, diese zu
verlassen. Das Transport-Ministerium
verteidigt den Plan und
sagt, es wäre eine Folge
von Berichten und Klagen,
die dort fahrenden Busse
seien überfüllt und voller
Spannungen zwischen jüdischen
und arabischen Passagieren.
Eine ministerielle Quelle
besagt, dass viele Klagen
die Sorge ausdrücken, dass
die palästinensischen Passagiere
ein Sicherheitsrisiko darstellen,
während andere sich beklagten,
dass die überfüllten Busse,
den Fahrer veranlassen,
Haltestellen zu überspringen.
(dt. Ellen Rohlfs)
Am letzten
Sonntag, 3.3., war das
Jahrestreffen des American
Israel Public Affairs
Committee (AIPAC) in
Washington. Zu diesem
unerfreulichen Ereignis
schaltete Jewish Voice
for Peace zusammen mit
avaaz.org eine Anzeigenkampagne
in den U-Bahn-Stationen
von Washington. Vom
3. bis 17. März wird
in 100 Exemplaren an
U-Bahn-Stationen (und
natürlich auch an der
U-Bahn-Station der AIPAC-Kongresshalle)
das Plakat gezeigt "Jewish
and proud. And AIPAC
does not speak for me".
(...)
Jewish Voice for Peace
schreiben (1):
Laut einer vor kurzem
veröffentlichten Umfrage
(2) unterstützen 82%
der jüdischen US-Amerikaner
eine Zweistaatenlösung
für den Israel-/Palästina-Konflikt.
In einer anderen Umfrage
(3) nannte eine Mehrheit
von jüdischen US-Amerikanern
die israelischen "Siedlungen"
illegal und ein Hindernis
für zukünftige Friedensvereinbarungen;
AIPAC jedoch weigert
sich, Siedlungen öffentlich
zu verurteilen. Auch
fand diese Umfrage,
dass 33% jüdischer US-Amerikaner
sich mit jüdischen pro-Frieden-Gruppen
identifizieren, dagegen
nur 23% mit AIPAC.
Das darf sich auch in
Deutschland herumsprechen.
Mit besten Grüßen Rolf
Verleger
Jüdische Siedler warten
auf die Zerstörung eines
Beduinendorfes in der Negev.
- Nadia Ben-Youssef
- Jüdische Siedler müssen
seit 2,5 Jahren in einer
illegalen Siedlung im Negev-Wald
Yativ zelten und darauf
warten, dass das nicht anerkannte
Beduinendorf Umm al-Hieran
zerstört wird und sie auf
seinem Grund und Boden und
seinen Ruinen eine exklusive
jüdische Siedlung bauen
können.
Tief im Yatirwald in der
Negev - auf „dieser Seite“
der grünen Linie - liegt
eine vorübergehende Siedlung,
in der 30 Siedlerfamilien
warten. Sie warten auf den
versprochenen Moment, dass
das Beduinendorf von Umm
al-Hieran zerstört ist;
sie warten bis seine etwa
500 Bewohner zwangsweise
verdrängt wurden.
Währen der letzten 2,5 Jahre,
in denen ich in Israel gelebt
habe, habe ich einen großen
Teil meiner Zeit auf Straßen
verbracht, die nach offiziellen
israelischen Karten nicht
existieren. Ich kenne die
Namen historischer Dörfer,
die Israel „illegal“ nennt
und ich habe mit zahllosen
israelischen Bürgern, den
Beduinen, gesprochen, die
der Staat als „kriminelle
Eindringlinge“ bezeichnet,
weil sie auf dem Land ihrer
Vorfahren leben. Mir ist
die andere Welt der Negev
vertraut, ja ich habe mich
daran gewöhnt, mir täglich
in Erinnerung zu rufen,
das zu glauben, was ich
sehe. Doch letzte Woche
fand ich mich in einem Zustand
äußerster Verwirrung.
Es hatte Gerüchte gegeben,
dass solch ein Zeltlager
bestand. Aber als vorläufige
Siedlung – nennen wir sie
Außenposten – wurde sie
als Verstoß des Regionalen
Flächennutzungsplanes errichtet,
und nicht einmal die Bewohner
von Umm al-Hieran waren
in der Lage, sie ausfindig
zu machen. Ihre Errichtung
ist auch der öffentlich
legalen Infragestellung
entgangen, was die Zerstörung
und Vertreibung von Umm
al-Hieran und die Regierungspläne
betrifft, nach denen Hieran
auf dessen Ruinen aufgebaut
werden soll. Tatsächlich
sind selbst in den letzten
zwei Wochen die Jahrzehnte
langen Rechtsverfahren in
scheinbar demokratischer
Weise weitergegangen, während
die gewünschten Tatsachen
schon vor Ort etabliert
wurden.
Vor israelischen Gerichten
haben die Leute von Umm
al-Hieran, die von Adala
– dem juristischen Zentrum
für arabische Minderheitsrechte
in Israel -- vertreten werden,
ermittelt, dass das Dorf
1956 durch eine Militärorder
geschaffen wurde. Der Staat
erkannte an, dass die israelische
Militärregierung am 28.
August 1956 dem Abu al-Qian-Stamm
7000 dunum Land zum Wohnen,
für Landwirtschaft und als
Weide verpachtet hat. Nachdem
der Staatsanwalt die Fakten
zugegeben hat, behauptete
er, da sie ja Beduinen seien,
würde der Staat von ihnen
erwarten, dass sie, die
„unter den Sternen leben“
keine Wohngebäude aus Ziegeln
und Zement bauen würden.
Am letzten Donnerstag nannte
der Anwalt von Adalah diese
Zumutung als „unmenschlich“.
Während der letzten 57 Jahre
haben die Leute von Umm
al-Hieran tatsächlich Häuser
gebaut, Straßen gepflastert,
Zisternen gegraben, um das
Regenwasser zu sammeln und
das Land bearbeitet, das
ihnen Israel verpachtet
hat. Aber als eines der
35 „nicht anerkannten“ Beduinendörfer,
hat der Staat den Leuten
von Umm al-Hieran absichtlich
den Zugang zu allen wesentlichen
Dienstleistungen wie Wasser,
Strom und Abwässerbeseitigung
verweigert, um sie dahin
zu bringen, das Land zu
verlassen. ihr ländliches
Leben aufzugeben und in
die von der Regierung geplante
Stadtgemeinde von Hura zu
ziehen.
Wie Scheich Farhoud Abu
al-Qian in einer Aussage
vor einem der Planungskomitees
angab ist „das Leben sehr
anstrengend gewesen, aber
ich arbeitete hart, um mit
der Situation fertig zu
werden. Die Bewohner haben
diesen Ort in ein wunderschönes
Dorf verwandelt.“
Nach Shmuel, dem Sprecher
der Hiran-Siedler, hätten
sie sich darauf vorbereitet,
nach vier Jahre auf das
Land von Umm A-Hieram zu
ziehen und haben deshalb
im Außenposten des Waldes
gelebt, das für 2,5 Jahre
mit Wasser und Strom verbunden
war und sogar von staatlichen
Recycling-Diensten Nutzen
zog. Shmuel glaubt und erzählt
jedem, der fragt, dass die
„illegalen Beduinen erst
seit kurzem dort siedeln“.
Dies ist sicher ein zweckmäßiges
Narrativ und eines, das
ein phantastisches Märchen
für den Hiran Kinder-Kanal
ist, eine kreative Außenposten-Initiative
auf You Tube.
Mit seiner angeblichen Gabe
der Prophezeiung sagt uns
Shmuel, dass die Hiran-Pioniere
innerhalb eines Jahres auf
ihrem verheißenen Land leben
werden. Egal was eine israelische
Gerichtssitzung im September
2013 verfassungsgemäß zu
der Vertreibung der einen
Gruppe entscheidet, um sie
durch eine andere Gruppe
zu ersetzen. „Es ist ideologisch“,
sagt Shmuel.
Und es scheint, dass der
Rest dieser Geschichte,
ein beunruhigender Mikrokosmos
der zionistischen ethnokratischen
Pläne für das ganze historische
Palästina ist, ein weiteres
Detail, das bald wieder
vergessen - oder besser
noch nie gehört wird. (de.
Ellen Rohlfs)
Nadia Ben-Youssef ist Menschenrechtsanwältin,
die in der Negev wohnt und
als internationale Fachberaterin
für Adalah arbeitet – für
das Juristische Zentrum
für arabische Minderheitsrechte
in Israel. http://972mag.com/watch-jewish-settlers-await-destruction-of-beduin-village-in
Achter Jahrestag der Proteste
gegen Israels Mauer in Bil'in
-
Der palӓstinensische
Premierminister Salaam Fayyad
wurde am 1. März ein Opfer
des routinemässigen Tränengasangriffs
der israelischen Besatzungsarmee
auf Bil’ins Freitagsproteste
gegen die Annexionsmauer
in der besetzten Westbank.
Am1. März erinnerten Aktivisten
aus Palästina, Israel und
dem Ausland an den Beginn
der friedlichen Demonstrationen
des Dorfes im Februar 2005
in Bil’in, die durch die
Konfiszierung von Dorfland
für den Bau der Mauer und
die geplante Erweiterung
der benachbarten jüdischen
Siedlung Modiin Illit ausgelöst
wurden. „5 Broken Cameras:,
ein Dokumentarfilm von Emad
Burnat über die Demonstrationen
in seinem Heimatdorf Bi’lin
wurde 2013 für einen Oskar
für den besten Dokumentarfilm
nominiert. Prominente palästinensische
Politiker, darunter Mustafa
Barghouthi von der Palestinian
National Initiative, beteiligten
sich am Freitagsmarsch zur
Mauer, die 2004 vom Internationalen
Gerichtshof als illegal
verurteilt wurde. Hunderte
von Demonstranten riefen
zur internationalen Solidarität
mit den palästinensischen
politischen Gefangenen auf,
vor allem mit den Inhaftierten
im Hungerstreik, und forderten
ihre Freilassung aus israelischer
Haft.
Das Ziel der wöchentlichen
Proteste in Bil’in ist der
Abu Lemon Park, ein Teil
des Dorflandes, das Bil’in
2011 nach jahrelangen Protesten
und mehreren Klagen vor
dem Obersten Israelischen
Gericht zurückgegeben wurde.
Dort warten die israelischen
Soldaten hinter der Betonmauer
auf die Ankunft der Demonstranten,
um das Feuer mit Tränengaskanistern,
Schockgranaten und Gummimantelgeschossen
zu eröffen. An manchen Tagen
setzt die israelische Besatzungsarmee
auch scharfe Munition und
eine chemikalische Flüssigkeit
ein, die von den Drüsen
eines Stinktieres kommen
könnte und aus einem speziellen
Stinkwasserwerfer in Richtung
Demonstranten versprüht
wird. Eingen Demonstranten
gelang es, den Stacheldrahtverhau
vor der Mauer zu durchschneiden.
Als die Soldaten mit der
Jagd auf die Demonstranten
begannen, kam es zu Zusammenstössen
mit Steine werfenden Jugendlichen
aus dem Dorf.
Fünf Protestteilnehmer,
darunter ein Journalist
und ein Sanitäter wurden
von Tränengasbomben verletzt.
Ebenfalls am Freitag protestierten
hunderte von Palästinensern
in mehreren Dörfern, am
Qalandia-Kontrollpunkt bei
Jerusalem und vor dem israelischen
Gefängniskomplex Ofer in
der Westbank, mit der Forderung
nach Gerechtigkeit für palästinensische
Gefangene und gegen Israels
Einsatz von Folter gegen
inhaftierte Palästinenser.
Zwei Palästinenser wurden
durch scharfe Munition schwer
verletzt. Am vergangenen
Samstag starb Arafat Jaradat
im Megiddo-Gefängnis nach
wenigen Tagen in israelischer
Haft. Eine Autopsie hatte
nach Aussagen eines anwesenden
palästinensischen Arztes
Spuren der Folter aufgedeckt.
Palästinenser haben eine
unabhängige Untersuchung
gefordert.
In Nabi Saleh, Ni’lin, Al
Ma’sara und Kufr Quaddoum
wurden die Demonstranten
ebenfalls von der israelischen
Armee angegriffen. In Hebron
forderten die Protestteilnehmer
die Öffnung der zentralen
Shuhadastrasse, die vor
13 Jahren für Palästinenser
(und Solidaritätsaktivisten)
geschlossen wurde, angeblich
um die Sicherheit der jüdischen
Siedler im Stadtkern zu
gewährleisten. Der Protest
in Hebron erinnerte an das
Massaker von 1994, als der
amerikanisch-israelische
Arzt Baruch Goldstein 29
Palästinenser beim Gebet
in der Ibrahimi-Moschee
erschoss.
Palästinenser in Gaza protestierten
am Freitag im Zaunbereich
an der Grenze zu Israel.
Am 3. Mӓrz 2013 organisierten
die Fischer in Gaza eine
Protestflotille von 50 Booten,
um gegen die Beschlagnahmnung
von 36 Booten zu protestieren.
Mehrere hundert Palӓstinenser
fuhren mit ihren Schiffen
vom Hafen in Gaza Stadt
nach Beit Lahia im Norden
und zurück. um auf Israels
fortgesetzte Angriffe auf
palӓstinensische Fischer
aufmerksam zu machen. Die
Union of Agricultural Work
Committees (UAWC) organisierte
den Protest.
Israelische
Soldaten haben seit dem
Ende von Israels achttägigem
Angiff auf den Küstenstreifen
am 21. November 2012 vier
Palästinenser im Grenzbereich
Gazas getötet und über hundert
verletzt, trotz des offiziellen
Waffenstillstandes. Im November
2012 wurden über 160 Palästinenser
in Gaza getötet und 1200
Menschen verletzt.
Am 13.
Februar 2013
verurteilte Human Rights
Watch Israel wegen zahlreicher
Menschenrechtsverletzungen
während der November-Offensive.
„5 Broken Cameras“ – Einige
Fakten zu Emad Burnats Film
über Bil‘in
Die Palästinenser in Bil’in
haben Freitagsproteste gegen
Israels illegale Mauer abgehalten,
seit die israelische Armee
2005 mit dem Mauerbau begann.
Kein anderes Westbankdorf
hat bisher so lange und
konsequent gegen Israels
Annexionsmauer demonstriert.
Bil’ins kreative Proteste,
die trotz des brutalen Vorgehens
der israelischen Armee auch
Elemente des politischen
Theaters einbezogen, wurden
zum internationalen Symbol
des gewaltlosen palästinensischen
Widerstandes gegen Israels
Besetzung und schrittweisen
Kolonialisierung der Westbank.
In Anerkennung der Oskarnominierung
von“ 5 Broken Cameras“,
einem Dokumentarfilm des
palӓstinensischen
Aktivisten Emad Burnat,
stellte das "Institute for
Middle East Understanding"
Fakten über Burnats Leben
und über die friedlichen
Widerstandskampagne in seinem
Dorf Bil'in in der besetzten
Westbank zusammen...
-
Emad Burnat -
Burnat lebt mit seiner
Frau Soraya und vier
Kindern, im Dorf Bil'in
in der besetzten Westbank.
Soraya und sein jüngster
Sohn Gibreel spielen
eine zentrale Rolle
in „5 Broken Cameras“.
Er verdient seinen Lebensunterhalt
als Bauer, wie zahllose
Generationen seiner
Familie vor ihm.
Burnat, 41, und Gibreel,
8, haben ihr ganzes
Leben unter Israels
miliӓrischem
Besatzungsregime gelebt,
das 1967 begann.Wie
alle Palӓstinenser
in der Westbank gibt
Israel ihnen keine bürgerlichen
oder politischen Rechte
und sie leben unter
repressiven und diskriminierenden
militӓrischen
Regeln, die die internationale
Menschenrechtsorganisation
Human Rights Watch 2010
in einem Bericht "Getrennt
und ungleich" beschreibt.
[“Separate and Unequal:
Israel’s Discriminatory
Treatment of Palestinians
in the Occupied Palestinian
Territories.”]
2005 begann Burnat zusammen
mit anderen Einwohnern
von Bil'in mit den wӧchentlichen
Protesten, nachdem Israel
Dorfland für den Bau
der israelischen Mauer
zwischen Bil'in und
der nahegelegenen jüdischen
Siedlung Modi'in Illit
annektierte. In dieser
Zeit kaufte er seine
erste Videokamera, um
die Geburt seines jüngsten
Sohnes Gibreel zu dokumentieren.
Burnat und sein israelischer
Ko-direktor Guy Davidi
stellten 5 Broken Cameras
auf der Basis von Filmmaterial
zusammen, das Burnat
bei den Protesten zwischen
2005 und 2011 aufgenommen
hatte.
Am 19. Februar 2013
wurde Burnat mit seiner
Familie eine Stunde
lang von Zollbeamten
am Flugplatz in Los
Angeles festgehalten
und verhӧrt,
als sie zur Teilnahme
an den Oskars einreisen
wollten. Die Beamten
konnten nicht glauben,
dass er ein Oskarnominierung
erhalten hatte, obwohl
er seine Einladung von
der Akademie vorweisen
konnte, und sie drohten
mit einer Einreiseverweigerung.
Erst nach dem Einschreiten
von Burnats Freund und
Kollegen, dem amerikanischen
Dokumentarfilmdirektor
Michael Moore wurde
Burnat die Einreise
gestattet.
.
- Bil’in
-
Bil'in liegt ausserhalb
von Ramallah in der
zentralen Westbank und
hat etwa 1700 Bewohner.
Ursprünglich wurde mehr
als die Hӓlfte
von Bil'ins Land, zum
grӧssten
Teil Agrarland, für
den Bau der Mauer und
die geplante Ausdehnung
der benachbarten israelischen
Siedlung annektiert.
Nach einer Klage der
Dorfbewohner von Bil'in
befahl das Israelische
Oberste Gericht 2007
eine Verlegung der Route
der israelischen Mauer.
Das Urteil gab dem Dorf
aber nur die Hӓlfte
des konfiszierten Dorflandes
zurück.
Die nahegelegene jüdische
Siedlung Modi'in Illit
(auch Kiryat Sefer genannt)
wurde 1994 auf besetztem
palӓstinensischem
Land gegründet und hat
mehr als 48 000 Einwohner.
Damit ist Modi'in Illit
die zweitgrӧsste
israelische Siedlung
in der besetzten Westbank.
Wie alle israelischen
Siedlungen wurde Modi'in
Illit in Verletzung
von internatioinalem
Recht erbaut.
Seit 2005 wurden zwei
Dorfbewohner bei den
Demonstrationen gegen
die Mauer in Bil'in
von der israelischen
Armee getӧtet
und zahllose Teilnehmer
verletzt. Bei einem
Freitagsprotest im April
2009 schoss ein israelischer
Soldat einen Hochgeschwindigkeits-Trӓnengaskanister
auf den 29-jӓhrigen
Bassem Abu Rahme ["Pheel"].
Burnats Fim zeigt, wie
Bassem aus kurzer Distanz
am Oberkӧrper
getroffen und getӧtet
wurde. Am 1. Januar
2011 starb Bassems Schwester,
Jawaher Abu Rahme, 35,
nachdem sie beim Beobachten
des wӧchentlichen
Protestes grosse Mengen
vonTrӓnengas
eingeatmet hatte, das
israelische Soldaten
jeden Freitag auf die
Demonstranten in Bil'in
abschiessen.
- Gewaltloser Widerstand
in der Westbank -
Die Bewohner von mehreren
palӓstinensischen
Orten in der Westbank
haben ebenfalls gewaltlose
Demonstrationen und
Gerichtsklagen eingesetzt,
um gegen die Konfiszierung
ihres Landes für den
Bau der israelischen
Mauer und der Siedlungen
in der Westbank zu protestieren,
darunter Nabi Saleh,
Ni'lin, Budrus (dessen
Widerstandskampagne
in einem preisgekrӧnten
Dokumentarfilm festgehalten
wurde) und Jayyous,
wo 2003 die zivile Widerstandskampagne
gegen die Mauer begann.
Wie in Bil'in hat Israel
auf die friedlichen
Proteste von Palӓstinensern
und ihren israelischen
und internationalen
Mitaktivisten in der
Westbank mit militӓrischer
Gewalt und Repression
reagiert. Die Demonstranten
werden regelmӓssig
mit Trӓnengas,
Gummimantelgeschossen
und Schockgranaten beschossen,
manchmal auch mit scharfer
Munition. Die israelische
Armee führt nӓchtliche
Razzien in den Protestdӧrfern
aus, nimmt Demonstrationsteilnehmer,
darunter auch Kinder,
in Massenverhaftungen
fest. Aktivisten in
Bil'in, Ni'lin und Nabi
Saleh wurden für die
Organisation der Proteste
zu Gefӓngnis
und hohen Geldstrafen
verurteilt. Seit 2004
wurden mindestens 17
Palӓstinenser,
darunter 8 Minderjӓhrige,
bei den Protesten gegen
Israels illegale Mauer
in der Westbank getӧtet
und hunderte wurden
verletzt. Wie Vertreter
des israelischen Verteidigungsministeriums
2010 gegenüber amerikanischen
Diplomaten kommentierten,
macht die israelische
Armee „Gandhi nicht
sehr gut.“
- Israels Mauer in der
Westbank -
Wӓhrend
der Zweiten Intifada
begann Israel 2002 unter
dem Vorwand der Sicherheit
mit dem Bau der Mauer,
zum grossen Teil tief
in der besetzten Westbank.
2004 urteilte der Internationale
Gerichtshof in einem
Rechtsgutachten, dass
die Mauer illegal sei,
weil etwa 85% der Mauer
auf palӓstinensischem
Land in der Westbank
stehen und nicht entlang
Israels international
anerkannten Grenzen
von 1967.
Bis Mai 2012 wurden
über 700 Kilometer der
Mauer fertiggestellt.
Die Kosten beliefen
sich auf 2,6 Milliarden
US-Dollar. Nach Fertigstellung
wird die Mauer mehr
als doppelt so lang
wie die Grüne Linie
sein, Israels Grenze
zur Westbank.
Durch den Bau der Mauer
hat Israel zahlreiche
palӓstinensische
Quellen und den grӧssten
Grundwasserleiter in
der Westbank annektiert.
Felder und Olivenhaine
mit tausenden von Bӓumen
wurden zerstӧrt
Kritiker haben Israel
vorgeworfen, dass die
Route der Mauer so geplant
wurde, dass sich mӧglichst
viele israelische Siedlungen
auf der westliche Seite
der Mauer befinden
und mӧglichst
viele Palӓstinenser
auf der
ӧstlichen
Seite. Nach der Fertigstellung
werden etwa 10% der
Westbank auf der Israel
zugewandten Seite der
Mauer sein und mehr
als 85% der israelischen
Siedlerbevӧlkerung,
was eine de-facto Annexion
durch Israel bedeutet.1)
Am 3. März
2013 reichte die Mutter
von Bassem Abu Rahmah eine
Petition beim Obersten Israelischen
Gericht ein. Beinahe vier
Jahre nach dem Tod ihres
Sohnes und zweieinhalb Jahre
nach der Erӧffnung
einer Untersuchung durch
die Militӓrpolizei
fordert sie ein gerichtliches
Vorgehen gegen den Soldaten,
der den tödlichen Tränengaskanister
auf Bassem abschoss, und
gegen seine Vorgesetzten.
Der Dorfrat von Bil'in und
die Menschenrechtsorganisationen
B'Tselem und Yesh Din unterstützen
den Antrag von Soubhiya
Abu Rahma, der Expertenaussagen
miteinschliesst, dass der
Trӓnengaskanister
in Verletzung der Einsatzregeln
der israelischen Armee direkt
auf Bassem Abu Rahmah abgefeuert
wurde.
Emad Burnat schrieb über
seine Erfahrungen bei der
Einreise in die USA anlässlich
der Verleihung der Oskars:
„...die Amerikaner,
die meinen Film sahen und
die Auswirkungen von Israels
Besetzung vor Augen haben,
wurden dazu bewegt, auf
unserer Seite zu stehen.
Nicht gegen Israel, sondern
auf der Seite von Israelis
und Palästinensern, die
wissen, dass echter Friede,
wie der bedeutende Vertreter
der amerikanischen Bürgerrechtsbewegung
Martin Luther King Jr. einmal
schrieb, nicht die Abwesenheit
von Spannung , sondern die
Anwesenheit von Gerechtigkeit
bedeutet.
Während ich
am Flugplatz in Los Angeles
befragt wurde, versammelten
sich Mitglieder der Akademie
zu einem Treffen zu Ehren
der diesjährigen für die
beste Dokumentation nominierten
[Filmemacher]. Ich war auch
eingeladen und als sich
die Nachricht verbreitete,
dass ich festgehalten wurde,
beschloss die ganze Gruppe,
das Dinner bis zu meiner
Ankunft aufzuschieben. Ihre
Solidarität erinnerte mich
an ein weiteres Zitat von
King – dass „Unrecht wo
auch immer eine Bedrohung
für die Gerechtigkeit überall
ist.“
Nach diesem
Prinzip handelnd, fasteten
meine Dinnergefährten für
einen Bauern und seine Familie
aus einem kleinen Dorf in
Palästina. Solche Akte des
Anstandes und Charakters
werden viel eher als die
Ankündigungen von Politikern
und Experten oder die von
der Furcht motivierten Vorgehungsweisen
der Einwanderungsbeamten
den wahren Frieden für das
Heilige Land bringen.“2)
Nachtrazzia der israelischen
Armee im Ramongefӓngnis
-
Dutzende
von Soldaten der Nachshon-Brigade
drangen am Montagnacht in
die Sektionen 3 und 4 des
israelischen Ramongefӓngnisses
ein, wo mindestens 850 Palӓstinenser
festgehalten werden. Die
PA berichtete, dass die
Soldaten die Hӓftlinge
aus den Zellen trieben und
die Utensilien der Gefangenen
durchsuchten, wobei sie
erheblichen Schaden anrichteten.
Jamal Rajoub,
ein Sprecher der palӓstinensischen
Gefangenen im Ramongefӓngnis,
sagte, dass die Gefangenen
gegen diesen Angriff protestierten
und dass es zu Zusammenstӧssen
mit den Soldaten kam. Die
Sektionen 3 und 4 wurden
geschlossen und drei Palӓstinenser,
Mahmoud Fasfous, Mohammad
Ash-Shastary, und Mahmoud
Hamed, mit Einzelhaft bestraft.
Aus Protest gegen die illegale
und brutale Behandlung gaben
die Gefangenen am nӓchsten
Tag ihre Mahlzeiten zurück.
Ramon ist
kein Einzelfall: Das Ahrarcenter
[Ahrar Center for Detainee’s
Studies and Human Rights]
berichtete, dass die israelische
Armee im Februar mehr als
15 Razzien gegen palӓstinensische
Gefangene durchführte, vor
allem im Gefӓngnis
Majeddo und den Haftzentren
in der Negev. Die Gefangenen
haben weitere Protestaktion
gegen diese Misshandlungen
und in Solidaritӓt
mit Gefangenen im Hungerstreik
angekündigt. Das Ahrarcenter
berichtete auch, dass im
Februar 2013 die Zahl der
Festnahmen von Palӓstinenser
durch die israelischen Armee
auf 382 anstieg, von 350
im Januar.
Am 3. Mӓrz
2013 informierte das Oberste
Israelische Gericht das
Al Qudscenter [Al-Quds Center
for Legal Aid and Human
Rights], dass die Suche
nach der Leiche eines palӓstinensischen
Gefangenen, Anis Mahmoud
Dola, aufgegeben werde.
Doula wurde 1968 von der
israelischen Armee festgenommen
und zu lebenslӓnglicher
Haft verurteilte. Als er
im August 1980 nach einem
30-tӓgigen
Hungerstreik starb, wurde
seine Leiche zur Autopsie
in ein israelisches forensisches
Institut transportiert.
Sein Kӧrper
wurde der Familie bis heute
nicht zurückerstattet. Der
Rechtsanwalt der Familie,
Al-Khatib, sagte, dass hunderte
von arabischen und palӓstinensischen
Gefangenen namenlos in Israels
Nummernfriedhof [Numbers
Graveyard] begraben wurden.
Er forderte die PA, das
Internationale Rote Kreuz
und internationale Organisationen
auf, grӧsseren
Druck auf Israel auszuüben,
damit die Toten ihren Familien
für ein angemessenes Begrӓbnis
zurückgegeben werden.Das
Center sagte, dass Israel
die Kӧrper
von 250 in israelischer
Haft gestorbener Araber
und Palӓstinenser
zurückhalte.
Israels Treibjagd auf Palästina - Israel lehnt kategorisch einen gerechten, umfassenden und dauerhaften Frieden ab. Beweise hierfür gibt es zu Genüge wie die aktuelle israelische Regierungspolitik und die mediale Hetze gegen die palästinensische Führung und gegen das palästinensische Volk aufzeigen.
Im Folgenden stellen wir Ihnen den Beginn einer laufenden Serie in englischer Sprache vor, die aufzeigt wie israelische Minister und Politiker, religiöse Vertreter und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens verunglimpfende Äußerungen verbreiten und zu gewaltsamen Handlungen aufrufen. Diese dienen allein dem Zweck, Hass gegen Palästina und seinem Volk zu schüren, es zu diffamieren, zu dämonisieren sowie Ängste hervorzurufen. Es sind unmissverständliche Versuche, das Existenzrecht des palästinensischen Volkes und sein Recht auf einen eigenen Staat zu negieren.
Darüber hinaus erhalten Sie Fakten und Statistiken zu der israelischen Besatzungspolitik wie unter anderem zu den Völkerrechtsverletzungen und den Siedlungsaktivitäten.
Bis zum 12. März kann der Dokumentarfilm "Toete zuerst!",
der die Arbeit des israelischen Inlandsgeheimdienstes Schin
Bet beleuchtet, auf arte.tv angesehen werden.
Zwei
"Nur für Palästinenser Busse"
angezündet
- Zwei Busse der israelischen
Afikim-Busgesellschaft wurden
am Montag südlich von Qalqiliyah
ein Tag, nachdem die Betreiber
zwei Verbindungen "Nur für
Palästinenser" eröffneten,
angezündet. "In den
frühen Morgenstunden wurden
zwei Busse in Kafr Kassem
angezündet. Polizei erreichte
den Platz und begannen mit
der Ursachenforschung,"
so der Polizeisprecher Mickey
Rosenfeld gegenüber Ma'an.
"Die Brandursache ist noch
ungeklärt und die Untersuchungen
dauern an," fügte er hinzu.
Fahrer der Busgesellschaft
wurden aufgefordert, alle
Fahrzeuge aus dem Ort zu
entfernen, so die israelische
Nachrichtenseite Ynet. Seit
gestern sind in Israel eine
Reihe separater Buslinien
für Palästinenser im Einsatz.
In diesen Linien werden
nur Palästinenser transportiert.
Für Juden gibt es andere
Busse. Quelle -
www.freunde-palaestinas.de