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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 123
 


28.6.2011
 

 

Erste-Reihe-Linke - Bartsch, Ramelow und die katholische Kirche: Israel-Bekenntnis soll ins Parteiprogramm. Präzisierung des Antisemitismusbegriffs nicht erwünscht - Rüdiger Göbel - Die Bundestagsfraktion Die Linke könnte mit einem neuen Beschluß den Kritikern der israelischen Regierungspolitik aus den eigenen Reihen den Rücken stärken, fürchtet das Springer-Blatt Die Welt. In ihrer Montagausgabe zitiert die Zeitung aus dem ihr zugespielten Entwurf. Darin soll es heißen: »Es ist nicht hinnehmbar, wenn einer Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus begegnet wird. Wir werden nicht zulassen, daß Mitglieder unserer Fraktion und Partei öffentlich als Antisemiten denunziert werden, nur weil sie die Politik der israelischen Regierung kritisieren.« Und weiter: Die »inflationäre Verwendung des Begriffs des Antisemitismus« schade dem Kampf gegen ihn.  >>>


»Ich erkläre mich solidarisch« - Fraktionsbeschluß zum Trotz: Mitglied des Parteivorstands der Linken stärkt Free-Gaza-Flottille den Rücken. Ein Gespräch mit Tobias Pflüger - Interview: Claudia Wangerin  - Tobias Pflüger ist ehemaliger Europaabgeordneter und Mitglied des Vorstands der Partei Die Linke - Sie haben am Wochenende auf dem Pressefest der kommunistischen Wochenzeitung UZ angekündigt, sich nicht den Verhaltensregeln unterzuordnen, die die Bundestagsfraktion Die Linke unter dem Motto »Entschieden gegen Antisemitismus« beschlossen hat. Warum? Ich bin entschieden gegen Antisemitismus, und zwar in aller Ernsthaftigkeit. Wozu ich aber nicht bereit bin, ist mir –auch noch mit dieser Überschrift! – bestimmte Positionen zum Nahostkonflikt vorschreiben zu lassen. >>>

 
 

Gaza flotilla activists: One of our ships was sabotaged - Israeli activist says his ship, which is docked in Greece's Piraeus port, was found with its propeller shaft broken which he believes was a deliberate attempt at sabotage. - Amira HassTags - One of the ships due to participate in the Gaza flotilla was deliberately tampered with while it was docked in Greece’s Piraeus port, Gaza flotilla activists told Haaretz on Monday. The ship, due to carry Greek, Norwegian, and Swedish passengers to Gaza, was found with its propeller shaft broken, the ship’s spokesman Israeli activist Dror Feiler told Haaretz. >>>
 

Wir fahren, komme, was wolle« - Free-Gaza-Flottille verschiebt Start um einige Tage - Heike Schrader - In den kommenden Tagen sollen sich im Mittelmeer zehn Schiffe treffen, die zusammen die von Israel verhängte Seeblockade des Gazastreifens durchbrechen und Hilfsgüter in das Palästinensergebiet bringen wollen. Nach Angaben der Organisatoren der Free-Gaza-Flottille vom Montag sollen sich die Schiffe am »Donnerstag oder Freitag« vor der Küste der griechischen Mittelmeerinsel Kreta treffen, um die Fahrt gemeinsam fortzusetzen. Die Schiffe seien bereit, es gäbe allerdings kleine Probleme, da die griechischen Behörden ein Auslaufen durch buchstabengetreue Prüfung der Gesetze zu verhindern versuchten >>>


Datei:FreeGazaLogo.jpgPalästina-Aktivisten Flottille auf dem Weg nach Gaza - Charles A. Landsmann - (...) Auch ein deutsch-schweizerisches Schiff der „Deutschen Initiative zum Bruch der Gazablockade“ mit insgesamt zehn Deutschen an Bord soll aus Athen starten. Auf der Passagierliste stehen unter anderem Elfi Padovan, Mitglied des Kreisvorstands der Linkspartei in München, der freie Journalist Martin Lejeune, außerdem ein Aktivist des globalisierungskritischen Bündnisses Attac und mehrere Ärzte. Nach Angaben der Initiative transportiert das Schiff vor allem Medikamente und von der Berliner Initiative „Zement für Gaza“ finanzierte Zementsäcke. Gesteuert wird das Boot von einem deutschen Kapitän namens Harald Lester Herrmann. >>>


Hilfsflotille will Durchbruch wagen - Yassin Musharbash -  "Wenn die Schiffe losfahren, werden Sie es erfahren": Mehr Details mochten die Veranstalter und Unterstützer der diesjährigen "Gaza-Freiheits-Flotte" auf ihrer Pressenkonferenz am Montag nicht preisgeben. Die Nebelkerzen sind als Sicherheitsvorkehrung gedacht: Vor 13 Monaten hatte es einen ersten Versuch gegeben, die israelische Seeblockade des Gaza-Streifens zu durchbrechen. Er endete mit einem Blutbad , nachdem israelische Kommandosoldaten die Schiffe stürmten und neun Menschen töteten. Je weniger die israelische Armee über die neue Flotte weiß, so das Kalkül jetzt, desto schlechter kann sie sich vorbereiten. >>>


Wortgefechte um Gaza-Flotte - Martin Lejeune - Organisatoren der Hilfsaktion halten an Vorhaben fest / Israel will Blockadebruch verhindern - Die israelische Regierung hat die Marine des Landes am Montag angewiesen, eine Ankunft der geplanten Hilfsflottille für den Gaza-Streifen in dem Palästinensergebiet zu unterbinden. Am selben Tag bekräftigten die Organisatoren der »Freedom Flotilla II – Stay Human« auf einer Pressekonferenz in Athen, an ihrem Vorhaben festzuhalten. Die Aktion verfolge ausschließlich humanitäre Ziele. Etwa 200 Medienvertreter hatten sich zu der Pressekonferenz eingefunden. Immer wieder wurde die Veranstaltung von zustimmendem Applaus unterbrochen, nicht nur seitens der zahlreichen arabischen Korrespondenten. Vanguelis Pissias, Professor an der Technischen Universität Athen und Sprecher des griechischen Schiffes, erklärte: »Die Schiffe laufen aus, wenn der Druck auf die Behörden reduziert wird.« Gemeint sind damit die Bemühungen, die Flottille unter anderem durch scharfe Kontrollen am Ablegen Richtung Gaza zu hindern. Der Druck werde nicht nur von Israel ausgeübt, sondern auch von anderen Regierungen. »Das ist nicht akzeptabel.«  >>>

We Are Eager to Get to Gaza": U.S. Gaza Aid Flotilla (DemocracyNow)


This time, Israel can pass the test of the Gaza flotilla - It's not the test that Israel thinks it is. It's a test to see if the country can act in its own rational interest, and let the flotilla simply go. - Bradley Burston - Friends of Israel, countries and individuals that sincerely wish Israelis well, should send a message this week: Mr. Netanyahu, Mr. Barak, for your sake, for Israel's sake, let the flotilla sail to Gaza. >>>


In preparation for Gaza flotilla, passengers briefed on how to face Israeli soldiers - Amira Hass - SOMEWHERE IN GREECE - We're in the lecture hall in which the people sailing on the Tahrir, the Canadian ship taking part in the Gaza-bound flotilla, are being briefed. The Tahrir passengers are asked to decide: "Where would you prefer to be when the [Israeli] commandos commandeer the ship?" Israel Navy forces approach one of six ships of an aid flotilla bound for Gaza on May 31, 2010. - Based on the experience of previous Gaza-bound boats, with the exception of the Mavi Marmara, the lecturer presents the options. "On deck you will be exposed to a few minutes of physical violence from the soldiers that will feel like a few hours," he says. "From previous experience, the soldiers, en route to the captain's cabin, will step on people's heads. You won't move, but they'll see you as the aggressor. The commanders know very well that we're not armed >>>


US Boat to Gaza responds to reports Israeli “lawfare” group filed complaint delaying departure of US Boat - By US Boat to Gaza - Athens – Passengers on the U.S. Boat to Gaza, The Audacity of Hope, said news reports that an Israeli “lawfare” group, Shurat HaDin, is behind the complaint delaying the departure of the U.S. boat from Greece substantiate the Americans’ assertions that the complaint is frivolous. The passengers expressed confidence that Greek authorities will now quickly dispense with the complaint and allow The Audacity of Hope to sail. >>>
 

Missy Lane, U.S. Boat to Gaza Passenger

Joseph Dana speaks to Al Jazeera about taking part in the latest flotilla to Gaza

US Boat to Gaza Press Conference (2011.06.20)

Getting on board with peace in Israel - An Israeli American explains why she will be among many boat passengers trying to break through Israel's blockade of the Gaza Strip. >>>

Obama Admin Warns of “Fines and Incarceration” if U.S. Citizens Set Sail with Gaza Aid Flotilla - A group of U.S. citizens is rejecting the Obama administration’s attempt to thwart their aid mission to the Gaza Strip, which threatens to leave them stranded in Greece. They are set to sail from a Greek port on a U.S.-flagged ship called “The Audacity of Hope,” part of an international humanitarian flotilla >>>

 


27.6.2011
 

Dokumentation - Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla - Freiheitsflottille 2 - 2011 >>>
 

Start der Free-Gaza-Flottille verzögert sich weiter - Athen 15.21 - Der gemeinsame Start der Free-Gaza-Flottille auf internationalen Gewässern südlich von Kreta wird sich voraussichtlich auf Donnerstag oder Freitag verschieben. Dies teilten die Organisatoren am Montag auf einer Pressekonferenz in Athen mit >>>

Neue Gaza-Hilfsflotte in Athen am Auslaufen gehindert >>>

Startschwierigkeiten in Griechenland - US-Schiff der Free-Gaza-Flottille aufgehalten. Journalisten droht Einreiseverbot in Israel - Claudia Wangerin - Das für den heutigen Montag geplante Zusammentreffen der zweiten internationalen »Free-Gaza«-Flottille in internationalen Gewässern vor Griechenland wird sich aller Voraussicht nach verzögern. Die Organisatoren teilten am Sonntag mit, die US-amerikanische »Audacity of Hope« (»Kühnheit der Hoffnung«) werde von den griechischen Behörden aufgehalten. >>>

Israel warns media over latest Gaza flotilla - Israel may ban journalists aboard planned aid flotilla for 10 years and also seize their equipment, official says. - David Poort - Israel has warned journalists that they could be banned from entering the country for 10 years if they travel aboard an aid flotilla scheduled to set sail for the Gaza Strip. The Israeli government issued the warning on Sunday, saying the journalists could also have their equipment seized in addition to other sanctions. The threat came as pro-Palestinian activists prepared to set sail for Gaza from Greece  >>>

Ireland FM warns Israel against violent interception of Gaza flotilla - Eamon Gilmore reiterates Ireland’s position that Gaza blockade is ‘unjust and counterproductive’ but does not advise Irish nationals to join the flotilla, which includes the Irish boat MV Saoirse. >>>


Spenden
Sie für die Free-Gaza-Flottille und für die Kampagne für ein Ende der Gaza-Blockade. Spendenkonto: Deutsch Palästinensische Gesellschaft, Spendenvermerk "Free Gaza", Sparda West eG, Kto.nr. 600339210, BLZ 37060590 (Spendenbescheinigung möglich). Quelle KOPI

 

Dokumentation: Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla - Freiheitsflottille 2 - 2011  >>>

Aktuelle Nachrichten auch unter:
www.freegaza.de
http://www.kopi-online.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=215:freegazaorg-26062011-&catid=44:free-gaza--home&Itemid=66
www.freedomflotilla.eu
Online Spezial: Free Gaza: Alle Beiträge - Tageszeitung junge Welt >>>


Blockaded Gaza Strip nears 'medical crisis' >>>

US government threatens to arrest US flotilla participants >>>

With the Gaza Aid Flotilla - Joseph Dana -  With an age gap of sixty years between the youngest and oldest passenger, the diverse group of Americans have taken over a hotel in a trendy Athens neighborhood for days of nonviolence training and preparation. Israel has stated that it will enforce its naval blockade by any political, military and economic measures at its disposal. This week it submitted an urgent request to UN Secretary General Ban Ki-moon asking for international cooperation in stopping the flotilla. Ban embraced the Israeli government’s position, arguing in a public statement that aid should be delivered to Gaza only through “legitimate crossings and established channels,” all of which are controlled by Israel. Ban added that the flotilla is not helpful in assisting the economy of Gaza and encouraged organizers to cancel their voyage. >>>
 

Infos zur aktuellen Situation der Freedom Flotilla 2:

U.S. Boat to Gaza - "The Audacity of Hope":

Wird im Hafen von Athen am Auslaufen gehindert, mit der fadenscheinigen Aussage, dass das Schiff nicht seetüchtig wäre:
http://ustogaza.org/latest/greek-officials-attempt-to-block-u-s-boat-to-gaza-from-leaving-greek-port-passengers-suspect-israelus-economic-pressure-on-beleaguered-greek-government/
http://www.maannews.net/eng/ViewDetails.aspx?ID=399764
 

Irish Ship to Gaza - "Saoirse" (= Freiheit): ist unterwegs zum Treffpunkt


Eines der beiden französischen Schiffe, die "Dignity", hat gestern Korsika verlassen, das zweite französische Schiff, die "Michael Lewis" ankert im Moment in einem griechischen Hafen
:
http://www.derryfriendsofpalestine.org/?p=1506

Gestern wurde bekanntgegeben, dass das Jordanian Lifeline Committee sich mit einem arabischen Schiff an der Flotilla beteiligen wird
: http://gazatvnews.com/2011/06/arab-ship-to-participate-in-flotilla-to-gaza/

Das deutsche Schiff, Name nicht bekannt, ankert ebenso in einem griechischen Hafen.
Leider finden sich nirgends genauere Informationen, eine Suche im Internet hat ergeben, dass Artikel darüber "nicht zur Verfügung stehen". http://germany-gaza.de/

Freedom Flotilla Italia:
Das italienische Schiff "Stefano Chiarini" ist offensichtlich ebenfalls unterwegs zum Treffpunkt. Auf der Webseite sind bisher allerdings noch keine Details bekanntgegeben worden: http://www.freedomflotilla.it/

Greece to Gaza:
Die griechische Regierung ist unter grossem Druck (s. nachstehender Artikel), und hat die griechischen Teilnehmer der Flotilla aufgefordert, sich nicht daran zu beteiligen:
http://occupiedpalestine.wordpress.com/2011/06/26/greece-to-gaza-the-efforts-to-stop-activists-from-getting-across-the-mediterranean-to-gaza/?utm_medium=OC&utm_source=OccupiedPalestine

Desweiteren sind u.a. noch Schiffe aus folgenden Ländern unterwegs, bzw. bereits in griechischen Häfern vor Anker: Canada, UK, Schweiz

http://www.tahrir.ca/
http://www.droitpourtous.ch/index.php?language=fr&page=1&homepage - Quelle: Sabine



Free Gaza Boot Gedenkfahrt in Berlin Kreuzberg 26.6.2011
 

Unten befindet sich ein Vorschlag für einen Brief an Bundestagsabgeordnete bzw. an die Bundesregierung mit der Bitte, gegenüber der israelischen Regierung darauf zu dringen, dass die Fahrt der Gaza Freedom Flotille II "Stay Human" nicht aufgehalten wird.

Der irische Außenminister hat die israelische Regierung vor einer gewaltsamen Aufbringung der Gaza Flotille gewarnt.

http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/ireland-fm-warns-israel-against-violent-interception-of-gaza-flotilla-1.369721

Dieser Stellungnahme sollte sich der deutsche Außenminister anschließen. Am 1.Juli 2010 hat auch der Bundestag die Aufhebung der Blockade des Gazastreifens gefordert.

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Bundestag:

Fraktionsvorsitzende:

volker.kauder@bundestag.de, frank-walter.steinmeier@bundestag.de, rainer.bruederle@bundestag.de, gregor.gysi@bundestag.de, juergen.trittin@bundestag.de,
renate.kuenast@bundestag.de

Auswärtiger Ausschuss:
auswaertiger-ausschuss@bundestag.de

Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe:
menschenrechtsausschuss@bundestag.de

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Sehr geehrte Damen und Herren,

In diesen Tagen bricht die „Freedom Flotilla II – Stay Human“ zum Gazastreifen auf, um gegen die Blockade des Gebietes seitens der israelischen Regierung mit ihren verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung zu protestieren und sie friedlich zu durchbrechen. Die Schiffe haben auch Hilfsgüter an Bord. Es geht aber vor allem darum, durch eine politische gewaltlose Aktion der internationalen Zivilgesellschaft zu einer Beendigung der Seeblockade Gazas beizutragen. Mehrere Hundert Menschen aus vielen Ländern sind unterwegs.

Der oft gehörte Hinweis, der Übergang zwischen Ägypten und dem Gazastreifen in Rafah sei jetzt geöffnet, und damit habe sich das Ansinnen der Freedom Flotilla II erledigt, geht vollkommen an der Realität vorbei. Die Öffnung Rafahs beendet die Blockade nicht. Nach wie vor bleiben der Gazastreifen und die Westbank voneinander getrennt. Und das ist nur e i n Aspekt. Zum gesamten Thema hat sich die israelische Menschenrechtsorganisation Gisha ausführlich in 10 Punkten geäußert:
http://www.freegaza.org/de/home/56-news/1304-the-top-10-reasons-why-the-opening-of-rafah-crossing-just-doesnt-cut-it
(Deutsche Übersetzung: http://www.schattenblick.de/infopool/politik/brenn/p1ga0036.html
sowie: http://www.inamo.de/index.php/ticker-startseite.html

Auch eine mögliche Umleitung der Schiffe der Freedom Flotilla II nach Ägypten wäre daher nur ein durchsichtiges Manöver.

Ich möchte Sie herzlich bitten, gegenüber der israelischen Regierung darauf hinzuwirken, dass diese nicht versucht, eine Landung der Freedom Flotilla II – Stay Human“ in Gaza zu verhindern. Der irische Außenminister hat die israelische Regierung vor einer gewaltsamen Aufbringung der Gaza Flotille gewarnt. http://www.haaretz.com/news/diplomacy-defense/ireland-fm-warns-israel-against-violent-interception-of-gaza-flotilla-1.369721

Dieser Stellungnahme sollte sich die Bundesregierung anschließen.

Wenn Sie mit dazu beitragen, dass die israelischen Streitkräfte nicht - wie sie es laut Medienberichten bislang planen - die Free Gaza-Schiffe stoppen, helfen Sie zugleich mit, dass die Kollektivbestrafung und die Traumata, unter denen die Menschen im Gazastreifen leiden, überwunden werden können.

Dadurch können Sie dazu beitragen, dass die Grundlagen für eine bessere Zukunft für Palästinenser und Israelis auf gleichberechtigter Grundlage, ohne Unterdrückung und Armut soweit jenseits der Gewalt gelegt werden.

Darüber hinaus kommen Sie dadurch Ihrer Verpflichtung nach, das internationale Recht zu verteidigen - denn die Blockade des Gazastreifens verstößt gegen das Völkerrecht. Am 1.Juli 2010 hat auch der Bundestag die Aufhebung dieser Blockade gefordert. Im Moment ist es die Flotilla, die sich für die Umsetzung dieses Beschlusses engagiert.

Mit freundlichen Grüßen und herzlichem Dank für Ihre Bemühungen,

Quelle: Martin Forberg

Gaza Freedom Flotilla 2011 support action in Utrecht

Dokumentation n on zum Thema - Inzwischen auf 5 Seiten verteilt - "Jagd die Linke  >>>

Pr. Rolf Verleger - pdf - Zionismus: 1x Pro, 4x Kontra - Vom guten Zionismus - Der Zionismus ist eine im Zarenreich des 19. Jahrhunderts entstandene Bewegung des europäischen Judentums. Die Bewegung hatte das Ziel, dem in Europa diskriminierten und verfolgten Judentum durch einen eigenen Staat zu Selbstbestimmung und »Normalität« zu verhelfen. Der Name »Zionismus« sollte die Kontinuität zur jüdischen Tradition ausdrücken: Die alte religiöse Sehnsucht nach Gottes Rückkehr zum Berg Zion (in Jerusalem) sollte durch diese Bewegung ihre reale Erfüllung erhalten. Jedoch war damals die große Mehrheit der Zionisten (nicht der Juden) unreligiös oder sogar antireligiös. Denn der Zionismus verstand sich als ein modernisierendes Element innerhalb des Judentums. Die traditionelle jüdische Kultur und Mentalität traf bei vielen Zionisten auf Verachtung. >>>

Der Artikel erschien in der Sonderausgabe des Semit - zum Thema Jagd auf die Linke >>>
Dokumentation zum realpolitischen Zionismus, Antizionismus >>>
Zeitschriften - Der Semit >>>

Bericht: Linke will Israel-Gegnern den Rücken stärken - Die Bundestagsfraktion der Linken will mit einem neuen Beschluss den Israel-Kritikern aus den eigenen Reihen den Rücken stärken. In einem Entwurf, der der "Welt" vorliegt, heißt es: "Es ist nicht hinnehmbar, wenn einer Kritik an der Politik der israelischen Regierung mit dem Vorwurf des Antisemitismus begegnet wird. Wir werden nicht zulassen, dass Mitglieder unserer Fraktion und Partei öffentlich als Antisemiten denunziert werden, nur weil sie die Politik der israelischen Regierung kritisieren." >>>
 

Die LINKE – Von innen umzingelt - Jens Mertens - Innerhalb der Partei Die LINKE gibt es ein Netzwerk von Mitgliedern, das gezielt an der Demontage linker Positionen arbeitet und zu dem Spektrum der sogenannten „Antideutschen“ gehört. Die „Antideutschen“ sind eine nach der Wiedervereinigung aus der radikalen Linken hervorgegangene Strömung, die angesichts einer Welle fremdenfeindlicher Gewalt und eines erstarkten Nationalismus eine Art „Viertes Reich“ befürchtete. Antisemitismus sei „den Deutschen“ wesentlich und daher als Hauptwiderspruch zu begreifen. Als Gegenentwurf bezieht man sich auf die „antideutsche“ Koalition der Alliierten im Zweiten Weltkrieg und auf den Staat Israel als Konsequenz aus dem Holocaust. Dies führte zu ungewohnten Bildern: „Linksradikale“ liefen nun auf einmal mit USA-Fahnen auf Demonstrationen herum und forderten „unbedingte Solidarität“ mit Israel ein. „Antideutsche“ haben sich dann im Laufe der Jahre immer stärker den Positionen der Neokonservativen angenähert und können mittlerweile als eine mit einem linken Habitus agierende Variante des Neokonservatismus betrachtet werden. Insbesondere nach den Anschlägen des 11. September 2001 traten die ideologischen Gemeinsamkeiten hervor. Der US-amerikanische Neokonservative Daniel Pipes, der Anfang Februar dieses Jahres in der Welt die Bombardierung Irans forderte, gilt als Erfinder des Begriffs „Islamfaschismus“. Dieser ist zum zentralen Bestandteil „antideutscher“ Ideologie geworden. >>>

Herr Kramer vom Zentralrat der Juden in Deutschland (Warum immer noch nicht der Zentralrat der deutschen Juden?) läßt die Hose herunter - Einladung an die Feinde - Warum ein Rückzug Israels auf die Grenzen von 1967 keine Friedensoption sein kann - Stephan J. Kramer -  (...) Netanjahus Entscheidungsnot ist eine echte. Allerdings erscheint die im Westen verbreitete Meinung, ein israelischer Rückzug wäre hinreichende Bedingung für einen dauerhaften Nahostfrieden, als Illusion. Denn das Gegenteil ist zutreffend: Ein Rückzug ohne friedenssichernde Maßnahmen wäre eine Einladung an Israels Feind, den Kampf gegen den jüdischen Staat aus günstigeren Positionen fortzusetzen. Nicht umsonst hat  (...) Rufdistanz Daher hat das Westjordanland für Israel nicht nur historische und religiöse Bedeutung, sondern ist zudem von unersetzlichem verteidigungspolitischem Wert. Ohne angemessene Sicherheitsvorkehrungen könnten sich beliebig viele feindliche Divisionen, die iranischen Revolutionsgarden inklusive, Israels Landeszentrum auf Rufdistanz nähern. >>>

Ein Betonkopf kommt selten alleine - Abraham Melzer - Heinrich Heine sagte einmal: „Es ist keine Schande Jude zu sein, es ist ein Unglück.“ Wenn ich aber an unsere jüdischen Prominenten wie Graumann, Kramer, Wolffsohn, Broder und Giordano denke, dann muss ich sagen: Es ist kein Unglück ein Jude zu sein, es ist eine Schande. Innerhalb von einer Woche sind wir mit drei Beiträgen beglückt worden, bei denen man wahrlich sagen kann, dass einer schlimmer war als der andere. Kaum haben wir Giordanos Aufforderung alle Friedensaktivisten „zu den Fischen zu schicken“ verdaut, da kam schon Dieter Graumann mit seiner absurden Meinung: Wir können keine Rassisten sein, wir sind schließlich Juden. Und noch haben wir diese Perle des Journalismus nicht verdaut, da veröffentlicht der Zentralratterrier Stephan Kramer, seines Zeichens Generalsekretär des Zentralrats und insofern der ständige Wauwau des Dieter Graumann, seinen eigenen Senf zum Nahostkonflikt unter dem Motto: Ich bin Jude, ich verstehe was von Strategie und vom Nahost-Konflikt. >>>

Fanatischer "Israel-Hass" bei der Linken oder fanatischer LINKEN Hass beim Herrn Graumann? Zentralrats-Vorsitzender Dieter Graumann "Fanatischer Israel-Hass" bei der Linken - Der Vorsitzende des Zentralrats der Juden, Dieter Graumann, wirft Teilen der Linkspartei einen blindwütigen Hass auf Israel vor. Mit dem Tagesspiegel sprach er über Antisemitismus in der Linken. >>>

Klaus Ernst - LINKE als Friedenspartei angegriffen - Hagen Jung - Linksparteichef Ernst vor Kreisvorsitzenden: Nicht jede Kritik an Israel ist Antisemitismus - »Wir sind die Friedenspartei – deshalb werden wir angegriffen, wenn es um Nahostpolitik geht!« So eröffnete Klaus Ernst, Bundesvorsitzender der LINKEN, die Tagung mit einem aktuellen Thema: dem Vorwurf, seitens der Partei gebe es antisemitische Positionen. Der Begriff Antisemitismus werde zurzeit inflationär verwendet, ohne über ihn nachzudenken, betonte Ernst und stellte klar: »Wer Menschen diskriminiert, weil sie Juden sind, der ist Antisemit.« Und wer sich als ein solcher erweise, habe keinen Platz bei den LINKEN. Aber nicht jede Kritik an israelischer Politik dürfe als Antisemitismus bezeichnet werden. >>>
 

Was soll man über deutsche Politiker und Bischhöfe denken, die Täter und Opfer nicht unterscheiden können und für die Solidarität, KRITIK Antisemitismus ist?

Linken-Politiker Ramelow beklagt Renaissance des Antisemitismus in seiner Partei
- Der Fraktionsvorsitzende der Linken in Thüringen, Bodo Ramelow, fordert raschere Konsequenzen gegen antisemitische Positionen in seiner Partei: "Was uns schwerfällt, ist die schnelle Reaktion, Antisemitisches als solches zu identifizieren, um es dann auch klar zu brandmarken", sagt Ramelow im SPIEGEL-Gespräch. Die Partei mit dem Etikett "antisemitisch" zu belegen sei falsch, andererseits gibt er zu: "Ja, es gibt Antisemiten bei uns >>>
 

Bischofskonferenz fordert von Linkspartei klare Abgrenzung vom Antisemitismus >>>

 

Die IDF führt Israel in die Zerstörung  - Sefi Rachlevsky - Man stelle sich vor, dass Hunderte von 18-Jährigen in diesem Sommer dabei sind, die Regierung und den Stabschef zu informieren, dass sie sich nicht in die IDF einziehen lassen- Sie werden es nicht tun, wenn nicht drei Forderungen erfüllt werden: ein Ende der diskriminierenden und zunehmenden Praxis, jedes säkulare Mädchen für zwei Jahre ins Militär einzuziehen, während religiöse Mädchen nicht eingezogen werden; ein Ende der schändlichen Praxis, die immer schlimmer wurde, nach der ein säkularer Student, der vier Jahre studieren will, ihm dies nur selten erlaubt wird und nur im Austausch für einen späteren längeren Militärdienst, während ein Student, der sich für extrem religiöse Studien einschreibt, vom Militärdienst sein Leben lang befreit wird; und eine Erklärung der Regierung, dass die IDF Israel nur innerhalb seiner Grenzen verteidigt und dass die Regierung kein Interesse an einem einzigen Quadratmeter außerhalb dieser Grenzen hat. Diese Grenzen gründen sich - falls Benjamin Netanyahu es vergessen hat - nach unsern eigenen Gesetzen auf die Linie von 1967 >>>

 
 

Der Grund für unsere Wasserkrise - Shaddad Attili - Anfang dieses Monats nahm ich an einer Paneldiskussion über die Wasserkrise im Nahen Osten teil. Zusammen mit Vertretern aus Jordanien und Frankreich war Gilad Erdan, Israels Minister für Umweltschutz, auf dem Podium. Das Thema war „Gerechte Verteilung und vernünftige Verwendung des Grenz-Wasserlaufs“ was direkt mitten in den Wasserstreit zwischen Palästinensern und Israelis geht. Die gerechte Zuweisung von gemeinsamen Wasserquellen ist ein Prinzip, das kodifiziert ist unter dem üblichen internationalen Wassergesetz. Es gilt für beide, das Untergrund-Berg-Aquifer, das über die 1967 Linie geht, die Israel von der Westbank trennt, als auch den Küsten-Aquifer, der entlang der Mittelmeerküste und unter Gaza verläuft Es gilt auch für das Jordanbasin. Dieses Prinzip bedeutet, dass überall, wo Wasser eine oder mehrere Grenzen überquert, muss es gerecht  und fair verteilt werden und in einer Weise, die die Wasserrechte aller Beteiligten berücksichtigt.Für die meisten Leute erscheint dies vollkommen vernünftig. Aber nicht für Gilad Erdan, dessen Vortrag erklären wollte, warum  wenige in der internationalen Gemeinschaft glauben, die augenblickliche israelische Regierung sei überzeugt und fähig, um echten Frieden zu verhandeln, und warum internationale Unterstützung für die UN-Anerkennung eines palästinensischen Staates im September schnell wächst. Insbesondere versuchte Erdan schamlos die schwere Wasserkrise der Palästinenser den Palästinensern selbst die Schuld zu geben, indem er sie mit besonderer Kritik heraushob: die palästinensische Behörde, wie z.B. ich selbst weigerten sich, sich mit israelischen Offiziellen zu treffen. Seine Behauptungen wurden in der JP vor zwei Wochen wiederholt. >>>

 
 

Die Wahrheit hinter noch einem israelischen Vertreibungstrick - Amira Hass - Es ist vor allem in El-Azarieh, östlich von Jerusalem, wo einem wirklich die Aktivitäten der palästinensischen Polizeibehörden in Städten wie Ramallah und Nablus bewusst werden. In diesen Städten werden die palästinensischen Sicherheitskräfte als Autorität angesehen, die versuchen, die palästinensischen Bürger zu schützen und ihnen zu dienen, nicht nur als Verlängerung der Fatah oder als Subunternehmer der IDF oder des Shin Bet-Sicherheits-dienstes. Nicht wie Ramallah und Nablus, die in die Zone A gehören. El-Azarieh und seine Nachbarn Sawahra und Abu Dis liegen in einer Enklave und gehören in Zone B, wo die IDF nicht erlaubt, dass die palästinensische Polizei voll funktioniert. Das Interim Oslo2-Abkommen bestimmt, dass die Palästinensische Behörde in Zone B für die öffentliche Ordnung sorgt, aber mit demselben Atemzug begrenzt es die PA-Autorität und die Mittel, mit denen man die Leute vor Störungen der öffentlichen Ordnung schützt. >>>

 
 

Ich möchte eine Geschichte erzählen

 Ich möchte der Welt eine  Geschichte erzählen …
Über ein Haus mit einer zerbrochenen Laterne und einer verbrannten Puppe
Über ein Picknick, an dem man sich nicht erfreute
Über eine Axt, die die Blumen tötete

 Eine Geschichte über ein Feuer, das einen Zopf verzehrte
Eine Geschichte über eine Träne, die nicht nach unten rann
Ich möchte eine Geschichte erzählen über eine Ziege, die nicht gemolken wurde
Über Mutters Teig, der nicht gebacken wurde
Über eine Hochzeit, die nicht gefeiert wurde
Über ein Baby, das nicht erwachsen wurde
Über einen Fußball, der nicht gekickt wurde
Über eine Taube, die nicht flog.

 Ich möchte eine Geschichte erzählen über einen Schlüssel, der nicht benützt wurde
Über ein Klassenzimmer, in dem keine Kinder waren
Über ein Buch , das nicht gelesen wurde
Über einen Spielplatz ohne Kinderlachen
Über eine belagerte und einsame Farm
Und über ihre Früchte, die nicht geerntet wurden.
Über eine Lüge, die nicht aufgedeckt wurde
Eine Geschichte über ein Moschee, in der nicht mehr gebetet wurde

Über eine Moschee, die nicht mehr steht
Und eine Kultur, an der man sich nicht mehr erfreut
Ich möchte eine Geschichte erzählen über ein schmutziges, grasiges Dach
Über einen Stein, der einem Panzer trotzte
Über eine hartnäckige Fahne, die sich weigert, sich hinzulege
Über einen Geist, der nicht besiegt werden kann.

 Ich möchte der Welt eine Geschichte erzählen … jetzt
Zünde eine Kerze für Palästina an
Du kannst es tun, zünde eine Kerze an – eine kleine Kerze
Beobachte wie die Dunkelheit weicht
    Jetzt versuch es

Ein Lichtstrahl wischt die düstere Nacht beiseite
Wie die Morgendämmerung anbricht – beobachte
Kannst du sehen, dass alle Dunkelheit der Welt
Nicht  das schwächste Flackern eines Lichtstrahls
Auslöschen kann ….
Zünde eine Kerze an … eine kleine Kerze
Sieh wie die Dunkelheit schwindet – du musst es tun
Hey Welt  hörst du mich ?…

Verfasser unbekannt 
dt. Ellen Rohlfs

 


26.6.2011

 

 

Griechische Behörden versuchen das Auslaufen des US-Boots nach Gaza zu blockieren - Die Passagiere des US-Bootes nach Gaza, "The Audacity of Hope", fordern die Vertreter der griechischen Regierung auf klarzustellen, ob das von ihnen geleaste Boot nicht auslaufen darf wegen einer anonymen Anfrage einer Privatperson die Seetüchtigkeit des Schiffes betreffend oder ob die griechische Regierung eine politische Entscheidung gefällt hat >>>


Alle denkbaren Szenarien - Peter Wolter - Die Ankündigung Israels, daß die Marine den Hilfskonvoi für den blockierten Gazastreifen nicht passieren lassen wird, hat sicher nicht zur inneren Entspannung bei den Teilnehmern der Free-Gaza-Flottille beigetragen. So ziemlich jeder geht davon aus, daß die Kaperung der zehn Schiffe ähnlich brutal verlaufen wird wie im vergangenen Jahr – und jeder hofft, daß es nicht wieder neun Tote und zahlreiche Verletzte geben wird. >>>

Keine Schonzeit für Reporter - Medienkritik auf Israelisch - Die größte israelische Tageszeitung Yedioth Ahronot beschäftigte sich am vergangenen Mittwoch mit der Rolle der Journalisten an Bord der »FreeGaza«-Solidaritätsflotte, die kommende Woche von Griechenland aus den palästinensischen Gazastreifen erreichen und mit friedlichen Mitteln die Aufhebung der israelischen Seeblockade erreichen will. Dem Autoren des Kommentars »Medien überschreiten die Grenze« wäre es lieber, die Weltöffentlichkeit bekäme nicht mit, wenn die israelische Marine wie im vergangenen Jahr einschreitet. Es beunruhigt ihn, daß sich auf den Schiffen der Flotte auch Journalisten der New York Times und Kamerateams der amerikanischen Fernsehsender CNN und CBS befinden >>>

Als Gruppe auftreten - Peter Wolter - Dänische Mitreisende der Free-Gaza-Flottille in Griechenland - Mal was Persönliches: So allmählich komme ich an die Grenze meiner Konzentrationsfähigkeit. Die Gruppe von etwa 45 Personen, die auf dem kanadischen Schiff »Tahrir« an der internationalen Hilfsflotte nach Gaza teilnehmen wird, besteht aus Kanadiern, Belgiern, Dänen und Australiern – ich bin der einzige Deutsche. >>>

40 französische Aktivisten auf dem Seeweg nach Gaza . 40 französische Aktivisten auf dem Seeweg nach Gaza - L'Île-Rousse/Korsika. Bereits das zweite französische Schiff ist am Samstag in See gestochen, um in wenigen Tagen mit den anderen Schiffen der internationalen Solidaritätsflotte nach Gaza zusammenzutreffen. Das Schiff »Al Karama« (Arabisch: Würde) verließ am Samstag morgen den Hafen von L'Île-Rousse auf Korsika >>>

Neue Gaza-Flotte mit Österreich-Beteiligung - Die österreichische Delegation, die sich an der Protestaktion gegen die israelische Militärblockade des Gazastreifens beteiligt, ist gestern per Flugzeug in Richtung Athen gestartet. >>>
 

Ein Picasso für Gaza: Schiff namens »Gernika« nimmt an Flottille teil - Zusammenfassung aus dem Englischen von Gerrit Hoekman - Im spanischen Bürgerkrieg legten deutsche und italienische Flugzeuge die Stadt Gernika im Baskenland in Schutt und Asche. Hitler und Mussolini hatten sie geschickt, um den Faschisten Franco im Kampf gegen die internationalen Brigaden zu unterstützen. Pablo Picasso hat später ein berühmtes Bild über den Luftangriff gemalt. (Spanischer Titel: »Guernica«.) Nach der Stadt ist auch das Schiff benannt, mit dem sich spanische Aktivisten an der Friedensflotte für Gaza beteiligen. Die Initiative »Rumbo a Gaza« (Segeln nach Gaza) hat die »Gernika« gechartert. >>>
 

Neue Gaza-Hilfsflotte sticht in See - Französisches Schiff in Korsika ausgelaufen - Österreichische Delegation startet am Abend - Bis zu zwölf Schiffe wollen Seeblockade um Gazastreifen brechen - L'Ile-Rousse - Von der Mittelmeerinsel Korsika ist am Samstag ein französisches Schiff gestartet, das sich an der Hilfsflottille für den Gazastreifen beteiligt. Die 19 Meter lange "Dignite-Al Karama" stach am Vormittag in der Hafenstadt L'Ile-Rousse mit sechs Besatzungsmitgliedern an Bord in See, wie ein AFP-Journalist berichtete. Das Boot soll sich in den kommenden Tagen im Mittelmeer weiteren zehn bis zwölf Schiffen anschließen, die zusammen die von Israel durchgesetzte Seeblockade um den Gazastreifen durchbrechen wollen. >>>


 

Complaint against US boat threatens Gaza voyage - Mya Guarnieri -  Organizers of the second Freedom Flotilla say that an administrative complaint has been filed against the US Boat to Gaza, claiming that the vessel is not seaworthy. This could delay or altogether prevent the "Audacity of Hope" from leaving Athens. The harbor master received notification of the complaint Thursday afternoon, two days after a group of suspicious persons showed up at the ship and began asking questions of the crew members, at one point offering money for the members to leave the ship unattended. The complainant is unknown and a Greek lawyer representing the flotilla is working to obtain more details. >>>

 

»Mitternacht auf der Mavi Marmara Der Angriff auf die Gaza-Solidaritäts-Flottille« Viele Stimmen, eine Richtung - Helge Buttkereit - Zur Gaza-Solidaritätsflottille im vergangenen Jahr ist vieles geschrieben worden. Das neue Buch aus dem Laika-Verlag, das eine vielstimmige Sammlung von Texten zum Thema darstellt, ist dennoch oder vielleicht gerade deshalb sehr wichtig. Faßt es doch Texte mit unterschiedlichen Zugängen zusammen und ist so ein hervorragendes Dokument, um die Hintergründe und die Folgen des Angriffs auf die Schiffe und die Aktivisten am 31. Mai 2010 zu verstehen. Ursprünglich erschien das Werk, das von Moustafa Bayoumi herausgegeben wurde, Ende 2010 in den Vereinigten Staaten. Der Hamburger Laika-Verlag verantwortet nun die deutsche Ausgabe. >>>

Moustafa Bayoumi (Hg.): Mitternacht auf der Mavi Marmara - Der Angriff auf die Gaza-Solidaritäts-Flottille. Edition Provo 2, Laika Verlag, Hamburg 2011, 364 Seiten, 19,90 Euro >>>

 

Alice Walker: Why I`m sailing to Gaza - Alice Walker - CNN - Why am I going on the Freedom Flotilla II to Gaza? I am in my sixty-seventh year, having lived already a long and fruitful life, one with which I am content. It seems to me that it is good to reap the harvest of one`s understanding of what is important, and to share this, especially with the young. How are they to learn, otherwise?
 

Dokumentation: Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla - Freiheitsflottille 2 - 2011  >>>

Aktuelle Nachrichten auch unter:
www.freegaza.de
http://www.kopi-online.de/joomla/index.php?option=com_content&view=article&id=215:freegazaorg-26062011-&catid=44:free-gaza--home&Itemid=66
www.freedomflotilla.eu
Online Spezial: Free Gaza: Alle Beiträge - Tageszeitung junge Welt >>>

Spenden Sie für die Free-Gaza-Flottille und für die Kampagne für ein Ende der Gaza-Blockade. Spendenkonto: Deutsch Palästinensische Gesellschaft, Spendenvermerk "Free Gaza", Sparda West eG, Kto.nr. 600339210, BLZ 37060590 (Spendenbescheinigung möglich). Quelle KOPI

 
 

Lüge und Dummheit? - Abraham Melzer - Jetzt hat auch der reaktionäre jüdische Historiker Michael Wolffsohn seinen Senf zur Antisemitismus-Debatte gegeben, nachdem seine jüdischen Vorgänger Giordano, Graumann und Kramer ihre paranoiden Vorstellungen und absurden Thesen schon vor Tagen in der Presse ausgebreitet haben. Es fehlt nur noch der zynische Hassprediger Henryk Broder, der offensichtlich in Island ist und auf den Ausbruch irgendeines Vulkans wartet und deshalb keine Zeit und Lust hat, sich mit den Niederungen des vermeintlich real existierenden Antisemitismus zu beschäftigen. Er ist viel zu „klug“, als dass er sich mit diesem halluzinierten „Antisemitsmus“ in der Partei Die Linke abgeben müsste, da er weiß, dass es die Wadenbeißer vom Zentralrat oder andere nützliche Idioten tun werden. Und dort macht man es sich leicht mit der Bestimmung wer Antisemit ist: Man behauptet, dass „Israelkritik, wie jede andere Kritik, kein fundamentales Anti“ sei. Wagt es aber jemand Israel zu kritisieren, vielleicht sogar ermutigt durch diese Feststellung, die Michael Wolffsohn in seinem Beitrag in der Financial Times Deutschland getan hat, dann macht man aus dieser Kritik durch einen Zaubertrick einen „Anti-Israelismus“ (!), und >>>

Bezug: Die Linke muss antisemitisch sein  - Kommentar Mit fadenscheinigen Beteuerungen kann die Partei ihre Judenfeindschaft nicht verhehlen. Sie steckt tief im ideologischen und ökonomischen Denkgerüst. von Michael Wolffsohn >>>

Kniefall vor der Staatsräson - Peter Strutynski - Die tonangebenden Medien von FAZ bis zur taz versuchen immerzu, der ungeliebten Linkspartei alle möglichen Stolpersteine und Fallen in den Weg zu legen, um sie zumindest in Westdeutschland wieder aus den Landtagen zu vertreiben. Besonders erfolgversprechend erscheint ihnen der Vorwurf des Antisemitismus, auf den die Akteure des ideologischen Streits in der Partei mit großer Nervosität reagieren – als müßte sich die Linke in Deutschland vor der Rechten für den Holocaust rechtfertigen. Die uneingeschränkte Solidarität mit den USA und mit Israel, nicht mit den Menschen dort, sondern mit den politisch Herrschenden, gehört zu den Kernelementen (west-)deutscher Außenpolitik, die von Kanzlerin Merkel anläßlich ihrer Knesset-Rede zum 60-jährigen Bestehen des Staates Israel zur »Staatsräson« erhoben wurde und damit so etwas wie Verfassungsrang erhalten hat. Das Verhältnis zu Israel ist das Stöckchen, das die Herrschenden, die ihnen verbundenen Medien, die sich links fühlenden »Antideutschen« und wer auch immer der Linken hinhalten, damit sie es artig entweder überspringt oder beim Sprungversuch auf die Nase fällt. >>>

 

 

Landraub bei den Beduinen - Dr. Viktoria Waltz - Diebstahl, Vertreibung und Gewalt - Zweidrittel Palästinas – haben oder nicht haben - Beduinen müssen in die Ghettos – der jüngste ‚Prawer Report‘ Die Beduinen und die ‚nicht anerkannten‘ palästinensischen Orte - Bereits am 5. Juni sollte die im jüngsten ‚Prawer Report‘ geforderte Politik gegenüber den Beduinen festgeklopft werden, politischer Druck hat diese Entscheidung bisher aufgeschoben. Nach dem Prawer Bericht sollen 30.000 (Adalah spricht von bis zu 45.000) Beduinen mit ihren Familien von ihrem Land vertrieben und innerhalb von 5 Jahren zwangsumgesiedelt werden. Sie sollen bis zu 50% Kompensation für ihren Besitz erhalten. Wenn dies gelingt ist dies die größte und einzigartige Umsiedlung die je in Israel seit seiner Gründung durchgezogen wurde. Menschenrechtsgruppen und Aktivisten sind überzeugt davon, dass die in den letzten Jahren wiederholten Zerstörungen von Beduinen Dörfern wie Araqib, das mehrmals abgerissen und wieder aufgebaut wurde, die vermehrte Vertreibung von Beduinen von ihrem Land, Gewaltanwendung, Verhaftungen und harte Geldstrafen für Aktivisten nur der Vorlauf für eine umfassendere Politik dargestellt hat. >>>

 

 

Heilige Mantras - Uri Avnery - DIE PALÄSTINENSER planen etwas Widerwärtiges: sie beabsichtigen sich an die UN-Vollversammlung  zu wenden wegen eines eigenen Staates. Warum ekelhaft? Jeder israelische Sprecher (ganz zu schweigen von Sprecherinnen) wird euch prompt antworten: weil es ein „einseitiger“ Schritt ist. Wie können sie es wagen , einseitig einen Staat auszurufen? Wie können sie es wagen, ohne die Zustimmung der anderen Partei  des Konfliktes –  also uns? Einer, der es mit Details genau nimmt, könnte an diesem Punkt fragen: „Aber war der Staat Israel nicht auch einseitig proklamiert worden?“ Es mag daran erinnert werden, dass unser Staat von David Ben-Gurion und seinen Kollegen am 14. Mai 1948 erklärt wurde – ohne jemanden zu fragen. Aber wer wagt es, zu vergleichen ? Außerdem wenden sich diese niederträchtigen Palästinenser direkt an die UN-Vollversammlung und versuchen den UN-Sicherheitsrat zu umgehen, wo die US mit ihrem Veto sie blockieren könnten. Was für ein schmutziger Trick! Aber Moment mal! War der Staat Israel nicht auf Grund einer von der UN-Vollversammlung angenommenen Resolution proklamiert worden? Um genau zu sein: die Resolution 181 vom 29. November 1947 über die >>>

 

 

Warum ist dieses Jahr anders als andere Jahre und diese Abstimmung anders als andere ? - Adam Keller - Seit Jahrzehnten trifft sich  jedes Jahr die UN-Vollversammlung im September. Und jedes Jahr nimmt sie mit großer Mehrheit eine Reihe Resolutionen an, die von den Palästinensern initiiert wurden. Diese Resolutionen werden ( wenn überhaupt) als kleine Nachrichten irgendwo auf Seite 10 gebracht und verschwinden gleich in den UN-Archiven. Keiner erwartet ernsthaft, dass sie tatsächlich in der Realität erfüllt werden. In diesem Jahr ist es ganz anders. Nie hat eine UN-Abstimmung so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen, wie die Abstimmung, die man im September dieses Jahr erwartet. In diesem Jahr drückte der Verteidigungsminister Besorgnis aus, dass die erwartete UN-Abstimmung einen politischen Tsunami auslöst. Und der Außenminister begann mit einer Notmobilisierung all seiner Diplomaten in allen Ländern der Welt und instruierte sie schon viele Monate im voraus, ihre Energien auf die erwartete Abstimmung in der UN-Vollversammlung zu konzentrieren. Und die IDF und die Polizei halten ein halbes Jahr im voraus umfangreiche Übungen ab, während sie die UN-Abstimmung erwarten und seine vorausgesagte Auswirkung vor Ort. Und der Ministerpräsident (MP) Israels und seine  hochrangigen Minister fliegen rund um die >>>

 

 

Die Angst bezüglich historischem Palästina auch durch Dialog überwinden - Offener Brief an Deutschen Politikern, Medien sowie angesprochen fühlenden Personen - Dr. rer. nat. Nutan Sampat - Sehr geehrte Damen und Herren, ich gehe davon aus, dass mittlerweile fast allen Politiker dieser Welt bewusst ist, dass die mehr als Hundert- bzw. Sechzigjahren andauernden Gewaltspirale im mittleren Osten, bei denen zionistische Jüdische Gruppen bzw. der Nuklear-Staat Israel mitbeteiligt waren/ist, aufhören muss. Sowohl Verantwortliche im internationalen politischen Geschehen als auch zunehmend immer mehr Zivilorganisationen leisten zwecks Lösung des Nahostkonfliktes unzählige Arbeitsstunden. Geschichtsbewusste Deutsche, haben inzwischen ihre tiefgründigen Erfahrungen mit zionistischen Juden (die ursprüngliche Idee war ja die Gründung eines reinen Judenstaates) und Sie können die Augen vor deren Vergehen nicht schließen. Sicher kommen sie viel mehr mit Mitgliedern anderer Parteien, sowie mit Menschen aus den unterschiedlichsten Gruppierungen in Berührung als ich und sind der Meinung, dass sicherlich einige pauschal Juden hassen und sind besonders darauf aufmerksam. Mit vielen Juden gehöre ich einer internationalen gewaltlosen Bewegung an. Mein Vater nahm in der Bewegung Mahatma Gandhis teil, dessen Enkelsohn Herr Arun Gandhi  >>>

 

 

Clashes between settlers and Palestinians

 


25.6.2011

 

 

Kniefall vor der deutschen Israel-Lobby - Norman Paech - Als die stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion, Gesine Lötzsch, am 1. Juni 2010 die gerade aus Israel ausgewiesenen Abgeordneten ihrer Fraktion begrüßte, war sie noch stolz darauf, dass sich auch die LINKE an der Free-Gaza-Flottille beteiligt hatte. Sie konnte sich auf einen einstimmigen Beschluss des Bundestags berufen, der die Aufhebung der völkerrechtswidrigen Blockade des Gazastreifens durch Israel gefordert hatte. Und Gregor Gysi protestierte »gegen den völkerrechtswidrigen Akt mit Toten und Verletzten« sowie gegen die Seeblockade des Gaza-Streifens. Ein Jahr später zwingt die Fraktion sich selbst, an der nächsten Flottille nicht teilzunehmen. Was war geschehen? Es hat furchtbare Prügel gegeben im Bundestag. CDU und FDP haben ein obskures Pamphlet benutzt, um gemeinsam mit SPD und Grüne jede kritische Äußerung oder Aktion gegen die wahrlich kriminellen Auswüchse der israelischen Besatzungspolitik in den Topf des Antisemitismus zu werfen und diesen Unflat unter wüsten Beschimpfungen über der Linksfraktion auszuleeren. Plötzlich war der Versuch, die Blockade mit friedlichen Mitteln zu durchbrechen, ein Ausweis des Antisemitismus. Ein vollkommen irrsinniger Vorwurf. Man kann die Aktion als zu gefährlich oder politisch nicht opportun kritisieren, aber in die Schublade des Antisemitismus passt sie ganz und gar nicht. >>>

Der Boss ist genervt - Daniel Brössler - Der Antisemitismus-Streit zeigt: In Wahrheit regieren Feindschaft und Misstrauen die Linke. Fraktionschef Gysi muss über sich lesen, ihm gehe "der Arsch auf Grundeis". Jemand Besseren als ihn hat die Partei aber nicht - nur er hält sie noch zusammen. Der Abgeordnete Andrej Hunko sah sich kürzlich zur Klarstellung einer Phrase veranlasst. Auf seiner Internetseite legte das Mitglied der Linksfraktion im Bundestag dar, beim Begriff "jemandem geht der Arsch auf Grundeis" handle es sich um ein umgangssprachliches Bild aus dem 18. Jahrhundert. Es drücke aus, dass jemand Angst bekomme oder starke Bedenken habe. "Es hat darüber hinaus keinen despektierlichen Charakter", schrieb Hunko. >>>

Facetten einer Nötigung - Jürgen Reents - Die LINKE, der Antisemitismus und der Nahost-Konflikt - Es begann mit 16 Blatt Papier, auf denen die Autoren Sebastian Voigt und Samuel Salzkorn ihre Behauptungen ausbreiteten, dass in der Linkspartei antisemitische Positionen »immer dominanter« würden und »der antizionistische Antisemitismus« in der LINKEN »zu einer weitgehend konsensfähigen Position« geworden sei. Der zuerst von der »Frankfurter Rundschau« (18. Mai) als »Studie« vorgestellte Text war hinsichtlich seiner Behauptungen völlig belegfrei, hatte allerdings – das hätte von vornherein auffallen dürfen – keinen wissenschaftlichen, sondern einen rein ideologischen Zweck: Überschrift »Antisemiten als Koalitionspartner?«, Schlusssatz: »Antisemiten können keine Koalitionspartner sein.« Als politisches Pamphlet war er so geradezu prädestiniert, von Union und FDP im Bundestag in einer Aktuellen Stunde (25. Mai) gegen die Linkspartei eingesetzt zu werden, dabei auch SPD und Grüne gegen etwaige missliebige Farbenspiele zu domestizieren. >>>

Zyonismus - nein Danke! - Dr. Viktoria Waltz - Die deutschen Zionistenfreunde sind in Hochstimmung - Aber: 'Hochmut kommt vor dem Fall', denn Unrecht ist Unrecht, Rassismus bleibt Rassismus, da gibt es keine Ausnahme für israelische rechtsextreme Nationalisten Und: Wie korrupt kann man werden, um als ehemaliger 'Anti-Imp' und 'Linker' dem rechtslastigen Mainstream trotz aller Vergangenheit wieder anzugehören? . >>>

Trouble on the German Left: Israel and Anti-Semitism - Victor Grossman - The party called The Left, which started up so hopefully four years ago and soon became a strong progressive force in German politics, with 76 Bundestag members and delegates in all but three of sixteen state legislatures, now faces earnest, possibly fateful problems. Centrifugal forces in the party, so disturbing this past year, have now erupted into a bitter controversy over Israeli policies and alleged anti-Semitism. The Left party has been hated, even feared by the four established parties. It had grown stronger when voters >>>


Die Israellobby:

Die Frau ohne Durchblick dafür mit Doppelmoral: Katja Kipping - Keine Bündnisse mit Kriegstreibern - Israel von der Landkarte streichen – das war das Ziel mehrerer Teilnehmenden der ersten Gaza-Flotille. Eine der treibenden Kräfte der Flottille ist die islamistische Organisation IHH. IHH-Chef Bülent Yildirim sprach offen Israel das Existenzrecht ab: »Wir haben keine Probleme mit Juden, aber wir haben ein Problem mit einem Platz. … Unser Problem ist der Zionismus, der wie ein Virus die Menschheit befallen hat.« Bei der Abfahrt wurden von diesen Gruppierungen antisemitische Gesänge angestimmt. Das ist unerträglich. Es darf keine zweite Beteiligung von LINKEN an solchen Bündnissen geben. Das Motto lautet: Augen auf bei der Bündnispolitik! >>>

Gysis falsche Freunde - Lorenz Maroldt - Partei der Antifaschisten, so sah Gregor Gysi die Linke gern. In Wahrheit hat die Partei ein Problem mit Extremisten, nicht nur beim Thema Israel. Ein Kommentar >>>


"Zu viel Leidenschaft" - Antisemitisch oder bloß kritisch – Mariam Lau - in der Linkspartei verschwimmen die Grenzen im Umgang mit Israel >>>


»Wir sind Pazifisten« - Linkspartei-Mitglied Elfi Padovan über ihre Teilnahme am Hilfskonvoi - Die pensionierte Kunsterzieherin ELFI PADOVAN sitzt im Vorstand des LINKE-Ortsverbandes München-Süd und nimmt an der zweiten Gaza-Hilfsflottille teil. Mit der Pazifistin sprach ND-Redakteur Fabian Lambeck >>>

 
 
 

Auf alles gefaßt - In griechischen Häfen bereiten sich Aktivisten aus 40 Ländern darauf vor, die israelische Seeblockade zu durchbrechen - Peter Wolter >>>

Die Gaza-Flottille II - Interview mit Paul Murphy, Europaabgeordneter der Socialist Party Irland über seine Teilnahme an der Flottille. - Paul Murphy, Europaabgeordneter der Socialist Party für Dublin (Irland) wird an der bald startenden „Freiheits-Flottille II“ teilnehmen, die nach Gaza aufbrechen wird, um humanitäre Hilfe für die Menschen des Gaza-Streifens zu liefern. Die erste „Freiheits-Flottille“ wurde im letzten Jahr in internationalen Gewässern von den israelischen Verteidigungskräften (der israelischen Armee) brutal angegriffen. Neun Menschrenrechtsaktivisten wurden dabei umgebracht. Wir veröffentlichen hier ein Interview mit Paul Murphy >>>

Writer Alice Walker to sail on Gaza flotilla - By Danna Harman -  "The U.S. State Department has warned its citizens against going ahead with plans to join the flotilla seeking to breach Israel`s naval blockade of the Gaza Strip later this month.One traveler planning to ignore that advice is celebrated poet and novelist Alice Walker, who intends to join with other European and American activists when they set sail from the ports of some 22 countries."

Hillary Clinton gives green light for Israeli attack on Gaza flotilla - Ali Abunimah - In comments yesterday, US Secretary of State Hillary Clinton seemed to lay the ground – indeed almost provide a green light – for an Israeli military attack on the upcoming Gaza Freedom Flotilla, which will include the US Boat to Gaza. >>>

Dokumentation: Free Gaza Bewegung - Gaza Freedom Flotilla - Freiheitsflottille 2 - 2011  >>>

 
 


Quelle und mehr Palästina Nahostinitiative Heidelberg >>>

Liebe Mitstreiter, Liebe Freund und Aktive,Ich möchte euch auf eine Kampagne aufmerksam machen, welche wir leztes Jahr erfolgreich umsetzen konnten. Die Kampagne soll dieses Jahr frühzeitig gestartet werden um eine noch größere Resonanz zu erzielen. Wie Ihr bestimmt alle wisst findet bald Ramadan (erste August Woche) statt. An diesem heiligen Monat fasten Muslime vom Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang und brechen das Fasten traditionell mit Datteln.

Leider konsumieren viele unwissend Datteln aus Israel, welche von der Firma Agrexco unter dem Namen Carmel, sowie von Hadiklaim exportiert werden. Diese Datteln stammen aus dem Jordan Tal und anliegenden Siedlungen. Genaue Informationen schicke ich euch bei Interesse zu. Es ist daher sehr wichtig das Wir gemeinsam bereits jetzt handeln und Akteure informieren! Folgenden Zeitplan habe ich aufgestellt:

Juni: An lokale Händler schreiben und diese über den Sachverhalt informieren
(Musterschreiben ist im Anhang, Briefkopf kann verändert werden, sowie Text)
Juni/Juli: Neben den Schreiben, lokale Händler aufsuchen und persönliche Gespräche führen.

Juli/August: Moscheen, Händler aufsuchen und erfragen ob man Informationsmaterial aushändigen kann oder ob in den Moscheen an Freitagsgebeten das Thema kurz erwähnt werden kann während der Predigt.
(Moscheen in deine Nähe findest du unter: www.moscheesuche.de)

August/September: Verteilen der Postkarten vor Händlern, Moscheen in denen diese Datteln verkauft werden.

Die Postkarten wurden letztes Jahr angefertigt und dieses Jahr verändert, so dass man diese jedes Jahr einsetzen kann. Im Anhang füge ich euch die alte Version zu, sowie eine Version unserer Freunde aus England. So in etwa stelle ich mir unsere Postkarte vor. Anregung nehme ich gerne entgegen. Bitte teilt mir  Souhail Kahla oder Dagmar wer Interesse bei der Vorbereitung und Umsetzung der Aktion hat. Sowie dran teilnehmen möchte und Infomaterial ordern möchte um dies zu vertreiben. Ich weiss das sehr viele zur Zeit an der Aktion " Willkommen in Palästina", beschäftigt sind (Berliner Freunde), dennoch hoffe ich das sich eine kleine Gruppe heraus bildet. Ich habe mich des Weiteren mit Unternehmen aus England in Verbindung gesetzt (www.zaytoun.org, www.yaffa.co.uk) welche Datteln aus Palästina verkaufen. Ein Angebot habe ich angefragt. Die Idee ist den Händlern ein alternatives Produkt anzubieten. Diese wären ein wenig teurer im Einkaufspreis, jedoch moralisch unbedenklich. Vielen Dank und ich hoffe auf eine zahlreiche Beteiligung

Bitte dokumentiert eure Arbeit und listet Händler auf, welche Interesse an pal. Datteln haben, damit ich diese kontaktieren kann. Ein Lieferant wurde gefunden welcher bereit ist, medjoul datteln auch nach Deutschland zu liefern. Souhail Kahla - souhailkahla@aol.com - palestinan Students for Peace

VIDEO - Datteln: Palästinenser schuften für ihre Besatzer - Fast die Hälfte der in der Schweiz verkauften Datteln stammt aus Israel. Israelische Firmen besitzen Plantagen in den besetzten Gebieten und nützen dort Palästinenser als billige Arbeitskräfte aus. «Kassensturz» weiss: Auch Schweizer Händler verkaufen Datteln von fragwürdigen Lieferanten. >>>


BOYCOTT ISRAELI DATES RAMADAN CAMPAIGN  >>>

Boycott Israeli Dates

Kassensturz vom 22.12.2009

Boycott Israeli Dates

Zaynab's Story: A Call To Boycott Israel 1of4

 
 

"Wollen wir normal sein?" - Was Picasso in Palästina zu suchen hat - Fatima Abdulkarim im Gespräch mit Frank Meyer  - Die palästinensische Kunstakademie hat "Buste de Femme", ein Gemälde von Pablo Picasso, nach Ramallah geholt. Noch nie ist ein so bedeutendes westliches Kunstwerk in Palästina gezeigt worden. Die Frage lautet: Welche Bedeutung kann Kunst in einem von Gewalt geprägten Umfeld entfalten? >>>

 


24.6.2011

 

 

Zyonismus – Nein Danke! - Die deutschen Zionismusfreunde in Hochstimmung - Dr. Viktoria Waltz - Aber: Hochmut kommt vor dem Fall, denn Rassismus bleibt Rassismus, Unrecht bleibt Unrecht und da gibt es keine Ausnahme für israelische rechtsradikale Zionisten, die Menschenrechte verletzen und jede internationale Konvention missachten - Und die Frage in Deutschland ist:  wie korrupt kann man werden, um dem nationalen Mainstream trotz aller Vergangenheit wieder anzugehören? Ob in der nach68er linken oder antiimperialistischen Bewegung oder bei den heutigen Linken oder Grünen: Professor werden, Landrat werden (z.B. Udo Knapp, Götz Aly PLPI), Berater des Außenministers werden (Joschka Schmierer KBW), oder gar Außenminister und Großkapitalberater werden (Joschka Fischer Frankfurter ‚streetfighter)‘ und so weiter, erfordert einige Schlangenbewegungen des Rückgrats. Dass diese Bewegung in den Medien mehr wahrgenommen und erörtert wird als andere Stimmen versteht sich von selbst. Die Linke gerade jetzt mit Dreck zu bewerfen, wo  die Bundesrepublik sich zu einem unsozialen, imperialistischen und militaristischen Monster entwickelt und die Menschen trotz aller medialen Indoktrination zunehmend Zweifel an diesem Weg haben, ist offenbar von Bedeutung, und in ihren Reihen Unfrieden und Spaltung zu verbreiten, macht sich gut. Besonders dann, wenn ehemalige ‚Linke‘ ihre Kehrtwende noch und nochmals beteuern wie jüngst jener umgefärbte Professor Götz Aly aus Berlin im Deutschlandfunk. Die Linke muss sich offensichtlich vor zwei Vorwürfen verteidigen: Nachfolgerin der KPD oder Antisemitisch zu sein – beides kann in Konsequenz zum Verbot führen. Da wird sie sich wohl auch biegen und beugen müssen! Nicht anders erging es den Grünen 1984, wer sich noch erinnert: die erste Auslandsreise der frisch gebackenen Parlamentsopposition führte sie in den Nahen Osten und sogleich nach Israel – und noch während man sich in Yad Vashem vor den Opfern des Nationalsozialismus verbeugte aber auch >>>

Linksfraktion: Den Staat Palästina anerkennen - Auswärtiges/Antrag - 23.06.2011 - Berlin: (hib/BOB) Die Linksfraktion hat die Bundesregierung aufgefordert, den Staat Palästina anzuerkennen. Dazu hat sie einen Antrag (17/6150) vorgelegt. Sie begründet dies damit, nur so könnten Israelis und Palästinensern ein Leben in Frieden, in politischer Unabhängigkeit, in nationaler Sicherheit und wirtschaftlichem Wohlstand ermöglicht werden. Die Prokla-mation des Staates Palästina sei deshalb auf UN-Ebene und auf der Grundlage der Grenzen von 1967 zu unterstützen. Bundespräsident Christian Wulff sei zu veranlassen, den Staat Palästina mittels einer Note anzuerkennen. Israel müsse seinen völkerrechtswidrigen Siedlungsbau beenden und die palästinensischen Gebiete ”nicht länger als Teil der Innen-politik“ betrachten. Von der Hamas sei die Anerkennung des Staates Israel einzufordern. Die notwendige Verpflichtung der Palästinenser zum Gewaltverzicht verlange auch einen Gewaltverzicht von der israelischen Seite, schreiben die Antragsteller weiter. Quelle
 

Petra Pau schreibt am 11. Juni: Aktuelle Notiz: LINKE und Antisemitismus >>>

Daraufhin bekam sie  von Wolfgang Behr einen Leserbrief: Betrifft Antizionismus-Debatte in der Linksfraktion - Liebe Genossin Pau. Ich habe Deinen recht arroganten Brief in Deinem Newsletter vom 13.6.11 gelesen. Da möchte ich mit folgendem Zitat beginnen:
• Pierre Stambul: 1.3.08 Jüd.-franz. Vereinigung für den Frieden „Was unerträglich ist, das ist die Straflosigkeit Israels, die fehlende Empörung der öffentlichen Meinung und der Regierungen, die nicht Basta! sagen . Es sind die fehlenden Sanktionen ,die Tatsache, dass nicht alle Welt auf die Straße rennt und den israelischen Führern entgegenbrüllt: "Es reicht, das lassen wir nicht zu“. >>>


Zum „Antisemitismus“ in der Partei DIE LINKE: Eine kontroverse Debatte im Deutschen Bundestag - Dr. Ludwig Watzal >>>

Sonderheft: Aktuelle Stunde der Schande - Eine gerade erschienene Sondernummer der unabhängigen jüdischen Zeitschrift Der Semit beschäftigt sich mit der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages am 25. Mai zum angeblichen Antisemitismus in der Partei Die Linke.
Die Sondernummer wird an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages verteilt und an Abonnenten verschickt. Darüber hinaus kann sie zum Kostenpreis von fünf Euro bestellt werden: Melzer-Verlag, Frankfurter Straße 92, 63263 Neu-Isenburg. Telefon: 06102/368768, Fax: 06102/368769, E-Mail:
info@melzer-verlag.de mehr >>>
 

 

 

Kurs auf Gaza - An der Seite des palästinensischen Volkes stehen: Warum ich mich an der Freedom-Flottilla II beteilige - Marina Albiol - (...)  Die Tatsache, daß die Compañeros Willy Meyer (Europaabgeordneter der der spanischen Izquierda Unida, IU, Vereinigte Linke), Joan Josep Nuet (Generalsekretär der Partei der Kommunisten Kataloniens) und ich mitfahren, ist eine Demonstration dafür, daß die Vereinigte Linke weiter an der Seite des palästinensischen Volkes steht. Wir waren immer an der Seite der unterdrückten Völker, und deshalb wollten wir uns diesmal aktiv an dieser zweiten Freiheitsflottille beteiligen. >>>

Deutsch Initiative, um die Belagerung des Gazastreifens zu brechen - mit Udo Steinbach zur deutschen Gaza Flotte



Presseerklärung - Deutsche Initiative zum Bruch der Gazablockade >>>

 

 

Israel bereitet sich auf neue Gaza-Flotille vor (SB) - Ray McGovern erhält ominöse Warnung aus dem Umfeld Obamas - Von der Regierung des ersten afroamerikanischen Präsidenten der USA ist für die US-Gaza-Aktivisten wenig Rückendeckung bei der potentiell lebensgefährlichen Fahrt zu erwarten. Dies geht aus einem Artikel hervor, den Ray McGovern am 18. Juni bei Consortiumnews.com unter der Überschrift "Gaza and American 'Security'" veröffentlicht hat. Dort schrieb der 72jährige, ehemalige CIA-Analytiker, der früher das von ihm verfaßte Daily Presidential Briefing (DFB) jeden Morgen im Weißen Haus vortrug, sich seit einigen Jahren als Kriegsgegner hervortut und bei der "Audacity of Hope" mitsegelt, unter anderem folgendes: Ich bin auch von einem Informanten mit Zugang zu führenden Mitarbeitern beim Nationalen Sicherheitsrat gewarnt worden, nicht nur daß das Weiße Haus nichts zu unternehmen gedenkt, um unser Boot vor einem israelischen Angriff oder einer illegalen Kaperung zu schützen, sondern auch, daß Vertreter des Weißen Hauses "froh wären, stieße uns etwas zu". Wie ich aus zuverlässiger Quelle erfahren habe, sind sie "mehr als einverstanden damit, daß die kalten Leichen von Aktivisten im amerikanischen Fernsehen gezeigt werden". >>>

against flotilla - Bego Astigarraga -  As the second Gaza Freedom Flotilla, made up of some 10 ships carrying 1,000 activists from 20 countries, gets ready to sail for the besieged Gaza Strip, Israeli authorities are stepping up their threats. The Israeli government is putting pressure on other Mediterranean countries from which the ships may sail late this month, although the exact date and place have not yet been revealed for security reasons. Israel has warned foreign diplomats in Tel Aviv to get ready to “face the consequences,” says a statement issued by the “Rumbo a Gaza” (Sailing to Gaza) Spanish civil society initiative. The Israeli daily Haaretz revealed that the Israeli military held a large drill for special commandos and snipers to prepare to intercept the flotilla. >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 17. Juni 2011


Israelische Armee beginnt Abbruch eines Mauerabschnitts in Bil’in
- I
m Dienstag begannen Bulldozer der israelischen Armee mit dem Abbau eines Teiles der nach internationalem Recht illegalen israelischen Mauer im Westbankdorf Bil’in. Die Neuverlegung der Mauer im Westen des Dorfes soll Mitte Juli abgeschlossen sein, berichtete IMEMC am 22. Juni.

Sechs Jahre nach dem Beginn der ersten Proteste gegen den Mauerbau und beinahe vier Jahre nach dem Urteil des israelischen Obersten Gerichtshofes, dass der Verlauf der Mauer in Bil’lin illegal sei, wird das Dorf einen Teil seines durch die Mauer annektierten Landes zurückerhalten.

2007 hatte das israelische Oberste Gericht entschieden, dass der Verlauf der Mauer in Bil’in nicht vorwiegend aus Sicherheitsgründen geplant wurde, sondern mit der Absicht, eine Erweiterung einer illegalen israelischen Siedlung zu ermöglichen. Vier Jahre lang widersetzte sich die israelische Armee der Umsetzung des Urteils, und erst nachdem das Dorf Petitionen gegen zwei Planungsvorschläge eingereicht hatte, legte die Armee im April 2009 eine Route vor, die einen Hauptteil des Landes, das für die Ausdehnung der nahegelegenen israelischen Kolonie vorgesehen war, wieder auf die “palästinensische” Seite der Mauer verlegte, etwa 150 Hektar. In diesen Jahren wurden zwei Dorfbewohner aus Bil’in bei den Freitagsdemonstrationen getötet und hunderte von Menschen verletzt. Trotz dieser Rückerstattung von Land verliert Bil’in 435 Hektar seines Dorflandes auf der “israelischen” Seite der Barriere.

Mohammed Khatib vom Bürgerkomitee Bil’in verweist auf die langen Jahre, in denen die israelische Armee das Gerichtsurteil vollkommen ignorierte und Demonstranten gegen die Mauer brutal angriff, verhaftete und mit Gefängnis bestrafte, obwohl ein israelisches Gericht die Rechtmässigkeit der Klagen aus Bil’in bestätigt hatte. Er bekräftigte, dass Bil’in den Widerstand gegen die Besatzung fortsetzen werde: “ Wir werden unseren Kampf fortsetzen, bis alles Land an uns zurückgegeben ist und wir das Ende der israelischen Besatzung sehen.”
http://popularstruggle.org/content/israeli-army-begins-dismantling-wall-bilin
http://www.imemc.org/article/61514

 

Neue Widerstandsbewegung für Palästina - Vor eineinhalb Jahren wurde von Bewohnern und führenden Mitgliedern von Gemeinden in den Distrikten von Hebron, Beit Ummar und Ramallah die Idee formuliert, den weitverbreiteten, gewaltlosen Widerstand von unten in Palästina weiterzuentwickeln. Sie formulierten Pläne für einen Dachverband, der die bereits bestehenden Bürgerkomitees in den kleinsten Dörfern in Palästina koordinieren und unterstützen werde.  Younes Arar vom Bürgerkomitee Beit Ummar bezeichnete dieses inklusive Komitee gegenüber dem Palestine Monitor als“ die erste vereinte, organisierte, populäre, gewaltlose Bewegung in Palästina”.

Das “Palestinian Popular Resistance Movement” [PPRM]  wird ein Netzwerk für die Aktivisten in Dörfern in der Westbank und im Gazastreifen sein, mit dem Ziel der Ausdehnung der palästinensische Widerstandsbewegung. Nach Ansicht von Arar sollte der Erfolg des Westbankdorfes Budrus auf andere Dörfer in der Westbank ausgeweitet werden, die gegen eine Siedlungsexpansion oder die Abtrennung von Dorfland durch die Annexionsmauer ankämpfen. Budrus war das erste palästinensische Dorf, das die Route der israelischen Mauer auf die Grüne Linie zurückdrängen konnte. Das Beispiel von Budrus inspirierte andere bekannte Widerstandsbewegungen in Bi’lin, Ni’lin und Nabi Saleh.

Younes Arar denkt, dass andere Dörfer für ihre jahrelange, gewaltfreie Opposition gegen die Besatzung ins Licht der Öffentlichkeit treten sollten. Seit Mai diesen Jahres hat die neu geformte Gruppe beim Neu- oder Wiederbeginn von wōchentlichen Protesten in drei Dōrfern im Distrikt von Hebron geholfen: At Tuwani, Beit Ula und Susya. Seiner Meinung nach kōnnen Dōrfer mit einer aktiven Widerstandsarbeit die Siedlungsausdehnung eindämmen: “ Wir haben die Siedlungsexpansion in einigen Gebieten gestoppt, weil Leute vor Ort ständing aufgepasst haben; die aktiven Dōrfer haben Siedlungsausdehnung gestoppt.”

Vom 16. bis zum 18. Juli organisiert das PPRM die erste Widerstandskonferenz Palästinas in drei Dōrfern der Westbank, Beit Ummar, Ni’lin und Iraq Burin.1) “Widerstand findet nicht nur in einem Dorf statt, es geht nicht nur um Beit Ummar, Bil’in oder At Tuwani, es geht um Palästina,” sagte Arar.2)

1)http://www.facebook.com/event.php?eid=210261315664359&ref=nf
2)http://www.palestinemonitor.org/?p=866

 

Neue Artikel zum Widerstand/BDS:
Michelle Chen,Palestinian Youth Channel an Old Struggle Through New Media,
http://www.commondreams.org/view/2011/06/18-3
Michelle Chen, Palestinians Link Global and Local in Israel Boycott Campaign, http://www.commondreams.org/view/2011/06/19-1

 

Europäsche Union: Besorgnis über Verfahren gegen Bassem Tamimi - Ein Vertreter der Europäischen Union beim Menschenrechtsrat der Uno [UN Human Rights Council] erklärte bei einer Sitzung am 14. Juni in Genf, dass die Rechte von israelischen und palästinensischen Menschenrechstverteidigern erheblich eingeschränkt  und sie für ihre gewaltlosen Proteste festgenommen würden. Der Ständige Vertreter Ungarns beim Büro der Vereinten Nationen in Genf sagte im Namen der EU: „Während die EU vor diesem Rat im März die Freilassung von Abdallah Abu Rahmah begrüsste, ist die EU besorgt, dass weiterhin andere Menschenrechtsverteidiger für ihre gewaltlosen Proteste festgenommen werden. Die EU verfolgt das am 5. Juni in einem israelischen Miliärgericht eröffnete Verfahren gegen Bassem Tamimi, einem Aktivisten aus dem Westbankdorf Nabi Saleh, das von der illegalen Siedlungsausdehnung betroffen ist.“ Er drückte ebenfalls die Besorgnis der EU über die Behandlung von Journalisten in der Westbank und im Gazastreifen aus, die erheblichen Schikanen ausgesetzt seien, die eine freie Berichterstattung beeinträchtigten.

Am 27. Juni wird das Militärtribunal gegen Bassem Tamimi im Militärkomplex Ofer in der Westbank mit den ersten Zeugenanhörungen fortgesetzt.

Mohammed Khatib aus Bi‘lin, der die Arbeit des Koordinierungskomitees für den friedlichen palästinensischen Widerstand [Popular Struggle Coordination Committee] organisiert, sieht die verstärkte israelische Niederschlagung der örtlichen Proteste gegen die Mauer und die Besatzung in der Westbank als eine Reaktion auf die vor der Uno angestrebte Anerkennung eines palästinensischen Staates im September. Er forderte die internationale Gemeinschaft auf, den Freiheitskampf der Palästinenser stärker als bisher zu unterstützen: „Mit dem Herannahen des Septembers und der Intensivierung der Angriffe auf den weitverbreiteten palästinensischen Widerstand muss die Welt Israel gegenüber klarstellen, dass wie in den arabischen Nachbarregimen eine Niederschlagung des zivilen Widerstandes nicht zugelassen wird.“

Im März 2011 nahm die israelische Armee zwei prominente Organisatoren der gewaltlosen, wöchentlichen Proteste in Nabi Saleh gegen die Besatzung und Siedlunsgsausdehnung, Naji und Bassem Tamimi, fest und eröffnete Militärgerichtsverfahren gegen beide Dorfbewohner, die für die Dauer des Verfahrens im Gefängnis bleiben müssen. Die Militärstaatsanwaltschaft hat sie auf der Basis ihrer Arbeit im Widerstandskomitee von Nabi Saleh u.a. der „Aufwiegelung“ und der „Organisation nicht genehmigter Proteste“ angeklagt. Bassem Tamimi wies die Anklagen beim Prozessbeginn am 5. Juni kategorisch zurück und bekannte sich offen dazu, die friedlichen Demonstrationen in Verteidigung des palästinensischen Landes und der Menschen organisiert zu haben. Die Anklagen gegen beide Menschenrechtsaktivisten beruhen auf den zweifelhaften Geständnissen von Jugendlichen, die von der israelischen Armee nachts aus ihren Häusern geholt und stundenlangen Verhören ohne elterlichen oder rechtlichen Beistand unterzogen wurden, womit die israelischen Vernehmungsbeamten  gegen die Regeln der eigenen Armee verstossen haben.

http://www.popularstruggle.org/content/european-union-expresses-concern-over-persecution-bassem-tamimi

Naji Tamimi wurde am 6. März bei einer Militärrazzia auf sein Haus verhaftet und einen Tag vor der Verhaftung von Bassem Tamimi (24. März) der „Aufwiegelung“,  „Organisierung von illegalen Protesten“,  „Anstiftung zum Steinewerfen“ und der „Behinderung der Justiz“ angeklagt, eine Liste von Anklagepunkten, die bereits im vergangenen Jahr gegen fünf Organisatoren der Bürgerkomitees in Bil’in und Ni’lin vorgebracht wurden.
http://popularstruggle.org/content/nabi-saleh-marks-land-day-march-solidarity-political-prisoners  
http://popularstruggle.org/content/nabi-saleh-protest-organizer-bassem-tamimi-remain-under-arrest
 

B’Tselem: Israelischen Streitkräfte müssen für Aktionen in Nabi Saleh zur Verantwortung gezogen werden - Am 15. Juni 2011 forderten B’Tselem und die Association for Civil Rights in Israel (ACRI) eine Untersuchung von Aktionen der israelischen Grenzpolizei, die bei der Festnahme von drei Demonstrantinnen und im Vorgehen gegen die Protestteilnehmer im Westbankdorf Nabi Saleh allgemein „erhebliche Gerwalt“ einsetzte, obwohl die Demonstranten weder Steine geworfen noch die Sicherheit der Armee gefährdet hatten. Zwei Mitarbeiter von B’Tselem aus dem Dorf Nabi Saleh hatten das Vorgehen der israelischen Armee bei einem Protest im Mai gefilmt. In Reaktion auf die Forderung von B’Tselem und ACRI nach einer Untersuchung, und nachdem mehrere Demonstrationsteilnehmer Klagen vorgelegt hatten,  eröffnete die Abteilung für Polizeiuntersuchungen (Department for Police Investigations) eine Untersuchung.
http://www.btselem.org/topic-page/1352011-investigation-border-police-violence-against-protesters-nabi-saleh
 

Nabi Saleh: Europäische Diplomaten nehmen am Freitagsprotest teil - Am 17. Juni kamen die Konsulen aus Malta, Frankreich, Holland und der EU zum (von Seiten der Demonstranten)gewaltlosen Freitagsprotest des Dorfes gegen die fortgesetzte israelische Besatzung der Westbank und konnten so aus erster Hand, aber sicherer Distanz einen Einblick sowohl in die Widerstandskampagne des Dorfes wie auch das brutale Vorgehen der israelischen Armee gegen die unbewaffneten Menschen mit Tränengas und Gummimantelgeschossen gewinnen. Sieben Menschen wurden verletzt und dutzende litten unter der Tränengasinhalierung.
http://nabisalehsolidarity.wordpress.com/2011/06/21/european-consuls-attend-non-violent-demonstrations-in-nabi-saleh/
Neuer Bericht über die Proteste in Nabi Saleh: http://frontlineecho.blogspot.com/2011/06/onions-smell-of-freedom-by-diana-alzeer.html

 
Bil’in: Fotograf  Rani Bornat verletzt - Rani Bornat aus Bil’in, Sohn eines Schafhirten und Fotograf zahlreicher Demonstrationen in Bil’in, wurde bei der wöchentlichen Demonstration am 17. Juni von einem Tränengaskanister an der linken Schulter verletzt. Die israelische Armee setzte wie üblich grosse Mengen an Tränengas, Schockgranaten und Gummimantelgeschosse gegen die unbewaffneten Demonstrationsteilnehmer ein; in Folge der Tränengasinhalierung litten dutzende an Atemnot und Erbrechen.

Eine buntgemischte Gruppe von Unterstützern zeigte diese Woche ihre Solidarität mit Bil’in: Das Freiheitstheater Jenin war für die Demonstration nach Bil’in gekommen und hielt eine Vorstellung am Zielpunkt des Protestes vor der israelischen Mauer ab. Zahlreiche internationale und israelische Aktivisten, darunter der Regisseur James Seamus, beteiligten sich ebenfalls am Freitagsprotest. Zum sechsten Jahrestag der Gründung der palästinensischen National Initiative waren Mitglieder und prominente Politiker nach Bil’in gekommen.

Einige junge Männer beschlossen, den Ausgüssen des „Skunkmobils“ , das eine giftige, klebrige Mischung aus Chemikalien und Abwassern versprüht, an diesem Freitag nicht auszuweichen und zeigten ihren unbeugsamen Widerstandswillen durch eine „Dusche“.
http://www.bilin-ffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=364&Itemid=1

 

Ni’lin: Verstärkte Zusammenarbeit mit Widerstandskomitees in Nachbardörfern - Im Nachbardorf Ni’lin hatte die israelische Armee am Freitag das Dorf zur „geschlossenen militärischen Zone“ erklärt und acht Israelis am Eingang des Dorfes festgenommen, als sie zur wöchentlichen Demonstration gegen die Mauer in Ni‘lin anreisten. Nach dem Mittagsgebet auf dem Dorfland machte sich der Protestzug zur Mauer auf, wo die israelische Armee bereits auf sie wartete und der Angriff mit Tränengas und anderen „Mengenkontrollwaffen“ begann.1)

Das Bürgerkomitee Ni’lin und Dorfbewohner beteiligen sich seit einigen Wochen an zwei neuen Protestaktionen in der Westbank:

Zusammen mit den Bürgerkomitees der Nachbardörfer Budrus und Deir Quaddis werden beinah tägliche Proteste an der Baustelle organisiert, wo neue Häuser für eine Erweiterung der israelischen Kolonie Nili errichtet werden sollen. Beim Versuch, die Bulldozer zu blockieren, was etwa eine halbe Stunde gelang, wurden die Demonstranten am 15. Juni mit scharfer Munition und mit Tränengas beschossen. Muhammed Amirah vom Bürgerkomitee Ni’lin wurde von Grenzpolizisten mit Schlagstöcken angegriffen und danach festgenommen. Am 22. Juni berichtete das Popular Struggle Coordination Committee, dass Wachmänner an der Baustelle mit scharfer Munition auf die Demonstranten feuerten, als sie sich den Bulldozern näherten. Es gab keine Verletzungen.2)

Zusammen mit dem Nachbardorf Shuquba protestieren die Bewohner aus Ni’lin gegen den Betrieb des Steinbruchs Natuff, im Besitz eines Ex-Offiziers der israelischen Armee, auf dem Land der beiden Dörfer. Am 10 Juni hatten sich etwa 150 Demonstranten, darunter ein Kontigent aus Ni’lin, das sich nach dem Freitagsprotest im Dorf mit den Aktivisten aus Shuquba und Unterstützern aus Israel und anderen Ländern traf, in Richtung Steinbruch aufgemacht. Die Sicherheitskräfte feuerten Tränengas und setzten einige trockene Felder in Brand; einige Jugendliche warfen Steine, angesichts der grossen Distanz zum Wachpersonal eine symbolische Geste. Bei der ersten Demonstration gegen den Steinbruch Natuff hatten Wachmänner mit scharfer Munition auf die unbewaffneten Demonstranten geschossen und einen Teilnehmer leicht verletzt.3)

1) http://popularstruggle.org/;  http://www.imemc.org/article/61486
2)http://www.nilin-village.org/2011/06/15/popular-committee-leader-of-nilin-got-arrested-and-two-protesters-injured-by-live-ammo-in-deir-qaddis15-06-2011/  http://popularstruggle.org/
3) http://popularstruggle.org/content/demonstrations-niilin-and-shuquba-attacked-tear-gas

 

Al Ma’sara: Mitglied des Bürgerkomitees wird die Ausreise verweigert - Am Freitag, den 17.Juni, versammelten sich die Dorfbewohner und Unterstützer vor der Dorfschule, um gegen die Apartheidmauer zu demonstrieren. Die israelischen Soldaten am Eingang des Dorfes hatten wie üblich den Befehl, den Weiterzug der Demonstranten zu blockieren; sie setzten Tränengas und Schlagstöcke gegen sie ein; zwei Menschen wurden leicht verletzt.1)

Mahmoud Zwahra, Mitglied des Bürgerkomitees von Al Ma’sara wurde auf seiner Reise nach Europa von israelischen Soldaten auf der Allenby Brücke, dem Grenzübergang zwischen der Westbank und Jordanien,gestoppt und die Ausreise trotz Vorlegen aller notwendigen Papiere verweigert. Als er darauf bestand,die Gründe für das Ausreiseverbot zu erfahren, wurde er mit Gewalt von der Brücke entfernt. Er hatte Treffen mit Politikern und Diplomaten in mehreren europäischen Ländern geplant.

In der Vergangenheit wurde mehreren palästinensischen Menschenrechtsaktivisten, darunter Mohammed Khatib und Iyad Bornat aus Bil’in, die Ausreise verboten, um sie an Vortragsreisen und Treffen mit Solidaritätsgruppen zu hindern.2)

1) http://www.imemc.org/article/61486
2)http://popularstruggle.org/content/popular-committee-leader-al-maasara-prevented-traveling-europe

 

At-Tuwani: Erstmals Freitagsprotest gegen Siedlerangriffe durchgeführt - Am 10. Juni hielt die kleine palästinensische Gemeinde von At-Tuwani in den südlichen Hebronbergen erstmals einen Protest gegen die Übergriffe von Siedlern in der Nachbarschaft ab.

Die Demonstration war relativ klein, etwa 40 Menschen beteiligten sich, aber das Bürgerkomitee von At-Tuwani plant regelmässige Proteste gegen die Misstände im Ort, vor allem die fortgesetzte Belästigung von Schulkindern durch die israelischen Kolonialisten von der naheliegenden illegalen Siedlung Ma’on. Auf dem Weg zur neu erbauten Schule werden die Dorfkinder seit einiger Zeit von israelischen Soldaten und internationalen Solidaritätsaktivisten eskortiert, um sie vor Angriffen durch radikale Siedler zu schützen, berichtet das Palestine Solidarity Project.
http://popularstruggle.org/content/protests-tuwani-three-people-injured

 

Biddu: Wiederaufnahme derFreitagsproteste - Dorffelder von Biddu und forderten den uneingeschränkten Zugang zu ihrem Land hinter der Annexionsmauer. Chaos brach aus, als Jugendliche mit Steinen warfen und israelische Soldaten Tränengas und Schockgranaten in die Menge schossen. 2004 wurden vier unbewaffnete Demonstranten in Biddu von Am 10.Juni versammelten sich etwa 50 Menschen vor einem von den Israelis errichteten Tor am Rand der israelischen Soldaten mit scharfer Munition erschossen. Seitdem gab es nur sporadische Proteste im Dorf.
http://popularstruggle.org/content/biddu-holds-unarmed-demonstration

Bil'in 17.6.2011- Jenin's Freedom Theatre in Bil'in

Bilin Weekly Demo 17.06.2011 By haithmkatib@gmail.com

Bil'in Demonstrators, to Take Down the Wall 22.06.2011 By haithmkatib@gmail.com


 

Dokumentation - Friedlicher Widerstand in Palästina (Ni'lin - Bil'in u.a.) >>>

 

Offener Brief zur Anerkennung eines Palästinensischen Staates  - Anerkennung eines Palästinensischen Staates - Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Dr. Merkel, Sehr geehrter Herr Bundesaußenminister Dr. Westerwelle, Mit Entsetzen stellen wir fest, dass die Bundesregierung, entgegen der seit Jahren verlauteten offiziellen Position für eine Zwei-Staaten-Lösung, offensichtlich nunmehr den auszurufenden Palästinensischen Staat nicht anerkennen will. Die verwendete Begründung der Bundesregierung ist, dass Israel dem erst zustimmen soll. Wir, in Deutschland lebende Juden und Palästinenser, fordern gemeinsam unsere Bundesregierung auf, an der bisherigen Position, die auch Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, mehrfach öffentlich erklärt haben, festzuhalten und den palästinensischen Staat unverzüglich nach seiner Ausrufung anzuerkennen. Wir haben kein Verständnis für Ihre Haltung, dass ein palästinensischer Staat seitens Deutschlands nur dann anerkannt wird, wenn dies durch Verhandlungen erreicht wird. Damit legen Sie, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin, das Schicksal der Palästinenser ausschließlich in israelische Hand. Seit 20 Jahren gibt es Verhandlungen zur Bildung eines unabhängigen lebensfähigen palästinensischen Staates, ohne dass dies bis heute erreicht wurde. In dieser Zeit wurde das potentielle palästinensische Staatsgebiet durch israelische Besatzer zersiedelt, entflammte die zweite Intifada, wurde die Trennmauer mitten im potentiellen palästinensischen Staatsgebiet errichtet, und mehrere Kriege brachen aus, die tausenden Menschen das Leben kosteten. Verhandlungen haben bisher keinen Frieden gebracht. Vielleicht sollte jetzt gehandelt statt verhandelt werden. Der Frieden verdient es, endlich eine Chance zu bekommen. Mehrere europäische Staaten haben bereits ganz konkrete Schritte in Vorbereitung zur Anerkennung eines palästinensischen Staates bekundet, indes nimmt Deutschland überraschend eine Position ein, die für uns weder nachvollziehbar noch gerechtfertigt ist. Deutschland wird durch das Abweichen von der bisherigen Position viel an Glaubwürdigkeit verlieren. Wir sind sowohl Juden als auch Palästinenser, die in Deutschland leben. Das internationale Ansehen Deutschlands ist auch unser Ansehen. >>>

 


23.6.2011

 

 

Ein Video von der Verabschiedung der französischen Schiffs. Tausende verabschieden das Schiff in Marseille.

Ein französisches Schiff für Gaza - Solidaritätskundgebung in Marseille - Antisemitismus in Frankreich? - Joachim Guilliard - Nach dem Diktum der Mehrheit in der Linksfraktion eine Zusammenkunft "antisemitischer" linker Strömungen: auf einer Solidaritätskundgebung für die nächste Free Gaza Flottille am 18. Juni 2011 in Marseille wehten neben vielen Pace-Fahnen auch die Fahnen diverser linker französischer Parteien und Gewerkschaften. >>>

Ein französisches Schiff für Gaza - Solidaritätskundgebung in Marseille am 18. Juni 2011
- Sie waren gekommen um ihre Unterstützung für das französische Schiff des Hilfskonvois zu demonstrieren, der Ende Juni erneut versuchen will, die Blockade Gazas zu durchbrechen. Die Linksfraktion hat ihren Mitgliedern und deren Angestellte eine Teilnahme unter dem Motto "entschlossen gegen Antisemitismus" untersagt. In manchen Beiträgen wurden auch die Vorzüge eines gemeinsamen demokratischen Staates gleichberechtigter Bürger angesprochen, auf Transparenten für die weltweite BDS-Kampagne, geworben, also für Boykott, Desinvestment und Sanktionen gegen Israel. Beides Themen, die von der Linksfraktion als "antisemitisch" gebrandmarkt wurden.. >>>

For Gaza, but not against Israel - Esther Cepeda - In a few days, slightly more than a year since a flotilla of ships attempted to breech Israel’s naval blockade to call attention to the plight of the 1.5 million Palestinians in the Gaza Strip, 50 passengers, including three from the Chicago area, will sail to the Gaza Strip on a boat named “The Audacity of Hope.” As part of the second international “freedom flotilla,” they’ll attempt the same feat to deliver humanitarian aid in the form of letters of support and friendship. >>>

 

„Den Staat Palästina anerkennen“ - Die Fraktion DIE LINKE hat im Bundestag ihren Antrag „Den Staat Palästina anerkennen“ eingereicht. In diesem fordert sie die Bundesregierung auf, den geplanten Antrag der palästinensischen Regierung auf Anerkennung des Staates Palästina bei der UN zu unterstützen. Der Generaldelegierte Palästinas begrüßt diese Initiative, die einmal mehr die Notwendigkeit der Anerkennung Palästinas verdeutlicht, um einen umfassenden Frieden zu erreichen. - „Der von der Fraktion DIE LINKE beim Bundestag eingereichte Antrag „Den Staat Palästina anerkennen“ ist eine ausgewogene und im richtigen Verhältnis stehende Initiative. Ein dauerhafter und umfassender Frieden liegt nicht nur im Interesse Palästinas und Israels, sondern auch im Interesse Europas. Dieser Frieden setzt allerdings  >>>

Hier die deutsche Fassung eines Text der israelischen Menschenrechtsorganisation Gisha http://www.gisha.org/
http://www.freegaza.org/de/home/56-news/1304-the-top-10-reasons-why-the-opening-of-rafah-crossing-just-doesnt-cut-it

Die 10 wichtigsten Gründe, warum die Öffnung des Übergangs in Rafah unzureichend ist
- 16.Juni 2011 GISHA
Wir haben uns überlegt, einige der Gründe aufzulisten, warum die Öffnung von Rafah, wie bedeutsam und hilfreich sie auch immer sein mag, nicht den gesamten Bedarf des Gazastreifens nach Zugang deckt, und warum Rafah nicht – wie es einige Stimmen in Israel kürzlich vorschlugen – als einziger Zugang zum Gazastreifen dienen kann. Die Auflistung (der 10 Gründe) ist dabei nicht nach Wichtigkeit geordnet. Abgesehen von einer Dauer von 4 Tagen, während der der Übergangspunkt (Rafah) in der letzten Woche unerwartet geschlossen wurde, hat er den Durchgang von Reisenden auf einer regulären, aber noch immer halb begrenzten Basis ermöglicht.
1. Der Durchgang durch den Übergang (Rafah) bleibt begrenzt: Ägypten hat signalisiert, dass es den Übergang sechs Tage in der Woche während der Arbeitszeit offen halten wird. Aber es scheint so, dass dies nicht genug sein wird: 400 bis 450 Personen konnten täglich den Übergang von Gaza nach Ägypten passieren. Zwischen November 2005 und Juni 2006 verließen etwa 600 Reisende täglich den Gazastreifen über diesen Übergang nach Ägypten und laut der Palästinensischen Passierstellenbehörde, warten derzeitig etwa 10.000 Menschen darauf, zu reisen.
2. Die Situation ist unstabil: wie die Schließung in der vergangenen Woche zeigt, bleibt die Lage auf beiden Seiten des Übergangs in Rafah unstabil, sodass es weder klar ist ob die Passierstelle geöffnet bleibt, noch exakt zu welchem Grad sie offen sein wird.
3. Rafah führt nicht in die West Bank: Reisen und die Bewegung von Waren zwischen dem Gazastreifen und der West Bank bleibt sehr eingeschränkt – ein Problem, das Rafah nicht lösen kann, da es für Waren und Menschen, die eine Identitätskarte vom Gazastreifen haben, nicht einmal erlaubt wird, dass sie über den Weg von Ägypten nach Jordanien in die West Bank gelangen. Der Gazastreifen und die West Bank sind Teile desselben Zollgebietes, und werden, auch von Israel, als gemeinsame territoriale Einheit anerkannt, die – trotz der 4 Jahre andauernden hermetischen Abschließung noch immer eine Volkswirtschaft teilen, sowie ein Bildungssystem, ein Gesundheitswesen und unzählige familiäre und soziale Beziehungen. Mit dem Export bewegt sich nichts – und dies gilt auch für Rafah.
4. Der Export bleibt sehr beschränkt (etwa zwei Lastwagenladungen pro Tag, von denen die letzte am 1.Mai 2011 den Gazastreifen verlassen hat - verglichen mit dem Ziel von 400 Lastwagenladungen täglich, wie es in der Vereinbarung über Bewegung und Zugang [festgelegt wurde]). Gegenwärtig findet über Rafah überhaupt kein Export statt. Das hat einen starken Einfluss auf die Industriezweige im ganzen Gazastreifen, die traditionell ihre Waren nach Israel, in die West Bank und in die übrige Welt exportieren. Vor der Schließung wurde der Großteil der „Exporte“ des Gazastreifens in Israel und in der West Bank verkauft.
5. Baumaterial kommt nicht durch Rafah herein: Baumaterial wird in den Gazastreifen über Kerem Shalom (zwischen Israel und Gaza) herein gelassen – und dies ausschließlich für genehmigte Projekte, die von internationalen Organisationen durchgeführt werden. Dem gehen extrem lange bürokratische Prozeduren voraus. In jedem Monat seit Januar 2011 konnten etwa 10 % der Güter, die monatlich vor dem Juni 2007 hereingelassen wurden, [im Gazastreifen] ankommen. Gegenwärtig haben die ägyptischen Behörden nicht mitgeteilt, ob überhaupt oder wann sie gestatten werden, dass Baumaterial über Rafah transportiert wird.
6. Über Rafah findet kein Import von Waren statt: Importe für den Gazastreifen, die vom privaten Sektor gekauft wurden, kommen nach Gaza über den Kerem Shalom-Übergang herein. Selbst wenn Ägypten es erlauben würde, dass Waren über Rafah transportiert werden (und es gibt keinen Hinweis, dass dies beabsichtigt oder wann es beabsichtig wäre) sind die Straßen an der Übergangsstelle und in der Umgegend gegenwärtig nicht für den Transport von großen Mengen an Waren ausgelegt, in dem Ausmaß, in dem dies für den Gazastreifen nötig wäre.
7. Humanitäre Hilfe kommt nicht regelmäßig über Rafah: Hilfsgüter werden über den Übergang Kerem Shalom geliefert – zwischen dem Gazastreifen und Israel. Die ägyptischen Behörden haben gegenwärtig nicht bekannt gegeben, ob überhaupt oder wann sie Hilfskonvois mit humanitärer Hilfe über Rafah passieren lassen werden.
8. Patienten, die eine Behandlung benötigen, können nicht immer den langen Weg zu ägyptischen Krankenhäusern nehmen. In jedem Fall existieren palästinensische Krankenhäuser in Ost-Jerusalem und in der West Bank, als Teil eines gemeinsamen palästinensischen Gesundheitssystems, um allen Einwohnerinnen und Einwohnern des palästinensischen Gebietes – unter Einschluss der Bewohner des Gazastreifens - zu dienen.
9. Berichte belegen: Die Zugangsbeschränkungen an den Übergangsstellen zwischen Israel und dem Gazastreifen (Kerem Shalom für Waren und Erez für Menschen) beeinträchtigen nach wie vor das Wohlergehen der Bewohner des Gazastreifens. Gestern [15.06.2011] hat die UNRWA eine Untersuchung veröffentlicht, die die hohe Arbeitslosenrate zeigt und die Vereinigung für Internationale Entwicklungsagenturen hat ebenfalls kürzlich berichtet, wie die Beschränkungen des Zugangs von Baumaterial vor allem die Arbeit von Hilfsorganisationen und die Bewohner des Gazastreifens in Mitleidenschaft zieht. .
10. Von Rafah gibt es keinen Weg in die West Bank. Oh, Augenblick mal, haben wir das schon gesagt? Nun, wir sagen es noch einmal, weil dies sehr, sehr wichtig ist. Quelle Martin Vorberg

 

Der "jüdische Selbsthasser" Noam Chomsky in Köln!

Mindestens 2000 "Antisemiten" bereiteten dem renommierten amerikanischen Professor einen herzlichen Empfang. Warum hat die Isrellobby den Auftritt nicht durch Hetzmails und Druck auf die Universität verhindert? Haben die Sekte des Zentralrates, die Broders und Stawskis und ihre deutschen willigen Vollstrecker den Auftritt verpennt? Waren sie zu sehr mit ihrer Jagd auf die Linken beschäfitgt? Wo waren die debilen Israelfans mit Israelfahnen und Megaphons? Sein Buch "The Fateful Triangle" ist immer noch eines der besten Bücher über Israels und Amerikas Terrorismus im Nahen Osten.

 
 

VIDEO - Das Herz von Jenin - Am 5. November 2005 erschießt ein Soldat der israelischen Armee im Flüchtlingslager Jenin den zwölfjährigen palästinensischen Jungen Ahmed Khatib, der mit einem Plastikgewehr spielt. Trotz seines großen Schmerzes entscheidet sich sein Vater Ismael dafür, die Organe seines Sohnes israelischen Kindern zu spenden. Eine Geste des Friedens. Zwei Jahre später begibt sich Ismael Khatib auf eine Reise quer durch Israel, um die Kinder zu besuchen, die durch die Organtransplantationen gerettet werden konnten. Eine schmerzhafte und zugleich befreiende Reise, denn durch die Kinder kommt Ismael auch seinem Sohn wieder ganz nah. 'Das Herz von Jenin' führt die Zuschauer zu dem kleinen Beduinenjungen Mohammed in die Negev-Wüste; zu Samah, einer drusischen Teenagerin im Norden Israels und schließlich zu Menuha, der Tochter einer jüdisch-orthodoxen Familie aus Jerusalem. Dem Treffen mit Menuhas Familie schaut Ismael Khatib mit großer Anspannung entgegen, denn Menuhas Vater Yaakov hatte noch während der Transplantation gegenüber Reportern geäußert, er sei unglücklich darüber, dass seine Tochter nun mit dem Organ eines Arabers leben müsse. Eine Begegnung auch mit Menschen, die gelernt haben, mit dem alltäglichen Konflikt und der Gewalt umzugehen und trotzdem ihre Hoffnung auf Frieden nicht aufzugeben. Ein bewegender Film über einen palästinensischen Vater, der ein Zeichen des Friedens setzen will. Der Film wurde mehrfach preisgekrönt, u. a. erhielt er den Deutschen Filmpreis 2010. >>>

 
 

»Die Mitreisenden verpflichten sich zu Gewaltfreiheit« - Bisher größte »Free Gaza«-Solidaritätsflottille will israelische Blockade beenden. Ein Gespräch mit Gisela Siebourg - Interview: Claudia Wangerin - Voraussichtlich am 27.Juni startet erneut eine »FreeGaza«-Solidaritätsflottille von internationalen Gewässern nahe Griechenland aus, um die israelische Seeblockade des palästinensischen Gazastreifens zu durchbrechen. Wer trägt das Unternehmen? Eine breite Koalition aus Friedensaktivisten, säkularen, christlichen und muslimischen Gruppen. Die »Free Gaza«-Bewegung existiert seit 2008 und hat bereits neun Fahrten nach Gaza durchgeführt, von denen fünf auch erfolgreich waren. Vier waren nicht erfolgreich, insbesondere die Flottille im vorigen Jahr, deren Schiffe von der israelischen Marine in internationalen Gewässern geentert wurden. Um die Chancen zu vergrößern, hat man immer mehr Partnerorganisationen einbezogen, die sich in ihren Ländern für die Aufhebung der Blockade einsetzen. Das ist das gemeinsame Ziel, um die Isolation der über 1,5 Millionen Menschen im Gazastreifen zu durchbrechen, und natürlich, bei dieser Gelegenheit Hilfsgüter zu liefern. >>>

 


22.6.2011

 

 

Solidarität mit den Palästinensern - gegen Antisemitismus  - Linke Parteien sollten sowohl gegen Antisemitismus kämpfen als auch Solidarität mit dem palästinensischen Volk üben. Beides stärkt sich gegenseitig, schreibt Michael Warschawski vom Alternative Information Center in Ostjerusalem über die umstrittene Erklärung der LINKEN - Roger Cukierman, zu Beginn des 21. Jahrhunderts Präsident der Jüdischen Gemeinde Frankreichs, erzählte der israelischen Tageszeitung Ha'aretz voller Stolz, dass er Ariel Scharon empfohlen habe, die heftige internationale Kritik an dem Massaker Israels im Gazastreifen im Oktober 2000 durch Eröffnung einer neuen Front zu bekämpfen: der Front des Antisemitismus.  >>>

Der Antisemitismus-Vorwurf wird zur friedens- und gesellschaftspolitischen Gleichschaltung der Linken benutzt - Albrecht Müller - Mit der Linkspartei beschäftige ich mich deshalb, weil es dort mehr als in anderen Parteien noch Kräfte gibt, die sich der neoliberalen und militärpolitischen Gleichschaltung entziehen und erwehren. Ohne die Linke werden sich Grüne und Sozialdemokraten vollends ergeben. Wer eine Alternative zur herrschenden Lehre und Politik will, wer will, dass sich bei der SPD und den Grünen Widerstand gegen die Agenda 2010 und die Fortsetzung dieser falschen Linie regt, muss daran interessiert sein, die Linke in möglichst vielen Parlamenten vertreten zu sehen. . >>>

Die Linke, der Antisemitismus und die deutschen Juden - Jochen Hoff - Der Sederabend des jüdischen Pessach endet traditionell mit dem Wunsch "nächstes Jahr in Jerusalem". Für viele der nicht in Israel lebenden Juden ist dieser Wunsch eine Floskel die ihnen eher ein schlechtes Gewissen verursacht, weil sie in Wirklichkeit ja gar nicht in Israel leben wollen, sondern in ihren jeweiligen Nationalstaaten zu Hause sind und dort ihren Lebensmittelpunkt haben. Daraus ergibt sich eine schizophrene Situation. Aus religiösen Gründen muss man so tun als befände man sich direkt auf dem Marsch nach Jerusalem, während man in Wirklichkeit dort gar nicht hin will. Um das eigene schlechte Gewissen zu beruhigen, kompensiert man das Ganze mit Spenden für Israel und vor allem damit, dass man die Handlungen Israels unter allen Umständen unterstützt. Deutsche Juden die sich empört und zu Recht gegen Menschenrechtsverletzungen überall in der Welt aussprechen, werden plötzlich schweigsam, wenn des um die Verbrechen Israels gegenüber den Palästinensern und ihren arabischen Nachbarn geht. Da darf Israel die Palästinenser ausrotten, den Libanon überfallen und die Golanhöhen besetzen ohne das auch nur ein leiser Widerspruch käme >>>

Kurzkommentar: Merkwürdig ist, das immer noch die "Falscher Antisemitismusjäger" von einer Wissenschaftlichen Studie sprechen. Einer der Verfasser dieser Kampagnenaktion  Sebastian Voigt sagt selber: "Wir haben aber auch nie behauptet, eine Studie erstellt zu haben." Quelle
 

Der Bundestag, die falschen Freunde Israels und nun Herr Graumann haben die Saat ausgesät und sie geht auf. Nun wird auch der Straßenmob aktiv. Heute - 21.6.2011 erhielt ich nachfolgende E Mail von einem mir unbekannten hansstrutynski@webmail.de:

"wann oh G'tt findet endlich ein mensch, der dier so eins aufs maul haut: DAS DU FÜR IMMER UND EWIG DEINE DUMME HÄSSLICHE DEUTSCHE EWIGESTRIGE ANTISEMITTEN FRESSE HÄLTS !!!"

 

Ein Leserbrief von Mischa Kölle - Sehr geehrte Redaktion des Deutschlandradios, auf ihrem Internetangebot dradio befindet sich ein Interview mit Götz Aly unter dem Titel "Antisemitismus, der sich identifiziert mit Palästinensern"
 (
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/kulturheute/1486503/ ).

Auf die Qualität der Aussagen von Götz Aly will ich nicht weiter eingehen. Allerdings möchte ich doch folgende Aussage von Götz Aly "[...] denken Sie zum Beispiel an den berühmten Franz Mehring. Das war ein ausgesprochener Judenfeind. Der hat immer wieder im Zentralorgan der Sozialdemokratischen Partei antisemitisch geschrieben." näher erläutert wissen.

Mir ist völlig unklar, weshalb Götz Aly Franz Mehring als Antisemiten bezeichnet. Aus den zugänglichen Texten von Franz Mehring geht dies nicht hervor. Das Gegenteil ist der Fall, Franz Mehring war ein entschiedener Gegner des Antisemitismus, wie dies auch aus seinem Artikel "Anti- und Philosemitisches" von 1891 hervorgeht
(
http://www.marxists.org/deutsch/archiv/mehring/1891/xx/philo-anti.html).

Sicherlich arbeiten Sie als Redaktion gewissenhaft und verbreiten nicht wissentlich Unwahrheiten. Diesen Qualitätsstandard werden Sie gewiß auch auf Interviews anwenden und keine Interviews veröffentlichen, wo wissentlich Falschbehauptungen getätigt werden.

Ich nehme daher an, daß sie umgehend dieses Interview von Ihrer Internetseite nehmen und sich bei Herrn Götz Aly beschweren werden. Mit freundlichen Grüßen Mischa Kölle, Dipl.-Sozialwiss.


Linke greift Zentralrat der Juden an - Dirk Hautkapp - In der Antisemitismus-Affäre der Linkspartei verhärten sich die Fronten. Parteichef Klaus Ernst griff im Gespräch mit dieser Zeitung den Zentralrat der Juden frontal an  - Linken-Chef Klaus Ernst wehrt sich gegen Antisemitismus-Vorwürfe und weist jede Kritik des Zentralrates der Juden zurück: „Ich lasse es nicht zu, dass unsere Mitglieder diffamiert werden“, sagte Ernst. Zentralrats-Präsident Dieter Graumann hatte zuvor den Versuch der Linken, Antisemitismus zu untwerbinden, als „spektakulär missglückt“ bezeichnet. >>>


Die "falschen Freunde  Israels" machen weiter:

Kritik an Ernsts Angriff auf Zentralrat Thierse: Reaktion unangemessen aggressiv >>>

Linke und Antisemiten Saubere Freunde - Lorenz Maroldt - Im Oktober 1994 entdeckte die israelische Zeitung „Haaretz“ in Berlin ein bemerkenswertes Plakat. Es zeigte Gregor Gysi, aber irgendjemand hatte einen Davidstern hinzugekritzelt und auch das Wort „Jude“. Ein letzter Trumpf seiner politischen Rivalen, kommentierte die Korrespondentin des Blattes, „von der Rechten wie auch der Linken“. Heute sieht sich Gysi wieder mit Antisemitismus konfrontiert – in seiner eigenen Partei, der Linken. Zwar versucht er, das Thema mal als nicht existent abzutun („Das Problem des Antisemitismus in der Linkspartei sehe ich nicht“), mal bei irrelevanten Splittergruppen aus dem Westen abzuladen („Es gab die eine oder andere Äußerung, die auf großes Unverständnis stößt, obwohl sie gar nicht antisemitisch gemeint ist“).>>>
 

Die "falschen Freunde Israels" in der "Die Linke"

Neue Kampfansage - Antisemitismus und »blinder Israel-Haß«: Bartsch und Co. pflichten Vorwürfen des Zentralrats der Juden gegen die Linke bei und stellen ihre Partei vor die »Zerreißprobe« - Rüdiger Göbel - Eene, meene, muh, Antisemit bist du – Stichwortgeber Dietmar Bartsch - Die Antisemitismuskampagne gegen Die Linke droht die Partei zu spalten und damit die einzige parlamentarische Opposition zu Krieg und Sozialabbau auszuschalten. An der (selbst)zerstörerischen Operation wirken führende Genossen mit, allen voran der stellvertretende Vorsitzende der Linksfraktion im Bundestag, Dietmar Bartsch. Am Dienstag dankte er via Mitteldeutsche Zeitung dem Präsidenten des Zentralratsrats der Juden, Dieter Graumann, für dessen Schelte über die Linke. >>>

Linke wollen Existenzrecht Israels ins Parteiprogramm nehmen - Der Zentralrat der Juden hat der Linken "Israel-Hass" vorgeworfen. Thüringens Fraktionschef Ramelow will nun das Existenzrecht des jüdischen Staates im Programm verankern. >>>

Antisemitismus-Kritik gegen die LinkeBartsch legt sich mit Vorstand an - Der Linkspartei wird seit Wochen von namhaften Wissenschaftlern und auch dem Zentralrat der Juden Antisemitismus und Israel-Feindlichkeit vorgeworfen. Fraktionsvize Bartsch zeigt erstmals Verständnis für die Kritik und stellt sich damit gegen die Parteiführung. >>>
 

Sonderheft: Aktuelle Stunde der Schande - Eine gerade erschienene Sondernummer der unabhängigen jüdischen Zeitschrift Der Semit beschäftigt sich mit der Aktuellen Stunde des Deutschen Bundestages am 25. Mai zum angeblichen Antisemitismus in der Partei Die Linke. »Die Abgeordneten der etablierten Parteien führten keine Debatte, sondern veranstalteten ein Scherbengericht oder Tribunal über eine Partei – ohne daß diese sich wehren konnte, ja wehren durfte«, schreibt Herausgeber Abraham Melzer. (...) Felicia Langer nennt die »aktuelle Stunde« in ihrem Beitrag eine »Schande« (...) Ludwig Watzal widmet sich der »wissenschaftlichen« Studie von Samuel Salzborn und Sebastian Voigt über die »Linkspartei zwischen antizionistischem Antisemitismus und dem Streben nach Regierungsfähigkeit«. Die Sondernummer wird an die Abgeordneten des Deutschen Bundestages verteilt und an Abonnenten verschickt. Darüber hinaus kann sie zum Kostenpreis von fünf Euro bestellt werden: Melzer-Verlag, Frankfurter Straße 92, 63263 Neu-Isenburg. Telefon: 06102/368768, Fax: 06102/368769, E-Mail: info@melzer-verlag.de mehr >>>

 

 

Dr. Ludwig WatzalDie ewige Hauptstadt. Der Kampf um Jerusalem - Dr. Ludwig Watzal - pdf - Die Ansprüche Israels auf Jerusalem als ihre „ewige Hauptstadt des jüdischen Volkes“ scheinen vom Westen Kopfnickend zur Kenntnis genommen worden zu sein. Aber so einfach liegen die israelisch-jüdischen Alleinvertretungsansprüche auf Jerusalem nicht. Neben einem jüdischen gibt es auch ein christliches und vor allem ein islamisches Jerusalem, und dies soll im vorliegenden Beitrag im Zentrum stehen. Das einzige, was man hört, sind die 3000-jährigen so genannten Rechtsansprüche auf diese Stadt, die von den israelischen Offiziellen immer wieder vorgetragen werden und die niemand wagt, in Frage zu stellen. Diese „Rechtsansprüche“ beruhen jedoch auf religiösen Legenden und Mythen und einem angeblichen Geschenk Gottes an Abraham, wohingegen die über 1200-jährige muslimische Herrschaft über diese Stadt historisch eindeutig verbrieft ist. >>>

Erschienen auch hier >>>

 
 
 
 

Mein zweiter Besuch in Gaza - 12. bis 17. Mai 2011 - Peter Voß - Dieser Bericht ist sehr verschieden von meinem Bericht über die Reise vor fast genau einem Jahr im Mai 2010. Ursprünglich hatte ich eine Fortsetzung der Reise des letzten Jahres geplant, aber die Umstände in Ägypten waren diesmal für mich deutlich ungünstiger und gegen Ende April hatte ich die Hoffnung aufgegeben, in diesem Jahr nach Gaza zu kommen. - Nur zwei Tage später ergab sich die Aussicht, mit dem Konvoi 'Mensch Bleiben' mitzufahren, der am 15. Mai in Gaza Vittorio Arrigoni gedenken wollte, einen Monat nachdem er ermordet wurde. Meine Mitreisende Edith Lutz und ich wussten nur sehr wenig über den Konvoi als wir in Kairo am 10. Mai ankamen. Es war von Anfang an klar, dass jede Art von Gruppenreise nach Gaza unter völlig anderen Bedingungen stattfinden würde als meine Einzelreise vor einem Jahr. Die Ermordung von Vittorio Arrigoni war ein Anzeichen dafür, dass Besucher von außerhalb weniger sicher waren. Wir mussten uns deshalb darauf einstellen, die ganze Zeit unter strenger Bewachung zu sein >>>

Erster Besuch in Gaza - Ein Bericht über eine Reise nach Gaza in der Zeit vom 16. Mai 2010 bis zum 26. Mai 2010 - Peter Voß -
I
nhalt des Berichtes:
1. Tag für Tag-Berichte - Teil des Berichts sind drei Videos mit Interviews  in englischer oder deutscher Sprache.

2. Interview (englisch) über die Wassersituation in Gaza mit Rebhy A. El Sheikh Stellvertretender Vorsitzender der Palästinensischen Wasserbehörde Video Teil 1 und Teil 2 (Untertitel, 19 Minuten), englischer Text, Übersetzung
3.
Interview (deutsch) über die Situation des Bausektors mit Prof. Shafik M. Jendia - Dekan der Ingenieursfakultät der Islamischen Universität Gaza - (Video, Abschrift)
4.
Interview (deutsch) über die Situation des Gesundheitswesens mit - Dr. Yussef El Modalal - Generaldirektor im Amt des Gesundheitsministeriums >>>

 

 

Auf dem Weg nach Gaza - »Freedom Flottilla II« will israelische Blockade gewaltfrei durchbrechen. Start am 27. Juni - Claudia Wangerin - Unter dem Motto »Menschlich bleiben« sollen die zehn Schiffe der zweiten internationalen Friedensflottille nach Gaza am 27. Juni in internationalen Gewässern vor Griechenland zusammentreffen, um die israelische Seeblockade des palästinensischen Gazastreifens zu durchbrechen.Auch ein deutsches Schiff mit Hilfsgütern ist Teil des Konvois. Dies teilte die Deutsche Initiative zum Bruch der Gazablockade (DIGB) am Dienstag in Berlin mit. »Unsere Mittel sind gewaltlos. Unser Ziel ist es, die illegale Belagerung aufzuheben, vollständig und dauerhaft«, sagte der Schirmherr der Initiative, Prof. Udo Steinbach vor Medienvertretern im Deutsch-Arabischen Zentrum für Bildung und Integration. Die »Freedom Flottilla II« sei »eine internationale Regenbogenkoalition von Verteidigerinnen und Verteidigern der Menschenrechte«. Unter den vielen tausend Bewerbern für die Teilnahme am Schiffskonvoi seien vorzugsweise Friedensaktivisten ausgewählt worden, »zum Beispiel im Netzwerk ATTAC«, sagte DIGB-Sprecher Ali Hajjaj. >>>

 


21.6.2011

 

 

Anschlußhilfe - Zentralratschef attackiert Die Linke - Werner Pirker - (...) Das Eintreten für ein Ende der israelischen Kriegs-, Besatzungs- und Blockadepolitik wird vom Zentralratsvorsitzenden als »geradezu pathologischer, blindwütiger Israel-Haß« verurteilt. Denn das geht weit über das Maß an Israel-Kritik, die Graumann für zulässig erachtet, hinaus. Nicht zulässig waren auch fehlende Ovationen linker Abgeordneter, als der israelische Präsident Peres im Bundestag das Shoa-Gedenken für eine kriegshetzerische Rede gegen den Iran nutzte.Wer dann auch noch einen Fraktionsbeschluß, in dem die Kritik an der israelischen Gewaltpolitik als antisemitisch denunziert wird, nicht mittragen will, braucht sich über den Antisemitismusvorwurf nicht mehr zu wundern. >>>

DIE ÖFFENTLICHEN MEDIEN UND DER ZENTRALRAT DER JUDEN MACHEN STIMMUNG - KAMPAGNENJOURNALISMUS

"Antisemitismus, der sich identifiziert mit den Palästinensern" - Historiker Götz Aly über die antisemitische Minderheit in der Linkspartei - Götz Aly im Gespräch mit Dina Netz >>>                                 Götz Aly – Wikipedia

Linke zerstreitet sich mit Zentralrat der Juden - Björn Hengst - (...) Der Zentralrat der Juden in Deutschland hat der Partei jetzt attestiert, dass besonders Genossen aus dem Westen unter einem "geradezu pathologischen blindwütigen Israel-Hass" leiden würden. In der Partei spuke noch immer "der alte anti-zionistische Geist der DDR", schrieb Zentralrats-Chef Dieter Graumann in einem Gastbeitrag für die "Süddeutsche Zeitung".  >>>

Die rechten, unrechten, ungerechten haben zur Zeit "Oberwasser" in der LINKEN - "Davon ist auch die Linkspartei nicht verschont" - Stefan Liebich über Antisemitismus in seiner Partei - Stefan Liebich im Gespräch mit Christoph Heinemann >>>

"Mehr als nur ein wenig antisemitische Züge" - Der Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland, Dieter Graumann, sieht deutliche antisemitische Tendenzen bei Teilen der Linkspartei. „Der große Befreiungsschlag“ der Partei sei „spektakulär missglückt“. (...) Graumann warf Friedensaktivisten der Linken vor, „obsessiv einseitig gegen Israel“ zu agitieren und die Gewalt zu verschweigen, die von der islamistischen Hamas ausgehe. >>>

Befreiung aus dem Kerker des Israel-Hasses - Ein Gastbeitrag von Dieter Graumann, Präsident des Zentralrates der Juden in Deutschland - (...) Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren. So heißt das fünfte der Zehn Gebote, jenes Werk, das für die gesamte Welt zum moralischen Fundament wurde. Es wäre schön, wenn die Linke sich des Gebotes erinnern würde und an jene ihrer Vorfahren, die den Nationalsozialisten widerstanden, die ins KZ kamen, die ermordet wurden. >>>

Judenfeindlichkeit - Zentralrat prangert Antisemitismus in der Linkspartei an - Antisemitismus ist nach Meinung des Zentralrats der Juden in der Linkspartei tief verankert.

 

Kommentar zu den Artikeln des Herrn Graumann - Zentralrats der Juden - "Die Zehn Gebote des Zionismus" - W. Frankenberg - Das Sprachrohr des israelischen zionistischen Regimes in der BRD, Dieter Graumann, der der jüdischen „Sekte“ des Zentralrats als Präsident vorsteht, hat gestern, als Teil der großen Kampagne, auch seinen Senf zum unterstellten Antisemitismus in der Linkspartei in der SZ den Lesern ums Maul schmieren dürfen. Das die SZ diesen intellektuellen Durchfall unwidersprochen abgedruckt hat ist ein Zeichen dafür, dass die BRD-Presse in Sachen „Israelkritik“ und „Antisemitismus“, was die Kritik der Verbrechen des zionistischen Regimes betrifft, gleichgeschaltet ist. Nun fehlen nur noch die Kommentare des zuständigen Gesandten der israelischen Botschaft Nachshon und die „Stimme Israels“ Weinthal. Zu vermuten ist, dass im Hintergrund Henryk M. Broder sich die Finger wund geschrieben haben könnte.  Graumanns Artikel ist wie der aller Zionisten durchsetzt mit Halbwahrheiten, Denunziationen, Verleumdungen, Unterstellungen und Verdrehungen von Tatsachen. Nach dieser Masche agieren alle zionistischen Funktionäre oder deren willen Helfershelfer in den USA, Frankreich, Großbritannien und auch in der BRD. Sie >>>

 
 

Zur Wiederannäherung von Fatah und Hamas Bewegung im Nahostkonflikt? Zur Wiederannäherung von Fatah und Hamas  - Dr. Ludwig Watzal - pdf - In den Nahen Osten ist wieder Bewegung gekommen. Die revolutionären Veränderungen in der arabischen Welt sind endlich auch in Palästina ankommen. Sie haben nicht nur die politische Lage in Palästina, sondern auch für Israel verändert. Dies konnte man am Nakba-Tag erleben, als sich Tausende von palästinensischen Flüchtlingen über die Grenze auf den Golan-Höhen in ihre Heimat aufmachten. Das israelische Militär reagiert mit brutaler Gewalt und erschoss zirka 20 von ihnen. Aber auch in Washington gab es einigen Wirbel. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu stattete dem Land einen Besuch ab und wies US-Präsident Barack Obama wieder einmal in seine Schranken. >>>

Auch hier  erschienen >>>

 

Ein französisches Schiff für Gaza - Solidaritätskundgebung in Marseille

Antisemitismus in Frankreich? - Nach dem Diktum der Mehrheit in der Linksfraktion eine Zusammenkunft "antisemitischer" linker Strömungen: auf einer Solidaritätskundgebung für die nächste Free Gaza Flottille am 18. Juni 2011 in Marseille wehten neben vielen Pace-Fahnen auch die Fahnen diverser linker französischer Parteien und Gewerkschaften. Stark vertreten unter den mehreren Tausend Teilnehmern waren die der kommunistischen Partei (PCF). der Linkspartei (Parti de Gauche), der Grünen (europe écologie les Verts) und des Gewerkschaftsbundes CGT.
 

UN BATEAU FRANÇAIS POUR GAZA - Ein französisches Schiff für Gaza  - Solidaritätskundgebung in Marseille am 18. Juni 2011 -Sie waren gekommen um ihre Unterstützung für das französische Schiff des Hilfskonvois zu demonstrieren, der Ende Juni erneut versuchen will, die Blockade Gazas zu durchbrechen. Die Linksfraktion hat ihren Mitgliedern und deren Angestellte eine Teilnahme unter dem Motto "entschlossen gegen Antisemitismus" untersagt. In manchen Beiträgen wurden auch die Vorzüge eines gemeinsamen demokratischen Staates gleichberechtigter Bürger angesprochen, auf Transparenten für die weltweite BDS-Kampagne, geworben, also für Boykott, Desinvestment und Sanktionen gegen Israel. Beides Themen, die von der Linksfraktion als "antisemitisch" gebrandmarkt wurden.

Das "Bateau français pour Gaza" konnte leider nicht unmittelbar verabschiedet werden, aus Sicherheitsgründen musste es schon früher auslaufen und befindet sich an einem noch geheim gehaltenen Hafen in Griechenland. Quelle Doris Pumphrey

 
 

Palästina-Solidarität: Zum Wohl der Schiffe, die unterwegs sind - Gideon Levy - Es ist spät in der Nacht in Sodra , einem beliebten Vorort im Süden von Stockholm, und der Aquavit, das schwedische Nationalgetränk, wird getrunken wie Wasser. Süss-Gebäck (Rachat-Lokum) aus Griechenland, Käse aus Italien und schwedischer Lachs sind auf dem Tisch, und um ihn herum sitzt eine aufgeweckte und sehr bunte Gruppe: ein bekannter schwedischer Dozent für Religionsgeschichte, ein Dozent für Wirtschaftsgeschichte, ein junger Iraker, der zu Zeiten von Saddam Hussein im Gefängnis von Abu-Greib gefangen war und jetzt beim Obersten Gerichtshof Schwedens arbeitet, und an seiner Seite ein Flüchtling aus Basra. Das Haus gehört dem ehemaligen Israeli Dror Feiler, und bei dem Treffen handelt es sich um die Sitzung des schwedischen Komitees zur Vorbereitung der Flottille für Gaza. Dieses Haus ist mit Geschichte angefüllt: Im 18. Jahrhundert diente es als Bierbrauerei und danach als Klinik für Geisteskranke. Hier wurde Hermann Göring auf Empfehlung seiner schwedischen Frau Karin von Rosen, behandelt - er war aufgrund seiner Verwundung aus dem Ersten Weltkrieg opiumabhängig. Hier weilte auch Wladimir Iljitsch Lenin auf dem Weg zur russischen Revolution. An der Strassenecke, wird erzählt, hat er seine berühmten Mütze gekauft. Jetzt wohnt hier der Künstler Feiler, der seine greise Mutter im Kibbuz Yad Chana nicht besuchen darf, nachdem er im Zuge der Auseinandersetzung um die erste Fahrt der Flottille nach Gaza aus Israel ausgewiesen wurde. Feiler liebt es Erlebnisse aus seiner Dienstzeit im Infanterie-Regiment 50 Ende der 1960er Jahre zu erzählen, wenn er mit den Teilnehmern an der Flottille zusammensitzt. Professor Matthias Goerdel, der ebenfalls an der vorigen Flottille teilgenommen hat, behauptet, dass die zwei ersten Toten von israelischen Soldaten erschossen wurden, noch bevor sich diese auf das Deck der „Mavi Marmara“ abgeseilt hatten, und dass alle Teilnehmer, die auf das Schiff kamen, mit einem Metalldetektor untersucht wurden. Jetzt fragen sie in einer Mischung aus Angst und Naivität: Wie wird Israel diesmal reagieren? >>>

 

 

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