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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 175
 

28.12.2012

Attia und Verena Rajab, Palestine Solidarity Committee Stuttgart, Germany  - Liebe Freundinnen und Freunde, wie einigen bereits bekannt ist, sammelt nun auch die SPD für den rassistischen Jüdischen Nationalfonds und soll einen nach ihr benannten Hain im „Wald deutscher Länder“ bekommen. Dabei ist bereits in den Mainstream-Medien angekommen, dass diese „Aufforstung“ nichts mit Umweltschutz zu tun hat, sondern die PalästinenserInnen von ihrem Land vertreiben soll. Im Negev, wo der „Wald deutscher Länder“ steht, wird dies derzeit besonders krass deutlich, denn laufend werden Dörfer von PalästinenserInnen zerstört.

In Esslingen bei Stuttgart findet jetzt gleich zum Jahresanfang ein Benefizkonzert für den JNF statt, die Schirmherrschaft hat auch ein SPDler, der Esslinger Oberbürgermeister Dr. Jürgen Zieger.

Wir vom Palästinakomitee Stuttgart haben einen offenen Protestbrief verfasst, der sich sowohl an die SPD als Partei als auch an die am Konzert Beteiligten, eine junge Pianistin, den Esslinger Oberbürgermeister und die Stiftung Jugendhilfe aktiv (die stellt einen Raum zur Verfügung) richtet (siehe Anhänge, Protestbrief (deutsch)  (englisch) ).

Wir wollen den Protestbrief mit möglichst vielen UnterzeichnerInnen (Personen, Vereine, Initiativen) möglichst rasch an die Adressaten und an die Medien vor Ort schicken.

Wir bitten euch, uns schon bis kommenden Dienstag, 1. Januar 2013, eure Unterschriften Name, Stadt und eventuell Verein oder Organisation zu schicken. Einzelpersonen können besonders schnell agieren. Bitte beschleunigt, wenn möglich, auch die Abstimmung in eurer Gruppe per Telefon oder Mail. Wir müssen rasch und stark wirken, beim Jüdischen Nationalfonds-KKL  stehen die Chancen gut, dass wir die Projekte ausbremsen können, wenn wir schnell handeln und dabei stark auftreten.

Die Kontaktemail für die Unterschriften ist   gav.rajab@online.de    also die Absenderadresse.

Protestbrief (deutsch)  (englisch

Bitte diese Email auch weiterleiten und auf euren Websites veröffentlichen.

»Der Kampf wird lange dauern« - Über den arabischen Frühling, die Rolle des Islam im Nahen und Mittleren Osten und über Perspektiven für die Befreiung Palästinas. Ein Gespräch mit Nayef Hawatmeh - Interview: Karin Leukefeld in Damaskus - Nayef Hawatmeh ist Generalsekretär der Demokratischen Front für die Befreiung Palästinas, DFLP. Der 1938 in Salt (Jordanien) geborene Hawatmeh entstammt einer arabischen christlich-orthodoxen Großfamilie, die im ganzen historischen Palästina verstreut lebte. Mit 16 Jahren schloß Hawatmeh sich der Arabischen Nationalbewegung an, war Mitbegründer der Palästinensischen Front zur Befreiung Palästinas und am 22. Februar 1969 Mitbegründer von deren Abspaltung, der DFLP. Hawatmeh studierte in Amman und Moskau Medizin, Psychologie und Philosophie, er promovierte in Moskau über die Entwicklung der nationalen Bewegung zu einer linken Bewegung. Kurz bevor die Umbrüche in der arabischen Welt begannen, die wir als »Arabischer Frühling« bezeichnen, haben Sie ein Buch über die Rolle und Aufgaben der Arabischen Linken geschrieben … Das Buch war schon früher fertig, im September 2009, die erste Auflage erschien im Dezember desselben Jahres. 2010 folgten zehn weitere Auflagen des Buches in verschiedenen arabischen Ländern. Als hätten Sie geahnt, daß solche Umbrüche kurz bevorstünden. -  Es war klar, daß es nicht so ruhig bleiben konnte, wie es war. Insbesondere mit den Entwicklungen und den demokratischen Revolutionen >>>

Foto - Nayef Hawatmeh and Mahmoud Abbas

Eine Ein-Staat-Realität ist nicht durchführbar - Gershon Baskin (...) Besetzung? Welche Besetzung? Wir sind in unsere alte Heimat zurückgekehrt, in unsere historische Hauptstadt, die 3000 Jahre lang das Zentrum des Judentums gewesen ist. Es gab niemals einen palästinensischen Staat. Jerusalem war nie eine palästinensische Hauptstadt. Vor 1967 war die Westbank unter keinerlei legaler Hoheitsgewalt. Wie hätte das Gebiet also von uns, dem jüdischen Volk, dem Staat Israel, besetzt worden sein können? Dieses Argument bekam ich vor einigen Tagen zu hören, als ich vor einer Gruppe im Norden einen Vortrag hielt. Ja, ich kann auch behaupten, das Land Israel gehöre uns, wir hätten Rechte auf das gesamte Gebiet. Ja, Jerusalem ist das Zentrum des Judentums und wir haben Tausende von Jahren Jerusalem im Gebet ersehnt. Ja, es ist wahr, dass es keine legale Hoheitsgewalt in der Westbank gab (ebenso wenig wie es sie heute gibt). Alles das ändert die Tatsache nicht, dass Millionen Menschen, die keine Juden sind und die weder zu unserem Staat gehören noch zu unserem Staat gehören wollen, auf demselben Stück Land wie wir leben. Was können wir also tun? Sie vertreiben? Sie zusammentreiben und töten? Ihnen ihre menschlichen Grundrechte und ihre politischen Rechte vorenthalten? Ganz im Ernst: Ihr, die ihr das alles wollt, was schlagt ihr vor? Da gibt es die mit den verlogenen „Lösungen“, wie z. B. „Jordanien ist Palästina“ – die Araber in Judäa und Samaria können bleiben, wo sie sind, aber sie finden ihren nationalen Ausdruck nur in Jordanien. Oder die Palästinensische Behörde gibt ihnen ihre demokratischen Rechte, jedoch unter israelischer Oberhoheit. Oder: Es gibt kein palästinensisches Volk, es hat nie eines gegeben und wird nie eines geben. Oder wenn wir immer weiter bauen und bauen, werden sie vielleicht endlich verstehen, worum es geht, und einfach verschwinden. ICH VERSUCHE IMMER NOCH, jemanden zu finden, der behauptet, dass wir unsere Rechte über das gesamte Land ausüben müssen, und der gleichzeitig eine wirklichkeitsnahe, praktische Antwort auf die Frage hat: Was soll mit „den anderen“ Menschen geschehen, die dort leben? Keiner von ihnen hat eine Lösung, die den Konflikt beenden und uns ermöglichen wird, in Frieden zu leben. >>>
 

Gershon Baskin auf facebook - I think it is time to relaunch a campaign in Israel for freeing Marwan Barghouthi from prison. Palestine needs the next generation's strong leader and Israel needs someone like Marwan to be on the other side of the negotiation's table. What do you think (and don't tell me he's a murderer, etc. I know what he was convicted for - I remind all of those who respond that you make peace with enemies)


In Palästina macht sich Ernüchterung breit - Die Freude über den außenpolitischen Erfolg bei den Vereinten Nationen ist inzwischen weitgehend verflogen. - Gerschon Baskin ist einer der wenigen Israelis, der auf eigene Initiative den Kontakt zur Hamas gesucht hat. Das hat sich ausgezahlt. Sein direkter Draht zu Ghasi Hamad, eine moderate Stimme in der Hamas-Führungsriege, half vor mehr als einem Jahr, den israelischen Soldaten Gilad Schalit aus der Geiselhaft in Gaza frei zu bekommen. Hamad leitete dem Militärchef der Hamas, Achmad Jaabari, neue Vorschläge für einen Gefangenendeal weiter. Baskin, ein alt gedienter Friedensaktivist mit Beziehungen, machte das Gleiche in Israel. Ihr informeller Kanal muss heiß gelaufen sein, so oft ging es hin und her. Am Ende schälte sich genug Konsens heraus, um via Kairo einen Durchbruch der Verhandlungen zu erzielen. Wenn Gerschon Baskin heute sagt, Israel habe einen strategischen Fehler begangen, als Geheimagenten vom Schin Beth Jaabari in Gaza-City in die Luft jagten, weiß er, über wen er spricht. Jaabari sei ein Hardliner gewesen, meint Baskin, aber einer mit pragmatischem Kopf. >>>

Netanyahu eröffnet Wahlkampagne mit der Genehmigung weiterer Wohnungen in Ostjerusalem - Gleichzeitig mit dem Beginn der Wahlkampagne hat die israelische Regierung den Bau weiterer 1.200 Wohnungen in Gilo/Ostjerusalem genehmigt; in den letzten sieben Tagen hat Tel Aviv 5.350 neue Wohnungen für Siedler genehmigt.

– Das stellt die größte israelische Expansion in die besetzten Gebiete in der letzten Zeit dar.
– Das sind bereits 5.500 Wohneinheiten, die in weniger als einer Woche genehmigt wurden.
– Es wird auch die Genehmigung von 2.160 Wohnungen in Givat Hamatos erwartet, einem Projekt, das letztendlich 4.000 Wohnungen umfassen wird.

Die israelische Regierung hat den sofortigen Bau von 1.200 Wohnungen in der Umgebung von Jerusalem genehmigt, mit den in den letzten Tagen angekündigten Wohneinheiten sind das bereits 5.500 in weniger als einer Woche als Reaktion auf die Anerkennung Palästinas als Nicht-Mitgliedsstaat durch die UNO. Der letzte Plan billigte den sofortigen Bau von fast 1.000 Wohnungen in Gilo auf der Grünen Linie, der Waffenstillstandslinie, und ist Teil der Übereinkommen zwischen dem israelischen Innenministerium und dem Stadtplanungskomitee von Jerusalem.

Zu diesen Übereinkommen gehört die umstrittene Entwicklung von Zone E 1, nahe Jeursalem, was die faktische Teilung des palästinensischen Territoriums darstellen wird. Zu den 930 Wohnungen, die in Gilo sofort gebaut werden können, kommen weitere 300, die später errichtet werden sollen. Es wird erwartet, dass das Stadtplanungs-Komitee von Jerusalem zusätzlich zu diesen Wohnungen weitere 2.160 in Givat Hamatos genehmigt, seit 1997 dem ersten jüdischen Stadtteil, der auf der Grünen Linie separat errichtet wird.

Wie die israelische Tageszeitung Jerusalem Post berichtet, wird das Projekt Givat Hamatos, in vier Phasen errichtet, schließlich etwa 4.000 Wohnungen umfassen. Auch muss man daran erinnern, dass das Komitee bereits die letzte Genehmigung für 1.500 zusätzliche Wohnungen im Jerusalemer Stadtteil Ramat Shlomo erteilt hat, dieselben für die die erste Genehmigung während des Besuchs des US-Vizepräsidenten Joe Biden im März 2010 erteilt wurde, eine Geste, die von den Palästinensern und ihren Verbündeten als Provokation gesehen und von den (Vereinigten) Staaten mißbilligt wurde. Quelle: http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=42901 aus dem Spanischen übersetzt von K. Nebauer

Neujahrsgruß von Botschafter Abdel Shafi - Jeder Jahreswechsel ist mit den Wünschen verbunden, dass das kommende Jahr ein Jahr des Friedens wird. Auch Jahr 2012 endet wieder mit diesem Wunsch und verbunden mit der Hoffnung, dass das palästinensische Volk in naher Zukunft in Freiheit und Würde leben kann. „Auch wenn das Jahr 2012 für den Staat Palästina ein weiteres Jahr unter der israelischen Besatzung war, die Menschen im Gaza-Streifen einen zweiten Krieg erlebt haben und das palästinensische Volk unter der Siedlungspolitik und fortwährenden Repressionen weiter litt, so hielt das traurige Jahr 2012 doch ein historisches Moment bereit. Im November wurde Palästina mit einer überwältigenden Mehrheit als Nicht-Mitglied-Staat mit Beobachterstatus in die Vereinten Nationen aufgenommen. Mit dieser Zustimmung wurde nach über 60 Jahren ein begangenes Unrecht in Ansätzen berichtigt. Damals wurde das historische Palästina geteilt, um auf dieser kleinen Fläche die Gründung von zwei Staaten zu ermöglichen. Ein Staat entstand, doch für ein weiteres Volk, für das palästinensische, entstand stattdessen ein bis heute andauerndes Leid. Unser neuer Status bei den Vereinten Nationen ist mit großer Hoffnung verbunden. Es ist die Hoffnung, >>>

Zeit für Gerechtigkeit - Aufruf aus Palästina an Europas Bürger - Fordere deine Regierung und deine EU-Vertreter auf das ACAA Abkommen zwischen der EU und Israel auszusetzen – Setze dich für Menschenrechte und das Ende der Besatzung ein - Vertreter verschiedener Europäischer Regierungen äußerten ernsthafte Bedenken zu Israels Vorhaben 3000 neue Siedlungsbauten in der Westbank zu bauen. Hohe Vertreterin der EU für Außen- und Sicherheitspolitik, Catherine Ashton sagte erneut, dass "alle Siedlungsbauten laut internationalem Recht illegal sind und ein Hindernis für den Frieden darstellen".

Während man gern Bedenken über Israels Kriegsverbrechen und die Nichteinhaltung des Internationalen Rechts
äußert, erfahren in der Praxis die israelische militärische Besatzung und die Apartheid Politik, einschliesslich illegaler Siedlungen im Westjordanland, die Blockade von Gaza und die regelmäßigen Angriffe auf Gaza, die fortschreitende Zerstörung palästinensischer Häuser, die illegale Annexion von Ost-Jerusalem, willkürliche Verhaftungen und Folter von Erwachsenen und Kindern, strenge Beschränkungen der Bewegungsfreiheit und des Zugangs zu wichtigen Ressourcen und andere illegale militärische Operationen direkte und konkrete Unterstützung aus Europa!

Diese Unterstützung erfährt Israel in Form
bevorzugter Bedingungen, die ihm in Handels und Assoziierungsabkommen von der EU eingeräumt werden. Das Assoziierungsabkomen legt fest, dass "die Beziehungen zwischen den Partnern, als auch das Abkommen selbst auf Respekt der Menschenrechte und demokratischer Prinzipien basieren sollen", und dass das "ein wesentliches Element des Abkommens darstellt".

Bis Heute ignorieren die Mitglieder der Europäischen Union
ihre Pflicht das Abkommen auszusetzen, solange Israel die Menschenrechte verletzt. Es ist an der Zeit die europäische Mittäterschaft an den israelischen Kriegsverbrechen zu beenden.

Kontaktiere die Bundeskanzlerin Angela Merkel, den Aussenminister Guido Westerwelle und deine Vertreter im Europäischen Parlament. Fordere sie auf aktiv zu werden, es ist an der Zeit das Handelsabkommen mit Israel und den Handel mit Unternehmen, die in und mit illegalen Siedlungen in den besetzten Gebieten zusammenarbeiten auszusetzen, bis Israel den Verpflichtungen, die sich aus dem Internationalen Recht ergeben nachkommt. Diese sind: Ende der Besatzung und der Kolonialisierung des Arabischen Landes, Abbau der Apartheid-Mauer, Anerkennung der Grundrechte von palästinensischen Bürgern in Israel bis zur vollständigen Gleichheit und: Respekt, Schutz und Unterstützung der Rechte palästinensicher Flüchtlinge auf Rückkehr zu ihren Häusern und ihrem Besitz, wie in der UN-Resolution 194 festgelegt.
Fordere sie auf jetzt zu handeln.           
Quelle Martin Forberg
 

Die Nakba - Die palästinensische Katastrophe - Die Vertreibung der Palästinenser im Zuge der israelischen Staatsgründung, die Nakba, bestimmt ihre Identität bis heute massgeblich. Marl`ene Schnieper beschreibt dies anhand von acht Porträts palästinensischer Persönlichkeiten eindrücklich. - Rezension von Dr. Ludwig Watzal (pdf) - Der Philosoph Martin Buber hielt David Ben Gurion bei einem Gespräch 1949 über den moralischen Charakter des neugegründeten Staates Israel vor: «Wir müssen die Realität sehen, dass Israel weder unschuldig noch erlöst worden ist. Und dass bei seiner Entstehung und Expansion wir als Juden das, was wir historisch erlitten haben, wiederum erzeugt haben, nämlich ein Volk von Flüchtlingen in der Fremde.» Das offizielle Israel ist von einer solchen Einsicht zwar noch meilenweit entfernt, aber die Einschätzung um die Ereignisse von 1948 >>>

Weitere Rezensionen >>>

 

 

KenFM im Gespräch mit: Marlène Schnieper am 8.6.2012

Initiative ''Kämpfer für den Frieden''Schritt für Schritt für ein Ende der Gewalt - Als vor über einem Monat Raketen und Bomben im Gaza-Streifen und im Süden Israels einschlugen, versammelten sich palästinensische und israelische Friedensaktivisten in Beit Jalla, um mit einem Protestmarsch ihren Forderungen nach Frieden und bilateralen Verhandlungen Ausdruck zu verleihen. Ein Erfahrungsbericht von Yonathan Listik - Unsere Gruppe "Kämpfer für den Frieden" ("Combatants for Peace") setzt sich aus ehemaligen Mitgliedern beider Konfliktseiten zusammen – Palästinenser und Israelis, die den Kreislauf der Gewalt bereits zur Genüge erfahren haben und nun auf friedliche Weise dagegen protestieren. Jedes Mitglied unserer Gruppe war früher Soldat oder militanter Kämpfer, und jeder kann auf eine Vergangenheit voller Gewalt zurückblicken. Wir erzählen von dieser Vergangenheit, damit auch andere Menschen erkennen, dass es immer eine Möglichkeit gibt, der Gewalt abzuschwören und sich dem Frieden zuzuwenden. Außerdem zeigen unsere Erfahrungen sowohl den Palästinensern als auch den Israelis, wie der Konflikt von der jeweils anderen Seite wahrgenommen wird. Unser gemeinsam veranstalteter Protestmarsch lehrte uns, dass es sogar inmitten eines Krieges möglich ist, über kulturelle und physische Grenzen hinweg zu schauen und zu erkennen, dass letztlich alle gleichermaßen betroffen sind. Wir alle sind Opfer dieses Konflikts - eines Konflikts, der von der Sprache der Gewalt geprägt ist. >>>

E1 not Israeli territory. - Miriam Leedor, director of public outreach at B'Tselem , in an Op-ed originally published by Ynetnews website: According to int'l law, 'state-owned' lands in West Bank can be used only for the benefit of the local Palestinian population Miriam Leedor - The controversy surrounding the government's decision to promote the construction of thousands of housing units in the E1 zone, which will connect Ma'ale Adumim and Jerusalem and cut through the West Bank, is view by pundits and politicians alike as a serious diplomatic problem, but not a legal one. It is assumed that most of the area has been declared as state-owned land, meaning it belongs to the government, which can do whatever it wants with it. This assumption is completely false. Over the years Israel's governments have allotted "state-owned" lands in the West Bank almost exclusively for the use of settlements, in direct violation of international law. >>>

27.12.2012

Vor 25 Jahren Anfang Dezember 1987 begann die Erste Intifada - "Wir brechen ihnen die Hände, so dass sie keine Steine mehr werfen" - Wolfgang Sréter - Vor fünfundzwanzig Jahren, Anfang Dezember 1987, fuhr ein israelischer Militärlastwagen in der Nähe des Flüchtlingslagers Jabaliya im Gaza-Streifen an einem Checkpoint der israelischen Armee in eine Schlange wartender palästinensischer Autos. Vier Palästinenser wurden getötet, sieben verletzt. Gerüchten zufolge wollte der Fahrer des Lkws Rache nehmen. Er war ein Verwandter eines zwei Tage zuvor von palästinensischen Tagelöhnern getöteten israelischen Arbeitsvermittlers. Nach den Begräbnissen kam es bei anschließenden Massendemonstrationen zu Zusammenstößen zwischen palästinensischen Jugendlichen und der israelischen Besatzungsarmee. Innerhalb weniger Tage breiteten sich die Unruhen auf Städte der gesamten besetzten Gebiete aus. Weder die israelische Seite noch die Fatah, die palästinensische Linke oder die islamischen Geistlichen waren auf die Ereignisse vorbereitet. In Flugblättern, die nachts verteilt wurden, wurde zum Streik, zum Boykott israelischer Waren, zum Kauf von palästinensischer Eigenproduktion und zum Steuerboykott aufgerufen. Dies war der Beginn der Ersten Intifada (arabisch für Erhebung), mit der man im Gazastreifen und im Westjordanland die israelische Besatzung abschütteln wollte. Die Gründe dafür lagen in der alltäglichen Unterdrückung und Entwürdigung der Palästinenser durch die Besatzungsarmee. Sie lagen in den fortgesetzten Enteignungen, die eine israelische Siedlungspolitik mit einer >>>

Der Aufstand der Palästinenser - Vor 25 Jahren begann die erste Intifada in den von Israel besetzten Gebieten - Matthias Bertsch - "Krieg der Steine" ist die erste Intifada der Palästinenser in Gaza und Westjordanland genannt worden. Auslöser war ein Verkehrsunfall am 8. Dezember 1987. Der Aufstand, der mit dem Friedensabkommen von Oslo 1993 endete, war der Versuch einer Selbstbehauptung gegen eine 20-jährige Besatzung. >>>
 

Erste Intifada - Palästinensische Mission in der Bundesrepublik Deutschland >>>

Israel lockert Einfuhrverbot für Baumaterial in den Gazastreifen - Erstmals seit fünf Jahren lässt Israel wieder Baumaterial für den Privatsektor in den Gazastreifen. Ab Sonntag dürften bis zu 20 Lastwagen pro Tag den Gazastreifen mit Kies beliefern, sagte der palästinensische Funktionär Raed Fattuh am Mittwoch der Nachrichtenagentur AFP. Die Lockerung der israelischen Blockade sei Teil des Waffenstillstandsabkommens, mit dem Israel und die radikalislamische Hamas im vergangenen Monat ihre über einwöchigen gegenseitigen Luftangriffe beendet hatten. Planierraupen können geliefert werden - Ein Sprecher der zuständigen israelischen Koordinierungsstelle bestätigte die Vereinbarung. Nach seinen Angaben schließt sie auch die Lieferung von schwerem Baugerät wie etwa Planierraupen ein. >>>

Zionismus und Faschismus - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Wer zuvor behauptet hätte, es habe eine intensive Zusammenarbeit zwischen Zionismus und Faschismus (Nationalsozialismus) gegeben, wäre vor Erscheinen des Buches - „Zionism in the Age of Dictators“ - im Jahre 1983 gesellschaftlich und politisch erledigt gewesen. Bis heute ist dieses Thema in vielen Ländern ein Tabu. Es hat bis 2007 gedauert, bis es von einem mutigen Verlag auf Deutsch publiziert worden ist. Es wird seit seinem Erscheinen von den zionistischen Organisationen, ihren Repräsentanten und Helfershelfern totgeschwiegen.(...) In 25 Kapitel erzählt Brenner eine unglaubliche Beziehungsgeschichte, nämlich der zwischen Zionismus und Faschismus. Diese „unheimliche Geschichte“ wurde für die deutsche Ausgabe mit einem Vorwort von Dieter Elken sowie neuen Dokumenten im Angang versehen. Die zionistische Kollaboration mit den Nazis begann bereits einige Monate nach der Machtergreifung. So erklärte die „Zionistische Vereinigung für Deutschland (ZVfD)“ am 21. Juni 1933 u. a. dies: „Der Zionismus glaubt, dass eine Wiedergeburt des Volkslebens wie sie im deutschen Leben durch Bindung an die christlichen und nationalen Werte erfolgt, auch in der jüdischen Volksgruppe vor sich gehen müsse. Auch für Juden müssen Abstammung, Religion, Schicksalsgemeinschaft und Artbewusstsein von entscheidender Bedeutung für seine Lebensgestaltung sein (…) Wir wollen auf dem Boden des neuen Staates, der das Rassenprinzip aufgestellt hat, unsere Gemeinschaft in das Gesamtgefüge so einordnen, dass auch uns, in der zugewiesenen Sphäre, eine fruchtbare Betätigung für das Vaterland möglich ist (…) Boykottpropaganda – wie sie jetzt vielfach gegen Deutschland geführt wird – ist ihrer Natur nach unzionistisch, da der Zionismus nicht bekämpfen, sondern überzeugen und aufbauen will.“ >>>

Lenni Brenner - Zionismus und Faschismus - Über die unheimliche Zusammenarbeit von Zionisten und Faschisten
(Aus dem Englischen "Zionism in the Age of the Dictators" übersetzt von Verena Gajewski), Kai Homilius Verlag, Berlin, 2007 - 370 Seiten - ISBN: 987-389706-873-5

Inna Michaeli und Rafeef Ziadah am 10. Dezember 2012 in Berlin - Veranstaltung zum kulturellen Boykott staatlich subventionierter israelischer Institutionen. - Gaza ist seit sieben Jahren das größte Freiluftgefängnis der Welt. Die dort lebende Bevölkerung ist nach 2008/2009 nun erneut massiven israelischen Bombardements und einer israelischen Militäroffensive ausgesetzt. Innerhalb weniger Tage wurden hunderte von Zivilsten, darunter viele Kinder, getötet oder schwer verletzt. Welche Formen des Widerstands sind für jede einzelne / jeden einzelnen von uns möglich, um etwas gegen die israelische Politik von Kolonisation, Apartheid und Besatzung gegen Palästinenser_innen auszurichten? Die Bewegung Boykott Desinvestment und Sanktionen (BDS) ist eine von der palästinensischen Zivilgesellschaft initiierte Kampagne, die auf einen ökonomischen, akademischen und kulturellen Boykott von staatlich subventionierten israelischen Institutionen abzielt. In Anlehnung an die südafrikanische Anti-Apartheid Kampagne, richtet sich BDS solange gegen Israels Politik, bis diese mit internationalem Recht und den Menschenrechten übereinstimmt. Dadurch soll gegen Normalisierung und Verharmlosung von Unterdrückung, Apartheid und Kolonisation gewirkt werden. Die Kampagne erhält international von zahlreichen Gewerkschaftsverbänden mit Millionen von Mitgliedern wie in Brasilien und Südafrika, sowie von prominenten Persönlichkeiten wie Angela Davis, Desmond Tutu, Judith Butler und Roger Waters Unterstützung. Diese Veranstaltung soll sich mit der Notwendigkeit des Boykotts als einer Form des gewaltlosen Widerstandes befassen >>>
 

26.12.2012

Das Palästina Portal wünscht  Erholsame, kraftfüllende
und vorteilhafte Festtage.


Über Bethlehem verkündete der Engel:
Frieden, Frieden, Frieden ...

von Arn Strohmeyer
 

Flugzeuge haben ein Licht aus Bethlehem gebracht,
in der Geburtskirche wurde es entzündet.
In den deutschen Kirchen wurden damit viele Kerzen angesteckt.
Frieden, Frieden, Frieden – sollte das bedeuten -
zwischen den Völkern, Staaten und Religionen.

Das Licht kam aus einer Stadt,
in der die Menschen von einer Mauer umgeben
wie in einem Gefängnis eingesperrt leben müssen.
Das Land draußen haben die Besatzer an sich genommen
und darauf gewaltige Siedlungen gebaut.

Hoffnungslos ist die Lage innerhalb der großen Mauer,
aber dazu sagen die Kirchen nichts –
sie schweigen.

Ob das Anzünden von Kerzen
mit dem Licht von Bethlehem
wirklich den Frieden bringt?

Und Jesus, der die Pharisäer aus dem Tempel trieb,
was würde der zu all dem sagen?
 

Bethlehem 2012

Jesus was a Palestinian Jew  - Dr. Ludwig Watzal - Alle Jahre wieder findet das Weihnachtsfest in Palästina unter israelischer Besatzung und Belagerung statt. Bethlehem, die Geburtsstatt Jesu, ist von einer acht Meter hohen Mauer umgeben, die nur noch von zwölf Meter hohen Wachtürmen überragt wird. Ein permanenter Skandal zwar, aber für den christlichen Westen scheinbar kein Problem. Ebenso wenig interessiert die Taufscheinchristen die überaus prekäre Lage ihrer „Brüder und Schwestern in Christo“ in der muslimischen Welt. Hat doch ein „wiedergeborenen Christ“, namens George W. Bush, durch seinen Überfall auf Afghanistan und Irak die Büchse der Pandora geöffnet. Diese grundlos angezettelten Kriege sind u. a. dafür mitverantwortlich, dass die ältesten christlichen Gemeinden vor ihrer völligen Auslöschung stehen. Die Christen sind ein integraler Bestanteil der arabischen, folglich auch der muslimischen Welt. Neben ihrer Muttersprache sprechen sie alle Arabisch. Die Christen Palästinas leben wie die muslimischen Gläubigen in einer Konfliktsituation, dem israelisch-palästinensischen Konflikt. Sie sind im Widerstand gegen die israelische Besatzung und Kolonisierung ihres Landes vereint. Dieser Konflikt ist kein religiöser sondern ein politisch-wirtschaftlicher zwischen Kolonialisten und Kolonisierten. Religiöse Gefühle werden missbraucht, um Zwietracht in Palästina zu säen. >>>
 

A walled-in Christmas in Bethlehem - Sitting in the home of the Anastas family, one of the oldest Christian families in Bethlehem, one can see why the family struggles to be merry this Christmas. "This is the only house in Palestine surrounded on three sides by the wall, more than 30 feet tall," says Johnny Anastas, who with his wife Claire has raised five children in this home. Now a dead end, before the wall was built the road in front of the Anastas family's home was the main thoroughfare between Jerusalem and Bethlehem, and the family owned numerous businesses. "Before the wall, this was a busy road, a lot of restaurants and shops," Anastas describes. "Imagine how many people were on this road? After they surrounded us on three sides with the wall, we lost our income. It's an isolated area, we're destroyed completely here. You become broken because of this wall." >>>

Fest der Kinderhilfe Bethlehem zum 60-jährigen Jubiläum des Caritas Baby Hospital.
Ralf Stahlhofen eröffnet den Festakt mit einem Konzert für Freunde des Werks.

Image Film Kinderhilfe Bethlehem / Caritas Baby Hospital

24.12.20122

Jerusalemer Propst zum Einfluss der Kirchen auf Nahost-Konflikt : Nicht überschätzen - Der evangelische Propst von Jerusalem, Wolfgang Schmidt, warnt davor, den Einfluss der Kirchen auf den Nahost-Konflikt zu überschätzen. Die Christen seien schließlich in der Minderheit, sagt der deutsche Geistliche im Interview. - epd: Herr Propst, was macht die Evangelische Propstei im Heiligen Land für Sie persönlich so attraktiv, dass Sie sich dafür entschieden haben? Wolfgang Schmidt: Es sind im Grunde genommen verschiedene Felder, die sich hier überschneiden, und die eigentlich durch meine berufliche Biografie hindurch immer eine große Rolle gespielt haben. Das eine ist eine sehr starke weltökumenische Orientierung. Ich habe in Montpellier studiert und über die Jahre unterschiedlichste ökumenische Kontakte aufgenommen. Dann ist da ein starkes Interesse am christlich-jüdischen Dialog. Späterhin hat sich durch den Bau einer Moschee in dem Ort, in dem ich Gemeindepfarrer war, auch sehr stark das Interesse für christlich-muslimische Begegnungen entwickelt. >>>
 

Video - Weihnachten in Bethlehem "Die Menschen rücken zusammen" -Heiligabend steht bevor und viele haben die Vorbereitungen auf das Fest schon abgeschlossen. Auch in Bethlehem fiebert man den Festtagen entgegen. Vor rund 2000 Jahren soll hier alles seinen Anfang genommen haben und so feiern die Menschen, über die Religionsgrenzen hinweg, gemeinsam an dem Ort, wo Weihnachten zu Hause ist. In der Stadt im Westjordanland ist jedoch nicht allen zum Feiern zumute >>
 

2012 Don't Buy Israeli Apartheid for Christmas Melbourne

BDS Mic Check - Don't Buy Israeli Apartheid for Christmas -14 Dec 2012
 Anti-Israeli Apartheid activists surround the Seacret Dead Sea cosmetic stall in the Myer centre in Brisbane for a BDS Mic Check. The action was organised as part of an Australia wide BDS campaign against the sale of Israeli Dead Sea cosmetics "Don't buy Israeli Apartheid for Christmas". We stand here today on Aboriginal land To support the Boycott Divestment Sanctions Campaign
Against the Apartheid state of Israel Don't buy Israeli Apartheid for Christmas We are here today on the side of justice equality and freedom We stand in solidarity with all the people of Palestine >>>

On December 7, Palestine solidarity activists and human rights supporters in Melbourne staged a peaceful BDS action to as part of a national week of action, "Don't Buy Israeli Apartheid for Christmas" Palestine solidarity activists sang Christmas Carols, which had been adapted to reflect the situation faced by Palestinians living under occupation and apartheid, to encourage Christmas shoppers to think about the oppressive situation faced by Palestinians and to join the Palestinian Boycott Divestment and Sanctions (BDS) campaign in support of the Palestinian people. In 2005, Palestinian civil society issued the Palestinian Unified Call for Boycott, Divestments and Sanctions (BDS) against Israel. Inspired by the struggle of South Africans against apartheid, the Palestinian-initiated BDS campaign >>>

'Don't Buy Israeli Apartheid for Christmas' - Students for Palestine Christmas carol @ City Square 1

'Don't Buy Israeli Apartheid for Christmas' - Students for Palestine carol @ City Square 2

'Don't Buy Israeli Apartheid for Christmas' - Students for Palestine carol @ City Square 3

Palestinian PM turns on the Christmas Lights

Christmas 2012 from Palestine

Christmas Market Nazareth 12 12 12

Day 1 at Nazareth Christmas Market 2012

Day 5 - nazareth christmas market 2012

Christmas Market Festival, Nazareth Israel 12/12/2012 Part1

Christmas Market Festival, Nazareth Israel 12/12/2012 Part2

23.12.2012


„Erstmals seit 2.000 Jahren der Christenheit in unserer Heimat wurden die heiligen Städte Bethlehem und Jerusalem komplett abgeschnitten, durch israelische Siedlungen, rassistische Mauern und Checkpoints“
Weihnachtsbotschaft des Mahmud Abbas
 


I
srael's colonial strangling of Bethlehem - Bethlehem has been "isolated and fragmented" in a way that would devastate any town or community the world over. - At the main checkpoint to enter Bethlehem there is a large sign placed on the Separation Wall by Israel's ministry of tourism which says "Peace be with you". An appropriate symbol for Israel's colonial strangling of the "little town", this propaganda for pilgrims is a crude microcosm of Israel's habit of talking "co-existence" while pursuing apartheid. Over decades of Israeli military rule, more and more land around the city has been annexed, expropriated and colonised, with 19 illegal settlements now in the governorate. Eighty percent of an estimated 22 square kilometre of land confiscated from the north of the Bethlehem region was annexed to the Jerusalem municipality in order to expand settlements (see this briefing).  >>>

 

Das Medienecho war erstaunlich verhalten - dabei ist die Wahl von Vera Baboun eigentlich eine kleine Sensation: Die Christin ist die erste Frau im Bereich der Palästinensischen Autonomiebehörde, die an der Spitze einer Stadtverwaltung steht. Die Herausforderungen an die neu gewählte Bürgermeisterin von Bethlehem sind enorm. Zusätzlich zu den hohen Erwartungen der Bethlehemer an ihre neue Chefin übernimmt Baboun ihr Amt in einer Zeit höchster politischer Anspannung. (...)  Infrastruktur und Tourismus auf der Agenda - Zwei Hauptanliegen hat sich die energische Palästinenserin mit den markanten grünen Augen auf die Fahnen geschrieben: Die Infrastruktur der Stadt, die Dienstleistungen und Institutionen für die knapp 25.000 Bürger sollen verbessert werden >>>

Sollen die Patriot-Raketen in der Türkei Israel schützen? -  Die NATO bereitet sich offenbar auf den Krieg gegen Irans Atomanlagen vor -  Arn Strohmeyer - In der Türkei sind die ersten deutschen, niederländischen und amerikanischen Soldaten eingetroffen, die die Patriot-Raketenabwehrsysteme bedienen sollen. Sie werden an der türkisch-syrischen Grenze stationiert. Der NATO-Einsatz, um den die türkische Regierung selbst gebeten hat, findet im Land selbst wenig Zustimmung. In der vergangenen Woche gab es in verschiedenen Städten Protestdemonstrationen gegen den „Beginn der Besatzung durch die Mörder-NATO“. Wie die Türkei-Korrespondentin verschiedener deutscher Tageszeitungen, Susanne Güsten, berichtete, reicht der Widerstand gegen die Patriot-Raketen bis ins türkische Parlament. Der parteilose Abgeordnete Levent Tüzel sagte wörtlich: „Wir wollen keine deutschen, niederländischen und andere NATO-Soldaten. Die wollen uns doch bloß als Flugzeugträger im Nahen Osten benutzen.“ Tüzel ist wie viele Gegner der Installierung von Patriot-Systemen in ihrem Land davon überzeugt, dass es bei dem NATO-Einsatz in Wirklichkeit nicht um Syrien geht, sondern um den Schutz für den amerikanischen Verbündeten Israel.   Die Vermutung lautet, dass Israel früher oder später die iranischen Atomanlagen angreifen wird, um den Bau einer Atombombe zu verhindern. Teheran werde das natürlich nicht hinnehmen – und deshalb wolle die NATO iranische Gegenschläge auf Israel mit Hilfe ihrer Patriots auf türkischem Boden abwehren. Wenn diese Vermutung richtig ist, dann würden die NATO und auch die >>>

Was die amerikanischen Medien  uns nicht über Israel erzählen. - Noam Chomsky - (2. Teil!!) - In dieser Woche bemühte sich Washington sehr darum, die palästinensische Initiative, die ihren Status bei der UN verbessern sollte, zu blockieren. Es gelang ihm nicht. Die Gründe waren  aufschlussreich: Palästina könnte sich wegen der von US unterstützten Verbrechen Israels an den Internationalen Gerichtshof wenden. Ein Element der unaufhörlichen Schikanen in Gaza ist Israels „Pufferzone“ innerhalb Gaza, die für Palästinenser gesperrt ist – aber sie  umfasst fast die Hälfte von Gazas begrenztem landwirtschaftlich genutztem Land . Seit Januar 2012 bis zu Beginn von Israels letztem Amoklauf am 14. November, der Operation Wolkensäule, wurde ein Israeli  durch ein Geschoss aus dem Gazastreifen erschossen, während 78 Palästinenser von Israelis getötet wurden. Die ganze Geschichte ist natürlich viel komplexer und hässlicher. Der erste Akt der „Operation Wolkensäule“ war der Mord an Ahmed Jabari. Aluf Benn, der Heraus- geber der Zeitung Haaretz, beschreibt ihn als Israels „Subunternehmer“ und „Grenzwächter“ in Gaza, der seit über fünf Jahren dafür sorgte, dass dort  relative Ruhe herrschte. >>>

Marlène Schnieper

Nakba – die offene Wunde
Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und die Folgen

Mit zahlreichen historischen Fotos
380 Seiten, Klappenbroschur - CHF 36.– / Euro 28,– - ISBN 978-3-85869-444-7

Vergessen ist keine Lösung - »Wir müssen alles tun, um sicherzugehen, dass sie [die Palästinenser] niemals zurückkommen… Die Alten werden sterben, die Jungen werden vergessen.« Dies notierte Israels Staatsgründer David Ben Gurion am 18.!Juli 1948 in seinem Luzern Tagebuch – und so hoffen es viele israelische Politiker auch heute noch. Doch die sich immer wieder in palästinensischen Flüchtlinge, die Marlène Schnieper in diesem Buch über die spannungsgeladenem Terrain bewegt – porträtiert, haben nicht vergessen und werden nicht vergessen.
Nakba, das ist die alles umstürzende Katastrophe, die über die arabischen Einwohner des historischen Palästinas kam, als in einem Teil dieses Territoriums der jüdische Staat gegründet wurde. Zerstört wurden Dörfer, Städte und eine in vieler Hinsicht blühende Kultur.
Ersatz ist nicht in Sicht. Das offizielle Israel mag diese Umstände verharmlosen – die Katastrophe ist bis heute nicht verwunden. Sie prägt das Leben der Palästinensergebieten. Marlène Schnieper hat mit Vertriebenen und deren Angehörigen gesprochen und ihr Schicksal aufgeschrieben. Dazu liefert sie geschichtliche Hintergründe, webt Sequenzen aus dem heutigen Alltag in Israel und den Palästinensergebieten ein und resümiert neueste Forschungsergebnisse zur Wahrnehmung des Konflikts auf israelischer wie auf palästinensischer Seite. Entstanden ist so ein Standardwerk zur Nakba und deren Folgen.

 

Marlène Schnieper, Nakba – die offene Wunde. Die Vertreibung der Palästinenser 1948 und die Folgen, Rotpunktverlag, Zürich 2012, 380 Seiten, 36 CHF, € 28. - Rezenison von Dr. Ludwig Watzal - „Wir müssen die Realität sehen, dass Israel weder unschuldig noch erlöst worden ist. Und dass bei seiner Entstehung und Expansion wir als Juden das, was wir historisch erlitten haben, wiederum erzeugt haben, nämlich ein Volk von Flüchtlingen in der Fremde." Diese Sätze hat der Philosoph Martin Buber David Ben Gurion im März 1949 bei einem Treffen in dessen Haus in Tel Aviv vorgehalten, bei dem es um den moralischen Charakter des neugegründeten Staates Israel ging.   
Das offizielle Israel ist von einer solchen Einsicht zwar noch meilenweit entfernt, aber die Einschätzung um die Ereignisse von 1948 hat sich bereits geändert. Dass die Palästinenser aus freien Stücken und auf die Aufforderungen ihrer Politiker das Land verlassen hätten, war bis weit in die 1980er-Jahre hinein die offizielle Meinung. Erst durch die Veröffentlichung des Buches von Benny Morris und anderer „neuer Historiker" veränderte sich die Perspektive. >>>

Erschienen auch hier >>>

 

Buchbesprechung - Heiko Flottau - Die Wurzeln des jüdischen Staates - Marlène Schnieper über die palästinensische Katastrophe - Die Entstehung des Staates Israel wird als eine Folge des Holocaust angesehen. Das ist aber nur die halbe Wahrheit. Die Pläne für diesen Staat reichen viel weiter zurück. Dieses Buch über die Vertreibung der Palästinenser erzählt die bislang kaschierte historische Wahrheit. Es bedarf wohl einer Schweizer Autorin und eines Schweizer Verlages, um über die „Nakba“, die palästinensische Katastrophe, im deutschsprachigen Raum so detailliert berichten zu können. >>>

 

Marlène Schnieper: Nakba - Die lange Nacht der Palästinenser - Peter Blastenbrei - Die gewaltsame Vertreibung der Palästinenser 1947/49, Kern und Ausgangspunkt des heutigen Palästinakonflikts, ist in Deutschland nur in Umrissen bekannt. Die Schweizer Publizistin Marlène Schnieper, Korrespondentin des Züricher Tages-Anzeiger in Israel und Palästina, bietet mit ihrem Buch Nakba – die offene Wunde eine knappe, aber umfassende Darstellung dieser ersten großen ethnischen Säuberung im Nahen Osten.
Früh in der Geschichte des Zionismus macht die Autorin aus, was zum roten Faden ihrer Darstellung wird. Denn die Idee des Transfers der einheimischen arabischen Bevölkerung aus dem angeblichen »Land ohne Volk für das Volk ohne Land« findet sich schon beim Gründervater Herzl. Die Kolonialmacht Großbritannien spielte in der Zeit ihres Mandats über Palästina eine zwielichtige Rolle gegenüber den zionistischen Siedlern, die an der Schaffung unumkehrbarer Fakten arbeiteten. Anfangs Komplize, williger Vollstrecker und schließlich betrogener Betrüger? Die palästinensische Führung der 1920er und 1930er Jahre hatte der britisch-zionistischen Doppelstrategie jedenfalls nichts entgegenzusetzen. >>>

Iris Hefets an Frau Mechthild Rawert - Sehr geehrte Frau Rawert, eben habe ich erfahren, dass Sie in der SPD Aktion "Wald der SPD" in Israel involviert sind. Ich bin selbst in Israel geboren und meine Eltern wohnen in Lehavim, wo dieser "Wald" entstehen soll (das Wort "Wald" ist ein bisschen übertrieben, Wälder gibt in Europa, in Israel nicht, nur "möchtegern" Wäldern für ein "Möchtegern"-Israel, die sich als "Villa im Dschungel" sieht, wie Ehud Barack, Israels Verteidungungs Minister, das Land definierte).
Meine Eltern wohnen in einem Ort, Lehavim, das von armen und arbeitslosen Bedouinnen umkreist ist. Deshalb, wenn ich da zu Besuch bin, muss ich ein Check-Point passen, so dass es geprüft wird, ob ich Jüdin bin, weshalb da rein darf, oder Bedouinin. Die letzten dürfen dort nur tagsüber frei laufen, da sie die Häuser dort zum teil bauen. Nachdem ich dem Wächter am Check-point überzeugt habe, darf ich zu meinem Elternhaus fahren, da muss ich das Auto unter Gitter mit zwei Schlosser parken. Danach darf ich die Alarmanlage neutralisieren und ins Haus kommen. Das betrifft fast alle Häuser in Lehavim, der umzaunt gegen Einbrechen und Wagen-Klauen ist. Das ganze passiert in einem Ort, dass in Israel als einer der höchsten im Lebensqualität-Ranking steht. Auf Kosten von Bedouinnen, dessen Land konfisziert wird.
Meine Eltern wundern sich, immer wenn sie nach Berlin zu Besuch kommen und sehen, unsere Fahrräder stehen unabgeschlossen im Schuppen, das Auto wird draußen an der Straße geparkt und es gibt weder Alarmanlage zu Hause noch Gitter auf den Fenstern. Sie leben unter ständigen Angst: vor allem aber eine diffuse Angst, die ein Dieb und Verbrecher haben muss...
Jetzt kommt Ihre Partei und trägt dazu bei, dass das Verbrechen noch verfestigt wird. Es wird als "Solidarität mit Israel" verkauft. Die wachsende Zahl von Israelis, die nach Berlin auswanderten (unoffiziell 22,000 in den letzten Jahren, Israel gibt keine offizielle Zahlen an), zeigt, dass sie das Leben in Israel für nicht so attraktiv finden. Sie machen aber als Komplizen der israelischen Regierungen weiter, als ob wir nicht existieren (es soll aber angeblich ein Geschenk für uns, israelischen Bürger, sein)...es ist bedauerlich, dass sich Sozialdemokraten so verhalten, gegen das internationalen Volksrecht agieren. Wie stehen Sie denn dazu?

Die Spenden und Vertreibungsaktion dokumentiert >>>

22.12.2012

Droht eine dritte Intifada? Palästinenser: Israel schuld an Finanzkrise - Charles A. Landsmann - Auch wenn die Palästinenserführung den arabischen Staaten vorwirft, ihre Hilfsversprechen nicht einzuhalten, macht sie für die extreme Finanzkrise vor allem Israel verantwortlich. Als Konsequenz drohe jeden Augenblick eine „Explosion des Volkszorns“, sagte FatahSprecher Achmed Assaf am Freitag in Ramallah: „Die schwere Krise ist Teil der (israelischen) Politik einer kollektiven Bestrafung, weil die UN beschlossen haben, den Palästinensern den Status eines Beobachters zu gewähren.“ (...) Der Sprecher von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas, Nabil Abu Rudeinah, droht nun damit, dass Israel für die „Siedlungsverbrechen in den palästinensischen Gebieten“ zur Verantwortung gezogen werde >>>
 


Zu wenig und zu spät - Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik durch Mitglieder des UN-Sicherheitsrats - Bettina Marx - Endlich, möchte man ausrufen, endlich haben sich die Europäer im Sicherheitsrat dazu durchgerungen, die israelische Siedlungspolitik scharf zu verurteilen. Endlich haben sie den Siedlungsbau mit klaren Worten als illegal bezeichnet. Und endlich hat sich auch Deutschland dieser Stellungnahme aller 14 Mitglieder im Sicherheitsrat angeschlossen und sich nicht wie sonst üblich schützend vor Israel gestellt. Allein die USA wollten die israelische Siedlungspolitik nicht verurteilen. Washington steht daher nun - neben Israel - als Verlierer da. >>>

 

Mützenich: Israel muss Kompromisse eingehen - SPD-Außenpolitiker hofft auf Vermittlungen durch US-Präsident und EU - Rolf Mützenich im Gespräch mit Peter Kapern - Israel hält am geplanten Bau von Wohnungen im Westjordanland fest. Damit schaffe die israelische Regierung Fakten, die die Gründungsinhalte des eigenen Staates mehr und mehr infrage stellen, kritisiert der SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich. Peter Kapern: Es wird einsam um Israel. Nur die USA haben verhindert, dass die Regierung in Jerusalem gestern Nacht vom Sicherheitsrat der Vereinten Nationen förmlich verurteilt wurde >>>

 

Die meisten Israelis wissen nicht, was der Siedlungbau anrichtet - Israelis denken anders - Kommentar von Susanne Knaul - Was Benjamin Netanjahu wohl meint, wenn er sagt, er fühle sich dem Frieden verpflichtet? Wen will er davon überzeugen, dass er bei der Entscheidung über den Neubau mehrerer Tausend Wohnungen für Israelis im Westjordanland ein reines Gewissen hat? Was in New York und Straßburg schwierig zu verstehen ist, funktioniert zu Hause ganz gut. In Israel glaubt man gern, was Botschafter Ron Prosor den UN-Staaten verkündete: „Die Siedlungen sind kein Hindernis für den Frieden.“ Man habe es schließlich versucht, so das Argument. >>>


Siedlungsbau im Westjordanland - „Eine Verurteilung reicht nicht“ - Palätinenser Kadura Fares fordert Sanktionen, damit Israel internationales Recht respektiert. Und glaubt, dass sich die Israelis mit dem Bau selbst bestrafen. Interview: Susanne Knaul - taz: Herr Fares, Israel intensiviert infolge des PLO-Antrags vor der UN-Vollversammlung den Siedlungsbau im Westjordanland. War die Sache diesen Preis wert? Kadura Fares: Israel baut Siedlungen mit oder ohne PLO-Antrag. Noch am Tag vor der Abstimmung in New York gab es eine Regierungsentscheidung für den Bau neuer Siedlungen, eine Woche vorher eine andere. Netanjahu hat immer gesagt, dass er weiterbauen wird. Die Entscheidung, das palästinensische Volk zu bestrafen, ist ein strategischer Missbrauch einer Gelegenheit. In Wirklichkeit bestraft sich Israel selbst und vergeudet viel Geld. Eines Tages werden entweder Palästinenser in diese Häuser einziehen, oder Israel muss sie wieder zerstören. >>>

 

Israels Zukunft ist von US-Regierung abhängig - Ex-Botschafter Avi Primor über das Dauerthema Zwei-Staaten-Lösung - Das Gespräch führte Doris Simon - Israel sei nicht an einer Zwei-Staaten-Lösung interessiert, meint der Diplomat Avi Primor. Angesichts der Wahlen im Januar wolle die Regierung das rechte Lager hinter sich bringen und schrittweise die Palästinensergebiete annektieren. Entscheidend sei jetzt, ob US-Präsident Barack Obama aktiv werde. >>>

UN: 3000 Obdachlose nach Israels Offensive gegen Gaza  (Nov. 2012) - Die UN teilte mit, dass bei der letzten israelischen Offensive  „Wolkensäule“ gegen den Gazastreifen mehr als 3000 Palästinenser obdachlos wurden, nachdem ihre Häuser durch israelisches Bombardement völlig zerstört worden sind.

Der humanitäre Koordinator der UN in den besetzten  Palästinensischen Gebieten, James Rowley, sagte im UN-Radio: Zum 2. Mal in vier Jahren haben die Zivilisten die Hauptlast der israelischen Angriffe getragen.“ Er sagte auch, dass die Situation in Gaza „unerträglich“ ist.

Indem er betonte, dass die Situation verändert werden müsse, sagte Rowley, wir rufen die effektiven Parteien der Region auf, die notwendigen Schritte zu unternehmen, die nötig sind, um Frieden und Stabilität herzustellen.“ Er  fordert solche Parteien auf , reale Maßnahmen zu ergreifen, damit die Menschen in Gaza wieder Hoffnung schöpfen können.

Rowley bestätigte, dass wenigstens 3000 Bürger als Folge des letzten Krieges ohne Wohnung sind oder in gemieteten  Unterkünften leben.

Nach dem UN-Mitarbeiter sind es mehr als 1,3 Mill. Palästinenser ( 80% der Bevölkerung) in Gaza, die Hilfe benötigen , einschließlich 800 000, die von dem abhängig sind, was sie von  der UNWRA erhalten, der für palästinensischen Flüchtlinge  verantwortlichen  UN-Agentur.

„Der letzte Krieg verschlimmerte ihr sowieso schon verheerendes Leben,“ fügte Rowley hinzu.

Die Obdachlosigkeit ist nicht das einzige Problem, erklärte er, es gibt immer mehr Palästinenser, besonders Kinder, die unter psychologischen Problemen als Folge des Krieges leiden von schweren Traumata.

Rowley sagte, dass die UNRWA auf die dringenden Bedürfnisse von etwa 12000 Menschen reagiert, die während des israelischen Angriffes  Zuflucht in Regierungs- und  UNRWA-Schulen  gesucht haben. http://www.middleeastmonitor.com/news/middle-east/4814-un-3000  (dt. Ellen Rohlfs)

Anatomie eines nationalen Selbstmords - Ian Kershaw - Das ist der Titel über der Buchbesprechung von Prof. Blatman über das letzte Buch von Ian Kershaw: „Das Ende: Der Trotz und die Zerstörung von Hitlers Deutschland, 1944-45“ (Haaretz books sektion), 31.Okt. 2012
Blatman zitiert Kershaw in dem Sinne, dass kein Staat jemals in einem verlorenen Krieg noch so lange weiter gekämpft hat, wie Deutschland am Ende von Hitlers Regime, und Blatmam fügt hinzu, das „seine Schlussfolgerungen nicht nur für das Dritte Reich relevant sind“. Prof. Blatman, ein Wissenschaftler über den Holocaust und der Direktor des Institut für das gegenwärtige Judentum an der Hebräischen Universität, weiß, worüber er spricht. Seine Rezession ist aufschlussreich über die gefährliche Lage, in der sich Israel befindet. In einem Artikel, den Prof. Blatman in Haaretz veröffentlichte, legt er dar, dass das Ausmaß von Rassismus in Israel, die Aufwiegelung gegen Araber und Asylsuchende aus Afrika und die undemokratischen Gesetze, die die Knesset verabschiedet hat, Israel in ein Stadium bringen, in dem sich Deutschland 1932 befand, kurz bevor Hitler an die Macht kam .(„1932 ist schon hier“ Haaretz 25.Dez. 2010). In andern Worten, die Gründung eines faschistischen Regimes besteht schon im Israel von heute.
Es gibt viele Warnzeichen. Hier ist eines davon: In seiner Rezession schreibt Blatman: „Inmitten der Führer des Regimes und der Partei, der Generäle und der Zivilgesellschaft standen Millionen von einfachen Soldaten, junge Deutsche, von denen viele ihre Schuljahre und die prägenden Jahre im Bildungssystem des Nazistaates verbrachten; sicherlich jene, die in den letzten Jahren vor dem Krieg mobilisiert wurden und die 1933 in der Schule waren.“
Als ich diese Worte las, erinnerte ich mich an den Prozess der Indoktrination, den Israels Schulkinder auf Initiative des Bildungsministers Gideon Saar durchmachten, an die Entfernung der Schulbücher, die eine demokratische Botschaft vermittelten und den Konflikt mit den Palästinensern einigermaßen ausgewogen darstellten, bis zum Ermutigen von Schulen, Fahrten in die besetzten Gebiete zu organisieren bis zur letzten Erneuerung: Zuweisung eines Budgets je nach der Anzahl ihrer Schulabgänger, die in die Armee gehen . Dies ist das militaristische Bildungssystem. Der Minister und seine rechte Regierung wollen Generationen von Soldaten aufziehen, die in der Schule mit Nationalismus, religiösem Extremismus, Rassismus gehirngewaschen werden und so bereit sind, der Besatzung und der Apartheid zu dienen, ohne dabei ein schlechtes Gewissen zu haben.

Beim Problem des Vergleichs zwischen der israelischen Besatzung und dem Nazi-Regime, tun wir gut daran, an Prof. Amos Funkenstein, (ein israelischer Preisträger, der die Joseph-und –Ceil-Mazer-Dozentenstelle in der historischen und philosophischen Fakultät der Tel Aviver Universität inne hat) zu erinnern. Er sagte vor 25 Jahren in einem Interview mit Haaretz „Zwischen 1933 und 37 bis zur Kristallnacht (9.11.1938) war die Situation der Juden in Deutschland in gewisser Weise besser als die der Araber in den besetzten Gebieten.“ (Haaretz 9.12. 88).

( Bemerkung der Übersetzerin: Demnach ist heute nach 25 Jahren alles noch viel schlimmer !!!)
(Aus dem Hebr. George Malent; dt. Ellen Rohlfs)   31.10 2010 http://kibush.co.il/show_file.asp?num=55597

Lähmend Professionell? Notizen zur Frauenbewegung in Palästina - Judith Höffkes, Studentin der Islamwissenschaft an der Freien Universität Berlin, machte sich im Rahmen ihrer Master-Arbeit ein Bild der Frauenbewegung im Westjordanland und in Ost-Jerusalem. Zwischen August und Oktober 2012 bereiste sie die palästinensischen Gebiete für Gespräche und Begegnungen mit Frauen vor Ort. Eine Bestandsaufnahme: „Hier eine Frau zu sein kann sich so anfühlen wie ein Patient ohne Doktor zu sein.“ Angesprochen auf dieses Zitat der Bloggerin Mona Elfarra, die Mitte 50 ist und seit 2006 große und kleine Geschichten aus ihrem Leben als Frau in Gaza erzählt, lacht Sarah – es klingt genervt. Sie kommt grade aus einer Vorlesung an der Birzeit-Universität, >>>


Musical in Gaza thematisiert die Rechte von Frauen  - Kunst und Emanzipationsbewegung in Palästina - Ein Theater in der Stadt Gaza, Palästina hat ein Stück aufgeführt mit dem Titel Auch Du bist das Heimatland, in welchem das gesellschaftliche Problem von Gewalt gegen Frauen thematisiert wird. Die Theateraufführung wird durch die Amal Union gefördert, die zahlreiche Frauenrechtsorganisationen koordiniert. Nadia Abu Nahleh, Frauenbeauftragte in Gaza, erklärt: „Die Aufführung steht heute unter dem Motto „unsere Zukunft liegt in unseren Händen“. Wir wollen ein Ende der Gewalt gegen Frauen, die ein gefährliches Phänomen in der palästinensischen Gesellschaft bildet.“ >>>

Wahlen: Suabi von Kandidatur ausgeschlossen - Die arabische Politikerin Hanin Suabi darf bei den Knessetwahlen im Januar nicht kandidieren. Dies verfügte der zentrale Wahlausschuss am Mittwoch. Israels Oberster Gerichtshof kann die Ablehnung der Kandidatur noch aufheben. „Über der Entscheidung schwebt eine schwarze Fahne des Mangels an Legitimität, der Tyrannei der Mehrheit und des Herumtrampelns auf einem Grundrecht in der Demokratie“, kommentierte Suabi die Mitteilung des israelischen Wahlausschusses. Die Abgeordnete der arabischen Nationaldemokratischen Versammlung (Balad) war im Mai 2010 an Bord der „Mavi Marmara“, die ohne israelische Kontrolle Güter in den Gazastreifen bringen wollte. Bei einer Razzia durch die Marine kamen damals neun türkische Aktivisten ums Leben (Israelnetz berichtete). „Die Entscheidung ist das Ergebnis eines politischen Rachedurstes und ein armseliger Versuch, die Stabilität der arabischen Öffentlichkeit zu schädigen“, sagte die 43-jährige Araberin der israelischen Tageszeitung „Yediot Aharonot“. „Ich bin überzeugt, dass der Kampf um volle Gleichberechtigung der einzige mögliche Weg zur Demokratie ist.“ >>>

21.12.2012

Pressemitteilung: 20.12.2012 - Verbale Präzision braucht präzise Maßnahmen - Unzweideutig und in aller Präzision verurteilten 14 Mitglieder des UN-Sicherheitsrates am Mittwoch (19.12.) den israelischen Siedlungsbau. Dieser sei ein klarer Völkerrechtsbruch und gefährde die Gründung des zusammenhängenden und lebensfähigen Staates Palästina. Dieser verbalen Präzision müssen jetzt präzise Maßnahmen zur Beendigung der Besatzung folgen, erklärt Botschafter Salah Abdel Shafi. - „Mit Ausnahme der USA verurteilten alle Mitglieder des UN-Sicherheitsrates unmissverständlich den völkerrechtswidrigen Siedlungsbau Israels. Ich begrüße diese Stellungnahmen, die keinen Zweifel an der Unrechtmäßigkeit der israelischen Besatzung der palästinensischen Gebiete lassen. Sie lassen auch keinen Zweifel daran, dass Israel mit der Forcierung seines Siedlungsbaus das Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes und sein Recht auf einen eigenen Staat negiert. >>>


I
sraels Außenminister Lieberman wirft EU Antisemitismus vor - Jerusalem/Ramallah - Nach der deutlichen Kritik der Europäischen Union hat sich die Debatte über Israels Siedlungsvorhaben im Osten Jerusalems am Dienstag verschärft. Israels Außenminister Avigdor Lieberman warf Europa im israelischen Rundfunk eine judenfeindliche Politik "wie Ende der 30er Jahre" vor >>>


USA im UN-Sicherheitsrat isoliert - 14 von 15 Staaten verurteilen Israels Siedlungspolitik - Neue jüdische Stadt geplant -  Die USA haben am Mittwoch eine formelle Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik im Uno-Sicherheitsrat verhindert. Nach Angaben von Diplomaten drohte Washington mit seinem Veto, sollte eine Abstimmung im höchsten UN-Gremium angesetzt werden. Im Anschluss an die Beratungen veröffentlichten allerdings alle anderen 14 Mitglieder des Sicherheitsrats mehrere Stellungnahmen, in denen der israelische Siedlungsbau in den besetzten palästinensischen Gebieten scharf kritisiert wurde. Die vier europäischen Mitglieder Frankreich, Großbritannien, Deutschland und Portugal erklärten, Israels Ankündigung unterwandere das Vertrauen in seine Bereitschaft, eine Lösung über Verhandlungen mit den Palästina zu erreichen. >>>


Israel weitet Baupläne trotz Kritik aus - (...) Israel wies die Kritik zurück, das Land habe jedes Recht, die Wohnungen zu bauen, sagte der israelische Uno-Botschafter Ron Prosor: "Es geht um Jerusalem, unsere Hauptstadt, in der schon vor 3000 Jahren König David regierte. Natürlich haben wir das Recht, da zu bauen."  >>>



The Making and Unmaking of a Zionist
- Dr. Ludwig Watzal - Das Buch von Anthony Lerman ist ein gutes Beispiel dafür, wie aus einem gläubigen Zionisten ein ernsthafter Kritiker dieser Ideologie geworden ist. Lerman erzählt die Geschichte eines 15-jährigen Jungen, der sich einer zionistischen Jugendgruppe anschloss und 1970 israelischer Staatsbürger wurde. Aber nach einigen Jahrzehnten versteht er sich nicht mehr als Zionist. "Having rejected the ethnocentricity of Zionism and the moral and practical implications of taking coercive, racist and illiberal measures to secure a state with a Jewish majority in perpetuity, I can no longer subscribe to a project the logical conclusion of which is to attain such a maximalist nationalist end. No people or state is obliged to follow a path laid down by the exponents of the most extreme interpretation of its national destiny." (198) Als Bürger des Vereinigten Königreichs, kann er sich als Britisch und Englisch bezeichnen, aber nicht als britischer und englischer Nationalist. >>>

Weihnachten in Bethlehem - Friedensbotschaft aus der Krisenregion - Zu Weihnachten ist Bethlehem für Christen weltweit der Inbegriff von Freude und Hoffnung auf Frieden. Aber die Stadt, in der Jesus wohl zur Welt kam, liegt mitten im gar nicht so friedlichen Nahen Osten. - Auf dem Manger-Platz vor der Geburtskirche Jesu Christi in Bethlehem im Westjordanland werden die letzten Vorbereitungen für Weihnachten getroffen. Der Klang von Hämmern mischt sich mit einem babylonischen Sprachengewirr >>>


Christmas Message from the Holy Land: ‘Act and Intervene’ - Stuart Littlewood - My first Christmas greeting this year came all the way from Bethlehem itself, just yards from where the Big Story is supposed to have begun 2012 years ago. My friend Jiries is a survivor of the murderous 40-day siege of the Church of the Nativity by Israeli troops in 2002. These days, for me, Christmas has become a time to remember some of the extraordinary people I’ve met in the Holy Land… And none is more extraordinary than the veteran Catholic priest in Gaza, Fr Manuel Musallam, >>>

 

FACT SHEET: Palestinian Christians in the Holy Land  - With the Christmas season upon us, the IMEU offers the following fact sheet on Palestinian and other Christians in the Holy Land. - PALESTINIAN CHRISTIANS IN THE HOLY LAND - BASIC FACTS & FIGURES >>>



Colonizing Christmas: Facts on Israeli Occupation and Bethlehem - PLO Negotiations Affairs Department Issued Their Latest Fact Sheet entitled “Colonizing Christmas: Facts on Israeli Occupation and Bethlehem”. - Bethlehem is a vivid example of the severe and appalling effects that Israeli colonization policies have had in Palestine. Illegal confiscation of land, expulsion of Palestinian families and on-going construction of Israeli settlements are few of countless stories that can be heard from the inhabitants of Palestine in general, and Bethlehem in particular. >>>
 

20.12.2012

UN-Sicherheitsrat düpiert USA mit Israel-Erklärungen - Die USA haben eine formelle Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik verhindert. Über das offensichtlich abgestimmte Vorgehen der Staaten, darunter Deutschland, sind US-Diplomaten verärgert.- Von den 15 Mitgliedsstaaten des UN-Sicherheitsrats haben außer den USA am Mittwoch alle von Israel einen Verzicht auf den Bau weiterer Siedlungen in den palästinensischen Gebieten verlangt. US-Diplomaten verhinderten in dem Gremium eine formelle Verurteilung der israelischen Siedlungspolitik, indem sie mit einem Veto drohten. >>>

 

Siedlungen sofort stoppen - UN warnen Israel - Es wäre ein "beinahe tödlicher Schlag" für die Zwei-Staaten-Lösung, wenn Israel seine Siedlungspolitik fortsetzt, sagt ein UN-Vertreter. In eindringlichen Worten ermahnt die Staatengemeinschaft Israel, nicht noch weiter in das Palästinensergebiet vorzudringen. Die UN fordern von Israel einen sofortigen Verzicht auf neue Siedlungen in den palästinensischen Gebieten. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon mahnt die israelische Regierung, den "gefährlichen Weg" nicht weiter fortzusetzen. Bans Stellvertreter Jeffrey Feltman bezeichnete die jüngsten Baupläne als einen "beinahe tödlichen Schlag" für eine friedliche Zwei-Staaten-Lösung.>>>


 

Israel entscheidet über weitere große Siedlungsprojekte - Stadtverwaltung von Jerusalem berät über Bau Hunderter Wohnungen - Jerusalem - Die Stadtverwaltung von Jerusalem berät nach Angaben israelischer Friedensaktivisten über den Bau mehrerer großer Siedlungsprojekte im besetzten Ostteil der Stadt. Die Planungskommission wolle am Dienstag über die Genehmigung von zwei Projekten zum Bau von 549 und 813 Wohnungen in der Siedlung Givat Hamatos beraten, sagte Hagit Ofran von der Friedensgruppe Peace Now der Nachrichtenagentur AFP. Am Mittwoch würden die Behörden abschließend über den Bau von 2.610 weiteren Wohnungen in der Siedlung entscheiden. Wie die Spezialistin für den Siedlungsbau weiter erklärte, will die Planungskommission am Donnerstag über den Bau von 1.100 zusätzlichen Wohnungen in der Siedlung Gilo beraten, bevor sie bei einer weiteren Sitzung am 7. Januar den Bau eines Hotels mit tausend Zimmern in Givat Hamatos diskutiert. Erst am Montag hatte das Innenministerium grünes Licht für den Bau von 1.500 Wohnungen in der Siedlung Ramat Schlomo in Ostjerusalem gegeben. >>>

 

Paris Siedlungsbau: Europäer wollen Israel rügen - Gemeinsam mit weiteren europäischen Mitgliedern des Weltsicherheitsrats will Deutschland offenbar die jüngsten Pläne zum Siedlungsbau in Ost-Jerusalem verurteilen. Eine Gruppe aus Deutschland, Großbritannien, Frankreich und Portugal bereite eine entsprechende Erklärung vor, sagte ein europäischer Diplomat, der namentlich nicht genannt werden wollte. >>>

 

"Wenn sie kommen, werden wir kämpfen" - Für den von Israel angekündigten Siedlungsbau müssten 2500 Beduinen weichen - Philip Kuhn  - Nada Jahalin steht vor dem Eingang ihrer windschiefen Wellblechhütte >>>


 

Neue Baupläne - neue Kritik an Israel -  Tim Aßmann - (...) Ein Ring jüdischer Siedlungen rund um Ostjerusalem - Kritiker der israelischen Siedlungsbaupolitik sehen hinter diesem und anderen Projekten deshalb die Taktik, einen durchgehenden Ring aus jüdischen Siedlungen rund um das arabische Ostjerusalem zu bauen und somit eine Aufteilung der Stadt im Fall einer Zwei-Staaten-Lösung zwischen Israelis und Palästinensern unmöglich zu machen. Beide Seiten beanspruchen Jerusalem als Hauptstadt. Givat HaMatos ist nur ein Projekt in einer ganzen Reihe von Bauvorhaben, die Israel in den vergangenen Wochen bekanntgegeben hatte und deren Umsetzung es nun vorantreibt. Dieselbe Planungsbehörde, die nun die Erweiterung von Givat HaMatos durchwinkte, genehmigte Anfang der Woche schon den Bau von 1500 Wohnungen im Norden Ostjerusalems, in Ramat Schlomo. Vor gut zwei Wochen kündigte Israel den Bau von 3000 Wohnungen in einem besonders umstrittenen Planungsgebiet namens E1 zwischen Jerusalem und dem Toten Meer an. >>>

 

State Department Rebukes Israel Over Settlement Activity - The State Department accused Israel on Tuesday of engaging in a “pattern of provocative action” over the country’s plans to proceed with new settlement construction in the West Bank and East Jerusalem.  - Victoria Nuland, a department spokeswoman, said settlement activity only put the goal of peace “further at risk” >>>

 

E1 is not a `land without a people` - Activestills - +972 - "Such language reinforces decades-old misconceptions to the casual reader, while the disconnect between the headline and the photo illustrates the internal contradictions of Nakba denial and Zionist mythology: there was no one here, and they all need to leave." >>>

 

Siedlungspolitik isoliert Israel mehr und mehr

Unsere angebliche Demokratie im Nahen Osten - Israeli Arab MP who joined Gaza flotilla barred from re-election - Israel's electoral authority barred an Arab lawmaker from re-election on Wednesday, saying she had supported the nation's enemies by joining a protest ship that tried to break a naval blockade of Gaza. >>>



Zoabi: Racism is part of Israel’s ruling consensus - Nikki Hodgson and Mikaela Levin - In a July 2011 interview, MK Hanin Zoabi told the AIC that “When it comes to the rights of Palestinians in Israel, there is no difference between opposition and coalition.” Zoabi's concern that racism has become part of Israeli national consensus, and that everything outside of this must now be criminalized, appears justified given today's decision by the Knesset Central Elections Committee to disqualify her from running in the January 2013 elections. An interview more relevant than ever. >>>



MK Zoabi Disqualified for Knesset - Richard Silverstein - An Israeli Knesset election committee voted to bar Israeli Palestinian MK Haneen Zoabi from running in next month’s national election. The vote was 19-9 on a motion presented by a Likud Knesset member. The committee seeking to slice the baby clean in half, voted not to disqualify two Israeli Palestinian political parties from contesting the election. This is a regular charade presented by the Israeli nationalist right for the sake of their ultra-rightist supporters. It’s a form of waving red meat before their eyes so they will be more motivated to vote for parties like Likud which are supposedly upholding good old-fashioned values like Mom, apple pie and Israeli racism. In the Israeli land of the blind, the one-eyed racist is king. >>>

Haneen Zoabi's presentation Russell Tribunal Cape Town

Interview mit Sari Nusseibeh - Ein virtueller Staat namens Palästina - Sari Nusseibeh, palästinensischer Philosophieprofessor und Präsident der Al-Quds-Universität in Ost-Jerusalem, über den Frieden mit Israel, der auf halber Strecke stecken blieb. Inge Günther hat sich mit ihm unterhalten. Viele ihrer Landsleute waren euphorisch über das Ja der Vereinten Nationen zu Palästina, Sie auch? Sari Nusseibeh: Nein, eher nicht. Aber mich freut, wenn die Leute glücklich sind. Die Freude währte kurz, am nächsten Tag hat Israel hochproblematische Siedlungspläne bekannt gegeben. Glauben Sie, dass die UN-Entscheidung etwas bewirkt und wieder Dynamik in den verfahrenen Friedensprozess bringt? Nusseibeh: Das kann noch keiner sagen. Ich vermute, dass Verhandlungen wieder aufgenommen werden. Ich vermute auch, dass sich alles sehr langsam bewegen wird und wahrscheinlich nicht zum Abschluss kommt. Dass man sagen wird, weitere politische Änderungen seien nötig. Dann wird es wahrscheinlich erneut Neuwahlen in Israel geben. Und sollten sie dann tatsächlich eine Führung hervorbringen, die interessiert ist, dass bis dahin Ausgehandelte zu vervollständigen, wird es ein Abkommen geben. Aber es wird eines sein, in dem die Palästinenser weit weniger erhalten, als was sie von einer Zwei-Staaten-Lösung erwarten. >>>


Das Ende der Kriege - Dr. Ludwig Watzal - US-Präsident Barack Obama hat seinen Landsleuten das Ende der Kriege in Irak und Afghanistan versprochen. Trotz „Rückzug“ aus dem Irak haben die USA dort immer noch 50 000 Soldaten, als „Ausbilder“ verkleidet, stationiert; gleiches soll nach dem offiziellen Abzugstermin in Afghanistan geschehen, wo so genannte Ausbilder von Kampfeinheiten bewacht werden müssen. Beide Länder werden die US-Amerikaner nie wieder verlassen. Amerika habe wieder zwei endlose Kriege angezettelt, so der Autor. Obama führt die Kriege der „Bushies“ intelligenter weiter, und er hat sich als eine „Black-Bush-light-Version“ entpuppt. Für seine Friedensrhetorik wurde ihm bereits im ersten Amtsjahr der Friedensnobelpreis verliehen. Viele US-Amerikaner sind über diesen „Heilsbringer“ maßlos enttäuscht, dabei tut er doch nur das, was die „Logik“ des US-Imperiums von ihm verlangt: Er dehnt dessen Grenzen und Einflusssphäre nur weiter aus, bis letztendlich alle Staaten dieser Erde unter den Rettungsschirm des „benign hegemon“ geschlüpft sind. >>>

UN-Generalversammlung verabschiedet fünf Resolutionsentwürfe gegen Israel - Die Mitgliedsstaaten der Generalversammlung der Vereinten Nationen (UNO) verabschiedeten (letzten) Dienstag mit überwältigender Mehrheit fünf Resolutionsentwürfe gegen die unzähligen Verbrechen der israelischen Regierung.
Die Resolutionen verlangen die Beendigung der Blockade des Gazastreifens und der zahllosen Fälle von Menschenrechtsverletzungen im besetzten palästinensischen Territorium.

Diese Sitzung der UN-Generalversammlung erlebte, dass die Mehrheit der Mitgliedsstaaten gegen die israelische Regierung stimmten, während nur die USA, Kanada, Australien und zwei kleine Staaten, Mikronesien und die Marshallinseln, gegen die Intiative stimmten.

Eine der Initiativen bezieht sich auf den üblen Umgang Israels mit der Genfer Konvention, und die mit 171 Ja-Stimmen, 6 Gegenstimmen und 3 Enthaltungen verabschiedet wurde.

Ein Resolutionsentwurf des Sonderkomitees zur Untersuchung der Aktivitäten der israelischen Regierung im besetzten Territorium wurde mit 98 Ja-Stimmen bei 8 Gegenstimmen und 72 Enthaltungen verabschiedet.

Ein weiterer Resolutionsentwurf gegen den israelischen Siedlungsbau im besetzten palästinensischen Territorium und den besetzten syrischen Golanhöhen wurde mit 169 Jastimmen bei 6 Gegenstimmen und 5 Enthaltungen verabschiedet.

Eine weitere Intiative spricht von den Menschenrechtsverletzungen im palästinensischen Territorium durch die israelische Regierung erreichte 164 Jastimmen bei 8 Gegenstimmen und 6 Enthaltungen.

Und der Resolutionsentwurf über die Region der syrischen Golanhöhen und die Fortdauer ihrer Besetzung durch das israelische Regime erhielt 168 Ja-Stimmen bei 1 Gegenstimme und 11 Enthaltungen; die einzige Gegenstimme zu dieser Initiative kam vom Repräsentanten der israelischen Regierung vor der UNO.

Diese Verurteilung des israelischen Regimes durch die UN-Generalversammlung erfolgte nach der historischen Abstimmung im vergangenen November, bei der trotz des heftigen Widerstands der israelischen Regierung und Washingtons 138 Länder für eine Aufwertung des Status von Palästina zu einem Nichtmitglieds Beobachterstaat stimmten. Nur neun Mitgliedsstaaten, darunter die USA, Kanada und Israel stimmten gegen diese Resolution. Es sei noch zu erwähnen, dass Palästina mit seinem neuen Status offene Türen zu den Agenturen der UNO und zum Internationalen Strafgerichtshof hat, wo es die israelische Regierung wegen ihrer Vergehen gegen das palästinensische Volk verklagen kann. Quelle: palestinalibre.com/articulo.php?a=42782 aus dem Spanischen übersetzt von K. Nebauer

SPD - BAUM UND LANDRAUB STATT KRAWATTE

Bitte beteiligen: Heftige, kontroverse Diskussionen finden statt auf der Facebook-Seite "Wald der SPD (siehe auch Bild  2, 3, 4 rechts ) >>>


An den Parteivorstand der SPD - Willy-Brandt-Haus - Wilhelmstraße 141 - 10963 Berlin

Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost"
Unterstützt die SPD die „Judaisierung“ der Negev-Wüste?

Mit großer Enttäuschung hat die "Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost" vom Beschluss der SPD erfahren, eine Spendenkampagne zugunsten des Jüdischen Nationalfonds (JNF)/ "Keren Kajemet le Jisrael" (KKL) zu starten, welche dazu beitragen soll, in der Negev-Wüste einen "Wald der SPD" zu pflanzen1.

Zynischerweise merkt die SPD noch an, dass Zuwendungen an den KKL von der Bundesregierung als steuerlich absetzbare Spenden anerkannt werden. Demnach subventioniert die Bundesregierung Spenden für den JNF - KKL und fördert indirekt die ethnische Säuberung der indigenen Beduinen - Bevölkerung der Negev-Wüste.

Während jedoch die Verwicklung der deutschen Regierung noch indirekt bleibt, unterstützt die SPD diese kriminelle Aktion direkt.

Der SPD ist bekannt, dass das Ziel des JNF - KKL die „Judaisierung“ Israels ist und ebenso, dass seine Projekte zur Aufforstung der Negev-Wüste Teil der Bestrebungen sind, die ansässige Beduinen-Bevölkerung von der bisherigen Nutzung des Bodens als Acker- und Weideland abzubringen.

Alarmierend ist überdies, dass die SPD es für richtig befindet, als "Geburtstagsgeschenk" für Israel Geld für eine Organisation zu spenden, die aktiv die Ausdehnung des einen Teils der Bevölkerung gegenüber dem anderen betreibt. Die SPD ignoriert die Tatsache, dass der Negev (arabisch Naqab) mehrheitlich von muslimischen Arabern bewohnt wird, die der Jüdische Nationalfond aktiv von ihrem Land zu verdrängen sucht. Hierbei handelt es sich gleichermaßen um Bürger Israels, denen das "Geschenk" der SPD allerdings sehr bitter schmecken dürfte.

Bereits im März dieses Jahres hatte die "Jüdische Stimme" vor Spenden für den JNF – KKL gewarnt, einer kriminellen Organisation, die vorrangig durch ihre Tochtergesellschaft "Himanuta" maßgeblich an illegalen Siedlungen im besetzten Ost-Jerusalem beteiligt ist.

Allein im Zeitraum 2011/2012 wurde in der Wüste das Beduinen-Dorf Al Arakib mehr als dreißigmal von Bulldozern des JNF - KKL zerstört. Der JNF - KKL ersuchte Spendengeber in den USA, die Aufforstung des Bodens von Al Arakib zu fördern, damit seine Bewohner an dem Wiederaufbau ihrer Häuser und der Wiederherstellung ihres Ackerlands gehindert werden.

Im weiteren Verlauf dieses Jahres hat die "Jüdische Stimme" mit Interesse zur Kenntnis genommen, dass die Weltgemeinschaft allmählich beginnt, auf die Verbrechen des JNF – KKL zu reagieren. In Großbritannien gingen die Spenden an den JNF - KKL um die Hälfte zurück, da viele Spender es ablehnen, sich an Projekten zur "ethnischen Säuberung" zu beteiligen2.

Bedauerlicherweise scheint die SPD hier hinterher zu hinken und ist entweder nicht fähig oder nicht bereit, den Widerspruch anzusprechen, der zwischen einer Unterstützung für den JNF - KKL und dem Recht aller israelischen Bürger besteht, mit Würde und Respekt behandelt zu werden.

Abschließend wollen wir als Juden darauf hinweisen, dass die SPD mit der Verquickung eines "Geschenkes für Israel" mit einem "Geschenk für Hanukkah" eine alte jüdische Tradition mit der Diskriminierung von Palästinensern und Beduinen in Israel vermengt. Wir wollen deshalb betonen, dass wir die Enteignungsmethoden des JNF - KKL und ebenso seine rassistische Ideologie der "Judaisierung des Negev" als Juden zurückweisen. Die Vorstellung, ein jüdischer Feiertag wie "Hanukkah" sei ein guter Anlass, Nichtjuden zu diskriminieren und anzugreifen, ist unerträglich.

Wir sind daher gespannt, eine Erklärung von der SPD zu hören, warum sie es für richtig befunden hat, diese Verbindung herzustellen. Berlin, 19.12.2012

1http://www.spd.de/partei/82714/20121130_baum_statt_krawatte.
html;jsessionid=CD01A2B77850FA5CFBDDF4E849BA1649

2 http://www.tarabut.info/en/articles/article/JNF-starting-to-pay/
 

Forest of German States in the Negev

Hier finden Sie zusätzlich ein aktuelles Video, hergestellt von der israelischen Bürgerrechtsorganisation "Negev Coexistence Forum for Civil Equality", das über die Rolle des "J"NF im Zusammenhang mit dem sogenannten "Wald deutscher Länder" informiert. Heftige, kontroverse Diskussionen finden statt auf der Facebook-Seite "Wald der SPD" http://www.facebook.com/events/434789356576378/permalink/435153786539935/#!/waldderspd?fref=ts      - leider sind bislang bereits eine große Anzahl kritischer Kommentare gelöscht worden. - Martin Forberg

 

Die Spenden und Vertreibungsaktion dokumentiert >>>

Prof. em. Dr. Reinhold Mokrosch  - Ev. Theologie / Praktische Theologie-Religionspädagogik - Osnabrück, 17. 12. 12 - Antisemitismus-Vorwurf im Film „Wir weigern  uns, Feinde zu sein“

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Dr. Gsell! Ich erhielt die Presse-Erklärung von Frau Stefanie Landgraf und Herrn Johannes Gulde, den Produzenten des Filmes „Wie weigern uns, Feinde zu sein“, vor wenigen Tagen.

Da ich im Vorstand der „Deutsch-Israelischen Gesellschaft Osnabrück“ und der „Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft Osnabrück“ arbeite und mit beiden Gesellschaften den Film gesehen und diskutiert habe, möchte ich als Professor der Ev. Theologie an der Universität Osnabrück kurz Stellung nehmen zu der o.g. Presse-Erklärung.

Meiner Erinnerung nach enthält der Film keinen einzigen direkten oder indirekten Vergleich zwischen dem Flüchtlingslager Jenin und dem Warschauer Ghetto. Wäre das der Fall gewesen, hätte ich die Filmvorführung protestierend verlassen. Ich habe auch keinen einzigen Hinweis zu der Anschuldigung im Film entdeckt, dass ein israelisches Museum den Holocaust instrumentalisiere >>>

Demanding equality - how is that illegal? - If the anti-boycott law is ever put to the test, the first cases may provide an even greater boost to the BDS movement. - Israeli NGOs have appealed to the Supreme Court of Israel to strike down the July 2011 law for its violations of freedom of speech, freedom of opinion, political expression and the right to organise. The hearing in the West Jerusalem court took place last Wednesday, on December 5, and the court's decision will be published in the coming days. There is lot of skepticism regarding a sensible outcome among boycott activists. From the moral perspective, the Israeli Supreme Court is a significant vehicle of Israeli occupation and apartheid. It is this court which consistently refuses to deal with Israeli violations of international law while at the same time allowing for the continuation of the ethnic cleansing process both within the Occupied Palestinian Territories and in Israel proper. >>>

19.12.2012

Netanjahus neue Grenzziehung - Inge Günther - Israels Planungsbehörden genehmigen derzeit Siedlungsvorhaben in Ost-Jerusalem wie am Fließband. Während die palästinensische Autonomieführung eine Beschwerde beim UN-Sicherheitsrat ankündigt, spenden die Rechten und Religiösen Netanjahu Applaus. 6600 neue Wohnungen sollen binnen vier Tagen im annektierten Ostteil der Stadt Jerusalem auf den Weg gebracht werden. Niemals seit 1967 habe es derart massive Siedlungsaktivitäten gegeben wie nach dem UN-Votum zu Palästina, sagt Danny Seideman, ein Anwalt und linker Aktivist. Offenbar wolle Premier Benjamin Netanjahu die Grenzen in Jerusalem nach eigenen Vorstellungen bestimmen. >>>

 

«Bauen in E-1 wäre Todesstoss für eine friedliche Lösung» - Über 400 amerikanisch-jüdische Geistliche ersuchen den israelischen Regierungschef Binyamin Netanyahu in einem Brief, keine neuen Bauprojekte in dem als E-1 bekannten Landkorridor zwischen Jerusalem und der Westbankstadt Maaleh Adumim voranzutreiben. «Wir fürchten», liest man in dem Schreiben, das JStreet, Americans for Peace Now und Rabbis for Human Rights-North America organisiert haben, «dass der Bau von Siedlungen in E-1 der Todesstoss für eine friedliche Lösung bedeuten würde. «Wenn Israel in E-1 baut, würde das (das arabische) Ostjerusalem von seiner Westbank-Umgebung abschneiden und die Westbank faktisch zweiteilen. Auf diese Weise würde E-1 effektiv ein Hindernis für die Zweistaatenlösung darstellen.» >>>

 

Israel entscheidet über weitere große Siedlungsprojekte - Jerusalem - Die Stadtverwaltung von Jerusalem berät nach Angaben israelischer Friedensaktivisten über den Bau mehrerer großer Siedlungsprojekte im besetzten Ostteil der Stadt. Die Planungskommission wolle am Dienstag über die Genehmigung von zwei Projekten zum Bau von 549 und 813 Wohnungen in der Siedlung Givat Hamatos beraten, sagte Hagit Ofran von der Friedensgruppe Peace Now der Nachrichtenagentur AFP. Am Mittwoch würden die Behörden abschließend über den Bau von 2.610 weiteren Wohnungen in der Siedlung entscheiden. >>>

 

UN security council's EU members to condemn Israeli settlements expansion - Unusual statement expected from the UK, France, Germany and Portugal follows blunt criticism by US of construction plans - Harriet Sherwood - The four European members of the United Nations security council are drawing up a strong joint condemnation of recent Israeli moves to expand Jewish settlements in East Jerusalem amid growing international censure. The unusual statement, expected this week from the UK, France, Germany and Portugal, follows blunt criticism from the US of Israel's announcement on Monday of plans to build an extra 1,500 homes in the settlement of Ramat Shlomo. US state department spokeswoman Victoria Nuland said: "We are deeply disappointed that Israel insists on continuing this pattern of provocative action. >>>

Friedlicher Widerstand, 11. - 14. Dezember 2012

Ni'lin: Israelische Armee macht Jagd auf Bauern des Dorfes - Am Nachmittag des 11. Dezember 2012 war eine Gruppe von Bauern aus Ni’lin auf dem Weg zu ihren Feldern entlang der israelischen Trennmauer bei Ni’lin, als sie von israelischen Soldaten gesichtet wurden. In den Augen der Soldaten befand sich die Gruppe illegal in einer “geschlossenen militärischen Zone”, während die Palästinenser tatsächlich auf ihrem eigenen Land unterwegs waren. Drei Armeejeeps wurden losgeschickt, um die rechtmässigen Besitzer des Landes zu jagen und festzunehmen. Die Bauern waren aber schneller und erreichten das Dorf, verfolgt von den Armeejeeps, aus denen Soldaten mit scharfer Munition auf sie feuerten. Inzwischen hatte sich im Dorf eine grosse Gruppe von jungen Leuten versammelt, die Steine in die Strassen rollten, um die Soldaten aufzuhalten und den Bauern das Entkommen zu ermöglichen. Angesichts der Steinblockaden eröffneten die israelischen Truppen das Feuer auf die Jugendlichen und forderten Verstärkung an. In den folgenden vier Stunden setzte die Besatzungsarmee 13 Jeeps ein, um die Dorfbevölkerung zu terrorisieren. Soldaten feuerten Tränengaskanister  und Plastikstahlkugeln auf die Häuser und Tränengas drang in viele Dorfhäuser ein, wo vor allem die Kinder und älteren Dorfbewohner Schutz suchten. Auf den Strassen des Dorfes schossen die israelischen Soldaten mit scharfer Munition direkt auf Dorfbewohner, der sich draussen zeigten. Selbst die Krankenwagen des Roten Halbmondes kamen unter Feuer, als sie die Verletzten evakuieren wollten. Drei Menschen wurden an diesem Nachmittag schwer verletzt: Ein Mann wurde von einer Kugel ins Bein getroffen, zwei Menschen erlitten Verwundungen durch Plastikstahlkugeln im Kopfbereich. Der bedenkenlose Einsatz von scharfer Munition gegen unbewaffnete Menschen und die schweren Verletzungen illustrieren, so die Dorfbewohner, dass die Besatzungsarmee wieder einmal eine tӧdliche Gewaltbereitschaft zeigte.  In der Nacht vom 11. zum 12. Dezember wurde die Bestrafung des Dorfes fortgesetzt: 85 Soldaten drangen zu Fuss im Dorf ein. Am nächsten Tag organisierte das Dorf einen Proteste gegen die Angriffe der israelischen Besatzungsarmee.

a massive shooting of live ammunition direct at people as Israeli army invaded Ni’lin: three people severely injured, 12. Dezember 2012; Website des Dorfes Ni'lin; http://www.nilin-village.org/2012/12/12/a-massive-shooting-of-live-ammunition-direct-at-people-as-israeli-army-invaded-nilin-three-people-severely-injured/

Siehe auch Bericht der Internationalen Solidaritӓtsbewegung; http://palsolidarity.org/2012/12/bullets-litter-the-ground-in-nilin-as-soldiers-granted-more-freedom-to-shoot/


 

Freitag des Zornes: Proteste gegen Schusswaffeneinsatz der IDF - In der besetzten Westbank wurden die mit dem Bau der israelischen Mauer begonnenen wöchentlichen Proteste der Bevölkerung gegen die illegale israelische Annexionsmauer und Israels illegale Siedlungen am 14. Dezember 2012 fortgesetzt.

In Bil’in wurde eine Demonstration unter dem Thema “Freitag des Zorns” durchgeführt und gegen Israels illegalen Einsatz von scharfer Munition gegen unbewaffnete Demonstranten und die palästinensische Zivilbevölkerung allgemein protestiert. Das Bürgerkomitee von Bil’in verurteilte die Tötung von Mohammad Salaymah, 17, der am 12. Dezember 2012 von einem israelischen Soldaten erschossen wurde, als er unterwegs war, um einen Kuchen für seine Geburtstagsfeier zu kaufen. Dieses Verbrechen sei ein Akt des staatlich gesponserten Terrorismus, um die Palästinenser zur Unterwerfung unter das illegale Besatzungsregime zu zwingen. Bil’in rief zu verstärkten Protesten im besetzten Palästina auf, um Israels rassistische Politik an den Pranger zu stellen.

In Kufur Qaddoum nahe der von der Mauer eingekreisten Stadt Qalqilia im Norden der Westbank forderten die Bewohner, dass die israelische Armee endlich eine seit Jahren blockierte Verkehrsstrasse öffnet. Israelische Friedensaktivisten kritisierten eine israelische Stellungnahme, in der die Demonstranten in Kufur Qaddoum als gewalttätig bezeichnet wurden, nachdem ein Video veröffentlicht wurde, das israelische Soldaten nach einem Angriff auf einen Protest vor einer Woche auf der Flucht vor den unbewaffneten Demonstranten zeigt.

In Nabi Saleh wurde die Tötung des siebzehnjährigen Mohammad Salaymah ebenfalls verurteilt und ein „Freitag der Verbundenheit mit Salaymah, dem Sohn von Hebron“ organisiert. Das Bürgerkommitee von Nabi Saleh verurteilte die eskalierenden, gefährlichen Angriffe von israelischen Siedlern gegen die palästinensische Zivilbevölkerung, ihre Häuser, ihr Land und ihre Gebetsstätten.

Aus Al Ma’sara berichtete Hasan Breijiya vom Nationalen Kommitee gegen die Mauer und Siedlungen im Bethlehemer Distrikt, dass die Demonstranten den Jahrestag der Ersten Intifada begingen und in Solidarität mit palästinensischen Gefangenen, die sich im Hungerstreik befinden, um gegen die Behandlung in israelischen Gefängnissen und die Inhaftierung ohne Gerichtsverfahren, die sogennante Verwaltungshaft, zu kämpfen. Breijiya forderte verstärkte Proteste in Unterstützung der politischen Gefangenen, auch von der internationalen Gemeinschaft, die  völkerrechtlich verpflichtet sei, die palästinensische Bevölkerung vor der Gewalt der israelischen Besatzung zu schützen.

Ein Freitagsproteste wurde auch im Aida Flüchtlingslager bei Bethlehem durchgeführt.
 

Die unbewaffneten Proteste dieser Dörfer werden jedes Wochenende von der israelischen Besatzungsarmee brutal angegriffen und Soldaten feuern routinemässig Tränengaskanister, Gummimantelgeschosse, Schockgranaten und scharfe Munition auf die Dorfbewohner und die Teilnehmer aus Israel und dem weiteren Ausland. Es kommt jede Woche zu zahlreichen Verletzungen; nach einem Bericht der Internationalen Solidaritätsbewegung wurden bei den Protesten 24 Teilnehmer getötet. Durch Strassensperren an den Protesttagen versucht die israelische Armee, die Teilnahme von Solidaritätsaktivisten aus dem Ausland zu verhindern. Augenzeugenberichte vom Vorgehen der israelischen Besatzungsarmee werden als schӓdlich für das Image der "moralischsten Armee der Welt" angesehen. Murad Shteiwy, der Medienkoordinator der Proteste in Kufur Qaddoum berichete, dass die Soldaten am 14. Dezember eine Strassenblockade errichteten, um Journalisten vom Dorf fernzuhalten unter dem Vorwand, dass Kur Qaddoum eine „geschlossene Militärzone“ sei. Die Journalisten mussten folglich eine rauhe Nebenstrasse benutzen. Shteiwy sagte, dass Dorfbewohner angesichts dieser Massnahmen befürchteten, dass die israelischen Soldaten vor allem scharfe Munition gegen die unbewaffneten Demonstranten einsetzten würden.

Saeed Bannoura, Dozens Of Injuries Reported As Army Attacks Nonviolent Protests In West Bank, 15. Dezember 2012, IMEMC und PNN; http://www.imemc.org/article/64750
Three People shot in Madama, Palestine, International Solidarity Movement, 17. Dezember 2012, http://palsolidarity.org/2012/12/violent-clashes-follow-settler-attack-madama/
 

Liste von 23 Demonstranten, die seit 2004 bei den Protesten gegen Israels Mauer in der Westbank getӧtet wurden; International Solidarity Movement, 26. November 2012; http://palsolidarity.org/2010/12/list-of-demonstrators-killed-during-protests-against-the-wall/
http://palsolidarity.org/2012/12/israeli-forces-kill-teenager-on-his-17th-birthday-in-hebron/  Übersetzung und Zusammenstellung Martina Lauer

Partner im Disput - Gershon Baskin - Partnerschaft entsteht nicht von allein und sie kann nicht einseitig sein. Partnerschaft muss geschaffen und gepflegt werden, die Beteiligten müssen darauf bauen und sie unterstützen. Heute habe ich von einem Freund, der in einem wichtigen israelischen Ministerium eine gehobene Stellung hat, einen Brief bekommen. Wir haben einmal gemeinsam gearbeitet. Er verbrachte Jahre in den israelischen Streitkräften und gehörte zu denen, die für die Sicherheits-Kooperation mit der Palästinensischen Behörde verantwortlich waren. Er schrieb mir, er bewundere mich, weil ich mich weiterhin für den Friedensschluss mit den Palästinensern engagierte und er habe keinen Zweifel daran, dass meine Gründe dafür, dass ich weiterhin an den Frieden glaubte und dafür arbeitete, in meiner Bindung an den Staat Israel und das jüdische Volk lägen. Aber er wüsste doch gerne, wann ich endlich einsehen würde, dass wir keinen Partner auf der anderen Seite haben! >>>

Best Person for the Pentagon? - Ludwig Watzal  - The rumor mill is cocking in Washington D.C. that the former Nebraska senator Chuck Hagel should become the next Secretary of Defense. If US President Barack Obama chooses him, it would be a wise decision. Whether he would get this candidate approved by the US Senate remains to be seen. It seems there is something to this because the Israel Lobbyists are going haywire. A long list of Chuck Hagel’s alleged misconduct or “insufficient voting record” on Israel-issues has been presented and an anti-Hegel mood has been created to undermine his approval by the Senate. It would be ridiculous if the Lobby succeeded in preventing Hagel’s appointment, like they did with former ambassador Charles Freeman. After the Lobby had bullied Freeman, Obama dropped him like a hot potato. >>>

Martin Forberg - Baum und Landraub statt Krawatte -  Anlässlich der Spendenkampagne von Teilen der SPD für den "Jüdischen" (eigentlich: anti-palästinensischen und anti-jüdischen) Kolonialfonds "J"NF hier wichtiges Material von meinem Freund Nicola, das er schon vor einiger Zeit zusammengestellt hat. In der Tat: die Aberkennung der Gemeinnützigkeit für den "J"NF in der Bundesrepublik ist eine wichtige Sache. Weitere Infos u.a. auf der Internetseite des Palästina-Komitees Stuttgart http://palaestinakomitee-stuttgart.de/ (mit Kontaktdaten der SPD-Bundestagsfraktion) , des Instituts für Palästinakunde http://www.ipk-bonn.de/ , von bds-kampagne.de http://bds-kampagne.de/stop-the-jnf-campaign , auf der Seite des Palästina-Portals http://www.palaestina-portal.eu/ und bei vielen anderen - davon später, die Debatte wird ja weiter gehen.


Betreff:
Aberkennung der Gemeinnützigkeit der JNF ­­in der Einladung zum Benefizkonzert am 14.09.2003 in der Nikolaikirche, das unter der Schirmherrschaft der Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Frau Heide Simonis und der Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel Frau Angelika Volquartz stattfand, ist folgendes zu lesen:

„Der Erlös kommt dem Jüdischen Nationalfonds (JNF) für die Erweiterung und Pflege des „Yitzhak-Rabin-Parks“ an der Strasse von Tel Aviv und Jerusalem zugute. Der Fonds ist weltweit einzigartig. Er verfolgt seit Anfang des vorigen Jahrhunderts das Ziel, unfruchtbares Land mit Hilfe moderner Pflanz- und Bewässerungsmethoden für Menschen urbar zu machen. Seitdem sind in Israel über 400 Millionen Bäume gepflanzt worden. Seit 1996 pflanzen seine Mitglieder mit Hilfe vieler Freunde Israels Bäume zum Andenken an den Friedensnobelpreisträger Yitzhak Rabin“.

Was mir als unangemessen und nicht wahr auffällt, ist folgende Aussage:


„Der Fonds ist weltweit einzigartig. Er verfolgt seit Anfang des vorigen Jahrhunderts das Ziel, unfruchtbares Land mit Hilfe moderner Pflanz- und Bewässerungsmethoden für Menschen urbar zu machen.“

Der jüdische Nationalfonds ist seit seiner Gründung eine Kolonisierungsinstitution, die damit befasst ist, palästinensischen Boden in israelisches Territorium zu verwandeln. Dies ist durch Kauf, Enteignung oder andere Zwangsmaßnahmen mit Hilfe des israelischen Staates geschehen. Böden, die dem Fond gehören, dürfen von Nichtjuden weder bearbeitet, noch verpachtet oder gekauft werden. Sie sind für die ausschließliche Nutzung und Gebrauch von Juden vorgesehen. Diese Böden gelten dann als erlöste Böden, d.h. Böden die nicht im Besitz von Nichtjuden sind.


Dan Diner, Direktor des Simon-Dubnow-Instituts für jüdische Geschichte und Kultur e. V., dem man keine antisemitischen Tendenzen unterstellen kann, schreibt:

„Bodenkauf und -besiedlung waren also von Anfang an die Bedingungen jüdischer Nationalstaatsbildung in Palästina. Damit aber war bereits die Verlaufsform des Konflikts vorgezeichnet: Es war nötig geworden, anstelle der arabischen Bauernbevölkerung, den Fellahen, jüdische Siedler mit dem Boden zu verbinden, und es mußte gleichzeitig verhindert werden, daß jener Boden jemals wieder von Arabern zurückgekauft werden könnte. Dies geschah vor allem dadurch, daß die zionistische Bodenkauf-Organisation, der Keren Kayemeth Leisrael (KKL), den Juden ausdrücklich verbot, erworbenen Boden wieder zu veräußern. Er gilt seit seinem Aufkauf als Nationaleigentum. Diese Regelung, die auch heute im Staate Israel rechtlich wirksam ist, darf nicht mit einer Sozialisierungsmaßnahme verwechselt werden, die den Boden verstaatlicht. Vielmehr handelt es sich um eine Nationalisierung im ursprünglichem Sinne des Wortes, und zwar insofern, als dieser Boden nur von einer nationalen Bevölkerunsgruppe - nämlich der jüdischen – beansprucht und besiedelt werden darf.

...Vor der Staatsgründung, bis zum Jahre 1947, waren von der zionistischen Organisation nur 1734000 Dunum oder 6,6% des palästinensischen Bodens käüflich erworben worden.

Auch heute haben im Staate Israel Gesetze Geltung, die eine Veräußerung, Übertragung sowie eine Bearbeitung jener Böden durch Nichtjuden, d.h. Araber, verbieten, die rechtlich dem KKL gehören oder als »Staatsböden« geführt werden. Dabei handelt es sich – neben der Satzung des Nationalfonds - um das »Konstitutionelle Gesetz über Grundbesitz«, das »Gesetz über Grundbesitz in Israel« und das »Landverwaltungsgesetz Israels« vom 19. bzw. 15. Juli 1960. Der Geltungsbereich dieser Gesetze erstreckt sich auf ca. 92% der Landesfläche oder 18000 Quadratkilometern von 20255 in den Grenzen vor dem Junikrieg 1967.“ ( Siehe Dan Diner, Fischer Weltgeschichte, Band 36/1981, S.166ff.)


Der frühere Vorsitzende der Liga für Menschenrechte in Israel, Pro. Israel Shahak, ein überlebender der nationalsozialistischen Konzentrationslager schreibt: " Der Staat Israel diskriminiert offiziell Nichtjuden gegenüber Juden in vielen Lebensbereichen, von denen ich folgende drei als die wichtigsten betrachte: Wohnrecht, Arbeitsrecht und das Recht auf Gleichheit vor dem Gesetz. Die Diskriminierung im Wohnrecht gründet sich auf der Tatsache, daß etwa 92% des israelischen Landes Staatseigentum sind und von der israelischen Landbehörde entsprechend den vom Jewish National Fund (JNF), einem Ableger der World Zionist Organization, erlassenen Vorschriften verwaltet werden. In diesen Vorschriften verweigert der Jewish National Fund jedermann, der nicht jüdisch ist, das Recht auf Niederlassung, auf Geschäftseröffnung und oft auch zur Arbeit. Und zwar nur deshalb, weil er kein Jude ist. Gleichzeitig ist es Juden aber erlaubt, sich überall in Israel niederzulassen und geschäftlich tätig zu sein. Solche Maßnahmen gegen Juden in einem anderen Staat würden sofort und zu Recht als Antisemitismus gebrandmarkt werden und zweifellos massive öffentliche Proteste hervorrufen" (Israel Shahak, "Jewish History, Jewish Religion", 1994, Seite 7)

Der jüdisch-israelische Sozialwissenschaftler Uri Davis antwortete in einem Interview,
vom 21.11.2002 auf die Frage: „In Israel existieren keine Gesetze, die zwischen jüdischer und nichtjüdischer Bevölkerung unterscheiden wie in Südafrika?“ wie folgt:

„Israel ist wie Südafrika ein kolonialer Siedlerstaat. Und in allen kolonialen Besiedlungen spielt die Kontrolle über den Boden eine entscheidende Rolle. Auch der israelisch-palästinensische Konflikt ist primär ein Konflikt zwischen der einheimischen arabischen Bevölkerung und dem kolonialen Siedlerstaat Israel, der sich selbst als jüdischer Staat ausgibt und deshalb undemokratisch ist. In dieser Region ist das gesetzliche System so ausgestaltet, dass 93 % des Landes per Gesetz und Parlamentsbeschlüssen jüdischen SiedlerInnen zur Nutzung und Kultivierung vorbehalten ist. Nicht-Juden/JüdInnen haben nur Zugang zu weniger als 7 Prozent des Landes von Israel. Als nichtjüdische Bevölkerung sind davon hauptsächlich die arabisch-palästinensischen BewohnerInnen betroffen. Wenn wir die israelische Apartheid unter diesem Aspekt betrachten, dann ist sie extremer als in Südafrika. Auf dem Höhepunkt der Apartheid in Südafrika waren per Gesetz 87 Prozent des Landes weissen SiedlerInnen zur Nutzung vorbehalten, 13 Prozent standen für die Nicht-Weissen zur Verfügung und konzentrierten sich hauptsächlich auf Bantustans. Das Kriterium des südafrikanischen Apartheidregimes war, ob jemand Weiss oder Nicht-Weiss ist, in Israel ist es die Unterscheidung zwischen Juden/JüdInnen und Nicht-Juden/Jüdinnen.

Es stimmt, dass es im Vergleich zu Südafrika im israelischen Rechtswesen schwieriger ist, die Apartheid zu erkennen. Am einfachsten ist es, das israelische Apartheidsystem an seinen konkreten Auswirkungen zu erkennen. Diese sind deutlich sichtbar, was sehr viel zu tun hat mit dem Verteilkonflikt von Land und Wasserressourcen zwischen Siedlerstaat und einheimischer Bevölkerung.

Wer dagegen in einer israelischen Gesetzessammlung, die auch auf Englisch vorliegen, in den Inhaltsverzeichnissen nach Gesetzen sucht, die zwischen Juden/JüdInnen und Nicht-Juden/Jüdinnen unterscheiden, wird nicht fündig werden. Wer südafrikanische Apartheidgesetzen studiert, findet relativ einfach zahllose Gesetze, die schon im Namen verraten, dass sie zwischen Weissen und Nichtweissen unterscheiden. In dieser Hinsicht sind Untersuchungen über das israelische Apartheidsystem viel komplizierter. Die israelischen Gesetzgeber, das Parlament und die Leitung der Zionistischen Weltorganisation (WZO), der Jewish Agency oder des jüdischen Nationalfonds haben beachtliche Anstrengungen unternommen, um Israel als einzigen demokratischen Staat im Nahen Osten erscheinen zu lassen, um sich damit die internationale Unterstützung zu sichern. Die politische Unterstützung, die der Staat Israel unter westlichen Staaten immer noch geniesst, wäre viel schwieriger aufrechtzuerhalten, wenn Israel wie das ehemalige Südafrika offensichtlich als Apartheidstaat erscheinen würde. Deshalb wurden enorme Anstrengungen unternommen, um die rechtliche und praktische Realität zu verschleiern. Anstatt Gesetze zu erlassen, die zwischen Juden und Nicht-Juden unterscheiden, wurde ein System mit zwei Kategorien geschaffen, die eine Arbeitsteilung zwischen Staat und verschiedenen Organisation wie der Zionistischen Weltorganisation, der Jewish Agency und dem jüdischen Nationalfonds vorsehen. Diese Organisationen vertreten nach ihrem Statut bei der Landverteilung, bei der Besiedlung und bei der Unterstützung der jüdischen Immigration nur jüdische Interessen. Der Staat hat diesen Organisationen einen offiziellen Status eingeräumt, und sie übernehmen de facto Staatsaufgaben. Durch diese Arbeitsteilung kann der Staat behaupten, dass er niemanden diskriminiert, während diese Aufgabe den zionistischen Organisationen übertragen ist.“  ( http://www.soal.ch/dossiers/Pal%E4stina/Interview%20Uri%20Davis.html )


Die Spenden und Vertreibungsaktion dokumentiert >>>

Daniel Barenboim - Die vielleicht letzte Chance - Die jüngste Anerkennung Palästinas als UN-Beobachterstaat stellt vielleicht die letzte Chance dar, um dem Vorhaben zweier unabhängiger Staaten Leben zu verleihen, meint der Pianist und Star-Dirigent Daniel Barenboim in seinem Kommentar. Am 29. November 1947 legten die Vereinten Nationen mit dem "Teilungsplan für Palästina" die Aufteilung der Region in ein Gebiet für die Juden und eines für die Palästinenser fest. Bis zu jenem Tag waren wir alle "Palästinenser": Muslime, Christen und Juden. Die Teilung von 1947 wurde von den Juden in aller Welt mit Freude aufgenommen und von der arabischen Welt abgelehnt, die Palästina ausschließlich als ihr Land ansah. In der Folge kam es zu einem Krieg, der am Tag nach der Unabhängigkeitserklärung des Staates Israel am 14. Mai 1948 begann. Am 29. November 2012, genau 65 Jahre später, haben die Palästinenser die Anerkennung des Status eines "Beobachterstaates" bei den Vereinten Nationen beantragt und mit großer Mehrheit erhalten. Dies sind die Tatsachen. Eine Interpretation könnte sein, dass die Palästinenser 65 Jahre brauchten, um sich bewusst zu werden, dass Israel eine nicht zu leugnende Realität ist und sie daher heute bereit sind, das 1947 abgelehnte Prinzip der Aufteilung des palästinensischen Gebiets zu akzeptieren. Dieser Interpretation folgend, wird klar, dass der von der Vollversammlung der Vereinten Nationen gefasste Beschluss Grund zur Zufriedenheit auch für den Staat Israel sein sollte. >>>

18.12.2012

Von der Macht der Denunzianten

 oder Gesinnungspolizisten in Aktion

 Wie die BILD-Zeitung mit einer Hetzkampagne gegen mein Buch „Wer rettet Israel?“ und dessen Rezensenten Rudolf Bauer vorgeht
 In eigener Sache:  Arn Strohmeyer

Ein Verleumder und Denunziant schreibt in übler Hetzmanier über ein Buch, das er gar nicht gelesen hat und denunziert dabei noch den hoch angesehenen Sozialwissenschaftler Professor Rudolph Bauer, der das Buch rezensiert hat, in übelster Weise mit . Hätte der Denunziant Jan Philipp Hein das Buch gelesen, dann wüsste er worum es da geht. Ich habe in diesem Text das offizielle israelische Narrativ, also die zionistische Darstellung der Entstehung Israels und seiner weiteren Geschichte den Forschungsergebnissen der sogenannten „neuen“ israelischen Historiker gegenübergestellt. Diese Historiker und Zeitzeugen haben viele der für sakrosankt gehaltenen zionistischen Mythen gründlich zerstört. Ich nenne hier so gewichtige Namen so renommierter israelischer Autoren wie Simcha Flapan, Benny Morris, Israel Shahak, Tom Segev, Ilan Pappe, Zeew Maoz, Shlomo Sand, Abraham Burg, Jeff Halper, Moshe Zuckermann und Moshe Zimmermann sowie so promintente jüdische Autoren wie John Rose, Noam Chomsky, Brian Klug, Göran Rosenberg und Norman Finkelstein, um nur einige zu nennen.      

Warum die Zerstörung von falschen Geschichtsdarstellungen – also Mythen und Legenden – politisch so wichtig ist, hat der Israeli Simcha Flappan so formuliert: „Es gilt, die propagandistischen Denkstrukturen aufzulösen, die so lange verhindert haben, dass in meinem Land die Kräfte des Friedens an Boden gewinnen konnten. Die Aufgabe, die den Intellektuellen und den Freunden beider Völker [Israelis und Palästinensern] zufällt, besteht nicht darin, Ad-hoc-Lösungen anzubieten, sondern die Ursachen des Konflikts in das Licht einer aufklärenden Analyse zu tauchen, in der Hoffnung, dass man es auf diese Weise schafft, die Verzerrungen und Lügen, die mittlerweile zu sakrosankten Mythen geronnen sind, aus der Welt zu schaffen.“ Und warnend fügt er hinzu: „Wenn die Klischees und die falschen Mythen ihren Platz im Denken behaupten, ist die Katastrophe unausweichlich.“ Das ist der Leitsatz für mein Buch!     

Ich habe mich darin so gut wie ausschließlich auf israelische oder jüdische Quellen gestützt. Das wird man ja wohl noch dürfen! Der Vorwurf des „Israel-Hasses“ oder des „Antisemitismus“ ist deshalb geradezu grotesk! Denn wenn diese sogenannten „Israel-Freunde“ einfach nicht zur Kenntnis nehmen, weil es ihnen ideologisch nicht in den Kram passt, dass das Judentum kein weltanschaulich geschlossener, monolithischer Block ist, sondern in seinem Urteil über die Politik Israels und den Blick auf dessen Geschichte tief gespalten ist, dann ist das deren Sache und nicht meine.  >>>

 

Wer rettet Israel? Ein Staat am Scheideweg - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Dass es ein Buch, das im Selbstverlag erschienen ist, in den Bremer Teil der Bild-Zeitung schafft, ist selbst für Deutschland ein Novum. Dem Journalisten Arn Strohmeyer hätte nicht Besseres passieren können. Skandalisierte Bücher verkaufen sich besonders gut, wie man an „Deutschland schafft sich ab“ sehen kann. Da der Autor keinen Verlag gefunden hat, gilt immer noch: „Angst essen Seele auf“. Vielleicht bemannen sich durch diesen inszenierten „Skandal“ einige Verlage und bringen das überaus fundierte Buch auf den Markt. Dass der Inhalt kritisch ist, liegt in der Natur der Sache. Wie kann jemand affirmativ über einen Staat schreiben, der seit 45 Jahren ein Volk kolonisiert, seine Menschenrechte permanent missachtet und verletzt, das Völkerrecht mit Füßen tritt, die Vereinten Nationen verachtet, das Land der eigentlichen Besitzer raubt, deren Häuser zerstört, ihre Enklaven mit einer acht Meter hohen Mauer umfriedet und es tagtäglichen Schikanen an Kontrollpunkten und nächtlichen Militärrazzien unterwirft? Dass man gegen diese Fakten nur mit den Mitteln der Verleumdung und Diffamierung vorgehen kann, versteht sich von selbst.

(...) Unter „Wertegemeinschaft mit Israel“? steht Folgendes: „Seine Aggressionskriege, seine Besatzungspolitik und seine Missachtung der internationalen Rechtsnormen haben Israel nicht nur tief in die internationale Isolation geführt, sondern in eine Existenzkrise, die für das Land immer bedrohlichere Ausmaße annimmt. Wohlgemerkt: Israel wird nicht von außen bedroht, was es selbst immer behauptet, da es allen arabischen Staaten militärisch weit überlegen ist und die USA hinter ihm stehen, sondern es bedroht sich selbst durch eine Politik, die von Anfang an keine Zukunft hatte und sich als völlig perspektivlos herausgestellt hat, weil sie auf der Herrschaft über ein anderes Volk beruht.“ >>>



Eine besondere Art der Buchwerbung und Holocaustrelativierung betreiben Bild Bremen und der Spezialist für solche Verleumdungen Broder. - Kurzkommentar Erhard Arendt - Die Bildzeitung Bremen meldet mit großer Schlagzeile: "Zwei Israel-Hasser bekommen immer wieder ein Forum - Wieviel Nazi-Sympathie steckt in den Bremer Linken?" Dem Netzwerk der falschen Freunde Israels genügt es nicht mehr, notwendige Kritik an Israel als Antisemitismus zu delegitimieren. Nun muss man auch noch ein Nazi sein. Der Autor Jan-Philipp Hein glaubt schon seit Jahren sich dadurch, das er notwendige Kritik und Antisemitismus nicht auseinanderhalten kann als Nahostexperte zu qualifizieren. Im Netzwerk Broder, Honestly Concerned treibt er schon länger sein verleumderisches, desorientierendes Spiel. Ich denke, die wahren Antisemiten sind die, die diesen Begriff inflationieren und zur Abwehr von Kritik missbrauchen. >>>

Die falschen Freunde Israels in Aktion:
Israel-Hasser bekommen wieder ein Forum: Wieviel Nazi-Sympathie steckt in den Bremer Linken? -  Jan-Philipp Hein >>>
Die Achse des Guten: BAP in Aktion - Henryk M. Broder in Aktion >>>

 

Es ist noch nicht zu spät um ein Buch, dass so verleumdet wird zu kaufen, zu lesen oder es Weihnachten zu verschenken.

Wer rettet Israel? - Ein Staat am Scheideweg - Arn Strohmeyer
275 Seiten - 16 Euro plus Versandkosten und kann - Selbstverlag -  über die Webseite www.arnstrohmeyer.de  bestellt werden.

Ist Israel noch zu retten? - Eine Buchbesprechung - Von Rudolph Bauer >>>

Texte von Arn Strohmeyer >>>

 

Baum statt Krawatten"- zum Spendenaufruf der SPD - Liebe Freunde, sehr geehrte Damen und Herren, zum Spendenaufruf der SPD für den Jüdischen Nationalfonds habe ich wie folgt mit einem Schreiben an die Abgeordneten der SPD Stellung genommen. Der Brief darf verbreitet und veröffentlicht werden. Ein Anschreiben an die Führungsspitze der SPD finden Sie im Anhang. Mit Friedensgrüßen, Edith Lutz

Liebe Genossinnen und Genossen, in wenigen Tagen feiern die Juden das Chanukka-Fest",
so beginnt ein Aufruf für eine Spendenaktion für den Jüdischen Nationalfonds v. 30.11. von Andrea Nahles und Christian Lange.

Sehr geehrte/r Frau/Herr ...

eine Erzählung zu Chanukka berichtet, wie die Speere der Makkabäer in den Boden gesteckt und mit Lichtern besetzt als Friedenssymbol verwendet wurden - eine schöne Legende, die Bewahrung verdient. Realität ist, dass sich die Nachfolger des Makkabäer-Aufstands in Eroberungskriegen immer mehr Land aneigneten und schließlich das Staatwesen zu Fall brachten.

Keine Legende ist leider auch, dass der Jüdische Nationalfonds seine Anlagen in Gebieten errichtet, in denen zuvor Palästinenser vertrieben oder zwangsumgesiedelt wurden. Außerdem ist er an der andauernden Zerstörung von Beduinendörfern im Negev in großem Maße beteiligt. Israelische Intellektuelle sowie israelische Friedens- und Menschenrechtsgruppen versuchen dem seit Jahren entgegenzuwirken (und haben auch schon erfolgreich vor Gericht gegen den JNF Klage erhoben).

Die nachfolgenden Links informieren über diese Arbeit. Diesen Menschen und Organisationen sollte Ihre Unterstützung gelten und nicht dem JNF/KKL.
Die schönen Webseiten des JNF/KKL sind Fassade, die die Wirklichkeit der Vertreibungen verbirgt. Ein wohlmeinender Johannes Rau hat sie nicht erkennen können. Wir wissen heute mehr und sollten den Mut aufbringen, uns - ganz im Sinne auch der SPD - auf die Seite derer zu stellen, die sich für soziale Gerechtigkeit einsetzen und nicht mit einer großen Spendenaktion auf die Seite einer Organisation, die von Menschenrechtsverletzungen, Enteignung, Hauszerstörungen und gewaltsamer Umsiedlung profitiert. Die SPD sollte mit aller Kraft ihren Einfluss nutzen, damit die Rechtsverletzungen gegenüber den Beduinen endlich aufhören.

Der synagogale Losungsspruch zu Chanukka lautet, "Nicht mit Macht und nicht mit Kraft, sondern mit meinem Geist".

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen eine gesegnete Weihnachtszeit, Edith Lutz
Rabbiner für Menschenrechte: Open Letter to the JNF: Stop the Dispossession of the Bedouins
http://rhr.org.il/eng/index.php/2012/05/two-demonstrations-against-racist-land-policies/
Jüdische Stimme CH, Schweizer Freundeskreis: http://www.jvjp.ch/wb/media/docs2012/TA46_30_31_DoppelseiteSchweizerFreundeskreis-1.pdf
Gush Shalom: http://adam-keller2.blogspot.co.il/2011/12/jnf-losing-battle-for-its-reputation.html
Gush Shalom: http://www.democraticunderground.com/discuss/duboard.php?az=view_all&address=124x173129
Rabbiner für Menschenrechte: http://rhr.org.il/eng/index.php/2012/05/two-demonstrations-against-racist-land-policies/
The Leftern Wall: http://thelefternwall.com/category/jnf/
Jewish Alliance for Change: http://www.bedouinjewishjustice.blogspot.de/
http://www.zochrot.org/en/content/restless-park-latrun-villages-and-zochrot.
Zeitschriften: HaAretz
http://www.haaretz.com/weekend/magazine/seeing-the-forest-and-the-trees-the-untold-story-of-the-jewish-national-fund-1.400530
Online magazine +972 (left http://972mag.com
Petition aus Israel (darunter Grossmann, Amos Oz, etc) http://www.dukium.org/eng/?p=665
Petition an KKL http://bedouinjewishjustice.blogspot.co.il/2011/01/media-advisory-13-israeli-american.html
http://bedouinjewishjustice.blogspot.co.il/2011/02/open-letter-to-jewish-national-fund.html


Die Spenden und Vertreibungsaktion dokumentiert >>>

Zwei NeoCons des BAK Shalom in der Linksjugend ['solid], nämlich der Denunziant (...) Benjamin Krüger und sein bellizistischer Spießgeselle Mark Seibert, sind mit dem Versuch gescheitert, den Friedenskämpfer Hermann Dierkes aus der mehrheitlich sozialdemokratischen Partei Die Linke auszuschließen; siehe auch die jüngste Einladung der Bundesschiedskommission Der Linken. Mehr über Hermann Dierkes unter Kampagne gegen Goldstone, Finkelstein, Hermann Dierkes und andere - Quelle Thomas Immanuel Steinberg

17.12.2012

6 palästinensische Gefangene sind derzeit im Hungerstreik

1. Der Gefangene Aiman Ash-Sharaawna: seit 169 Tagen
2. Der Gefangene Saamir Al-’Isaawi: seit 138 Tagen
3. Der Gefangene ‘Udai Kelaani: seit 57 Tagen

4. Der Gefangene Ja’far ‘Iz Ad-Deen: seit 19 Tagen
5. Der Gefangene Taariq Qa’daan: seit 19 Tagen
6. Der Gefangene Yusef Sha’baan: Shaafe’ Yaaseen: seit 19 Tagen

THE 10 MILLION IN SUPPORT OF #PALHUNGER STRIKERS CAMPAIGN – DEC 17, 2012

Eine besondere Art der Buchwerbung und Holocaustrelativierung betreiben Bild Bremen und der Spezialist für solche Verleumdungen Broder. - Kurzkommentar Erhard Arendt

Die Bildzeitung Bremen meldet mit großer Schlagzeile: "Zwei Israel-Hasser bekommen immer wieder ein Forum - Wieviel Nazi-Sympathie steckt in den Bremer Linken?"

Dem Netzwerk der falschen Freunde Israels genügt es nicht mehr, notwendige Kritik an Israel als Antisemitismus zu delegitimieren. Nun muss man auch noch ein Nazi sein.
Der Autor Jan-Philipp Hein glaubt schon seit Jahren sich dadurch, das er notwendige Kritik und Antisemitismus nicht auseinanderhalten kann als Nahostexperte zu qualifizieren. Im Netzwerk Broder, Honestly Concerned treibt er schon länger sein verleumderisches, desorientierendes Spiel. Ich denke, die wahren Antisemiten sind die, die diesen Begriff inflationieren und zur Abwehr von Kritik missbrauchen. Ein erneuter Missbrauch der Opfer. Was das ganze mit "Nazi-Sympathie" zu tun hat, weiß wohl nur dieser Hein. Es verleumdet wahrscheinlich ein wenig mehr...

Auch ich lebe seit Monaten mit diesen Diffamierungen. Da wo es keine Argumente gibt, verleumden diese Broder, Buurmann, Stawski,  in einer immer mehr entmenschlichten Sprache. Das sie dabei dem Kampf gegen wirklichen Antisemitismus, gegen Rechtsradikale schaden, kümmert sie nicht.
Die Verteidigungsarmee "5. Kolonne Israels" sieht, die Aufklärung über das was in Palästina geschieht, schreitet voran. Sie verleumden notwendige, legitime Kritik an Israel immer durchgedrehter und durchschaubarer.
Das belegte diese Woche auch dieses widerliche, kleinkarierte Video des Kölner -"Brandstifters" und Verleumders Gerd Buurmann. Natürlich auch vom Altmeister solcher Dinge, Henryk M. Broder verlinkt.
Man könnte denken, dieser schmierige Buurmann, (Hauptberuf, Verleumder der Kölner Klagemauer) wäre im Grunde eine Palästinaaktivist der mit seinem Schmierentheater die falschen Freunde Israels entlarven will, sie parodiert. Er und seine primitiv pöbelnden, dämonisierenden Kommentatoren schaden Israel mehr als sie ihm nützen. Ein Sprichwort sagt: "Genie und Wahnsinn liegen beim Künstler eng beieinander" Da wo das Genie nicht sehr groß ist, muss scheinbar manchmal der Wahnsinn herhalten.

Wer sind die eigentlichen Nachfolger der Nazis?.  Hitler, die Ideologie des Nationalismus wollte einen "rassenreinen" arischen Staat.
Die Ideologie des Zionismus will - aktuelle immer deutlicher gefordert - einen "rassenreinen" jüdischen Staat. Erinnert das nicht an etwas?
Ist es verkehrt diese Menschen Zionazis zu nennen?

Frau Merkel versteht es nicht, vielleicht versteht es aber die Mehrheit der deutschen, versteht es das "Wahlvolk". Wenn wir wirklich andere deutschen als die Nazis waren,  geworden sind, dann sollten wir auf der Seite der Opfer stehen, auch wenn die jetzigen Täter unsere Opfer waren. Nur dann zeigen wir deutschen, wir haben es gelernt. NIE WIEDER, NIEMAND, NIRGENDWO ...

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Ist Israel noch zu retten? - Eine Buchbesprechung - Von Rudolph Bauer >>>
Texte von Arn Strohmeyer >>>

Chuck Hagel: the best for the Pentagon - Ludwig Watzal - The rumor mill is cocking in Washington D. C. The former Nebraska senator Chuck Hagel should become the next Secretary of Defense. If US President Barack Obama will choose him, it would be a wise decision. Whether he gets his candidate approved by the US Senate has to be seen. It seems that something is to it, because the Israel Lobbyists go haywire. A long list of Chuck Hagel’s alleged misconduct or “insufficient voting record” on Israel-issues is presented and an anti-Hegel mood is artificially caused in order to undermine his Senate approval. It would be ridiculous, if the Lobby did not succeed to prevent Hagel like they did with former ambassador Charles Freeman. After the Lobby has bullied Freeman, Obama dropped him like a hot potato. >>>

Hebron: settlements lead to ongoing rights violations - Ahmad Jaradat - For one who knows the reality in Hebron, it is easy to understand what happened late last week, when the Israeli army killed 17 year old Mohammed Salaymeh and injured some 90 Palestinian protesters, two of whom remain in critical condition. In Hebron and particularly its downtown area, 50 thousand Palestinians live with 500 Israeli settlers scattered throughout five small settlements in the heart of the city, guarded by 2,000 soldiers and facing dozens of checkpoints, iron gates and military centres covering almost all areas of the downtown. >>>

Der tragische Tod des Mohammad Salayme - Palästina Eskalation im Westjordanland  - Der junge Mohammad Salayme wurde vergangenen Mittwoch, an seinem Geburtstag, von einer israelischen Soldatin im Westjordanland ermordet >>>

Colonizing Christmas: Facts on Israeli Occupation and Bethlehem - Bethlehem is a vivid example of the severe and appalling effects that Israeli colonization policies have had in Palestine. Illegal confiscation of land, expulsion of Palestinian families and on-going construction of Israeli settlements are few of countless stories that can be heard from the inhabitants of Palestine in general, and Bethlehem in particular. Effectively, Israel has sought to change the demographic and geographic composition of the Occupied Palestinian Territory, particularly in occupied East Jerusalem, by taking as much as land and as many natural resources as possible with as few Palestinians as possible, for the benefit of the illegal colonial enterprise. - Israeli settlements and Bethlehem - Since the Israeli occupation of 1967, Israel has employed several policies to annex important areas of the Bethlehem district, so that Bethlehem has had most of its northern land stolen by Israeli settlements. Since 1967, some of the largest illegal settlement projects, which dramatically increased after the Oslo Accords in 1993, have been carried out in and around occupied East Jerusalem, particularly between Bethlehem and occupied East Jerusalem. Currently there are 22 Israeli settlements established on Bethlehem’s land, including Gilo, Giv’at Hamatos and Har Homa to the north; Teqoa and Nokdim (where Israeli FM Avigdor Lieberman lives) to the east; Efrata and Navi Daniel (where Israeli Public Diplomacy minister Yuli Edelstein lives) to the south; as well as Har Gilo and Betar Illit to the west, effectively turning Bethlehem into an open air prison. In Bethlehem’s northern area (including Beit Jala and Bait Sahour) Israel has illegally confiscated around 22,000 dunums of land (22 square kilometers), roughly the size of the country of Nauru. >>>

Israelische Soldaten verstecken sich im Müll

16.12.2012

Der tragische Tod des Mohammad Salayme - Palästina Eskalation im Westjordanland  - Der junge Mohammad Salayme wurde vergangenen Mittwoch, an seinem Geburtstag, von einer israelischen Soldatin im Westjordanland ermordet. Seitdem ist es zu heftigen Ausschreitungen in den besetzten Gebieten gekommen. Mohammad Salayme lebte in Hebron und wollte seinen Geburtstag wie jedes Jahr mit seiner Familie feiern. Er war gerade auf den Weg, seinen eigenen Geburtstagskuchen zu kaufen, als sein junges Leben ein tragisches Ende fand. Eine israelische Soldatin schoss sechs Mal auf Salayme und richtete den Jugendlichen regelrecht auf offener Straße hin. Der Vorfall ereignete sich an einem israelischen Kontrollpunkt nahe einer Moschee. Ein weiterer Palästinenser wurde vom Kugelhagel getroffen und überlebte verletzt. Außerdem wurden Anwesende, die den zwei Opfern helfen wollten, mit Tränengas und Gummigeschossen angegriffen und verjagt. Die verantwortliche Soldatin namens Nofar Mizrahi rechtfertigte ihre Tat im Nachhinein und meinte, dass Salayme mit einer Spielzeug-Pistole „bewaffnet“ gewesen sei. Salaymes Vater bestreitet dies. Er war kurz nach der Ermordung seines Sohnes bei ihm und konnte nichts derartiges auffinden. >>>

Bild rechts - Campaign of Exposing Israeli Crimes via Social Media - Israeli police commander Ugnan Danino thanks and gives a standing ovation to " Nofar Mizrahi" after killing 17 year old Mohammed Al-Salaimah on 12/12/12 which was the same day as his birthday. Israel awards murderers. way to go #Israel - Quelle

Bild links oben Mohammad Salayme

Der Schwarze Kanal: Sterben für Israel - Werner Pirker - Merkels 2008 in der Knesset gesprochenen Worte, die historische Verantwortung für Israel sei Teil der deutschen Staatsräson, scheinen für die Ewigkeit bestimmt. Jedenfalls mißt ihnen Stephan Detjen vom Deutschlandfunk am 8. Dezember eine fast schon sakrale Bedeutung bei. Ob die Kanzlerin dabei tiefen staatsphilosophischen Einsichten eines Hobbes oder Machiavelli folgte oder »einfach in die vermeintliche Unverbindlichkeit historischer Terminologien flüchten« wollte, wagt der Kommentator nicht zu beantworten. »Sicher ist«, ist er sich indessen sicher, »daß Merkel die Biographie Adenauers sorgfältig studiert und verinnerlicht hat. Der erste Bundeskanzler hatte früh erkannt, daß die Beziehung Deutschlands zu Israel von existen­tieller Bedeutung für die junge Bundesrepublik sein würde – politisch, aber auch moralisch.« Daß es zum Teil antisemitische Vorurteile über »jüdische Rachsucht« und »jüdischen Einfluß« waren, die Adenauer die »existentielle Bedeutung« guter Beziehungen zu Israel erkennen ließen, verschweigt Detjen. Und so läßt sich unbeschwert über die tiefe innere Verbundenheit zwischen den beiden Staaten räsonieren. >>>

Unserer Partnerseite - Netzwerk Schweiz für einen gerechten Frieden in Palästina/Israel - Quelle Ruedi Knutti - meldet:

Unglaublich - oder eben: Chuzpe  - 11. Sez. 2012: During the Swiss Ambassador's visit in Al Arakib - Police arrive and demolised the whole village - Wer es nicht glaubt: >> hier
 

PRESS RELEASE: Swiss Ambassador to Israel visits Bedouin villages, witnesses demolition - The Swiss Ambassador to Israel, His Excellency Andreas Baum, visited three Bedouin villages on a fact-finding mission to the Negev desert region of southern Israel on Tuesday, December 11. The Ambassador’s meeting with Bedouin leaders in the unrecognized village of Al Arakib early Tuesday morning was interrupted when half a dozen Israeli police vehicles sped over the hillside towards the tent the Ambassador was sitting in. The Israeli police officers quickly forced the group away from the scene and a bulldozer proceeded to demolish tents in the village. The Israeli authorities have demolished Al Arakib 42 times since July 2010. “We’re citizens. The government must stop treating us like animals and start treating us like human beings,” local resident Hakmeh Abu Medighem told the Ambassador shortly after the demolition. >>>

Israeli Settlement Expansion: The Silence Of The Lambs - M.J. Rosenberg - It has long been clear that the label “pro-Israel” is almost always misapplied. When the lobby or its friends in the media call a politician “pro-Israel” they mean that he supports everything Israel does, without question, no matter what he may think privately. (In fact, AIPAC tells officials who are upset by any Israeli action to not “go public” but rather to tell the ambassador who, of course, will simply ignore the critique.) Those who dare to issue public criticism are almost surely going to be punished. If they are politicians, they will be threatened with the loss of campaign funding. Those threats may not be uttered directly but will be conveyed by calls - organized by AIPAC - from a politician’s top donors. >>>

Leben unter israelischen Luftangriffen - Geschichten von zwei jungen Palästinensern in Gaza - AneThome und E.van R. - Die 22-Jährige Malaka Mohammed hat ihr ganzes Leben in Gaza verbracht und ist in Sheja’eja, östlich von Gaza-Stadt aufgewachsen.  Sie ist ziemlich aktiv und hat ihren eigenen Blog, der regelmäßig auf uptodate gebracht wurde, auch während der letzten Angriffe auf Gaza. Während  ihres Lebens war sie Zeuge von Angriffen und Zerstörung  von Wohnhäusern, von Mord an Menschen und Menschenrechtsverletzungen. „Ich habe Phosphorbomben  mit eigenen Augen gesehen,“ sagt Malaka. „Ich habe meine Mutter während des 2008/09-Krieges gesehen, nachdem sie schwer im Gesicht von Phosphorbomben  verletzt wurde. Was ich gesehen und erfahren habe, ist unbeschreiblich.“      

Malaka  berichtet, wie vor kurzem beim israelischen Militärangriff auf den Gazastreifen, der den Codenamen  „Wolkensäule“ trug, eine Bombe nah an ihrem Haus einschlug. Die Operation kostete mehr als 170 Palästinensern in nur 8 Tagen das Leben; die meisten waren Zivilisten, darunter mehr als 40 Kinder. Malaka erlebte während der Operation acht schlaflose Nächte, und verlor die Fähigkeit,  sich zu konzentrieren und zu studieren. Da ihr Haus am östlichen Rand von Gaza  und nah der Grenze mit Israel liegt, hatte sie ständig Angst, es würde zu den ersten Zielen gehören, wenn es zu einer Eskalation und einer Bodeninvasion käme.       

Mohammed Suliman ist 23 Jahre alt und lebt in al-Karama nördlich von Gazastadt. Er ist Menschenrechtsaktivist und ein freischaffender Journalist. Er und seine Familie mussten aus ihrem Haus fliehen, weil die israelische Armee einen Teil ihrer Nachbarschaft schwer angriff. Seine Familie  flüchtete zu seiner Großmutter, die mitten in Gaza wohnt, während Mohamed ins Haus seines Freundes ging, musste er aber immer wieder woanders hin, weil der Strom abgesperrt war. Da er unerschütterlich von der israelischen Militäroffensive über soziale Medien berichtete, brauchte er ständig Strom.  „Da ich ein engagierter Aktivist war, lebte ich jede Minute, jedes Detail aus und war ständig auf den Straßen und brachte mich so ständig in Gefahr,“ erzählte er.       

Auf den Straßen draußen – das wusste er – konnte er jeden Augenblick sein Leben verlieren.  Er musste sich also schnell bewegen, sich verstecken und so vorsichtig wie möglich sein. Falls  in der Nähe Bomben fielen, würde die ganze Nachbarschaft zittern, „Mehr als zwei Bomben fielen in der Nähe meines Hauses“, sagte Malaka,“ eine fiel nur zwei Meter von unserm Wohnraum entfernt; zweimal wurde unsere Haustüre von Granatsplittern getroffen und ich wäre auch beinahe verletzt worden, aber Gott bewahrte uns alle im Haus.“  Für sie war die 7. Nacht des Angriffes die schlimmste Nacht. Wir wurden Zeugen einer neuen Art von Bomben >>>

SPD mit einer Spendenaktion in der auf geraubten Land ein Wald errichtet werden soll.

BITTE REAGIEREN ....

 

Überarbeitet: SPD-Wald auf geraubtem Land - An den SPD-Vorstand und Fraktion, liebe Genossinnen und Genossen - Dr. Izzeddin Musa, Günter Schenk, Karl Schmidt, Pfarrer in Ruhestand - (pdf Datei) Das zionistische Regime verhindert seit über 60 Jahren mit aller Gewalt die Gründung eines Staates Palästina. Der Gang der Palästinenser zur UNO, um ihr Anliegen vorzutragen, einen anerkannten Status zu bekommen, wird mit schwersten Drohungen, Vergeltungen, Bombardierungen, der Zurückhaltung von Steuergeldern und der Aufkündigung der Osloer Verträge beantwortet. Seit dieser Zeit ist Israel dabei, das gesamte Land Palästina Stück für Stück zu enteignen, einzuverleiben und zu judaisieren. Dabei vertreibt es die Menschen aus ihren Häusern und ihrem angestammten Land, rodet ihre Plantagen und Felder, zerstört ihre traditionelle Lebensgrundlage durch die Entwurzelung von inzwischen über einer Million Olivenbäume, sprengt ihre Häuser in die Luft, stranguliert ihre Wirtschaft, inhaftiert ohne Anklage und richtet Menschen außergerichtlich hin. Es verhindert schwangeren Frauen an Checkpoints daran, zum Krankenhaus zu gelangen, bis sie das Kind tot zur Welt bringen und oft selbst auch dabei sterben. Es demoralisiert, demütigt, schikaniert, erniedrigt, diskriminiert und entrechtet die Menschen dort. Darüber hinaus existieren in Israel zwei Rechtssysteme, eins für jüdische und das andere für palästinensische Israelis. Dank erfolgreicher Lügen-Propaganda erfährt man hier von all diesen Fakten, wenn überhaupt, leider nur wenig. >>>
 


Bezug:
Spendenaktion der SPD zum Chanukkafest
- SPD - Baum statt Krawatte - Liebe Genossinnen und Genossen, in wenigen Tagen feiern die Juden das Chanukka-Fest, in wenigen Wochen feiern die Christen Weihnachten. Viele von uns haben jedes Jahr das gleiche „Problem“: Was schenke ich eigentlich zu den Feiertagen? Deswegen möchten wir heute die Gelegenheit nutzen, um Euch auf unsere diesjährige Spendenaktion „Wald der SPD“ hinzuweisen. Im kommenden Jahr feiert Israel seinen 65. Geburtstag. Wir haben lange darüber nach gedacht, was man anläßlich diesem erfreulichen Ereignis machen kann. Kann man einem Staat überhaupt etwas zum Geburtstag schenken? Ja, man kann: wir wollen Israel einen Wald der SPD schenken und mit unserem Geschenk nicht nur zur Aufforstung des Landes beitragen, sondern auch ein Zeichen der Freundschaft und der Solidarität setzen, das für lange Zeit Bestand haben wird. Gemeinsam mit dem Jüdischen Nationalfonds e.V. >>>
 

"Spenden für Kolonialismus und Apartheid" - Dr. Ludwig Watzal - Der Jüdische Nationalfonds (JNF) wurde 1901 als eine, wie es selbstreferentiell heißt, Wohltätigkeitsorganisation gegründet. Mit ihren Baumpflanz-, Wasser- und anderen Umweltaktionen sollte nach David Ben-Gurion „die Wüste in einen blühenden Garten verwandelt“ werden. Von diesem „unpolitischen“ Image lebt der JNF bis heute. Die „Blaue Büchse“, eine kleine Blechbox mit einem Münzschlitz, ist zum Symbol geworden und hat einen Stammplatz in vielen jüdischen Haushalten. Dieses „selbstlose“ Image >>>
 

 Eine zweifelhafte Geburtstagsgabe  - Die SPD will Israel einen Wald in der Negev-Wüste schenken - Arn Strohmeyer - Die Nachricht ist kurz und klingt harmlos: die SPD will Israel zum 65. Geburtstag der Staatsgründung am 16. Mai 2013 einen Wald schenken, der in der Negev-Wüste angepflanzt werden soll. Einöden zu bewalden und damit fruchtbar zu machen, ist ja eigentlich eine gute Sache, sollte man meinen. Aber haben die Sozialdemokraten bedacht, was sie da eigentlich vorhaben? Zunächst: Ist es wirklich angemessen, einem Staat, der eine so aggressive Politik gegen den Frieden betreibt, ein solches „Solidaritäts“-Geschenk zu machen? Zweitens: Weiß man in der SPD-Spitze nicht, dass das israelische Militär genau in der Gegend, in der der „SPD-Wald“ stehen soll, permanent die dort lebenden Nomaden vertreibt und ihre Ansiedlungen zerstört, um das Land in Besitz zu nehmen? Und drittens ist das mit Wäldern in Israel so eine Sache. Die Zionisten pflanzen seit der Inbesitznahme des Landes ganz bewusst Nadelwälder an, um ihm den orientalischen Charakter zu nehmen und ihm ein europäisches Aussehen zu geben. Das ist Teil der „Memorizid“-Politik (so der israelische Historiker Ilan Pappe), deren Ziel es ist, alle Spuren der früheren arabischen Bewohner zu beseitigen.

Nichts soll mehr an sie erinnern. Ganz gelingt das aber nicht. Unter vielen Nadelwäldern ruhen noch die Trümmer der zerstörten arabischen Dörfer, manchmal ragen die Ruinen auch noch aus dem Boden hervor. Die israelische Menschenrechtsorganisation Zochrot hat es sich zur Aufgabe gemacht, an die Dörfer und die Menschen, die einst Jahrhunderte lang hier lebten und dann vertrieben wurden, zu erinnern. Sie stellt Ortsschilder mit den Namen zerstörter palästinensischer Ortschaften dort auf, wo sich heute jüdische Siedlungen oder „Neuwälder“ befinden. Dass Israel auf dem Boden über vielen solcher Dörfer Freizeit- und Vergnügungsparks errichtet hat, fällt wohl in die Kategorie Zynismus.

Will sich die SPD wirklich in diese Tradition begeben? Angesichts dieser Fakten wäre die Partei gut beraten, ihren Beschluss zu überdenken, Israel einen Wald zu schenken. Wälder sind in Israel eben nicht nur Wälder – sie haben eine sehr unfriedliche, tiefe politisch-ideologische Bedeutung.


 

Die SPD will Israel einen Wald in der Negev-Wüste schenken - Martin Forberg - Ich wollte es ja zunächst nicht glauben, aber die politische Urteilskraft einiger Genossinnen und Genossen der SPD ist offenbar (hoffentlich nicht irreparabel) erheblich und zentral beschädigt. - Martin Forberg  - Wie sonst lässt es sich erklären, dass die ganze Partei jetzt Geld für den sogenannten "Jüdischen", tatsächlich vor allem Kolonialistischen Nationalfonds "J"NF/KKL  sammeln soll, dessen zentrale Rolle bei der Vertreibung der Palästinenserinnen und Palästinenser und bei der ethnischen Säuberung in Geschichte und Gegenwart doch eigentlich bekannt sein sollte?

Das ist sogar auf offizieller Ebene der Schwenk von einer Orientierung an den Menschenrechten zur aktiven Propagierung ihrer Verletzung (das auch eine von SPD-Politikerinnen und Politikerinnen zu verantwortende Politik diesen Schwenk zuweilen faktisch vollzogen hat, steht auf einem anderen Blatt - hier wird es aber jetzt zum Programm erhoben).
http://www.spd.de/partei/82714/20121130_baum_statt_krawatte.html;jsessionid=CD01A2B77850FA5CFBDDF4E849BA1649

Zusätzlich wird gleich doppelt der tatsächliche, nicht der eingebildete Antisemitismus gefördert: erstens, in dem die Reklame für den Kolonialfonds mit dem Begriff "jüdisch" in Verbindung gebracht wird, und zweitens, indem die menschenrechtswidrige Kampagne als "Spendenaktion zum Chanukkah-Fest" verkauft wird. Sodass manchen Menschen der Schluss nahegelegt wird, "jüdisch" habe irgendetwas mit Kolonialismus zu tun - was natürlich Quatsch ist.

Eine unglaublich dumme (weil uninformierte), reaktionäre und unverantwortliche Kampagne also. Eine Kampagne, die hätte gestoppt werden müssen, bevor sie überhaupt begonnen hat. Eine Kampagne, die noch vor Weihnachten eingestampft  werden sollte, wenn überhaupt noch irgendjemand ernsthaft daran denken soll, dass die SPD und die Menschenrechte der Palästinenser irgendetwas miteinander zu tun haben. Eine Kampagne, die auch die Glaubwürdigkeit des SPD-Spitzenkandidaten (soll ich sagen: weiter?) beschädigt - hat doch Herr Steinbrück - der sich sonst gerne seines unbeugsamen Rückgrats rühmt -  die Sache mit unterstützt.

Hier und jetzt muss der Eindruck entstehen, dass diese Partei sich auch für die Bürgerinnen und Bürger Israels gar nicht interessiert, wenn sie palästinensisch sind. Und dass sie wenig dagegen hat, die jüdischen Bürgerinnenn und Bürger Israels in der Rolle der Kolonialisten zu belassen - denn dafür steht der Kolonialfonds "J"NF/KKL. Wie sagte doch Friedrich Engels sinngemäß so treffend: "Eine Nation, die eine andere unterdrückt, kann nicht frei sein".      

Im Anhang ein aktuelles Statement der Palästinensischen Gemeinde Deutschland und der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft. Schon im Jahre 2007 hat sich z.B. Amnesty International zum "J"NF  geäußert, unter der Überschrift:

Stop creating forests that are destroying Bedouin lives (Hört auf, Wälder zu schaffen, die das Leben von Beduinen zerstören):
www.amnesty.org/fr/node/22995

Hier eine Stellungnahme aus dem Jahr 2012 mit wichtigen Informationen:
bds-kampagne.de/assets/582/Protestbrief%20mit%20Unterschriften%20gegen%20den%20JNF-1.pdf
und zusätzlich eine Erklärung der Jüdischen Stimme für gerechten Frieden in Nahost, ebenfalls von 2012:
http://www.juedische-stimme.de/?p=622

In diesem Sinn Chanukkah Sameach und einen schönen 3.Advent, in Solidarität mit den Opfern der Verdrängungspolitik der israelischen Regierung gegen ihre eigenen palästinensischen Bürger, die auch die Opfer des Kolonialfonds ("J"NF/KKL) sind, für den die SPD gerne Geld zusammenbringen möchte - in Solidarität also zum Beispiel mit den Bewohnerinnen und Bewohnern des Dorfes Al Araqib, über deren tägliches Leben sich hier einiges erfahren lässt: http://972mag.com/photo-essay-al-araqib-bedouins-ongoing-struggle-for-their-land/52687/  ,  Martin Forberg

Dokumentiert >>>

Das Meer und der Fluss - Uri Avnery - In seiner langen aufgezeichneten Geschichte – die einige Tausend Jahre zurückgeht, hat dieses Land – ob Kanaan, Palästina oder Eretz Israel – viele Wellen von Invasoren gesehen, die sich hier ansiedelten. Die meisten dieser Wellen kamen vom Hinterland: die Kanaaniter, die Aramäer, die Hebräer, die Araber und viele andere  kamen vom Osten. Sie siedelten hier, vermischten sich mit der  vorhandenen Bevölkerung und waren bald absorbiert und schufen so neue Mischungen und gingen natürliche Beziehungen mit den benachbarten Ländern  ein. Sie kämpften Kriege, machten Frieden, prosperierten und litten in Zeiten der Trockenheit.
 
Die alten israelitischen Königreiche (nicht die mythischen von Saul, David und Salomo, sondern das wirkliche von Ahab und seinen Nachfolgern) wurden ein natürlicher Teil seiner Umgebung, wie es von zeitgenössischen assyrischen und andern Dokumenten bezeugt/ bestätigt wird. So waren die arabischen Eindringlinge im 7. Jahrhundert. Sie siedelten sich unter den Einheimischen an. Diese konvertierten sehr langsam vom Judentum und Christentum zum Islam, nahmen die arabische Sprache an und wurden „Araber“, so wie die Kanaaniter vor ihnen „Israeliten“ wurden.
 
GANZ ANDERS war der Weg jener Invasoren, die aus dem Westen kamen. Das waren vor allem drei Wellen: Die Philister  in der Antike, die Kreuzfahrer im Mittelalter und die Zionisten in der modernen Zeit. Indem sie vom Westen kommen (oder sogar übers Land wie die ersten Kreuzfahrer), sehen die Invasoren einen weiten feindlichen Kontinent vor sich. Sie bleiben im Küstengebiet hängen , errichten dort einen Brückenkopf und schreiten landeinwärts, um ihn zu vergrößern.  Bezeichnenderweise  setzt keiner der westlichen Invasoren jemals Grenzen fest – sie marschierten landeinwärts oder zogen sich zurück, wie es ihre Kräfte und  die Umstände erlaubten.
 
Dieses historische Bild passt natürlich nur für jene Invasoren, die kamen und im Lande siedelten. Es betrifft nicht die Imperien, die einfielen, um nur  das Gebiet zu kontrollieren. Diese kamen aus allen Richtungen und  bewegten sich weiter – Hetiter, Ägypter und Babylonier, Perser und Griechen, Römer und Byzantiner, Araber und Mongolen, Türken und  Engländer. (Die Mongolen kamen hierher, nachdem sie den Irak zerstört hatten, und wurden  vom muslimischen General Bybars (dem Nachkommen  Saladins  in einer der  entscheidendsten Schlachten  der Geschichte geschlagen.)
 
Östliche Mächte zogen gewöhnlich weiter durch Ägypten in den Westen und machten Nordafrika zu einer semitischen Zone. Westliche Reiche wanderten weiter gen Osten nach Indien. Tutmosis, Cyros, Alexander, Caesar, Napoleon und viele andere kamen vorbei und hinterließen  - außer ein paar Ruinen - keine dauerhaften Spuren zurück.  WIE IHRE  Vorgänger, die aus dem Westen kamen, hatten die Zionisten von Anfang an eine Brückenbau-Mentalität und haben dies bis heute. >>>

Forced Contraception of Ethiopian women causes decline in Israeli Birthrate: A Flagrant Violation of HumanRights - For some years now, Israel is forcing Ethiopian women to accept or are coerced to be injected with contraceptives. This is a flagrant violation of the human fundamental right to reproduction. Although Israeli media use the term “sterilization” which is now causing (again) some international -for Israel- unwanted awareness and protest, now certain sources mention it is okay to force women to coerced birth control in order to remain in a legitimate residence status: It remains “blackmail” and a severe violation of every women’s rights. Time to raise your voice and create awareness! >>>



Why is the birth rate in Israel's Ethiopian community declining? - Women say that while waiting in transit camps in Ethiopia they were coaxed into agreeing to injections of long-acting birth control drugs. - Talila Nesher - Women who immigrated from Ethiopia eight years ago say they were told they would not be allowed into Israel unless they agreed to be injected with the long-acting birth control drug Depo Provera, according to an investigative report aired Saturday on the Israel Educational Television program "Vacuum." >>>

 

Israel's Ethiopians suffer different 'planned' parenthood - The revelation that Israel is sterilizing Ethiopian women adds to a shameful history of abuse of powerless women and communities. - Efrat Yardai - It's hard to believe, but in Israel, in 2012, Ethiopian women are forced to receive injections of the Depo-Provera contraceptive. This injection is not a commonly prescribed means of contraception >>>

Israel's Treatment of Ethiopians Called 'Racist'

Racist birth control? Claims Israel culling Ethiopian Jews

15.12.2012


Prozess in Israel Außenminister Lieberman wegen Betrugs angeklagt - Israels Außenminister Lieberman: Anklage kurz vor der Wahl - Der Scharfmacher der israelischen Politik muss vor Gericht. Avigdor Lieberman soll seine Kontakte genutzt haben, um sich über laufende Ermittlungen gegen ihn zu informieren. Oppositionspolitiker fordern den Rücktritt des umstrittenen Außenministers. Sechs Wochen vor den Parlamentswahlen in Israel hat die Justiz am Donnerstag eine Anklage gegen Avigdor Lieberman angekündigt. Der Außenminister muss sich wegen Betrugs und Vertrauensbruchs vor Gericht verantworten. Lieberman ist weltweit berüchtigt, weil er hart gegenüber den Palästinensern auftritt.  >>>

Einmarsch in Nahost - Rüdiger Göbel - Deutschland ist jetzt auch offiziell Kriegspartei in Syrien. Mit breiter Mehrheit hat der Bundestag am Freitag die Entsendung von »Patriot«-Raketen und 400 Bundeswehrsoldaten in die Türkei beschlossen. In namentlicher Abstimmung billigten 461 Abgeordnete von CDU, CSU, FDP, SPD und Bündnis 90/Die Grünen das neue Bundeswehrmandat, 86 lehnten es ab, darunter die der Linksfraktion. Es gab acht Enthaltungen. Der Einsatz soll Anfang 2013 starten und zunächst 25 Millionen Euro kosten. Auch die USA und die Niederlande verlegen »Patriot«-Staffeln in Syriens Nachbarland. In Washington hat laut New York Times Verteidigungsminister Leon Panetta den Befehl dazu unterzeichnet. Das NATO-Mitglied Türkei hatte zuvor um Hilfe beim Schutz vor möglichen Angriffen aus Syrien gebeten. Gezielt waren Berichte gestreut worden, der syrische Präsident Baschar Al-Assad könnte Chemiewaffen einsetzen. >>>

David Grossman schreibt für B’tselem  7.12.12 - Wir in Israel stecken in einer wirklichen Krise. Israels Besatzung der Westbank erscheint unendlich, während der Gazastreifen sich immer mehr isoliert und immer ärmer wird. Der kürzliche Kampf im Gazastreifen und im südlichen Israel, wo Millionen von Zivilisten auf beiden Seiten einen hohen Preis zahlten, betont nur, wie weit wir von Verhandlungen entfernt sind, um diese schwierige Situation  zu lösen. Mehr als 4 Millionen Palästinenser leben ohne Grundrechte, die uns in Israel natürlich gewährt werden. Auch wenn sie nur wenige Meilen entfernt leben, sind sie  durch physische Hindernisse von uns getrennt, aber auch durch psychische Barrieren wie Angst und Vorurteile. In dieser Realität ist es inspirierend, die Arbeit von Gruppen  wie B’tselem zu sehen, Israelis, die meine Überzeugung teilen, dass der Schutz der Menschenrechte notwendig und möglich ist. B’tselem hat  sich seit Jahrzehnten für die Menschenrechte engagiert großartige Wege entwickelt, um Untersuchungen in Beistand und Aktionen zu verwandeln. Und ich bin dankbar für ihre Arbeit.

Wenn du wie ich denkst, gehst du zu B’tselem, um dich zu informieren und durchdachte Analysen über die Menschenrechtssituation in den besetzten Gebieten zu bekommen. Es ist eine von Israelis  gesammelte Information; Sie sind engagiert für die universalen Werte der Gerechtigkeit und sind deshalb auch tief besorgt über Israels Demokratie  und um Israels Zukunft. Ihre Information entfacht tiefen und notwendige Diskussionen im Fernseh-Talkshows, in Zeitungen und an Mittagstischen und Cafes überall in Israel – und fordert  unsere Politiker in den Korridoren der Macht heraus. B’Tselem hat keine Angst, dafür verantwortlich gehalten zu werden, dass es  den Palästinensern Fotogeräte verteilt hat, die nahe an den militantesten Siedlungen leben, um zu zeigen, welche Sektionen der Mauern abgerissen werden müssen, B’Tselem scheut sich nicht vor dem, das unsere Politiker lieber ignorieren . Das ist für uns alle eine Lektion, es geht nicht nur um Politik oder das Timing. Es handelt sich um reine menschliche Gleichheit, um das Ende der Gewalt, um Würde für alle Menschen und darum, unsern Nachbarn Freiheit und Respekt zu geben.

Die Tatsache, dass die Besatzung nun seit 45 Jahren andauert, ist äußerst ärgerlich und skandalös; ich persönlich verstehe nicht, wie ein Land sich als Demokratie betrachtet, während es ein langes Besatzungsregime aufrecht erhält, Unterdrückung und Diskriminierung ohne ersichtliche Absicht, sie zu beenden. Leider können wir die enorme Ungerechtigkeit, die die  Besatzung darstellt, in der nächsten Zukunft nicht  beenden. B’tselem hält an seiner Vision des Besatzungsende fest und arbeitet auf dieses Ziel zu. Es beschäftigt sich mit den großen und kleinen Ungerechtigkeiten, den lokalisierten Verletzungen und der Willkürlichkeit, die sich mit unzähligen Methoden und Entschuldigungen verbirgt und rechtfertigt. All diesem ist B’tselem ausgesetzt und kämpft unermüdlich dagegen.

B’tsalem ist eine wirkliche Quelle des Stolzes und ich hoffe, ihr wollt euch mir anschließen und unsere Bemühungen unterstützen. Um die Würde aller Menschen zu bewahren.  Seine Arbeit gibt uns Grund zur Hoffnung, dass trotz so vieler Hindernisse, Israelis und Palästinenser eine bessere Zukunft aufbauen können. Mit  freundlichen Grüßen David Grossman  - (Einer der bekanntesten israelischen Schriftsteller. Er hat beim 2. Libanonkrieg seinen Sohn verloren  ER)  - (dt. Ellen Rohlfs ER)

Volker Kauder, CDU, glaubt: "Die Saudis mögen selbst judenfeindlich sein, aber sie sorgen auch dafür, dass der Iran die Juden nicht ins Meer treiben kann." Die Kraft zum Glauben, so Kauder laut Wikipedia, habe er "auch bei den Evangelikalen gefunden". Evangelikale, zumal aus der Partei Bibeltreuer Christen, stellen in Deutschland das größte Kontingent an Befürwortern der Vertreibung von Palästinensern ins Meer, unter die Erde oder gleich in den Himmel. Quelle Thomas Immanuel Steinberg

Was die amerikanischen Medien  uns nicht über Israel erzählen. - Noam Chomsky 3.12.12    http://alternet.org/world/noam-chomsky-what-american-media-won-t-tell-you ..

Ein alter Mann in Gaza hielt ein Plakat, auf dem stand:
    „Ihr nehmt mein Wasser, verbrennt meine Olivenbäume,
    verbrennt mein Haus, nehmt mir die Arbeit,
    stehlt mein Land, verhaftet meinen Vater.
    Tötet meine Mutter, bombardiert mein Land,
     Hungert uns aus, demütigt uns alle –
     Gebt mir aber die Schuld:
     Ich hätte einen Stein zurückgeworfen.“

Die Botschaft des alten Mannes gibt genau den Kontext für die letzte Episode der brutalen Strafe  des Gazastreifens. Die Verbrechen gehen zurück bis 1948, als hundert Tausende Palästinenser vor Schrecken flohen oder nach Gaza vertrieben wurden, als Israels Armee das Land eroberte – und sie tut es noch heute. Jahre nach der offiziellen Waffenruhe.

Die Strafe hat, als Israel Gaza eroberte, neue Formen angenommen. Vom israelischen Wissenschaftler Avi Raz * erfahren wir, dass es das Ziel der Regierung war, die Flüchtlinge über die Grenze auf die Sinaihalbinsel zu vertreiben – und wenn möglich auch die übrige Bevölkerung ( der Westbank). Vertreibungen aus Gaza wurden unter direktem Befehl des Generals Yeshayahu Gavish, dem Kommandeur des südlichen IDF-Kommandos durchgeführt. Vertreibungen aus der Westbank  waren  weit drastischer, und  Israel griff zu  hinterhältigen Mitteln, um die Rückkehr der Vertriebenen zu verhindern – eine  direkte Verletzung der UN-Sicherheitsratsresolutionen. Die Gründe wurden bei internen Diskussionen unmittelbar nach dem Krieg deutlich gemacht: Golda Meir, die spätere Ministerpräsidentin, informierte ihre Kollegen der Laborpartei, dass Israel den Gazastreifen behalten solle, seine Araber aber los werden wolle. Der Verteidigungs-Minister Mosche Dayan und andere waren damit einverstanden.

Ministerpräsident Levi Eshkol erklärte, dass man jenen Vertriebenen nicht erlauben könne, zurückzukehren, weil wir die arabische Bevölkerung in Israel nicht vergrößern können – und bezog sich auf die neu besetzten Gebiete, die schon als Israels angesehen wurden. In Überseinstimmung mit dieser Vorstellung wurden alle Landkarten Israels verändert und die international anerkannte Grenze, die Grüne Linie gelöscht. Die Veröffentlichung der Karte wurde hinausgezögert, um  dem israelischen Botschafter bei der UN Abba Ebban zu erlauben, einen „günstigen  toten Punkt“ bei der Vollversammlung zu erreichen und so Israels Absichten zu verbergen. Die Ziele der Vertreibung mögen bis heute lebendig geblieben sein und mögen auch der Grund  für die ägyptische Verzögerung sein, die Grenze zum freien Passieren von Menschen und Waren zu öffnen. Dahinter steht die von den USA unterstützte israelische Belagerung.

Die augenblickliche Eskalation der US-israelischen Gewalt datiert auf den Januar 2006, als die Palästinenser bei der ersten freien Wahl in der arabischen Welt „falsch“ wählten. Israel und die USA reagierten sofort mit harter Strafe und der Vorbereitung eines militärischen Schlags, um die gewählte Regierung zu stürzen – eine Routineprozedur. DieStrafe wurde 2007 radikal intensiviert, als der 1.Versuch fehl schlug, und die gewählte Hamasregierung  die volle Kontrolle über den Gazastreifen gewann.

Israel ignorierte nach der 2006-Wahl die sofortigen Waffenstillstandangebote der Hamas, begann einen Angriff, bei dem 660 Palästinenser getötet wurden , von denen die meisten Zivilisten (und ein Drittel Kinder) waren. Nach den UN-Berichten  wurden zwischen  April 2006 und Juli 2012   2879 Palästinenser durch israelisches Militär getötet und ein paar Dutzend Israelis durch Raketen aus Gaza.

Ein kurzlebiger Waffenstillstand 2008 wurde von Hamas eingehalten, bis Israel ihn im November brach und weitere Angebote auf Waffenruhe ignorierte. Israel begann die mörderische Operation Cast Lead im Dezember. 2008. Die Sache ging weiter: während die US und Israel weiter die Hamasaufrufe zu einer langfristigen Feuerpause zurückwiesen, wie auch für ein politisches Abkommen für eine Zweistaatenlösung mit internationalem Konsens, die die USA seit 1976  mit ihrem Veto blockierte, so auch eine von den größeren arabischen Staaten vorgebrachte Resolution des UN-Sicherheitsrates.

*Raz: „Die Braut und die Mitgift“ Israel und Jordanien nach dem Junikrieg 1967. (dt. Ellen Rohlfs)

Die IDF-Armee dringt in Ramallah (Zone A!!) ein und überfällt NGOs . Saed Banoura, IMENC  11.12.12 - http://wwwimenc.org/artice/64727  - Dutzende israelischer Soldaten dringen am Dientag in der Morgendämmerung in die West- Bank-Stadt Ramallah ein, überfallen und durchsuchen mehrere NGO-Institutionen, u.a. das Büro der palästinensischen Frauenunion und konfiszierten mehrere Computer. Auch von Schäden wurde berichtet. Die Maan-Nachrichtenagentur berichtet, dass die Armee  in das Büro der Frauenunion im Qaddoura-Flüchtlingslager eingebrochen ist, auch ins Büro der Ad-Dameer- Gefangenenhilfe und in dir Menschenrechts-Vereinigung und ins Hauptquartier des palästinensischen NGO-Netzwerkes (PNGO) und durchsuchten es gewaltsam. Die Soldaten konfiszierten auch mehrere Computer, Laptops und Dokumente, die den NGOs gehören .

MAAN  fügt hinzu, dass von Zusammenstößen in den Flüchtlingslagern berichtet wurde, als Dutzende lokaler Jugendlicher Steine auf die eingedrungenen Soldaten  warfen, die Tränengasbomben und mit Gummi-ummantelten Stahlkugeln feuerten. Der palästinensische Gesetzgeber, Generalsekretär der palästinensischen Nationalinitiative Dr. Mustafa Barghouti beschimpfte die israelische Gewaltanwendung  und beschrieb den Angriff als Piratenstück.

Dr.Barghouti sagte noch, die israelische Besatzung eskaliere mit ihren Angriffen gegen das palästinensische Volk und ihre zivile Gesellschaftsinstitutionen.

Außerdem stellte er fest, dass der Angriff auf Organisationen, die dem palästinensischen Volk dienen, eine grobe Verletzung sei, die der internationalen Gemeinschaft und Menschenrechtsgruppen  gemeldet werden sollte und dass Israel, für seine Verletzungen (der Menschenrechte) und Verbrechen verantwortlich  gemacht  und internationalen Sanktionen unterworfen werden sollte. (Ellen Rohlfs)

SHOCKING VIDEO “May you be raped in your grave!”~ Knesset candidate May Golan to Israeli protecting African from Jewish mob

 

 



Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.

"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 


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