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Das Palästina Portal

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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 129
 


20.9.2011
 

 

Ein Akt historischer Gerechtigkeit - Arn Strohmeyer - Die UNO-Vollversammlung wird in dieser Woche mit allergrößter Wahrscheinlichkeit Palästina mit Beobachterstatus in die UNO aufnehmen. Das ist noch lange nicht die Lösung des Nahost-Problems, aber es ist ein großer Schritt nach vorn - verglichen mit den fruchtlosen Verhandlungen der letzten Jahrzehnte, die Israel immer nur dazu dienten, Zeit zu gewinnen, um „Fakten zu schaffen“, d.h. seine Siedlungspolitik fortzusetzen und damit einen Palästinenser-Staat unmöglich zu machen. Ein Palästina mit Beobachter-Status wird mehr politische Handlungsfreiheit haben, allein das rechtfertigt diesen Schritt. Wie groß dieser Spielraum sein wird, kann man an dem Aufwand ermessen, den Israel im Vorfeld der UNO-Entscheidung unternommen hat, um genau diesen Freiraum zu verhindern. Wenn es anders wäre, hätten die Israelis sich kaum solche Mühe gegeben, die UNO-Entscheidung doch noch zu kippen. Aber sie wird kommen und sie wird bedeuten: Palästina kann in Zukunft viel mehr für sich selbst sprechen in der Welt - und es wird gehört werden!

Historisch gesehen ist die Aufnahme Palästinas in den UNO-Beobachterstatus nichts als ein kleiner Akt der Gerechtigkeit. Denn Israel verdankt seine Existenz nicht weniger als einer Entscheidung eben dieser Weltgemeinschaft. Als die sich UNO am 29. November 1947 für die Schaffung des Staates Israel (und eines palästinensischen Staates, der dann nicht zustande kam) entschied, fällte sie eine höchst ungerechte und umstrittene Entscheidung. Denn die Zionisten, die nur 5,6 Prozent des Landes besaßen und nur ein Drittel der Bevölkerung stellten, bekamen 56 Prozent des Landes zugesprochen, 42 Prozent sollten die Palästinenser bekommen, der Rest war für die unternationale Zone Jerusalem-Bethlehem vorgesehen.

Das den Palästinensern zugeteilte Land war obendrein der unfruchtbarste Teil Palästinas, was den agrarisch ausgerichteten Ureinwohnern von vornherein die Lebensgrundlage entzogen hätte. Dass die Araber diesen Beschluss der UNO als höchst ungerecht empfanden und nicht akzeptierten, lässt sich heute noch gut nachvollziehen. Zudem streiten die Völkerrechtler immer noch um die Frage: War die UNO überhaupt berechtigt, für ein Volk auf Kosten eines anderen einen Staat ins Leben zu rufen? Denn den Palästinensern hatte man die Anwendung des höchsten Prinzips des Völkerrechts - das Recht auf Selbstbestimmung - schlicht verweigert.

Israel hat sein Entstehen durch die UNO dieser Organisation wenig gedankt. Nur unter der Bedingung, das Flüchtlingsproblem zu lösen (Resolution 194) wurde es in die Vereinten Nationen aufgenommen. Israels sagte zu - und hat diese Zusage bis heute nicht eingelöst >>>

 Bild - R. P. - fOTOSERIE AUS bETHLEHEM >>>

Die Palästinenser wollen kommende Woche von der UNO als Staat anerkannt werden. Martin Reeh war im Westjordanland und hat sich im Vorfeld des Entscheids umgehört >>>
 

Moshe Zimmermann über Frieden in Nahost - "Man muss für die UN-Resolution sein" - Interview Susanne Knaul - Die israelische Regierung ist gegen alles, was zu einer Gründung eines Staates für die Palästinenser führen könnte, sagt der Historiker Moshe Zimmermann.Interview taz: Herr Zimmermann, Sie gehören zu den warnenden linken Stimmen in Israel, zu den Gegnern der Besatzung. Bekommt die konservative Regierung in diesen Tagen die Rechnung dafür präsentiert, dass sie Leuten wie Ihnen einfach nicht zugehört hat?" Moshe Zimmermann: Objektiv gesehen ist das schon richtig, nur sieht das die Regierung ganz anders >>>


Mit dem Mut der Verzweiflung - Der palästinensische Traum vom eigenen Staat - Peter Philipp - Die Palästinenser wollen sich von der UNO als Staat anerkennen lassen und als Vollmitglied in die Weltorganisation aufgenommen werden. Das lehnt die israelische Regierung ab und auch Amerika will ein Veto einlegen. Der neuerliche Konflikt könnte zu neuen Unruhen im Land führen. 14. November 1947. Die Generalversammlung der Vereinten Nationen stimmt über die Teilung Palästinas ab. Auf dem Gebiet, das bis zum Ersten Weltkrieg Teil des Osmanischen Reiches war und dann britisches Mandat wurde, sollen zwei Staaten entstehen - ein jüdischer und ein arabischer Staat. Dieser Plan ist das Ergebnis langer Untersuchungen, deren Ziel es war, Wege zu finden, um den eskalierenden Konflikt zwischen Juden und Arabern in Palästina zu entschärfen. Das ist besonders wichtig, weil die Briten im Mai 1948 das Mandat aufgeben werden. Arabische und muslimische UN-Mitglieder stimmen gegen die Teilung, aber eine Mehrheit ist dafür: "Die Resolution des Ad-hoc-Komitees für Palästina wurde mit 33 Stimmen angenommen, 13 dagegen und zehn Enthaltungen." Ein halbes Jahr später, nur Stunden vor Ende des britischen Mandats, verkünden die Juden in Palästina die Gründung ihres Staates >>>


Interview mit Salah Abdel - "Wir werden mit Israel verhandeln - als Staat" - Die Palästinenser lassen sich den Gang zur Uno nicht mehr ausreden. Im FTD-Interview erläutert der palästinensische Generaldelegierte in Berlin die Position seines Volks. von Silke Mertins, Berlin - Die Palästinenser sind fest entschlossen, sich kommende Woche bei den Vereinten Nationen um die Anerkennung Palästinas als Staat zu bemühen. "Wir werden beim Uno-Sicherheitsrat einen Antrag auf Vollmitgliedschaft stellen", sagte Salah Abdel Shafi, der palästinensische Generaldelegierte in Berlin, im FTD-Interview. "Wenn wir scheitern, bringen wir einen Resolutionsentwurf in die Generalversammlung ein." Darin werde es um eine Aufwertung zum Beobachterstaat gehen. >>>

 

Wie die Palästinenser auf Verhandlungskurs gebracht werden sollen - Stefan Kornelius - Kann ein Eklat im UN-Sicherheitsrat noch abgewendet werden? USA, EU, Russland und UN versuchen, den einseitigen Vorstoß der Palästinenser für einen eigenen Staat im letzten Moment zu verhindern. Das Nahost-Quartett will vor der entscheidenden Sitzung kommende Woche einen neuen Friedensplan vorlegen. Doch selbst wenn Palästinenserpräsident Abbas seinen Antrag stellt, gibt es noch Chancen für Verhandlungen. Westliche und russische Diplomaten haben sich am Sonntag in New York getroffen, um im letzten Moment den Vorstoß der Palästinenser abzuwenden, als Staat bei den Vereinten Nationen anerkannt zu werden. Die Unterhändler von UN, USA, Russland und der EU berieten im Rahmen des sogenannten Nahost-Quartetts über die Elemente eines Friedensplans >>>

Abbas Mission in New York: Mission impossible?

Palästina und die Unabhängigkeit: Es ist ein Staat - Miguel A. Zamorano - Der Weg zum 20. September, an dem die Palästinenser ihren Staat ausrufen wollen, begann mit einem grundlegenden Wechsel in der Arbeitsweise im palästinensischen Lager. Der Leiter der Friedrich-Ebert-Stiftung in Ostjerusalem beschreibt diesen folgenreichen Wandel in seinem neuen Buch. >>>
 

Ausbruch aus dem Labyrinth - Warum wir Palästinenser die Geduld mit Israel und mit der Welt verlieren. - Aus Sicht der Palästinenser ist der Gang zu den Vereinten Nationen unumgänglich geworden, mit dem sie in diesem Monat die Anerkennung eines palästinensischen Staates durch die Völkergemeinschaft anstreben. Es schien nicht mehr möglich, noch länger im Labyrinth der etwa zwei Jahrzehnte dauernden Verhandlungen über eine Staatsgründung umherzuirren. Während die Politiker beider Seiten hinter verschlossenen Türen Landkarte um Landkarte zeichneten, wuchsen Dutzende neuer Siedlungen wie Pilze auf palästinensischem Territorium. Die Trennmauer, die bereits zehn Prozent des Westjordanlandes nach Israel einverleibt hat, schlängelt sich immer weiter zwischen palästinensischen Dörfern und Städten voran. >>>


Neustart für Nahost - Palästina will ein souveräner und von den UN anerkannter Staat werden. Die USA setzen mit einem Veto ihre Beziehungen zu den arabischen Ländern aufs Spiel - Kommentatoren fürchten eine Isolation Israels. >>>

Debating the UN bid for Palestinian statehood  - Experts discuss what may happen with the Palestinian bid for UN statehood and what it means for all concerned. - A delegation of Palestinian leaders has flown to New York for the opening of the UN General Assembly, beginning on September 19, to request UN membership for a Palestinian state. Senior members of the Palestinian Liberation Organisation (PLO) have said they will go to the Security Council. The bid is opposed by Israel and the United States, with the latter threatening to veto any bid for full UN membership. This diplomatic high-wire act to statehood has garnered international attention and controversy. Experts and stakeholders say the outcome of the bid is unknown. They agree that it marks a change in strategy from previous bi-partisan negotiations, which have failed thus far to bring about a Palestinian state. Many are sceptical of the move, and several questions remain unanswered. Will it bring an end to the Israeli occupation? Will it alter the US' diplomatic role in the region? Will it get Palestinians and Israelis back to the negotiating table? Or will it inspire a grassroots Palestinian mobilisation? Al Jazeera speaks to stakeholders, academics, analysts, and activists asking them what they thought of the upcoming bid. What is the Palestinian Liberation Organisation's [PLO's] statehood strategy at the UN, and what are the possible repercussions for all those concerned? >>>


Palestine and the UN: Questions and Answers - QUESTIONS AND ANSWERS - 1) WHY ARE YOU INSISTING ON GOING TO THE UN IN SEPTEMBER? Palestinians want to go to the UN in order to get international recognition for their future – a Palestinian State – and to legitimize Palestinian claims for freedom, independence and statehood. >>>

 
 

Der Scheidungskrieg - Über die Hintergründe der aktuellen israelisch-türkischen Krise - Von Murat Çakır Die Reaktion der türkischen Regierung auf den Palmer-Bericht der UN vom 3. September 2011 ist ungewöhnlich, aber wie erwartet heftig ausgefallen. Einen Tag vor der Veröffentlichung des Berichts erklärten zeitgleich der Staatspräsident Abdullah Gül (O-Ton: »Dieser Bericht ist für uns nicht existent«), der Premier Recep Tayyip Erdogan und der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu ihre Ablehnung. Der israelische Botschafter wurde des Landes verwiesen und der türkische Botschafter in Israel zurückberufen. Den Zeitungsberichten zufolge war der Bericht der Untersuchungskommission unter der Leitung des ehem. Ministerpräsidenten Neuseelands Geoffrey Palmer über die Ereignisse während der Erstürmung der Gazaflottillen-Schiffs Mavi Marmara eigentlich schon vor Wochen fertig. >>>

 
 

Sehr geehrte Damen & Herren, liebe Kollegen, in vielen Medien, in der breiten Öffentlichkeit, aber auch bei politischen Entscheidungsträgern ist der falsche Eindruck entstanden, dass der sogenannte Palmer-Bericht – sprich der UN-Bericht einer Kommission, die vom VN-Generalsekretär berufen und vom Sir Geoffrey Palmer geführt wurde zur Untersuchung der Gaza-Flottille - die israelische Abriegelungspolitik des Gazastreifens in ihrer Gesamtheit für legal hält.

Hiermit möchten wir, eine Koalition von 22 internationalen Nichtregierungsorganisationen, darunter amnesty international und medico international, betonen, dass der Palmer-Bericht dies ausdrücklich nicht tut. Vielmehr erklärt er lediglich die Seeblockade für legal, nicht aber die komplette Abriegelung des Gazastreifens. Diese konstituiert nach wie vor eine kollektive Bestrafung und damit eine klare Verletzung des Humanitären Völkerrechts.

Der Palmer-Bericht spricht von einer humanitären und menschenrechtlichen Situation, die unhaltbar und inakzeptabel sei, ruft die israelischen Behörden aber lediglich dazu auf ihre Bemühungen die Bewegungsfreiheit von Menschen und Waren aus und in den Gazastreifen zu verstärken. In einem diesem Schreiben angehängten Brief verlangen die 22 Organisationen das Nahost-Quartett und die EU-Außenminister, Israel dazu aufzufordern seinen internationalen Verpflichtungen nachzukommen und die Abriegelung des Gazastreifens vollständig und sofort aufzuheben. Mit freundlichen Grüßen Tsafrir Cohen - Referent für Palästina & Israel / Coordinator for Palestine & Israel medico international

 
 

Der 12-jährige Ibrahim, eines der beiden Kinder die am 19. August in Gazza mittels einer durch eine israelische Drohne abgefeuerte Rakete schwerst verletzt wurde ist gestorben.

 
 

Netanyahu wants to herd the Palestinians out - It seems that the prime minister, who was educated at the knees of land-stealing Zionist farmers, has grown up and become a certified goat herder. - Salman Masalha - We often hear the claim among politicians in Israel that in order for peace to last, it has to be made between nations rather than between rulers. The use of the term, "rulers," comes up when Israel finds itself in a corner and is required by those "rulers" to pay the price of peace. As long as those "rulers" sit quietly and behave in accordance with Israeli expectations, they are not called "rulers," of course; they are "responsible leaders." If they were to be voiced by the man in the street who really and truly aspires to live in peace with himself and his surroundings, these words could be accepted with full understanding >>>

 


19.9.2011
 

 

Bethlehem 18.9.2011 - Fotoreportage  - R. P. unser Reporter am Ort - Der Sonntag stand in Bethlehem unter dem Auftakt zur Anerkennung Palästinas als 194. Staat der UNO. - Am Nachmittag zogen erstmals ausserhalb des Weihnachtsfestes ca. 12 Musikkapellen und Trommlercorps der örtlichen Pfadfindergruppen zum Krippenplatz. Ein frohes musikalisches Treiben erfüllte die Gegend um die Geburtskirche.
Am Abend war der Manager Square Platz gefüllt mit einigen Tausend Bethlehemern zu einem Konzert eines bekannten palästinensischen Sängers und seiner Band aus einem Flüchtlingslager im Libanon mit vor allem palästinensischen Songs mit geschichtlichem und politischem Hintergrund.

Natürlich hoffen wohl die meisten Palästinenser auf eine Anerkennung Palästinas als 194. Staat der UNO in den nächsten Tagen bei der Vollversammlung der Vereinten Nationen. Die israelische Luftwaffe flog den ganzen Tag über immer wieder mit lautem Getöse über die Stadt. >>>>

Sonderseiten - Aktuelles aus Bethlehem - September 2011 >>>

Ein fauler Kompromiss wird da nicht reichen - Andreas Zumach - Nächste Woche wird die Palästinensische Autonomiebehörde die Uno-Mitgliedschaft als Staat beantragen. Gut 150 Staaten sind dafür, eine Minderheit dagegen. Und die Schweiz versteckt sich hinter einem «Kompromiss». >>>

"194 - die Zahl von Palästina" - Reportage  Ben Segenreich aus Ramallah  - Im Westjordanland fiebern die Palästinenser dem Moment entgegen, in dem die Staatengemeinschaft über ihre Mitgliedschaft bei der Uno entscheidet. Die Warnungen vor neuer Gewalt seien reine Panikmache. In Ramallah ist 194 jetzt eine magische Zahl, die ständig und überall beschworen wird: auf kleinen Wimpeln und riesigen Plakaten, in Interviews und in den Parolen, die man auf Demonstrationen ruft. >>>
 

Wer Kosovo sagt, muss auch Palästina sagen - von Jürg Müller-Muralt, infosperber.ch - Die Schweiz hat vor drei Jahren Kosovo anerkannt. Wenn sie konsequent ist, muss sie dies auch im Fall Palästinas tun. >>>

Asselborn in Palästinenserfrage für mehr deutschen Druck auf Israel - In der Debatte über den geplanten Antrag der Palästinenser zur Anerkennung eines eigenen Staats durch die Vereinten Nationen hat Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn stärkeren Druck der Bundesregierung auf Israel verlangt. Deutschland könne eine "herausragende Rolle" dabei spielen >>>

Palästina in UNO: Angst vor Eklat bei Vollversammlung - Wie reagiert Israel? - Wenn sich Politiker aus aller Welt am Montag in New York an den Tisch setzen, um Antworten auf globale Herausforderungen wie Terrorismus und atomare Sicherheit zu finden, werden ihnen die Palästinenser die Show stehlen. Der Plan von Palästinenserpräsident Mahmoud Abbas, die Mitgliedschaft Palästinas bei den Vereinten Nationen zu beantragen, sorgt schon vor der jährlichen Debatte am UN-Hauptsitz für Wirbel.Infobox Arabische Welt erstmals geeint für Staat Palästina Abbas bittet EU um Hilfe bei Palästinas UN- Aufnahme Abbas: Palästina wird bei UN eigenen Staat beantragen Es wird erwartet, dass es am Freitag zu einem Eklat kommt, wenn Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu mit wenigen Minuten Abstand zu Abbas ans Rednerpult tritt >>>
 

Settlers threaten to march into PA territory - Yair Altman - West Bank settlers, radical rightists, prepare for `sovereignty marches` into PA land to protest against UN bid, saying they `won`t hesitate to use live ammunition.` Police, IDF gear for expected riots [after first arming the settlers >>>


Poll: Palestinians support UN bid, fear consequences - A majority of Palestinians support the bid for Palestine’s membership of the UN, but expect a negative backlash, according to the results of a survey released Sunday. While 84 percent of Palestinians support the bid, 87 percent believe the US will react negatively, and 90 percent think Israel will respond by worsening the conditions of Palestinians, the September study by Ramallah-based research institute Near East Consulting said. Furthermore, 53 percent believe the vote will have a negative impact on the Palestinians, at least in the short term, and 70 percent are concerned about the rights of refugees. >>>

Poll: Majority of Palestinians believe UN statehood bid will succeed - Surveys released by Near East Consulting shows 90% of Palestinians believe Israel would exact harsher measures against them in the wake of upcoming independence proposal. >>>


Obama's historic opportunity - How is it that the supposedly new America is continuing to sing the same old songs from its evil past?? - Gideon Levy - What is the American president going to say to his citizens? What will he say to the citizens of the world? How will he rationalize his country's opposition to recognizing a Palestinian state? How will he explain his position, which runs counter to the position of the enlightened - and less enlightened - world? And above all, what will Barack Obama say to himself before he goes to bed? >>>


Palestinian U.N. bid teaches us about America - Sam Bahour -  September will pass, Palestinian state or not. What may persist, however, is the self-inflicted and possibly irreversible damage to U.S. interests generated by its refusal to join the rest of the world in backing Palestinian self-determination. Americans should be leading this nonviolent move toward independence, not leading the effort to thwart it.

Dokumentation - 20.09.2011 - Palästina, Staat unter Staaten >>>

Netanjahu: "Wir haben Anrechte auf dieses Land"

Al Jazeera's Inside Story reports on the reaction of Saudi Arabia to the US threat to veto the Palestinian bid for statehood.

Ban Ki-moon comments on the Palestinian bid for statehood at the UN.

Palestinians continue demonstrations in support of the bid for statehood.

Bethlehem teen writes open letter to Ban Ki-moon - An open letter to UN Secretary-General Ban Ki-moon, written by a student in Bethlehem. Dear Mr. Ban Ki-moon, Greetings from the city of peace, My name is Jiana Jubrael George Shomali. I am 13 years old and a student at Latin Patriarchate school in Beit Sahour near Bethlehem. I am from a Palestinian family which has suffered from Israel's occupation. My father spent eight years in Israeli jails, and all my uncles entered the prisons of the occupation. Even my grandmother was beaten and insulted by the soldiers of the occupation. My father taught me that justice is stronger than injustice, the power of the right is stronger than the right of power, and love is stronger than hate. I like these beautiful words so much, so I don't hate Jews, but I really hate the Israeli occupation. I don't ask you a lot. I just ask you to remove the occupation from our dreams >>>

 
 

J14 protesters demonstrate in front of police headquarters in Tel Aviv to protest the arrest of 40 activists during the City Hall demo.

 
 

Two Gaza children injured by Israeli airstrikes end up in an Israeli hospital.

 
 

A photo exhibit of Nabi Saleh shows what life there is like.

 
 

From Breaking The Silence, an ex-soldier describes what happened when an IDF truck collected the corpses of Palestinian militants.

 
 

Tapping the Israeli Embassy - Philip Giraldi - Shamai Leibowitz, an FBI Hebrew translator, was arrested in May 2010 for revealing restricted information consisting of five reports classified “secret” to an unidentified blogger. He confessed—explaining that he had been trying to reveal illegal activity—repented, and was sentenced to a minimum term of 20 months in prison. He has now been released. There was considerable speculation over what Leibowitz, a left-wing, Israel-born dual national, had actually revealed. A New York newspaper claimed that the information had gone to a “pro-Palestinian Arab group.” In reality, Leibowitz, who had top-secret clearance, was working as the translator for an undercover FBI counterintelligence team operating out of Calverton, Maryland. The FBI was tapping into all the telephone lines and cell phone numbers associated with diplomats and intelligence officers working out of the Israeli Embassy in Washington and the United Nations in New York. The Israelis practiced good communications security when they were on their phones speaking English, but they were reportedly extremely reckless when speaking Hebrew because they believed that they could not be understood. The FBI compiled a thick dossier on Israeli diplomats >>>

 
 

Israeli & Palestinian women are going to demonstrate in favor of a Palestinian state on either side of the Qalandia Checkpoint near Jerusalem this Sat. Sept. 17.

 
 

Traurig und glücklich - Uri Avnery - „WIRD DIES der glücklichste Tag in Ihrem Leben sein?” fragte mich ein lokaler Interviewer in bezug auf die bald kommende Anerkennung des Staates Palästina durch die UN. Ich war überrascht. „Warum denken Sie so?“ fragte ich. „Warum, seit 62 Jahren haben Sie die Errichtung eines palästinensischen Staates neben Israel befürwortet – und hier kommt er!“ „Wenn ich ein Palästinenser wäre, wäre ich wahrscheinlich glücklich ,“ sagte ich, „aber als Israeli bin ich eher traurig.“

LASSEN SIE mich erklären. Ich kam aus dem 1948er-Krieg mit vier festen Überzeugungen:
1.)    Es existiert ein palästinensisches Volk, obwohl der Name Palästina von der Landkarte gelöscht wurde.
2.)    Mit diesem palästinensischen Volk müssen wir Frieden schließen.
3.)    Frieden wird solange unmöglich sein, solange den Palästinensern nicht ermöglicht werden wird, ihren Staat neben Israel zu errichten.
4.)    Ohne Frieden wird Israel nicht der Modellstaat sein, den wir uns in den Schützengräben erträumt haben, sondern etwas völlig anderes.
 

Während ich mich von meinen Verletzungen erholte und noch immer Uniform trug, traf ich mich mit einigen jungen Leuten, Arabern und Juden, um gemeinsam zu planen. Wir waren sehr optimistisch. Alles schien jetzt möglich. Wir dachten an einen großen Akt der Verbrüderung. Juden und Araber hatten einander tapfer bekämpft. Jeder kämpfte für das, was er für seine nationalen Rechte betrachtete. Jetzt ist es an der Zeit, Frieden zu schließen. Die Idee des Friedens zwischen zwei tapferen Kämpfern nach der Schlacht ist so alt wie die semitische Kultur. In dem vor 3000 Jahren geschriebenen Epos Gilgamesh kämpft  >>>

 
 

The Prawer Report, which would move 30,000 Bedouins out of their villages in the Negev,
was approved by the PM on Sept. 11.
 

 


18.9.2011
 

 

UN-Beitrittsantrag - Die blaue Palästina - Die Palästinenser wollen in die Vereinten Nationen aufgenommen werden, doch was sie täglich erleben, ist alles andere als ein palästinensischer Staat. Nur mit ihren Postboten sind sie jetzt schon auf dem besten Weg in die Staatenwelt. - Hans-Christian Rößler - In Ramallah sind die Telefonrechnungen fällig. Husam Mesleh muss drei Runden durch Ramallah drehen, um sie alle auszutragen. Der Postbote zieht seine hellbraune Weste mit der Aufschrift „Palestine Post“ über, rückt sich das Namensschild mit dem Foto zurecht und stürzt sich in den Trubel der Straßen rund um den Manara-Platz. Viele winken ihm zu. Seine Briefe übergibt der Palästinenser am liebsten mit Handschlag. „Ich will sichergehen, dass sie ihre Empfänger auch erreichen.“ Das ist einfacher gesagt als getan. Erst seit gut einem Jahr gibt es in Ramallah überall Straßennamen und Hausnummern. >>>

 



Abels Gesichter, Palästina. Ethnische Säuberung und Widerstand - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - In der Reihe "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" ist nach den Themenbänden Auschwitz, Hiroshima, Vietnam, Lateinamerika als fünfter Band „Palästina“ erschienen. In dieser beeindruckenden Reihe weist der Verlag auf ein Verbrechen hin, welches die öffentliche Meinung zurzeit aufgrund gezielter Desinformation nicht als solches anerkennen will. Was vor den Augen der Weltöffentlichkeit mit dem palästinensischen Volk geschieht, ist unvorstellbar, weil es durch die „einzige Demokratie des Nahen Ostens“ geschieht. Angeblich teilt und verteidigt Israel mit den klassischen Demokratien die so genannten westlichen Werte als „Villa im Dschungel“. Die Methoden, mit denen dies geschieht, haben mit Demokratie im westlichen Sinne nichts zu tun. Aber da Israels Protektor >>>

 

Eine unsolidarische Solidarität, das geht geht nicht.... - Die Rachel Corrie Stiftung (Schirmherrin Felicia Langer) bittet ihren Kommentar zu veröffentlichen (siehe umrahmter Kasten). Die sehr unterstützenswerte Rachel Corrie Stiftung ist natürlich von keiner Partei kritisiert worden und nicht in diese Auseinandersetzung mit einbezogen. Herr Kroymann teilte mir mit: "Diese öffentlich geführte Auseinandersetzung ist für unsere Sache katastrophal, und unsere Stiftung (und damit deren Zuwendungsempfänger) bekommt diese Auseinandersetzungen unmittelbar zu spüren - durch einen enormen Einbruch der Spendeneingänge."
Da wir, wie in der Vergangenheit nur auf öffentliche Ausfälle der Frau Evelyn Hecht-Galinski  reagierten, ist zu hoffen, dass diese in Zukunft unterbleiben.

Haltet ein! - Das gilt für beide Seiten! - Denkt darüber nach, wer sich über diese giftigen internen, aber öffentlich geführten  Auseinandersetzungen freut und noch mehr, wer darunter leidet!
Zu letzteren gehören jedenfalls diejenigen, ob Juden oder Nichtjuden, die das Verhalten des Staates Israel gegenüber den Palästinensern nicht nur kritisieren sondern auch durch eigenen Einsatz bekämpfen, sei es durch Veranstaltungen, Pressearbeit oder finanzielles Engagement.

Ich werde mich in diese Auseinandersetzung nicht einmischen, möchte aber doch einen Punkt richtig stellen: Die „Hausfrau hinter den blauen Bergen“ hat über mehrere Jahre alle ihre Vortragshonorare in voller Höhe unserer Stiftung gespendet und war damit die bedeutendste Spenderin, die z.B. unserer Stiftung eine vierstellige Zuwendung an Zochrot ermöglichte, zu der wir sonst nicht in der Lage gewesen wären. Und als gemeinnützig anerkannte Stiftung stellen wir selbstverständlich Spendenquittungen aus. Diese Weiterleitung war also nicht „angeblich“, sondern geschah wirklich. Das bestätigt Henning Kroymann -  Finanzvorstand der Palästina-Friedenstiftung Rachel Corrie      www.rachel-corrie-stiftung.de

Die Palästina-Friedenstiftung Rachel Corrie verwendet alle Spenden in voller Höhe und ohne Abzug für Verwaltungskosten. Ein Appell an alle Seiten, spenden Sie, lassen Sie diese unterstützenswerte Stiftung nicht auch noch ein Opfer dieses unsolidarischen Verhaltens werden.


Bezug:

Kommentar 2  des Monats September 2011 für: "Das Palästina Portal" - von Abraham Melzer - Hinter den Blauen Bergen - Irgendwo in Süddeutschland, hinter dem Blauen Berg bei den sieben Zwergen, sitzt eine Hausfrau und schreibt und schreibt und schreibt. Seidem nennt sie sich Publizistin. Wie wenige andere Publizisten muss sie aber nicht von ihrer „Schreibkunst“ leben, weil sie in ihrem vorpublizistischen Leben   >>>
 

Kommentar - Erhard Arendt - Eine unsolidarische Solidarität, geht das? -  Um den Artikel von Abraham Melzer zu verstehen, muss man wissen, das es der wütende Aufschrei eines Engagierten, Gerechten, Betroffenen ist, der am 14.9.2011 in der Neuen Rheinischen Zeitung lesen musste: „Interessanterweise klammern sich auch viele "Alt-linke-jüdisch-israelische um Hoffnung kämpfende" Aktivisten, die sich für die  >>>

 

 

Die Araber im Negev sind nicht Israels Feinde - Oudeh Basharat - Nach endlosen Diskussionen, der Zerstörung von Tausenden von Häusern und der Errichtung mehrerer Komitees war der letzte Stop hinsichtlich arabischen Landes im Negev der Nationale Sicherheitsrat. Das ist die Körperschaft, die auch das iranische Nuklearprogramm diskutiert.

In beiden Fällen, dem iranischen Nuklearprogramm und das arabische Land im Negevn sind die Parteien, über die geredet wird, nicht vorhanden. Im Negevfall war kein Araber bei einem der offiziellen Komitees anwesend. Nur ein Feind  verdient solche Behandlung.  Und so war es, dass der Chef des nationalen Sicherheitsrates, Gen. Yaakov Amidror  unter dem Druck des extremrechten Ministers kam  Und selbst die 183 000 Dunums ( 4575 ha), die der Prawerplan den Arabern lassen wollte, wurde fast in 100 000 Dunum  zerschnitten. Schließlich ist Krieg gleich Krieg – und für Gefühlte gibt es keinen Platz.

Die Araber kämpfen darum, ihn Land zu schützen. Und fordern 600 000 Dunum – das sind nur 5 % des Negevlands. Die Araber wünschen dass alle nicht anerkannten Dörfer, denen  die meisten wesentlichen Lebensbedingungen fehlen, legalisiert werden. Und die beunruhigendste Frage ist, was geschieht mit der beunruhigsten Frage, was wir mit der nächsten Generation, die ohne Infrastruktur, Wasser, Strom aufwächst.  Ihre Mitglieder kennen den Staat nicht,  außer dass er Bulldozer schickt, der ihre Hütten zerstört, und die Inspektoren, die sie Strafen. Später werden sich die Leute fragen, wo der Hass und der Extremismus herkommen.

Mit der Entscheidung  des Kabinetts  ist es, als hätte es diesen Sommers  für soziale Gerechtigkeit nicht gegeben. Wo ist Prof. Manuel Trajtenberg, wenn man ihn nötig braucht. Einigen 30000 Bewohnern hat man damit gedroht, sie aus ihrer Hütte und ihrem Land zu vertreiben und etwa 20 Dörfern hat man  mit Zerstörung gedroht. Eine neue kleiner Version der Nakba lauert vor ihrer Tür.

Die Einwohner dieser Dörfer, die seit Generationen hier gelebt haben, sind keine Gegenstände, die man von Ort zu Ort bewegen kann. Schließlich sind „Geschichte“, „Nostalgie“, „Gedächtnis“ und  „menschliche Emotionen“ nicht nur die Provinz von Leuten, die aus fernen Orten kommen. Die Leute von El-Arakib haben ein Geschichte und Nostalgie nach ihrem Land und den Friedhof, der die Gebeine ihrer Lieben in sich bewahrt.

Die Mehrheit der augenblicklichen Knesset und selbst die weniger extreme Knessets sind bereit, jede Ungerechtigkeit gegenüber Arabern zu billigen. Aber Al-Arakib ist schon 29 mal zerstört worden und Tawil Abu Jarwal ist 51 mal zerstört worden. Jedes Mal sind die Menschen zurückgekommen und haben wieder aufgebaut. Die arabischen Bewohner des Negev werden sich mit ihrer Vertreibung nicht abfinden.

Australien, Kanada und viele andere Länder zerbrechen sich den Kopf, wie man ihre einheimische Bevölkerung für den Verlust ihres Ländereien kompensiert, um eine zivile Partnerschaft aufzubauen. Aber hier  gallopiert man  vergnügt den Hügel der Apartheid herunter.

Die Kabinettsentscheidung ist ein schmerzhafter Schlag gegenüber den Befürwortern der sozialen Gerechtigkeit, weil Begeisterung für soziale Gerechtigkeit  ohne Gerechtigkeit für den Negev schwindet. (dt. Ellen Rohlfs)

 
 

An die Botschaft des Staates Israel - „Verletzte israelische Heilige Kühe und tote palästinensische Schafe“ - Dieter Neuhaus - Sehr geehrte Damen und Herren, von einem Bekannten habe ich erfahren, dass die Informationsabteilung der Botschaft in ihrem Infobrief vom 19. November 2010 folgendes gemeldet hat: „Palästinensische Terroristen“ hätten den Süden Israels mit Mörsergranaten und einer Gradrakete beschossen. Bei diesem Angriff seien „drei Kühe verletzt und ein Stall beschädigt worden“. Schlimmeres ist Gott sei Dank offenbar nicht passiert. Ich hoffe, dass es den drei Kühen inzwischen wieder gut geht, auf dass sie noch viele Jahre einen fruchtbaren Beitrag zum Aufbau des jüdischen Staates leisten können. Da das bedauernswerte Schicksal dieser drei Kühe ihnen einen Platz im Infobrief Ihrer Botschaft verschafft hat, gemeinsam mit einer Meldung über den israelischen Außenminister Lieberman, muss es sich bei dem Rindvieh um eine Art „Heilige Kühe Israels“ handeln.

Leider gilt die Sorge der Botschaft offenbar nicht im gleichen Maß den Schutz befohlenen Haus- oder Weidetieren der Palästinenser im israelisch besetzten Westjordanland oder in Gaza, wie folgendes Ereignis deutlich macht, über das Sie  nach meinem Wissen nicht berichtet haben. Am 12. September diesen Jahres erschossen israelische Soldaten drei Palästinenser im Gazastreifen, wobei sie auch ihre fürchterlichen Pfeilwaffen („flechettes“) eingesetzt haben. Die Getöteten waren ein 91-jähriger Schäfer, einer seiner Enkel und dessen Freund. Damit nicht genug, denn von den 30 Schafen kamen 29 durch den massiven Beschuss der Israelis zu Tode. Später teilte die israelische Armee mit, dass es sich bei den drei Palästinensern -entgegen ersten Schutzbehauptungen- nicht um Terroristen gehandelt habe (dieser Vorwurf fällt sicher auf die Mords-Soldaten zurück). >>>

 


17.9.2011
 

 

Freitagsdemonstrationen in vielen Dörfern, die vom Mauerbau und Landraub betroffen sind. - P. R. - Die Demo in Al Walajah verlief friedlich und gewaltlos, wenn es auch ein paar mal eine kritische Situationen gab, die von einem Quad, besetzt mit zwei Männern der sogenannten Siedlerpolizei der angrenzenden Siedlung Har Gilo, provoziert werden sollten.

Nach dem Freitagsgebet zog eine große Gruppe von Dorfbewohnern, israelischen und internationalen Friedensaktivisten von der Moschee zur Har Gilo umgrenzenden Mauer. Das israelische Militär hielt sich zunächst bedeckt, rückte dann aber von zwei Seiten mit ca. 9 Jeeps und Mannschafftswagen auf die friedlichen Demonstranten zu. Ein paar Jugendliche versuchten, die palästinensische Flagge auf der Mauer zu hissen. Die Demonstration verlief friedlich.

 

 

Palästinenser streben Uno-Vollmitgliedschaft an - Die Palästinenser machen ernst: Präsident Abbas kündigte an, eine Vollmitgliedschaft bei den Vereinten Nationen zu beantragen. Der Vorstoß ist international umstritten - Israel und die USA lehnen den Plan vehement ab. - Palästinenserpräsident Mahmud Abbas will einen Palästinenserstaat in den Grenzen von 1967 als Vollmitglied der Vereinten Nationen beantragen. Das sagte er am Freitag in Ramallah. Er will dem Land den Weg zum 194. Mitglied der Vereinten Nationen. Das heißt: Bei der Vollversammlung in der kommenden Woche in New York wollen die Palästinenser einseitig eine staatliche Anerkennung erreichen. Grenzen sollen die aus der Zeit vor dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 sein, die das Westjordanland, den Gaza-Streifen und Ost-Jerusalem einschließen. >>>

 

 

Pressemitteilung vom 16.09.2011 | 17:10 - Die Linke. im Bundestag - Bundestag muss über deutsche Haltung zu Palästina abstimmen - "Die Bundesregierung muss den Bundestag in die abschließende Meinungsbildung, wie Deutschland sich in der UNO-Vollversammlung verhalten wird, einbeziehen", so Wolfgang Gehrcke mit Blick auf die Äußerungen des palästinensischen Außenministers, beim UNO-Sicherheitsrat den Antrag zu stellen, Palästina als Staat anzuerkennen. Der außenpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE weiter:

"DIE LINKE setzt sich entschieden für die Aufnahme Palästinas als Vollmitglied in die Vereinten Nationen ein. Die Bundesregierung sollte mit einer in der EU abgestimmten und vom Bundestag getragenen Position nach New York gehen. Zu einer solchen Abstimmung auf der europäischen und auf der parlamentarischen Ebene hat die Regierung bislang wenig eingebracht. Ihre Haltung ist bisher zweideutig. Auch um diese Zweideutigkeit zu beenden, besteht DIE LINKE auf einer parlamentarischen Beratung.

Der Druck gegen den Gang Palästinas zur UNO nimmt mittlerweile unverantwortliche Formen an. Mit der Ankündigung der israelischen Regierung, dass das Vorgehen des palästinensischen Präsidenten alle bisherigen Verträge hinfällig mache, riskiert sie nicht nur einen weiteren Bruch des Völkerrechts, sondern vergiftet überdies die politische Atmosphäre. Verbale Abrüstung ist dringend notwendig. Es ist ein historischer Fortschritt, dass auf den Stillstand des Friedensprozesses nicht mit Gewalt, sondern mit einem Gang zur UNO geantwortet wird."

F.d.R. Susanne Müller - Pressesprecher Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

 

 

French JDL recruiting Jews with military experience to 'defend' Israeli settlements - Rightist group, founded by late Rabbi Meir Kahane, is bringing volunteers to counter Palestinian marches on settlements planned for week of September 20. - Danna Harman - An extreme right-wing Jewish group in France is recruiting Jews with military experience for a solidarity mission to Israel in order to help “defend” Jewish settlements in the West Bank from Palestinian protesters who are expected to march toward some of them on or around September 20. The organization that put out the call for militant Jews is the French branch of the Jewish Defense League, or Kach, an organization established by Meir Kahane in the late 1960s and banned in the United States and Israel, but tolerated in France. According to a spokesman for La Ligue de Defense Juive, the mission will take place between the 19th and 25th of September and will be made up of five groups of eleven people each, who will take “positions” in five different West Bank settlements. All expenses for the participants have been paid for by French donors that the group declined to identify. >>>

 

 

BDS - 14.9.2011 Paris, das Gericht der 14.Kammer, das zuständig ist für Pressefreiheit, und Klagen gegen  öffentliche Diffamierung, hat einem Urteil höchste Bedeutung und Klarheit zugemessen:

danach haben die Bürger und Verbraucher das Recht, zu Boykott gegen Israel und seine Produkte aufzurufen. In der letzten Ausgabe von "La Gazeette du Palais"  (Nr.244, Seite 15) wird unter "Libertés Publiques bestätigt, dass "der Boykottaufruf  eines Bürgers zu Produkten eines Staates vom französischen Recht nicht verboten ist."

Olivia Zémor war von der französischen Regierung und weiteren vier israelischen Lobbyverbänden angeklagt worden wegen Diskriminierung der israelischen Nation und wegen Aufhetzung zum Rassenhass. Die Richter begründeten das Urteil " Dieser Aufruf zum Boykott israelischer Waren wurde aus politischen Gründen formuliert und betrifft die Debatte um den israelisch- palästinensischen Konflikt. Da sie von allgemeinem öffentlichen interesse mit internationaler Tragweite geführt wird,  ist der Vorwurf der Diskriminierung einer Nation nicht stichhaltig.

 Das Gericht berief sich auf Entscheidungen des Berufungsgerichtes und des Europäischen Gerichtshofes, nach denen Rechte und Würde der Bewohner eines Staates niemals der Presse- und Meinungsfreiheit geopfert werden dürfen.

Weiter bemerkt das Gericht,  dass bei  Gegenüberstellung der verschiedenen Standpukte ein friedlicher und zwangloser Aufruf zu Boykott unerlässlichist  für die öffentliche Meinungsbildung zum über 60 Jahre alten Konflikt im Nahen Osten.

Der nächste Prozess gegen weitere Angeklagte findet am 20.Oktober vor dem Gericht in Bobigny statt! - CAPJO-EuroPallestine - Übersetzung Gertrud Nehls

 

 

Der Schwarze Kanal: Täter und Opfer - Werner Pirker - Auf »einem isolierten Sonderposten« wähnt der israelische Publizist Gil Yaron seine Heimat Israel. »Noch nie«, schreibt er in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Zeitung, »schien dieses Land so verhaßt, angreifbar und isoliert wie heute«. Das mag auch etwas mit der Sonderposten-Funktion zu tun haben, den der jüdische Staat als europäischer »Wall gegen Asien« (Herzl) bewußt ausübt. In Zeiten des arabischen Aufruhrs stellt sich diese Rolle als zunehmend unbequem heraus. »Israels strategische Lage«, meint Yaron, »verursacht Beklemmung«. Wehmutsvoll läßt der Schriftsteller seinen Blick zurückschweifen: »Israel setzte mit der Supermacht Amerika auf das richtige Pferd. Bezüglich der Araber durfte man hoffen, daß territoriale Zugeständnisse den Konflikt eines Tages lösen würden. >>>

 

 

Hindernis für den Frieden - Die deutsche Israelpolitik behindert den Friedensprozess. Solange die Regierung in Tel Aviv von der internationalen Gemeinschaft nicht zur Politik eines gerechten Friedens gedrängt wird, ist eine Beendigung des Konflikts illusorisch. - Es ist richtig und ein Musterbeispiel, dass das demokratische Deutschland die Lehren aus dem Holocaust gezogen hat und eine besondere Verantwortung für seine jüdischen Opfer trägt. Dies verpflichtet alle Menschen, auch die Araber, gegen jede Form vom Antisemitismus, Rassismus und Unrecht zu kämpfen. Was man jedoch an der deutschen Israelpolitik besonders im vergangenen Jahrzehnt kritisieren muss, sind Irrationalität, Einseitigkeit und Ungerechtigkeit gegenüber den Palästinensern. Das größte Problem besteht darin, dass sie sich auf einer verzerrten Wahrnehmung des Wesens des israelischen Staates gründen. >>>

 

 

Kommentar 2  des Monats September 2011 für: "Das Palästina Portal"
von Abraham Melzer

Hinter den Blauen Bergen - Irgendwo in Süddeutschland, hinter dem Blauen Berg bei den sieben Zwergen, sitzt eine Hausfrau und schreibt und schreibt und schreibt. Seidem nennt sie sich Publizistin. Wie wenige andere Publizisten muss sie aber nicht von ihrer „Schreibkunst“ leben, weil sie in ihrem vorpublizistischen Leben Geld gescheffelt hat ohne Ende. Ihr Geld habe sie mit dem Ein- und Verkauf von billigen Textilien gleich doppelt verdient, wie mir ihr Ehemann einmal stolz beichtete. Sie arbeitete einfach nach der reinen, ethisch skrupellosen kapitalistischen Methode, d.h. indem sie ihre chinesischen Produzenten zuerst im Preis drückte und dann die Verkaufspreise in Deutschland wieder nach oben schraubte. Das nennt man klassischen Kapitalismus in Reinkultur. Oder wie es der allseits beflissene Angetraute formulierte: Wer Geld „macht“, braucht es nicht zu verdienen.  (...)

Wie perfide diese Publizistin hinter dem Blauen Berg bei den sieben Zwergen vorgeht, zeigt folgende niederträchtige Behauptung: Sie wirft anderen „jüdisch-israelischen, um Hoffnung kämpfenden Aktivisten, die sich für die Palästinenser einsetzen und ihr Geld damit verdienen“ vor, Heuchler und Verräter zu sein, weil diese die palästinensische Führung in deren Streben nach einem eigenen Staat unterstützen. Anscheinend kennt nur sie den Königsweg, der in ihren Händen zu liegen scheint.  >>>
 

Kommentar - Erhard Arendt - Eine unsolidarische Solidarität, geht das? -  Um den Artikel von Abraham Melzer zu verstehen, muss man wissen, das es der wütende Aufschrei eines Engagierten, Gerechten, Betroffenen ist, der am 14.9.2011 in der Neuen Rheinischen Zeitung lesen musste:

„Interessanterweise klammern sich auch viele "Alt-linke-jüdisch-israelische um Hoffnung kämpfende" Aktivisten, die sich für die Palästinenser einsetzen und ihr Geld damit verdienen, an die Zwei-Staaten-Lösung als ewiges Mantra, obwohl das doch genau die offizielle Linie der Politik ist, die den Palästinensern ihre Rechte für immer vorenthalten will.“ Quelle

 
Damit ist – erneut -  eindeutig die Autorin des Buches „Um Hoffnung kämpfen“, Felicia Langer in einer widerlichen unsolidarischen Form öffentlich angegriffen und diffamiert worden. mehr >>>

 
 

Why not return? - Eitan Bronstein - No idea in the history of the Israeli-Palestinian conflict has had as much potential and been so neglected and rejected as that of return of the Palestinian refugees. Israel’s denial of the right of Palestinian refugees to return to their homes, beginning at the end of the 1948 war and continuing today, focused public discussion about the refugees’ return on an argument about that right and left no place for new visions and political practices to develop as part of public debate. The Palestinians declare their right of return, dream of it and recently have also been trying to implement it by returning to the places from which they were expelled, thereby challenging the borders of the Jewish state. Israelis, for their part, reject this fundamental right, viewing its implementation as a dreadful apocalyptic scenario, no less than a second holocaust. >>>

 


16.9.2011
 

 

Der diplomatische Kampf um Palästina - Jörg Lau - Kann man ein Veto gegen das Ziel seiner eigenen Politik einlegen? Wenn nicht noch ein Wunder geschieht, wird die Welt nächste Woche erleben, dass die Vereinigten Staaten und Deutschland – die entschiedensten Förderer einer Zweistaatenlösung – Palästina die Anerkennung verweigern, und zwar auf der Hauptbühne der internationalen Politik. Die Palästinenser wollen beim Sicherheitsrat die Vollmitgliedschaft in der Uno beantragen. Amerika hat bereits die Blockade angekündigt, und auch die Deutschen sind festgelegt, seit die Kanzlerin im April „einseitige Schritte“ in der Nahostfrage zurückgewiesen hat. Man kann den Palästinensern zwar die vollgültige Aufnahme verweigern, nicht aber die Anerkennung zweiter Klasse, die sie dann anstreben würden. Sie haben eine Zweidrittelmehrheit der Generalversammlung sicher, die nötig ist, um analog zum Heiligen Stuhl (»Vatikanlösung«) als »Nichtmitgliedsstaat« aufgenommen zu werden. Auf die letzte Silbe kommt es ihnen dabei an: Staat. 150 Staaten für Palästina, und wir dagegen? Es droht der Offenbarungseid westlicher Nahostpolitik >>>

 




Obamas Machtwort - Westen will Palästina-Initiative abwürgen - Werner Pirker - Etwas anderes als ein US-Veto im Sicherheitsrat gegen den palästinensischen Antrag auf Vollmitgliedschaft in der UNO war ohnedies nicht zu erwarten gewesen. Daß aber Mister President himself in äußerst barschem Ton das obligate No zugunsten Israels ankündigen würde, kam doch etwas überraschend. Doch das war nur ein weiterer Beweis dafür, daß Barack Obama mit seinen Bemühungen, eine israelische Zugeständnisse voraussetzende Befriedung des Nahostkonflikts auf der Grundlage der Zweistaatenlösung herbeizuführen, schmählich gescheitert ist. Das Durchsetzungsvermögen, das der US-Präsident gegenüber dem jüdischen Staat vermissen ließ, sollen nun die Palästinenser zu spüren bekommen. >>>

 

 

Newsletter zu Palästina September 2010 - Während Israel, die USA und einige EU-Staaten die Anerkennung eines palästinensischen Staates in den 1967 besetzten Gebieten ablehnen, weil sie die Anerkennung des Selbstbestimmungsrechtes der PalästinenserInnen verneinen  oder die Anerkennung an Bedingungen knüpfen, haben mehrer palästinensische Menschenrechts- und Flüchtlingsorganisationen (auch die Fatah in Nablus) ihre Befürchtungen geäussert, wenn der bisherige Beobachterstatus der PLO einfach durch den Beobachterstatus eines palästinensischen Staates in den besetzten Gebieten ersetzt wird. Eine Studie von Guy Goodwin-Gill, Professor für internationales Recht an der Oxfort Universität , unterstreicht, dass ein Staat die Interressen seiner BürgerInnen in definierten Grenzen vertritt. Die PLO vertritt gemäss seiner Charta die gesamte palästinensische Bevölkerung (auch die 7 Millionen Flüchtlingen und die PalästinenserInnen in Israel), der palästinensische Staat hingegen nur die Minderheit, die in den besetzten Gebieten lebt. Sie befürchten deshalb, dass die international anerkannten Rechte der Flüchtlinge (nach Rückkehr und Entschädigung) und die anerkannten Rechte der palästinensischen Bevölkerung in Israel (nach Abschaffung von Apartheid und Gleichberechtigung) nicht mehr in der UNO vertreten werden. Sie fordern deshalb den Erhalt des Status der PLO in der UNO.

Interview An interview mit Guy Goodwin Gill auf Al-Jazeera
Stellungsnahme der Flüchtlingsorganisation Badil
Stellungsnahme der palästinensichen BDS-Leitung (BNC)
Stellungsnahme des Human Rigth Center in Gaza
Palästina-Solidarität der Region Basel - Postfach 4070, 4002 Basel, www.palaestina-info.ch

 
 

Israels verpasste Chance - Jakob Augstein - Wohin treibt Israel? Die Freundschaft zur Türkei ist zerbrochen, die Chance auf einen Neuanfang mit den arabischen Nachbarn vertan. In einer sich wandelnden Umwelt fällt Israel keine passende Antwort ein. Für die Zukunft lässt das nichts Gutes erahnen. Die bislang letzte militärische Großtat der türkischen Flotte war das Minenfeld, das der Kreuzer "Nusret" in den Dardanellen legte: Engländer und Franzosen verloren dort im Frühjahr 1915 so viele Schiffe, dass die Marineoperation abgeblasen wurde und Landtruppen geschickt wurden: Das alliierte Desaster von Gallipoli war die Folge. Ministerpräsident Erdogan hat seiner Marine nun schon einen Erfolg beschert, bevor sie überhaupt ausgelaufen ist: Allein die Ankündigung, die nächste Gaza-Hilfsflotte unter militärischen Begleitschutz zu stellen , bringt den Türken in der islamischen Welt Bewunderung und Respekt. >>>

 
 

Palästina - Land in Sicht? - John Bunzl - Ein UNO-Beschluss für einen Palästinenserstaat wird wenig an der Situation im Westjordanland und in Gaza ändern. Es ist aber erstaunlich, wie stark dagegen mobilisiert wird. Ich bin zwar kein unkritischer Befürworter der palästinensischen Initiative bei der UNO, ich bin jedoch ein Kritiker der offiziellen Argumente, die gegen das Projekt eines eigenständigen Palästinenserstaates vorgebracht werden. Da ist zunächst einmal die Behauptung, die Vereinten Nationen wären nicht das geeignete Forum für diesen Schritt; als Alternative wird eine Fortsetzung der Verhandlungen mit Israels Premier Benjamin Netanyahu ("Peace Process") vorgeschlagen; wohl wissend, dass diese in eine dauerhafte Sackgasse geführt haben, weil die israelische Regierung gerade jenes Territorium zersiedelt, das für einen palästinensischen Staat vorgesehen wäre. Aber war es nicht die UNO selbst, die mit der Teilungsresolution 1947 israelische (und übrigens auch arabische) Staatlichkeit in Palästina überhaupt erst legitimiert hat? >>>

 

 

Gemeinsamer Aufruf israelischer und palästinensischer Organisationen - Erklärung - Zusammengehen - um Besatzung und Rassimus zu beenden, um den Kampf des palästinensischen Volkes zur Erringung seiner nationalen Rechte zu unterstützen und gegen nationale und soziale Unterdrückung. Angesichts der ermutigenden Entwicklungen im Nahen Osten, der Welle von sozialen Protesten und des Erwachens des Kampfes der Völker für Freiheit und um das Recht auf ein Leben in Würde, lebt das palästinensische Volk weiterhin trotz seines hartnäckigen und anhaltenden Freiheitskampfes unter dem Joch der israelischen Besatzung. Die internationale Gemeinschaft ihrerseits zeigt ihre Hilflosigkeit und greift nicht ein, um den palästinensischen Kampf für Befreiung und Gerechtigkeit zu unterstützen. Die Protestbewegungen und der in der arabischen Welt wehende Wind des Wandels haben in der ganzen Welt Aufregung unter den Freiheitssuchenden erzeugt und viele von ihnen ermutigt, diese Modelle des Volkskampfes zu übernehmen. Diese Protestbewegungen haben einen tiefen Einfluss auf die verschiedenen Gruppen in Israels, sowohl unter Juden, als auch unten den Palästinensern, gehabt. >>>
 

Israels Kommunisten für gemeinsame Abwehrfront  - 15.09.2011: Mit dem Näherrücken des Termins für den Antrag in der Vollversammlung der UN, Palästina als Staat und Vollmitglied in den UN zu bestätigen, wird die Hysterie und das Drohen auf Seiten der reaktionären israelische Regierung immer heftiger. Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hetzt und beschuldigte die palästinensische Führung, zum 6.9. eine dritte Intifada (Volkserhebung) und ein "beispielloses Blutbad" vorzubereiten. Der israelische General Eyal Eisenberg schürte in einem Vortrag am Nationalen Sicherheitsinstitut in Tel Aviv Angst vor einen "radikalen islamistischen Winter" mit der Gefahr eines "totalen und globalen Kriegs" im Nahen Osten. Der seit Juni an der Spitze des Heimatfront-Kommandos stehende 48-jährige Offizier hatte dabei den Einsatz von Massenvernichtungswaffen nicht ausgeschlossen. Gleichzeitig haben die sozialen Proteste in Israel selbst Anfang September einen noch nie vorher dagewesenen Umfang angenommen. 450.000 Menschen forderten in Großdemonstrationen am Samstag, 3. September, eine gerechtere Gesellschaftsordnung. In Tel Aviv waren es 300.000 Protestierende, die auf die Straße gingen. Die Forderungen in den Protesten haben dabei an Zielorientierung und Umfang zugenommen. Es ging nicht mehr nur um die katastrophale Wohnungssituation, die Proteste richteten sich verstärkt gegen hohe Lebensmittelpreise, die schlechte und ungerechte Gesundheitsversorgung, die Mängel im Bildungssystem und gegen die überbordende Steuerlast. Die Kommunistische Partei Israels unterstützt die soziale Protestbewegung Israels, unternimmt dabei aber auch besondere >>>


Israel does not want a Palestinian state. Period. - Gideon Levy  - On Wednesday, a coalition of Israeli peace organizations published a list of 50 reasons for Israel to support a Palestinian state. Assuming that you only accept five of them, isn't that enough? What exactly is the alternative, now that the heavens are closing in around us? >>>

 


15.9.2011
 

 

Palästina: Ohne Versöhnung kein Staat -  Andreas Hackl - "Warten ist keine Option, wir wollen die Versöhnung mit der Hamas vorantreiben", versichert der Fatah-Politiker Sabri Saidam. - Mehr als vier Monate ist es her, seit die Hamas und die Fatah in Kairo ihr Versöhnungsabkommen unterschrieben haben. Doch ein Blick auf den Boden der Tatsachen zeigt, dass ein politisch geeintes Palästina in weiter Ferne liegt. Die UN-Generalversammlung könnte nächste Woche mehrheitlich für einen Palästinenserstaat stimmen, aber dieser Schritt auf dem Papier kann nicht über die Realität hinwegtäuschen, dass es die politischen Voraussetzungen dafür noch nicht gibt. Um herauszufinden, wo die Versöhnung steht, habe ich in den letzten Wochen immer wieder die Perspektive von unten gesucht. In Hebron, wo Israel in letzter Zeit verstärkt gegen Hamas-Funktionäre vorgegangen ist, treffe ich die Parlamentsabgeordnete und Fatah-Politikerin Sahar Qawasmi. Die Versöhnung ist in ihren Augen ein langer Prozess. >>>

Audio - Asselborn: Israel will eigentlich keine Zwei-Staaten-Lösung - Luxemburgs Außenminister kritisiert "sture Siedlungspolitik" - Jean Asselborn im Gespräch mit Jasper Barenberg - Die aktuelle israelische Regierung verhindere mit ihrer Siedlungspolitik die Verhandlungen mit den Palästinensern über eine Zwei-Staaten-Lösung, sagt Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn. Dabei garantiere eine solche Lösung auch die Sicherheit Israels. >>>

Dokumentation - 20.09.2011 - Palästina, Staat unter Staaten >>>

 

 

Neo-Osmanen - Erdogan als Held der arabischen Straße - Werner Pirker - Der türkische Premierminister Recep Tayyip Erdogan scheint auf seiner Reise durch den »arabischen Frühling« offenkundig die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Rede vor den Außenministern der Arabischen Liga in Kairo war völlig undiplomatisch auf den von der arabischen Straße bevorzugten Ton abgestimmt. Erdogan verlangte ein Ende der israelischen Blockade des Gazastreifens, brandmarkte den israelischen Überfall auf die Gaza-Flotte als einen kriegerischen Akt und plädierte für die Anerkennung Palästinas als Staat. Als Vorsitzender einer islamischen Partei wußte er die Anhänger des politischen Islam ebenso für sich zu vereinnahmen wie die säkularen Kräfte mit seinem Bekenntnis zur Trennung von Staat und Religion. >>>

 

 

Kundgebung für Palästina in Berlin

Vertreter der palästinensischen Gemeinden in Deutschland veranstalten in der kommenden Woche eine Kundgebung vor dem Auswärtigen Amt in Berlin, um Bundesaußenminister Guido Westerwelle aufzufordern, im UN-Sicherheitsrat und in der UN-Generalvollversammlung mit einem klaren „Ja“ für Palästina zu stimmen.

In der kommenden Woche wird Präsident Mahmoud Abbas bei den Vereinten Nationen den Antrag auf Aufnahme des Staates Palästina als vollwertiges Mitglied der internationalen Gemeinschaft einreichen. Die Bundesregierung zeigt sich heute in ihrer Haltung gegenüber dem Antrag unentschlossen und ringt mit den EU-Staaten um einen gemeinsamen Resolutionsentwurf.

Ein zeitnaher Frieden durch die Realisierung der Zwei-Staaten-Lösung kann nur durch die Aufnahme des Staates Palästina als UN-Mitglied erreicht werden.

Fordern Sie gemeinsam mit der hier in der Bundesrepublik Deutschland lebenden palästinensischen Bevölkerung die Bundesregierung auf, für den Staat Palästina und damit für den Frieden zu votieren!

Veranstaltungsdatum: Dienstag, 20. September 2011; 17:00 Uhr
Veranstaltungsort: Auswärtiges Amt - Werderscher Markt1 - 10117 Berlin

 

 

15.9.2011 - Eine Darstellerin mit spätem Durchblick - Indira Weis wurde bei Broder vorgeführt. - Die neue Art von Fernsejournalismus - Indira klagt an: „Warum hat ein fast 70-jähriger Mann so etwas nötig? Am Ende bist Du die Nutte, lieber Henryk, der sich für ein bisschen mehr Quote prostituiert. Hast Du mir nicht ständig Komplimente gemacht, wie klug und belesen ich sei? Warum diese Heuchelei? Was ist mit Anstand, Moral und Größe? Ist das zu viel für Dein Alter, bist Du dafür schon zu senil?“

 

 

Virtual statehood or the Right of Return - Omar Barghouti - “The Palestinian declaration of independence practically constitutes a victory for Israel’s declaration of independence, and this is why Israelis must celebrate in the streets and be the first to recognise Palestinian independence, calling on the world to follow suit.” - Sefi Rachlevsky, Yedioth Ahronoth, September 5, 2011 (Israeli writer who led a recent Israeli delegation that met Palestinian President Mahmoud Abbas to urge him to go forward with the statehood bid at the UN) "Palestine 194" is the name of a campaign called for by Palestinian officials to drum up support for their “September Initiative”, or bid for statehood, in the hope that “Palestine” would become the 194th member of the UN. This same number, however, has historic connotations for the people of Palestine. It has been etched in our collective consciousness as the UN General Assembly resolution stipulating the right of the Palestinian refugees - most of whom were forcibly displaced and dispossessed during the 1948 Nakba by Zionist militias and later the state of Israel - to return to their homes and properties. >>>

 

 

Tony Judt's Final Word on Israel - Merav Michaeli - In this interview just before his death last year, the historian discusses his controversial views on Israel, the country's future, and a life of disputation - In July 6, 2010, one month to the day before his death, I sat down with the British historian Tony Judt in his New York study to film an interview. He was positioned in a special bed in which he spent much of his time, completely immobilized by amyotrophic lateral sclerosis (ALS), also known as Lou Gehrig's Disease. The interview was part of a larger film project, with director Gaylen Ross, about Israel and the U.S. and American Jewry. It was, for me, a profound and deeply personal conversation. >>>

 


14.9.2011
 

 


Gaza children’s images of war censored under pressure from US Israel lobby - Nora Barrows-Friedman - Pro-Israel organizations pressured an Oakland children’s museum to cancel an upcoming exhibition of drawings made by Palestinian children in the Gaza Strip. Community leaders say the shutting down of the exhibition is the result of a disturbing — and well-funded — campaign to silence Palestinian voices across the US. On 8 September, just two weeks before the exhibition was set to open to the public, the board of directors of the Museum of Children’s Art (MOCHA) announced that they had canceled “A Child’s View of Gaza.” The board shut down the show due to pressure from “constituents,” according to a statement made by Randolph Bell, the board’s chairman, in the San Francisco Chronicle (“Oakland museum cancels Palestinian kids’ war art,”  >>>

 

 
 

Palästinenser wollen UN-Vollmitglied werden Warum die Argumente gegen Palästina kraftlos sind - Ein Gastbeitrag von Helmut Schäfer, ehemals Staatsminister im Auswärtigen Amt - Die israelische Regierung versucht einen eigenen Palästinenserstaat mit allen Mitteln zu verhindern; auch die USA und Deutschland stellen sich quer. Doch Ausreden hören die Palästinenser seit mehr als 40 Jahren. Genug: Sie haben längst die Voraussetzungen für eine UN-Vollmitgliedschaft erfüllt. (...) Die rechtsgerichtete israelische Regierung von Benjamin Netanjahu und Avigdor Lieberman hat alle Hebel in Bewegung gesetzt, um eine Aufnahme Palästinas in die UN zu verhindern. Ein früher Erfolg war die mit ihren EU-Partnern nicht abgestimmte Erklärung der deutschen Kanzlerin bei Netanjahus jüngstem Besuch in Berlin, Deutschland werde gegen eine Aufnahme stimmen. Auch das war keine Überraschung angesichts Merkels seit jeher einseitig an den Interessen Israels ausgerichteter Politik, für die sie von der einflussreichsten Israel-Lobbyorganisation der USA, der Aipac, vor kurzem erst ausgezeichnet wurde>>>

 
 

Primor: Auch Israel trägt Verantwortung für Ausschreitungen in Ägypten - Ehemaliger Botschafter Israels in Deutschland sieht aber keine drohende Kriegsgefahr in Nahost - Avi Primor im Gespräch mit Dirk-Oliver Heckmann - Nach den Angriffen auf die israelische Botschaft in Kairo betont Avi Primor: "Wenn wir weiter neue Siedlungen bauen und wenn wir zu echten, ehrlichen Verhandlungen nicht bereit sind, obwohl unsere Regierung es anders behauptet, dann natürlich tragen auch wir eine Verantwortung". Primor: Ich glaube, dass Israel seine Beliebtheit weltweit schon längst verloren hat und weiter verliert, was es noch zu verlieren gibt, wegen unserer Politik, und irgendwie rechnet die Regierung damit gar nicht, sie denkt nur an die Innenpolitik, sie denkt nur an die Koalition und an die Rechtsextremisten in ihrer Koalition, die sie beibehalten will. Das ist fürchterlich. Ich glaube, wenn die Innenpolitik die Oberhand hat, dann sieht es eben so aus, wie es aussieht. Und die Amerikaner sind ja schwach, die Amerikaner sind heute machtlos. >>>

 

 

Kriegshunde – Die Radikalen in Israel - Salam - SO GRAUEN erregende Hunde sind seit Sherlock Holms Hund von Baskerville* nicht mehr gesehen worden. Sie sind von einem leidenschaftlichen Bewunderer, dem verstorbenen „Rabbi“ Meir Kahane herangezogen worden, der vom israelischen Obersten Gerichtshof als Faschist gebrandmarkt wurde. Ihre Aufgabe ist es, die Siedlungen zu schützen und die Palästinenser anzugreifen. Es sind Siedlerhunde oder besser Hundesiedler. Alle unsere Fernsehstationen haben lang und breit über sie berichtet und ihre Wirksamkeit und Aggressivität gelobt. Und dies alles zur Vorbereitung für den „September“. SEPTEMBER ist nicht nur der Name eines Monats, der siebte nach dem alten römischen Kalender. Er ist ein Symbol einer schrecklichen Gefahr, einer unaussprechlich existentiellen Bedrohung. In den nächsten paar Wochen werden die Palästinenser die UN ersuchen, den Staat Palästina anzuerkennen. Sie haben schon eine große Mehrheit in der UN-Vollversammlung zusammenbekommen. Danach wird nach der offiziellen Beurteilung unserer Armee die Hölle losbrechen. Massen von Palästinensern werden sich erheben, die Trennungsmauer angreifen, die Siedlungen stürmen, Front gegen die Armee machen, Chaos schaffen. „Die Palästinensische Behörde ist dabei, ein Blutbad zu planen,“ behauptet Avigdor Lieberman vergnügt. Und wenn Lieberman Gewalt voraussieht, wäre es unklug, ihn zu ignorieren Seit Monaten bereitet sich unsere Armee für genau solch eine Eventualität vor >>>

 

 

Israel in der Sackgasse - Rainer Rupp - Seine Aggressionskriege, seine Besatzungspolitik und seine Verhöhnung internationaler Rechtsnormen hat Israel zunehmend in die internationale Isolierung getrieben. Mit der jüngsten Erstürmung der israelischen Botschaft in Kairo, mit der Ausweisung des israelischen Botschafters aus der Türkei samt Abbruch der militär- und rüstungspolitischen Zusammenarbeit und mit der voraussichtlichen Anerkennung der nationalen Staatlichkeit Palästinas durch die Vollversammlung der Vereinten Nationen noch in diesem Monat hat diese Entwicklung ihren vorläufigen Höhepunkt erreicht. Damit hat Israel innerhalb kürzester Zeit seine wichtigsten und einzigen islamischen Verbündeten verloren. Zugleich begreifen auch immer mehr Israelis, daß die sture, ganz auf die Verhinderung der palästinensischen Staatlichkeit fokussierte Politik der Netanjahu-Regierung in die Sackgasse geführt hat. >>>

 
 

Freunde Palästinas: Israel intensiviert die Verletzungen internationalen Rechts - Wie schon so oft an dieser Stelle, möchten wir Ihre Aufmerksamkeit auf die immer weiter zunehmenden Spannungen in den besetzten palästinensischen Gebieten und Ostjerusalems lenken. Auf die ungestört andauernde Politik der militärischen Aggression Israels, auf die immer weitergehende Kolonisierung der besetzten palästinensischen Gebieten und die Provokationen und Übergriffe gegen die palästinensische Bevölkerung. Die Situation vor Ort wird von immer mehr Gewalt geprägt und steuert auf eine unkontrollierbare Eskalation zu, die Lage erfordert eine dringende Intervention der internationalen Staatengemeinschaft, die diese illegale Politik gegen das palästinensische Volk beendet. Anstelle des erwarteten Friedens hat sich die zionistische Besatzungsmacht entschieden, alles dafür zu unternehmen, dass ein Friede unmöglich wird. Israel verstärkt seine Verletzungen internationalen Rechts, einschließlich aller humanitären Regeln des Völkerrechtes. Unter diesen Bedingungen begeht das palästinensische Volk in seiner Mehrheit den Monat Ramadan. Israels Besatzungssoldateska fährt aber ungehindert fort, unverantwortliche Gewalt einzusetzen, die das Leben viele Palästinenser - darunter Frauen und Kinder - massiv gefährdet. Ein Akt dieser Besatzerwillkür soll hier besondere Erwähnung finden: Kurz vor dem Frühgebet am 1.8.2011 - am ersten Tag des Ramadan - überfiel die zionistische "Selbstverteidigungsstreitmacht" das Flüchtlingslager in Qalandiyah in der Westbank. Dabei wurden zwei junge Männer ermordet. Mu'tasom Odwan (22) und Muhammad Ali Khalifa (23) wurden durch Kopfschuss regelgerecht hingerichtet >>>

 

 

Institut für Palästinakunde - Zur Zeit erreichen uns so viele Hilfrufe aus Palästina, dass es schon eine Herausforderung ist sie auch nur aufzuzeichnen, geschweige denn den Betroffenen irgendwie zu helfen:

Im Jordantal und im Negev arbeitet die ethnische Säuberungsmaschinerie Israels auf hohen Touren an der Beseitigung bzw. Konzentration der Beduinen:
Im Jordantal haben die Behörden den Bewohnern von 'Ras al Auja' nicht nur das Wasser gestohlen - sondern eben auch noch den Klassenraum einer mobilen Schuleinrichtung. Im Negev sehen sich derweil ca. 30.000 Beduinen Plänen der israelischen Regierung ausgesetzt gegen ihren Willen umgesiedelt zu werden.

 


13.9.2011
 

 


Eine Fotoreportage - Aktuelle Bilder aus Palästina. >>>

Bild links - Eine junge muslimischen Mutter mit ihrem kleinen Sohn am 12.9.2011 in der Geburtsgrotte von Bethlehem am Stern.

Weitere Themen:

Ausbau der Mauer von Al  Walajeh

Die Mauer über der Tunnelstrasse  60 (Jerusalem - Hebron)

In Vorbereitung auf den 20. September finden zahlreiche Veranstaltungen statt. Eine davon ist ein Workshop; Es wurden auf der Mauer gegenüber des Caritas Baby Hospitals Plakate aufgeklebt mit Fotos von Gesichtern palästinensischer Menschen, vor allem von Kindern und Jugendlichen und den Flaggen der Staaten, die Palästina bei der anerkennen wollen

Ein neuer link zu Har Homa, der Siedlung vor meinem Fenster, vielleicht 1 km Luftlinie. Es ist unglaublich, welche Fakten hier in Bethlehem derzeit an Siedlung- und Mauerbau geschaffen werden,.

 

 

Israel leugnet das Recht der Palästinenser zu Demonstrieren - Das israelische Militär bestreitet das Recht der Palästinenser in der West Bank zu demonstrieren, stellt der am Montag veröffentlichte Bericht von B´Tselem dar. B´Tselem ist eine israelische Nichtregierungsorganisation, welche sich für die Menschenrechte in der Westbank und dem Gazastreifen einsetzt. Der „Show of Force“ - Bericht dokumentiert die wöchentlichen Proteste in Nabi Saleh und zeigt, dass Israel die Grundrechte der Dorfbewohner nicht anerkennt, dem entsprechend antwortet das israelische Militär auf diese Demonstrationen mit exzessivem Einsatz nichttödlicher Waffen, wie z.B. Tränengas, Schallgranaten, mit gummiüberzogenen Stahlgeschossen und Schockgranaten. Oft feuert die Armee Tränengaskanister direkt in die Menge der Demonstranten. In den meisten Fällen werden die Aktivisten als Unruhequelle gesehen und selbst wenn die Demonstranten friedlich protestieren, werden die Protestmärsche gewaltsam aufgelöst.>>>

 

 

Oh Gott! Sie sind es! - Was geschieht, wenn man sich beim Spiel „Für uns oder Gegen uns“ plötzlich auf der anderen Seite wieder­findet. Ein Erfahrungsbericht - Akram Baker - Es war ein kalter und nasser Tag im Dezember 2001. Ich besuchte gerade den Hauptsitz von DaimlerChrysler Financial Services in Berlin. Kurz zuvor hatte ich dort einen Managerposten aufgegeben. Ich traf mich mit einem Kollegen und hatte gegen den eiskalten Berliner Wind meinen Palästinenserschal umgewickelt und trug eine Wollmütze auf dem Kopf. Als wir uns der Tür zur Vorhalle näherten, zuckte die Sicherheitsbedienstete – eine reizende Dame aus der ehemaligen DDR – sichtlich zusammen und trat zwei Schritte zurück. „Oh Gott! Sie sind es, Herr Baker.“ Sie war atemlos und schrie fast. „Ich dachte gerade, es ist Zeit zu sterben!“ Da wurde mir klar, dass meine Zeit als im Westen lebender arabischer Moslem gekommen war. >>>

 

 

Welch ein „gutes Gefühl“, wenn man sich bestätigt sieht.  - Kurzkommentar von Erhard Arendt - Sie mögen vielleicht keine Ratespielchen. Aber, mal eine Frage, welcher unserer pro palästinensischen Partner hat die nachfolgenden Zitate verfasst. Welchem Kämpfer für einen gerechten Frieden sind sie der Feder entsprungen:

„Es könnte sein, dass die Regierung, die derzeit die Geschicke Israels bestimmt, sich eines nicht allzu fernen Tages wegen Verrats nicht nur am israelischen Volk, sondern auch an den besseren zionistischen Ideen wird verantworten müssen.“

Ja und da die israelische Regierung immer mehr überdreht ist vermutlich der Tag nicht mehr sehr weit. Das israelische Volk protestiert…..

„Nun erheben die Palästinenser dieselben Forderungen wie die Juden vor einem halben Jahrhundert: Sie wollen sich als Nation im eigenen Haus organisieren. Dafür zu sorgen, dass den Palästinensern endlich Recht zuteil wird, wäre eine zionistische Aufgabe – die letzte große Herausforderung für den Zionismus hundert Jahre nach seinem Entstehen.“ Quelle

Gute Worte zur rechten Zeit. Mit dem, was wir sagen sind, wir nicht alleine. Frustrierend ist nur, dass alles wurde, vor 20 Jahren geschrieben und geändert hat sich wenig……

Noch ein paar Zitate, denen wir nur zustimmen können, es war vor 20 Jahren ein wahrer, gerechter Freund Palästinas (jetzt würde man ihn auch als selbsthassenden Juden diffamieren)es könnten unsere Worte sein:

"Früher mussten wir fürchten, sie wollten uns ins Meer treiben, heute fürchten wir, sie könnten mit ihren Friedensangeboten ernst meinen. Eine vermieste Geschichte reicht uns nicht, wir brauchen auch eine vermasselte Zukunft." Quelle: SEMIT vom Juli/August 1989

"Tut es Deiner Seele nicht weh, dass der Kommandant von Nablus einem Dutzend Palästinenser die Arme und Beine brechen ließ? Dass die Soldaten, die diesen Job korrekt ausführten (obwohl es sich um einen ungesetzlichen Befehl handelte, den sie hätten verweigern können), so hart zuschlugen, dass bei dieser Aktion auch ihre Holzknüppel brachen? Dass sie während der Prügel die Motoren ihrer Fahrzeuge aufheulen ließen, damit die Schreie der Geschlagenen übertönt wurden?" Quelle: SEMIT vom Juli/August 1989

"Jeder israelische Soldat, der fällt und verwundet wird, schreibst Du, tut Deiner Seele weh, während jeder Palästinenser, der auf seine Weise für sein Volk kämpft und fällt, Dir nicht nur gleichgültig ist, Du betrachtest ihn „als Feind“, mit anderen Worten, Du freust Dich über seinen Tod. Du hast in den letzten Wochen und Monaten viel Grund zur Freude gehabt. Rund 400 Tote in anderthalb Jahren ist eine schöne Bilanz. Hast Du Dich auch über den Tod des 12jährigen Jungen in Nablus gefreut oder über den Tod des 8jährigen Mädchens in Gaza oder den Tod der Frau in Ramallah, die beim Wäsche-Aufhängen von einer verirrten Kugel getroffen wurde?" Quelle: SEMIT vom Juli/August 1989

Ja, da rührt sich die Seele, da wird das Gewissen berührt.  Wer schreibt wohl solch gerechte, gute Worte?

Da es die sogenannten falschen Freunde Israels gibt, die bis in den Zentralrat der Juden hinein auf solche Worte mit der Antisemitsmuskeule schlagen, freut man sich, das ein Journalist den Mut hatte das schon vor 20 Jahren zu schreiben. Freut sich, wundert sich zugleich, warum hat man ihn jahrzehntelang nicht gejagt, verleumdet, diffamiert, versucht ihm seine Existenz zu nehmen.

Die Israellobby ist da ja sehr erfinderisch.
Einer der aktivsten Antisemitsmuskeulenschwinger ist ein Henryk M. Broder.
Es ist schizophren, Henryk M. Broder hat diese Weisheiten, Wahrheiten vor 20 Jahren verkündet.

Den Artikel, mit den so zutreffenden Zitaten, schrieb Malte Lehming, ein Netzwerkfreund und Fan von Henryk M. Broder. Er war sich nicht zu schade, – das zeigt sein fehlendes journalistisches Niveau, einen schmuddeligen Artikel über Felicia Langer zu schreiben. Bricht die deutsche Israellobby zusammen?

Scheinbar ist diese Saulusgruppe erneut von Pferd getreten worden, steigt wieder bei der Paulusgruppe ein oder übt sich in Absatzbewegungen, merkt, diese verbrecherische israelische Regierung kann man nicht mehr verteidigen.

Ich freue mich schon auf den geläuterten Henryk M. Broder und seine Kommentare im „Das Palästina Portal…..“

 
 
Generaldelegation Palästinas -
 

 

Als Ausnahme ein Veranstaltungsplan, sie wissen, Veranstaltungen finden sie im Veranstaltungskalender der  Friedenskooperative  +  Palästina heute

Der aktuelle Tourplan des Freedom Theatre:

Termin

Ort

Di. 06.09.

Braunschweig, 19.30 Uhr, Aufführung, Staatstheater Kleines Haus, Am Theater

Fr. 09.09.

Ingelheim, Workshop, 09.30 Uhr, IGS, Albrecht-Dürer-Str. 30

Fr. 09.09.

Ingelheim, Aufführung 19.00 Uhr, Jugendkulturzentrum Yellow, Ludwig-Langstädter-Str. 4

Mo. 12.09.

Kastelaun, Aufführung, 19.00 Uhr, IGS Kastellaun, Albert-Schweitzer-Straße

Mi. 14.09.

Neustadt/Wied, Aufführung, 10.30 Uhr, Wiedparkhalle

Do. 15.09.

Bremen, Aufführung, 20.00 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstr. 51 (Internationales Jugendtheaterfestival "explosive")

Fr. 16.09.

Bremen, Workshop, 10.00 Uhr, Kulturzentrum Schlachthof, Findorffstr. 51 (Internationales Jugendtheaterfestival "explosive")

Sa. 17.09.

Münster, Aufführung, Theater im Pumpenhaus, Gartenstr. 123

So. 18.09.

Münster, Aufführung, Theater im Pumpenhaus, Gartenstr. 123

Mo. 19.09.

Münster, Aufführung, Theater im Pumpenhaus, Gartenstr. 123

Di. 20.09.

Mainaschaff, Aufführung, 20.00 Uhr, Maintalhalle, Am Sportplatz 5

Sa. 24.09.

Berlin, Aufführung, 18.00 Uhr, Schaubühne am Lehniner Platz

So. 25.09.

Berlin, Aufführung, 18.00 Uhr, Schaubühne am Lehniner Platz

Mo. 26.09.

Berlin, Aufführung, 20.00 Uhr, Schaubühne am Lehniner Platz

Di. 27.09.

Berlin, Aufführung, 20.00 Uhr, Schaubühne am Lehniner Platz

Mi. 28.09.

Hamburg, Aufführung, 20.30 Uhr, Kampnagel-Fabrik, Jarrestr.

Do. 29.09.

Hamburg, Aufführung, 20.30 Uhr, Kampnagel-Fabrik, Jarrestr.

So. 02.10.

Bonn, Aufführung, 18.00 Uhr, Rheinisches Landesmuseum, Colmantstr. 14 - 16

Mi. 05.10.

Schwalbach a. Ts., Workshop, 10.00 Uhr, Bürgerhaus, Am Marktplatz 1 - 2

Do. 06.10.

Schwalbach a. Ts., Aufführung, 11.00 Uhr, Bürgerhaus, Am Marktplatz 1 - 2

Fr. 07.10.

Gütersloh, Aufführung, 19.30 Uhr, Theatersaal, Kulturräume Gütersloh, Friedrichstraße 10

So. 09.10.

Kiel, Aufführung, 20.00 Uhr, Theater im Werftpark, Ostring 187a

Mo. 10.10.

Kiel, Workshopprojekt

Di. 11.10.

Kiel, Workshopprojekt

Di. 11.10.

Kiel, Aufführung, 20.00 Uhr, Theater im Werftpark, Ostring 187a

Mi. 12.10.

Kiel, Workshopprojekt

Do. 13.10.

Kiel, Workshopprojekt

Fr. 14.10.

Kiel, Workshopprojekt

Sa. 15.10.

Kiel, Workshopprojekt

Mo. 17.10.

Schwerte, Aufführung, 18.00 Uhr, Realschule Am Bohlgarten, Holzemer Weg 20

Di. 18.10.

Schwerte, Aufführung, 18.30 Uhr, JVA, Theaterhalle, Gillstr. 1

Fr. 21.10.

Düsseldorf, Aufführung, 20.00 Uhr, Goethe Gymnasium, Lindemannstr 57

Mo. 24.10.

Freiburg, Aufführung, 20.00 Uhr, Theater Freiburg, Kleines Haus, Bertoldstr. 46

Di. 25.10.

Karlsruhe, Aufführung, Badisches Staatstheater,

Mi. 26.10.

Marburg

Do. 27.10.

Marburg

Fr. 28.10.

Marburg, Aufführung, Waggonhalle

Sa. 29.10.

Marburg

Mo. 31.10.

Marburg, Aufführung,

Do. 03.11.

Wien

Fr. 04.11.

Wien

Sa. 05.11.

Wien

So. 06.11.

Wien

Mi. 09.11.

Zürich

 


9.9.2011
 

 

Palästinener-Kampagne für UNO-Aufnahme gestartet - Die palästinensische Führung hat am Donnerstag ihre Kampagne für die Aufnahme Palästinas als Staat in die Organisation der Vereinten Nationen gestartet. Rund hundert Menschen versammelten sich in Ramallah, um den Beginn der "Nationalen Kampagne für Palästina - 194. Staat" zu unterstützen. Mit >>>
 

Palestinians resist US pressure on statehood bid - Mohammed Daraghmeh - he Palestinians on Tuesday said they would not give in to American pressure to drop their bid for statehood at the United Nations, taking a tough position ahead of a meeting with a senior U.S. delegation. Two senior White House envoys, David Hale and Dennis Ross, arrived in the region on Tuesday for talks with Israel and Palestinian officials. The U.S. has been trying to persuade the Palestinians to drop their plan to ask the U.N. this month to approve their independence and instead resume peace talks with Israel. Yasser Abed Rabbo, a top adviser to Palestinian President Mahmoud Abbas, said >>>


Clinton-Doktrin - USA intrigieren gegen Palästina-Staat - Werner Pirker - Die Obama-Administration betreibt dieser Tage eine hochaktive Nahost-Diplomatie. Doch ist diese keineswegs auf einen Ausgleich im israelisch-palästinensischen Konflikt gerichtet, sondern auf die Stärkung des israelischen Machtanspruches über die Palästinenser. Der von deren Führung geplante Antrag auf UNO-Vollmitgliedschaft, die die Gründung eines palästinensischen Staates praktisch präjudizieren würde, soll unter allen Umständen zum Scheitern gebracht werden. Zu diesem Zweck hat das US-Außenministerium eine breite diplomatische Kampagne gestartet >>>

Palästinenser starten Unabhängigkeits-Kampagne - Die Palästinenser haben ihre Kampagne für die Aufnahme eines eigenen Staates in die UNO gestartet. Rund hundert Palästinenser versammelten sich in Ramallah, dem Sitz der Autonomiebehörde. >>>


Palästinenser könnten auf Antrag in Sicherheitsrat verzichten - Diplomat: USA würden ohnehin Veto gegen Staat "Palästina" einlegen - Abbas am 12. September bei Arabischer Liga -  Die palästinensische Führung wird den geplanten Antrag auf UNO-Mitgliedschaft voraussichtlich nicht im Weltsicherheitsrat einbringen, wo ihm ein Veto der USA sicher ist, sondern vielmehr ein Votum in der Generalversammlung anstreben. Das erklärte der Schweizer UNO-Botschafter Paul Seger am Donnerstag in New York. (...) Der ultrarechte israelische Parlamentsabgeordnete Yaakov Katz hat unterdessen einen "friedlichen" Siedlermarsch im Westjordanland auf die palästinensischen Städte Ramallah, Nablus und Hebron als Reaktion auf den UNO-Antrag angekündigt. >>>


Israelis could face trial in The Hague if Palestinian statehood recognized at UN, experts warn - According to the statute of the court, the direct or indirect transfer of an occupier’s population into occupied territory constitutes a war crime. - Tomer Zarchin - Recognition of a Palestinian state could, in theory, lead to Israeli officials being dragged repeatedly before the International Criminal Court in the Hague for claims regarding its settlement policies in the West Bank, legal experts say. According to the statute of the court >>>


Palestinians deny submitting official statehood request to UN - PLO officials say letter to UN chief earlier Thursday was sent by grassroots activists, not Palestinian officials. - Jack Khoury  - The Palestine Liberation Organization (PLO) denied Thursday that it had submitted an official request to the United Nations to recognize Palestine as a member of the world body, explaining that the campaign launched in Ramallah earlier in the day was the work solely of grassroots activists. >>>


The Palestinian leader can`t retreat now - Donald Macintyre - The Independent - Mr Abbas has not only been criticised by Israel. At the other end of the spectrum a vocal pro-Palestinian lobby has argued that Palestinian Authority UN membership will sacrifice the primacy of the Palestinian Liberation Organisation and, as a result, the interests of the diaspora refugees.

Dokumentation - Ausrufung des Staates Palästina >>>

 
 

Jeder bekam etwas – Israel etwas mehr - Norman Paech - Der Palmer-Bericht zur Untersuchung des Sturms auf das türkische Schiff »Mavi Marmara« - Am 31. Mai 2010 stürmte israelisches Militär das auf dem Weg nach Gaza befindliche türkische Schiff »Mavi Marmara«. Der Bericht, den die von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon eingesetzte Kommission dazu jetzt vorgelegt hat, ist ein diplomatisches Meisterstück, juristisch allerdings ein Fehlgriff. - Nach einem Jahr internen Aushandelns hat die vom UN-Generalsekretär eingesetzte Untersuchungskommission nun ihren Bericht vorgelegt. Die Medien haben ihn sofort als das erkannt, was er ist: ein diplomatischer Versuch, den Streit über das Vorgehen der israelischen Armee gegen die »Mavi Marmara«, bei dem im Mai 2010 neun türkische Staatsangehörige getötet wurden, zu entschärfen. Dass dies vorerst nicht gelungen ist, kann dem Bericht nicht angelastet werden, denn darin wird Israel großzügig bedient. >>>

 

 

Mitglied der PPSF am Checkpoint in Ramallah festgenommen  -  Am Mittwoch verhafteten israelische Einheiten am Atara Checkpoint nördlich von Ramallah ein Mitglied der PPSF (Palestinian Popular Struggle Front). - Ein anderes Mitglied der Organisation, Monadel Hanini, sagte Ma´an, man habe Awni Abu Gosh, 50, auf seinem Weg von Nablus zurück nach Jerusalem gefangen genommen. Hanini forderte die unverzügliche Freilassung von Abu Ghosh. In den letzten Wochen unternahm das israelische Militär umfassende Maßnahmen palästinensische Anführer politisch wichtiger Gruppen im Hinblick auf die kommende UN Abstimmung über die Anerkennung Palästinas festzunehmen. Am 21. August verhaftete Israel 120 Palästinenser, die meisten von ihnen Hamas Anhänger, in Hebron. Es war eine der größten Verhaftungsaktionen in der Stadt seit 2003, fügte ein palästinensischer Sicherheitsbeamte hinzu. Eine Sprecherin des israelischen Militärs sprach bei der Verhaftung in Ramallah am Mittwoch von einer Routinemaßnahme. Sara Lehmann – PNN >>>

 

 

Israelische Demokratie - und ihre Feinde – Schlesinger - In den vergangenen Wochen konnte man neidisch werden auf Israel – genauer genommen auf die Israelis aus allen Schichten, allen Altersgruppen, allen Weltanschauungen, gleich welchen Geschlechts, die seit vielen Wochen friedlich in Massen auf die Straße gehen um ihrem Unmut über die sozialen Misstände Luft zu verschaffen. Letzten Samstag folgten fast eine halbe Million Menschen den Aufrufen zu landesweiten Protesten gegen die sozialen Zumutungen im Land. (...) Man wird sehen auf welche gesellschaftlichen Felder sich die neuen Kräfte auswirken. Es ist nicht auszuschliessen, dass die Israelis ein neues Gespür dafür entwickeln, dass die ärgsten Feinde vielleicht gar nicht die arabischen Nachbarn sind, sondern in ihrer Mitte wohnen und leben. Dass es vielleicht Leute wie Netanjahu sind oder die 17 Familien, denen Israel ökonomisch gewissermaßen “gehört”. Leute, die Sicherheitspolitik in Israel dazu missbrauchen, ihre ganz eigene Agenda zu verfolgen. Netanjahu hat Grund, sich vor seinen Landsleuten zu fürchten. Sie haben ihre demokratischen Instinkte neu entdeckt. Ein Gräuel für alle Oligarchen dieser Welt. >>>

 

 

Elusive Green Line Defines Lives in Israel and the West Bank - Isabel Kershner -  For decades Israel has tried to erase from public consciousness the Green Line, the pre-1967 boundary with the West Bank at the heart of stalled negotiations for a Palestinian state. Israel has built on either side of the Green Line and deleted it from textbooks and weather maps. Israeli drivers plying the main Tel Aviv-Jerusalem highway crisscross the unmarked line at the Latrun Interchange every second of the day, slicing through half a mile of West Bank territory and several more miles of no man’s land, oblivious to the area’s fraught history. In Jerusalem, where Israel annexed the eastern part of the city and its holy sites after the 1967 war, a new light rail system traverses a patchwork of Jewish and Palestinian neighborhoods, gliding blithely across the invisible boundaries. Yet a recent journey along the line, from the northernmost Jalama checkpoint to the tiny villages of Al Ghuwein and Sansana in the arid hills of the south, shows that despite attempts to blur it physically, Israel has carefully preserved the line in legal and administrative terms, and it defines lives on both sides. >>>

 

 

Israeli pyromaniacs are setting the Mideast on fire - Autumn 2011 is teeming with disasters and our fate has been entrusted to a handful of cynical politicians, headed by Benjamin Netanyahu - Gideon Levy - It's as if summer 2011 never happened, as if there had never been a protest here: Israel is being led with dreadful blindness by a handful of irresponsible politicians, dangerous pyromaniacs without equal, yet the public remains apathetic. The government is pregnant with danger, conducting a scandalous policy, yet there is no protest. With all the (enormous ) respect due the social protest, it should already have roused a political protest as well. With all the (enormous ) respect due to social issues - the cost of living is indeed a vital issue - but what about life itself, which is now being threatened in our names, yet about which no one utters a peep? >>>

 

 
 

“Their goal is to drive us out of our land” — Israeli settlers attack Kusra mosque - Michele Monni - One of the four mosques of Kusra, a village of about 6,000 in the south of Nablus, was vandalized in the early hours of Monday morning, allegedly by members of the nearby Israeli settlement of Esh Kodesh. Graffiti was scrawled on the outside wall, windows were broken and there was also an attempt of arson. According to Abdel-Azim Awda, one of the members of the village council, at around 3:00AM, some residents of the settlement of Esh Kodesh broke the glass of the rear window of the building, stormed inside and set fire to a pile of car tires. The exterior walls of the mosque were desecrated with injurious phrases in Hebrew. Officials of the Palestinian Authority arrived at the village in the morning and reassured the villagers that the expenses related to damage would be covered. “For us it is not enough. Since January this year at least 16 members of the village have been injured as a result of attacks by settlers. Just last month—during Ramadan—the settlers burned more than 1,400 olive trees and killed more than 20 sheep from the village”, Abdel-Azim told The Palestine Monitor. >>>

 

Pappe reassesses legacy of Palestinian dynasty - Asa Winstanley - Ilan Pappe is an Israeli historian and dissident living in semi-voluntary exile in the UK. He is most famous for The Ethnic Cleansing of Palestine, a seminal work which, although based on his own research, was more original for the sweep of its historical narrative rather than any groundbreaking new findings. It was a widely influential work in that it convinced people around the world that “ethnic cleansing” is the phrase that most accurately describes what Zionist militias did to the Palestinians in the course of the 1947-48 Nakba (Catastrophe). Pappe’s latest book The Rise and Fall of a Palestinian Dynasty, only appeared in this English translation last year; it first appeared in Hebrew in 2002. The Rise and Fall is a political biography of the Husaynis: an aristocratic Palestinian family that dominated the Palestinian political scene in both the Ottoman and British Mandate periods. >>>

 
 

Eine Anregung, das nachfolgende Video sollte man bei pro-palästinensischen Veranstaltungen vorstellen. Ausnahmsweise, unbeabsichtigt genial "parodiert" hier Gerd Buurmann die falschen Freunde Israel. Selten so gelacht........
Seine verdrehte Weltsicht demonstriert er öffentlich. Achtung, auch wenn es so aussieht, das ist natürlich keine Parodie:


Neu dokumentiert und erweitert:

[Zur Person]
[
Gewaltdrohungen]
[
Buurmann + die Gewalt]
[
Textanalyse 1 - 4.9.2011]
[
Textanalyse 2 - 6.9.2011]

 


8.9.2011
 

 

Zwist zwischen Türkei und Israel verschärft sich (SB) - Ankara will Israel vor dem Internationalen Gerichtshof verklagen - Mehr als ein Jahr nach dem Überfall israelischer Marinestreitkräfte auf die Gazahilfsflotilla in den frühen Morgenstunden des 31. Mai 2010 im östlichen Mittelmeer hat sich der Streit darüber zwischen Israel und der Türkei immer noch nicht gelegt. Im Gegenteil, er verschärft sich. Ankara beharrt auf eine Entschuldigung aus Tel Aviv dafür, daß bei der Erstürmung des größten Schiffs der damaligen Flotilla, der türkischen Fähre Mavi Marmara, neun Türken, von denen einer gleichzeitig die Staatsbürgerschaft der USA besaß, erschossen wurden. Wegen der kategorischen Weigerung der Regierung von Premierminister Benjamin Netanjahu, mehr als ein Bedauern über den Vorfall zum Ausdruck zu bringen, wurde kürzlich am 2. September Gabby Levy, Israels Botschafter in Ankara, des Landes verwiesen. Anlaß für die drastische Entscheidung, die vom türkischen Außenminister Ahmet Davutoglu auf einer Pressekonferenz bekannt gegeben wurde, war die vorzeitige Veröffentlichung von Auszügen des entsprechenden Berichts einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen unter der Leitung des ehemaligen neuseeländischen Premierministers Geoffrey Palmer in der New York Times. Über das Ergebnis der Untersuchung ist Ankara alles andere als glücklich >>>
 

Türkei: Streit mit Israel, weitere Annäherung an Ägypten - Der Rücknahme der Drohung, wonach sämtliche Handelsbeziehungen mit Israel gestoppt würden, lässt Erdogan die Ankündigung folgen, dass die Türkei engere militärische und wirtschaftliche Beziehungen mit Ägypten sucht - Der Krach in der Beziehung zwischen der Türkei und Israel ist laut und Erdogan hatte aus Verärgerung vehement gedroht: Sämtliche Handelsbeziehungen und militärische Beziehungen sollten gekappt werden: "Trade ties, military ties, regarding defence industry ties, we are completely suspending them." Später berichtigte ein Sprecher des türkischen Ministerpräsidenten: Gemeint seien nicht die allgemeinen Handelsbeziehungen, sondern nur solche die Rüstungsgüter ("defense goods") betreffen. >>>
 

Erdogan: We will not let Israel disrespect Turkey, no matter the price - Comments come on the heels of Turkey's expulsion of top Israeli diplomats, suspension of all military deals. >>>
 

Palestinian civil society welcomes Turkey’s Decision to Suspend All Military Ties with Israel and Lower Diplomatic Relations - The Palestinian BDS National Committee (BNC), the broad Palestinian civil society coalition that acts as the Palestinian reference point of the Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) movement, welcomes the recent decision by the Turkish government to impose limited sanctions on Israel and hopes that it is implemented from today as announced. >>>

 
 

Störfeuer gegen den Palästinenserstaat (SB) - USA und Israel locken und drohen - Das Spektrum der Prognosen, welche Konsequenzen eine mögliche Anerkennung des einseitig ausgerufenen Palästinenserstaats durch die UNO-Generalversammlung nach sich ziehen könnte, ist breit gefächert. Während Befürworter den langersehnten Durchbruch im Nahostkonflikt erhoffen und Gegner die Gefahr blutiger Unruhen an die Wand malen, gibt es auch Stimmen in palästinensischen Kreisen, die dem Vorgehen nichts abgewinnen können, weil sie es für folgenlos, wenn nicht gar ein Ablenkungsmanöver halten. Selbst unter Experten des Völkerrechts herrscht Uneinigkeit darüber, welche Vorteile für einen veränderten Status der Palästinenser in der internationalen Staatengemeinschaft sprächen. Erstaunlich ist das nicht, handelt es sich doch um einen Machtkampf, der sich der Bühne der Vereinten Nationen bedient und zugleich deren Bedingungen zu eigenen Gunsten zu beeinflussen sucht. Bekanntlich spricht Washington internationalen Gremien wie der UNO oder Strafgerichtshöfen jedes Recht ab, Entscheidungen zu Lasten der USA zu treffen. Israel hat in seiner Geschichte keine einzige Abstimmung der Vereinten Nationen oder deren Gremien akzeptiert und befolgt, die seinen Staatsinteressen widersprachen. >>>


U.S. prevention of statehood bid shows 'disdain' for Arabs - Washington fears the Palestinians' move at the United Nations could further snarl flagging U.S. efforts to revive Middle East peace talks. - The United States is showing "disdain" for Arabs by trying to prevent the Palestinians from gaining statehood recognition at the United Nations, a senior Palestinian official said on Wednesday. >>>


Palästinensische Eigenstaatlichkeit - ein Blindgänger? - Interview mit der israelischen Menschenrechtsanwältin Frau Linda Brayer - Dr. Ludwig Watzal - (...) Gibt es eine alternative Kraft im Abbas-Regime und würden sie eine Veränderung im Verhalten der israelischen politischen Klasse herbeiführen können? Die USA und Israel lassen eine unabhängige Führung nicht zu. Sie sind das Problem. Solange sie an der Macht sind, wird es keine Lösung geben. Die Israelis und Palästinenser und ihre Unterstützer, die einen freien und unabhängigen und sozialistischen Nahen Osten haben wollen, müssen ihren Kampf gemeinsam weiterführen. >>>

Z
uerst auf Englisch erschienen: http://between-the-lines-ludwig-watzal.blogspot.com/2011/09/palestinian-statehood-non-starter.html


Gerechtigkeit für Palästina - Jean Ziegler - (...) ARAFATS TRAUM. Von der einst stolzen Mukhata, dem Komplex aus osmanischer Zeit, in dem die palästinensische Regierung sitzt, stand damals nach israelischen Bombardements nur noch ein schiefes Gebäude, umgeben von Schutthaufen und Gräben. Im ersten Stock empfing uns Yasir Arafat zum Mittagessen. Wie es seine Art war, redete Arafat einleitend lang, klug, mit vielen historischen Referenzen. Zum Schluss fragte ich, was die meisten meiner linken israelischen Freunde für eine Gewissheit halten: «Elf Prozent des ursprünglichen Palästina sind heute noch in palästinensischer Hand. Der Rest sind Israel, Kolonien der Siedler, Militärzonen. Glauben Sie nicht, dass ein binationaler Staat die einzige Lösung wäre?» In den Augen des sonst so freundlichen Arafat blitzte der Zorn. «Niemals. Wir wollen die Unabhängigkeit, auch wenn sie nur eine Viertelstunde dauern sollte. Danach ist alles möglich. Ein binationaler Staat, eine Föderation mit Israel, alles. Aber zuerst wollen wir unseren souveränen Staat.» >>>


Die Ausrufung des Staates Palästina löst die Probleme nicht - pdf - Hans-Joachim Heintze - Mitten in die Diskussionen zur palästinensischen Ausrufung eines eigenen Staates platzte Ende Juli 2011 die Meldung von den Auseinandersetzungen an den Grenzübergängen zwischen Serbien und Kosovo. Schlaglichtartig zeigte sich, dass die Unabhängigkeitserklärung Kosovos den Gewaltausbruch, dem letztlich nur die KFOR Einhalt gebieten konnte, nicht verhinderte. Wie auch: die Nachbarn blieben dieselben und leider auch die Probleme. Es bestätigte sich, dass die einseitige Erklärung der Staatlichkeit keine Methode zur Lösung eines solchen Konflikts ist. Letztlich kommen die Konfliktparteien um Verhandlungen nicht herum, um offene Fragen zu klären. Allerdings unterscheidet sich der Fall Kosovo grundsätzlich von dem Palästinas, denn die Palästinenser sind ein Volk und haben einen Anspruch auf das Selbstbestimmungsrecht. Diese völkerrechtliche Norm sichert Völkern zu, dass sie über ihren politischen Status selbst entscheiden können. Dies schließt auch die Schaffung eines eigenen Staates ein. >>>
 

Appell an die Bundeskanzlerin - Felicia Langer - Sehr geehrte Frau Dr. Merkel, nach 44 Jahren israelischer Besatzung – die längste in der jüngeren Geschichte – wird sich Palästina an die UN-Vollversammlung wenden. Nach Jahren der Entrechtung, Vertreibung, Enteignung, Kolonisierung, Haft und Folter, die auch die Gegenwart kennzeichnen, wird die palästinensische Führung die Aufnahme des Staates Palästina in den Grenzen von 1967 als 194. Mitgliedsstaat der Vereinten Nationen beantragen.

Im Jahre 1974 hat die UN-Vollversammlung mit den Resolutionen 3236 und 3327 das volle Selbstbestimmungsrecht des palästinensischen Volkes anerkannt. Die PLO hat bereits 1988 den palästinensischen Staat ausgerufen, was die Akzeptanz der Zwei-Staaten-Lösung bedeutet.

Die Rolle der UNO in der Palästina-Frage wurde faktisch gelähmt, durch häufiges Veto der USA und das Schweigen der Welt. 44 Jahre israelischer Straffreiheit, etwa 20 Jahre eines „Friedensprozesses“ ohne Frieden sind mehr als genug für die Palästinenser. Es ist ihre ultima ratio, sich an die UNO zu wenden, um Hilfe zu suchen. >>>


Deutschland sollte den palästinensischen Staat anerkennen - pdf - Muriel Asseburg - Richtig ist, dass die Anerkennung eines palästinensischen Staates viele der Hürden nicht beseitigen würde, die einer effektiven Staatlichkeit im Wege stehen: das Besatzungsregime, die Präsenz von israelischen Siedlern und der Armee im Westjordanland und in Ost-Jerusalem, die Abriegelung Ost-Jerusalems, die andauernde Blockade des Gaza-Streifens. Auch würde sie keine Regelung der weiteren Streitfragen zwischen Israel und den Palästinensern herbeiführen. Doch es geht gar nicht darum, Verhandlungen zu ersetzen, sondern darum, das Selbstbestimmungsrecht der Palästinenser zu verwirklichen, die Konturen einer Zwei-Staaten-Regelung festzuhalten, solange deren Umsetzung noch möglich ist >>>
 

Israel droht Palästina mit Krieg! - Freiheitsliebender - Ehud Barak, Kriegsminister in Israel und ehemaliger Vorsitzender der “sozialdemokratischen” Arbeiterpartei, hat den Palästinensern mit Krieg gedroht. Bei einem Treffen in Amman zwischen Barak und dem palästinensischen Präsidenten, Mahmut Abbas, kündigte Ehud Barak an, dass die Palästinenser entweder Israels wünschen folgen oder es zu einem Krieg kommen wird! “Wenn ihr euren Antrag auf die Anerkennung eines unabhängigen Palästinenserstaates bei der UNO stellt, wird ein militärischer Angriff auf das Westjordanland erfolgen,” so der israelische Minister, wie verschiedene Medien in der Region berichten! >>>


China unterstützt Palästina – Hektik in Washington - China hat den Palästinensern Unterstützung bei ihrem Antrag auf Anerkennung eines eigenständigen Staates bei der UNO zugesichert. »Wir verstehen, respektieren und unterstützen das Vorhaben«, erklärte die Sprecherin des chinesischen Außenministeriums, Jiang Yu, am Mittwoch in Peking. Die Gründung eines unabhängigen Staates sei »ein unveräußerliches legitimes Recht des palästinensischen Volkes und entscheidend für einen dauerhaften Frieden im Nahen Osten«. >>>
 

Die "Kritische Jüdische Stimme (Österreich)"  www.nahostfriede.at informiert: An Herrn Dr. Michael Spindelegger Bundesminister für europäische und internationale Angelegenheiten - Minoritenplatz 8 - 1010 Wien Wien, 4. September 2011  - Sehr geehrter Herr Bundesminister!

Am 20. September beabsichtigt die Palästinensische Autonomiebehörde die Vereinten Nationen, anläblich der UNO-Vollversammlung, zu ersuchen, Palästina als 194. Mitgliedsstaat anzuerkennen, einen Staat beruhend auf den Grenzen von 1967, mit Ostjerusalem als seine Hauptstadt. Nach dem Scheitern 20-jähriger Verhandlungen bleibt dem palästinensischen Volk kein anderer Ausweg. Wie der Vorsitzende der Behörde, Mahmoud Abbas, erklärte, zeigen sich weder Israel noch die U.S.A. bereit die abgebrochenen Verhandlungen und den Friedensprozess zu retten und die Wiederaufnahme des Dialogs zu ermöglichen. Israel setzte, ungeachtet wiederholten Drängens seitens der U.S.A., den Siedlungsbau auf enteignetem palästinensischen Land fort. Daher haben die Palästinenser den Glauben an den Friedensprozess verloren wie auch an jene, die beauftragt waren ihn durchzusetzen, nämlich das Qartett, - die U.S.A., Russland, die Europäische Union und die Vereinten Nationen, obwohl die internationale Staatengemeinschaft, einschlieblich der U.S.A., die Illegitimität des Siedlungsbaus und die Kolonisierung der von Israel besetzten Gebiete als Verstob gegen internationales Recht (Artikel IV der Genfer Konvention) wiederholt bestätigten. Wie auch das Recht der Palästinenser auf einen eigenen, unabhängigen und lebensfähigen Staat mit klaren Grenzen.

Jedoch rückt die Perspektive eines eigenen Staates aufgrund des ungezügelten Siedlungsbaus durch Israel in immer weitere Ferne. Was kann daher die Zukunft der rund vier Millionen Palästinenser im besetzten Westjordanland und im Gazastreifen sein? Jene Länder, die meinen, durch ein Votum für einen palästinensischen Staat Israel zu schaden, befinden sich im Irrtum, denn die Besatzungskosten bilden einen beträchtlichen Teil des israelischen Militärbudgets. Es würden damit auch die radikalsten Kräfte in Israel und Palästina, die eine friedliche Lösung ablehnen, gestärkt und jene, die in beiden Ländern für einen Frieden eintreten, erheblich geschwächt. Mangels einer auf Recht und Gerechtigkeit beruhenden Lösung könnte der gesamte Nahe Osten, auch angesichts der jüngsten Entwicklungen in arabischen Ländern, zu einem Brandherd werden, dessen Folgen kaum abzusehen sind.

Ist es nicht die Rolle der Vereinten Nationen einzugreifen, wenn ein Konflikt nicht von den Konfliktpartnern allein gelöst werden kann? Die Vereinten Nationen haben in zahlreichen Konflikten erfolgreich interveniert, auber im Nahen Osten. Ist es nicht an der Zeit dies zu tun? Die Aufnahme Palästinas als Mitgliedsstaat bedeutet nicht das Ende der Verhandlungen. Im Gegenteil: sie schafft neue Kräfteverhältnisse, die zu einer Lösung führen könnten.

Aus diesen Gründen, ersuchen wir Sie, sehr geehrter Herr Bundesminister, im Namen Österreichs, für die Aufnahme eines palästinensischen Staates zu stimmen. Mit vorzüglicher Hochachtung MMag. Peter Melvyn, für „Kritische Jüdische Stimme“, www.nahostfriede.at - Paula Abrams-Hourani, für „Frauen in Schwarz“, www.fraueninschwarz.at

Aufruf zum Mitwirken - Palästina – Palestine Natioonal Liberation Movement - Fateh - Foreingn Relations Commission -  Mitgliedsstaat Nr. 194 - pdf - Das palästinensische Volkes, dessen ehrenhafter Kampf für die Sache der Freiheit, viele Jahrzehnte eine Quelle der Ermutigung für andere Menschen auf dem Erdball war …. Dieses Palästina, Heimat vieler Botschaften für Frieden, sendet wieder eine Nachricht von Frieden und Freiheit … … Mehr als 60 Jahre litt dieses Palästina unter den Furien des Krieges und den ungenannten Schrecken einer Besatzung, Entwürdigung und Gewalt. Das palästinensische Volk ertrug die längste, bis heute andauernde, militärische Besatzung der modernen Geschichte. Nun ist es an der Zeit für die Welt, mit diesem unwürdigen Zustand ein Ende zu machen >>>

Judith Bernstein - pdf - Herrn Bundesminister des Auswärtigen Dr. Guido Westerwelle - Sehr geehrter Herr Bundesminister Dr. Westerwelle, trotz der Flut von Briefen, die Sie sicherlich anlässlich des bevorstehenden Antrags zur Aufnahme Palästinas in die Vereinten Nationen erhalten, hoffe ich sehr, dass Sie die Zeit für meinen Brief finden. Mich beschäftigt der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern nicht nur politisch, sondern auch persönlich. Mit wenigen Ausnahmen lebt meine gesamte Familie (inkl. meiner jüngeren Tochter) in Israel. Ich sehe mit Sorge, dass die Regierung Israels durch ihre Politik die Zukunft des Staates gefährdet. Auch wir Juden in der sogenannten Diaspora bleiben von aggressiven Stimmungen gegenüber Israel nicht verschont, die auf dessen Politik zurückführen sind. >>>

Dokumentation - Ausrufung des Staates Palästina >>>

 

Weiterhin aktuell: Defamation. - Thomas Immanuel Steinberg -  Yoav Shamir hat einen Film über die Anti-Defamation League (ADL) gedreht. Die ADL hat sich die Bekämpfung des Antisemitismus auf die Fahnen geschrieben. Der Film zeigt Judäophobie und ihre Instrumentalisierung durch die ADL. Unter anderem begleitete Yoav Shamir filmisch eine von der ADL vorbereitete und durchgeführte Reise israelischer Jugendlicher zur KZ-Gedenkstätte Auschwitz in Polen. Beschreibung und Zitate auf War in Context. Der Film (521 MB) läßt sich hier mit englischen Untertiteln herunterladen. Mit französischen Untertiteln (Vieles ist Englisch gesprochen) hier. Teaser hier. Zur Anti-Defamation League siehe auch Scharons Hexenküche vom 16. Dezember 2003. T:I:S, 29. Januar 2010. Korrigiert am 7. September 2011. Permanenter Link unter Zionistische Provokationen

 
 

Hamas regime needs the Gaza blockade - The prohibitions and Hamas' deterrent tactics must not be taken lightly just because the number of people affected is small. - Amira Hass - How embarrassing. While solidarity activists are planning new protests against the blockade of the Gaza Strip, the Hamas government is adding to limitations on Palestinians' freedom of movement. One might justifiably ask: What are a few high school students Hamas refuses to allow to travel to the United States to study as opposed to 1.5 million Palestinians imprisoned by Israel in Gaza? Who cares about a few Fatah activists who have been banned from leaving the Gaza Strip? They have become a "price tag" - Hamas' revenge for the persecution of its supporters (not linked to the use of arms) in the West Bank by the Abbas-Fayyad >>>

 
 

 
 

 


7.9.2011
 

 

Palästinenser präsentieren eigenen UN-Sitz - Trotz des amerikanischen Widerstands wollen die Palästinenser ihren Kampf um einem Sitz bei den Vereinten Nationen fortsetzen. In Jenin, im Westjordanland, enthüllten Aktivisten einen symbolischen palästinensichen UN-Sitz. Er soll in New York UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon übergeben werden: “Mit dieser friedlichen Mission wollen wir klarmachen, dass die Bevölkerung hinter den diplomatischen Bemühungen um eine Vollmitgliedschaft in den Vereinten Nationen steht”, erklärte Koordinator Aiman Sbaih in Jenin. >>>

Israelisches Säbelrasseln vor Palästinas UN-Antrag - Lieberman: Palästinenser planen "beispielloses Blutbad" - Israelische Armee hält dritte Intifada für möglich - Tel Aviv - Der israelische Außenminister Avigdor Lieberman hat die palästinensische Führung am Dienstag beschuldigt, mit ihrem geplanten Antrag auf UNO-Mitgliedschaft ein "beispielloses Blutbad" vorzubereiten. Die israelische Militärführung macht sich nach eigenen Angaben auf das Schlimmste gefasst und schließt eine dritte Intifada (Volksaufstand) der Palästinenser nach jenen von 1987 und 2000 nicht aus. "Das ärgste der Szenarien wäre Krieg und Terrorismus" >>>

Israel might find itself forced to deal with new and prolonged waves of protest - Shaul Arieli - Haaretz - Nonrenewal of the talks with the Palestinians risks losing our strategic alliances with Turkey, Egypt and Jordan. >>>

 
 

Drohungen gegen Israel - Erdogans riskante Nahost-Strategie - Jürgen Gottschlich - Der türkische Ministerpräsident Erdogan droht mit weiteren Maßnahmen gegen Israel. Im Streit über den tödlichen Militäreinsatz gegen die Gaza-Hilfsflotte setzt er auf die Unterstützung der arabischen Welt - und riskiert den Konflikt mit den USA. >>>

urkey clarifies: Trade sanctions against Israel include only defense industry - Speaking with the Wall Street Journal, aide to Turkey PM Erdogan clarifies earlier remarks by the Turkish premier, according to which all trade with Israel would be suspended >>>

Turkey suspends Israel defence and trade ties - Erdogan halts trade, military and defence ties after Israel's refusal to apologise over Gaza flotilla attack. - Turkey is "totally suspending" all trade, military and defence industry ties with Israel, the Turkish prime minister said. "Trade ties, military ties, regarding defence industry ties, we are completely suspending them," Recep Tayyip Erdogan, said in Ankara on Tuesday. "This process will be followed by different measures," said Erdogan, who referred to Israel as "a spoiled child". Turkey has not frozen military ties with Israel, Amos Gilad, the head of the Israeli defence ministry's diplomatic-security bureau, told Israel's Army Radio, saying that the Israeli military attache in Turkey is still serving as usual. "Turkey has a lot to lose from making this kind of extreme decision," Gilad said. >>>

Raid on Trade: Turkey cuts ties with Israel over Gaza flotilla attack

Ankaras Ärger - Francis Wagner - Die Regierungen Israels haben die Gewohnheit, internationale Kritik mit einem Bras d’honneur und/oder automatischen Antisemitismus-Vorwürfen zu quittieren. 2 Kommentare Artikel per Mail weiterempfehlen Selten nehmen sie Kritik zum Anlass, einmal innezuhalten und zu überlegen, was sie eventuell falsch gemacht haben könnten. Weshalb sollten sie auch: Sie machen ja nie was falsch. Sie haben immer recht, denn sie sind ja nun mal die Regierung Israels. Punkt. >>>

 


Cheney´s In My Time:Tales of 1001 Nights - Rezension von Dr. Ludwig Watzal - Endlich hat auch der politisch wichtigste Akteur der Bush-Krieger-Troika, der ehemalige US-Vizepräsident Dick Cheney, seine Erinnerungen vorgelegt. Assistiert wurde er bei diesem Unterfangen von seiner eloquenten und streitlustigen Tochter Liz. Cheney hat definitiv „more brains and balls“ als sein Ex-Boss, US-Präsident George W. Bush. Auf diese Rechtfertigungsschrift scheint das politische Washington gewartet zu haben. Bisher sind aber noch keine „heads exploded“, weil niemand mit wirklich bahnbrechenden Enthüllungen bei dieser Polit-Prosa gerechnet hat. Was die US-Leser vorgesetzt bekommen, ist die alte, abgestandene, kriegslüsterne neokonservative Rechtfertigungsrhetorik, die kein seriöser Politiker mehr hören kann, und welche die USA ins Unglück gestürzt hat. >>>

 

WK vom 05.09.11: "Israelische Botschaft bezahlt die Referenten"  - Die Landeszentrale für politische Bildung beruft sich darauf, dass die Bundeskanzlerin "die besonderen Beziehungen zum jüdischen Staat" zur "Staatsräson" erklärt hat. Daraus ergäben sich dann spezielle Konsequenzen für die politische Bildung, wie etwa die Schirmherrschaft des Bürgerschaftspräsidenten für die von der Israelischen Botschaft finanzierte und von der Bildungsbehörde geduldete Propagandatätigkeit der Deutsch-Israelischen Gesellschaft an Bremer Schulen. Bei dem Wort "Staatsräson" stutzend, hilft ein Blick auf die im Internet abrufbare Lexikon-Seite der Bundeszentrale für politische Bildung. Dort wird erläutert, es handle sich dabei um ein absolutistisches bzw. obrigkeitsstaatliches "Prinzip, das die Interessen des Staates über alle anderen (partikularen oder individuellen) Interessen stellt". Das Prinzip der Staatsräson "wird heute noch von autoritären Regimen gepflegt", heißt es weiter. Da auch Herr Gysi, der Fraktionsvorsitzende der Linken im Bundestag, hinsichtlich der Beziehungen zu Israel von "Staatsräson" spricht, darf gemutmaßt werden, dass er und Frau Merkel in dieser Frage die politischen Eierschalen der DDR-Sozialisation noch nicht abgelegt haben. Angesichts der deutschen Geschichte im Nationalsozialismus bedarf die politische Verantwortung gegenüber Israel (und Palästina!) sowie gegenüber den Jüdinnen und Juden hierzulande nicht der Berufung auf ein autoritäres Staatsverständnis. Oder doch?  Mit freundlichem Gruß R. B. Bremen

Projekttag Israel - Kritische Worte aus der Planungsgruppe - Rainer Kabbert  >>>
Botschaft setzt Kulturminister der Länder unter Druck - Arn Strohmeyer . >>>
Dokumentation - Meinungsfreiheit, Zensur, Lücken + Manipulation im Nahostkonflikt - Die Hasbara Abteilungen >>>

 
 

De-democratization in Israel: Repressions Against Human Rights Defenders and the Need for Implementation of the EU Guidelines on the Protection of Human Rights Defenders - PDF - Annette Groth and Tanja Tabbara - Introduction - It is becoming increasingly difficult to defend human rights in Israel. Acts of repression against human rights defenders and several recent legislative bills that violate the rights to freedom of speech and freedom of association reflect a steady erosion of democracy in Israel. While the European Union (EU) has recognized the special need to protect human rights defenders by adopting the EU Guidelines on Human Rights Defenders, which encourage its Member-States to create and promote thirdcountry implementation strategies, the Guidelines have yet to be implemented in Israel. EU Member-States, such as Germany, have taken the lead in promoting and implementing the guidelines in many third-party states, and should continue to advocate for the adoption of the Guidelines in Israel. >>>

 

 

Why the Palmer-Uribe report on Israel’s flotilla attack is worthless - Ali Abunimah - Turkey has imposed sanctions on Israel following Turkey’s rejection of a UN report on Israel’s attack on the Gaza flotilla last year. In the latest developments on Friday morning, Turkish Foreign Minister Ahmet Davutoğlu rejected the findings of the report and announced unprecedented sanctions on Israel saying “it’s time for Israel to pay a price.” >>>


Palmer/Uribe Report: Another Attempt by Israel to Whitewash Murder - On May 31, 2010, Israeli commandos brutally attacked Freedom Flotilla 1, killing eight Turkish and one American passengers on board the Mavi Marmara, most having been killed at close range, execution style. They injured more than 50 other passengers, both on the Mavi Marmara and on the other five boats sailing to the embattled territory of Gaza to bring the attention of the world to Israel’s illegal blockade of 1.6 million Palestinians. Not only were our volunteers murdered and maimed, but the Israeli government has refused to return over $1 million in money and equipment, including cameras and videos stolen from the volunteers, which are of evidential value. In the 15 months since Israel’s unwarranted attack on four boats carrying human rights defenders, Israel has been trying to spin the story that their well-armed soldiers were the victims and we were the aggressors. Several reports have already been written, most squarely blaming Israel for its attack on unarmed civilians. >>>

Mavi Marmara lawyers pursue criminal complaints against Israelis, declare UN report "null and void" - Ali Abunimah - Lawyers representing the victims of the Israeli military attack on the Mavi Marmara have affirmed that they are pursuing legal action against the perpetrators, including individuals Israeli soldiers. The statement signed by Attorney Ramazan Aritürk says: We have the ID information of some of the Israeli soldiers who carried out the May 31 attacks and we have been filing criminal complaints against them in local and international courts including the ICC [International Criminal Court] and we will exert utmost effort to ensure that they receive the necessary punishment. Nine civilians were killed, many execution-style, by Israeli forces who attacked attacked the Gaza Freedom Flotilla, of which the Mavi Marmara was part, in international waters. >>>

 

 

 


Kenneth Lewan
Ist Israel Südafrika
Das Buch wird gegen einen 'Solidaritätsbeitrag  (5€ + 2€ Versandkosten) verkauft.
Weitere Infos hier >>>

Rezension -
Das Buch ist aktueller denn je. Von der BRD-Presse totgeschwiegen, zeigt es Israel so wie es ist >>>
 



Was geschieht eigentlich hinter der Mauer in Palästina.


"Nur" Verbrechen gegen die Menschlichkeit oder schleichender Völkermord

Eine Dokumentation von Ellen-Ruth Rohlfs
3. erweiterte Auflage

Selbstverlag - Preis 12.- € - Zu beziehen über: ellen.rohlfs(at)freenet.de
 

Die Erde habt ihr uns genommen

100 Jahre Zionistische Siedlungspolitik in Palästina

Dr. Viktoria Waltz -
 (217 Seiten - 24MB - pdf) online und kostenlos abrufbar.

 

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