Es mehr
als eine unterhaltende Liebesgeschichte.
Dieser Roman bietet differenzierend,dem
der wenig vom Nahostkonflikt weiß, Stimmungsbilder
aus dem Nahen Osten. Den geschilderten
Szenen begegnet man im israelischen
"Alltag". Ohne zu belehren erfährt
man so einiges über den politischen,
dramatischen Hintergrund in Israel und
Palästina.
2012, ca.
250 Seiten, broschiert, CHF 29.00
- ISBN 978-3-905927-26-9
Jerusalem im Fieber des
palästinensischen Aufstands. Gregor
Greuter, ein Schweizer Rotkreuzdelegierter,
wird in einer nahen Schlucht Zeuge eines
Mords. Den jungen Beduinen, der sich
verdächtig macht, trifft er bei einem
Routinebesuch im Gefängnis an. Er will
ihm helfen, so schlecht die Aussichten
auch stehen. Der wirkliche Mörder, ein
militanter Siedler, fürchtet die Zeugenschaft
des Fremdlings, bedroht und bedrängt
ihn. Der ohnehin heisse Boden im Intifada-Land
wird für Gregor immer heisser. Gerade
jetzt verliebt er sich in eine jüdische
Siedlerin und verdrängt den Ernst seiner
Lage. Doch auf einmal gerät er wirklich
in Gefahr. Er, der neutrale Beobachter,
trägt am Ende selbst dazu bei, die Gewaltspirale
anzuheizen. – Ein Polit-Thriller um
Jerusalem, eine Liebesgeschichte und
zugleich eine kritische Auseinandersetzung
mit den humanitären Aktivitäten des
IKRK.
Quelle
Otto Höschle, IKRK-Delegierter in Jerusalem
während der 1. Intifada - Geboren 1952
- Germanistik- und Anglistikstudium
in Fribourg, Dramaturg in Bern und Luzern,
Delegierter des IKRK im Nahen Osten,
Studium der Islamwissenschaft in Berlin
und Basel.
Quelle Er veröffentlichte Theaterstücke,
Hörspiele, Gedichtbände, ein Kinderbuch
sowie den Roman «Selima“ (P»o Libro
Verlag 2011), der von einer Palästinenserin
in einem libanesischen Flüchtlingslager
handelt. Höschle wurde ausgezeichnet
mit dem «Prix Suisse» und dem Basler
Hörspielpreis. Heute ist er tätig als
Englischlehrer und Autor, er lebt in
Therwil bei Basel.
Die Flotille der Freiheit fordert
von Regierungen ihr Schweigen zu brechen
-
Die Koalition der Flotille
der Freiheit forderte heute von den
Regierungen der Länder, deren Bürger
auf der Estelle fuhren, darunter Spanien,
"das Schweigen zu brechen", das sie
nach ihrer Meinung zu Komplizen der
"Besatzungspolitik" in Palästina macht.
Nachdem die "Estelle",
die zu der sogenannten "3. Flotille
der Freiheit" gehört, am vergangenen
20. Oktober von der israelischen Marine
abgefangen worden war, als sie sich
der Küste des Gazastreifen näherte,
hat die Koalition ein Dokument
mit ihren Forderungen verfasst. An Bord
der Estelle fuhren dreißig finnische,
schwedische, norwegische, kanadische,
italienische, griechische, israelische
und spanische Staatsbürger zusammen
mit einigen Parlamentariern dieser Länder
mit dem Ziel, die israelische Seeblockade
in palästinensischen Gewässern zu brechen.
Die Spanier an Bord waren der Angeordnete
der Vereinigten Linken Ricardo Sixto,
die Aktivistin Laura Arau und die Rechtsanwältin
Begona Zabala. Sie waren von den israelischen
Behörden festgenommen worden und sind
am vergangenen Sonntag wieder in Spanien
eingetroffen.
Die Koalition stellt
in der Erklärung fest, dass die "Gewalt"
durch das israelische Militär, mit der
die Besatzungsmitglieder konfrontiert
waren, nur "die der Besatzungspolitik
inhärente Gewalt widerspiegelt". "Sie
ist in Wirklichkeit gar nicht mit der
Situation zu vergleichen, in der die
palästinensische Bevölkerung seit mehr
als fünf Jahr tagtäglich gefangen ist",
beklagt das Dokument, in dem auch behauptet
wird, dass die Schiffsfracht im israelischen
Hafen von Ashdod "beschlagnahmt" wurde.
(Die Fracht bestand)
unter anderem aus 2 Olivenbäumen, 41
Tonnen Zement, Rollstühlen, Rollatoren,
Krücken, Stetoskopen für die Geburtshilfe,
Kinderbücher, Spielzeug und ein Radio,
alles gespendet oder mit Spendengeldern
gekauft.So verlangt die Koalition von
Israel und den Regierungen, "die in
Komplizenschaft mit der Besatzungspolitik
in Palästina schweigen", die Rückgabe
des Schiffes und seiner Fracht zu ermöglichen.
Außerdem fordert sie
eine "entschiedene" Reaktion auf den
"gewalttätigen" Angriff in internationalen
Gewässern und ein Ende der Blockade
des Gazastreifens: "Diese Form der Kollektivbestrafung
muss aufhören. Sicherheit oder Frieden
auf der Basis von Bestrafung zu schaffen
ist weder akptabel noch möglich". Quelle:
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=41478aus dem Spanischen
übersetzt von K. Nebauer
Am 29.9. habe ich auf die letzte
Urgent Action zu den Hungerstreikenden
Hassan Safadi und Samer al Barq aufmerksam
gemacht und einen Briefentwurf dazu
verschickt.
Es gibt hierzu eine neue UA mit der
erneuten Bitte, Appelle für sie und
andere Gefangene zu versenden. Laut
dieser UA hat Samer al Barq seinen Hungerstreik
wieder aufgenommen, nachdem er ihn bereits
beendet hatte, weil er und Hassan Safadi
sowie weitere Gefangene nicht die erforderliche
medizinische Versorgung und ärztliche
Hilfe erhalten. Der Text der UA ist
hier abrufbar: http://www.amnesty.de/urgent-action/ua-119-2012-10/hungerstreik?destination=node%2F2939
Die Forderungen dieser neuen UA sind
identisch mit denen der zuletzt von
mir versandten, deshalb hänge ich hier
keinen neuen Briefentwurf an, sondern
bitte alle noch einmal darum, sich an
den Petitionen zu beteiligen und den
von mir verschickten oder einen anderen
Brief mit den relevanten Forderungen
an die in der UA angegebenen Adressen
zu versenden. Auch diese sind identisch
mit denen in der vorhergegangen UA.
Sollte jemand den letzten von mir versandten
Briefentwurf noch einmal benötigen,
bitte ich um Nachricht.
Ich wurde außerdem darum gebeten, auf
eine Veranstaltung hinzuweisen, die
nicht mit AI in Zusammenhang steht,
dies tue ich aber gern, da sie voll
und ganz im Einklang mit den Statuten
von AI steht und viele hier Aktive interessieren
dürfte. Es handelt sich um eine Speakers
Tour über den gewaltfreien Widerstand
in Palästina von einem jungen palästinensischen
Aktivisten, Saeed Amireh aus Ni'lin
(Westbank), in der Zeit vom 4.-23. November.
Ein Informationsblatt mit den Terminen
(auf Seite 2 unter dem Text) hänge ich
hier an.
Bei eventuellen Rückfragen sollte man
sich an den unter dem Text angegebenen
Namen wenden.
Vielen Dank für Ihr/Euer Engagement
und freundliche Grüße Waltraut Böttger
- Mitglied von Amnesty International
- Kogruppe Israel/Besetzte Gebiete/Pal.
Autonomiegebiete -
http://www.amnesty-koeln-gruppe2415.de/
Israel schafft
sich ab
Gershom Gorenberg Übersetzt von Andreas
Simon dos Santos
"Ich schreibe aus einem
Israel mit gespaltener Seele."
Gespalten zwischen seinen
demokratischen Idealen und
religiösem Fanatismus. Zwischen
der Illusion eines freien
Staates und der Realität
einer repressiven Besatzungsmacht.
Und der Riss, der durch
den Staat geht, wird immer
größer. Der renommierte
Historiker Gershom Gorenberg
zeigt, vor welchen Herausforderungen
Israel heute steht. Die
drängende Frage lautet:
Wie kann Israel verhindern,
dass es sich selbst zerstört?
Nakba Ausstellung - Wieder einmal
die Sprache der "Unmenschen" beim Henryk
M. Broder:
Die Achse des Guten:
Das ganze Pack in einem Sack!
- E. Arendt - Nicht nur, dass man seit
Jahrzehnten die Palästinenser zu Opfern
macht. Nun soll man nicht einmal darüber
berichten können. Ein Volk soll
wegegedacht werden, die israelische
Form der Vernichtung eines Volkes.
Pressemitteilung über die letzte
Gerichtsverhandlung im Fall des Cremisan-Klosters
- Society of St.
Yves, Katholisches Zentrum für Menschenrechte,
24.10.12
Am Montag, 10.9. 2012
fand eine Zeugenanhörung im Cremisan-Fall
gegen die Mauer statt und zwar
vor dem Sonderberufungsgericht des Tel
Aviver Magistrats mit der Richterin
Einat Ravid. Während der Anhörung
standen drei Zeugen im Kreuzverhör:
P. Bruno Cavasin, Vertreter des Salesianer-Klosters,
als auch Neemeh Abu Mohor und
Dr. Bishara Nasrallah, deren Familienbesitz
von der Mauer betroffen ist. Vor der
Anhörung legten die Schwestern des Salesianer-Klosters
in Cremisan, die salesianischen Mönche
als auch neun Bewohner aus Beit Jala
beeidete schriftliche Erklärungen vor,
die den nach neuesten Order geplanten
Mauerverlauf zurückwiesen. Die geplante
Vernehmung von S. Ibtissam Kassis wegen
des salesianischen Klosters und der
Schule wurde auf die nächste Zeugenverhörung
am 15. Oktober verschoben.
Bevor die Richterin Ravid
die Zeugen anhörte, wandte sie sich
an den Staatsanwalt und fragte ihn,
warum dieser Fall vor dem Gericht gehört
werden soll, da es sich um ausländische
Beziehungen zwischen dem Vatikan und
dem Staat Israel handelt. Der
Staatsanwalt bestätigte, dass nach seinem
Verständnis das Außenministerium mit
dieser Sache nicht weiter zu tun haben
will und darin übereinstimmt, dass das
Problem mit der Behörde des Verteidigungsministeriums
gelöst werden soll. Die Richterin Ravid
drückte ihre Sorge über eine offizielle
Entscheidung aus, die dem Außenministerium
Unannehmlichkeiten verursachen könnte
und gab dem Staat den Auftrag, eine
klare schriftliche Position zu verfassen.
Der erste Zeuge, der
gehört wurde, was P. Bruno Cavasin.
P. Bruno stellte fest, dass das Kloster
bis jetzt mit seinem Widerstand gegen
die Mauer mit friedlichen Mitteln gewirkt
hat und nicht mit dem Gericht. Sie hatten
sich mit Offiziellen der Armee in Gush
Etzion DCO getroffen und ihre
Ablehnung von Mauern im Allgemeinen
ausgedrückt, aber auch speziell diese
Mauer. Er betonte, dass es mit der Armee
nie ein Abkommen gegeben hat, das Kloster
auf der israelischen Seite der Mauer
zu halten.
P.Bruno berichtete von
der Existenz und Präsenz der Salesianer,
die seit 150 Jahren der Gemeinde dienen,
Arbeitsmöglichkeiten geben und ein theologisches
Institut in diesem Gebiet haben und
wie nötig es sei, ein Teil der Gemeinde
zu sein. Er betonte, dass ohne die Verbindung
zur Gemeinde sie in diesem Gebiet nicht
existieren könnten.
Die Richterin fragte
P. Bruno deutlich, ob sie auf der palästinensischen
Seite der Mauer sein wollen, sollte
eine Mauer gebaut werden. Seine Antwort
war ein entschiedenes Ja. Er drückte
auch die klösterliche Position
gegen die Trennung vom Nonnenklosters
aus.
Zwei Zeugen aus Beit
Jala kamen nach P.Brunos Darstellung
in den Zeugenstand: Frau Neemeh Abu
Mohor, deren Landbesitz vollkommen durch
die Mauerschleife um das Cremisan-Kloster
verbraucht würde, erklärte dem Gericht
im Einzelnen, wie die Armee 85 römische
der Familie gehörende Olivenbäume herausgerissen
habe, obwohl es eine gerichtliche Verfügung
gebe, die die Weiterarbeit an der Mauer
in diesem Gebiet verhindere. Sie stellte
noch fest, dass selbst jetzt ihre Familie
keinen Zugang zu ihrem Land habe.
Dr. Bishara Nasralla,
Besitzer von acht Dunum Land mit Oliven-
und anderen fruchttragenden Bäumen,
das völlig auf der israelischen Seite
der Mauer liegt, wurde danach gehört.
Als der Staatsanwalt dem Gericht zu
zeigen versuchte, dass ein landwirtschaftliches
Tor Dr. Nasralla Zugang zu dem Land
geben würde, erklärte Dr. Nasralla dem
Gericht, dass seine vorausgegangene
Erfahrung mit landwirtschaftlichen Genehmigungen
negativ gewesen sei: er habe woanders
keinen Zugang zu seinem Land, obwohl
er einen Passierschein habe.
Eine weitere Sitzung
mit Zeugenvernehmung sei am 15. Oktober
….
(dt.
Ellen Rohlfs)
Webseite: 'Die Machenschaften des
JNF'-
Institut für Palästinakunde -
Diese neuen Webseiten -
jnf-machenschaften.de - geben
trotz ihres etwas reisserischen
Namens eine gut gemachte Übersicht
über die Machenschaften des 'Jüdischen
Nationalfonds', jener israelischen
Kolonialorganisation, die fest mit
der bis heute andauernden ethnischen
Säuberung Palästinas verwachsen
ist.
Zu den Kritikpunkten
an den Seiten gehören die Vernachlässigung
von Quellenangaben sowie diverse
Detailfehler, was angesichts der
Komplexizität der Materie und den
oft nur schwer zugänglichen Quellen
nicht überrascht.
Israel betreibt schon
seit Jahrzehnten eine Politik des Landraubs,
der Unterdrückung und Entrechtung des
palästinensischen Volkes. An einer gerechten
Friedenslösung und einer Politik des
Ausgleichs mit seinen arabischen Nachbarn
ist der zionistische Staat nicht interessiert.
Er setzt ausschließlich auf seine militärische
Überlegenheit. Kann Israel mit einer
solchen Politik der Überheblichkeit
und Selbstisolation überleben?
Dieses Buch stellt in
großen Zügen die Geschichte Israels
dar, stützt sich dabei aber nicht auf
das sogenannte israelische Narrativ,
also die offizielle zionistische Version
der israelischen Staatsideologie, sondern
legt vor allem die Forschungen der sogenannten
„Neuen Historiker“ zu Grunde. Dabei
handelt es sich um eine Schule israelischer
Geschichtsforscher, die dem Zionismus
kritisch oder zumindest mit Distanz
gegenübersteht.
Der Text beschreibt dann
den Ist-Zustand der israelischen Politik
- eine Politik der Landnahme, der Unterdrückung
und Entrechtung des palästinensischen
Volkes, die nun schon seit Jahrzehnten
andauert. Israel ist heute schon ein
Apartheidstaat, der an das frühere Südafrika
unter der weißen Herrschaft erinnert.
An einer Lösung des Problems ist weder
die israelische Führung noch die Bevölkerung
interessiert. Man setzt ausschließlich
auf militärische Überlegenheit, will
mit ihr den Status quo bewahren, schafft
weiter Fakten (etwa mit der Siedlungspolitik)
und hofft, dass die Zeit für Israel
arbeitet. Ziel ist immer noch die Schaffung
eine Groß-Israel.
Jede Kritik an dieser
gegen das Völkerrecht und die Menschenrechte
verstoßenden Politik wird mit dem -
in diesem Zusammenhang völlig unangebrachten
- Antisemitismus-Vorwurf abgewehrt.
Es ergibt sich automatisch die Frage:
Kann Israel mit der Fortführung einer
solchen Politik der Überheblichkeit
und Selbstisolierung überleben? Der
Westen einschließlich Deutschland schweigt
nicht nur über das, was in den besetzten
Gebieten geschieht, sondern unterstützt
diese Politik mit allen Mitteln und
verstößt damit gegen sein eigenes politisches
Wertesystem. Auch der Mainstream der
deutschen Medien steht hinter diesem
Kurs. Dabei wäre Druck auf Israels Politik
angesagt, um es - in seinem eigenen
Interesse - von seinem verhängnisvollen
Irrweg abzubringen.
Dieses Buch macht
deutlich, wie sehr unser Israel-Bild
unbedingt der Korrektur bedarf.
Das Buch hat 275 Seiten,
kostet 16 Euro plus Versandkosten und
kann - Selbstverlag - über die
Webseite
www.arnstrohmeyer.de bestellt
werden.
Ist der Konflikt zwischen Israel und
den Palästinensern ethnisch und religiös
zu fassen? Nein. Prallen da zwei
gegensätzliche Mentalitäten aufeinander?
Mitnichten. Gestützt auf eigene Beobachtungen
und Daten internationaler Organisationen
und israelischer oder jüdischer Historiker
beschreibt der Autor Hintergründe einer
ausweglos erscheinenden Situation: Die
israelische Elite schafft zunehmend
Fakten, die Frieden, gerechten Ausgleich
und einen eigenständigen palästinensischen
Staat unmöglich machen. Georg Rammer
ist Psychologe. Er veröffentlicht Beiträge
zu aktuellen gesellschaftlichen Themen:
Arm und Reich, wirtschaftlich-politische
`Elite´ in Deutschland, Ideologien der
Klassengesellschaft.
ISBN
978-3-943078-03-9 / 58 Seiten/
Bilder farbig, Broschüre/ 6,90 Euro
- Dutschke Verlag
Ein faszinierendes Land
- oder zwei Länder? Eine Reise nach
Israel und Palästina ist voller Eindrücke
und Einblicke. All die intensiven Erlebnisse,
Begegnungen und Bilder sind allerdings
gefärbt von der schier ausweglosen politischen
Situation: Sie prägt den Alltag und
drängt sich auch dem offenen und interessierten
Reisenden geradezu auf.
Der Psychologe Georg Rammer berichtet
von diesen Erfahrungen. Fotos und
dokumentarisches Material werden die
Schilderungen anschaulich machen und
ergänzen.
Alle Menschen im Gebiet des heutigen
Israel, Palästina sollen gut leben können:
Juden, Muslime, Christen, Andersgläubige
und Atheisten; Israelis und Palästinenser.
Nach Berechnungen der Welternährungsorganisation
der UN lebten im Jahr 2006 81 Prozent
der 1,5 Millionen Einwohner des Gazastreifens
ebenso wie 59 Prozent der 2,4 Millionen
Einwohner des Westjordanlandes unterhalb
der Armutsgrenze. Dieser Zustand dürfte
sich nicht gebessert, sondern durch
die inzwischen stattgefundenen Kriege
weiter verschärft haben. Dazu kommen
die psychologischen Folgen eines durch
Besatzer und Absperrung in vielen Bereichen
aufgezwungenen Lebens. Den aktuellen
Zustand geschaffen und aufrechterhalten
haben (vor allem israelisches) Militär
und Staat, die im Gleichschritt gewachsen
sind und heute den Alltag im Westjordanland
bestimmen. Deshalb kann eine Lösung
nur auf friedlichem Weg durch die Zivilgesellschaften
erreicht werden. Dies wird aber nur
möglich sein, wenn die gleichen Maßstäbe
für alle gelten und die Interessen der
Palästinenser berücksichtigt werden.
Es geht also um Entschädigung und Teilen,
Teilhabe. Wie sehr der palästinensische
Anspruch gerechtfertigt ist, zeigt diese
Broschüre.
Durchbruch für BDS? US-Kirchen unterstützen
Boycott-Forderung palästinensischer
Christen
- Institut für Palästinakunde -
Schon seit Jahren ist klar, dass
erheblicher Druck auf Israel nur
mit Hilfe von Institutionen - etwa
den Kirchen - aufgebaut werden kann,
deren Basis nicht nur aus ein paar
versprengten Aktivisten besteht.
Und nun haben endlich US-Kirchen
auf den Hilferuf palästinensicher
Christen - das
Kairos-Papier - aus dem Jahr
2009 reagiert, zu dem die Deutschen
Kirchen geschwiegen haben.
Israel's
plan to snake security barrier through
50 homes in West Bank upsets Christians.
CNN's Sara Sidner reports.
For more videos, visit CNN International's
website
http://edition.cnn.com/video/
In Israel inhaftierte pro-palästinensische
Aktivisten wurden gefoltert -
Aktivisten von Bord
der Estelle, die nach Gaza unterwegs
waren, haben versichert, sie seien Opfer
der "Folter mit Elektroschock" geworden,
mittels Pistolen, die Personen mit einer
elektrischen Ladung außer Gefecht setzen
können. Die Klage wurde von Gaby Lasky,
dem Anwalt einiger der Aktivisten, eingereicht.
Lasky sagte nicht, wer von den 30 Passagieren
der Estelle mit Elektroschock behandelt
wurde. 19 Passagiere wurde festgenommen
und in das Gefängnis von Givon bei Ramle
gebracht. Die Armeesprecherin Avital
Leibovitch beschränkte sich darauf zu
bestreiten, dass die Soldaten gegen
die Aktivisten "Gewalt" angewendet hätten.
Das Schiff hatte Hilfsgüter und 30 Tauben
geladen, die man im Gazastreifen fliegen
lassen wollte. Quelle:
http://www.palestinalibre.org/articulo.php?a=41364
- aus dem Spanischen
übersetzt und gekürzt von K. Nebauer
This summer, the
intensified blockade of the Palestinian
people of the Gaza Strip has continued
into its sixth year.
The blockade—referred to as "the
siege" by its victims—is a violation
of international law and of the
fundamental human rights of the
civilian population in Gaza. The
blockade has devastating humanitarian
consequences for more than 1.6 million
people, most of them children, on
this coastal strip between the Mediterranean
Sea and the Negev desert.
The blockade is illegal,
inhumane and—from Israel´s point
of view—counterproductive; it neither
stops weapons from being smuggled
into the Strip or missiles from
being fired, nor has it put Hamas
out of power. On the contrary.
The documentation
of the blockade´s inhumanity and
failure to generate anything but
violence and despair, is mounting.
”End the blockade on Gaza now”,
50 humanitarian organizations and
UN agencies urged in an exceptionally
frank statement in June. In addition,
a UN report issued in August concluded
that Gaza won’t be livable by 2020
if urgent action is not taken.
The blockade makes
it impossible to properly rebuild
the hospitals, homes and water treatment
plants
that were all destroyed in the massive
bombing of Gaza in the winter of
2008/2009. The export ban prevents
Gaza’s residents from earning a
living and is an important factor
behind the almost total dependency
on aid. The “tunnel economy”, which
is one of the consequences of the
blockade, nurtures criminality and
undermines any legitimate economy.
Family members who
live in Gaza and the West Bank are
denied the right to visit each other.
Young people are denied access to
higher education at Palestinian
universities in Jerusalem and the
West Bank. Fishermen are forbidden
to fish outside of three nautical
miles from the coast.
Throughout history,
the Mediterranean Sea has provided
a link between people and cultures.
However, for the Palestinians in
Gaza the sea constitutes a wall,
just like the ones that separate
them from Israel, Egypt and other
parts of Palestine.
The blockade is a
clear impediment to a sustainable
and just peace. However, it is evident
that our politicians have fallen
short when it comes to adhering
to declarations on human rights
and international law. It is now
time for civil action.
Civil action is what
the Ship to Gaza/Freedom Flotilla
is offering. The S/V Estelle has
been sailing since the beginning
of the summer. Gaza is her destination;
ending the siege is her goal. We,
the undersigned, express our support
for non-violent actions of solidarity
like the Ship to Gaza/Freedom Flotilla,
an initiative in which some of us
are participating as passengers
and others as committed sympathizers
on land.
Our message is
simple:
Palestinians are
humans with human rights! End the
siege! Let the people go!
Holy Land: church leaders condemn
planned route of Separation Wall
- October 23, 2012
5:11 pm - The Assembly of Catholic Ordinaries
of the Holy Land has issued the following
statement in which they condemn the
planned route of the Separation Wall
in the Cremisan Valley. The Wall will
cut farmers off from their land, divide
villages, turn a school a school into
a prison and have grave environmental
consequences.
They say: "Seizure orders affect Al
Walaja village and 58 Christian families
from Beit Jala whose livelihood depends
on this land. Furthermore, the two local
Salesian congregations located there
would be negatively affected in their
Mission work with the local community.
Separated from the Cremisan Valley,
the local community will lose one of
its last big agricultural and recreational
areas as well as a crucial water sources
for farmers. In fact, Cremisan green
area is the main lung through which
the population of Bethlehem can breathe.
In addition, the 450 children attending
the Salesian Sisters School will have
to go to a prison-like school, surrounded
by military barriers and check-points.
On July 9, 2004, the International Court
of Justice found the separation wall
illegal under international law. The
Assembly of Catholic Bishops has the
same stand. We therefore instructed
St Yves Society to file a case against
the Military Authorities.
The planned construction of the wall
will put more pressure on the remaining
Christians living in Bethlehem. Without
an income and a future for their children,
more people will make the decision to
leave the Holy Land.
The Catholic Ordinaries deny the existence
of any explicit or implicit agreement
between the Vatican, the local church
and Israeli authorities regarding the
construction of this illegal wall and
therefore strongly call on the State
of Israel to restrain from its plan
to separate Cremisan Valley from Bethlehem.
Signed by
+ Fouad TWAL - Patriarch of Jerusalem
for Latins - President A.C.O.H.L.
+ Elias CHACOUR - Greek Catholic Melkite
- Archbishop of Akka - Vice president
A.C.O.H.L..
+ Giorgio LINGUA - Apostolic Nuncio
for Jordan
+ Msgr Waldemar SOMMERTAG - Chargé d’Affaires
of the Apostolic Delegation in Jerusalem
& Palestine - Apostolic Nunciature for
Israel & Cyprus
+ Michel SABBAH - Latin Patriarch of
Jerusalem emeritus
+ Yaser Al-AYYASH - Greek Cath.Melkite
Archbishop of Petra and Philadelphia,
Amman
286 Seiten - € 25,00 Gebunden - ISBN 978-3-86854-243-1 - Erschienen 2012 Quelle
Über
das
Buch
-
Mitten
in
Haifa
befindet
sich
ein
Ruinenareal,
das
bis
Ende
der
1950er
Jahre
das
Armenviertel
Wadi
Salib
war.
In
der
israelischen
Geschichte
ist
Wadi
Salib
vor
allem
durch
die
Proteste
der
damals
dort
wohnhaften
jüdisch-marokkanischen
Bewohner
im
Jahr
1959
verankert,
die
gegen
ihre
zum
Teil
erbärmlichen
Lebensbedingungen
aufbegehrten.
Deren
Auseinandersetzungen
mit
der
Polizei
brachte
die
Spannungen
zwischen
Immigranten
und
Alteingesessenen,
zwischen
aus
arabischen
und
aus
europäischen
Ländern
stammenden
Juden
zum
Vorschein
und
erzeugte
erstmals
ein
politisches
Bewusstsein
für
die
innerhalb
der
jüdischen
Bevölkerung
existierende
ethnische
Diskriminierung.
Doch
das
ist
nur
ein
Teil
der
Geschichte:
Die
Tatsache,
dass
Wadi
Salib
nur
wenige
Jahre
zuvor
noch
ein
intaktes
arabisches
Viertel
gewesen
war,
war
1959
bereits
vollkommen
aus
der
Erinnerung
gewichen
–
und
das
ist
bis
heute
so
geblieben.
Im
Zuge
der
Kämpfe
von
1948
mussten
die
arabischen
Bewohner
aus
ihren
Häusern
flüchten.
Europäische
und
marokkanische
Juden
–
Flüchtlinge
ihrerseits
–
wurden
dort
einquartiert;
sie
lebten
schließlich
in
den
verlassenen
Wohnungen,
inmitten
des
Mobiliars
und
der
persönlichen
Habseligkeiten
der
geflüchteten
arabischen
Bewohner.
Wie
kam
es
dazu,
dass
solch
eine
dramatische
Auslöschung
der
arabischen
Präsenz
in
der
Stadt
innerhalb
so
kurzer
Zeit
vergessen
wurde?
Von
der
verdrängten
arabischen
Präsenz
in
der
Stadt
Haifa
erzählt
dieses
Buch,
befasst
sich
gleichsam
mit
den
Erinnerungen
der
dort
angesiedelten
Juden
aus
Marokko
und
wirft
so
Licht
auf
einen
blinden
Fleck
der
israelischen
Geschichtsschreibung.
Auf
diese
Weise
wird
Wadi
Salib
zu
einer
Gedächtnisikone
israelischer
Geschichtserfahrung,
in
der
sich
die
verschiedenen
Narrative
des
Landes
–
das
arabisch-palästinensische,
das
jüdisch-mizrachische
und
das
jüdisch-aschkenasische
–
ebenso
miteinander
verbinden
wie
sie
sich
aneinander
brechen.
Yfaat
Weiss
erzählt
mehr
als
die
Geschichte
eines
Stadtviertels:
Das
Buch
handelt
ebenso
von
der
Gründung
Israels,
die
hier
in
den
Kontext
der
dramatischen
Verschränkung
von
Bevölkerungstransfer,
Vertreibung
und
ethnosozialen
Konflikten
gestellt
wird
und
im
Zusammenhang
der
Ereignisse
des
europäischen
20.
Jahrhunderts
eine
besondere
Lesart
erfährt.
Swedish Ship to Gaza - Activists
in Israel -
Press Release Oct. 22, 2012 - The
Israeli activists detained on board
the "Estelle" were released - Elik
Elhanan: excessive force was used
against us, without any reason -
Electric shocks by taser out of
vengeful hatred A Greek MP was
beaten by Shabak Security Service
interrogators
"I am now on my way home, but I keep
thinking of my shipmates, my fellow
activists from abroad who are still
imprisoned under harsh conditions
and undergo interrogation by the
Shabak Security Service, among them
Parliament Members from several
countries," said Elik Elhanan, one
of the Israeli activists who had
sailed aboard the Gaza-bound Swedish
ship "Estelle". Today, the court
ordered his release and that of two
other detained Israelis, Yonatan
Shapira and Reut Mor. "At first they
tried to charge us with all kinds of
very serious felonies, such as 'aiding
the enemy'. The court rejected this
out of hand. Today they tried a
article on the law books called "Attempted
infiltration into a part of the Land
of Israel which is not part of the
State of Israel" (sic). But the
court threw out this charge, too".
The detained activists were
represented by Attorney Gaby Lasky
and her team, who have considerable
experience with Human Rights cases.
The released detainees were
cheerfully greeted by peace
activists who arrived at the
courtroom, among them Elik Elhanan's
parents - Rami Elhanan and Nurit
Peled-Elhanan, who is the daughter
of the late Major General Matti
Peled. Smadar Elhanan, Elik's sister,
was killed in a suicide bombing at
the center of Jerusalem – a harsh
experience which made surviving
family members all the more
determined to strive for peace
between Israel and the Palestinians,
so as to prevent further casualties
on either side.
"I have gone though difficult days,
but I certainly do not regret
sailing on that boat. I knew what I
was getting into" said Elik Elhanan.
"During the voyage I made a special
contact with Evangelis, a Member of
the Greek Parliament who sailed with
us. When the Naval Commandos came
aboard and while we were blocking
their way to the bridge, Evangelis
told me we have generated in him a
love for the people of Israel and a
hope for a better future in the
Middle East. Shortly afterwards they
separated us. Yesterday evening,
when they put Dror Feiler in our
cell, he told us that Evangelis had
been beaten by the Shabak
interrogators. The Shabak lied
shamelessly to the Consuls and
representatives of foreign countries,
telling them that their citizens and
MPs were being treated well." Dror
Feiler, who was born in Israel and
whose mother Pnina lives in Kibbutz
Yad Hana, gave up his Israeli
citizenship after moving to
Stockholm, and was therefore
separated most of the time from the
Israeli detainees.
"They used a completely
disproportional amount of force
against us" continues Elhanan. "When
the Navy arrived to take us over,
Yonatan Shapira counted no less than
fifteen vessels surrounding us on
all sides. Large and small ships and
boats, a ship carrying a helicopter,
as well as the Zodiacs of the Naval
Commandos. Fifteen armed naval
vessels against one small civilian
boat carrying games for the children
of Gaza. We must have disturbed very
much the Navy and those who give
orders to the Navy.
When they came aboard and we blocked
their way, the soldiers knew exactly
who I was. They shouted in Hebrew: 'Elhanan,
you will pay for your Leftism!' and
used the taser to give me electric
shocks. Even after they completed
their takeover of the boat, they
continued to use the taser and
administer more shocks. But if they
think they could deter me and those
who sailed with me, they are
mistaken. The siege of Gaza is an
ongoing crime and it must be ended.
We will continue the struggle".
Contact: Elik Elhanan
+972-2-5700112 or via Nurit
Peled-Elhanan +972-547-578703 - Adv.
Gaby Lasky +972-54-4418988