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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 134
 


7.12.2011
 

 

Kommentar des Monats Dezember 2011
von Abraham Melzer

Warum sind die Israelis  ein so peinlich selbstgerechtes, verlogenes, boshaftes und heuchlerisches Volk? Oder vielleicht sind die Israelis, gar keine Juden mehr, sondern das geworden, was die Feinde der Juden einmal waren. Heinrich Heine hat es in seinem Gedicht „An Edom“ schon vor zweihundert Jahren sehr genau vorausgesehen. Und passen denn die Worte des Propheten Jesaja nicht auch auf die Juden (nicht nur in Israel) von heute: „Denn eure Hände sind mit Blut befleckt, eure Finger mit Unrecht. Eure Lippen lügen, eure Zunge flüstert Worte voll Bosheit.“ (Jesaja 59/3)
Israel beschuldigt immer wieder die Palästinenser, dass an ihren Händen Blut klebt. Klebt denn an den Händen von Ehud Barack, Benjamin Netanjahu, Shimon Peres, Yitzhak Rabin, Arik Sharon und vielen anderen kein Blut? Klebt denn an den Händen des Piloten, der eine Tausend-Kilo-Bombe auf ein Wohngebiet in Gaza abgeworfen hatte, kein Blut? >>>

 

 

 

Interview mit dem israelischen Historiker Moshe Zimmermann' - 'Man muss für die UN-Resolution sein'' - Die israelische Regierung ist gegen alles, was zu einer Gründung eines Staates für die Palästinenser führen könnte, meint der Historiker Moshe Zimmermann im Interview mit Susanne Knaul. - Herr Zimmermann, Sie gehören zu den warnenden linken Stimmen in Israel, zu den Gegnern der Besatzung. Bekommt die konservative Regierung in diesen Tagen die Rechnung dafür präsentiert, dass sie Leuten wie Ihnen einfach nicht zugehört hat?" - Moshe Zimmermann: Objektiv gesehen ist das schon richtig, nur sieht das die Regierung ganz anders. Der objektive und neutrale Beobachter wird sagen: Da Israel es versäumt hat, in den letzten Jahren mit den Palästinensern Gespräche aufzunehmen, kommt jetzt die öffentliche Meinung bei den Palästinensern und in der arabischen Welt und sogar in der Türkei zu dem Schluss, dass man Israel ablehnend gegenüberstehen muss. >>>

Qantara-Dossier- Israelisch-palästinensischer Dialog >>>

 

 

Wie alles anfing - Das Zögern der USA bei der Staatsgründung Israels - Irene Gendzier - Glaubt man man den offiziellen Verlautbarungen aus Washington und Tel Aviv, hatten die USA und Israel in diesem Sommer ein überaus wichtiges gemeinsames Anliegen: Sie wollten den Auftritt der Palästinensischen Autonomiebehörde vor der UN-Vollversammlung verhindern, weil die Palästinenser dort Unterstützung für ihre Unabhängigkeitserklärung finden könnten. Dabei wurden - unausgesprochen - Palästina und Israel miteinander verglichen: Hier das angeblich gesetzestreue Mitglied der internationalen Gemeinschaft, dort die politischen Desperados, die sich mit ihren unberechtigten Forderungen an die internationale Gemeinschaft wenden. Wie fragwürdig solche Vorstellungen sind, zeigt ein Blick auf die Palästinapolitik der USA im Jahr 1948. Damals war es die anstehende Unabhängigkeitserklärung Israels, die als Bedrohung der US-Interessen in der Region wahrgenommen wurde. >>>

 


6.12.2011
 

 

Willkommen im größeren Gefängnis - Mona Serdani - Unter den 1027 Gefangenen, die Israel für Gilad Schalit freiließ, ist auch ein Syrer. Warum We'am Amasha 17 Jahre vor Haftende entlassen wurde, in den Golan zurückkehrte – und nun von der syrischen Protestbewegung gefeiert wird. Am 25. Juni 2006 kapern Mitglieder der Hamas einen Panzer, entführen den Soldaten Gilad Schalit und verschleppen ihn nach Gaza. Zwei andere Soldaten werden erschossen. Im Austausch für Schalit verlangen sie die Freilassung von über 1000 politischen Häftlingen. Die Verhandlungen dauern über fünf Jahre, bis es am 18. Oktober 2011 zum Austausch kommt. Aber wer waren die Häftlinge? Eine Frage, die bisher in den Medien kaum beantwortet wurde. Fünf der entlassenen Häftlinge stammen nicht aus der Westbank >>>

 
 
Informationen, die nicht in den Mainstream-Medien zu finden sind:
 
ليلة امس 

داهمت قوات الاحتلال بلدة بيت ريما قضاء محافظة رام الله واعتقلت المواطن محمد عطا عطية ريماوي عاما).

Letzte Nacht drang die Armee in  das Dorf Rima in Ramallah und "nahm gefangen" Ateya Mohammad Ata Rimawy, 24

كما داهمت قوات الاحتلال قرية حوسان قضاء بيت لحم واعتقلت الشقيقين فادي محمد يونس شوشة (32 عاما) وشقيقه علاء (24 عاما).

Die Armee hat auch Hossan, ein Dorf bei Bethlehem, überfallen und nahm die beiden Brüder Fady Younes Mohammad Shusha, 32 und sein Bruder Alaa fest.

واقتحم جنود الاحتلال البلدة القديمة في مدينة الخليل واعتقلوا الفتى فرج الكركي (16 عاما) وخلدون صالح (20 عاما).

Die israelische Armee verhaftete die jungen Frauen aus Hebron Faraj al karky, 16, und Khaldoun Saleh, 20.

واعتقلت قوات الاحتلال القيادي في الجبهة الشعبية لتحرير فلسطين حسام الرزة (54 عاما) من منزله في منطقة المخفية غربي مدينة نابلس, كما اعتقلت الشابين ماهر حرب وحسن شلباية بعد اقتحام منزليهما في مخيم بلاطة.

In Nablus entführte die Armee Hosam Rozza, 54, und im Lager Balata die beiden jungen Palästinenser: Maher und Hassan Harb Chalbaya.

Was taten sie? Ist das wichtig? Seit wann muss die Regierung ihre Angst rechtfertigen ? APJPO-EuroPalestine Quelle Gertrud Nehls

 
 

33. Ordentliche Bundesdelegiertenkonferenz von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN - 25. - 27. November 2011 - Einen palästinensischen Staat anerkennen als Meilenstein für eine friedliche Realisierung einer Zwei-Staaten-Regelung - BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN sprechen sich für die Anerkennung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 und seine Aufnahme in die Vereinten Nationen aus. Die Bundestagsfraktion soll im Bundestag einen Antrag einbringen, der die Bundesregierung auffordert, im VN-Sicherheitsrat und in der Generalversammlung einer Aufnahme Palästinas in die Vereinten Nationen zuzustimmen und einen Staat Palästina anzuerkennen. Deutschland soll zudem innerhalb der EU in diesem Sinne auf eine gemeinsame Haltung in der Frage hinwirken. Die EU soll sich im Rahmen der VN für eine schnelle Aufnahme und Anerkennung Palästinas einsetzen. >>>

 
 

Erklärung zur Veranstaltung “Die Antisemitismus-Falle” - Die Funktion eines ungeheuerlichen Vorwurfs innerhalb der Partei DIE LINKE und gegen sie - Die zahlreichen Artikel und Anschuldigungen, die gegen die Antikapitalistische Linke Hamburg und die ReferentInnen unserer Veranstaltung “Die Antisemitismus-Falle – Die Funktion eines ungeheuerlichen Vorwurfs innerhalb der Partei DIE LINKE und gegen sie” bereits im Vorfeld erhoben wurden, und die Reaktionen von Funktionsträgern der Hamburger LINKEN, bedauerlicherweise auch des Landesgeschäftsführers, der die ReferentInnen in der Frankfurter Rundschau vom 4.11.2011 abqualifizierte, hätten als Anlass für die Veranstaltung, zur Begründung ihres Titels und der am Abend vertretenen Thesen bereits vollkommen ausgereicht. >>>


"Die Antisemitismus-Falle" ... Gesinnungsverdacht gegen Linke  - Schattenblick - Vortrag und Diskussion der AKL Hamburg am 30. November 2011 - "Linker Antisemitismus" - das riecht nicht nur nach Antikommunismus, das wirkt sich auch so aus. Im Grundsatz miteinander unvereinbar postulieren die beiden Elemente dieser Begriffspaarung eine höhere Ordnung des Bösen, eine sich emanzipatorisch nur maskierende, im Kern um so perfidere Form des Judenhasses. Um diese Waffe im politischen Kampf scharf machen zu können, bedarf es einer erheblichen Abstraktionsleistung, müssen doch zahlreiche Widersprüche aus dem Weg geräumt werden, bevor die reine Essenz des Gesinnungsverdachts ihr zerstörerisches Werk vollbringen kann. >>>

 

 

Besatzung, Demokratie und Recht - Zum Umgang der israelischen Justiz mit dem Völkerrecht - Norman Paech - Wenn die deutschen Medien nur ein Bruchteil des Aufwandes aufbrächten, mit dem sie versuchen den Libyen-Krieg der NATO zu rechtfertigen, um über den täglichen Krieg in den von Israel besetzten Gebieten zu berichten, bräuchten sie lediglich aus den wöchentlichen Reports des UN Office for the Coordination of Humanitarian Affairs (UNOCHA) zu zitieren. So könnte man aus den Meldungen der dritten Woche im November 2011 z.B. eine Ahnung erlangen, unter welchen Bedingungen die Palästinenser derzeit zu leben haben: • Israel annektiert 1500 dunum (1dunum = 1000 qm) Land und gliedert es dem Kibbutz Meravin in Israel an. Gleichzeitig lädt die französische Firma Veolia Müll aus Israel in Toulan im besetzten Jordantal ab.
•Israel kündigt an, einen Satz Solar Paneele, mit dem sich das Dorf Imneizil in den Bergen südlich von Hebron mit Strom versorgt, zu zerstören. Die Paneele sind von einer spanischen NGO finanziert worden.
•Die Marine eröffnet Feuer auf Fischerboote, die Armee beschießt Al-Zaitun in Gaza.
•Razzia in Jenin, Durchsuchung des Hauses eines entlassenen Gefangenen. Nachts Razzia und Vandalismus in mehreren Häusern, vier Personen werden gefangen genommen.
•Hebron, im Morgengrauen Durchsuchung des Hauses eines gegen Gilat Shalit ausgetauschten Gefangenen. Mittags Razzia im Dorf Al-Deirat, Stopp eines Hausbaus.
•Bethlehem, Razzia in Nahalin, drei Befehle zur Zerstörung von Häusern werden überbracht.
•Ramallah mittags, eine Gruppe von Siedlern begleitet von Polizei greift das Dorf Beitin an und bedroht die Dorfschule.
•Nablus mittags, zionistische Militante greifen Bauern an und vertreiben sie von ihrem Land. Etc. etc.
Jedem – auch dem verbissensten Verteidiger des Regimes Netanyahu/Liebermann - ist klar, dass Israels Besatzung und Besatzungspolitik, ob Siedlungsbau, Mauerbau, Vertreibung der Bevölkerung, Zerstörung der Häuser und Felder, Schikanen der Armee etc. völkerrechtswidrig >>>

 

 

Hier ist eine Zusammenstellung über alle Veranstaltungen zu finden, die am europaweiten Aktionstag gegen die Exporteure israelischer Agrarprodukte (26.11.2011) stattfanden: mit einer Europakarte, auf der alle Aktivitäten enthalten sind, einem Video aus Berlin, sowie weiteren Berichten aus Hamburg und Stuttgart.
 
Berlin:
http://www.bds-kampagne.de/articles/2011/11/21/europaweiter-aktionstag-gegen-die-exporteure-israelischer-agrarprodukte/berlin/
 
Europa:
http://www.bds-kampagne.de/articles/2011/11/21/europaweiter-aktionstag-gegen-die-exporteure-israelischer-agrarprodukte/europaweit/
 
Hamburg: 
http://www.bds-kampagne.de/articles/2011/11/21/europaweiter-aktionstag-gegen-die-exporteure-israelischer-agrarprodukte/hamburg/
 
Stuttgart:
http://www.bds-kampagne.de/articles/2011/11/21/europaweiter-aktionstag-gegen-die-exporteure-israelischer-agrarprodukte/stuttgart/
 
 Quelle Martin Forberg

 
 

U.S. Jews, use your influence to stop Israeli incitement - It turns out that a little tension in relations with America's 'Jewish leadership' troubles the prime minister more than a crisis in relations with President Obama. - Akiva Eldar - An uproar in the "holy city" of New York. An Israeli Absorption Ministry campaign - using the slogan "Before Hanukkah turns into Christmas, it's time to return to Israel" - has convulsed the offices of Jewish professionals in the city. How dare those Israeli beggars patronize us? Who has ever heard of such chutzpah: delegitimizing Jews in America? Heads of Jewish federations have sent urgent letters to Israel's prime minister, warning that the campaign is liable to harm relations between Israel and the U.S. Jewish community. Really! Ambassador Michael Oren apologized, and Benjamin Netanyahu canned the slogan. Apologies were made, now everyone can prepare for Hanukkah parties. And the main thing? "Jewish leaders" are now free to become involved in a renewed struggle against the "delegitimization of Israel." >>>

 


5.12.2011
 

Eine Empfehlung - Die Bücher des Melzer Verlages kann man lesen und auch verschenken.

Melzer Verlag >>>

Der neue "Der Semit" ist ab 5.12. im Handel >>>

Inhalt - unter anderem:
Offener Brief: Charlotte Knobloch an Gerwald Claus-Brunner
Offener Brief an Charlotte Knobloch | W. Behr
Warten auf Godot | Abi Melzer
„Linker Antisemitismus“ im Visier | Mosche Zuckermann - Brief an Angela Merkel | Jüdische Stimme
Israel gegen den Rest der Welt | Jüdische Stimme
Wer auf Hilfe von außen hofft, ist verloren | Zvi Merom
Antisemitismus und Antizionismus in Deutschland | Rolf Verleger
3000 Israel-Freunde unter sich | Abraham Melzer
„Haltet mich zurück!“ | Uri Avnery
Gaza 2011 – Ein Leben im Käfig | Norman Paech
Tausende palästinensische Häftlinge | Cigdem Kaya
Gnade vor Recht | Felicia Langer
Die Wahrheit ist stärker als 1000 Lügen | Felicia Langer
Israel – noch 20 Jahre? | Lawrence Davidson
Beiträge zur Wiedergutmachungsdebatte | Pinhas Lavon/David Ben-Gurion
Der Verrat | Uri Avnery
Die feindliche Übernahme Israels | Gideon Levy
Ist Israel eine jüdische Demokratie? | Ilan Ben-Zion
Answering Judge Goldstone | Ali Abunimah,
Testimony to the Russell Tribunal on Palestine | John Dugard
The Iranian Terror Plot: ein Schwindel? | Ludwig Watzal
Erdogan als Anwalt der Palästinenser | Lothar W. Brenne-Wegener
Wie sind die amerikanischen Juden so reich geworden? | Tani Goldstein
BUCHBESPRECHUNGEN
The Wandering Who? A Study of Jewish Identity Politics | Ludwig Watzal
Lou Marin: Martin Buber/Dag Hammarskjöld | Stefan Janson
Abirs Akte ist immer noch offen | Bassam Aramin
Abels Gesichter – Palästina. Ethnische Säuberung und Widerstand | Ludwig Watzal

 

Liebe Freunde, unbemerkt von den lieben Leuten, die mich regelmäßig per e-mail mit Nachrichten zu Israel/Palästina versorgen, scheint geblieben zu sein, dass Die Grünen auf ihrem Bundesparteitag vom 25.-27.11. beschlossen haben, dass Deutschland Palästina in der UNO in seinem Vorhaben der Anerkennung unterstützen soll.
"Die Bundestagsfraktion soll im Bundestag einen Antrag einbringen, der die Bundesregierung auffordert, den Antrag auf Aufnahme des Staates Palästina im VN-Sicherheitsrat zuzustimmen und sich gleichzeitig für eine einheitliche EU-Position für eine Statuserhöhung der Palästinenser in der VN-Generalversammlung einzusetzen und selbst ein entsprechendes Abstimmungsverhalten anzukündigen." … Im Zuge der Aufnahme Palästinas in die VN soll sich Deutschland innerhalb der EU für eine Anerkennung Palästinas durch die Mitgliedstaaten der EU einsetzen und diese selbst vollziehen. … "Es fehlt auch eine klare Aussage des Quartetts, dass die Einstellung des Siedlungsbaus zur Voraussetzungen eines Verhandlungsprozesses gehört."

Dieser lange Antrag, eingebracht von der Bundesarbeitsgemeinschaft Frieden der Grünen, kann als Beschluss nachgelesen werden auf
http://www.gruene-partei.de/cms/default/dokbin/397/397700.jetzt_einen_staat_palaestina_auf_den_weg.pdf

Von einer Gruppe um einflussreiche Grüne Funktionäre wie Kerstin Müller (außenpolitische Sprecherin der Grünen Bundestagsfraktion), Jerzy Montag (rechtspolitischer Sprecher der Grünen Bundestagsfraktion und Vorsitzender der Deutsch-Israelischen Parlamentariergruppe), Ralf Fücks (Vors. der Heinrich-Böll-Stiftung) u.a. wurde eine Fülle von Änderungsanträgen eingebracht.
Beispielsweise wollten sie die "Zustimmung" zum Antrag Palästinas durch eine "Nicht-Ablehnung" ersetzen (also eine Enthaltung) und ein Teil dieser Gruppe, u.a. Montag, Fücks, Bütikofer (ob auch Kerstin Müller, ist unklar) wollte den oben zitierten Satz streichen, dass der Siedlungsbau als Voraussetzung für Verhandlungen einzustellen sei.
S. Text aller Änderungsanträge auf http://www.gruene-partei.de/cms/default/rubrik/19/19663.antraege.htm , dort dann zu Antrag V-23. Die hier genannten Änderungsanträge sind V-23-000 & V-23-001 und V-23-094.

Dass eine Partei der etablierten Mitte, die Die Grünen nun mal sind, sich klar gegen die blamable Linie der Regierung Merkel stellt, ist sehr begrüßenswert. Es bleibt abzuwarten, ob die genannte Gruppe einflussreicher Grüner Funktionäre diesen Antrag durch Nicht-Beachtung in den Papierkorb versenken wird. Um so wichtiger ist es, den Beschluss bekanntzumachen! Mit besten Grüßen Rolf Verleger

 


4.12.2011
 

 

Eiskalte Gerechtigkeit - John Lyons - Man hört sie, bevor man sie sieht. Der erste Hinweis, dass eine neue Gruppe Kinder sich nähert, ist ein Schlurfen von Schuhen und ein Klimpern von Handschellen und Fußketten. Die Tür zum Gerichtssaal geht auf – vier Jungen, alle mit Fußketten aneinander gefesselt, starren in den Raum. Vier Jungen  schauen verwirrt drein. Sie tragen braune Gefängniskleidung und sie schlürfen in den Raum, wo über  ihr Schicksal von einer weiblichen Armeeoffizierin/Richterin entschieden wird, die hinter dem Richtertisch sitzt und wartet. Der Blick  eines Jungen verändert sich in Strahlen, als er seine Mutter hinten im Saal entdeckt. Er wirft ihr einen Handkuss zu. Aber seine Mutter beginnt zu weinen, was den Jungen erschüttert. Er beginnt auch zu weinen. Wir sitzen in einem israelischen Militärgericht, das dem Ofer-Gefängnis in der Westbank angeschlossen ist, 25 Minuten von Jerusalem entfernt. Montag und Dienstag sind die „Kindertage“ . Hunderte von palästinensischen Kindern  ab dem Alter von 12 Jahren werden jedes Jahr hierher gebracht, um hier nach israelischem Militärrecht wegen einer Reihe von Straftaten verurteilt zu werden. Die Mehrheit wird wegen Steinewerfens angeklagt, und da das Gericht eine fast 100%ige Verurteilungsrate hat, bekommen fast alle Gefängnisstrafe von zwei Wochen bis zu 10 Monaten. Einige  enden im >>>

Coerced False Confessions: The Case of Palestinian Children - Psychiatric Expert Opinion - raciela Carmon, M.D. - Child and Adolescent Psychiatrist and PHR-Israel Board Member - The purpose of this expert opinion is to address psychological and social factors that affect children and adolescents who are in custody and undergoing police interrogation. Three main questions are raised: What is the effect of police or Israeli army or other security agents interrogation methods on the behavior and mental state of the child or adolescent who is detained and under interrogation? What are the emotional and social consequences for the child or adolescent, and his or her family, following a traumatic interrogation experience? What are the psychological, developmental and social factors that increase the vulnerability of children and adolescents may lead to coerced false confessions? >>>

Dokumentation - Kinderschicksale in Palästina >>>

 
 

Die Bastarde haben die Regeln verändert. - Adam Keller - (...) Als der Staat Israel erschaffen wurde, und sein Aufbau hundert Tausende von palästinensischen Flüchtlingen schuf, und zwar kurz nachdem Millionen von Menschen in Europa entwurzelt und aus ihren Häusern und Ländern vertrieben wurden, wo sie Hunderte von Jahren gelebt hatten. Handlungen, die man heute „ethnische Säuberung“ nennt, und die damals mit offizieller Genehmigung nach den Resolutionen der Kriegssieger unternommen wurden, die sich bei der Potsdamer Konferenz 1945 getroffen hatten. Hauptsächlich Deutsche wurden aus ihren Häusern in Osteuropa entwurzelt ( 1945 wurde dies hauptsächlich unter dem Gesichtspunkt gesehen, dass sie dies selbst verschuldet hatten). Aber  auch ziemlich viele Polen und Ukrainer und Mitglieder mehrerer anderer Völker waren mit Gewalt entwurzelt worden …

Und im Jahr, in dem der Staat Israel geboren wurde, und auch noch einige Jahre danach wurde Rassentrennung, also Diskriminierung der Schwarzen, in Gesetzen der USA festgelegt. Ein bedeutender Teil des amerikanisch politischen Systems dachte, dass dies  so  völlig in Ordnung ist. In jenen Jahren betrachteten die meisten Leute in Frankreich Algerien als einen integralen Teil Frankreichs und dachten,  dies würde so auf immer bleiben. 1,5 Millionen Franzosen lebten in Algerien und hatten die politische und wirtschaftliche Kontrolle, während die Araber im französischen Algerien keine zivilen Rechte hatten. Nur Radikale und Extremisten in Frankreich dachten, dass da etwas nicht in Ordnung sei. Als diese algerischen Araber rebellierten und einen Unabhängigkeitskrieg begannen, sah Frankreich - nicht zufällig – den Staat Israel als natürlichen Verbündeten an. Viele Jahre lang war es also nicht schwierig, ein Mitglied der westlichen Demokratien zu sein. Die >>>

 
 

Des Königs Rede - Uri Avnery - (...)  SEINE MAJESTÄT König Abdallah ist besorgt. Er hat dafür gute Gründe. Da ist zum einen der demokratische arabische Frühling, der in sein autokratisches Königreich herüberschwappen könnte. Zum anderen gibt es im benachbarten Syrien einen Aufstand, der Flüchtlinge nach Süden drängt. Und da gibt es den wachsenden Einfluss des schiitischen Iran, der für seine entschiedene  sunnitische  Monarchie nicht gut aussieht. Aber all dies ist nichts, verglichen mit der wachsenden Bedrohung aus dem radikalen Israel mit dem extrem rechten Flügel. Die größte unmittelbare Gefahr  - seiner Ansicht nach – ist die wachsende israelische Unterdrückung und Kolonisierung der Westbank. An einem dieser Tage könnte sie Massen von palästinensischen Flüchtlingen dahin drängen, dass sie den Jordan überqueren, in sein Königreich strömen und die angespannte demographische Balance zwischen Einheimischen und Palästinensern in seinem Land stören. Es war diese Angst, die seinen Vater, König Hussein, veranlasste, während der 1. Intifada alle Verbindungen mit der Westbank abzubrechen, die von seinem Großvater nach dem 1948er-Krieg an Jordanien angeschlossen wurde ( Der Ausdruck „Westbank“ ist jordanisch, um von der Eastbank – dem Jordan-Ostufer zu unterscheiden, das ursprüngliche Transjordanien.) >>>

 
 

"Die Antisemitismus-Falle" ... Gesinnungsverdacht gegen Linke  - SB - Vortrag und Diskussion der AKL Hamburg am 30. November 2011 - Wie umgehen mit einem jüdischen Staat, der schon mit dieser Definition im Widerspruch zu jeder egalitären Gesellschaftsordnung steht, in dessen Regierung Minister sitzen, deren rassistische Einstellung dieselbe Regierung im Falle anderer Staaten zum Anlaß scharfer Proteste nähme, der sich seit Jahrzehnten die Mißachtung völkerrechtlicher Forderungen leistet, der seine Nachbarn mit Krieg überzieht und eine ganze Bevölkerung auf kolonialistische Weise unterdrückt? Die Diffamierung jeglicher dagegen gerichteten Kritik erfolgt, gerade weil es überreichlich Anlaß dazu gibt, mit Hilfe eines aggressiven Gesinnungsverdachts, der die Verkehrung von Opfer und Täter zwingend voraussetzt. Der konventionell wie atomar hochgerüstete, mit Sicherheitsgarantien der größten Militärmacht der Welt und ihrer Verbündeten ausgestattete Staat Israel nimmt die Rolle des welthistorischen, durch den Holocaust verifizierten Opfers ein. Dies erfolgt völlig ungeachtet dessen, daß die Vernichtung der europäischen Juden an Menschen vollzogen wurde, die einer mörderischen Staatsgewalt ausgeliefert waren, ohne auch nur über annähernd vergleichbare Mittel zu verfügen, sich gegen ihre Mörder zur Wehr zu setzen. Die daraus zu ziehende Konsequenz, Staat und Kapital der grundsätzlichen Kritik des ihnen innewohnenden Potentials zur faschistischen Eskalation zu unterziehen, würde den Opfern des Holocaust zweifellos gerecht, wird jedoch in keiner Weise von den Nutznießern ihrer Leiden >>>

 

Europas Aufruf an Supermärkte und Regierungen, um Israels Apartheid von der Speisekarte zu nehmen. (info@bdsmovement.net) - BDS-Bewegung - Früchte- und Gemüse-Importe aus Israel erleichtern/ ermöglichen Verletzungen der palästinensischen Rechte und des Völkerrechts, sagen europäische Aktivisten. Mehr als 60 Aktionen finden in zehn Ländern statt.


Besetzte Gebiete, 27. November: eine Welle von Demonstrationen, Flash Mobs (?) und Lobbyaktionen von europäischen Menschenrechts-Kampagnen, Handelsunionen, NGOs und religiösen Gruppen haben dazu aufgerufen, den Handel mit israelischen landwirtschaftlichen Exportfirmen wie MEHADRIN und AGREXCO abzubrechen und zwar wegen ihrer Mittäterschaft an israelischen Verletzungen des Völkerrechts und der palästinensischen Rechte.


Die Aktionen, die unter dem Spruchband „Nehmet die Apartheid von der Speisekarte“ organisiert wurden, sind zufällig zusammen am UN-Solidaritätstag für das palästinensische Volk am 29. November und zielen dahin, die Rolle von israelischen Landwirtschaftsgenossenschaften beim Diebstahl palästinensischen Landes und palästinensischer Ressourcen in den illegal besetzten palästinensischen Gebieten und die Ausbeutung der palästinensischen Arbeiter bewusst zu machen.


Demonstrationen wurden außerhalb der britischen und französischen Hauptquartiere des führenden israelischen Frucht- und Gemüseexporteurs Mehadrin gehalten, der Produkte von illegalen israelischen Siedlungen im besetzten palästinensischen Gebiet exportiert und mit der staatlichen Gesellschaft Mekerot zusammenarbeitet, die den palästinensischen Gemeinden das Wasser wegnimmt. Kampagnenteilnehmer in Rom organisierten ein Palästinakontingent bei einer nationalen Demonstration für finanziell tragbaren Zugang zu Wasser.


Jamal Juma, Koordinator von „Stop the Wall“ der palästinensischen Anti-Apartheid-Mauer-Kampagne, die im Augenblick die Beduinensiedlung Al-Hadidye, ( besetzte pal. Gebiete) unterstützt, die von den israelischen Behörden Abrissorder erhielt, sagte: „Den Bewohnern von Al-Hadidye wird der Zugang zu Wasser verweigert, und sie können als Folge davon nur Vieh großziehen ???. In den nahen illegalen Siedlungen von Ro’l und Beqa’ot werden landwirtschaftliche Produkte mit einer Fülle von gestohlenem Wasser angebaut, um es durch Mehadrin und andere Genossenschaften nach Europa zu exportieren. Es sind diese Genossenschaften, die von den angedrohten Zerstörungen von Al-Hadidye profitieren.“


„Genossenschaften wie Mehadrin profitieren und sind oft direkt in die anhaltende Kolonisierung des palästinensischen Landes und dem Diebstahl unserer Ressourcen beteiligt. Der Handel mit solchen Genossenschaften ist eine Art Unterstützung für das israelische Apartheidregime über das palästinensische Volk und muss zu einem Ende gebracht werden,“ fügte Juma hinzu.


Teilnehmer dieser Kampagnen in Belgien, England, Deutschland, Schweiz, Norwegen und Schweden machen Demonstrationen vor den Supermärkten und rufen die Konsumenten dazu auf, Waren von israelischen Landwirtschaftsgenossenschaften nicht zu kaufen. Viele konzentrieren sich auf Kooperative-Supermärkte, die einen höheren ethischen Standard haben sollen als andere Supermärkte an Schnellstraßen.


„Öffentliche BDS-Kampagnen und der öffentliche Druck, der von ihnen ausgeht, hat schon Supermärkte in einer Reihe europäischer Länder gezwungen, eine Firmenpolitik zu betreiben, von der sie behaupten, den Verkauf von Produkten aus israelischen Siedlungen zu verhindern,“ sagte Hind Awwad, Koordinatorin des nationalen BDS-Komitees.


„Aber es sind Israels landwirtschaftliche Export-Genossenschaften, die die Verantwortung für die Mittäterschaft an Israels Verletzungen des Völkerrechts tragen, nicht die einzelnen Produkte. Es ist nachgewiesen worden, dass diese Genossenschaften die Konsumenten über den Ursprung der Produkte, die sie kaufen, täuschen. Deshalb rufen die Mitglieder der Kampagnen dazu auf, den Handel mit diesen Genossenschaften vollends zu beenden,“ fügte sie hinzu.


In Belgien halten die Mitglieder der Kampagne Lobbyaktionen vor dem Amtssitz des Wirtschaftsministerium, um gegen den Verkauf von in den illegalen Siedlungen wachsenden Produkten zu protestieren.

„Die europäischen Regierungen haben eine Pflicht, Israel für seine Verletzungen des Völkerrechts verantwortlich zu machen. Aber Europa bleibt der größte Markt für israelische landwirtschaftliche Produkte, einschließlich der Produkte aus den illegalen israelischen

Siedlungen. Ein Handelsverbot mit israelisch landwirtschaftlichen Exporteuren würde nach festgesetzter Politik der Illegalität von Israels illegalen Siedlungen völlig in Ordnung sein,“ sagt Awwad.


In England demonstrierten Mitglieder der Kampagne vor den Ämtern der britischen Tochtergesellschaft israelischer landwirtschaftlicher Genossenschaften, einschließlich von Bickel-Flowers und Edom. Zusammen mit der israelischen Genossenschaft Orian erwarb Bickel Flowers kürzlich die in Schwierigkeiten geratene Agrexco-Exportfirma, die zur Liquidation aufgerufen wurde, nachdem Rekordverluste festgestellt wurden und sie ihre Gläubiger nicht mehr bezahlen konnte. Mitglieder der Kampagne sagen, dass ihre europaweite Kampagne gegen die Gesellschaft ein bedeutender Faktor hinter dem Kollaps dieser Gesellschaft war. Dazu gehörten allgemeine Boykotts, Demonstrationen vor Supermärkten, Blockaden von Genossenschaftsgelände und Lobbying.

Die Aktionen fanden als Teil der schnellwachsenden von Palästinensern angeführten Bewegung für Boykott, Divestment und Sanktionen (BDS) gegen Israel statt, bis es die Bedingungen des Völkerrechts erfüllt. (dt. Ellen Rohlfs)

Dokumentation - BDS - Boykott, Desinvestition  und Sanktionen  gegen Israel, bis es mit Internationalem Recht und den universellen Prinzipien der Menschenrechte übereinstimmt. Bis Israel das Völkerrecht einhält und die legitimen Rechte der Palästinenserinnen und Palästinenser anerkennt - Boycott, Divestment and Sanctions for Palestine >>>

Global BDS Movement  - Academic/Cultural Boycott  - Consumer Boycott  - Sports Boycott
BDS Kampagne - Deutschland >>>
BDS Info - Info Schweiz >>>
KoPI Palästina Israel: BDS - Boykott ... >>>
BAB - Berlin Academic Boycott >>>
Bremer Netzwerk - Protestpostkarten  >>>
Frauen Netzwerk Nahost - Boykott israelischer Produkte Waren aus Israel und den illegalen Siedlungen Strichcode 729 >>>
Frauen Netzwerk Nahost - Wissen Sie woher diese Früchte kommen? >>>
List of Products from Settlements in the Occupied Territories >>>
Aufruf an israelische Soldaten, Kriegsverbrechen zu stoppen >>>
Gush Shalom >>>
Boykottaufrufe Muslim Markt >>>

 

Foreign Policy: Dr. Mustafa Barghouthi named Top 100 Global Thinkers - Foreign Policy Magazine has included Palestinian politician and human rights activist, Dr. Mustafa Barghouthi, in its 2011 list of “Top 100 Global Thinkers.” Dr. Barghouthi, co-founder of the Palestinian National Initiative (PNI), has been chosen “for pioneering an alternative path that emphasizes non-violent tactics to delegitimize the Israeli occupation.” According to Foreign Policy Magazine, the list ”presents a unique portrait of 2011′s global marketplace of ideas and the thinkers who make them.” It includes a wide variety of personalities who have contributed significantly to world affairs in areas ranging from politics to art and social media. In the statement released, Foreign Policy stresses the role of innovator that Dr. Barghouthi has played >>>

 


3.1.2011
 

 

Die israelische Apartheid - Zwei Bevölkerungsgruppen leben in einem Gebiet. Eine genießt alle Rechte, die andere ist ihrer Rechte beraubt. Das sind abscheulich undemokratische Zustände. - Amos Schocken - Die Strategie des „Blocks der Getreuen“ ist klar und einfach: Die Besatzungsgrenzen nach dem Sechs-Tage-Krieg sind die für Israel geltenden Grenzen. Die Palästinenser, die in diesen Gebieten leben (soweit sie nicht geflohen sind oder vertrieben wurden), sind einem harten Regime zu unterwerfen. Dies treibt sie in die Flucht oder führt zu ihrer Vertreibung, beraubt sie ihrer Rechte und schafft eine Situation, in der diejenigen, die bleiben, nicht einmal mehr Bürger zweiter Klasse sind. Für ihr Schicksal interessiert sich niemand. Die Ideologie des „Gush Emunim“ entspringt religiösen, nicht politischen Motiven. Sie beharrt darauf, dass Israel für die Juden bestimmt ist. Diesem Denken sind nicht nur die Palästinenser in den von Israel besetzten Gebieten gleichgültig. >>>

Schockens Beitrag (englisch und vollständig) unter: http://tinyurl.com/d3db4s8

Auslese - Ungeheuer wahr und stark - Joachim Frank - Israel auf dem Weg in den Apartheid-Staat – diese Diagnose des israelischen Verlegers Amos Schocken in der von ihm herausgegebenen liberalen Tageszeitung Haaretz hat eine hitzige Leserdebatte ausgelöst. Mehr als 400 Kommentare auf Hebräisch und gut 70 Eintragungen zur englischen Version beschäftigen sich mit Schockens Editorial, das dieser Zeitung in ihrer Dienstag-Ausgabe veröffentlichte. Der israelische Publizist bezeichnet die Unterdrückung der Palästinenser und ihre Behandlung als Bürger zweiter Klasse als „abscheulich undemokratische Zustände“, die an das einstige Apartheid-Regime in Südafrika erinnerten. >>>

Brillant oder schändlich? - Über den Vorwurf, Israel sei auf dem Weg in die Apartheid, hat sich eine hitzige Debatte entzündet. Zahlreiche Kommentare zu der von Verleger Amos Schocken in der Tageszeitung Haaretz veröffentlichten Diagnose beschäftigen sich mit dem Thema. >>>

Interview mit einem Veteran aus dem Anti-Apartheidkampf - "Israel schlimmer als Südafrika" - Hanan Chahata - Pater Allan Boesak, ist ein Veteran im Südafrikanischen Anti-Apartheidkampf, einst Präsident des Weltbundes der Reformierten Kirchen und Unterzeichner der Südafrikanischen christlichen Antwort auf das Kairos-Palästina-Dokument. Unter diesem Titel wurde Mitte Dezember 2009 von sechzehn palästinensischen Christinnen und Christen in Bethlehem ein Dokument veröffentlicht und vom Ökumenischen Rat der Kirchen verbreitet, das seitdem als sogenanntes "Kairos-Palästina-Dokument" mitunter äußerst kontrovers diskutiert wird. In diesem Jahr gab Boesak beim Russel-Tribunal über Palästina in Kapstadt einen Bericht als Experte. Hier ein Interview mit ihm von >>>

Dokumentation - Apartheid in Israel >>>

 



Der Taliban-Komplex - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Als von zehn Jahres auf dem Bonner Petersberg die erste Afghanistan-Konferenz stattfand, waren die Veranstalter mit ihren handverlesenen afghanischen „Partnern“ noch voller Euphorie, was die demokratische Zukunft des Landes betraf. Nachdem die USA die Regierung der Taliban und ihrem „Islamischen Emirat Afghanistan“ nach einigen Wochen Dauerbombardement samt Al-Qaida-Terroristen ein Ende bereitet hatten, schickte sich der Westen an, ein neues Protektorat zu errichten, in dem Frieden, Demokratie, die Menschenrechte, Rechtsstaatlichkeit, gute Regierungsführung und Frauenrechte garantiert sein sollten. >>>

 

Mahnwache gegen den "Israeltag" für Bremer Schulen - Mit einer Mahnwache protestierten am 21. November verschiedene, auch palästinensische Gruppen, gegen den von der israelischen Botschaft gewünschten „Israeltag“ im Bremer „Landesinstitut für Schule“ (LIS). Das Bremer Friedensforum hält solche Schulveranstaltungen, egal von welchen Staaten sie eingebracht werden, für unzulässig und fordert: „Keine Propaganda in der Schule“. >>>

Israeltag 2011 in Bremer Schulen war nur ein mäßiger Erfolg für die Veranstalter - Arn Strohmeyer - (...) Nun sollten auch Bremer Schüler in den Genuss der israelischen hasbara kommen. Die israelische Botschaft in Berlin und die Deutsch-Israelische Gesellschaft der Hansestadt hatten unter dem Motto „Israel anders kennenlernen“ in den Räumen des Landesinstituts für Schulen (LIS) einen Seminar-Tag anberaumt, an dem den Schülern ein zufriedenes und heiteres Land von bunter und multikultureller Vielfalt vorgestellt werden sollte - ein Land, in dem es keinen völkerrechtswidrigen Landraub, keine Siedlungen, keine Besatzung, keine Unterdrückung eines ganzen Volkes und keine Trennmauer gibt. >>>
 

Israel-Propaganda an deutschen Schulen ? -  Botschaft setzt Kulturminister der Länder unter Druck - Arn Strohmeyer - Wenn das Image eines Landes durch eine desaströse Politik nicht mehr zu retten ist, muss die Propaganda ran, um die schlimme Wirklichkeit wieder in rosiges Licht zu rücken. >>>

 
 

Fatah und Hamas vertiefen Annäherung - Israel fürchtet Ende der Spaltung - (SB) - Unverhohlene Drohungen nach dem Versöhnungstreffen von Kairo - Die Spaltung des palästinensischen Widerstands gegen das Besatzungsregime war neben der überlegenen Waffengewalt stets das wirksamste Werkzeug israelischer Regierungspolitik im Nahostkonflikt. So wurde die Hamas gezielt unterstützt und aufgebaut, um die Fatah unter Jassir Arafat zu schwächen. Als die Hamas zunehmend an Glaubwürdigkeit und Einfluß gewann wie auch entschiedener als die Fatah gegen die israelische Suprematie zu Felde zog, band man Mahmud Abbas und dessen Umfeld durch Druck und partielle Bevorteilung in die Kampagne der Ausgrenzung und Diskreditierung der politischen Führung im Gazastreifen ein. Die Klaviatur des Teilens und Herrschens fand ihre notwendige Entsprechung im vorteilsgestützten Kalkül der innerpalästinensischen Widerspruchslage: Das verbindende Element der Unterdrückung durch die Vorherrschaft Israels brach an den internen Herrschaftsverhältnissen und einer höchst ungleichen Verfügung über die Lebensbemittelung in Gaza und im Westjordanland. >>>

 
 

Wie Lieberman, Netanjahu & Cie durch ihre Hilfstruppen dem Aachener Friedenspreis den Krieg erklären - Ein offener Brief - Hartmut Barth Engelbarth - Von langer Hand gesteuert, von Oben dekretiert und “unten” mit selbsteingebauter Zensurschere in vorauseilendem Gehorsam werden aktuell in Deutschland alle israelkritischen Organisationen und Initativen und deren Veranstaltungen, Ausstellungen, Lesungen, Vernissagen boykottiert, medial totgeschw iegen, es werden zugesagte, bereits angemietete Räme gekündigt, verweigert . Die NAKBA-Ausstellung, die Ausstellung über die Vertreibung der Palästinenser aus ihrer Heimat, über die Zerstörung ihrer Dörfer musste in zahlreichen Fällen erst gerichtlich erzwungen werden. In Frankfurt verweigerte der DGB-Vorsitzende der Bankenmetropole zwei Tage vor der Ausstellungseröffnung den lange zugesagten Saal im Gewerkschaftshaus. Es ist ein schon lange eingespieltes Zusammenspiel >>>
 

Mitgliederversammlung des Aachener Friedenspreises vom 25.11.2011 - Israels Kampf um Aachen - Bericht von Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann - Am Freitag, dem 25.11.2011, hat in Aachen eine Mitgliederversammlung des Aachener Friedenspreises stattgefunden. Das war ein Kampf um die Glaubwürdigkeit seines Wirkens. Ergebnis: der Vorsitzende Karl Heinz Otten und seine Stellvertreterin Veronika Thomas-Ohst, die sich Mitte des Jahres mit einem besonderen Einsatz für Walter Herrmann, die Kölner Klagemauer für Frieden und Völkerverständigung und deren Eintreten für einen gerechten Frieden in Palästina eingesetzt hatten, gehören dem Vorstand nicht mehr an. Es stellt sich die Frage, was das für die Zukunft heißt...  http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=17238

Unsere politische Schlacht gegen die Lüge muss beginnen lang bevor die erste Bombe gefallen ist Nachdenken tabu?
Vortrag von George Pumphrey - gehalten am 30.9.2011 aus Anlass des 10. Jahrestages der Anschläge vom 11. September 2001 im Rahmen einer Veranstaltung des Heidelberger Forums gegen Militarismus und Krieg
http://www.arbeiterfotografie.com/galerie/kein-krieg/hintergrund/index-taeter-0049.html

 
 

"Kritische Linke" an der Uni Mainz will Menschenrechtsgruppe ausgrenzen - Anis Hamadeh - www.anis-online.de/1/ton/70.htm Wer sich an der Uni Mainz mit dem Thema Palästina beschäftigt, läuft Gefahr, öffentlich diffamiert zu werden. Die Hochschulgruppe für gerechten Frieden in Palästina und Israel (HGPI)1 muss sich seit Jahren mit Einschüchterungsversuchen auseinandersetzen. Die so genannte "Kritische Linke" und einige andere Mini-Gruppen haben im AstA bereits durchgesetzt, dass die HGPI keine AstA-Förderungen mehr erhält. In ihrer aktuellen Erklärung2 erneuert die "Kritische Linke" ihre Diffamierungen. Weil sie am 9. November eröffnet wurde, setze die von der HGPI veranstaltete Nakba-Ausstellung3 in der ESG-Kirche israelische Politik mit den Nazis gleich. Natürlich fällt auch der allgegenwärtige Antisemitismus-Vorwurf. >>>

 

 

Israelisches Militär verhaftet zwei junge Frauen nachdem Häuser und Moschee im Dorf  UmFagarah

 CPT Hebron, 26.11.11  (Khalil Team  cptheb@cpt.org) - Am 24. November um 9 Uhr fuhren mehr als fünf israelische Militärjeeps und zwei Bulldozer in das kleine Dorf Um Fagarah und zerstörten zwei Häuser und die Dorfmoschee. Während der Zerstörung wurden eine junge Frau, 21, und ein Mädchen,17, verhaftet. Nach einer Stunde  verließen sie das Dorf..

Eines der Häuser gehörte einer Witwe und ihrer Familie, das andere Haus einen Familie mit 20 Personen, Eltern, Kindern, Großeltern. Die Soldaten hatten keine Order für die Zerstörung und konnten auch keine Erklärung abgeben, aber beschimpften die Frauen des Dorfes als „Huren“. Sie betraten die Häuser zu einer Tageszeit, in der die Männer bei der Arbeit waren.

Die 21jährige Tochter der 2. Familie stellte sich den Soldaten entgegen, als sie in ihr Haus hineingingen und anfingen, das Bettzeug hinauszuwerfen. Als sie fragte, was sie da tun, sagte einer der Soldaten: „Verschwinde!“. Die Tochter weigerte sich. Der Soldat drohte: „Wenn du nicht weggehst, machen wir noch etwas anderes.“ Und sprühte ihr Tränengas ins Gesicht.“ Die andern Soldaten begannen, sie zu stoßen, so dass sie zu Boden fiel. Ihre Mutter und Nachbarn versuchten, sie wegzuziehen, aber ein anderer Soldat stieß die Mutter des Mädchens weg, dass auch sie fiel und sich ein Bein brach.

Die Cousine des Mädchens, die 17-Jährige, versuchte, ihr Wasser zu bringen, um den Schmerz der Augen zu lindern. Dann verhafteten die Soldaten die beiden. Sie sind noch immer im Gefängnis.

Während sich die Familien  um die Sicherheit ihrer Töchter Sorgen machten, organisierten die Dorfbewohner eine direkte Aktion, um die Moschee am Samstag wieder aufzubauen, dem 1. Tag des islamischen Neuen Jahres. Dies trotz der Tatsache, dass die israelischen Soldaten jederzeit mit Bulldozern zurückkommen können. Leute aus vielen umliegenden Dörfern kamen, um sie zu unterstützen, einschließlich zwei  Mitgliedern aus der Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM) und  von CPT. (Christian Paecemakers Team)

Hauszerstörungen und diskriminierende Gesetze bedrohen weiter palästinensische Familien und ihr Recht auf Land. Nach dem „Israelischen Komitee gegen Hauszerstörungen“ (ICAHD, Jeff Halper) hat Israel allein 2011 Häuser zerstört und damit 880 Menschen obdachlos gemacht. (dt. Ellen Rohlfs)

 

 

Skandalöse Waffenexporte hören nicht auf - Friedensbewegung empört: Ein weiteres Atom-U-Boot an Israel - Rüstungsexport kostet Steuerzahler/in 135 Millionen Euro - Pressemitteilung des Bundesausschusses Friedensratschlag - Eine Woche bevor die Bundesregierung endlich ihren Rüstungsexportbericht 2010 vorlegt, drang ein weitere Skandal in der unendlichen Liste problematischer Waffenexporte an die Öffentlichkeit: Die Bundesregierung subventioniert den Verkauf eines U-Boots der Dolphin-Klasse an Israel mit maximal 135 Millionen Euro. Das heißt, dass ein Drittel des Preises vom deutschen Steuerzahler beigesteuert wird. Die Mittel sind bereits in den Bundeshaushalt 2012 eingestellt.

Damit verstößt die Bundesregierung zum wiederholten Mal gegen die Export-Richtlinien, die sie sich im Januar 2000 selbst gegeben hat (RüExpRi). Darin wurden als Hinderungsgründe für Waffenexporte u.a. genannt: - Das Empfängerland dürfe nicht in einem Spannungsgebiet liegen (Ziff. II,4 RüExpRi); - "Der Beachtung der Menschenrechte im Bestimmungs- und Endverbleibsland wird bei den Entscheidungen über Exporte von Kriegswaffen und sonstigen Rüstungsgütern besonderes Gewicht beigemessen." (Ziff. I,2)

Dass es sich bei Israel und dem Nahen Osten um ein Spannungsgebiet, ja, sogar um ein Gebiet ständiger bewaffneter Auseinandersetzungen handelt, ist unbestritten. In solche Regionen dürfen keine Kriegswaffen geliefert werden - übrigens auch nicht nach dem Verhaltenskodex der Europäischen Union, dem die Bundesrepublik Deutschland ebenfalls verpflichtet ist. Kaum bestritten ist auch, dass es um die Menschenrechtslage in Israel dann nicht gut bestellt ist, wenn man die Situation der in vieler Hinsicht diskriminierten palästinensischen Bevölkerung in Israel und in den besetzten Gebieten betrachtet.

Der Bundesausschuss Friedensratschlag findet den Verkauf des U-Bootes aus zwei weiteren Gründen empörend:
1. U-Boote der Dolphin-Klasse können mit Atomwaffen ausgerüstet werden. Israel verfügt über ca. 200 Atomraketen unterschiedlicher Reichweiten und hat weder den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet noch schließt es einen Ersteinsatz solcher Waffen aus. Deutschland hat sich verpflichtet auf den Besitz und die Weitergabe von Kernwaffen und ihrer Trägermittel zu verzichten (Art. I NVV).

2. Ein Drittel des regulären Kaufpreises geht als Subvention an Israel. Deutschland unterstützt damit die israelische U-Boot-Flotte mit weiteren 135 Millionen EUR. Es handelt sich also um eine direkte Militärhilfe - die ist also solche nicht vom Parlament beschlossen worden.

Der Rüstungsexport nach Israel reiht sich ein in eine lange Reihe anderer höchst problematischer, weil von den Rüstungsexportrichtlinien nicht gedeckter Waffenexporte. So hatte im Sommer d.J. der Bundessicherheitsrat den skandalösen Export von 200 Leopard-2-Kampfpanzern an Saudi-Arabien genehmigt - und einen Sturm der Entrüstung in der Öffentlichkeit ausgelöst. Auch die U-Boot-Lieferung an Israel trägt zur Verschärfung der Spannungen in der Region bei und ist daher abzulehnen. Die so hoch bewertete Freundschaft mit Israel darf nicht zur Rüstungskomplizenschaft verkommen. Der explosive Nahe Osten braucht nicht mehr, sondern weniger Waffen.

Die Friedensbewegung ist aufgefordert, gegen diesen jüngsten Waffendeal zu protestieren und die Kampagne gegen Rüstungsexporte global, national und lokal weiter zu entwickeln. Für den Bundesausschuss Friedensratschlag: Peter Strutynski (Sprecher)
P.S.: Die in der Pressemitteilung genannten Dokumente können hier abgerufen werden:
Rüstungsexportrichtlinie der Bundesregierung 2002:
http://www.ag-friedensforschung.de/aktuell/Export-Richtlinien.html
Atomwaffensperrvertrag (NVV-Nichtverbreitungsvertrag):
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/Atomwaffen/npt.html
Beachten Sie bitte auch das umfangreiche Rüstungsexport-Dossier auf der
Website der AG Friedensforschung, Kassel:
http://www.ag-friedensforschung.de/themen/export/Welcome.html

 
 

Gilad Atzmon: The Wandering Who? A Study of Jewish Identity Politics - Elias Davidsson - (Note: The numbers within parenthesis refer to the page numbers in the author’s book. The numbers within brackets refer to endnotes below) Atzmon is an Israeli musician, author and political activist who lives in London. In his book he traces his own development from a young, rather typical Israeli, brought up in a fiercely nationalist and chauvinist family, to become a staunch opponent of Zionism and of the State of Israel. But his book is far more than a personal story. It is an attempt to understand what motivates secular people of Jewish background to continue to identify themselves as Jews. It is also an attempt to demonstrate the harmful consequences of Jewish identity, particularly when this is not based on Jewish religion. While referring at various points to Israeli gross violations of human rights and international law, as well as to the Nakba of 1948, such facts merely represent part of the >>>

The Wandering Who? - Rezension von Dr. Ludwig Watzal >>>

Nachtrag zum Blog-Artikel über Gilad Atzmon - Shraga Elam >>>

Der Holocaust-Leugner und Judeophobe Gilad Atzmon wird salonfähig gemacht. - Shraga Elam >>>

The protocols of Gilad Atzmon >>>

Gilad Atzmon - Erhard Arendt >>>

 


1.12.2011
 

 

Pressmitteilung - Israel gegen den Rest der Welt
 
Als Jüdische Stimme für Frieden im Nahen Osten protestieren wir gegen die Ablehnung der deutschen Regierung, Palästina als Mitgliedstaat der UNESCO aufzunehmen und verurteilen in aller Schärfe ihre Duldung einer zunehmend verheerenden und gefährlichen Politik Israels, eine Politik der Kriegsdrohungen gegen Iran.
 
Es gibt offensichtlich Konflikte, die man mit Verhandlungen und Gesprächen nicht lösen kann, wenn einer der Partner nicht an einer friedlichen Lösung interessiert ist. Schon wieder schaut die übrige Welt zu, diesmal, wie sich Israel immer mehr in eine Lage begibt, wie seinerzeit die USA, in der am Ende der Wunsch der Vater des Gedankens sein wird und sich die Kriegsdrohung gegen den Iran in einen tatsächlichen Krieg verselbstständigt, wie eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.
 
Es gilt jetzt, Israels gefährlicher und absolut völkerrechtswidriger Politik endlich Einhalt zu gebieten, freilich nicht mit verlogenen und heuchlerischen Worten, sondern mit wirksamen Taten. Es müssen Sanktionen benannt werden, die auch in die Tat umgesetzt werden, wenn die selbstherrlichen Politiker in Jerusalem internationales Recht wieder ignorieren und der Welt die kalte Schulter zeigen.
 
Eine Israel-freundliche Regierung ist verpflichtet, als echte und ehrliche Freundin einem irregeleiteten und von der eigenen Macht „berauschten“ Freund zu helfen, indem man ihn auch ernsthaft und eindringlich warnt, und wenn es sein muss, ihm die Mittel entzieht, mit denen er Unheil anrichten könnte. Noch kann das schwer gerüstete Israel dem Iran drohen und die Palästinenser bestrafen, weil es immer noch von der westlichen Welt unterstützt wird, ganz besonders von den USA und Deutschland. Wir fordern unsere Bundesregierung daher auf, nicht auf die falschen Freunde Israels zu hören und sich umgehend um diesen Brandherd zu kümmern statt noch mehr Öl ins Feuer zu gießen, durch die Lieferung weiterer Atom U-Boote oder durch die Weigerung, einen freien und unabhängigen Staat Palästina anzuerkennen.
 
Man kann sich nicht einerseits für eine Zweistaatenlösung einsetzen und andererseits den palästinensischen Staat nicht anerkennen wollen. Die Aussage, der Antrag auf Aufnahme in die UN sei „einseitig“, ist zynisch und absurd, denn erstens liegt es in der Natur der Sache, dass man solche Entscheidungen selber, also einseitig, trifft und zweitens sind wir doch Tag für Tag Zeugen von einseitigen Entscheidungen der israelischen Regierung, die den Frieden und die Sicherheit in der Welt mehr gefährden, als der friedliche „einseitige“ Antrag der Palästinenser auf Anerkennung ihrer politischen Autonomie. Die Gründung des Staates Israel im Mai 1948 war schließlich auch ein einseitiger Akt, mit dem die arabischen Nachbarn auch nicht einverstanden waren.
 
Wir überlassen es unseren Freunden von der Jewish Voice for Peace, in Amerika zu protestieren; hier, in Deutschland, wollen wir aber unsere jüdische Stimme erheben und klar und deutlich sagen, dass Israels Regierung nicht in unserem Namen handelt und nicht im Namen aller Juden in der Welt und auch nicht im Namen aller Juden in Israel. Auch in Israel bildet sich inzwischen ein immer breiter werdender Widerstand gegen diese Politik der Unterdrückung eines anderen Volkes, der nicht-Akzeptanz demokratischer Entscheidungen, wie unlängst in der UNESCO und der Vorbereitung eines Krieges, der nicht nur den Nahen Osten, sondern sicherlich auch Europa und vielleicht die ganze Welt in eine Katastrophe hineinkatapultieren könnte.
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Ignaz Wrobel schrieb am 27. März 1928 in der Weltbühne von Carl von Ossietzky folgende Zeilen, die auch heute noch für alle gelten:  „Wir halten den Krieg für ein Verbrechen, und wir bekämpfen ihn, wo wir können, wann wir können, mit welchen Mitteln wir können. Wir sind Landesverräter. Aber wir verraten einen Staat, den wir verneinen, zugunsten eines Landes, das wir lieben, für den Frieden und für unser wirkliches Vaterland: Europa.“
Dem können wir nichts mehr hinzufügen, außer: Die Feindschaft gegenüber den Palästinensern und die Kriegsdrohungen gegenüber dem Iran geschehen nicht in unserem Namen. Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost  - Berlin, 7. November, 2011

 
 

Anonymous legt zahlreiche Websites israelischer Behörden lahm - Florian Rötzer - Während die israelische Regierung droht, Iran anzugreifen, versucht man den Ausfall der Websites der Armee oder der Geheimdienste auf einen Systemfehler zurückzuführen - Ausgerechnet in einer Zeit, in der die israelische Regierung mit einem Militärschlag gegen Iran droht und dabei auf die militärische und technische Überlegenheit setzen muss, hat sie eine Schlappe erlitten. Anonymous hatte nach dem Abfangen der zwei Boote der Gaza Flotilla mit Hilfspaketen für den Gaza-Streifen am Freitag durch ein Video angedroht, die Websites der Armee, der Geheimdienste und anderer Regierungsbehörden am Sonntag lahmzulegen. "Wir tolerieren dieses wiederholt aggressive Verhalten gegen unbewaffnete Zivilisten nicht", so die Botschaft. Wenn Israels Marine erneut die "humanitären Schiffe für den Gazastreifen" blockiert, "lassen Sie uns keine andere Wahl, als immer wieder zurückzuschlagen, bis Sie damit aufhören". >>>

An open letter from Anonymous to the Government of Israel

 
 

 G. Meerpohl -  An das Auswärtiges Amt - Herrn Bundesaussenminister G. Westerwelle -  Sehr geehrter Herr Bundesaussenminister,  die palästinensische Autoritätsbehörde (PA) hat den Antrag auf Mitgliedschaft in der UNESCO (United Nations Educational, Scientific and Cultural Organization) gestellt. Der Antrag wurde mit 107 zu 14 bei 52 Enthaltungen angenommen. Deutschland stimmte dagegen, mit der Begründung, dieser Schritt sei für Friedensverhandlungen zwischen Israelis und Palästinensern nicht förderlich. Es wäre zu begrüssen, wenn   --- Nein, es ist von Ihnen zu fordern, dass Sie diese Begründung näher erläutern, dass Sie erklären, wieso die Mitgliedschaft in einer Organisation für Erziehung, Wissenschaft und Kultur Friedensverhandlungen erschwert. Ist Israels Mitgliedschaft in derselben Organisation auch ein Hindernis? Und dann legen Sie uns bitte dar, was ist denn dann förderlich für Friedensverhandlungen? Siedlungen? Hauszerstörungen? Nächtliche Hausdurchsuchungen? Willkürliche Kontrollen? Blockaden? Gezielte Tötungen? Vergossenes Blei? Das Roden von Olivenbäumen, Anzünden von Moscheen, Stehlen von Land? Die Blockade des Gazastreifens? Die Ermordung von Hilfsgüter-Boten? 40 Jahre dauert die Okkupation, 20 Jahre die Friedensverhandlungen. In dieser Zeit waren die Palästi-nenser nicht Mitglied in der UNO oder einer ihrer Organisationen. Und was ist da bei Verhandlungen so herausgekommen, so glatt gelaufen? Was wird nun durch den „einseitigen Schritt“ ausgebremst? >>>

 


7.11.2011
 

 

Säbelrasseln gegen Teheran - Israels Flucht nach vorn - (SB) - Je tiefere Risse die über Jahrzehnte aufgebaute Hegemonialarchitektur Israels durchziehen, desto bornierter scheint sich der Tunnelblick der rechtsgerichteten Regierung in Jerusalem auf die Option des Krieges zu verengen. Als könne ein Angriff auf den Iran den gordische Knoten der unauflösbaren Verflechtung zugespitzter Widerspruchslagen mit einem Befreiungsschlag durchtrennen, setzt man die jahrelang vorgehaltene Drohung der Abstrafung Teherans mit Macht auf die aktuelle Tagesordnung. Offenbar >>>


Tel Aviv droht mit Krieg - Knut Mellenthin - Israels Regierung heizt die Spekulationen um nahe bevorstehende Militärschläge gegen Iran weiter an. Im Kanal 2 des israelischen Fernsehens drohte Präsident Schimon Peres am Freitag, daß Israel »und die Welt« bald kriegerische Maßnahmen ergreifen müßten, da Iran dem Besitz von Atomwaffen immer näherkomme. »In der verbleibenden Zeit müssen wir die anderen Nationen zum Handeln drängen und ihnen sagen, daß es an der Zeit ist, hinter dem uns gegebenen Versprechen zu stehen >>>


Ablenkungsmanöver iranische Bedrohung? - Thomas Pany - Jetzt spricht auch der israelische Präsident Schimon Peres, der in Israel nicht zu den Falken gezählt wird, davon, dass die Bedrohung durch den Iran so groß sei, dass dem Konsequenzen folgen müssten, ob dies nun "schwerwiegende Sanktionen oder eine Militäroperation bedeutet". Man reibt sich erstaunt die Augen. Peres ist ein erfahrener Politiker, auch ihm dürfte klar sein, wovor der frühere Mossad-Chef Meir Dagan seit längerem warnt, dass ein solcher Präventivschlag "dumm" sei, weil er Folgen hätte, die nicht kalkulierbar sind, "untragbar". >>>


Lehnt sich weit hinaus in der Iran-Debatte - Der republikanische Präsidentschaftskandidat aus Texas würde auch einen israelischen Angriff gegen Iran unterstützen. - Rick Perry mit klaren Worten - Sollte er zum amerikanischen Präsidenten gewählt werden, würde er einen israelischen Angriff auf die iranischen Atomeinrichtungen unterstützen >>>


IAEA-Bericht: Atomaufseher warnen vor Nuklearmacht Iran - Russland warnt nun erneut vor einem möglichen Militärschlag. "Ein Angriff wäre ein sehr ernster Fehler, dessen Folgen unabsehbar wären", sagte Außenminister Sergej Lawrow am Montag nach Angaben der Agentur Interfax in Moskau. "Militärschläge bringen keine Lösungen, sondern nur viele Opfer", so Lawrow. >>>


Überhitzte Debatte -
Heather Hurlburt - Die Spekulationen über einen israelischen Militärschlag gehen weiter. Dabei wäre mit verheerenden Schäden für die Weltwirtschaft zu rechnen und die Diplomatie ausgebremst - Es kommt einem vor, als habe sich in dieser Woche so ziemlich jeder führende israelische Politiker und Sicherheitsexperte von Rang zu der Frage geäußert, ob es ratsam sei, schon bald einen Präventivschlag gegen Iran zu führen >>>


Iran betreibt Atomwaffenprogramm in Militärbasis Parchin -  Der Iran betreibt auf der Militärbasis Parchin, rund 30 Kilometer von Teheran entfernt, ein Programm zur Entwicklung von Atomwaffen. Das berichtet die israelische Zeitung "Haaretz" am Sonntag in ihrer englischsprachigen Internetausgabe unter Berufung auf Diplomaten in Wien. >>>


Stimmungsmache - Kriegsgeschrei mehr als nur Rhetorik? - Rainer Rupp - Nimmt man die jüngsten Drohungen aus Tel Aviv, aber auch aus Washington, London und Paris ernst, dann scheinen sich die friedliebenden, westlichen Demokratien nach ihrem jüngsten Angriff auf Libyen bereits auf einen weiteren militärischen Überfall vorzubereiten, diesmal auf Iran. Dabei ist die Kriegshetze aus Israel besonders virulent. Allerdings sind die Zielsetzungen, die hinter dem wieder einmal hysterisch laut werdenden Schlachtengeschrei der Israelis und der US-Amerikaner stecken, nicht identisch. Während es bei Washington wie bisher um Rhetorik geht, scheint inzwischen nicht einmal mehr die US-Regierung sicher zu sein, ob die Aggressivität des extremistischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und seiner Kabinettskollegen in Tel Aviv noch zu zügeln ist. >>>


Israel, U.S. to embark on largest joint exercise in allies' history - U.S. Assistant Secretary for Political-Military Affairs Andrew Shapiro says security relationship with Israel is broader, deeper, more intense than ever before. - Natasha Mozgovaya - Israel and the U.S. will embark on the "largest" and "most significant" joint exercise in the allies' history, said Andrew Shapiro, U.S. assistant secretary for political-military affairs, on Saturday. Speaking to the Washington Institute for Near East Policy, Shapiro said the exercise will involve more than 5,000 U.S. and Israeli forces >>>

 

Insanity, not logic, guides Israel's leadership - The mens' men who are threatening Iran now are the real cowards' cowards. The brave ones are in fact those who are trying to thwart the insanity, from former Mossad chief Meir Dagan to Interior Minister Eli Yishai. - Gideon Levy - If Iran dares mount a nuclear attack against Israel, Iran will be committing public, painful, mass suicide. Israel will respond, and the world will not be silent. Jerusalem knows that and, more importantly, so does Tehran. But in Tehran, so we are told from morning to evening, the "crazy" leadership could shuffle the deck. >>>
 

Dossier: Der Iran im Visier - Nuklearstreit vor Drohkulisse - Dem Iran wird vom Westen das Recht zur friedlichen Nutzung der Kernenergie abgesprochen. Nach Irak droht auch dem Land mit den viertgrößten Ölreserven ein US-Diktat. Die Konfrontation stärkt das Mullahregime und untergräbt eine Demokratisierung der iranischen >>>
 

„Haltet mich zurück!“ - Uri Avnery - (...)  EIN DEUTSCHES Sprichwort sagt: „Revolutionen, die vorausgesagt werden, finden nicht statt.“ Dasselbe gilt für Kriege. >>>


Dokumentation - Israel und sein Krieg gegen den Iran >>>

 
 

Webseite der israelischen Armee lahmgelegt

 


Israel government denies cyber-attack, says malfunction brought down websites
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Websites of IDF, Mossad, Shin Bet security service and government ministries crash following hacking group's threat to retaliate for Gaza flotilla interception. The Israeli government denied on Sunday that a cyber-attack was the reason several websites went down, including those of the IDF, Mossad, Shin Bet security service and government ministries. IDF spokesman said there was most likely a malfunction with the servers >>>

 
 

Über diesen Link können die Videos vom Russell Tribunal on Palestine abgerufen werden. Die Files beginnen alle mit CAPETOWN.... Der Moderator meinte aber, dass es noch ein paar Tage dauern wird, bis alle geladen sind. >>>
 

Rede von Nurit Peled Elhanan auf dem 'Russell Tribunal on Palestine' - Institut für Palästinakunde -  Rede der israelischen Friedensaktivistin und Initiatorin des Russell Tribunal on Palestine Nurit Peled-Elhanan vor dem Tribunal im südafikanischen Cape Town. Wie rassistische Gesetze eine Nation einsperren - Wie die Apartheid in Südafrika, so ist die auf die palästinensischen Bürger in Israel und die palästinensischen Nicht-Staatsbürger außerhalb der Grenzen Israels, in den besetzten Gebieten Palästinas, angewandte Apartheid legal und auf Gesetze gestützt. Bitte lesen Sie hier weiter.


Tutu: Palestine must not be made of Bantustans - Archbishop Desmond Tutu on Saturday called for a Palestinian state that is contiguous and not made of Bantustans, at an international gathering in Cape Town. South Africa's peace icon delivered the opening address at the 'Russell Tribunal on Palestine' - a gathering of activists seeking a solution to the Israeli-Palestinian conflict based on international law. >>>


How racist laws imprison a nation - Nurit Peled-Elhanan  - Symbolically, the next meeting of the Russell Tribunal on Palestine, dedicated to the apartheid imposed on the Palestinians by Israel, will take place in Cape Town. Like apartheid in South Africa, the one practised against Palestinian citizens inside Israel and Palestinian non-citizens outside the Israeli borders, in the occupied territories of Palestine, is legal and supported by laws. >>>
 

Cape Town hosts Russell Tribunal on Palestine - Judge Richard Goldstone recently tried to refute comparisons between Israel and Apartheid South Africa. But a man who has established a reputation for having views so malleable that they change from one day to another is perhaps not the most reliable authority on the matter. That, however, is not something one can say about the great Bishop Desmond Tutu, a man who has a far more consistent recording of challenging oppression and injustice. Let us hear then what the great man has to say about Apartheid in Israel. >>>
 

 
 

Kopftuch-Streit - Knobloch: Pirat soll Palästinensertuch ablegen - Gegen die Latzhose hat sie nichts, wohl aber gegen das Palästinensertuch >>>

Collage E. Arendt

Knobloch: Pirat soll Palästinensertuch ablegen - (...)  Das Palästinensertuch sei nicht nur ein Symbol der Befreiungsbewegungen der Dritten Welt und der westlichen Linken, sondern stehe auch für Nationalismus, bewaffneten Kampf und Anti-Zionismus, schrieb Knobloch als Vorsitzende des Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern >>>

 
 

Ha’aretz: Israels UN-Botschafter trifft Marine Le Pen - MondoPrinte - Das zuweilen innige Verhältnis, das gerade die am weitesten rechten „Populisten“ Europas zu Israel pflegen, ist in diesem Blog keine Neuigkeit mehr. In Ha’aretz beschreibt Adar Primor diese besondere Zion(ismu)sliebe folgendermaßen >>>
 

Unholy alliance: Israel's right and Europe's anti-Semites - Politicians like Le Pen have exchanged the Jewish demon-enemy for the criminal-immigrant Muslim, but they have not really discarded their ideological DNA. - Adar Primor - Marine Le Pen hit the jackpot. She invited about 100 diplomats to a luncheon last week during a visit to UN Headquarters in New York. Four accepted: There were the envoys from Trinidad and Tobago, Armenia and Uruguay, who obviously are of no concern to her at all. But the entrance of the fourth guest, Israeli UN Ambassador Ron Prosor, made the event a sensation and worth her whole trip. >>>


Israel's UN ambassador attends Le Pen meeting by 'mistake' - Ron Prosor says he arrived at a luncheon for leader of France's exreme-right party by 'accident' and left immediately; French media, however, reproted that Prosor stayed for 20 minutes and shook Le Pen's hand. - Shlomo Shamir - Israel’s ambassador to the United Nations, Ron Prosor, said over the weekend that his attendance at a luncheon for Marine Le Pen, the leader of France’s extreme right-wing party National Front and presidential candidate, at the UN Headquarters in New York on Thursday was a "mistake". >>>

 

 

New Book: Palestinians in Israel - Ben White--Segregation, Discrimination and Democracy Palestinians in Israel considers a key issue ignored by the official `peace process` and most mainstream commentators: that of the growing Palestinian minority within Israel itself. What the Israeli right-wing calls `the demographic problem` Ben White identifies as `the democratic problem` which goes to the heart of the conflict. Israel defines itself not as a state of it`s citizens, but as a Jewish state, despite the substantial and increasing Palestinian population. White demonstrates how the consistent emphasis on privileging one ethno-religious group over another cannot not be seen as compatible with democratic values and that, unless addressed, will undermine any attempts to find a lasting peace. Individual case studies are used to complement this deeply informed study into the great, unspoken contradiction of Israeli democracy. It is a pioneering contribution which will spark debate amongst all those concerned with a resolution to the Israel/Palestine conflict.

 


6.11.2011
 

Israels Präsident Peres - "Ein Angriff auf Iran wird immer wahrscheinlicher" - Seit Tagen verschärft Israel den Ton gegenüber Iran, nun sagt auch der moderate Staatspräsident Peres, ein Angriff werde wahrscheinlicher. Mit den Drohungen will Israel offenbar politischen Druck ausüben. Im Streit um das iranische Atomprogramm macht nun auch Israels Präsident Druck: Staatsoberhaupt Schimon Peres sagte, ein Angriff auf Iran rücke immer näher. Ein militärischer Schlag sei derzeit wahrscheinlicher als eine diplomatische Lösung >>>


Peres: Eher militärische Lösung im Streit mit Iran - Der israelische Staatspräsident Peres hat Spekulationen über Pläne für einen Militärschlag gegen Iran befeuert: Die internationale Gemeinschaft sei im Atomstreit mit Iran einer militärischen Lösung näher als einer diplomatischen. >>>
 

USA, Großbritannien und Deutschland: Israel darf den Iran angreifen. - MondoPrinte - In letzter Zeit kursieren Gerüchte und Anhaltspunkte für die Umsetzung israelischer Pläne, den Iran anzugreifen, in Netz und in sonstigen Medien. Die USA und Großbritannien unterstützen unterstützen Israel offen – offener zumindest als seinerzeit, als im Zusammenhang mit dem Irakkrieg, es als „unerträglicher Antisemitismus“o.ä. galt, kontextgebundene Bekenntnisse führender Kriegstreiber zu Israel auch nur als solche weiterzugeben. Bisher hat sich die Bundesregierung zu all dem ausgeschwiegen – oder etwa doch nicht? Dazu heißt es im Hintergrund: Medienberichte über israelische, britische und US-amerikanische Angriffspläne gegen den Iran wollte die Bundesregierung am Freitag nicht kommentieren. Der Sprecher des Außenministeriums, Andreas Peschke, ließ aber auch wenig Zweifel daran, auf welche Seite man sich Deutschland im Falle eines Krieges zu stellen gedenkt. >>>
 

Israel, U.S. to embark on largest joint exercise in allies' history - Natasha Mozgovaya - U.S. Assistant Secretary for Political-Military Affairs Andrew Shapiro says security relationship with Israel is broader, deeper, more intense than ever before. >>>
 

„Haltet mich zurück!“ - Uri Avnery - JEDER KENNT die Szene aus der Schule: ein kleiner Junge streitet mit einem größeren. „Haltet mich zurück!“ schreit er zu seinen Kameraden hin, „bevor ich seine Knochen breche!“ Unsere Regierung scheint sich in dieser Weise zu benehmen. Jeden Tag schreit es jetzt aus allen Kanälen, dass sie im Begriff ist, dem Iran die Knochen zu brechen. Der Iran ist dabei, eine Atombombe zu bauen. Das können wir nicht zulassen. Also werden wir es in tausend Stücke bomben >>>

 

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 28. Oktober 2011

 

Nilin: Palästina wiederbepflanzen! - Saeed Amireh aus Nil’in berichtet über die Aktion für neue Olivenbäume in Ni‘lin: „In Palästina sagen wir: ‚Wenn die israelische Besetzung einen Olivenbaum entwurzelt, dann pflanzen wir zehn Bäume ein‘, um zu zeigen dass wir an unserem Land unbeirrt festhalten und nicht aufgeben. [Spenden für neue Olivenbäume] unterstützen den gewaltfreien Widerstand politisch und menschenrechtlich, und auch die Bauern, die sehr viel durchstehen müssen. ...Jeder Olivenbaum bringt etwa 100 Dollar pro Jahr. Wir sind Bauern. Unser Überleben hängt von der Landwirtschaft ab.“

70% der zerstörten Olivenbäume kann das Westbankdorf Ni’lin bereits durch die bis November 2011 erhaltenen Spenden ersetzen. Bitte helfen Sie mit, dass die Aktion „Replant Palestine“ bis Jahresende alle 1100 durch den illegalen Mauerbau verlorene Olivenbäume ersetzen kann.

Während Ni’lins wöchentlicher Demonstration gegen die illegale israelische Apartheidmauer in der Westbank am 28. Oktober wurden sieben Teilnehmer verletzt; israelische Soldaten feuerten wieder massiven Tränengasmengen auf die friedlichen Demonstranten.

http://replantpalestine.org/en
http://www.nilin-village.org/



Bil’in: Freiheit für Ashraf Abu Rahmah!
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Am 21. Oktober 2011 wurde Ashraf Abu Rahmah nach der wöchentlichen Demonstration in Bil’in von israelischen Soldaten festgenommen, und nicht zum ersten Mal, berichtete das Koordinierungskomitee des friedlichen Widerstandes [Popular Struggle Coordination Committee-PSCC] aus Bil’in.

„An einem durchschnittlichen Freitag begann keine Demonstration ohne Ashraf Abu Rahmah. Er lief immer vorraus, die palästinensische Fahne in der Hand. Üblicherweise war Ashraf immer der Letzte auf dem Heimweg, d.h. wenn er nicht verletzt oder festgenommen wurde.

Diese Woche marschierten die Demonstranten [am 28. Oktober]wie  immer und forderten den Abbau der Mauer; aber Ashraf war nicht unter uns. Einen Tag zuvor, am 27. Oktober, hatte ein Militärrichter entschieden, Ashrafs Inhaftierung für die Dauer des Gerichtsprozesses gegen ihn auf unbestimmte Zeit zu verlängern, obwohl alle Indizien auf seine Unschuld weisen.

Seine Rechtsanwälte haben bereits Einspruch eingelegt. Jetzt brauchen wir Eure Hilfe, um Israels Verfolgung von Ashraf zu beenden.

Der Richter befahl die Verlängerung von Ashrafs Inhaftierung, obwohl die Verteidigung zahlreiche Beweise vorlegte, die die Anklagepunkte in Frage stellten. Dem Gericht wurden zwei eidesstattliche Versicherungen vorgelegt, von einem Mitarbeiter von B’Tselem und einem Rechtsanwalt, die Augenzeugen der Vorgänge waren. Die Erklärungen stellten fest, dass sich Ashraf zu keinem Zeitpunkt am Steine werfen beteiligte. Video von der Festnahme Ashrafs wurde in Unterstützung der Affidavits ebenfalls vorgelegt. Das Video zeigt, wie er mit einer Fahne in der Hand friedlich auf die Jeeps zugeht, und wie die Soldaten ihn anfangs ignorieren.“ Mohammed Khatib, Bil’in.

 

Brief zur Freilassung von Ashraf Abu Rahmah: http://www.popularstruggle.org/content/take-action-demand-israel-release-ashraf-abu-rahmah&ref=1  - Ahshraf Abu Rahmah ist der Bruder von zwei Bewohnern Bil’ins, die bei der Teilnahme an den Demonstrationen des Dorfes getötet wurden. Sein Bruder Bassem wurde am 17. April 2009 während einer friedlichen Demonstration tödlich getroffen, als Soldaten Hochgeschwindigkeits-Tränengasprojektile aus 40 Meter Nähe direkt auf ihn abfeuerten. Ashrafs Schwester Jawaher starb am 1. Januar 2011an einem Herzinfarkt in Folge der Inhalierung von grossen Tränengasmengen.

Ashraf selbst war das Opfer einer schwerwiegenden Dienstverletzung israelischer Soldaten. Am 7. Juli 2008 wurde Ashraf nach einer Demonstration in Ni’lin festgenommen. Er stand gefesselt und mit verbundenen Augen wehrlos neben einem Armeejeep, als ein Soldat aus nächster Nähe das Gewehr auf Ashrafs Fuss richtete, feuerte und ihn am Fuss traf. Der Vorfall wurde von einer jungen Bewohnerin aus Ni’lin gefilmt und verursachte internationale Empörung. Proteste von Menschen aus aller Welt zwangen die israelischen Behörden schliesslich zum gerichtlichen Vorgehen gegen den Soldaten und den verantwortlichen Offizier, Lt. Col. Omri Borberg, der den Schussbefehl gegeben hatte. Beide wurden wegen regelwidrigen Verhaltens schuldig gesprochen.

Die Festnahme von Ashraf und die fortgesetzte Inhaftierung zeigen nach Meinung des PSCC, dass ihn die israelischen Behörden ungerechterweise für diese Vergangenheit bestrafen. Das Militärgericht wirft Ashraf Abu Rahmah die Teilnahme an einer nicht genehmigten Demonstration und Steinewerfen auf Soldaten vor und beruft sich auf die Aussagen von einem Soldaten und dem Battalionskommandeur, die ihn angeblich aus 150 Meter Entfernung identifiziert haben.

http://www.bilin-village.org/english/articles/press-and-independent-media/Regiment-commander-soldier-convicted-in-Naalin-shooting

 

 

Die UNESCO, Palästina und das gespaltene Europa - Israels empörende Strafmaßnahmen gegen die Palästinenser - Bettina Marx - Warum nur hat Israel so verärgert auf die Aufnahme Palästinas in die UNESCO reagiert? Wieso diese Wut? Welche Bedrohung geht davon für Israel aus? Mit ihrem Wunsch nach internationaler Anerkennung haben die Palästinenser doch einmal mehr deutlich gemacht, dass sie im Konflikt mit Israel auf Gewalt verzichten wollen. Nicht mit Anschlägen und Raketen will die Autonomiebehörde in Ramallah ihre Ansprüche und Rechte durchsetzen, sondern mit friedlichen und diplomatischen Mitteln. Eigentlich sollte Israel dies begrüßen und sich freuen, dass auch die internationale Staatengemeinschaft dies anerkennt und die Palästinenser auf ihrem Weg zu einem eigenen Staat unterstützen will. Die Aufnahme der Palästinenser in die UNESCO sollte von Israel nicht als Bedrohung aufgefasst werden. Im Gegenteil. >>>

 


5.11.2011
 

 

Kopftuch-Streit - Knobloch: Pirat soll Palästinensertuch ablegen - Gegen die Latzhose hat sie nichts, wohl aber gegen das Palästinensertuch: Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat den Berliner Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner aufgefordert, seine schwarz-weiße Kopftracht abzulegen >>>
 

Knobloch: Pirat soll Palästinensertuch ablegen - Gegen die Latzhose hat sie nichts, wohl aber gegen das Palästinensertuch: Die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, hat den Berliner Piraten-Abgeordneten Gerwald Claus-Brunner aufgefordert, seine schwarz-weiße Kopftracht abzulegen - Das Palästinensertuch sei nicht nur ein Symbol der Befreiungsbewegungen der Dritten Welt und der westlichen Linken, sondern stehe auch für Nationalismus, bewaffneten Kampf und Anti-Zionismus, schrieb Knobloch als Vorsitzende des Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern in einem Offenen Brief >>>

Collage E. Arendt

 
 

Konfrontation in Nahost - Israel stoppt Gaza-Flottille kurz vorm Ziel - Bis auf 100 Kilometer ließ Israel die Boote an die Küste des Gaza-Streifens herankommen, dann griff die Marine ein: Soldaten haben die Flottille mit pro-palästinensischen Aktivisten abgefangen. 2010 starben bei einer ähnlichen Aktion neun Menschen >>>
 

Israels Marine stoppte Gaza-Flottille
 

Israelische Kriegsschiffe stoppen Gaza-Flotille

Israel kapert wieder Solischiffe für Gaza - Peter Wolter - Israel hat am Freitag die zwei Schiffe aufgebracht, die die Blockade des palästinensischen Gazastreifens durchbrechen wollten. Bei der Aktion wurde nach Angaben der Regierung in Jerusalem niemand verletzt. Die Schiffe wurden beschlagnahmt. Den Aktivisten an Bord stehen jetzt Verhöre und die Abschiebung bevor. Sie kommen aus Kanada, Australien, den USA, Ägypten und Irland. Auch ein Palästinenser mit israelischem Paß ist dabei. Am 31. Mai 2010 war die erste große Solidariätsflottille in internationalen Gewässern gestoppt worden. Dabei erschossen israelische Soldaten neun Türken, Dutzende weitere Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. >>>

 

Raw footage from Gaza-bound ships

 

URGENT ACTION REQUIRED: CONTACT YOUR MEMBER OF PARLIAMENT NOW - We are confirming that the two ships en route to Gaza, the Canada Boat to Gaza Tahrir, and the Irish boat Saoirse are under attack by the Israeli Navy. Israeli warships are approaching both ships. The Tahrir has received radio contact from the Israeli authorities, asking about their final destination. Canadian Ehab Lotayef replied, ‘the conscience of humanity’. When asked again, he said ‘The betterment of mankind’. Boarding and commandeering are imminent. On board the Tahrir are three Canadians, Montrealer Ehab Lotayef, Londoner David Heap, and Karen DeVito from Toronto, as well as Australian Michael Coleman, American Kit Kittredge and 20-year-old Israeli Majd Kayal. Also on board are five international journalists, including Jihan Hafiz of Democracynow.org.  The boats are presently 48 nautical miles off the coast of Gaza. The first flotilla to break the siege was intercepted about 35 nautical miles off shore.

Now is the time to act. Call your local Member of Parliament and Canada's foreign Minister John Baird and tell them to press the Israelis to ensure the safety of those aboard the two ships!

Local Member of Parliament:

Go to http://www.parl.gc.ca/SenatorsMembers.aspx?Language=E, enter your postal code and you will see his / her name, email and phone number

John Baird: House of Commons: Telephone: 613-996-0984, Fax: 613-996-9880 | Email: john.baird@parl.gc.ca

Constituency Office: Telephone: 613-990-7720 Fax: 613-993-6501 E-Mail: bairdj1@parl.gc.ca


This situation is developing. For updates, stay tuned to our Twitter #freedomwaves, Facebook, tahrir.ca, ustogaza.org, and irishshiptogaza.org.


EXCLUSIVE: Video Report From Gaza-Bound Flotilla Attempting to Break Israeli Blockade

Freedom waves to Gaza slip out of dock


 

 
 
 

ANTISEMITISMUS UND ANTIZIONISMUS IN DEUTSCHLAND: NEUE FAKTEN  - Prof. Dr. Rolf Verleger - pdf -  Wilhelm Kempf ist Professor für Psychologie an der Universität Konstanz und dort Leiter der Projektgruppe Friedens-forschung. Vor drei Jahren bewilligte ihm die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) Gelder für ein Projekt zur empirischen Erforschung des Zusammenhangs von „Israelkritik“ und „Anti-semitismus“ im heutigen Deutschland, also des Zusammenhangs zwischen kri-tischer Einstellung zu Israels Politik und Abneigung gegen Juden. Vermintes Gelände Als dies 2009 ruchbar wurde, kam es zu erregten Reaktionen im Internet. Auf der einen Seite befürchtete man, dass dieses Projekt eine scheinwissen-schaftliche Unterfütterung der häufig zu hörenden Vorwürfe liefern würde, dass der wahre Grund für Kritik an Israel der ewige Antisemitismus sei. Auf der anderen Seite fanden sich auch Menschen, die gegen Kempf wegen seiner Beschäftigung mit diesem Fragen-komplex den Vorwurf des Antisemitis-mus erhoben. Als ich – neugierig geworden – an Kempf  schrieb, um Informationen aus erster Hand zu erhalten, hatte dies das unerwartete Ergebnis, dass er mich zum Berater im Projekt ernannte. So habe ich auf den regelmäßig stattfindenden pro >>>

 
 

Mit wem reden wir? - Adam Keller,  Crazy Country, 31.10.11 - http://adam-keller2.blogspot.com/2011/10/who-do-we-talk-to.html - Vor mehreren Monaten wurde ein Versöhnungsabkommen zwischen der in Ramallah sitzenden palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und der Hamasführung im Gazastreifen unterzeichnet. Man war übereingekommen, den langen Konflikt zwischen ihnen  mit der Absicht zu beenden, eine einzige Regierung solle alle Palästinenser vertreten  und es sollen neue Wahlen abgehalten werden, in denen die Palästinenser in der Lage sein werden, ihre Wünsche frei auszudrücken. Israels Ministerpräsident Binjamin Netanjahu erwiderte wütend und erklärte, wenn das palästinensische Versöhnungsabkommen ausgeführt und eine Regierung errichtet wird, die die Hamas einschließt, dann würde Israel sofort alle Kontakte mit der PA trennen und sie nicht länger mehr als Verhandlungspartner ansehen (falls und wenn Verhandlungen aufgenommen werden….) Wie wir heute wissen, gab es fast genau zum selben Zeitpunkt einen größeren Durchbruch bei den Verhandlungen, die derselbe Binjamin Netanjahu mit derselben Hamasbewegung durchgeführt hat, als  es um den Gefangenenaustausch ging. Ein neuer Vorschlag von Hamas, der an die Regierung Israels ging, zeigte einen bedeutenden Grad an Flexibilität und ebnete so letzte Woche den Weg zur Ausführung des Austausches und die Heimkehr von Gilead Shalit. Da gibt es etwas recht Seltsames, nicht ganz Konsequentes. Es ist nicht überraschend, dass bei der Meinungsumfrage, die letzte Woche unter israelischen Bürgern durchgeführt wurde, nicht weniger als 79% sich zugunsten einer  beginnenden  offizieller Verhandlung Israels mit Hamas ausdrückten, ohne die ägyptischen und deutschen Vermittler. Natürlich sind die Ergebnisse der Umfrage für die Regierung nicht bindend. Doch was würde Netanjahu sagen, fals und wenn die Palästinenser tatsächlich eine gemeinsame Regierung von Fatah und Hamas aufstellen würden?  „Nein, nein, kommt gar nicht in Frage. Wir werden nie, nie mit diesen Leuten reden, wie sind im Prinzip gegen reden mit der Hamas?“ Irgendwie klingt dies nicht glaubwürdig. (dt. Ellen Rohlfs)

 
 

Feindliche Übernahme Israels - Gideon Levy - Phase eins wird schon seit langem als Erfolg gebucht: Die Siedler haben die Kontrolle über die besetzten Gebiete und benützen ihre Macht und ihre Bauprojekte, um jede gerechte Abmachung zu vereiteln. Aber jeder , der dachte, sie siedeln in der Westbank, um (nur) sie zu kontrollieren, sollte einen Blick auf Phase zwei des Planes nicht scheuen, die sich auf ihrem Höhepunkt befindet und schon eine Erfolgsgeschichte ist. Jetzt, nach der feindlichen Übernahme der Westbank kommt die Übernahme des Staates. Jetzt wo ihre Lust nach Land ein klein bisschen befriedigt worden ist, haben sie ihre Aufmerksam-keit auf größere Gebiete als ihre eigenen beträchtlichen Gebiete gelenkt. Von jetzt an ist Yesha (Judäa/Samaria) wirklich vorhanden. Von jetzt an reicht es ihnen nicht mehr, den lokalen Regierungsräten in den besetzten Gebieten vorzustehen - jetzt zielen sie auf die Sitze der Macht innerhalb Israels, damit sie sein Image gestalten können. Nachdem sie die Westbankregion von Gush Etzion übernommen haben, wollen sie jetzt die Tel-Aviv-Region von Gush Dan. Sie benützen die bewährte Methode: ein Hektar nach dem anderen, einen (Regierungs)-außenposten nach dem anderen, (Regierungs)amt nach dem anderen. Eine marginale Minderheit von etwa 100 000 ideologischen Siedlern >>>

 
 

Mafia-Diplomatie - Israelische Kriegsdrohungen gegen Iran werden international toleriert. IAEA-Bericht soll Teheran der Entwicklung von Nuklearwaffen bezichtigen - Knut Mellenthin - Vor dem Hintergrund israelischer Kriegsdrohungen haben die USA und Frankreich am Donnerstag ihre Entschlossenheit bekräftigt, »den beispiellosen internationalen Druck auf den Iran weiter aufrechtzuerhalten«. Das versicherte Präsident Barack Obama nach einem Treffen mit seinem Amtskollegen Nicolas Sarkozy. Obamas stellvertretender Nationaler Sicherheitsratsberater Ben Rhodes erläuterte das US-amerikanische Verständnis von Diplomatie: »Das, worauf wir den Schwerpunkt legen, ist eine diplomatische Strategie, die den Druck auf die Iraner erhöht, durch finanzielle Maßnahmen, durch Wirtschaftssanktionen, durch diplomatische Isolierung.« Ob das als eine Distanzierung von den in Israel seit einer Woche turbulent diskutierten Plänen für Militärschläge gegen Iran zu verstehen ist, bleibt offen. >>>

 
 

Israel, apartheid, and the Hasbara machine - Ran Greenstein - JNews Blog " To be blunt, Palestinians in Israel are the sole authority regarding their own experiences; South African Jews are not. If we wish to find out what it means to be Palestinian citizens in Israel, why not ask them directly? Indeed, a wealth of documentary material detailing conditions of massive formal and informal discrimination in the fields of land (especially), labour, housing, education, social services and so on, has been produced by research, human rights ,and legal advocacy organisations representing this group (numerous examples can be found at www.mossawacenter.org and www.adalah.org/eng). Goldstone and Pogrund make no use of this material. Instead, they reproduce official talking points, long debunked by social science research conducted by Israelis and Palestinians alike."

 


4.11.2011
 

 

„Haltet mich zurück!“ - Uri Avnery - JEDER KENNT die Szene aus der Schule: ein kleiner Junge streitet mit einem größeren. „Haltet mich zurück!“ schreit er zu seinen Kameraden hin, „bevor ich seine Knochen breche!“ Unsere Regierung scheint sich in dieser Weise zu benehmen. Jeden Tag schreit es jetzt aus allen Kanälen, dass sie im Begriff ist, dem Iran die Knochen zu brechen. Der Iran ist dabei, eine Atombombe zu bauen. Das können wir nicht zulassen. Also werden wir es in tausend Stücke bomben. Binjamin Netanjahu sagt dies bei jeder seiner unzähligen Reden, auch in seiner Eröffnungsrede zur Wintersitzungsperiode der Knesset. Ebenso Ehud Barak. Jeder Kommentator, der etwas auf sich hält (hat jemand jemals einen Kommentator gesehen, der nicht etwas auf sich hält ?) schreibt darüber. Die Medien verstärken noch den Klang und die Wut. „Haaretz“ hat auf seiner Vorderseite die Fotos der sieben bedeutendsten Minister (das Sicherheits-Septett) groß herausgebracht: es zeigt, dass drei für und vier gegen den Angriff sind. EIN DEUTSCHES Sprichwort sagt: „Revolutionen, die vorausgesagt werden, finden nicht statt.“ Dasselbe gilt für Kriege. >>>


Drohgebärden Richtung Iran - Israel setzt auf Brachial-Diplomatie - Ulrike Putz - Ein Raketentest, militärische Manöver, Verbalattacken der Regierung - Israel startet massive Drohgebärden gegen Iran. Vieles scheint auf einen baldigen Krieg mit dem Regime hinzudeuten, doch womöglich ist alles nur ein Polit-Poker um Teherans Atomprogramm. Wo Rauch ist, ist auch Feuer: Glaubt man diesem Sprichwort, könnte ein israelischer Angriff auf das iranische Atomprogramm unmittelbar bevorstehen. Denn selten wurde so offen und so heftig über eine mögliche Attacke auf das mutmaßliche Atomwaffenprogramm Teherans debattiert wie in den vergangenen Tagen in Israel. Minister der Regierung, Moderatoren der großen Fernsehshows, der einfache Mann in Straßenumfragen: Es schien, als könne bald jeder Israeli darüber mitentscheiden, ob Israel Iran angreifen soll oder nicht. >>>
 

Kriegshysterie in Israel - Immer neue Medienberichte über bevorstehende Militärschläge gegen Iran - Knut Mellenthin - Seit einer Woche berichten die israelischen Medien über nahe bevorstehende Militärschläge gegen Iran. Begleitet wird das Kriegsgeschrei von Raketentests, Manövern und Notstandsübungen, die angeblich schon seit mindestens einem halben Jahr geplant waren und nun ganz zufällig innerhalb einer einzigen Woche zusammenfallen. >>>
 

Droht Krieg als Ablenkung von der Krise? - Erneute Kriegsdrohungen gegen den Iran - IPPNW-Presseinformation vom 3. November 2011 - Die ärztliche Friedensorganisation IPPNW appelliert an die deutsche Regierung, sich gegenüber Großbritannien, den USA und Israel für eine friedliche Lösung des Irankonflikts einzusetzen und sie aufzufordern, weitere Kriegsdrohungen zu unterlassen. Kriegsdrohungen eskalieren eine ohnehin stark angespannte Situation und führen zu keiner Lösung, so die IPPNW. “In allen drei Ländern, in denen ein Angriff auf den Iran ernsthaft erörtert wird, herrscht im eigenen Lande große Unruhe über die ökonomische Lage und soziale Ungerechtigkeit. Wollen diese Regierungen einen Ausweg in kriegerischen Abenteuern suchen?”, fragt der IPPNW-Vorsitzende Matthias Jochheim. “Die Situation ähnelt der Vorgeschichte des Irakkrieges, wo behauptet wurde, dass vom Irak eine immense Gefahr ausgeht. Im Nachhinein stellte sich heraus, dass dies erfunden war. Wir sollten aus der Geschichte lernen.” >>>

 Royal Navy bereitet sich auf Angriff auf Iran vor

 
 

Israel: Noch 20 Jahre - vielleicht  auch weniger? - Lawrence Davidson - Kürzlich hielt ich einen Vortrag zum palästinensischen Antrag auf Aufnahme [in die UNO]. Im Publikum befand sich ein hier lebender aus Rußland stammender Israeli, der höflich Anstoß an meiner Kritik israelischer Politik und israelischen Verhaltens nahm. Es ging ihm hauptsächlich darum, dass ich seiner Ansicht nach die Israelis nicht glaubwürdig kritisieren könne, da ich ihre Erfahrungen nicht mitgemacht hätte und nicht wüsste, was sie wissen, oder – um es etwas familiärer auszudrücken – ich sei nicht in ihren Schuhe gegangen. „Die Israelis bemühen sich seit mehr als 60 Jahren um eine Lösung des israelisch-palästinensischen Dilemmas. Wo nehmen Sie also Ihre Kenntnis her, sie zu kritisieren und ihnen zu sagen, was sie tun sollten?“ Dies ist ein alter und oft vorgebrachter Einwand, und wenn man ihn berücksichtigen würde, liefe es darauf hinaus, dass eine von außen kommende Vermittlung prinzipiell unmöglich ist. Meine Antwort war ziemlich dezidiert: gerade weil die Israelis so lange in diesem Dilemma verstrickt seien und darüber hinaus sich selbst und anderen ihre versteckten expansionistischen Ambitionen als „Sicherheits“-Erfordernis verkauften, seien die meisten unfähig, sich eine gerechte und ausgewogene Lösung überhaupt vorzustellen. Sie bräuchten daher dringend Leute, die von außen und relativ objektiv ihr Verhalten kritisierten. Im Grunde leben die meisten Israelis in einer „geschlossenen Informationsumwelt“. Das ist so trotz ihrer Behauptung, sie hätten schließlich eine freie Berichterstattung. Die Medien mögen formal frei sein, aber sie werden dennoch beherrscht von der zionistischen Ideologie des Landes und den politischen und gesellschaftlichen Annahmen, die diese Ideologie anbietet. Gegenteilige Ansichten mögen in der Tat existieren, dabei handelt es sich aber um seltene Ausnahmen oder Randerscheinungen. Die zionistische Interpretation der Welt ist derartig schlüssig, dass sie für die jüdischen Bürger Israels ein geschlossenes „Gedankengebäude“ errichtet und als solches die Koordinaten ihres Denkens bestimmt. Unter diesen Umständen kann nur jemand, der >>>

 
 

»Solidarität heißt nicht, keine Angst zu haben« - Zwei Schiffe der »Free Gaza«-Flottille sollen heute nachmittag den blockierten palästinensischen Küstenstreifen erreichen. Ein Gespräch mit David Heap - Interview: Claudia Wangerin - Prof. David Heap ist Kanadier, Mitglied des internationalen Lenkungsausschusses der »Free Gaza«-Solidaritätsflottille und an Bord der »Tahrir«. Per Satellitentelefon sprach er am Donnerstag mit jW - Sie sind am Mittwoch vom türkischen Hafen Fe­thiye aus in See gestochen und unterwegs zur Küste des palästinensischen Gazastreifens – mit dem Ziel, die von Israel verhängte Seeblockade zu überwinden. Frühere Versuche, dies zu tun, sind gescheitert – zum Teil dramatisch. Wie ist die Stimmung bei Ihnen an Bord? Wir hatten gerade ein Meeting, bei dem wir noch einmal über unsere persönlichen Grenzen und Ängste gesprochen haben; und darüber, wie wir in Streßsituationen reagieren. Klar ist, daß sich jeder einzelne von uns dem Grundsatz der Gewaltfreiheit verpflichtet fühlt. >>>

Israels Marine wird in Aktion treten - Zwei Schiffe mit 20-30 Personen an Bord wollen den Hafen von Gaza morgen Freitag erreichen. Bis zur letzten Minute ist die Aktion geheim gehalten worden, doch am Mittwochabend wurde bekannt, dass zwei Jachten von der Türkei aus mit Ziel Gaza in See gestochen sind. An Bord befinden sich 20-30 pro-palästinensische Aktivisten aus vier Staaten, die beabsichtigen, die von Israel gegen den Gazastreifen verhängte Seeblockade zu durchbrechen. Die «al-Tahrir» und die «Saoirse» wollen morgen Freitag früh in Gaza anlegen >>>


Flotilla organizers to Haaretz: We expect to reach Gaza in two days - Canadian activist Ehab Lotayef says two-vessel flotilla is 'halfway to Gaza'; says 'there will be no violence from our side' in dealing with Israel Defense Forces. - Natasha Mozgovaya - Ehab Lotayef, one of the Canadian organizers of the Gaza-bound flotilla that set sail from Turkey on Wednesday, says that the ship is “halfway to Gaza” and expects to arrive at its destination “within the next two days.” >>>
 

EXCLUSIVE: Video Report from Gaza-Bound Flotilla Attempting to Break Israeli Blockade - A Canadian boat and Irish boat quietly left a Turkish port Wednesday, bound for Gaza. Democracy Now! first broke the news on our live broadcast yesterday. This flotilla, named Freedom Waves to Gaza, marks the latest attempt by international activists >>>

LATEST UPDATE: THE IRISH SHIP AND THE CANADIAN SHIP ARE NOW SOUTH OF CYPRUS AND STILL ON COURSE FOR GAZA.....

Al Jazeera Blogs on the flotilla:
http://blogs.aljazeera.net/liveblog/gaza-nov-3-2011-1747

EXCLUSIVE: Video Report From Gaza-Bound Flotilla Attempting to Break Israeli Blockade
http://www.youtube.com/watch?v=Of3kK63o2Fo&feature=player_embedded

Passagier-Liste der Saoirse... Passenger list of the Saoirse:
http://irishshiptogaza.org/?page_id=494

NENA News (italian):
http://nena-news.globalist.it/?p=14068

Quelle Sabine

Dokumentation - Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla >>>

 
 

Abbas erwägt Auflösung der Autonomiebehörde - Israels Gegenmassnahmen gefährden das Überleben der palästinensischen Verwaltung - Die Palästinenser sind empört über Israels Strafmassnahmen für ihre Unesco-Aufnahme. Diese könnten das Aus für die Autonomiebehörde bedeuten. - Jürg Bischoff - Die Palästinenser haben mit Empörung und Wut auf die Massnahmen reagiert, mit denen die Regierung Netanyahu die Aufnahme Palästinas in die Unesco bestrafen will. Die Ausweitung des Siedlungsbaus und die Einstellung der Überweisungen von Zoll- und Steuereinnahmen an die palästinensische Behörde seien unmenschlich und dazu angetan, die Zerstörung des Friedensprozesses zu beschleunigen, sagte der Sprecher von Präsident Mahmud Abbas. Der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat wies in einer Erklärung den israelischen Schritt als «illegal» und «Erpressung» zurück. - «Diebstahl» - «Das Land, auf dem diese Siedlungen gebaut werden, ist besetztes palästinensisches Land. Das Geld, das Israel zurückhält, ist palästinensisches Geld», führte Erekat aus. «Das ist ein Diebstahl >>>Palästinenser beantragen biblische Stätten für Weltkulturerbe - Bereits im Februar hatte Palästina die Aufnahme der Bethlehemer Geburtskirche auf die Liste des UNESCO-Welterbes beantragt - Nach der Aufnahme Palästinas als 195. Mitgliedstaat der Weltkulturorganisation UNESCO will die Palästinensische Autonomiebehörde dort die Aufnahme von 20 historischen und archäologischen Stätten auf die Liste des Weltkulturerbes beantragen. >>>


Strafbestand: UNO-Beitritt - Francis Wagner - Einmal prinzipiell gefragt: Wenn ein Volk der UNO, der Weltgemeinschaft der Nationen, beitreten will, kann es sich bei diesem Begehren nach internationalem Recht um ein strafwürdiges Verbrechen handeln? 1 Kommentare Artikel per Mail weiterempfehlen Und wenn ein Volk von einer Unterorganisation ebendieser Vereinten Nationen als Mitglied aufgenommen wird, muss es dann mit internationalen Sanktionen belegt werden? Die Fragen scheinen grotesk. Und doch ist gerade dies dabei, dem palästinensischen Volk zu widerfahren. Weil sich die Unesco, die Organisation der Vereinten Nationen für Bildung, Wissenschaft und Kultur, getraut hat, die Palästinenser aufzunehmen, hat Israels Premier, der rechtsradikale Nationalist und Rassist Netanjahu, nun das Strafmaß gegen die Bougnouls verkündet: Der Landraub auf ihre Kosten wird weiter verschärft, der Bau von Wohnungen für „Siedler“-Familien im israelisch besetzten Ostjerusalem wird beschleunigt. Und die Unesco? Nun, die muss natürlich auch bestraft werden >>>


Ban Ki-moon warnt vor weiteren Beitritten Palästinas in UN-Institutionen - Unesco-Beschluss zu Palästina gefährdet Zukunft der Uno – Die Bemühungen der Palästinensischen Autonomiebehörde um Aufnahme in weitere Institutionen der Vereinten Nationen werden nach Worten von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon „weder Palästina noch jemandem anderem Nutzen bringen“. >>>


Ängstlicher Vasall - Außenpolitik ist die Kunst des Möglichen unter schwierigen, oft unübersichtlichen Bedingungen. Die deutsche Ablehnung einer Aufnahme Palästinas in die UN-Kulturorganisation Unesco zeigt, wie wenig die aktuelle Bundesregierung diese Kunst beherrscht. >>>


Pieper: Deutschland zahlt weiter an Unesco - Anders als die USA will Deutschland seine Zahlungen an die Unesco wegen des Streits um die Aufnahme der Palästinenser nicht stoppen. „Wir werden unsere Beiträge nicht einstellen“, sagte die für Kultur zuständige Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), am Mittwoch in Berlin. „Wir halten es auch nicht für gerechtfertigt, die Unesco jetzt mit solchen Maßnahmen zu bestrafen“, betonte Pieper. >>>

Nach Aufnahme Palästinas: Kanada stellt Finanzierung von UNESCO ein >>>

Ban Ki-moon warnt vor weiteren Beitritten Palästinas in UN-Institutionen >>>

Kein US-Geld für Unesco: Russland bedauert Entscheidung Washingtons >>>

Jüdischer Kongress nennt Aufnahme Palästinas in UNESCO eine Katastrophe >>>

Israel stoppt Zahlungen an Unesco >>>


Israeli leaders' price tag against the Palestinians - This price tag meted out by the forum of eight is not much different than the settlers' price tag; it's violent, uncontrolled and seeks vengeance. - Gideon Levy - What, for heaven's sake, is so terrible about Palestine being accepted to UNESCO? Why is this considered an "anti-Israeli" step? And in general, what's so bad about the Palestinians relinquishing terror and going over to the international arena? If Israel were to behave intelligently, it would vote to accept the Palestinians to any respectable international organization. >>>

 

Von Mutter zu Mutter

Nach dem Dokumentarfilm „To die in Jerusalem“

Mit: Izabella Lutsker, Fadwa Massaidi und Romy Schiller
Idee/Text/Regie: Stefanie Miller
Dramaturgische Mitarbeit: Anna Gubiani
Bühnenbild: Dima Riewe
Musik: La Rosa Nostra

Das Theaterprojekt "Von Mutter zu Mutter" basiert auf dem Dokumentarfilm "To die in Jerusalem" von Hilla Medalia und erzählt die Geschichte zweier Frauen aus dem Nahen Osten, deren 18-jährige Töchter beide verstorben sind: Die Tochter der einen, Palästinenserin, begeht ein Selbstmordattentat, wobei die Tochter der anderen, Israelin, stirbt. Beide Mütter wollen sich treffen, was aber aus politischen Gründen nur via Satellitentelefon funktioniert. Nach einem dreistündigen Gespräch, das keine wirklichen Antworten liefert und beide Frauen in die jeweiligen Eckpositionen treibt, bricht die Technik zusammen und die Wege der Mütter trennen sich für immer...

 Die beiden Hauptfiguren werden in dem Theaterprojekt mit Darstellern besetzt, die aufgrund ihrer Herkunft bzw. ihrer Religion authentisch wirken:

Fadwa Massaidi ist Palästinenserin: ihre Eltern flüchten nach der Staatsgründung Israels in den Libanon. Fadwa wächst in den Flüchtlingslagern Tel al-Zaatar und Damour auf. Während des libanesischen Bürgerkriegs in der Schlacht um Tel al Zaatar verliert sie ihren Bruder. Seit 10 Jahren lebt Fadwa bereits in Deutschland.

Izabella Lutsker ist in Uschhorod, Transkarpatien in der Ukraine geboren. Sie wuchs in einer großen jüdischen Familie auf. In Uschhorod leben unterschiedliche ethnische Gruppen miteinander: Ungarn, Slowaken, Ukrainer, Christen, Juden, etc. Izabella arbeitete dort in einem wissenschaftlichen Zentrum, das sich vor allem mit integrativer Kulturarbeit zwischen den unterschiedlichen nationalen Gruppierungen befasste. Zu Beginn des 21. Jahrhunderts zerstreute sich ihre Familie in alle Himmelsrichtungen: eine Schwester wohnt in Israel. Izabella war in dem Land bisher nur Gast, aber sie liebt das Land und den arabischen Kaffee. Ihre Schwester erzählt ihr manchmal von der Angst, die den Alltag immer wieder vereinnahmt.

Beide Darstellerinnen sind Theaterlaien, aber zeichnen sich durch ihren kulturellen Hintergrund als prädestiniert für die Rollen aus. So entsteht eine neue Form kulturbiographischen Theaters.

Außerdem wird die Rolle der „Töchter“ von Romy Schiller besetzt: sie absolvierte ihre Ausbildung an der Stage School of Music Dance and Drama in Hamburg.

Die Regisseurin Stefanie Miller studierte Theater- und Medienwissenschaften in Erlangen und hat einen ganz persönlichen Zugang zu dem Thema: „2005 flog ich nach Israel und reiste mit einem palästinensischem Freund durch seine Heimat, sah Nazareth, Bethlehem, Jerusalem und spürte den Hass in der Luft, ja roch ihn nahezu. Ein Hass, der aus einem gegenseitigen Nicht-Verstehen-Können herrührt, so tief in beiden Völkern verwurzelt ist und sich immer weiter fortpflanzt. Doch wenn ich jetzt meine beiden Darstellerinnen, die eine Jüdin, die andere Palästinenserin, erlebe, wie sie sich annähern, Missverständnisse aus dem Weg räumen und sogar Freundinnen werden, hüpft mein Herz vor Freude. Im Menschlichen kann eine simple Lösung liegen. Und alles wird möglich.“

 PREMIERE - 30. November 2011, 20 Uhr, Gostner Hoftheater Nürnberg - Weitere Vorstellungen  vom 1. – 3. Dezember - Immer um 20 Uhr - Kartentelefon: 0911 / 26 15 10 - www.gostner.de, info@gostner.de

 KONTAKT:  Stefanie Miller, SteffiMiller@hotmail.de

 

«Der Zionismus hat sich überlebt» - Moshe Dayans Witwe hat auch mit 95 Jahren noch einen klaren Blick für die Vorgänge rund um sie herum. - Mit ihren nun schon 95 Jahren verfügt Ruth Dayan, die Witwe des ehemaligen israelischen Verteidigungsministers und Generalstabchefs Moshe Dayan, über so viel Lebenserfahrung und –weisheit wie kaum eine andere Person. Das gelangt auch in ihrem Interview in der jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins «Newsweek» zum Ausdruck. «Wir haben dieses Land Zentimeter um Zentimeter aufgebaut und haben dabei gar manches Leben verloren», sagt sie. «Wir haben öffentliche und soziale Institutionen, Schulen und Fabriken errichtet, doch was sich heute abspielt, ist schrecklich. Sie ruinieren dieses Land.» >>>
 

Moshe Dayan's Widow Ruth: Zionist Dream Has Run Its Course - These startling words were uttered last week in Tel Aviv by 95-year-old Ruth Dayan, widow of one of Israel's founding fathers  - Elegantly dressed and perfectly made up, Ruth Dayan, 95, receives me with a wide smile in her Tel Aviv home overlooking the Mediterranean Sea. The charismatic, alert, and extremely intelligent Dayan is the widow of Moshe Dayan, legendary chief of staff of the Israeli Defense Forces and a key leader in the war of independence in 1948. >>>

 
 

Protest against arms sales to Israel - please share link

 
 
 

 

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