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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 133
 


3.11.2011
 

 

Netanjahus Baupläne - Merkel verlangt sofortigen Siedlungsstopp - Israel bringt mit seinen neuen Siedlungsplänen die Partner in Europa gegen sich auf. Kanzlerin Merkel fordert einen schnellen Baustopp. Auch die EU-Außenbeauftragte Ashton zeigt sich besorgt. Angela Merkel setzt Netanjahu am Mittwoch unter Druck. Der Siedlungsbau in Ost-Jerusalem und im Westjordanland müsse sofort gestoppt werden, drängte die Kanzlerin. "Wir fordern die israelische Regierung auf, alle Siedlungsaktivitäten ohne Verzug einzustellen", so Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin. Sie seien völkerrechtswidrig  >>>
 

Netanjahu peitscht brisantes Siedlungsprojekt voran - Der Konflikt verschärft sich deutlich - (...) Zudem entschied das Kabinett in einer Sondersitzung nach Angaben eines hochrangigen Regierungsvertreters, Geldzahlungen an die palästinensischen Behörden vorläufig zu stoppen (...) Berichte über eine baldige Bodenoffensive im Gaza-Streifen wollte eine Sprecherin des Regierungschefs am Dienstagabend dagegen nicht bestätigen. Zuvor hatte der stellvertretende Ministerpräsident Silvan Schalom gesagt, Israel erwäge angesichts des ständigen Raketenfeuers auf seine Grenzorte eine "dramatische Entscheidung" >>>
 

Siedlungsbau beschädigt israelisches Bild in der Welt - Bettina Marx - (...) Nahman Shai Scharfen Widerspruch erntete die Regierung von Nahman Shai von der oppositionellen Kadima-Partei. Auch seine Partei unterstütze den Ausbau der Siedlungen in den palästinensischen Gebieten, sagte er im israelischen Rundfunk. Ihn aber ausgerechnet jetzt und als Strafmaßnahme gegen die Palästinenser zu beschleunigen, treibe Israel weiter in die Isolation. "Siedlungsbau ist keine Strafe. Es ist die antizionistischste Reaktion, die ich mir vorstellen kann. Denn der beschleunigte Siedlungsbau ist ja gedacht, um die palästinensische Autonomiebehörde zu bestrafen. Er beschädigt aber auch die wenigen Freunde, die Israel in der Welt noch hat. Wir sagen Bundeskanzlerin Angela Merkel, die vor wenigen Tagen gezwungen war, die Lieferung von U-Booten an Israel zu stoppen: gnädige Frau, wir ignorieren das, was Sie uns sagen." >>>
 

Israels Politik torpediert Friedensbemühungen - Am Mittwoch verkündete die israelische Regierung den weiteren Ausbau ihrer völkerrechtswidrigen Siedlungen in Ost-Jerusalem und in der Westbank. Auch plant sie, die der palästinensischen Regierung zustehenden Steuer- und Zollrückzahlungen einzubehalten. Mit seiner Politik katapultiert sich Israel ins Abseits und zerstört jegliche Friedensbemühungen, kommentiert der Generaldelegierte Palästinas, Salah Abdel Shafi. „Mit ihrer Entscheidung, rund 2.000 Wohnungen in Ost-Jerusalem und in der Westbank zu bauen, katapultiert sich die israelische Regierung ins Abseits. Israel verdeutlicht wieder und wieder, dass das Hauptinteresse seiner Regierung in der Fortsetzung der Besatzung und der Kolonisierung der palästinensischen Gebiete liegt. >>>

Palestinians must say no to negotiations with Israel - Diplomatic moves in the United Nations, no matter how refreshingly daring, are not enough. - Amira Hass - Now that Palestine has been recognized by the United Nations' cultural organization, UNESCO, it will be no more of a non-state and no less occupied than it was before. Its citizens will be no less unfree than they are today, no less under the yoke of Israeli foreign rule. But their civil disobedience versus Israel, the United States and the Quartet raises the hope that the Palestinians will not return to the negotiating table - because negotiations have become an obstacle to the decolonization process, the essential condition for peace. >>>

Israel will neue Siedlungen bauen - Heftiger Protest aus Europa - Israel will 2.000 neue Wohneinheiten in palästinensischen Gebieten bauen – als Antwort auf den Unesco-Beitritt Palästinas. Nun fordern Bundesregierung und EU den Baustopp. - Susanne Knaul - Ungewöhnlich deutlich hat die Bundesregierung am Mittwoch den sofortigen Stopp des Siedlungsbaus verlangt. "Wir fordern die israelische Regierung auf, alle Siedlungsaktivitäten ohne Verzug einzustellen", sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Mittwoch in Berlin. Sie seien völkerrechtswidrig "und durch nichts zu rechtfertigen". Israel solle stattdessen die Wiederaufnahme von Verhandlungen anstreben. Andernfalls werde eine Eskalation des Konflikts riskiert. Israel >>>

 
 

Netanyahu macht Stimmung für Angriff auf den Iran - Beamter spricht von "kleinen Mehrheit" - IAEO-Bericht über Irans Atomprogramm soll abgewartet werden - Der israelische Premierminister Benyamin Netanyahu soll dem Vernehmen nach auf der Suche nach einer Kabinettsmehrheit für einen Präventivschlag gegen den Iran ob dessen Atomprogramms schon sehr weit sein. Ein hochrangiger Beamter sprach laut der israelischen Zeitung "Haaretz" bereits von "einer kleinen Mehrheit" im Gremium des Sicherheitskabinetts, welches aus acht Mitgliedern besteht (die gesamte Regierung besteht aus 30 Ministern). Gemeinsam mit seinem Verteidigungsminister Ehud Barak konnte Netanyahu Außenminister Avigdor Lieberman überzeugen, hieß es. >>>
 

Britische Zeitung berichtet über Angriffsplan gegen Iran - Großbritanniens Streitkräfte bereiten sich offenbar auf den Ernstfall vor. Sollten die USA militärisch gegen Iran vorgehen, könnten sie laut "Guardian" auf Unterstützung aus London zählen. Demnach halten die Briten einen Angriff noch vor den US-Wahlen 2012 für möglich.  >>>
 


Report: U.K. preparing for military strike on Iran nuclear facilities - The Guardian newspaper says U.K. increasingly concerned over Iran's enrichment program, and is preparing to deploy warships to assist a possible U.S. strike. - The U.K. is stepping up its preparations for a military strike on Iran, the Guardian newspaper reported on Wednesday. According to the report, the U.K. is increasingly concerned over Tehran's nuclear program, and is preparing to deploy Royal Navy ships in the in the coming months to assist a possible U.S. attack on key facilities in Iran. >>>

 

Leinen los nach Gaza - Peter Wolter - Zwei Schiffe der internationalen »Free Gaza«-Solidaritätsflottille sind am Mittwoch vom türkischen Hafen Fethiye ausgelaufen, um die von Israel verhängte Seeblockade des Gazastreifens zu überwinden. Die kanadische »Tahrir« und die irische »Saoirse« werden voraussichtlich am Freitag das Seegebiet vor der palästinensischen Küste erreichen. >>>


Canadian and Irish ships set to challenge Israel’s illegal blockade with Freedom Waves to Gaza - The Canadian ship Tahrir and the Irish ship Saoirse have successfully reached international waters, marking the start of the Freedom Waves to Gaza campaign. The boats are currently in the Mediterranean Sea, preparing to sail for Gaza within a matter of hours. “Flowing out of the Freedom Flotillas, the Freedom Waves to Gaza are now underway,” says Canadian Boat to Gaza organizer Ehab Lotayef from on board the Tahrir. Also on board in this citizen-to-citizen initiative are delegates from Australia, the US, and Palestine. “We are now in international waters and hope to reach the shores of Gaza in a matter of days. >>>
 

Palestinian youth join boats set to challenge Israel’s siege of Gaza - Palestinian youth join boats set to challenge Israel’s siege of Gaza - ■Irish and Canadian boats in international waters on their way to challenge illegal siege policy - ■Palestinian activists call for end to international complicity in Israel’s crimes - ■Support actions taking place throughout the West Bank and inside Israel - [Ramallah] Two civilian boats, the Canadian Tahrir (Liberation), and the Irish Saoirse (Freedom), carrying 27 people from nine countries, are currently in international waters making their way to the beleaguered Gaza Strip to challenge Israel’s ongoing criminal blockade of the territory. A Palestinian youth activist from Haifa has joined this renewed international mission to challenge Israel’s unrelenting stranglehold on Gaza via the sea. >>>
 

 

Israel and the US outsourced the siege of Gaza to Athens last summer by preventing 8 boats in the Freedom Flotilla 2 - Stay Human from sailing from Greek ports to Gaza. Despite this we were able to bring world-wide attention to the blockade of the Gaza Strip. Our efforts in Greece only fueled our determination to challenge the imprisonment of the people of Gaza. We said we would continue to sail and so we are!!!
 
At this moment, two boats are in international waters in the Mediterranean heading to Gaza.  One boat, the Saoirse from Ireland, includes parliamentarians among its passengers.  The other, the Tahrir, carries representatives from Canada, the U.S., Australia, and Palestine.  The U.S. Representative on the Tahrir, Kit Kittredge, was a passenger on the U.S. Boat to Gaza, The Audacity of Hope mission in Athens in July.  A journalist from Democracy Now is on the Tahrir also. Civil society organizations in Gaza await their arrival, and look forward to the delivery of letters collected from thousands of U.S. supporters in the To Gaza With Love campaign. 
 
We need your help to make this mission a success. Please take these actions immediately.
 
1. Check these websites for updates:  US to Gaza, Irish Ship to Gaza and Canadian Boat to Gaza,  watch  or listen to Democracy Now for live coverage from the Tahrir..  Look for twitter hashtag #Freedomwaves.
 
2. Spread the word far and wide – send this alert to your contacts.
 
3. Call the State Department  and the White House- demand that they take immediate action to ensure the safe passage of these boats and to put an end to the siege of Gaza.
 
Call the State Department:
      Secretary of State Hillary Clinton 202-647-5291
      U.S. Ambassador to Israel Daniel Shapiro 011-972-3-519-7575
      Office of Israel/Palestinian Affairs Paul Sutphin 202-647-3672
      Office of Consular Affairs, Kim Richter 202-647-8308
 
 and the White House: 202-456-1414
 
      email President Obama at http://www.whitehouse.gov/contact

 
Here are some talking points or suggested messaging: Gaza has been under siege since mid-2006, depriving 1.6 million people of their liberty and basic human rights.  Although the siege has been condemned by the United Nations, the Red Cross, and many national governments, nothing has been done to ease the plight of these civilians.  Civil society has had to act where governments would not.  Two ships with 27 passengers from 5 countries are sailing to Gaza to confront the Israeli naval blockade, and to bring medical supplies and letters of support.
 
As Americans we insist that our government (which sends Israel $3 billion in military aid every year), demands that Israel insures the ships’ safe passage and ends its illegal blockade of Gaza. There is absolutely no excuse to subject 1.6 million people to collective punishment. Ask your local press to cover this story.  Up-to-date information will be available at www.ustogaza.org, www.irishshiptogaza.org  and www.tahrir.ca

International Solidarity Movement Calls to Defend 'Freedom Waves to Gaza' – International Solidarity Movement called for acting to defend the new boats carrying humanitarian aid to Gaza, which are now in the international waters and Israel are not allowing them to enter the strip, according to release by the movement published Wednesday. Two boats, called 'Freedom Waves to Gaza,' travelled from the high seas to the besieged Gaza Strip. Their civilian passengers include people from five countries, including Palestinians from 1948. This is another non-violent attempt to break Israel’s siege, an illegal policy that has forced Gaza’s Palestinian residents into subsistence on international aid and subjected them to severe travel restrictions to and from the territory. >>>

 

Political prisoner: Hamas deal a “great step forward” - Ameer Makhoul – Gilboa Prison – The prisoner exchange deal was a major achievement for Hamas and a great step forward for the Palestinian people, particularly the prisoners’ movement. Hamas earned respect and credibility for its management of a very complex issue. In particular, the entire operation was played out on Palestinian land and largely handled in Palestine for five years under complicated and dangerous circumstances. The deal brought joy to the lives of prisoners, their families and all Palestinians living in Palestine and abroad. It was a joy combined with honor, dignity and the promising spirit of victory. Veteran prisoners who were not included in the deal have endured, along with their families, untold pain and suffering. The released prisoners and all the Palestinian people sympathize with them and understand these feelings. It is important to highlight, however, that the continued suffering of the remaining prisoners is not caused by the prisoner exchange deal, but rather in spite of it. It is caused by a lack of a Palestinian vision for liberation that is tangible and ripe for the moment. >>>

 

 

LINKES Parteiprogramm: An der Seite Israels, um Rassismus, Unterdrückung und Krieg entgegentreten? - Institut für Palästinakunde -  Mit dem am 23. Oktober in Erfurt verabschiedeten neuen Parteiprogramm der LINKEN, hat sich die Partei den inner- und ausserhalb von ihr operierenden Vertretern des israelischen Staatsinteresses nach einer monatelangen Antisemitismus-Schmierenkampagne gänzlich unterworfen. Ausgerechnet in dem Parteiprogramm-Abschnitt Woher wir kommen, wer wir sind tritt die LINKE mit den richtigen Forderungen - Antisemitismus, Rassismus, Unterdrückung und Krieg entgegentreten zu wollen - für etwas ein, das nur durch Rassismus, Unterdrückung und Krieg herbeigeführt werden konnte und aufrecht erhalten werden kann: das 'Existenzrecht Israels'. Bitte lesen Sie hier weiter.

 

Gerhard Meerpohl - Anfrage an den Aussenminister Westerwelle: Mon, 31 Oct 2011 16:55:17 +0100 (CET) - Betreff: UNESCO 

Sehr geehrter Herr Bundesaussenminister! Die PA hat den Antrag auf Mitgliedschaft in der UNESCO gestellt. Am Montag wurd darüber abgestimmt. Der Vertreter Deutschlands hat dagegen gestimmt.

Ich protestiere hiermit entschieden gegen diese offizielle deutsche Haltung.   Ich fordere Aufklärung über die Gründe dieses Verhaltens.Ich warne, mich mit dem Scheinargument abspeisen zu wollen, der palästinensische Antrag sei einseitig und fördere nicht die Friedensverhandlungen.

Einseitig sind die Schritte der Israelischen Regierung, die mit   unzähligen Massnahmen Tatsachen auf den Boden schafft.  Friedensverhandlungen (und die Bildung von Vertrauen überhaupt) verhindert Israels Regierung.

Erklären Sie mir bitte, warum die Mitgliedschaft in einer Organisation / in einem Gremium der UN Friedensverhandlungen be- oder verhindern soll. Wer Verbrechen nicht zu verhindern sucht, ist selbst kriminell, und diesen Vorwurf zieht sich Deutschland in seiner Haltung zu Israels   Politik zu.

Ich fordere Sie auf, sehr geehrter Herr Bundesaussenminister, werden Sie deutlich! Gegenüber Israel, aber auch gegenüber den deutschen Bürgern. Sonst haben Sie die < 3% und den Rausschmiss verdient. Mit unfreundlichem Gruss G. Meerpohl

Die Antwort: Sehr geehrter Herr Meerpohl, vielen Dank für Ihr Schreiben an Bundesminister Westerwelle, der das Nahost-Referat des Auswärtigen Amtes gebeten hat, Ihnen zu antworten. Deutschland hat am 31. Oktober dieses Jahres in der UNESCO-Generalversammlung gegen den palästinensischen Antrag auf Aufnahme in die UNESCO gestimmt und in diesem Rahmen auch erläutert, warum Deutschland den palästinensischen Antrag nicht unterstützen konnte. Eine Übersetzung der vollständigen Stimmerklärung finden Sie im Anhang.

Die Bundesregierung unterstützt nachdrücklich das palästinensische Anliegen auf einen eigenen Staat, eine umfassende und gerechte Zwei-Staaten-Lösung ist und bleibt unser Ziel. Die Bundesregierung wird auch in Zukunft nicht nachlassen, auf eine Lösung des Nahostkonflikts hinzuarbeiten. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag Katharina Paulick - Nahost-Referat Auswärtiges Amt



Anlage: Stimmerklärung Deutschlands zur Abstimmung über UNESCO-Mitgliedschaft Palästinas, 31.10.2011

Stimmerklärung Deutschlands zur Abstimmung über PSE-Mitgliedschaftsantrag in der Generalkonferenz der UNESCO, 31. Oktober 2011 - Vielen Dank, Frau Präsidentin, dass Sie mir Gelegenheit geben zu erläutern, warum Deutschland den unter Tagesordnungspunkt 9.1 „Antrag auf Aufnahme Palästinas als UNESCO- Mitglied“ vorgelegten Entwurf eines Beschlusses nicht unterstützen konnte.

Der ursprüngliche Antrag auf Mitgliedschaft liegt schon seit einigen Jahren vor, doch bisher haben der Exekutivrat und die Generalkonferenz vernünftigerweise nicht auf eine Entscheidung gedrängt. In diesem Jahr jedoch hat Palästina auch die Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen beantragt. Dieser Antrag wird gegenwärtig vom Sicherheitsrat geprüft, dem Deutschland zurzeit als Mitglied angehört. Wie jedermann weiß, ist bisher noch keine Entscheidung gefallen.

Am 23. September hat das Quartett einen Zeitplan und einen Rahmen für die Wiederaufnahme von Verhandlungen vorgeschlagen. Ein erstes Treffen des Quartetts mit den Parteien fand vor einer Woche statt. Entscheidend werden die nächsten drei Monate sein. Wir haben alle Beteiligten aufgerufen, alles in ihren Kräften Stehende zu tun, um diesen Prozess zu fördern, und alles zu unterlassen, was ihn beeinträchtigen oder einen Erfolg gefährden könnte. Unser Ziel bleibt ein palästinensischer Staat, der Seite an Seite mit einem Staat Israel besteht, dessen Sicherheit gewährleistet ist.

Deutschland hat wiederholt darum gebeten, die Entscheidung über eine UNESCO-Mitgliedschaft Palästinas zurückzustellen, solange die Beratungen im Sicherheitsrat noch nicht abgeschlossen sind und der Quartett-Prozess sich in einer sensiblen Phase befindet. Wir bedauern, dass unsere Bitte um Aufschub dieser Entscheidung keine ausreichende Unterstützung gefunden hat.

Deutschland hat volles Verständnis dafür, dass Palästina so bald wie möglich UNESCO- Mitglied werden möchte, und wird Palästina zum geeigneten Zeitpunkt und unter den richtigen Umständen gerne als UNESCO-Mitglied willkommen heißen. Deutschlands Unterstützung für die Zwei-Staaten-Lösung steht nicht in Zweifel.

USA kappen Unesco die Gelder

 
 
 
 

Whistleblowerin Anat Kamm zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt - Im letzten Akt einer Travestie, die Israel von seinem Militär/Geheimdienstapparat aufgezwungen und die schweigend von untätigen Medien unterstützt wurde, wurde Anat Kamm zu viereinhalb Jahren Freiheitsstrafe verurteilt für die Weitergabe von geheimen Dokumenten der israelischen Armee an Uri Blau, Journalist der Zeitung Haaretz. Kamm ist jetzt die israelische Version von Bradley Manning und Shamai Leibowitz, die beide (Manning ist eingesperrt, aber ohne Verfahren und Urteil) zu Gefängnis verurteilt wurden, weil sie ihrem Gewissen gehorcht und Geheimnisse an die Öffentlichkeit gebracht hatten, die aufzeigten, dass ihre Regierungen (bzw. Israel im Fall Leibowitz) in Handlungen verwickelt waren, die gegen das Gesetz verstießen und das Land dem Krieg näher brachten. >>>

 
 

Testimony to the Russell Tribunal on Palestine - John Dugard - In November 2011 the Russell Tribunal on Palestine will hold a session in Cape Town on the question of whether or not Israel is guilty of committing the international crime of apartheid in its treatment of the Palestinians. I have agreed to testify before the Tribunal. In this article I will explain why I believe that the Russell Tribunal has a role to play in advancing accountability in the Middle East. I will also describe the nature of my testimony. Israel has violated many fundamental rules of international law. It has seized Palestinian land by constructing settlements in the occupied West Bank and East Jerusalem, and by building a security Wall within Palestinian territory. It has violated the basic human rights of Palestinians through a repressive regime of occupation which disregards the rules contained in international human rights covenants and international humanitarian law instruments. It has refused to recognise its responsibility for several million Palestinian refugees in the West Bank, Gaza Strip and the diaspora. >>>


Not judges, but witnesses: the third Russell Tribunal on Palestine begins - Frank Barat - The Electronic Intifada - "A stellar cast will observe the proceedings, acting as the jury, and after hearing more than twenty witnesses and legal experts over two days, will answer the question: “Are Israeli policies towards the Palestinian people in breach of the prohibition against apartheid under international law?”" >>>

South Africa Session Agenda | Russell Tribunal on Palestine >>>


»Russell Tribunal Palästina« - Nicht zuletzt durch den israelischen Angriff auf Gaza im Dezember 2008 konstituierte sich am 4. März 2009 das Russell Tribunal zu Palästina. Zu den Unterstützern zählen u. a. Tarik Ali, Breyten Breitenbach, Judith Butler, Eduardo Galeano, Johan Galtung, Costa Gavras, Ken Loach, Harold Pinter und Jean Ziegler. Das erste Tribunal tagte vom 1. Bis 3. März 2010 in Barcelona, die zweite Sitzung fand vom 20. bis 22. November 2010 in London statt. Weitere werden in Südafrika und den USA folgen.

Der Laika-Verlag veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Russell Peace Foundation und dem englischen Verlag Pluto Press die Ergebnisse des Russell-Tribunals zu Palästina. Mit Texten von: Asa Winstanley, Frank Barat und Alice Walker     -  ISBN: 978-3-942281-07-2

 


2.11.2011
 

 

Israel droht Palästinensern mit Strafkatalog - Ulrike Putz - Jerusalem fürchtet den Dominoeffekt: Die Unesco hat Palästina als Mitglied aufgenommen, jetzt berät Israels Regierung über Strafmaßnahmen gegen die Palästinenser. Sie will verhindern, dass weitere Internationale Organisationen kippen und dem Beispiel folgen. Die Schlagzeile der israelischen Zeitung "Yedioth Ahronoth" fasste Israels Angst treffend zusammen: "Bei der Unesco wurde der Staat Palästina gegründet." Jerusalem fürchtet, dass die Aufnahme Palästinas als Vollmitglied in die Uno-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur am Montag in Paris nur der Anfang ist. Tatsächlich kündigte Ibrahim Khraishi, Repräsentant Palästinas bei der Uno in Genf am Dienstag an, dass sein Land schon in den kommenden Wochen bei 16 weiteren Uno-Organisationen um Aufnahme bitten wird. Die Palästinenser setzen damit genau auf den Dominoeffekt, den Israel vermeiden wollte. >>>

Bild - Palästinenser in der UNESCO - Hachfeld

Die Machtphalanx - Berlin mit im Bunde gegen Palästina  - Werner Pirker - Das Imperium hat umgehend zurückgeschlagen. Kaum daß der Beschluß der UNESCO, der Sonderorganisation der UNO für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Palästina als Vollmitglied aufzunehmen, gefaßt war, waren die USA auch schon mit der Ankündigung zur Stelle, die im November fälligen Zahlungen an die Organisation nicht zu überweisen. Ein demokratisches Votum – von den 193 Mitgliedsstaaten stimmten nur 14 gegen eine Aufnahme – wird von Washington mit dem Entzug finanzieller Mittel geahndet. Das zeigt einmal mehr, wie es um das Demokratieverständnis der »demokratischen Führungsmacht« bestellt ist. >>>
 

Palästina will Mitgliedschaft in weiteren Uno-Organisationen - Amerikanische Regierungssprecher warnen vor Dominoeffekt - Nach dem Beitritt Palästinas zur Weltkulturorganisation Unesco will sich das Land um die Aufnahme in 16 weitere Uno-Unterorganisationen bemühen. Amerikanische Regierungssprecher drohten nach der Ankündigung abermals mit einem Zahlungsstopp an die betreffenden Organisationen.  Palästina will sich – nach dem Beitritt zur Unesco – um die Aufnahme in 16 weitere Uno-Unterorganisationen bemühen. Das kündigte ein palästinensischer Diplomat in Genf >>>
 

Schwindende Macht Amerikas - Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, diesen Spruch Michail Gorbatschows mag man kaum mehr hören, so abgedroschen ist er. Einen gewissen Reiz gewinnt er aber, wenn, wie im vorliegenden Fall >>>
 

Palästina in der Unesco - Ein erwarteter Sieg - Von Jubel bis zu Sarkasmus reichen die ersten Reaktionen auf den Erfolg der Palästinenser. Die Bundesregierung wird von der Opposition scharf für ihr Nein kritisiert. >>>
 

Die USA setzen auf Geld als Mittel gegen den Frieden in Nahost! - Palästina ist seit gestern das 194 Mitglied der Unesco, UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur, das ist ein wichtiger Schritt für einen eigenen Staat und hat gezeigt, dass die Welt die Palästinenser anerkennt. Von den 193 Mitgliedsstaaten stimmten nur 14 dagegen, neben Israel auch die USA und Deutschland! Während Deutschland wieder einmal gezeigt hat, dass ihnen der Frieden im Nahen Osten absolut nichts bedeutet und ihre Verurteilung des israelischen Siedlungsbaus nur hohle Phrasen sind, wollen die USA nun die UNESCO sogar bestrafen. Diese Aktion heute wird unsere Fähigkeit einschränken, UNESCO-Programme zu unterstützen”, hatte US-Botschafter David T. Killion zuvor in Paris mitgeteilt. Kein Geld für den Frieden - Knapp drei Jahre ist es her, dass Obama den arabischen Staaten eine neue Friedensinitiative und mehr Druck auf Israel versprach, versprechen die er schon etliche Male gebrochen hat. Am gestrigen Tage zeigt Obama, dass er in der Außenpolitik nichts verändern wird und die amerikanische Außenpolitik im Nahen Osten sich einzig und allein um das Wohl der Israelis dreht. Viel hatte Obama den Palästinensern versprochen >>>

Dokumentation - Staat Palästina als Vollmitglied in UNESCO aufgenommen >>>

 
 

«Haaretz»: Netanjahu sucht Mehrheit für Iran-Angriff - Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu sucht nach einem Zeitungsbericht eine Mehrheit für einen Militärschlag gegen die iranischen Nuklearanlagen. Die israelische Zeitung «Haaretz» schrieb am Mittwoch, Netanjahu bemühe sich gemeinsam mit Verteidigungsminister Ehud Barak um Unterstützung in der Regierung für ein solches Vorhaben. Ein Sprecher Netanjahus wollte sich am Mittwoch nicht zu dem Thema äußern. «Wir kommentieren nicht jede Spekulation in der Zeitung», sagte Mark Regev. >>>

Umzug statt Abzug - USA verstärken Militärpräsenz am Persischen Golf - (SB) - Der von dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush ausgerufene weltweite Kriegszug geht in seine nächste Etappe. Unter dem Vorwand, es gelte den "internationalen Terrorismus" zu bekämpfen, wo immer er in Erscheinung trete, Rückzugsgebiete in Anspruch nehme oder Unterstützung finde, proklamierten die Vereinigten Staaten eine weder territorial spezifizierte noch zeitlich terminierte Kampagne, die immer neue Angriffsziele ausweist. Dabei wurde die nationale Sicherheit der USA mit deren militärischen, politischen und ökonomischen Interessen so weitgehend gleichgesetzt, daß sich der permanente Krieg als Normalzustand präventiver Verteidigung legalisieren ließ. Der Truppenabzug aus dem Irak führt keineswegs eine Zäsur herbei, die die Stationierung der US-Streitkräfte in dieser Region beenden und einen Übergang zum Frieden anbahnen könnte. Wie Präsident Barack Obama angekündigt hat, soll vielmehr die Militärpräsenz am Persischen Golf verstärkt werden. >>>

 

 

BDS: Riesenvertrag für Alstom von Saudiarabien abgelehnt - Einem französischen Konsortium des Marktführers im Energie und Transportbereich, Alstom, und SNCF wurde das Angebot über 10 Millarden Dollar (7 Milliarden Euro) abgelehnt:  mit dem Bau einer TGV -Linie - sollten die heiligen Stätten Mekka und Medina in Saudiarabien verbunden werden.

Für Alstom und seine Partner stinkt Geld nicht ....,denn große industrielle Gruppen verkaufen abgesehen von Schienen, besonders Waffen in dieses Land.

Aber Alstom ist auch in das Projekt "Straßenbahn für Apartheid“ verwickelt, dem Verkehrsmittel, das die Siedler zu ihren Siedlungen in Ostjerusalem bringt. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat diese Einrichtung für die Siedler streng verurteilt, da sie einen klaren Bruch des internationalen Rechts bedeuten und den Resolutionen der Vereinten Nationen widersprechen. Zum Beispiel dürfen 30 000 Palästinenser des Flüchtlingscamps Shoafat in Jerusalem die Bahn, von Alstom und Veolia gebaut, nicht benutzen, obwohl die Linie nur wenige hundert Meter am Flüchtlingslager vorbeiführt.

Immerhin konnte die palästinensische Delegation beim arabischen Gipfel 2006 einen Beschluss durchsetzen, der von allen seinen Mitgliedern forderte, dass auf Alstom und Veolia Druck ausgeübt werden muss, wenn sie sich nicht zurückziehen.

Veolia musste für die Apartheid-Straßenbahn schon teuer bezahlen: Verluste wichtiger Aufträge in Europa; dagegen wurden die Buslinien zu den Kolonien und eine Mülldeponie im Auftrag der Siedler auf palästinischem Gebiet, im Jordantal, von dieser Firma gebaut.

Nicht nur im Straßenbahnprojekt ist Alstom engagiert, sondern der Konzern ist weiterhin bereit, eine Eisenbahnlinie zu bauen, die Jerusalem und Haifa verbinden soll; in Höhe der Siedlung Ariel würde sie durch die besetzten Gebiete führen.

Offiziell begründen die Verantwortlichen von Alstomund SNCF den Verlust von TGV auf dem saudischen Markt mit zu hohen Preisen, ein spanisches Angebot wurde vom Königreich angenommen. Die regionale Presse berichtet jedoch von "verschiedenen , auch politischen Gründen," um das Fiasko von Alstom zu erklären,  während das palästinensische Nationalkomitee einen Erfolg für die internationale BDS-Kampagne sieht.

 
 

Goldstone: Israel is not an 'apartheid state' - UN judge says applying term to Israel is 'unfair and inaccurate slander', and is used to 'retard rather than advance peace negotiations.' - Judge Richard Goldstone, who led the UN investigative commission into Israel and Hamas’ conduct during Israel’s Operation Cast Lead, defended Israel against charges of being an “apartheid state” in a New York Times op-ed published Tuesday. >>>

Israel and the Apartheid Slander - Richard Goldstone - THE Palestinian Authority’s request for full United Nations membership has put hope for any two-state solution under increasing pressure. The need for reconciliation between Israelis and Palestinians has never been greater. So it is important to separate legitimate criticism of Israel from assaults that aim to isolate, demonize and delegitimize it >>>

 
 

Netanyahu's ongoing acquisition of lands by force - Since 1991 Madrid international peace conference, tens of thousands of dunams of land belonging to Palestinian farmers have been 'acquired by force.' - Akiva Eldar - And now for the million-shekel question on the game show, "1 vs. 100:" Which of the three leaders said, "Most of the UN member-states originate from conflicts, but I don't believe in acquiring lands by force"? Was it Shimon Peres, Yitzhak Rabin or Benjamin Netanyahu? The statement was made 20 years ago at a relaxed press conference given by then Deputy Foreign Minister Benjamin Netanyahu for Arab correspondents during the international peace conference in Madrid. Netanyahu's ongoing acquisition of lands by force Since 1991 Madrid international peace conference, tens of thousands of dunams of land belonging to Palestinian farmers have been 'acquired by force.' And now for the million-shekel question on the game show, "1 vs. 100:" Which of the three leaders said, "Most of the UN member-states originate from conflicts, but I don't believe in acquiring lands by force"? Was it Shimon Peres, Yitzhak Rabin or Benjamin Netanyahu? The statement was made 20 years ago at a relaxed press conference given by then Deputy Foreign Minister Benjamin Netanyahu for Arab correspondents during the international peace conference in Madrid. >>>

 

 

America or Israel? - Issa Khalaf - President Obama’s descent to Israel-groveling was fast and furious, considering it’s been a short time from his June 2009 Cairo speech to his September 2011 UN speech. MJ Rosenberg dubbed Obama as the most Israel-subservient president ever: “Obama isn’t lying about his ‘pro-Israel’ record… This administration has been the most one-sided supporter of everything Israel asks for since 1948. There is no competition. Not even George W Bush comes close.” Maybe, but it’s clear this president, as every president before him, will do anything to get re-elected. What humiliation: the American president, elected by wide mandate, rendered supine by a pair of fanatics like Benjamin Netanyahu and his gloating neo-fascist cohort Avigdor Lieberman. The road to Washington runs through Tel Aviv. >>>

 


1.11.2011
 

 

Palästinenser bejubeln Aufwertung - Bei der Generalkonferenz der UNESCO hat die palästinensische Autonomiebehörde einen historischen Achtungserfolg erzielt: Sie wurde als Vollmitglied in die UNESCO aufgenommen. Während die Palästinenser jubelten, stoppten die USA ihre Beitragszahlungen an die UNESCO. Außerdem sieht Israel den Friedensprozess im Nahen Osten gefährdet.. >>>


Staat Palästina als Vollmitglied in UNESCO aufgenommen - Heute stimmte die Generalkonferenz der Erziehungs-, Wissenschafts- und Kulturorganisation der Vereinten Nationen (UNESCO) mit überwältigender Mehrheit (107:14) für den palästinensischen Antrag auf Aufnahme als Vollmitglied. Das ist ein wichtiger Schritt zur Eigenstaatlichkeit, erklärt der Generaldelegierte Palästinas, Salah Abdel Shafi: „Der heutige Tag ist für Palästina ein historischer Tag und ein weiterer politischer Schritt auf dem Weg zu Eigenstaatlichkeit. Mit der Aufnahme Palästinas als 195. Mitglied in der UNESCO beweist die Generalversammlung, dass Staaten in ihrer Gesamtheit destruktiven Druck und Einschüchterungsversuche widerstehen können und so >>>

 

Fritz Edlinger begrüßt Zustimmung Österreichs zur Aufnahme Palästinas in die UNESC - Der Generalsekretär der „Gesellschaft für Österreichisch-Arabische Beziehungen“ (GÖAB) Fritz Edlinger begrüßte in einer ersten Stellungnahme die Zustimmung der Österreichischen Bundesregierung zur Aufnahme Palästinas in die UNESCO. Diese ist nach Pressemeldungen heute in Paris mit einem Ergebnis 107 pro, 14 kontra und 52 enthalten beschlossen worden. Besonders erfreulich sei es, dass letztlich doch eine Reihe von EU-Staaten (neben Österreich auch Belgien, Frankreich, Irland, Luxemburg und Spanien) sich dieser Initiative angeschlossen haben. Dass trotz des massiven Druckes seitens der USA, welche sogar die Suspendierung ihrer Beitragszahlungen zur UNESCO androhten, und Israel nur 14 Gegenstimmen zu registrieren waren, darunter leider auch Deutschland, sei erfreulich. Der GÖAB-Generalsekretär gab abschließend auch seiner Hoffnung Ausdruck, dass dieses überwältigende Votum der Internationalen Staatengemeinschaft auch dem Antrag Palästinas als Vollmitglied zu den Vereinten Nationen einen neuen Impuls verleihen möge. >>>


"Fiasko für die Europäer" - In Deutschland stieß das ablehnende Votum der Bundesregierung auf scharfe Kritik aus der Opposition
: SPD, Linke und Grüne werteten das deutsche Nein zur Aufnahme der Palästinenser als blamabel und beklagten eine Spaltung Europas in der Frage. Deutschland stehe mit seinem Nein "weltweit ziemlich isoliert" da, sagte SPD-Fraktionsvize Gernot Erler. Statt sich gemeinsam der Stimme zu enthalten, hätten insbesondere Deutschland und die Niederlande mit ihrer Ablehnung maßgeblich dazu beigetragen, "dass Europa wieder einmal ein Bild der Zerrissenheit in einer wichtigen außenpolitischen Frage abgibt". Die Abstimmung sei ein "Fiasko für die Europäer". Auch die außenpolitische Sprecherin der Grünen-Fraktion, Kerstin Müller, sprach von einem "beklagenswerten Bild der Uneinigkeit" innerhalb der EU. "Die Bundesregierung trägt die Hauptverantwortung dafür", kritisierte sie. " Der Außenexperte der Linksfraktion, Wolfgang Gehrcke, sagte: "Die Nahostpolitik der Bundesregierung wird immer verworrener." >>>
 

USA stoppen Millionenzahlungen an Unesco - Die Reaktion erfolgt prompt und mit drastischer Härte: Die USA stoppen ihre Beitragszahlungen an die Unesco. Wenige Stunden zuvor hatte die Organisation der Vereinten Nationen Palästina als Vollmitglied aufgenommen - trotz scharfer Kritik aus Washington und Israel. Die USA frieren eine Zahlung von 60 Millionen Dollar, umgerechnet rund 43 Millionen Euro, an die Unesco ein: Eine Sprecherin des Außenministeriums in Washington sagte, dass die Regierung in Washington eine für den November geplante Überweisung zurückhalten müsse. Die amerikanischen Gesetze würden die Regierung dazu verpflichten.  >>>


USA stoppen Beiträge für UNESCO - Die USA haben angesichts der Aufnahme Palästinas als Mitgliedstaat der UNESCO ihre Beiträge für die Organisation eingestellt. >>>


Palästina wird UNESCO-Mitglied – USA stellen Zahlungen ein - Die USA stoppen aus Protest gegen die Aufnahme Palästinas als Vollmitglied in die UNESCO ihre Beitragszahlungen an die UNO-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Die für November geplante Zahlung in Höhe von 60 Millionen Dollar entfällt >>>
 

Nun droht der Unesco das finanzielle Debakel - Ein Votum mit Sprengkraft: Ungeachtet des heftigen Widerstands der USA und Israels ist Palästina Vollmitglied der UNO-Kulturorganisation geworden. Das dürfte die Unesco in finanzielle Schwierigkeiten >>>

Celebrations as Unesco vote to give Palestinians full membership

UNESCO macht Palästina zum Vollmitglied

Admission of Palestine to UNESCO


USA und Israel drohen der UNESCO: Palästina wird dennoch Vollmitglied

 

UNESCO bangt um Etat nach Palästinas Aufnahme - Beifall nach der Abstimmung in Paris - Gegen den Widerstand der USA, Israels und Deutschlands hat die UNESCO die Palästinenser als Vollmitglied aufgenommen. Die Regierung in Washington droht jetzt damit, ihre bedeutenden Beitragszahlungen zu stoppen. >>>
 

Israel erkennt UNESCO-Mitgliedschaft Palästinas nicht an -  Israel erkennt die UNESCO-Mitgliedschaft Palästinas nicht an und droht der UN-Organisation mit einer Revision der Zusammenarbeit. "Die Aufnahme Palästinas in die UNESCO am 31. Oktober als vollberechtigtes Mitglied ist ein einseitiges Manöver der Palästinenser, das die Wiederaufnahme der israelisch-palästinensischen Friedensverhandlungen noch mehr erschweren wird" >>>

 

Palästina wird Unesco-Mitglied - Selbst wenn die Uno-Mitgliedschaft Palästinas scheitern sollte, hätte die Aufnahme in die Unesco Auswirkungen auf den Nahostkonflikt. Die Palästinenser möchten umstrittene Heiligtümer wie die Höhle der Doppelgräber in Hebron oder andere Kultstätten in Bethlehem oder Jericho dem Weltkulturerbe der Unesco unterstellen. Jeder dieser Anträge wäre regionalpolitisch explosiv. >>>


Die palästinensische Politikerin Hanan Aschrawi sprach von einem "sehr wichtigen Sieg", der israelische UNESCO-Botschafter Barkan Nimrod von einer "Tragödie". Vergeblich hatten mehrere europäische Staaten und die Amerikaner versucht, die Abstimmung in Paris zu verhindern. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas lehnte es ab, seinen Antrag zurückzuziehen. Dafür gebe es "keinerlei Rechtfertigung", sagte er.
 

Unesco nimmt Palästina als Vollmitglied auf - Christoph Schult und Johannes Korge - Das Votum birgt Sprengkraft: Die Unesco akzeptiert die Palästinenser als Vollmitglied - trotz scharfer Proteste aus den USA, die jetzt mit einem Zahlungsstopp drohen. Zur Blamage geriet die Abstimmung für die EU-Länder, weil Deutschland und die Niederlande gegen eine Absprache verstießen. >>>
 

Palestine Can Now Join the International Criminal Court - Craig Murray - Palestine is now a state. Membership of the United Nations is not in international law a pre-condition of statehood, and indeed is not compulsory for states. The existence of states not members of the UN is recognised in international law, not least by the UN itself. Palestine has just joined UNESCO for example under a provision which allows states which are not members of the United Nations to join if they get qualified majority support – which Palestine overwhelmingly did. So the UNESCO membership is crucial recognition of Palestine’s statehood, not an empty gesture. With this evidence of international acceptance, there is now absolutely no reason why Palestine cannot, instantly and without a vote, join the International Criminal Court. Palestine can now become a member of the International Criminal Court simply by submitting an instrument of accession to the Statute of Rome, and joining the list of states parties. >>>


Israel to reconsider cooperation with UNESCO after approval of Palestine membership - After UN cultural agency grants Palestinians full membership earlier Monday, Foreign Ministry issues statement that Israel rejects the decision. - Barak Ravid - Israel rejects the decision of the General Assembly of UNESCO to grant the Palestinians full membership of the organization, the Foreign Ministry said Monday, and warned that Israel will now reconsider its future cooperation with the body. >>>

 

Palestinians to pursue UNESCO bid despite political pressure - Amira Hass - (...) One especially problematic clause in the proposal offers the PA funds to help renovate the Church of the Nativity. - "The EU is trying to tempt us with money to sell our principles," a senior PLO official said. Another Palestinian source noted that a request last year for funding for such renovations for the Bethlehem church, "which is important to the entire Christian world," went unanswered. "There are four countries leading this campaign against us: Canada, the United States, Germany and Colombia," the senior PLO official said. >>>

 

 

Abdallah  Frangi - Der GesandteRedezeit: Palästina mon amour - Der Gesandte Arafats: Abdallah Frangi - Moderation: Ralph Erdenberger - Er war über Jahrzehnte die Stimme Palästinas in Deutschland: Abdallah Frangi, rechte Hand und Vertrauter des Palästinenserführers Arafat. Seit seinem Studium in den sechziger Jahren lebt er hauptsächlich in Deutschland. Seine Aufgabe als Sprecher der Palästinenserorganisation PLO war es, den Deutschen die Existenznöte Palästinas nahezubringen. Während seiner Studentenzeit lernte er viele linke Aktivisten kennen, wie Daniel Cohn-Bendit und Joschka Fischer, den späteren deutschen Außenminister. Frangi verließ Deutschland Ende 2005 und ist heute Chef der Palästinenser-Organisation Fatah im Gazastreifen. >>>

 

 

Gaza 2011 – ein Leben im Käfig - (ein aktueller Reisebericht) Norman Paech - pdf - Gaza ist auch gut vier Jahre nach seiner totalen Blockade und knapp drei Jahre nach der Bombardierung durch die israelische Armee ein Gefängnis im Kriegszustand, das täglich unter militärischer Bedrohung steht. Wir hatten bei unserem Besuch Anfang Oktober eine ruhige Woche, erst am Tag unserer Abreise kam es wieder zu Angriffen auf Fischerboote. In der Woche davor jedoch hatten israelische Luftangriffe zwei Häuser in Beit Hanoun beschädigt und drei Menschen verletzt. Ein 17jähriger Junge wurde in der 1500 m-Zone, die die Israelis zur No-Go-Area vor dem Grenzzaun erklärt hatten, beim Sammeln von Metallresten angeschossen und in der 3 Meilen-Küstenzone, die den Fischern von der 20 Meilen-Zone übrig gelassen wird, eröffnete die Marine mehrmals Feuer auf die Fischerboote, ohne allerdings jemand zu verletzen. Dies ist der Alltag einer Bevölkerung, die in einem Käfig um ihr Überleben kämpft. Dass dabei auch immer wieder selbstgebaute Raketen nach Israel fliegen, war auch in dieser Woche wieder so - jedoch meistens ohne Schäden anzurichten. Die Bilanz im Gazastreifen ist anders: 85 Tote und 425 Verletzte bereits in diesem Jahr, mehr als im ganzen vergangenen Jahr. Während die Welt vom Soldaten Gilat Shalid, dem Kriegsgefangenen in Gaza, spricht, erinnert uns die Demonstration auf dem Gelände des Roten Kreuz in Gaza-Stadt an den Hungerstreik der palästinensischen Gefangenen in israelischen Gefängnissen: ca. 6000 insgesamt, davon 285 Minderjährige, 38 Frauen, 21 Parlamentsabgeordnete aus Gaza, zwei Exminister. 45 Menschen sitzen bereits mehr als 20 Jahre in Haft, vier mehr als 34 Jahre und 270 in Administrativhaft. Wer in der Welt spricht von ihnen? >>>

 

 

Massaker in Kafr Qassem - Institut für Palästinakunde -  Wie an jedem Oktoberende jährt sich am 29. Oktober das Massaker in Kafr Qassem. An diesem Tag ermordeten israelische Soldaten binnen anderthalb Stunden 49 wehr- und arglose Bewohner von Kafr Qassem - darunter Frauen und Kinder. Ermordet wurden die Bewohner, als sie auf Fahrrädern, in Autos, auf LKWs und in Bussen von der Arbeit in ihr Dorf zurückkehrten. Ihr Verbrechen bestand in der Missachtung einer Ausgangssperre, von der sie nichts wissen konnten - was den Mördern im übrigen durchaus bekannt war. Bitte lesen Sie hier weiter.

 

 

FERNSEHTIPP !!!  - Ein erneuter Hinweis -  Wiederholung am 1.11.2011 (Allerheiligen) um 20.15 auf Bayern alpha
Am 13.10.2011 lief im WDR 3 Fernsehen der sehr gute Dokumentarfilm “Defamation” von Yoav Shamir in deutscher Erstausstrahlung
( Autor der Filme “Checkpoint” und “Flipping out” )

In "Defamation" geht Yoav Shamir der Frage nach, was Antisemitismus zwei Generationen nach dem Holocaust bedeutet. Dabei findet er auch eine alarmierende Antwort - Antisemitismus sei demnach ein identitätsstiftendes Moment nicht nur für Antisemiten, sondern auch für die Juden selbst ...
Filminhalt hier!!!! http://www.wdr.de/tv/kinozeit/dokufilm/sendungsbeitraege/2011/1013/index.jsp

Weitere Informationen hier: http://www.defamation-thefilm..com/

Difamacao (Defamation) - A Indústria do Antissemitismo - Yoav Shamir - (englischsprachig)

 

 

“Save the Land – Donate an Olive Tree Seedling” Campaign - The National Committee for Resisting Settlement and Apartheid Wall in Beit Ommar and Palestine Solidarity Project - Dear All, The National Committee of Beit Ommar and Palestine Solidarity Project (PSP ) declare the start of: “Save the Land – Donate an Olive Tree Seedling” Campaign - In light of the escalation of Israeli occupation and its settlers’ attacks against the Palestinian human, land, trees and properties,mainly in area “C” ( under full Israeli control). The Israeli settlers are always attacking the Palestinian farmers, seizing their land, cutting down trees and destroying crops mostly during the olive harvest season. “Save the land” campaign aims to raise necessary funds to buy olive seedlings >>>

 


31.10.2011
 

 

Meilensteine in der Geschichte der israelischen BDS-Bewegung - Rachel Giora - Das Aufkommen der israelischen Bewegung, Boykott, Divestment und Sanktionen (BDS) ist durch eine Reihe von Faktoren beeinflusst worden. Im Wesentlichen ist  in Israel die Bewegung jedoch  reaktiv – eine Antwort auf (a) internationale Aufrufe, die Traumata folgen und (b) Ideen, vor allem jene, die das südafrikanische Modell in den internationalen  und israelischen Diskurs brachten;  und vielleicht am Bedeutendsten, sie entwickelte sich als Antwort auf Aufrufe von Palästinensern an die internationale Gemeinschaft, Israel zu boykottieren, sich wirtschaftlich von ihm zu trennen und zu sanktionieren. Auch wenn die Geschichte der BDS-Bewegung in Israel hier chronologisch überblickt wird, nehme ich an, dass all diese Faktoren miteinander wirkten und zusammen die Entwicklung der BDS-Bewegung international und in Israel beeinflussten. Die größere Rolle der israelischen BDS-Bewegung ist die gewesen, die internationale BDS-Aufrufe gegen Israel unterstützten und sie nicht als antisemitisch legitimierten, dass sie nicht gegen Israelis ist, sondern gegen die israelische Regierungspolitik, und so legitime gewaltfreie Mittel unterstützt, durch die die palästinensische Zivilgesellschaft die Rechte und Freiheit ihres Volkes reklamieren kann.  Außer der Solidarität mit den Palästinensern ist hinter der israelischen BDS-Bewegung  als treibende Kraft die Erkenntnis der kriminellen Besatzung und Unterdrückung des palästinensischen Volkes gewesen, wie sie von israelischen Regierungen praktiziert und ohne internationalen Druck nicht beseitigt wird. 1. Das Erwachen – die Al-Aqsa-Intifada - Der 1.BDS-Aufruf in Israel wurde im Februar 1988 von „Matzpen“  während des ersten Jahres der ersten Intifada initiiert. Sie rief Israelis dazu auf, keine Produkte aus jüdischen Siedlungen zu kaufen. So konnten sich Israelis von den Siedlungen in den besetzten Gebieten einschließlich der Golanhöhen trennen. Dieser Aufruf der eine Liste von Siedlungsprodukten einschloss, wurde auch unter den ausländischen Missionen in Ost-Jerusalem verteilt. Im März 1988 veröffentlichte eine Gruppe, die sich „das 21.Jahr“ nannte, einen „Vertrag für den Kampf gegen die Besatzung“, in dem seine Mitglieder ihre Verweigerung erklärten, „mit der Besatzung zusammen zu arbeiten, und versprachen folgendes: nie die besetzten Gebiete  ohne Einladung ihrer arabischen Bewohner zu betreten, ihren Kindern nicht zu erlauben,  sich der rassistischen Ausrichtung  >>>

Global BDS Movement  - Academic/Cultural Boycott  - Consumer Boycott  - Sports Boycott
BDS Kampagne - Deutschland >>>
BDS Info - Info Schweiz >>>
KoPI Palästina Israel: BDS - Boykott ... >>>
BAB - Berlin Academic Boycott >>>
Bremer Netzwerk - Protestpostkarten  >>>
Frauen Netzwerk Nahost - Boykott israelischer Produkte Waren aus Israel und den illegalen Siedlungen Strichcode 729 >>>
Frauen Netzwerk Nahost - Wissen Sie woher diese Früchte kommen? >>>
List of Products from Settlements in the Occupied Territories >>>
Aufruf an israelische Soldaten, Kriegsverbrechen zu stoppen >>>
Gush Shalom >>>

Dokumentation - BDS - Boykott, Desinvestition  und Sanktionen >>>
Collagen BDS - Boykott, Desinvestition  und Sanktionen >>>
Videos zum Nahostkonflikt - BDS - Boykott der Waren aus Israel, aus den besetzten Gebieten >>>

 
 

Zur aktuellen Situation im israelisch-palästinensischen Konflikt: Vortrag von Dr. Ludwig Watzal zur Wanderausstellung „Die Nakba“ im Heidelberger Palmyra Verlag - Sebastian Tschorn - Im Rahmen der vom 23. Oktober bis zum 12. November in den Räumlichkeiten des Heidelberger Palmyra Verlags gastierenden Ausstellung „Die Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948“ hielt der bekannte Publizist und Nahostexperte Dr. Ludwig Watzal am vergangenen Freitag einen Vortrag, in dem er einen Überblick über Geschichte und aktuelle Entwicklung des israelisch-palästinensischen Konflikts lieferte. Watzal, Politikwissenschaftler und Autor zahlreicher Bücher, Artikel und Rezensionen zum Nahostkonflikt, ist seit Jahren einer der profiliertesten Kritiker der israelischen und westlichen Palästinapolitik und von daher besonderes Zielobjekt proisraelischer Kreise in Deutschland. So forderten der Zentralrat der Juden und andere jüdische Organisationen im Jahr 2008 Watzals Entlassung als Mitarbeiter der Bundeszentrale für politische Bildung, der er seit 1986 angehört. Der Sprecher der Behörde, Raul Gersson, wirft Watzal vor, die Angriffe von Hamas und Hisbollah auf Israel zu verharmlosen, und spricht von einem „skandalösen“ Verhalten des Kollegen – was dieser wiederum als unkollegiales Verhalten und öffentliche Bloßstellung kritisiert. Obgleich dieser massive Druck Watzal bisher nicht zum Schweigen bringen konnte, hob der Referent dennoch gleich zu Beginn seines Vortrags hervor, dass er am heutigen Abend nicht als Mitarbeiter der Bundeszentrale spreche, sondern lediglich seine Meinung als freier Journalist wiedergeben werde. So bot er in seinem anschließenden Vortrag denn auch eine Analyse, in der nicht – wie von westlicher Politik und Medienberichterstattung mehrheitlich vertreten – die muslimischen Akteure Hamas, Hisbollah und Iran als die Friedensfeinde schlechthin erschienen, sondern viel eher die seit >>>                            Foto aus dem Archiv

 
 

Israel auf dem Rückzug - Abschied von der Politik: Drei persönliche Blicke auf das Land heute  - Jörg Bremer berichtete 18 Jahre lang aus Israel und den Palästinensergebieten – eine lange Zeit, die ihm einen nachhaltigen Blick auf die politischen Entwicklungen ermöglichte. Um dieses Kapitel in seinem Leben abzuschließen, schrieb er das Buch „Unheiliger Krieg im Heiligen Land“. Darin schildert er seine persönlichen Erfahrungen als Korrespondent der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ in Jerusalem, seine Rettung bei einem Feuergefecht und wie seine Familie bei einem Terroranschlag knapp entkam. Aus Bremers unspektakulären Begegnungen mit sieben israelischen Ministerpräsidenten lässt sich ein wichtiger Satz Jitzak Rabins filtern: Rabin erklärt darin seine Eile beim Friedensprozess mit den Palästinensern mit seiner Angst vor dem Erstarken der Islamisten, die dabei waren, einen politischen Konflikt in einen religiösen zu verwandeln. Weil er Rabins Politik verteidigte, wurde Bremer von seinem ersten israelischen Freund und Israels ehemaligem UN-Botschafter, Professor Yehuda Blum, als Feind Israels abgestempelt. Der politische Streit zerstörte die Freundschaft. >>>

 
 

Warum rauscht der zionistische Blätterwald in Israel, den USA und Deutschland wegen einer von Kindern für Kinder gestalteten Broschüre? - Ernst Herbst - Die beiden Karikaturen können doch nicht die Ursache sein. Wenn jemand Antisemitismus sucht, dann kann ...er ihn allenfalls auf dem Bild der palästinensischen Schule finden, als Antiarabismus (bekanntlich sind Araber auch Semiten). Die Spinnennetze und das herabhängende Schild "Palestine" bedienen das Vorurteil vom schlampigen und schmutzigen Araber. Vor dem Ausbruch der Zweiten Intifada, provoziert durch einen Auftritt des Kriegsverbrechers, der damals Israel regierte- sein Name sei vergessen, nicht mal die Hölle will ihn aufnehmen - war ich mit einer kleinen Gruppe von Freunden Palästinas in Gaza. Beim Besuch eines Flüchtlingslagers kamen wir an einer von der UNO finanzierten Schule vorbei. >>>

 


28.10.2011
 

 

Israel zensiert palästinensische Schulbücher in Ost-Jerusalem -  Jalal Abukhater - Während die Mainstream-Medien mit großen Geschichten dominieren, erhalten die anderen nicht genügend Aufmerksamkeit. Z.B. Israels Jerusalemer Bildungsministerium (JEA) entschied kürzlich, dass alle privaten Schulen in Ost-Jerusalem zensierte Schulbücher verwenden müssten. Das JEA ist eine gemeinsame Körperschaft der Jerusalemer Stadtverwaltung und dem israelischen Bildungsministerium. Im Augenblick sind die öffentlichen palästinensischen Schulen in Ostjerusalem schon von der JEA gezwungen, die zensierten Schulbücher zu benützen. Und nun zwingt die JEA auch die privaten Schulen diese Bücher zu benützen, trotz der Tatsache, dass sie keine Autorität über sie hat. Die Entscheidung ging von einer Initiative des Knessetmitglieds Alex Miller von Yisrael Beiteinu aus, der auch der Vorstand des Knesset Bildungskomitees ist. Miller erklärte, dass  in Ost-Jerusalem das ganze Kurrikulum israelisch sein müsse. Zu Beginn des akademischen  Schuljahres 2011-2012 protestierten Studenten und Eltern gegen diese Entscheidung  ihren Schulen die zensierte Curricula aufzuzwingen. Schüler und Eltern drohten damit, ihren Protest auszuweiten, wenn JEA ihren Druck aufrecht erhält und sagten, sie würden nicht weiter in die Schulen gehen, wenn die Schulverwaltung  den Bedingungen der JEA  nachgibt. Diese Aktion des israelischen Bildungsministerium ist nach dem Internationalen Recht vollkommen illegal, da dieses Ost-Jerusalem als besetztes Gebiet betrachtet wird >>>

 

 

Allah wahduhu ya'rif - Gott allein weiß es - Peter Scholl-Latour über Arabien im Umbruch, Enttäuschungen und Befürchtungen - Er ist der Doyen unter den Orient- und Islamkennern. Seine Analysen und Prognosen haben sich fast alle bewahrheit. Umso gespannter darf man auf das neue Buch von Peter Scholl-Latour sein, das heute erscheint: »Arabiens Stunde der Wahrheit. Aufruhr an der Schwelle Europas« (Propyläen, 400 S., geb., 24,99 €). Der langjährige ARD-Korrespondent verknüpft 60-jährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens mit aktuellen Reiseeindrücken aus Nordafrika und Nahost. Mit Peter Scholl-Latour sprach für das "neue deutschland" (ND) Karlen Vesper. - ND: Herr Professor Scholl-Latour, was derzeit in Nordafrika geschieht, muss für Sie unglaublich aufregend sein. Hat Sie der Arabische Frühling überrascht? - Es war eine freudige Überraschung. Aber von Frühling kann nicht mehr die Rede sein. Es bleibt zu hoffen, dass der arabische Herbst nicht in einen frostigen Winter umschlägt. >>>

 


Ein Blick aus der Villa -  Uri Avnery - DAS TÖTEN von Muammar Gaddafi und seinem Sohn Muatasim war kein schöner Anblick. Nachdem ich sie einmal gesehen hatte, schaute ich weg, wenn sie wieder und wieder im TV gezeigt wurden – buchstäblich ekelerregend. Das kommerzielle Fernsehen existiert natürlich, um für die Magnaten Geld zu machen, indem es die niedrigsten Instinkte und Geschmäcker der Massen  anspricht. Dort scheint es einen unersättlichen Appetit auf grausame Bilder zu geben. Aber in Israel gab es noch ein anderes Motiv, um diese Lynchszenen wiederholt zu zeigen, wie die Kommentatoren mehr als deutlich zu verstehen geben. Diese Szenen beweisen – ihrer Meinung nach – die primitive, barbarische, mörderische Natur der arabischen Völker und auch des Islam als solchen. Ehud Barak beschreibt gerne, Israel liege wie eine „Villa mitten im Dschungel“. Jetzt wird dies von der großen Mehrheit unserer Medienleute akzeptiert. Sie lassen keine Gelegenheit aus, um darauf hinzuweisen, dass wir in einer „gefährlichen Nachbarschaft“ leben – indem sie klar machen, dass Israel eigentlich nicht in diese Nachbarschaft gehört. Wir sind ein zivilisiertes, westliches Volk, leider von diesen primitiven Wilden umgeben. (...)  meine erste Reaktion auf den Anblick war:  Mein Gott, wie sehr muss ein Volk seinen Herrscher gehasst haben, wenn es ihn so behandelt! Offensichtlich haben die Jahrzehnte >>>

 

Finsterer Schatten des Zweifels - Rudolf Stumberger - Militär-Intervention in Libyen: Wie sich doch die Blickwinkel unterscheiden können - Wir Menschen leben mitunter in ziemlich verschiedenen Welten. Diesen Satz hält man jedenfalls dann für zutreffend, beschäftigt man sich mit zwei aktuellen, aber völlig entgegengesetzten Schlussfolgerungen zur gleichen Sache: dem Nato-Krieg in Libyen. So wertet eine Studie der SPD-nahen Friedrich-Ebert-Stiftung (Die Zukunft der "Responsibility to Protect" nach dem Fall Gaddafis) den dortigen militärischen Einsatz "zweifellos" als "Erfolg". Zu einem völlig anderen Ergebnis kommt hingegen der Hamburger Völkerrechtsprofessor Reinhard Merkel (Die Intervention der NATO in Libyen. Völkerrechtliche und rechtsphilosophische Anmerkungen zu einem weltpolitischen Trauerspiel.). Er spricht von einer "verheerenden Bilanz" zehntausender Toter und von einer schweren Beschädigung von Völkerrechtsnormen. >>>

 

 

Der Shalit-Deal hätte Israels Haltung gegenüber Hamas verändern sollen - Gideon Levy - Selbst mitten im Gefangenenaustausch gab es Gehirnwäsche, wurden Ängste geschürt, wurde mit aller Stärke und Hässlichkeit dämonisiert und entmenschlicht. Man sagte uns, Hamas sei eine blutdurstige Bande. Man sagte uns, dort gäbe es keinen, mit dem man verhandeln kann. Man sagte uns, der israelische Nachrichtendienst sei der beste in der Welt und dass wir alles wüssten, was es über diese grausame Bande zu wissen gibt (nur nicht, wo Gilad Shalit versteckt worden war). Und siehe da, die extremste rechte Regierung in der Geschichte des Landes führt ernste Verhandlungen mit dieser fundamentalistischen Bande und kam zu einem ernsthaften Abkommen mit ihr. Und , als wäre dies noch nicht genug - diese "Bande" hält ihr Wort. Aber regen wir uns darüber nicht zu sehr auf. Man kann sich auf Israel verlassen, dass es in Folge des Shalit-Deal die Dinge nicht umkrempelt in Bezug zur Hamas. Das Meer bleibt dasselbe, und in den Augen der Israelis (und den US) bleiben die Araber dieselben und Hamas dieselbe - auch >>>

 

 

Bil'in: Ashraf Abu Rahma für unbestimmte Zeit verhaftet - Institut für Palästinakunde -  In 2008 fesselten sie Ashraf, verbanden ihm die Augen - drohten ihn zu erschiessen und schossen ihm in den Fuß. 2009 hatten sie einen Bruder, Basem, und 2010 seine Schwester, Jawaher, getötet. Getötet bei rechtmässigen Demonstrationen gegen den Raub von mehr als 60% des Grunds ihres Dorfes, Bilin. Unzählige Male haben sie ihn verhaftet und verletzt - und nun wollen sie ihn festhalten, wer weiss für wie lange. Ich weiss nicht was ich denken soll. Ich kann es nicht glauben.  Bitte lesen Sie die folgenden Artikel, um zu verstehen was sie Ashraf schon selber angetan haben, und was davor seiner Familie. Ashraf ist ein guter Freund von mir ..
Ergänzende Links:
Military Court Orders the Indefinite Remand of Bil'in Protester who was Shot while Bound and Blindfolded in 2008
Ashraf Abu Rahmah, brother of two Bi'lin casualties, arrested during protest

Ashraf Abu Rahmah, brother of two Bil’in casualties, arrested during protest

 

 

Allah wahduhu ya'rif - Gott allein weiß es - Peter Scholl-Latour über Arabien im Umbruch, Enttäuschungen und Befürchtungen - Er ist der Doyen unter den Orient- und Islamkennern. Seine Analysen und Prognosen haben sich fast alle bewahrheit. Umso gespannter darf man auf das neue Buch von Peter Scholl-Latour sein, das heute erscheint: »Arabiens Stunde der Wahrheit. Aufruhr an der Schwelle Europas« (Propyläen, 400 S., geb., 24,99 €). Der langjährige ARD-Korrespondent verknüpft 60-jährige Erfahrung als Chronist des Weltgeschehens mit aktuellen Reiseeindrücken aus Nordafrika und Nahost. Mit Peter Scholl-Latour sprach für das "neue deutschland" (ND) Karlen Vesper. ND: Herr Professor Scholl-Latour, was derzeit in Nordafrika geschieht, muss für Sie unglaublich aufregend sein. Hat Sie der Arabische Frühling überrascht? Es war eine freudige Überraschung. Aber von Frühling kann nicht mehr die Rede sein. Es bleibt zu hoffen, dass der arabische Herbst nicht in einen frostigen Winter umschlägt. >>>

 

 

Settlers succeeding in hostile takeover of Israel - Do you really want to live in a country where the heads of the settlement enterprise allocate its lands, plan its nature sites, rule on its laws and are increasingly controlling its lifestyles? - Gideon Levy - Phase I was long since declared an unqualified success: The settlers gained control of the occupied territories, using their power and their construction projects to thwart any just arrangement. But anyone who thought they would settle for controlling the West Bank should take a look at Phase II of the plan, which is at its height and already a success story. Now, after the hostile takeover of the West Bank, comes the takeover of the state. Now that their lust for land has been slightly slaked they have turned their attention to much broader areas than their own considerable domain. From now on, Yesha is truly here. >>>

 


29.10.2011
 

 

Kommentar des Monats November 2011 für: "Das Palästina Portal"
von Abraham Melzer

Dieter Graumann und die Palästinenser
 

Antisemiten glauben, dass alle Juden reich und klug seien. Sie müssten mal Dieter Graumann, den Präsidenten des Zentralrats der Juden in Deutschland, kennenlernen, damit sie endlich erführen, dass es auch andere Juden gibt. In seinem antipalästinensischen Beitrag in der Jüdischen Allgemeinen vom 15.9.2011 zeigt sich Graumann von seiner proisraelischen Seite, und beweist, dass er als Freund Israels, diesem auch Schaden zufügen kann. Denn wer den Unfug liest, den Graumann geschrieben hat, muss daran zweifeln, dass hier ein verantwortungsbewusster Politiker spricht. Ich verstehe, dass er bereit ist, alles, wirklich alles, für Israel zu tun, auch wenn er Israel damit keineswegs hilft. Man fragt sich jedoch, wie ein Mensch so dogmatisch und blind sein kann, dass er den Wald vor lauter Bäumen nicht sieht, oder nicht sehen will. Schon der erste Satz in Graumanns Pamphlet ist vollkommen unverständlich und absurd: „Wer jetzt einen Staat ausruft, lobt damit die Verweigerung des Friedensprozesses“. Die Logik dieses unsinnigen Satzes mag sich mir auch nach mehrmaligem Lesen nicht eröffnen. Wann sollen die Palästinenser ihren Staat denn ausrufen, wenn nicht jetzt? Immerhin haben die Juden schon seit mehr als zweiundsechzig Jahren ihren eigenen Staat. Sollen die Palästinenser warten, bis Dieter Graumann oder der Zentralrat der Juden in Deutschland es ihnen in einem Gnadenakt erlaubt? Und wieso ist das überhaupt eine Frage, zu der Dieter Graumann uns unbedingt seine Meinung aufzwingen muss? Hat er denn in seinem Job als Präsident des Zentralrats nichts zu tun, sodass er Mahmud Abbas unbedingt seine naiven und absolut inkompetenten Ratschläge erteilen muss? Und wieso können die Palästinenser nicht mehr mit Israel verhandeln, wenn sie einen eigenen Staat haben? Ist es nicht eher so, dass sie dann noch mehr Interesse an einem Frieden haben müssten, um das soeben Erreichte nicht zu gefährden? Und dass man sehr wohl weiterverhandeln kann, obwohl man bereits unabhängig ist, beweist doch der Fall Südsudan. Aber wir sollten uns nicht allzu viele Gedanken über diese absurde Logik und politische Inkompetenz machen, die sich Graumann sicher bei Lieberman oder jedem anderen rechtsradikalen israelischen Politiker abgeschaut hat, um sich als würdiger Vertreter >>>                    Collage E. Arendt - Vergrößern und mehr >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 21. 10.2011

Bilin: Oliven brennen, Ashraf festgenommen  (21.10.2011) - Sobald die Demonstranten die israelische Mauer erreichten, wurden sie von der israelischen Besatzungsarmee angegriffen und mit einer unverhältnismässig grossen Menge Tränengas beschossen. Etwa zwanzig Bäume und Büsche auf dem trockenen, sonnenverbrannten Gelände fingen Feuer. Wenig später drangen einige Armeejeeps in das Dorfland ein und Soldaten nahmen  Ashraf Abu Rahmah fest, einfach weil er mit ihnen diskutierte, und brachten ihn zu Israels Ofer Gefängnis bei Ramallah, zweifellos auf der Basis von haltlosen Beschuldigungen. Freiwillige von der Internationalen Solidaritätsbewegung [International Solidarity Movement=ISM] können bezeugen, dass Ashraf keine Steine bei der Demonstration warf und sich auf dem Heimweg befand. Aber es scheint, dass  die Teilnahme an einer friedlichen Demonstration und das Tragen einer Fahne für israelische Besatzungssoldaten Grund genug ist, um einen Palästinenser festzunehmen. >>>


Palästina in Oakland - Mondoweiss veröffentlichte am 26. Oktober einen Bericht von Max Blumenthal, der die Polizeireaktion auf die Protestaktion in Oakland, Kalifornien, „Occupy Oakland“ mit Reaktionen der israelischen Armee auf friedliche Proteste in der Westbank vergleicht:  „Die Repression der Polizei, wie man sie in Oakland beobachten konnte, erinnerte mich an die Taktiken, die ich bei der israelischen Armee in ihrem Vorgehen gegen Demonstrationen des palästiensischen populären Widerstandes in Dörfern der besetzten Westbank wie in Nabi Saleh, Ni’lin und Bilin beobachtet habe. Ich war deshalb nicht überrascht, als ich erfuhr, dass die gleiche Firma, die die israelische Armee mit Tränengasmunition und anderen Waffen der Massenunterdrückug beliefert, ihre gefährlichen Waren auch an die Polizei in Oakland verkauft. >>>

 

Besitzer: Israel will Land in Beit Jala für die Mauer konfiszieren - Am Sonntag gab die israelische Armee eine Militärorder an Landbesitzer im Dorf Beit Jala aus, um 37 Dunum Land in diesem Westbankdorf bei Bethlehem zu konfiszieren. Nach Aussagen eines Besitzers soll die israelische Trennmauer auf den landwirtschaftlich genutzten Feldern errichtet werden. Die Besitzer haben bei der Zivilbehörde in Etzion Klage eingelegt, wurden aber abgewiesen. >>>

 

Oxfam: Siedlerangriffe und Bau der Apartheidmauer bringen Einkommensverluste für palästinensische Bauern - Israelische Siedler werden dieses Jahr Verluste im Wert von 500 000 Dollar durch die Zerstörung von Olivenbäumen in der Westbank verursachen, warnten Oxfam und örtliche Komitees nach einem Bericht der Nachrichtenorganisation Ma’an. Nach Einschätzung von Oxfam werden Bauern dieses Jahr 50 Prozent weniger Olivenöl produzieren als im Vorjahr. „Wenn ein Olivenbaum abgebrannt wird, ist das so, als würde man das Bankkonto eines Bauern verbrennen,“ sagte der Direktor von Oxfam, Jeremy Hobbs. „Über 100 000 palästinensische Familien sind von dem Einkommen der Erntesaison abhängig. Vor allen Dingen weil es [dieses Jahr]eine schlechte Ernte ist, zählt jeder Olivenbaum.“ Nach Berichten von Oxfam wurden etwa 2500 Olivenbäume im September zerstört, 7500 im ganzen Jahr. Seit 1967 wurden 800 000 Olivenbäume zerstört, ein Verlust für die palästinensische Wirtschaft, der auf 55 Millionen Dollar  >>>

 

Olivenernte in Bil‘in und in Gaza - einige Fakten - Während vieler Jahrhunderte haben palästinensische Bauern von der Kultivierung der Oliven und der Produktion von Olivenöl gelebt; 80% des kultivierten Landes in der Westbank und Gaza sind mit Olivenbäumen bepflanzt. In der Westbank allein leben etwa 100 000 Familien vom Verkauf der Oliven und des Öls. Die Bauern verdienen etwa 25 bis 50 % ihres jährlichen Einkommens durch die Olivenernte. Mit der Intensivierung der Wirtschaftskrise ist die Ernte eine Basis für das Überleben für viele. Trotz aller Schwierigkeiten halten die Festivitäten und Traditionen während der wochenlangen Ernte die palästinensischen Gemeinden zusammen und sind eine Demonstration ihrer Besitzrechte auf das Land, das keine Besatzung auslöschen kann, nur die Vernichtung der palästinensischen Gesellschaft... Angesichts dieser erschütternden Realität sagte der palästinensische Dichter Mahmoud Darwish: „Wenn die Olivenbäume wüssten, wessen Hände sie gepflanzt haben, wäre ihr Öl zu Tränen geworden...“(Sonja Karkar)

 

In Gaza patrouillieren israelische Panzer Gazas Bauern bei der Olivenernte - Olivenanbauer und Helfer wurden am 23. Oktober bei der Olivenernte in Gaza von der israelischen Armee beschattet. Im Laufe des Tages kreisten zwei Apachehubschrauber über ihren Köpfen und wiederholt fuhren Panzer in der Nähe der Feldarbeiter auf.

Harvesting the Olives in Bil'in 15-10-2011; http://www.bilinffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=376&Itemid=1
http://electronicintifada.net/content/heritage-uprooted/7126#.TppAzXKwUwM
http://palsolidarity.org/2011/10/israeli-tanks-patrol-olive-farmers-in-gaza/

 

 “Wir wollen schlafen”: Der 10-jährige Abed Khaled berichtet aus Bil’in - Von Hamdi Abu Rahma - Abed Khaled ist Iyad Burnats zweiter Sohn. Er erzählt von seinem Leben im Westbankdorf Bil’in, vor allem von den Nächten, in denen die israelische Armee Razzien auf das Haus seiner Familie ausführt. Sein Vater ist ein führendes Mitglied des örtlichen Bürgerkomitees, das den friedlichen Widerstand des kleinen Dorfes gegen die israelische Besatzung organisiert. “Mein Haus ist der Ort, wo ich mich am sichersten fühle, bei meinen Eltern, zusammen mit meinen Brüdern und Schwestern. Das hat sich allerdings seit den nächtlichen Razzien geändert. Bisher ist die Armee fünf Mal in unserem Haus eingedrungen, immer in der Nacht. Einmal schliefen meine Brüder und ich schon, während meine Mutter und Schwester ausgegangen waren. Wir wurden von der lauten Explosion einer Lärmbombe aufgeweckt. Soldaten wollten in unser Haus eindringen. Ich ging >>>

Übersetzt und zusammengefasst von Martina Lauer

 

Abdallah  Frangi - Der GesandtePalästinenser werden "es nicht alleine schaffen" - Ex-Diplomat Frangi fordert stärkere Unterstützung Europas - Der ehemalige Generaldelegierte Palästinas in der Bundesrepublik, Abdallah Frangi, ist enttäuscht über die fehlende deutsche Unterstützung des UNESCO-Beitritts seines Landes. Eine Mitarbeit bei der Weltkulturorganisation sei ein Bekenntnis der Palästinenser zum friedlichen Dialog - mit allen Ländern und besonders auch mit Israel. Klaus Pokatzky: Kein westliches Land hat so viel für den Aufbau der Infrastruktur in den palästinensischen Autonomiegebieten getan wie Deutschland. Für die vier Millionen Menschen im Westjordanland und dem Gazastreifen haben die Deutschen Straßen und Klärwerke gebaut, Tiefbrunnen und Müllverbrennungsanlagen. Die Bundesdruckerei hat jahrelang die Pässe und die Briefmarken für die Palästinenser gedruckt.  Das alles steht in dem Buch "Der Gesandte - mein Leben für Palästina", das Abdallah Frangi gestern in Berlin vorgestellt hat  >>>
 

Abdallah Frangi - Der Gesandte - Mein Leben für Palästina. Hinter den Kulissen der Nahost-Politik
Originalausgabe - Gebundenes Buch mit Schutzumschlag, 432 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
mit 24-seitigem Farbbildteil - ISBN: 978-3-453-19354-3 | ca. € 21,99 [D] | € 22,70 [A] | CHF 31,50* (empf. VK-Preis) - Verlag: Heyne

 
 

Interview: Der Nahost-Diskurs ist ideologisiert - Dr. Arshin Adib-Moghaddam - Dr. Arshin Adib-Moghaddam ist politischer Analyst und Professor in Vergleichender und Internationaler Politikwissenschaft mit dem Schwerpunkt Naher- und Mittlerer Osten - (...) Ich habe mich in dem Buch gefragt, warum wir im 21. Jahrhundert immer noch in fundamentalistischen Kategorien denken. Warum ist es im „Kampf gegen den Terror“ immer noch möglich, von einem Krieg zwischen Zivilisation und Barbarei zu sprechen, Kategorien zu verwenden, die zum ersten Mal von Herodot und dem persischen Reich der Antike erfunden wurden? Warum konnte der Terroranschlag auf die USA am 11. September 2001 ideologisch-islamistisch aufgearbeitet werden? Warum glauben so viele Menschen an unüberwindbare Unterschiede zwischen Nationen und Zivilisationen, wenn eine kritische Weltgeschichte doch mehr Gemeinsamkeiten als Unterschiede aufwirft? Wie konnte der Orient vom Westen getrennt werden, wenn doch Jesus in Bethlehem geboren wurde? Und wenn wir für einen kurzen Moment das Argument des deutschen Innenministers Hans Peter Friedrich (CSU) akzeptieren würden, dass Deutschland in erster Linie vom Christentum und der Aufklärung geprägt ist, so müssen wir doch gleichzeitig akzeptieren, dass der Orient - über Jesus und Abraham - schon lange in Deutschland ansässig ist. Es sei denn wir würden sie als Gastarbeiter ansehen, die uns bald wieder verlassen werden. Der Orient war doch schon immer im Okzident und der Okzident war doch schon immer im Orient. Das Deutschland von der Aufklärung geprägt ist, kommt der Sache schon näher, jedoch verdeutlicht das Buch ja auch - in Anlehnung an Theodor Adorno und Max Horkheimer - dass der Holocaust ohne die Aufklärung unmöglich gewesen wäre. Das Zeitalter der Aufklärung war nicht nur das Zeitalter des Kolonialismus, sondern auch das Zeitalter der Rassentheorie. Das ist in der politischen Wissenschaft doch schon lange klar festgestellt. Die Aufklärung hat auch Individuen wie Carl Hagenbeck hervorgebracht, nachdem der Zoo in Hamburg benannt ist, und der sein Geld mit Menschenzoos verdient hat.  Die Kategorien Okzident und Orient, Zivilisation und Barbarei, Islam und Westen sind für mich und viele andere meiner Generation bedeutungslos und provinziell. Lasst uns doch heutzutage komplexer denken >>>

 


28.10.2011
 

3 neue Bücher - erschienen im LAIKA Verlag, jetzt im Handel.

»Russell Tribunal Palästina«

Nicht zuletzt durch den israelischen Angriff auf Gaza im Dezember 2008 konstituierte sich am 4. März 2009 das Russell Tribunal zu Palästina. Zu den Unterstützern zählen u. a. Tarik Ali, Breyten Breitenbach, Judith Butler, Eduardo Galeano, Johan Galtung, Costa Gavras, Ken Loach, Harold Pinter und Jean Ziegler. Das erste Tribunal tagte vom 1. Bis 3. März 2010 in Barcelona, die zweite Sitzung fand vom 20. bis 22. November 2010 in London statt. Weitere werden in Südafrika und den USA folgen.

Der Laika-Verlag veröffentlicht in Zusammenarbeit mit der Russell Peace Foundation und dem englischen Verlag Pluto Press die Ergebnisse des Russell-Tribunals zu Palästina. Mit Texten von: Asa Winstanley, Frank Barat und Alice Walker     -  ISBN: 978-3-942281-07-2

 

Saree Makdisi
»Palästina – Innenansichten einer Belagerung«

Saree Makdisi, Professor für englische Literatur und vergleichende Literaturwissenschaft an der UCLA in Los Angeles, ein Neffe des 2003 verstorbenen Harvard-Professors Edward Said, legt mit Palästina – Innenansichten einer Belagerung keine neue Chronik israelischer Besatzungspolitik seit 1948 vor, sondern eine detaillierte Untersuchung des alltäglichen Lebens der Menschen, die einem auf Militärrepression gegründeten kolonialen Besatzungsregime ausgesetzt sind. Saree Makdisi belegt anhand bisher unveröffentlichter Dokumente aus den israelischen Militärarchiven und anhand der minutiösen Dokumentation der Fragmentierung palästinensischer Gebiete seine Sicht, dass eine Zweistaatenlösung längst illusorisch geworden ist. Makdisi sieht als einzige realistische Alternative einen multiethnischen, demokratischen Staat.

Saree Makdisis Buch, nominiert für den „Humanitarian Book Award“, wurde vom amerikanischen Ex-Präsidenten Jimmy Carter als „eines der wichtigsten und besten Bücher der letzten Jahre zum Nahost- Konflikt“ bezeichnet.     ISBN: 978-3-942281-90-4   |   420 Seiten  |  21€



Regis Debray
»Brief an einen israelischen Freund«

ISBN: 978-3-942281-03-4  |  112 Seiten -  14,90€

 

Druck auf Palästinenser bei Unesco - USA und EU wollen Votum über Mitgliedschaft stoppen - (...) Der 58-köpfige Unesco-Exekutivrat hat sich im Oktober für den palästinensischen Antrag ausgesprochen und ihn an die Versammlung der Mitgliedstaaten übergeben. Die notwendige Zwei-Drittel-Mehrheit gilt den Palästinensern dort als sicher. Laut Diplomaten bemühte sich die - intern uneinige - EU in den Verhandlungen vor allem um zwei mögliche Lösungswege: Entweder die Abstimmung ganz zu verschieben und dafür zu einem späteren Zeitpunkt eine Sonder-Generalkonferenz einzuberufen. Oder zwar abzustimmen, aber das Ergebnis zu suspendieren, bis der palästinensische Antrag auf UN-Mitgliedschaft in New York entschieden worden sei. Der Sicherheitsrat könnte Anfang November darüber entscheiden. Als dritte Alternative war laut Diplomaten im Gespräch, den Palästinensern zunächst nur den Beitritt zu bestimmten Abkommen zu ermöglichen >>>

 
 

Eine Frage des Überlebens - Die deutsche Rüstungsindustrie drängt auf eine Steigerung des Exports von Kriegsgerät. Damit zieht die Branche, die bereits jetzt eine Ausfuhrquote von rund 70 Prozent erreicht, auch eine Konsequenz aus den Einsparungen im Bundeswehretat, deren letzte Einzelheiten Verteidigungsminister Thomas de Maizière am gestrigen Mittwoch bekanntgegeben hat. Angesichts der Tatsache, dass der deutsche Militärhaushalt nicht unbegrenzt wachse, sei die Frage, ob es gelinge, die Rüstungsexporte zu steigern, "eine Frage des Überlebens", erklärt der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV). Sofern Berlin die deutschen Waffenschmieden erhalten wolle, "müssen wir in den Export gehen". Gleichlautende Forderungen erheben die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT) und die IG Metall. Dabei setzt die Industrie auf aktive Unterstützung durch die Politik. Sie verlangt unter anderem eine schnellere Erteilung von Ausfuhrgenehmigungen, die Einrichtung einer Exportagentur und Schritte auf europäischer Ebene, um die deutschen Hersteller gegenüber der Konkurrenz aus Frankreich und anderen Ländern zu stärken. Zielregionen sind unter anderem die Krisengebiete der arabischen Welt. - Der einzige Weg - Mit der Forderung nach einer massiven Steigerung der Ausfuhr von Kriegsgerät sind Vertreter der deutschen Rüstungsindustrie in der letzten Zeit an die Öffentlichkeit gegangen. "Es ist eine Frage des Überlebens: Wollen wir diese Industrie erhalten oder wollen wir sie nicht erhalten?", erklärt etwa Christian-Peter Prinz zu Waldeck, der Geschäftsführer des Bundesverbandes der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV): "Wenn wir sie erhalten wollen, dann müssen wir in den Export gehen".[1] Ähnlich äußert sich nicht nur die Deutsche Gesellschaft für Wehrtechnik (DWT), sondern auch die IG Metall. >>>

 
 

Sprechen über die Besatzung – Israelische Soldaten brechen das Schweigen  - Ich kann dir sagen, wann ich ausgerastet bin. Wir waren in Gaza im Einsatz. … Wir hockten in einem Graben, und da waren Kinder, die immer näher kamen und Steine warfen. In den Vorschriften heißt es, wenn einer so nah an dich rankommt, dass er dich mit einem Stein treffen kann, dann kann er dich auch mit einer Granate treffen … Also hab ich auf ihn geschossen. Er war vielleicht zwölf oder fünfzehn Jahre alt. Ich glaube nicht, dass ich ihn getötet habe. Jedenfalls rede ich mir das selbst ein, für meinen inneren Frieden, damit ich nachts besser schlafen kann. Ausgerastet bin ich, als ich aus lauter Verzweiflung mit meinen Freunden, mit meiner Familie darüber gesprochen habe, dass ich verdammt noch mal [mit einer Waffe] auf jemanden gezielt und ihm ins Bein geschossen hab, oder in den Arsch. Alle waren froh, [sie meinten,] ich solle erleichtert sein, ich sei ein Held, sie erzählten es in der Synagoge >>>

 
 

The Negev's Hot Wind Blowing - Jonathan Cook  - Over the past 15 months the dusty plains of the northern Negev desert in Israel have been witness to a ritual of destruction, part of a police operation known as Hot Wind. On 29 occasions since June 2010, hundreds of Israeli paramilitary officers have made the pilgrimage over a dirt track near the city of Beersheva to the zinc sheds and hemp tents of al-‘Araqib. Within hours of their arrival, the 45 ramshackle structures -- home to some 300 Bedouin villagers -- are pulled down and al-‘Araqib is wiped off the map once again. All that remains to mark the area’s inhabitation by generations of the al-Turi tribe are the stone graves in the cemetery. The al-Turis are determined to stay on their ancestral lands to maintain their traditional >>>

 

 

The Story of a Political Prisoner – Majde Mahmoud Za’aqiq - Name: Majde Mahmoud Za’aqiq - Marital Status: Divorced - Father of two children - Profession: Teacher - Age: 41 years - Nationality: Palestinian - Address: Beit Ommar - Currently: Detained in Israeli occupation prisons. Charge: peaceful resistance to the occupation and defense of human rights. - The story of detention started 25/8/2011 – the month of holy Ramadan. Madje was fasting. The day of detention was a Saturday, the day we usually go to protest -non-violent march, against the settlement and the Israeli apartheid wall. Our weapons that day consisted of: the power of right, banners, flags, good will, dreams, hopes, the justice of our cause and our defense of Palestinian human rights and humanity as a whole. >>>

 


25.10.2011
 

 

Keine U-Boote mehr für Israel? Merkel erwägt Lieferstopp - In der Bundesregierung wird offenbar darüber nachgedacht, keine U-Boote mehr an Israel zu liefern. Grund für diese Entscheidung ist nach Angabe israelischer Medien die Unzufriedenheit Deutschlands mit der israelischen Siedlungspolitik. - Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erwägt, die Lieferung von U-Booten an Israel einzustellen. Die Zeitung "Jediot Ahronot" berichtete unter Berufung auf "hohe" israelische Regierungskreise, dies sei eine Reaktion auf die israelische Siedlungspolitik im Ostteil Jerusalems >>>

U-Boot-Deal Deutsch-israelische Irritationen - Bundeskanzlerin Angela Merkel will eine U-Boot-Lieferung angeblich verhindern. - Charles A. Landsmann - Aus Ärger über die israelische Siedlungspolitik im arabischen Ostjerusalem? - Die Bundesregierung überlegt angeblich, die Lieferung eines weiteren U-Boots an Israel zu stoppen. Dies meldet die große israelische Zeitung „Yedioth Ahronoth“ auf den ersten Seiten ihrer Mittwochsausgabe unter der Schlagzeile „U-Boot- Krise“ und kommentiert: „Die Absicht Merkels, Israel nicht das sechste U-Boot zu liefern, löste tiefe Sorge in Israel aus.“ Hochgestellte Militärs hätten sich deshalb an ihre deutschen Kollegen gewandt, schreibt Israels bekanntester Nachrichtenjournalist Schimon Schiffer. Im Tel Aviver Verteidigungsministerium wollte man nur bestätigen, dass die Lieferung des sechsten U-Boots derzeit zwischen den beiden Regierungen beraten werde – der Deal allerdings wurde bereits im Juli geschlossen. >>>

 
 

Erfreulich. Der Internetauftritt des Landesarbeitskreises (LAK) Shalom der Linksjugend ['solid] Hamburg, ein neokonservativer Hetz-Blog, ist gesperrt. Zu den Praktiken dieser und größerer Cliquen in und außerhalb Der Linken siehe besonders Die Kampagne und Diffamierung allgemein. Gefunden bei Thomas Immanuel Steinberg

 
 

Jonglieren mit Identitäten - Sayed Kashuas Roman leuchtet die Widersprüche arabisch-israelischer Biografien aus - Carsten Hueck ⋅ Sayed Kashua, Sohn eines palästinensischen Widerstandskämpfers aus dem kleinen Ort Tira nahe Tel Aviv, gehört zur Minderheit der rund zwanzig Prozent Israeli arabischer Abstammung. Im Alter von fünfzehn Jahren erhielt er ein Stipendium, verliess seine Familie, absolvierte ein prestigeträchtiges Jerusalemer Internat und studierte später Philosophie und Soziologie an der Hebrew University. Der heute Sechsunddreissigjährige gehört zum kulturellen Establishment in Israel. Für die angesehene Tageszeitung «Haaretz» schreibt er wöchentlich eine Kolumne, seine satirische Sitcom «Avoda Aravit» – Arabische Arbeit – erfreute sich bei den Fernsehzuschauern grosser Beliebtheit. >>>

 


26.10.2011
 

 
 
 

3000 Israel-Freunde unter sich - Ein Kommentar zum Bericht über den Israel-Kongress in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung - Abraham Melzer - Zumindest mit der Überschrift hatte Hans Riebsamen vollkommen Recht. Die Israel-Freunde waren unter sich und feierten sich selbst, und das ist auch gut so, denn echte Israel-Freunde können Israel schon lange nicht mehr feiern. Peinlich ist die Beteiligung deutscher Politiker und Vertreter von Kirchen und sogar Sportverbänden an diesem „ILI – I Like Israel“-Kongress. Peinlich und beschämend war auch, wie sich der Frankfurter Stadtkämmerer Uwe Becker – der wer weiß wie viele Steuergelder wieder für diese total überflüssige Pro-Israel-Veranstaltung gesponsert hat, zumindest stand die Stadt Frankfurt als Sponsorin hinter der Allianz – bei den Teilnehmern anbiederte. Becker meinte, Israel habe eine Geisel gegen viele Verbrecher eingetauscht. Das mag der israelische Standpunkt sein, insbesondere der Standpunkt der rechtsradikalen Israelis, den sich Herr Becker zu eigen macht. Für die Palästinenser und Millionen von Arabern und auch viele Deutsche sind die freigelassenen Palästinenser nicht mehr und nicht weniger als Freiheitskämpfer, die gegen eine unmenschliche Besatzungsmacht kämpfen und dazu völkerrechtlich sogar legitimiert sind. Während der Soldat Gilad Shalit ein Besatzungssoldat war, der die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens zu überwachen half und insofern eigentlich als Verbrecher vor den Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag gehört, kämpfen die Palästinenser um ein legitimes Recht, nämlich das auf Freiheit und Unabhängigkeit. Manchen juckt es jetzt sicher, zu erwidern, dass Shalit ja „nichts“ getan habe. >>>

 

Eine Resolution anlässlich des 2. Deutschen Israelkongresses 2011 demonstriert (nachfolgend in Auszügen) den Geist der falschen Freunde Israels, der Außendienststelle der israelischen Hasbaraabteilung:

"Ein verstärktes deutsches Engagement für Israel bei der Europäischen Union und den Vereinten Nationen."

"Ein eindeutiges politisches Bekenntnis zum jüdischen Staat Israel mit Jerusalem als Hauptstadt;
das Recht Israels"

"die konsequente Verurteilung islamistischer Tendenzen, die Israelhass und Antisemitismus schüren."

"Maßnahmen gegen sowie eine konsequente Bekämpfung von Antisemitismus
und der immer weiter verbreiteten Feindseligkeit gegenüber Israel in der deutschen Gesellschaft, Politik und den Medien."

"Eine Kommission zur Revision deutscher Schulbücher den Nahostkonflikt betreffend,
sodass eine angemessene, historisch korrekte Darstellung der Konfliktursachen gewährleistet ist."
Quelle

Übrigens, wie veröffentlicht, war die Firma SIXT eine der Sponsoren: "Schirmherrin Regine Sixt in ihrer Ansprache, die mit ihrem Unternehmen und Engagement zahlreiche Projekte unterstützt."

 

 

"Zwei Völker, ein Staat" - Am 19. Oktober hat Fuad Hamdan in der "Süddeutsche Zeitung" einen Gastbeitrag unter dem Titel "Zwei Völker, ein Staat" veröffentlicht. Folgenden Leserbrief habe ich dazu geschrieben, der aber nicht abgedruckt worden ist. - Dr. Ludwig Watzal - Theodor Herzl für die Realisierung der Utopie einer Ein-Staaten-Lösung für den Nahostkonflikt in Anspruch zu nehmen, ist vermessen. Seit einigen Jahren - und zuletzt auf einer Konferenz in Stuttgart -wurde in einer so genannten Stuttgarter Erklärung für diese These geworben. Ihre Protagonisten offenbaren durch diese Forderungen ihre Unkenntnis über die Ursprünge und die Ziele des Zionismus. Aufgrund des latenten Antisemitismus in Europa des 19. Jahrhunderts ging es dem Zionismus immer nur um die Lösung der Judenfrage (Herzl), und zwar in einem eigenen Staat für das jüdische Volk. Für die Lösung der Palästinenserfrage fühlt sich der Zionismus nicht zuständig. In Israel gibt es vielleicht ein Dutzend Israelis, die sich für einen bi-nationalen einsetzen. Ihr politischer Einfluss ist gleich Null. Vor der Staatsgründung war dies anders. >>>

Lösungsvorschlag für den Nahostkonflikt Zwei Völker, ein Staat - Ein Gastbeitrag von Fuad Hamdan >>>

 

FERNSEHTIPP !!!  - Wiederholung am 1.11.2011 (Allerheiligen) um 20.15 auf Bayern alpha
Am 13.10.2011 lief im WDR 3 Fernsehen der sehr gute Dokumentarfilm “Defamation” von Yoav Shamir in deutscher Erstausstrahlung
( Autor der Filme “Checkpoint” und “Flipping out” )

In "Defamation" geht Yoav Shamir der Frage nach, was Antisemitismus zwei Generationen nach dem Holocaust bedeutet. Dabei findet er auch eine alarmierende Antwort - Antisemitismus sei demnach ein identitätsstiftendes Moment nicht nur für Antisemiten, sondern auch für die Juden selbst ...
Filminhalt hier!!!! http://www.wdr.de/tv/kinozeit/dokufilm/sendungsbeitraege/2011/1013/index.jsp

Weitere Informationen hier: http://www.defamation-thefilm..com/

Documentaire "Défamation" (englischsprachig)

Difamacao (Defamation) - A Indústria do Antissemitismo - Yoav Shamir - (englischsprachig)

 

 

Rede von Daniel Barenboim anlässlich der Verleihung des 1. Internationalen Willy-Brandt-Preises - Anlässlich der Verleihung des 1. Internationalen Willy-Brandt-Preises hält der Preisträger, der Pianist und Dirigent Daniel Barenboim, folgende Rede - (...) Der von mir angeführte Unterschied zwischen rein taktischem und strategischem Denken wird überdeutlich im folgenden Zitat Willy Brandts: „Ich habe keinen Friedensplan für den Nahen Osten vorzutragen.[...] Worüber ich sprechen kann, ist die Idee der Entspannung und die Notwendigkeit von Friedenspolitik, über einen Lernprozess - einen schmerzhaften aber erfolgreichen Prozess - den das Land, aus dem ich komme, in den 60er Jahren durchgemacht hat. [...] Kernstück jenes Lernprozesses war die ehrliche und bewusste Anerkennung von Realitäten - gleichbedeutend mit dem Verzicht auf den Versuch, mit Gewalt die bestehende Lage [...] zu revidieren. “ Genau dies, die Anerkennung von Realitäten und der beiderseitige Gewaltverzicht, muss nun auch im Nahen Osten endlich geschehen. Es stimmt mich traurig zu sehen, dass die Palästinenser davon abgehalten werden, sich als funktionsfähiger Staat zu zeigen. Der palästinensische Antrag auf Staatlichkeit bei den Vereinten Nationen wird durch Vetos von genau den Staaten geblockt, die die Palästinenser vorher zu ihrem Antrag ermutigt hatten. Diese Politik der Unehrlichkeit lässt den Frieden nur in noch weitere Ferne rücken. Meine Erfahrung - auch im West-Östlichen Diwan Orchester - ist, dass gerade die junge Bevölkerung sowohl in Israel als auch in Palästina zunehmend nach Offenheit und Menschlichkeit strebt und die endlosen Verhandlungen und den politischen Stillstand satt hat. >>>

 


Israels Gretchenfrage - Über die israelische Armee ranken sich gerade hierzulande Mythen. Nun kommen die Soldaten erstmals selbst zu Wort – David Ranan hat es mit seinen Interviews geschafft, eines der momentan wichtigsten Bücher über Israel zu veröffentlichen, das durch die Causa Shalit aktueller ist denn je. David Ranan stellt die Gretchenfrage: »Ist es noch gut, für unser Land zu sterben?« Er stellt sie aber nicht abstrakt, er beschäftigt sich nicht mit Statistiken, sondern befragt die Beteiligten selbst: israelische Wehrdienstleistende, Reservisten – und auch diejenigen, die den Dienst an der Waffe verweigert haben. In mehr als zwei Dutzend Monologen erfährt der Leser in Ranans Sammelband so, was die jungen Frauen und Männer denken, fühlen, welche Erlebnisse sie in der Armee gemacht haben – und was diese mit ihnen. Da ist Ofer, 19 Jahre alt >>>


Israel verstehen - David Ranan: "Ist es noch gut, für unser Land zu sterben?" Nicolai Verlag - Mirko Smiljanic - David Ranan hat 50 Interviews mit jungen Israelis über ihre Haltung zum Militärdienst geführt und 27 als Monologe abgedruckt. Sie werfen in ihrer offenen Sprache ein grelles Schlaglicht auf das Innenleben der israelischen Armee und Gesellschaft. >>>
 

 

PA to demand Barghouti release as part of renewed negotiations with Israel - Abbas tells Time Magazine that Olmert promised Israel would release prisoners to PA if deal went through for release of abducted IDF soldier Gilad Shalit. - Avi Issacharoff - The Palestinian Authority is set to demand that the Quartet pressure Israel to release prisoners in fulfillment of a pledge made by former Prime Minister Ehud Olmert to PA President Mahmoud Abbas, senior Palestinian sources told Haaretz on Monday. Among the prisoners The PA wants released are Marwan Barghouti and Ahmad Saadat. The former is a member of the Fatah leadership, while Saadat is Secretary General of the Popular Front for the Liberation of Palestine (PFLP). Abbas told Time Magazine a few days ago that, in 2008, Olmert promised him that Israel would release prisoners to the PA if a deal went through for the release of Gilad Shalit.  >>>

 


25.10.2011
 

 

Auf dem Abstellgleis der Politik - In engen Lagern harren Libanons palästinensische Flüchtlinge besserer Zeiten - Seit Jahrzehnten leben Palästinenser in Libanon diskriminiert in engen Lagern. Sie können weder auf Rückkehr noch auf Integration hoffen. Würde Palästina Uno-Mitglied, wäre ihr Status umstritten. - Monika Bolliger - Das Flüchtlingslager Burj al-Barajneh in Beirut ist eines von vielen in Libanon. Die nahtlos aneinandergebauten, wie gestapelte Schuhschachteln in die Höhe wuchernden Behausungen finden sich auch in anderen sogenannten Camps, die sich aus den einstigen Zeltlagern zu halbautonomen «Stadtvierteln» entwickelt haben. Weil die Anzahl der Flüchtlinge auf gleichbleibender Fläche mit der Zeit zunahm, wurde auch der Raum immer enger. Zwischen den Häusern winden sich entlang enger, zubetonierter Gassen offen in der Luft hängende Bündel von Stromkabeln. An einer Ecke müssen Vorübergehende warten, bis Arbeiter ein paar Balken neben einem Haufen Bauschutt wegräumen, um den Durchgang frei zu machen. Überall hängen Bilder von palästinensischen Führerfiguren und Märtyrern. >>>
 

Zur Lage der palästinensischen Flüchtlinge im Libanon - Als Folge der Staatsgründung Israels im Mai 1948 haben etwa 750.000 Palästinenser ihre frühere Heimat verloren. - Ein Gastbeitrag von Ingrid Rumpf (Transantlantikblog) >>>


Die palästinensischen Flüchtlinge im Libanon (von 1948 bis heute) - Als Folge der Staatsgründung Israels im Mai 1948 haben etwa 750.000 Palästinenser ihre frühere Heimat verloren. Sie flohen unter dem Eindruck der kriegerischen Auseinandersetzungen (Bürgerkrieg in Palästina vor der Ausrufung des Staates Israel, erster arabisch-israelischer Krieg nach der Staatsgründung) in die arabischen Nachbarstaaten bzw. wurden dorthin vertrieben (siehe auch: Die Nakba – Die Vertreibung der palästinensischen Flüchtlinge 1948/49 und Geschichte des Nahostkonflikts bis zur Staatsgründung Israels). 100.000 palästinensische Flüchtlinge kamen damals in den Libanon. Die Mehrzahl von ihnen war aus dem Norden Palästinas, aus den Dörfern Galiläas, den Küstenstädten Haifa und Akka sowie aus Nazareth, Safed und Tiberias. Um das Flüchtlingselend zu lindern wurde 1949 von den Vereinten Nationen die UNRWA gegründet, die United Nations Relief and Works Agency. Sie sollte die palästinensischen Flüchtlinge mit dem Nötigsten versorgen, bis sie in ihre Heimat zurückkehren würden. >>>
 

Paläst. Flüchtlingslager im Libanon - Die libanesische Regierung beteiligt sich in keiner Weise an der Betreuung/Versorgung der Flüchtlingen? Im Gegenteil. Die libanesische Regierung besitzt zwar eine Gesetzgebung zur Unterstützung von ImmigrantInnen und Flüchtlingen, schliesst die PalästinenserInnen davon jedoch beständig aus. Immer wenn wir einer zur Regierung gehörenden Institution, ein Projekt oder einen Vorschlag präsentieren, versichern sie uns, dass sie bereit sind, Flüchtlinge zu unterstützen..., aber nicht die palästinensischen. Die Palästinafrage wird im Libanon auf vollkommen diskriminierende Weise gehandhabt. Es ist eine absolute Katastrophe. Umfasst diese gegen die palästinensischen Flüchtlinge gerichtete Haltung alle Sektoren des Libanon oder handelt es sich um eine spezifisch pro-westliche Position der Regierung, während oppositionelle Kräfte wie die Hisbolla, die gegen Israel kämpfen, ihre Unterstützung (der palästinensichen Flüchtlinge) zeigen? Tatsächlich haben die Gesetze keine realen Verbindung zum Volk. Es sind Gesetze der Regierung. In >>>>

Hoffnung für Palästinenser im Libanon - 18.08.2010 - Die fast 400 000 palästinensischen Flüchtlinge im Libanon können auf eine Besserung ihrer Lage hoffen. (Archivbild) Die fast 400 000 palästinensischen Flüchtlinge im Libanon können auf eine Besserung ihrer Lage hoffen. Das libanesische Parlament beschloss auf Initiative des Drusen-Führers Walid Dschumblatt ein Gesetz, das den Palästinensern erstmals seit 60 Jahren weitreichende Arbeitsrechte gewährt. »>

Flüchtlingskinder im Libanon e.V. >>>

 

 

Palästinensischen Autonomiebehörde - "Zukunft des Friedensprozesses gefährdet" -  Andreas Hackl - Der Sprecher der Palästinensischen Autonomiebehörde, Ghassan Khatib, über die Stärkung der Hamas und die bescheidenen Pläne der Fatah - Die Hamas und Israel haben durch den Gefangenenaustausch die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Ramallah ordentlich unter Druck gesetzt. Nun fordert diese als Ausgleich von Israel die Freilassung von Fatah-treuen Gefangenen. Eine Geste, die übrigens auch das israelische Militär sehen will, um die PA weiterhin stark zu halten, weil sie im Westjordanland für Sicherheit sorgt. Doch die israelische Regierung will davon nichts wissen. Abbas solle für seinen Antrag um Mitgliedschaft bei den Vereinten Nationen bestraft werden, heißt es. >>>

 

 

Kirche untersagt Nakba Ausstellung - Jörn Tüffers - Die politische Darstellung des Nahost-Konfilkts stelle einseitig die Position der Palästinenser dar, sagt der Kirchenvorstand der Bunkerkirche. Bereits im März war die Ausstellung in der VHS gestoppt worden. Die Bunkerkirche am Handweiser in Heerdt. Foto: Bußkamp, ThomasZum zweiten Mal innerhalb weniger Monate ist eine Palästina-Ausstellung in Düsseldorf abgesetzt worden. Nach Absprache mit dem Erzbistum Köln hat Michael Dederichs, Leitender Pfarrer im Seelsorgebereich "Linksrheinisches Düsseldorf", entschieden: Die geplante Nakba-Ausstellung in der Bunkerkirche in Heerdt wird nicht gezeigt. "Wir tun uns schwer damit, eine politische Ausstellung, die nur eine Sichtweise zeigt, in einem Kirchengebäude zuzulassen. >>>

Wanderausstellung - "Die Nakba - Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948" >>>

 

Zwischen HipHop und Kalaschnikow - Beirut - Ramallah – all inclusive

Dokumentarische Filmerzählung / 100 Minuten  von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde

 “Palästina - Israel, what is fake, what is real?”, fragen sich die 19jährige YASMIN und der HipHop-Künstler ENZ auf ihrer Reise im Libanon und im Westjordanland. Mit dabei – ihr Laptop mit   Filmaufnahmen aus Flüchtlingslagern, die Yasmins Vater in den 80er Jahren gedreht hatte.

YASMIN und ENZ begegnen den Menschen von damals, konfrontieren sie mit ihren früheren Aussagen, erfahren, wie sie heute leben - nach 60 Jahren in Lagern und 40 Jahren unter israelischer Besatzung? Und sie begegnen jungen Palästinensern, die gegen Exil und Besatzung Widerstand leisten - mit Rap, Tanz und Theater! Statt Kalaschnikow das Mikrofon!

 

„HipHop ist weltweit“ sagt ENZ, „öffnet neue Wege der Begegnung, spontan und ohne Angst ... und einen neuen Blick auf einen bislang ungelösten Konflikt.“
 ©  Produktion Terra Media Corp.  Landgraf & Gulde  2010 - Bunzlauerstr. 42A   80992 München  Tel.: +49 89 3543118   Mail: info@terramedia-online.de

mehr zum Film >>>
 

Wir weigern uns Feinde zu sein -  Den Nahost-Konflikt verstehen lernen – Deutsche Jugendliche begegnen Israelis und Palästinensern

 Film und Medienpaket für den Bildungsbereich
von Stefanie Landgraf und Johannes Gulde >>>

 

Israel's rabbinate must be stripped of its powers - From every vantage point - social, civil and economic - it would be better to transfer the rabbinate's powers to local authorities that would serve the people based on the community's needs. - Haaretz Editorial - For Israel's entire existence, the secular population has had to unwillingly accommodate the Chief Rabbinate's monopoly on matters relating to personal status. Many people have resented having to wed in a religious ceremony, without which the Interior Ministry will not recognize a marriage. Even Israelis who bypass this burdensome procedure and arrange a civil ceremony abroad find that if they seek a divorce, the state will not recognize it unless it is carried out by that same rabbinical establishment they had tried to avoid. >>>

 

 

A letter to Jerusalem Mayor Nir Barakat - From: Architects and Planners for Justice in Palestine – APJP - RE: The Alternative Plan for Al-Bustan (“King’s Garden Site”) - We wrote to you last year (April 2010) to call a halt to the requisition and demolition of Palestinian homes in Silwan and the establishment of the City of David. Since then, you have handed over the national park into the hands of Elad, an illegal and dangerous move, condemned by archaeologists and NGOs like Ir Amim, Emek Shaveh and BIMKOM. Meanwhile Silwan residents have been subjected to almost daily terror meted out by the brutal security police funded by the State, with killings, injuries and arrests, including many children. It has turned Silwan into a war zone. We hear that the Kings Garden project designed by Arieh Rahamimov has been approved  >>>

 

 
 

 

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