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Archiv - Aktuelle Link- und Denktipps -
 - Seite 117
 

 

Das verwüstete Dorf Awarta - Mazin Qumsiye - ….Schließlich fuhren wir in das Dorf Awarta und waren fassungslos über das, was wir dort sahen und hörten. Unterwegs hielten wir bei dem winzigen Dorf Izbet al-Tabib, einem Dorf mit 350 Einwohnern. Es hatte gerade eine neue Order  vom israelischen Militär erhalten, dass es einen großen Anteil seines Landes enteignen würde. Die Mauer, die dort gebaut und das Land dahinter isolieren wird, soll die illegale Schnellstraße 55 schützen, eine israelische Straße, die schon auf palästinensischem Land gebaut wurde. Sie ist für die Siedlungen bestimmt, die auf dem westlichen Wasseraquifer der palästinensischen Westbank gebaut wurden. Doch statt die Mauer auf der kolonialen Straße 55 zu bauen, wird sie in großer Entfernung von dieser im Norden ganz nah am Dorf gebaut, um das reiche landwirtschaftlich genützte Land dazwischen auch zu bekommen. Die Dorfbewohner wissen nicht, was sie tun sollen, außer zu den voreingenommenen israelischen Gerichten zu gehen, die von israelischen Richtern geleitet werden, die  ganz eindeutig israelisch koloniale Interessen begünstigen. Die Arbeit an der Mauer soll am Sonntag beginnen, und die Dorfbewohner baten uns, ob wir dann nicht kommen könnten. Dann fuhren wir weiter in Richtung Nablus und Awarta. Nach einem kurzen Mittagessen in Nablus bei unserm Freund Dr. Saed Abuhijleh ging es weiter nach Awarta. Wir fuhren in das reiche Tal von Westen, fuhren an einem israelischen Militärlager vorbei und sahen überall auf den Hügeln ringsherum die jüdischen Siedlungen. Das ursprüngliche Dorf mit 6000 tapferen Seelen liegt am nördlichen Abhang des Tales und die Dorfbewohner sind ständig mit dem Anblick der auf ihrem Land wachsenden Kolonialsiedlungen konfrontiert. Die Hauptsiedlung auf gestohlenem Dorfland wird von den Siedlern Itamar genannt. Über 12000 Dunum Land von Awarta wurden schon von dieser Siedlung geraubt, die von den fanatischsten der jüdischen Sieder bewohnt wird. Zwei Palästinenser aus Awarta wurden getötet, weil sie  knapp 500 Meter vor den befestigten Zaun dieser Siedlung geraten waren. >>>

 
 
Israel will keine ausländischen Zeugen mehr für seine Untaten haben, darum werden die ISM-Leute brutal angegriffen ...

Press release - 01 May 2011 - American Women Hospitalized with Head Injury and Three International Activists Arrested in West Bank Protest - An American 60 year-old women was evacuated to an Israeli hospital this afternoon, after Israeli soldiers caused her a serious head injury as they demolished a protest tent in the West Bank village of Izbet al-Tabib near Qalqilya. A Swede and two British activists were arrested during the protest.
Israeli soldiers, accompanied by bulldozers and other heavy machinery entered the village of Izbet al-Tabib south of Qalqilya earlier today, to demolish a protest tent set up only yesterday by the villagers and begin the construction of a fence that would cut the villagers off from Highway 55 and of their agricultural land.
During the eviction of the tent, the soldiers violently arrested two British activists and a Swedish activist. They have also cause a bleeding head injury to a 60 year-old American woman, who also suffered blows to her wrist, which is suspected to be broken. She has been evacuated to an Israeli hospital.
The violent arrests were made solely under the pretext of declaring the area a "closed military zone". However, the soldiers and Border Police officers carried out the arrests without having shown any document declaring the area as such, as the law requires them to do. The three are still in custody and are currently held at the Ariel police station.
During today's protest, Bayan Tabib, the head of the village council, has received a promise from an Israeli Civil Administration officer, that the fence will only be erected on the far end of Highway 55, thus not cutting off the village's access to the road or their land. Tabib attributed the promise to today's protest, saying the "The protest today is the only reason that they agreed to move the fence." The village of Izbet al-Tabib, which consists of 45 structures and is home to 247 residents, was built in the 1920’s and is located entirely in area C according to the 1995 Interim Agreement (Oslo II). Israeli authorities do not recognize the village and 32 out of its 45 houses, as well as its school, have been served demolition orders in recent years. Izbet al-Tabib is the fifth poorest village in the West Bank and villagers have already lost 45% of their land due to the construction of Israel's Separation Barrier.
Media contact: Jonathan Pollak +972-54-632-7736 - Anna, ISM Media Coordinator, situated in Izbat At Tabib, +970597606276

 
 

Palästinensische Gefangene stellen die Verhaftung durch IDF als illegale Auslieferung in Frage. - Saeed Bannoura - Ein Palästinenser, der  am Freitag außerhalb von Nablus in einer gemeinsamen Operation vom israelischem Militär und Polizeikräften entführt wurde, hat seine Entführung weil sie „außerhalb Israels“ statt fand, in Frage gestellt, weil er in die Besetzten Gebiete der Westbank  entführt wurde. Dies  macht seine Entführung nach dem Völkerrecht illegal. Ein israelischer Richter erlaubte Mohamed Beni Gamas Anwalt das Argument vorzulegen, was große Auswirkungen auf etwa 8000 Palästinenser haben könnte , die augenblicklich innerhalb Israel in Gefängnissen sitzen. Gemäß einem israelischen Polizeisprecher könnte Beni Gamas Fall potenziell einen Präzedenzfall für andere Palästinenser liefern, die für ihren Fall aus denselben Gründen Berufung einlegen. Palästinenser werden regelmäßig von israelischen Kräften aus den besetzten Gebieten (Westbank und Gazastreifen) entführt – durchschnittlich 200 pro Monat, die nun in israelischen Gefängniseinrichtungen sitzen. (Diese Zahl gründet sich auf eine >>>

 
 

Israelische Besatzungstruppen nehmen den palästinensischen Schriftsteller Ahmad Qatamesh fest - Addameer Prisoner Support and Human Right Association - (Addamer Gefangenenunterstützungs- und Menschenrechtsverband) - Am Donnerstag, 21. April 2011, fiel in den frühen Morgenstunden ein gewaltiger Trupp israelischer Soldaten und Geheimdienstoffiziere in Al Bireh in das Haus des prominenten palästinensischen Schriftstellers und Akademikers, Dr. Ahmad Qatamesh, (1) ein und verhaftete ihn. Eine Stunde zuvor wurden Qatameshs Ehefrau, seine 22-jährige Tochter und zwei andere weibliche Familienmitglieder - darunter ein 14-jähriges Kind- von israelischen Truppen in einem anderen Appartment als Geisel genommen, um ihn zu zwingen, sich selbst auszuliefern. Er wurde in das "Ofer"-Gefängniszenter in Beitunia überführt. Ahmad Qatamesh wurde im Jahre 1950 in einem Keller in Bethlehem als Sohn einer Flüchtlingsfamilie geboren, die während der Nakba aus dem Dorf Al-Malihah, das bei Jerusalem liegt, vertrieben worden war. Qatamesh erhielt sein Diplom in arabischer Literatur durch das von der UNRWA (UNO-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge im Nahen Osten) geleitete Lehrer-Trainingszenter in Ramallah. Im Jahre 1992 wurde er in Gegenwart seiner drei Jahre alten Tochter in einem massiven israelischen Militäraufgebot verhaftet. Aufgrund der Anklage als extrem gefährlicher nationaler Führer, mißhandelte und folterte ihn der israelische Shabak (Geheimdienst) >>>

 
 

Phony Baloney--Judge Goldstone`s Bogus Test of War Time Culpability - Lynda Brayer--Wikileaks has once again brought attention to the question of Israel`s war crime culpability in the military “Operation Cast Lead” it conducted from 27th Dec 2008 - 18th Jan 2009, a period of twenty three days, against the Palestinian population living in the Gaza Strip. The American Ambassador to the United Nations, Susan Rice, unsuccessfully tried to prevent a commission of inquiry into this war because of an obvious finding of culpability. Now, more that one and a half years later, Justice Goldstone, the head of that UN Commission seeks to introduce a peculiar twist into his original findings by raising the question of Israel`s intentions with respect to the killing of Palestinian civilians during that war.

 
 

 
 

 
 

 


1.5.2011
 

 

Ein Wort - Uri Avnery - MIT EINEM  Wort: Bravo! - Die Nachrichten über das Versöhnungsabkommen zwischen der Fatah und der Hamas sind gut für Frieden. Wenn  die letzten Schwierigkeiten ausgebügelt sind und ein volles Abkommen von den beiden Führern unterzeichnet ist, wird es für die Palästinenser – und für uns - ein Riesenschritt nach vorne sein. Es ist sinnlos, nur mit einer Hälfte des Volkes Frieden zu schließen. Mit dem ganzen palästinensischen Volk Frieden zu schließen, mag schwieriger sein, aber es wird unendlich viel sinnvoller sein. Deshalb: Bravo! Binyamin Netanyahu sagt auch Bravo. Da die Regierung Israels die Hamas zur terroristischen Organisation erklärt hat, mit der es keinerlei Verhandlungen geben wird, kann Netanyahu jetzt jedem Gerede über Friedensverhandlungen mit der palästinensischen Behörde ein Ende setzen. Was, Frieden mit einer palästinensischen Regierung, die Terroristen einschließt? Niemals. Schluss mit der Diskussion. Zwei Bravos, aber was für ein Unterschied !? DIE ISRAELISCHE Debatte über arabische Einheit geht weit zurück. Dies begann schon in den frühen 50ern, als die Idee der pan-arabischen Einheit ihren Kopf hob. Gamal Abd-al-Nasser hisste dieses Banner in Ägypten, und die pan-arabische Baath-Bewegung wurde in verschiedenen Ländern eine Kraft (lange bevor sie zu lokalen Mafias im Irak und in Syrien degenerierte.) >>>

Palästinensische Gruppierungen folgen dem Ruf nach Kairo - Mehrere palästinensische Gruppierungen haben am gestrigen Tag bestätigt, dass sie dem Ruf der ägyptischen Führung nach Kairo folgen werden. Sie werden dort den Festlichkeiten bei der Unterzeichnung des Versöhnungsabkommens am kommenden Dienstag und Mittwoch beiwohnen. >>>
 

Carter hails Hamas-Fatah reconciliation - The Carter Center, founded by former U.S. President Jimmy Carter and his wife Rosalynn, issues a statement commending the Palestinian organizations for its 'vision' of reunification of the Palestinian people.  -  Natasha Mozgovaya and Haaretz Service - The Carter Center issued a statement on Friday, hailing the reconciliation of once rivals Hamas and Fatah Wednesday evening in Cairo. The center, founded in 1982 by former U.S. President Jimmy Carter and his wife Rosalynn, commended members of Hamas and Fatah for " having the vision to begin the process of reunifying the Palestinian people", saying that the Egyptian brokered deal provides a framework to resolve many of the longstanding issues faced by the Palestinian people in both Gaza and the West Bank. >>>

Netanyahu: Erasing the Green Line - The alienation of Palestinians by the Israeli government has the aim of monopolising future polity in the Holy Land. - Ben White - In light of the Netanyahu-Lieberman coalition's newly proposed (or passed) laws that target the Jewish state's Arab minority, increasing attention is being paid to the discrimination and hate speech faced by Israel's Palestinian citizens. Issues like the struggle of 'unrecognised' villages, and phenomena like the 'don't rent to Arabs' rabbis' letter, for example, are being covered by Amnesty International, Human Rights Watch, international media, and even the UK Foreign Office. >>>

Factions review unity deal in Gaza - Fatah and Hamas meet at Islamic Jihad office in Gaza City to outline reconciliation agreement to factions, ahead of departure to Cairo to finally sign deal. >>>

Al Jazeera reports on the unity deal between Fatah & Hamas.

Al Jazeera asks Khaleda Jarrar of the PFLP to comment on the unity deal.

Fatah party member Fuad Kokali talks about the unity agreement.

 
 

US-Waffenverkauf  an Israel - Josh Ruebner - Israel könnte dafür vergeben werden dass es ihm nicht gelingt, den augenblicklichen finanziellen  Jammer in den USA zu realisieren. Schließlich segelte die US-Militärhilfe nach Israel nicht nur unversehrt durch das 2011 Budget der letzten Wochen, sondern erreichte den Rekordstand von 3 Milliarden. Die USA liefern Israel zusätzlich $ 415 Millionen für  die Beschaffung, die Forschung und das gemeinsame Entwicklung US-Raketen-Verteidigungsprojekt, einschließlich der $ 205 Millionen, um das neu entwickelte Iron Dome-System zu finanzieren. Diese Anti-Raketenbatterie hat schon die strategische Balance im israelisch-palästinensischen Konflikt bedeutsam verändert, als Israel die aus dem Gazastreifen ankommenden Raketen anfangs dieses Monats mit Erfolg abgeschossen hat. Mit dem zugesicherten diplomatischen Rückhalt durch die USA verhindert es, dass Israel vor der Internationalen Gemeinschaft  für seine illegale Blockade verantwortlich gemacht wird, und der Iron Dome wird Israel  ermutigen, seine Belagerung noch dichter zu ziehen und seine Angriffe auf den besetzten Gazastreifen zu eskalieren und dabei seinen eigenen Bürgern zusätzlichen Schutz gegen Racheangriffe zu >>>

 
 

„Die Unabhängigkeiterklärung von der Besatzung“ - Israelische Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens fordern in Tel Aviv die Zwei-Staaten-Lösung – Reiner Bernstein - Am 21. April 2011 forderten Professoren, Intellektuelle, Künstler und Autoren vor der „Independence Hall“ am Rothschild-Boulevard in Tel Aviv die „Befreiung von der Besatzung“. Zu den Erstunterzeichnern gehörten 15 Trägerinnen und Träger des „Israel-Preises“ sowie zwei Träger einer weiteren renommierten Auszeichnung. Die Erstunterzeichner wollen ihre Erklärung als Ausgangspunkt weiterer politischen Aktionen verstanden wissen. „Wir sind nicht naiv’“, erklärte der Autor Sefi Rachlevsky, der sich seit seinem Buch 1998 „Der Esel des Messias“ mehrfach gegen das religiöse Diktat im politischen und gesellschaftlichen Leben Israels scharf geäußert hat und seit einigen Jahren als Kolumnist regelmäßig für die bürgerlichliberale Zeitung „Haaretz“ schreibt. Die Kundgebung wurde mehrfach von Rechtsnationalisten unterbrochen, die den Befürwortern der Zwei-Staaten-Lösung mit Rufen entgegentraten wie „fünfte Kolonne“, „Kahane hatte recht“ – eine Anspielung auf Meir Kahane, der jahrelang die Deportation aller Palästinenser propagiert hatte >>>

 
 

LINKE-Gegner reiben sich die Hände - Marcus Meier - Duisburger Flugblatt-Affäre weitet sich aus / Eklatante Verletzung des Datenschutzes - Nachdem am Mittwochabend durch eine Medienveröffentlichung offenbar wurde, dass auf der Webseite der Duisburger Linkspartei ein antisemitisches Flugblatt zum Download stand (ND berichtete), schlagen die Wellen weiterhin hoch. Gestern erstattete der Kreisvorstand Strafanzeige – notwendigerweise gegen Unbekannt. Das Flugblatt, das offen antisemitisch-verschwörungsparanoid ist, wurde offenbar am Abend des 31. Januar auf die Webseite der Duisburger LINKEN hochgeladen. Ohne Wissen der dortigen Aktivisten, die sich entsetzt zeigten, dass solche Inhalte auf ihrer Webseite veröffentlicht wurden. Aufgefallen sei das Flugblatt deshalb nicht, weil es auf einer Unterseite der Duisburger Linksjugend [solid] verlinkt war. Um diese Seite habe sich die Partei nicht weiter gekümmert, so Pressesprecher >>>

 
 

Ein Fall von Nachrichtenunterdrückung? - Die Erklärung der Elder Statesmen zum Nahostkonflikt - Sabine Schiffer - Mit Datum vom 2. Dezember 2010 ging ein Schreiben an den Präsidenten des Rates der EU, Herman van Rompuy, und an die Hohe Repräsentantin für Auswärtige Angelegenheiten und Sicherheitspolitik, die Erste Vizepräsidentin der Europäischen Kommission, Lady Catherine Ashton. Der Appell hatte den Tenor „Es reicht! Europa hat die Nase voll!“ und es ging dabei um nichts Geringeres als eine Erklärung ehemaliger europäischer Spitzenpolitiker und Staatsoberhäupter, die die „Umsetzung der Beschlüsse des Rates zum Nahost-Friedensprozess“ forderten. Eine Kopie des Schreibens erhielten am 6. Dezember alle EU-Regierungschefs und die EU-Außenminister – sowie anschließend die Medien. Obwohl zu den 26 Unterzeichnern des Appells namhafte Politikgrößen wie Chris Patten, Mary Robinson, Lionel Jospin, Benita Ferrero-Waldner, Felipe Gonzales, Javier Solana, Vaira Vike-Freiberga, Helmut Schmidt und Richard von Weizsäcker gehören, fand er in den deutschen Medien so gut wie keinen Niederschlag. Egal, wie man zum Inhalt des offenen Schreibens stehen >>>

 
 

Israeli activists hold a demo at the City of David visitor's center, showing how Palestinians are treated on arrest.

 
 

Mourners hold a memorial for Vittorio Arrigon in Ramallah on Easter Sunday.

 
 

This video examines the effect Vittorio Arrigoni's murder has had on NGO's in Gaza, & where the Salafists have come from.

 
 

 
 

In 2009, Israel allowed elderly Muslim women to travel to Jerusalem during Ramadan. They had to go thru the checkpoints first.

 
 

 
 

Roger Waters - We Shall Overcome
'Over the new year 2009-2010, an international group of 1500 men and women from 42 nations went to Egypt to join a Freedom March to Gaza. They did this to protest the current blockade of Gaza. To protest the fact that the people of Gaza live in a virtual prison. To protest the fact that a year after the terror attack by Israeli armed forces destroyed most of their homes, hospitals, schools, and other public buildings, they have no possibility to rebuild because their borders are closed. The would be Freedom Marchers wanted to peacefully draw attention to the predicament of the Palestinian population of Gaza. The Egyptian government, (funded to the tune of $2.1 billion a year, by us, the US tax payers), would not allow the marchers to approach Gaza. How lame is that? And how predictable! I live in the USA and during this time Dec 25th 2009-Jan3rd 2010 I saw no reference to Gaza or the Freedom March or the multi national protesters gathered there. Anyway I was moved, in the circumstances, to record a new version of ' We shall overcome'. It seems appropriate.

 


30.4.201
 

 

Ein Riegel wird geöffnet - Roland Etzel - Schluss zu machen mit der Abriegelung des Gaza-Streifens wenigstens an dessen Ägypten zugewandter Südwestseite – das war eine der wenigen Forderungen der Kairoer Demonstranten, die nicht unmittelbar mit ihrer eigenen Lage zu tun hatten. Im Gegensatz zu ihrem Präsidenten Mubarak war der Masse der Ägypter das traurige Schicksal ihrer Nachbarn in Palästina niemals gleichgültig. Sie betrachteten sie, so pathetisch das klingen mag, als ihre arabischen Brüder und Schwestern. In Mubaraks Feiertagsreden waren sie das ebenfalls, tatsächlich für ihn aber kaum mehr als Figuren auf dem nahöstlichen Schachfeld, die man je nach Bedarf schützen oder opfern konnte. >>>

Vorsicht vor guten Feinden - Regina Strassegger - „In Israel grassiert die Angst, dass der jahrzehntelang genährte Mythos von den barbarischen Arabern und den zivilisierten Juden zusammenbricht.“ Der israelische Friedensaktivist Uri Avnery über die Demokratiebewegungen im Nahen Osten, die Verkrustung im eigenen Land und die historische Chance auf regionale Neuordnung. - Uri Avnery ist 87 Jahre alt und Optimist. Der Doyen des israelischen Friedenslagers glaubt trotz unzählig fehlgeschlagener Friedensinitiativen, trotz Ermordungen von Hoffnungsträgern und trotz der gegenwärtig widrigen Regierungspolitik an die Gesundung seines Landes. Das heißt, er glaubt an den Frieden mit einem unabhängigen Staat Palästina sowie an die Utopie einer regionalen Neuordnung. Wie steht es um Israel, das sich durch seine Blockade- und Siedlungspolitik international zusehends isoliert, während arabische Nachbarn demokratische Revolten proben? In Israel geht es – ich würde es beinahe pathetisch sagen – um die Seele des Staates und um >>>

Versöhnung zwischen Hamas und Fatah - "Beide Seiten werden vorsichtig sein" - Die Veränderungen in den arabischen Ländern setzen auch bei den Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas etwas in Bewegung, sagt der Politologe Abdel Sattar Kassem. - taz: Herr Kassem, die Einigung zwischen Fatah und Hamas hat fast vier Jahre gedauert. Wieso passiert sie gerade jetzt? Abdel Sattar Kassem: Das liegt mit daran, dass sich die Lage in den arabischen Ländern verändert. Beide Seiten, Fatah und Hamas, haben erkannt, dass sie nicht einfach stehenbleiben können, während rings um sie herum alles in Bewegung gerät. Ein weiterer Grund ist, dass die Palästinensische Autonomiebehörde (PA) in Ramallah einsehen musste, dass sie von Israel in Hinsicht auf die grundlegenden Rechte der Palästinenser nichts zu erwarten hat. >>>

Video - Israeli leaders reject Palestinian unity deal - Israeli leaders rule out talks with any Palestinian government including Hamas after rival factions agree unity deal. >>>

The enemy Israel and Hamas once shared - David Harris-Gershon - Jerusalem Post "However, there is another reason Israel fears Palestinian reconciliation: the same UN September date upon which Abbas is so focused. Since 2009, Netanyahu has been leaning heavily on Palestinian disunity – it is one of the principal elements that has allowed him to invest so lightly in peace negotiations with Abbas. Netanyahu understands that without unity on the Palestinian side, a brokered two-state solution would mean nothing." >>>

Israel can redeem itself by recognizing a Palestinian state - Editorial - Ha`aretz "It would be naive to see the establishment of the Palestinian state − especially without prior negotiations or an agreement with Israel − as a magic solution that will abruptly end the conflict. But it is no less naive to think that preventing its establishment is still possible or even helpful. Perhaps the opposite is true: If the land is destined to be divided, maybe Israel will benefit by standing genially beside the nascent Palestinian state’s cradle, even as one of its nurturers." >>>
 

Palästinensische Versöhnung stößt auf gemischte Reaktionen

Dokumentation - Fatah und Hamas einigen sich - 27.4.2011 >>>

 
 

DIE LINKE: Arbeitskreis Gerechter Frieden in Nahost gegründet - Angesichts der beängstigenden Entwicklungen in Israel und Palästina gibt es in unserer Partei zunehmend Stimmen, die eine entschiedenere Positionierung der LINKEN zur Nahost-Problematik für nötig halten. Deshalb trafen sich am 15. Januar in Kassel rund 30 Mitglieder der BAG Frieden und internationale Politik aus verschiedenen Landesverbänden und gründeten den bundesweiten Arbeitskreis Gerechter Frieden in Nahost. In der kurzen Gründungserklärung heißt es, in der Israel/Palästina-Frage sei die Konfliktanalyse und Positionierung der LINKEN nicht ausreichend. Die israelische Politik erzeuge Spannungen, die „die Gefahr eines neuen Kriegs heraufbeschwören und angesichts der atomaren Bewaffnung Israels den Weltfrieden gefährden“. Die Besatzungs- und Apartheid-Politik der israelischen Regierungen und die Unterdrückung der Palästinenser würden neben den USA auch von der EU und der Bundesregierung massiv unterstützt. Als vorrangige Aufgaben des neuen Arbeitskreises wurden u.a. festgelegt: >>>

 
 

Der Schwarze Kanal: Achse des Guten - Von Werner Pirker - Noch bevor die neue Solidaritätsflotte in See gestochen ist, um ein Jahr nach dem blutigem Überfall der israelischen Streitkräfte auf das türkische Schiff »Marmara« erneut gegen die völkerrechtswidrige Blockade des Gazastreifens zu protestieren, läuft in Deutschland bereits eine Kampagne zur Diskreditierung möglicher Teilnehmer. Der Einfachheit halber knöpft man sich politische Aktivisten vor, die sich schon vor einem Jahr der israelischen Blockade zu widersetzen versuchten. Darunter die Linkspartei-Bundestagsabgeordnete Inge Höger, deren Einsatz für die Rechte der Palästinenser antisemitischen Wahnvorstellungen zugeschrieben werden. Auf der Internetplattform aufmacher.de werden Kampagnenleiter Henryk M. Broder von einem Jan-Philipp Hein mundgerecht Fragen serviert, die ihre Antworten – die Entlarvung des »ewigen Antisemiten« – zur Voraussetzung haben. >>>

Aufmacher » Blog Archive » Interview mit Henryk M. Broder: “Die Transformation des Interesses an den Juden”

 
Willkommen in Palästina am 8. Juli 2011 - Große internationale Solidaritätswoche in Palästina vom 8. bis 16. Juli 2011

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Organisationen der palästinensischen Zivilgesellschaft und Friedens- und MenschenrechtsaktivistInnen rufen zur Teilnahme an der "Mission 8. Juli" auf (Aufruf aus Palästina).

Setzen wir uns gemeinsam in Palästina mit Delegationen aus aller Welt für einen Frieden ein, der auf Gerechtigkeit und Vertrauen beruht. Setzen wir uns ein für das Recht der Palästinenserinnen und Palästinenser, in Freiheit und Würde zu leben.

Mitmachen!

  • Wir möchten mit mehr als Tausend Personen aus aller Welt am gleichen Tag, am 8. Juli 2011 am Flughafen Ben Gurion in Tel Aviv ankommen, um für eine Woche, bis zum 16. Juli Palästina zu besuchen.
  • Wir werden uns bei der Einreise nicht verstellen oder lügen oder irgendwelche Erklärungen unterschreiben, laut denen wir versprechen, nicht in die besetzten palästinensischen Gebiete einzureisen. Wir werden nicht leugnen, dass wir vorhaben, unsere palästinensischen Freundinnen und Freunde zu besuchen.
  • Wir werden die Palästinenserinnen und Palästinenser im Westjordanland dabei unterstützen, so viele Olivenbäume wie möglich auf ihrem Land zu pflanzen.

Sponsoren

  • Unterstützt durch eure Spenden die Freiwilligen und insbesondere Personen, die sich ansonsten eine Teilnahme nicht leisten könnten.

Termine

  • Berlin, 12.05.2011: "8. Juli 2011 - Willkommen in Palästina", Veranstaltung mit Lubna Masarwa, Palästinenserin aus Israel, Download: Einladung

Linke Duisburg erstattet Strafanzeige nach Veröffentlichung von Anti-Israel-Plakat - Im Streit um ein anscheinend israel-kritisches Flugblatt hat die Duisburger Linke jetzt Strafanzeige erstattet. "Aufgrund unserer Initiative wurde uns gestern vom Provider die IP-Adresse mitgeteilt, von der das Flugblatt am 31. Januar 2011 gegen 20 Uhr auf die Internetseite des Kreisverbandes hochgeladen wurde," teilte der Kreisverband mit. Auf dem Flugblatt waren nach einer Meldung der Nachrichtenagentur DAPD die Worte "Nie wieder Krieg für Israel" sowie ein Symbol aus miteinander verbundenem Hakenkreuz und Davidstern abgebildet. Zudem sei nach Linken-Angaben zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen, sowie vom "sog Holocaust" geschrieben worden. >>>

Audio und Text - Interview mit Hermann Dirkes - Palästina: Keine Hoffnung Auf Frieden? - und - Duisburg: Antisemitisches Flugblatt Auf Homepage Der Linkspartei - Ein Skandal erschütterte gerade die Duisburger Linkspartei. Ein skandalöser Text mit eindeutig antisemitischen Tendenzen wurde ihrer Homepage entdeckt, der bundesweit im Blätterwald für großes Aufsehen sorgte, nachdem der Duisburger Linkspartei schon früher antisemitische Tendenzen vorgeworfen worden waren. Vor allem aber war Stadtrat Dierkes - der einst selbst im Fadenkreuz der Kritik stand - Teil einer Reisegruppe, die sich eine Woche lang im Westjordanland und in Israel über die Chancen des scheinbar aussichtslos gewordenen Friedensprozesses zwischen Israelis und Palästinensern informierte. Zunächst fragten wir ihn, wie diese Reise zustandekam. >>>

Download >>>    -   Anhören >>>
 

"Wahrheit macht frei!" - Pascall Beucker - Auf der Homepage der Duisburger Linken tauchte ein antisemitisches Pamphlet auf. Wie es dorthin gekommen ist, weiß im Augenblick niemand. >>>

Das diesmal wirklich antisemische Flugblatt - Boytiert Israel! Keine weiteren Kriege für Israel! Boycott Israel! >>>

Gerd Buurmann, legasthenie-preis-verdächtig wie v. der Osten-Sacken, ist außerdem vielleicht ein Fall für den Staatsanwalt. Er stammelt: "So wie der linke Denker Wilhelm Marr den Begriff 'Antisemitismus' geprägt und dadurch den Weg für Adolf Hitler bereitet hat, so prägt heute Hermann Dierkes von der Partei DIE LINKE den 'Antisemitismus' und bereitet so den Weg für die Mörder der Juden von heute, zum Beispiel die Hamas, deren erklärtes Ziel es ist, alle Juden zu töten. Wir wissen nur zu gut, was Hermann Dierkes dazu sagt: '„Ich würde das Selbe machen wie die!' Hermann Dierkes macht aus einem linken solidarisch Sein ein linkes solid arisch Sein!" - Quelle Thomas Immanuel Steinberg

Liest man die Seiten von Gerd Buurmann und die Kommentare dort, fragt man sich, ob das die Äußerungen eins Schreibkurs in einer Psychiatrie sind .. - Dokumentation - Gerd Buurmann - "Nirgendwo Tapfer" - (Regisseur, Autor, Moderator, Schauspieler (künstlerischer Leiter des Kölner Severins-Burg-Theaters) >>>

Interview zum judenhasserischen Aufruf auf der Netzseite von 'solid Duisburg. Wie die junge Welt erfahren hat, ist der Hinweis an die "Ruhrbarone" offenbar aus Berlin gekommen. Und zwar von einem "antideutschen" Fraktionsmitarbeiter, der das auf Facebook angekündigt haben soll...
Horst-Werner Rook, Pressesprecher der Linkspartei in Duisburg: "Wenn sich das bewahrheiten sollte, zeigt sich, daß es in der Linkspartei Kräfte gibt, die der Partei nur noch schaden wollen. Ein jämmerlicheres Verhalten kann ich mir kaum noch vorstellen." jW (nur für Abonnenten). Siehe Linke Einfalt  - Quelle Thomas Immanuel Steinberg

 

- Kopie an die Abgeordneten des Deutschen Bundestags -
Sehr geehrte/r Bundestagsabgeordnete/r, liebe/r …, der Botschafter Deutschlands bei den Vereinten Nationen, Peter Wittig, äußerte sich in einer dpa-Meldung vom 21.4. 2011 besorgt über die geplante Flottille nach Gaza: „Eine neue Flottille hat das Potenzial zu einer Verschärfung der Situation“. Auch wir sind besorgt über den möglichen Verlauf des Unternehmens.
In der gleichen Meldung fährt der Botschafter Deutschlands fort: „Wir fordern die Organisatoren auf, andere Wege zu finden, den Menschen in Gaza zu helfen.“ In den israelischen Medien wird diese Aufforderung als Duldung der israelischen Blockadepolitik angesehen. Davon abgesehen, dass diese Aufforderung Verantwortung politischer Instanzen an Privatinitiativen überträgt, gibt es diese Möglichkeit „andere Wege zu finden“ für Privatinitiativen nicht. Unsere Spendensammlung, zum Beispiel, wartet immer noch auf Einlass in den Gazastreifen. Auch die Einreise von Personen wird immer noch verwehrt. Dies kann nicht im Interesse der Abgeordneten des Deutschen Bundestags sein, die in einer Abstimmung vom 30.6.2010 beschlossen, „die Forderung der Europäischen Union nach einer sofortigen Aufhebung der Gaza-Blockade mit Nachdruck zu unterstützen“.
Eine überzeugende Aufforderung zur Aufhebung der Blockade schließt die Einbindung der Hamas-Regierung in Gespräche zur Öffnung der Grenzen mit ein. Gespräche mit allen Konfliktparteien helfen darüber hinaus, den begonnenen innerpalästinensischen Prozess der Versöhnung und damit eine mögliche Friedensentwicklung zu unterstützen.
Eine überzeugende Aufforderung zur Aufhebung der Blockade tritt der israelischen Besatzungspolitik wirksam entgegen und duldet keine politische wie ökonomische Privilegierung eines Staates, solange dieser sich nicht dem Menschen- und Völkerrecht verpflichtet fühlt. Eine überzeugende Aufforderung zur Aufhebung der Blockade richtet sich auch an den mit-blockierenden Nachbarstaat Ägypten.
Solange die Aufhebung der Blockade von politischer Seite nicht konsequent eingefordert und deren Umsetzung nicht mit allen erforderlichen politischen Mitteln gefördert wird, werden private internationale Initiativen mit den ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln - wie den Schiffen nach Gaza – die Aufhebung der Blockade fordern und damit den erwähnten Beschluss des Deutschen Bundestags in die Tat umsetzen.
Mit freundlichen Grüßen,

Judith Bernstein (Jüdisch-Palästinensische Dialoggruppe München/ Genfer Initiative)
Michal Kaiser-Livne (Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost)
Dr. Kate P. Katzenstein-Leiterer (Organisatorin des "Jüdischen Boots nach Gaza" 2010)
Dr. Edith Lutz (Organisatorin des „Jüdischen Boots nach Gaza“ 2010 und Passagierin)
Reuven Moskovitz (Passagier auf dem „Jüdischen Boot nach Gaza“ 2010)
Lillian Rosengarten (Passagierin auf dem „Jüdischen Boot nach Gaza“ 2010)
Prof. Dr. Rolf Verleger (Autor des Buchs „Israels Irrweg: Eine Jüdische Sicht“)

 


»Wir atmeten den Tod« - Vorabdruck. Sabra und Schatila
Ein Augenzeugenbericht
Robert Fisk

Die palästinensischen Flüchtlingslager Sabra und Schatila im Libanon wurden im September 1982 zum Schauplatz eines der gräßlichsten Verbrechen der letzten Jahrzehnte. Unter den Augen der israelischen Besatzungstruppen ermordeten libanesische Phalangisten Hunderte Zivilisten. Unter den ersten Zeugen vor Ort waren der britische Journalist Robert Fisk und seine Kollegen Loren Jenkins (von der Washington Post) und Karsten Tveit (vom norwegischen Radio). Der Wiener Promedia Verlag veröffentlicht in diesen Tagen, aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Heiser und mit einer Einleitung versehen von Stefan Kraft, Robert Fisks Erinnerungen an das Massaker. Der Autor schildert eindringlich das Grauen in den Lagern und begibt sich auf eine politische Spurensuche nach den Tätern. jW veröffentlicht einen Auszug aus dem Text vorab. >>>


29.4.201
 

 

Fatah und Hamas einigen sich - 27.4.2011

Die arabischen Revolutionen bewegen Gaza - Späte Einsicht - Georg Baltissen - Ein vierjähriger palästinensischer Anachronismus geht zu Ende. Die "Zweistaatenlösung", wie die politische und territoriale Teilung zwischen Fatah und Hamas, zwischen Westjordanland und Gaza ironisch genannt wurde, wird aufgehoben. Dies ist auf palästinensischer Seite ein Grund zur Freude, ungeachtet aller schwierigen Details. Und es könnte auch auf israelischer Seite ein Grund zur Freude sein, wenn die Herren Lieberman und Netanjahu einmal nicht ihrem politischen Reflex folgen, sondern ein wenig nachdenken würden. >>>

Gespräche, die Israel nützen können - Ein Kommentar von Michael Thumann - Die radikale Hamas im Gaza-Streifen will mit der Fatah-Bewegung paktieren. Israels Premier grollt. Doch er übersieht die Chancen, die das birgt. >>>

Hamas gegen Sicherheitskooperation - Susanne Knaul - Die Einigung zwischen Hamas und Fatah kam überraschend zustande. Ein Streitpunkt ist bereits jetzt die Sicherheitskooperation mit Israel. Kaum sind sich die Vertreter von Hamas und Fatah einig, tauchen schon die ersten Probleme auf. Der Hamas ist die Kooperation der Sicherheitskräfte der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) mit der israelischen Armee ein Dorn im Auge. Muschir al-Masri, Abgeordneter der Hamas im Gazastreifen, sprach am Donnerstag in einem Interview mit dem israelischen Hörfunk von einem "Verbrechen". Die Sicherheitskooperation müsse sofort beendet werden >>>

Ohne die Hamas wird es nicht gehen - Thomas Pany - Die "historische Wiederversöhnung" von Hamas und Fatah und die israelischen Reaktionen - Die beiden großen Palästinenservertretungen, Hamas und Fatah, gehen aufeinander zu. Die Wende in den Beziehungen der beiden rivalisierenden Gruppierungen verursacht Ängste und Ablehnung bei Israels Politikern. >>>

Versöhnung in Palästina -  Sara Lemel - Nahost Die Versöhnung der Palästinenser überraschte sogar Israels Geheimdienst. Auslöser für den Schulterschluss der Erzfeinde ist nach Expertenansicht der dramatische Wandel in der arabischen Welt. Hamas und Fatah verloren Verbündete und suchen aneinander Halt. Mit ihrer raschen Versöhnung nach Jahren des Bruderkriegs haben die Palästinenser sogar den israelischen Geheimdienst überrascht. Israels Verteidigungsminister Ehud Barak gab am Donnerstag zu, niemand habe wirklich damit gerechnet, dass die Erzfeinde sich so schnell auf einen gemeinsamen Kurs einigen könnten. >>>

Versöhnung in Zeiten des Umbruchs - Hans-Christian Rößler - Hamas und Fatah stellen ihre Annäherung als Reaktion auf die Umstürze in Nahost und Nordafrika dar. Für Abbas dürfte auch der Frust über die zähen Gespräche mit Israel eine Rolle gespielt haben. Dort ist die Führung misstrauisch. Auf einmal ging alles ganz schnell. Noch vor wenigen Tagen hatte der palästinensische Präsident Abbas frustriert darüber geklagt, dass auch sein letzter Versuch gescheitert sei, den Bruderkrieg mit der Hamas in Gaza zu beenden. Am Mittwochabend besiegelten dann Unterhändler von Abbas' Fatah und der Hamas mit einem kräftigen Handschlag in Kairo die Einigung >>>

»Die Versöhnung ist ein sehr wichtiger Schritt« - In Palästina wollen Fatah und Hamas künftig an einem Strang ziehen. Staatsgründung nach der Sommerpause? Gespräch mit Udo Steinbach -  Vermittelt durch Ägypten haben sich am Mittwoch die bislang verfeindeten palästinensischen Gruppierungen Hamas und Fatah darauf geeinigt, sich zu versöhnen. Ist das wirklich der Paukenschlag in der Nahost-politik, wie es diverse Medien kommentieren? Man sollte sich in seinem Urteil ein wenig zurückhalten – wir haben schon mehrfach erlebt, daß weitreichende Annäherungen am Ende doch gescheitert sind. Dennoch: Diese Versöhnung ist ein sehr wichtiger Schritt. Und mit Blick auf die gegenwärtige Lage in Palästina und im gesamten arabischen Raum halte ich es für wahrscheinlich, daß die jetzt getroffenen Vereinbarungen auch halten. >>>

Audio - Echo der Zeit - 28.04.2011 - Unter anderem: Erbitterte Feinde reichen sich die Hände: Fatah und Hamas wollen eine gemeinsame Übergangsregierung und Wahlen. Überrascht diese Einigung auch in der Region? Einschätzungen der Autorin und Journalistin Helga Baumgarten, die an der palästinensischen Universität Bir Seit Politologie lehrt. Weitere Themen: - Israels unwirsche Reaktion http://pod.drs.ch/mp3/echo-der-zeit/echo-der-zeit_201104281900_10177177.mp3

Gush Shalom begrüßt das Aussöhnungsabkommen von Hamas und Fatah  – Die israelische Menschenrechtsorganisation Gush Shalom veröffentlichte am Donnerstag eine Pressemitteilung, in der sie das Aussöhnungsabkommen vom Mittwoch in Kario zwischen den beiden rivalisierenden Gruppierungen Hamas und Fatah begrüßte. >>>

Video - Democrcy Now -  5 Years After U.S.-Backed Clashes, Palestinian Factions Fatah, Hamas Reach Unity Deal >>>

Palestinian factions in reconciliation bid - Fatah and Hamas agree to form interim government and fix general election date following talks in Cairo. Fatah, the Palestinian political organisation, has reached an agreement with its rival Hamas on forming an interim government and fixing a date for a general election, Egyptian intelligence has said. In February, Mahmoud Abbas, the president of the Palestinian Authority and a member of Fatah, called for presidential and legislative elections before September, in a move which was rejected by Hamas at the time. >>>


Einigung zwischen Fatah und Hamas - Dirk Eckert - In dem Abkommen sollen auch umstrittene Punkte wie der Grenzverlauf eines künftigen Palästinenserstaates und Fragen zur Sicherheit geregelt werden. Auch soll die Palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) so reformiert werden, dass die Hamas ihr beitreten kann. Allerdings konnten nicht alle Streitpunkte geklärt werden, unklar ist zum Beispiel, wer die Kontrolle über die rivalisierenden Sicherheitskräfte übernimmt. >>>
 

Hamas-Fatah reconciliation a Palestinian form of Arab spring Agreement between the two rival groups will strengthen the Palestinians who can now pose a challenge to Israel, US and EU - Ian Black - The Guardian - If implemented, the unity agreement will make it easier for the Palestinians to go to the UN in September and demand international recognition for an independent state – without negotiations with Israel that seem doomed to failure

Dr. Mustafa Barghouthi speaks about yesterday's reunification of Palestine's Hamas and Fateh governments and condemns Israel's anti-democratic reaction

Dokumentation - Fatah und Hamas einigen sich - 27.4.2011 >>>

 
 

Unerwünschte Palästina-Ausstellung - Systematische Diskreditierung durch jüdisch-deutsche Interessengruppen - Eine Wanderausstellung über Flucht und Vertreibung der Palästinenser im Jahr 1948 hat in Deutschland zu Spannungen zwischen Christen, Juden, Israeli und Palästinensern geführt. Der Disput ist in der Öffentlichkeit weitgehend verborgen geblieben. - Gerd Kolbe - Eine Welle der Empörung erfasst Deutschland, und sie wirkt inzwischen nicht mehr spontan, sondern gut organisiert. Überall, wo die Wanderausstellung «Nakba – Flucht und Vertreibung der Palästinenser 1948» gezeigt wird oder gezeigt werden soll, werden die Veranstalter und die kommunalen Behörden von jüdischen und deutsch-israelischen Organisationen unter Druck gesetzt. Ziel ist nicht etwa der Diskurs über dieses fragwürdige Kapitel der Geschichte des Staates Israel. Mit dem Argument, die Ausstellung sei einseitig und tendenziös, wird deren Verbot gefordert und bisweilen auch durchgesetzt. >>>

Dokumentation - Die Nakba-Ausstellung in Düsseldorf wird verhindert - 24. März 2011 >>>
Dokumentation - Nakba Ausstellung - Freiburg >>>
Die Ausstellung >>>
Die Jäger >>>
Die Opfer >>>

 

David Cronin, Europe’s Alliance with Israel


David Cronin, Europe’s Alliance with Israel -  Ludwig Watzal - The United States of America sees itself as an honest broker in the Israel-Palestine conflict. This self-perception could not be further away from the truth. What about the European Union (EU) and its role in the Middle East? Is the EU an honest broker when it comes to Israel’s occupation of Palestinian land? >>>

Erschienen auch hier:
http://between-the-lines-ludwig-watzal.blogspot.com/2011/04/europes-alliance-with-israel-aiding.html
 

 

 


29.4.2011
 

 

Pressemitteilung vom 28.04.2011 - SPD - Schulz: Einigung von Fatah und Hamas ist ein Signal der Hoffnung - Zu der Einigung der Palästinenserorganisationen Fatah und Hamas erklärt der Vorsitzende der Sozialdemokratischen Fraktion im Europäischen Parlament, Martin Schulz, im SPD-Präsidium zuständig für Außenpolitik: Ich begrüße die Einigung zwischen Fatah und Hamas ausdrücklich. Sie ist ein Signal der Hoffnung und eine wichtige Bedingung für Frieden und Stabilität in der Region. Dass jetzt eine gemeinsame Übergangsregierung gebildet und Neuwahlen abgehalten werden sollen, eröffnet die große Chance, eine demokratische Entwicklung voranzubringen. >>>

Hamas: Unity thumbs nose at Israel threats - Hamas leader Ismail Radwan confirmed Thursday that a final reconciliation deal would be signed next week in the presence of party leaders, in what he called a "practical response" to Israeli threats attempting to derail the process. >>>

Fatah und Hamas wollen Frieden schließen - Tomas Avenarius - Die Anführer der zerstrittenen Palästinenser-Organisationen einigen sich überraschend auf eine Übergangsregierung. Noch in diesem Jahr soll es Neuwahlen geben. Die seit Jahren zerstrittenen Palästinenser von Fatah und Hamas wollen sich miteinander versöhnen. Sowohl die eher säkulare Fatah des Palästinenserpräsidenten Machmud Abbas als auch die islamistische Hamas bestätigten am Mittwoch, dass sich die zerstrittenen Fraktionen mit Hilfe ägyptischer Vermittler geeinigt hätten, eine Übergangsregierung zu bilden und freie Wahlen im Westjordanland und im Gaza-Streifen abzuhalten. >>>

? Versöhnung von Hamas und Fatah: "Palästinenser haben rote Linie überschritten" ? - Mit der Versöhnung der zerstrittenen Fraktionen Hamas und Fatah haben die Palästinenser nach den Worten des israelischen Außenministers Avigdor Lieberman eine rote Linie überschritten >>>                     Collage E. Arendt - Vergrößern und mehr >>>

Israels Außenminister droht Abbas wegen Einigung mit Hamas - Israels Außenminister Avigdor Lieberman hat der palästinensischen Autonomiebehörde wegen der Einigung von Fatah und Hamas auf eine Übergangsregierung mit Konsequenzen gedroht. (...)  Es gebe ein "riesiges Arsenal von Mitteln", mit dem Israel gegen die Autonomiebehörde von Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vorgehen könne. >>>



Fatah und Hamas einigen sich - Durchbruch in Ägypten: Fatah und Hamas haben sich auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt. Israels Ministerpräsident Netanjahu reagiert skeptisch. Dennoch wachsen Hoffnungen auf eine Wiederbelebung des Friedensprozesses. (...) Palästinensische Experten äußerten sich skeptisch. Es habe es immer wieder unterzeichnete Einigungen und sogar gebildete Regierungen gegeben, die wieder zusammengebrochen seien >>>

Palästinensische Versöhnung - Hamas und Fatah beenden Bruderkampf - Die verfeindeten Palästinenser-Gruppen wollen wieder mit einer Stimme sprechen. Überraschend schlossen Hamas und Fatah ein Versöhnungsabkommen - binnen eines Jahres sollen gemeinsame Wahlen durchgeführt werden. >>>

Abbas einigt sich mit Hamas auf Regierung - Die verfeindeten palästinensischen Organisationen Fatah und Hamas haben sich offenbar auf die Bildung einer Einheitsregierung geeinigt.

Fatah and Hamas sign reconciliation deal - Palestinian factions agree to form interim government and fix general election date following talks in Cairo. - Fatah, the Palestinian political organisation, has reached an agreement with its rival Hamas on forming an interim government and fixing a date for a general election, Egyptian intelligence has said. In February, Mahmoud Abbas, the president of the Palestinian Authority and a member of Fatah, called for presidential and legislative elections before September, in a move which was rejected by Hamas at the time. >>>

Palestinian Factions Welcome Fateh-Hamas Draft Unity Deal - Palestinian factions welcomed on Wednesday a draft unity deal that was signed in Cairo on Wednesday between the rival Fateh and Hamas movements, and expressed hopes that the four years of internal conflict will come to an end. >>>

 

Wir - Berlin Academic Boycott, BDS Gruppe Berlin, Kritische Juden und Israelis - haben einen Offenen Brief an die Schaubühne (Theater in Berlin) verfasst, in dem wir sie auffordern, ihren Auftritt beim diesjährigen Israel-Festival (http://www.israel-festival.org.il/2010/index.asp?lng=Eng) abzusagen. Die Schaubühne will Anfang Juni ihre Hamlet-Inszenierung in Jerusalem aufführen. Wir bitten Euch um Unterstützung unseres Anliegens, also um Unterzeichnung des Offenen Briefes - siehe Anhang. Viele positive Rückmeldungen bis Samstag, 30. April wären einfach großartig!

Vorgeschichte: Wir hatten bereits im Februar diesen Jahres einen nicht-offenen Brief an die Verantwortlichen des Theaters geschrieben mit derselben Bitte. Die Schaubühne bot uns daraufhin ein Gespräch an, in dem die jeweiligen Standpunkte dargelegt wurden. Das Gespräch fand am 31. März statt mit zwei Vertreter_innen von uns und Thomas Ostermeier (künstlerische Leitung), Dr. Friedrich Barner (Mitglied der Direktion) und Tobias Veit (künstlerische Produktionsleitung).

Das Gespräch endete damit, daß eine von beiden Seiten akzeptierte Denkpause eingelegt werden sollte. Diese Denkpause hat jedoch nicht dazu geführt, daß die Schaubühne ihren Auftritt beim Israel-Festival absagt. Zwischenzeitlich gab es von unserer Seite Kontakte u.a. zu Juliano Mer-Khamis - das Freedom Theatre ist vor zwei Jahren in der Schaubühne aufgetreten, ein weiteres Gastspiel im September ist geplant - der wenige Stunden vor seiner Ermordung durch eine mail klarstellte, daß er unser Anliegen unterstützt und auch noch selbst mit Thomas Ostermeier darüber reden will. BDS Gruppe Berlin - bdsmovement-berlin@web.de

 

Das Gespenst von Canterville oder die christlich-jüdische Leitkultur Deutschlands - Schlesinger - Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland meinte unlängst Bundespräsident Christian Wulff, und griff dabei auch auf Goethe zurück: Orient und Okzident sind nicht mehr zu trennen Dass der Islam zu Deutschland gehöre, lasse sich historisch nicht belegen, fügte Innenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) wenig später korrigierend hinzu. Wie immer keine Zweifel an seiner Meinung des Tages ließ Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer mit der rigorosen Behauptung: Wir als Union treten für die deutsche Leitkultur und gegen Multikulti ein – Multikulti ist tot. Dafür erntete Seehofer harsche Kritik vom Generalsekreträr des Zentralrats der Juden Stephan Kramer. Seehofers Stellungnahmen zur Einwanderungs- und Integrationspolitik seien “verantwortungslos” und “schäbig”. Dabei hatte sich just die CDU / CSU im Rahmen der immer wieder neu hochkommenden Debatte um die vermeintliche deutsche Leitkultur geradezu rührend um die Einbeziehung des jüdischen Anteils bemüht. So hieß es in einem Antrag des CDU-Vorstands für den Parteitag im November 2010 etwas aufgedunsen: Unsere kulturellen Werte, geprägt durch eine christlich-jüdische Tradition, der sich die CDU besonders verbunden fühlt, und die historischen Erfahrungen sind die Grundlage für den gesellschaftlichen Zusammenhalt und bilden unsere Leitkultur. >>>

 

 

Eine Audiatur-Stiftung will Schweizer, vor allem Schweizer Juden, für den Massakerstaat Israel mobilisieren: mit Einwirkung auf Redakteure und Verleger und mit Advertorials, also Anzeigen, die wie redaktionelle Beiträge aussehen - kurz: mit Druck und Betrug. Betreiber des Projekts ist Sacha Wigdorovits, Berater von Nachtclub-Besitzer und Millionärssohn Carl Hirschmann, siehe Tagesanzeiger. Siehe auch Hasbara - Zionistische Propaganda - Quelle Thomas Immanuel Steinberg

 


27.4.2011
 

 

Angesichts des bevorstehenden Gesprächs der Bundeskanzlerin mit Herrn Abbas am 5. Mai halten wir es für hilfreich, durch zahlreiche e-mails zu signalisieren, daß wir für einen Nahost - Frieden sind, in dem die Rechte Palästinas wiederhergestellt werden und die Bundeskanzlerin gegenüber Herrn Abbas versichert, daß die Bundesrepublik sich aktiv für die Belange Palästinas einsetzen wird und den Staat Palästina anerkennt.

Ich bitte euch, diesen Aufruf zu verteilen und zahlreiche Mails An Frau Merkel zu schreiben

Die Adresse: http://www.bundeskanzlerin.de/Webs/BK/De/Service/Kontakt/kontakt.html

Vielen Dank und viele Grüße, Palästinenser in Deutschland

Germany Will Not Support Palestinian Statehood Declaration >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 22. April 2011

 

Bil’ins Konferenz zum friedlichen Widerstand endet mit einer grossen Demonstration - Eine Protestmarsch mit über 300 Teilnehmern im Gedenken an Bassem Abu Rahmah aus Bil’in, der vor zwei Jahren von einem Tränengasprojektil getötet wurde, schloss Bil’ins sechste Konferenz zum palästinensischen zivilen Widerstand ab. Die Konferenz soll die Zusammenarbeit von palästinensischen, israelischen und internationalen Aktivisten in ihrer Arbeit zur Beendigung der israelischen militärischen Besetzung Palästinas stärken. Palästinensische Politiker, Mitglieder des europäischen Parlamentes und hunderte von Aktivisten vor Ort und aus dem Ausland beteiligten sich an der dreitägigen Konferenz im Westbankdorf.

Während die israelische Armee vom Westen ins Dorf eindrang, um den Marsch zu blockieren, gelang es einer Gruppe von Demonstranten, durch eine Lücke im ersten Zaun in die Zone der Trennbarriere zu klettern. Sobald sie von israelischen Streitkräften bemerkt wurden, fuhr ein Militärjeep auf die Gruppe zwischen den Zäunen zu und hätte beinahe einen Demonstranten überfahren. Er konnte aber auf die Haube des Jeeps klettern, mit einer palästinensischen Fahne in der Hand, und die Soldaten fuhren 200 Meter weiter, bevor der Jeep von anderen Demonstranten aufgehalten wurde.

Die Reaktion der israelischen Armee auf die Demonstration an diesem Freitag war besonders brutal: Iyad Burnat und Mohammed Al Khatib vom Bürgerkomitee Bil’in und zwei Besucher aus London wurden von den Soldaten brutal geschlagen und das Waffenarsenal der Armee zur „Mengenkontrolle“ verwundete mehrere Demonstranten: Tränengasprofektile verletzten drei Protestteilnehmer an Händen und Füssen, ein Demonstrant wurde mit einem Baton am Kopf verletzt, ein Gummimantelgeschoss traf einen Mann am Bein und eine 20 jährige Bewohnerin aus Bil’in wurde mit Tränengasvergiftung ins Krankenhaus in Ramallah eingeliefert.

2009 gab das Obersten Israelische Gericht die Hälfte des durch die Mauer abgetrennten Dorflandes an Bil’in zurück, die israelische Armee hat diese Urteil bis heute nicht umgesetzt.

Bil’in Conference on Popular Resistance Ends with Mass Demonstration

http://popularstruggle.org/content/bil%E2%80%99-conference-popular-resistance-ends-mass-demonstration

Friday 04/22/2011-On the second anniversary of the martyrdom of Bassem Abu Rahma: http://www.bilin-ffj.org/index.php?option=com_content&task=view&id=354&Itemid=1

Bilin Demo Honors The Martyrs Of The Bopular Resistance 22.04.2011

Ni’lin: Vittorio Arrigoni: Ein Sieger ist ein Träumer, der nie aufgibt. - Saeed Amireh beschreibt die Freitagsdemonstration gegen die Mauer in Ni’lin:

„Der heutige Protest gegen die Apartheidmauer war Vittorio Arrigoni gewidmet, einem italienischen Freiheitskämpfer, der sein Leben für Palästina gab. Er lebte seit 2008 in Gaza und war ein menschlicher Schutzschild für Gazawis, die israelischen Schikanen und Tötungen ausgesetzt sind. Er berichtete auch in Europa, was 2008 wirklich während des grausamen Angriffs auf Gaza geschah, und sprach sich gegen die Grausamkeiten und die Lügen der israelischen Propaganda aus.

Vittorio, du wirst immer für deine Träume von Frieden, Gerechtigkeit und Freiheit für Palästina in unserem Gedächtnis bleiben.

Unsere Demonstration dauerte drei Stunden. Als wir mit den Fotos von Vittorio in der Hand zur Mauer kamen, begannen die Soldaten ihren Angriff mit Tränengas. Ein palästinensischer Journalist wurde beim Fotografieren mit einem Tränengasprojektil am Bein angeschossen. Er wurde einige Stunden nach der Beendigung der Demonstration aus dem Krankenhaus entlassen. Wie immer versuchten die Soldaten, die Demonstranten zu verhaften, und schossen auch Schallbomben ab. Aber sie hatten keinen Erfolg.

Wir glauben, dass Israel eine neue Strategie hat, Verräter an der palästinensischen Sache dafür zu bezahlen, um tapfere Internationale zu exekutieren, die ihr Leben uns und dem Frieden in Palästina gewidmet haben. Wir erkennen sehr wohl, dass der grausame Mord an unserem geliebten Bruder aus Italien, Vittorio, wie auch die schreckliche Ermordung von Juliano Mer Khamis vom Friedenstheater in Jenin vor zehn Tagen die internationale Solidarität mit uns zerstören soll. Wer sonst profitiert von diesen Morden? Trotzdem sind wir voller Hoffnung, denn unsere Freunde und Unterstützer im Ausland wissen genau, dass wir ihre Unterstützung sehr schätzen, sie ehren und alles tun, um sie vor jedem Schaden zu schützen. Wir vermissen Vittorio und Juliano und ihr gewaltsamer Tod ist für uns alle sehr, sehr schmerzlich.

Ich habe in den letzten Tagen viele Videos von Vittorio gesehen. In einem sprach er von Nelson Mandela, der gesagt hat:“Ein Sieger ist ein Träumer, der nie aufgibt.“ Vittorio, du bist ein echter Sieger. Deine Ideen und Träume und deine gütige Seele werden immer in unseren Herzen leben.“

http://supportibrahim.com/2011/04/22/vittorio-you-are-a-true-winner-and-will-live-forever-in-our-hearts/

 

Nabi Saleh: Kinder Zielscheibe von Angriffen der Armee - Nach dem Mittagsgebet am Freitag versammelten sich etwa 50 Menschen im Zentrum des kleinen Dorfes und begannen den Protestzug in Richtung der von israelischen Siedlern annektierten Quelle ausserhalb des Dorfes. Trotz der Verhaftung von zwei führenden Mitgliedern des Bürgerkomitees im März, Naji und Bassem Tamimi, wurden die Proteste gegen die Kolonisierung des Dorflandes jeden Freitag fortgesetzt. Die israelische Armee hielt ihrerseits an der Tradition der brutalen Niederschlagung der Proteste fest und setzte ihr Waffenarsenal auch gegen die Kinder des Dorfes ein. Ein elfjähriger Junge wurde direkt mit einem Tränengasprojektil beschossen, als er auf dem Boden sass, und musste ins Krankenhaus transportiert werden.

Nach der Verhaftung von vier Menschen, besetzten Soldaten ein Haus und schossen Tränengas und Gummimantelgeschosse auf die Demonstranten.

Über das Wochenende verschlechterte sich der Gesundgeheitszustand des am Freitag verletzten Kindes; Tests zeigten innere Blutungen an der Leber an und der Junge wurde am Sonntag in die Intensivstation eines Krankenhauses in Ramallah eingeliefert.

http://popularstruggle.org/content/children-targeted-nabi-saleh-demonstrations-continue
Health Condition Of Child, Wounded Friday, Deteriorates: http://www.imemc.org/article/61131

 

Al Ma’ssara: Proteste gegen die Mauer fortgesetzt - Dorfbewohner, israelische und internationale Aktivisten protestierten am Freitag im Dorf Al Ma’sara in der südlichen Westbank gegen die israelische Mauer, die auf dem Dorfland gebaut wird. Die israelische Armee blockierte den Protestzug beim Verlassen des Dorfes und beschoss die Teilnehmer mit Tränengas.

http://www.imemc.org/article/61123

Übersetzt und zusammengestellt von Martina Lauer

Dokumentation - Friedlicher Widerstand in Palästina (Ni'lin - Bil'in u.a.) >>>

 

UN expert on human rights in the occupied Palestinian territory to visit the region - The UN Special Rapporteur on the situation of human rights in the Palestinian territories occupied since 1967, Richard Falk, is visiting the region from 25 April to 3 May. During visits to Egypt and Jordan, the Special Rapporteur will meet officials, human rights defenders, UN agencies and civil society organizations working in the occupied Palestinian territory. The Government of Israel has not responded to repeated requests from the Special Rapporteur for access to the occupied Palestinian territory. The Special Rapporteur is, therefore, grateful to the governments of Egypt and Jordan for having welcomed his visit to the region. Due to the prevailing security situation in Gaza, the Special Rapporteur has been forced to cancel his visit to Gaza as part of this mission. He plans to visit Gaza later in 2011. >>>

 


26.4.2011
 

 

Tent of Nations - People building Bridges - Daoud Nassar - Liebe Freundinnen und Freunde, ich grüße Sie und Euch ganz herzlich aus Bethlehem

Leider kommen weiterhin nur negative Nachrichten aus unserer Region. Wir Palästinenser befinden uns immer noch wie in einem dunklen Grab, doch wir haben die Hoffnung der Auferstehung und hoffen, dass die Sonne der Gerechtigkeit eines Tages bei uns scheinen wird.

Am 18. April habe ich unseren Anwalt Sani Khoury getroffen, um mich über den neusten Stand des seinerzeit von den Militärbehörden verhängten Abrissbefehls zu informieren. Der Anwalt teilte mir mit, dass eine Sitzung des israelischen Militärkomitees ohne sein Beisein stattgefunden habe. Es wurde entschieden, dass die damals beanstandeten und unter der Gefahr der Zerstörung stehenden Objekte keine Bewilligung erhielten, da sie sich in der Nähe einer geplanten israelischen Strasse befänden. Unsere Vermutung geht dahin, dass es sich eventuell um eine Verbindungsstrasse zwischen zwei Siedlungen handelt, doch es entzieht sich unserer Kenntnis, wo diese Strasse hinführen wird.  Etwas Genaueres wissen wir jedoch nicht.

Um handeln zu können, werde ich bei israelischen Menschenrechtsorganisationen versuchen, in Erfahrung zu bringen, welches der genaue Plan der israelischen Behörden ist. Dies wird uns sodann ermöglichen, weitere Schritte zu unternehmen. Unser Anwalt wird  am nächsten Termin, dem 27. April, dem Militärgericht eine Beschwerde unterbreiten. Da diese nach unserer Erfahrung abgelehnt werden wird, plant unser Anwalt diesen Fall wiederum vors Oberste Gericht zu bringen, wo  bereits die Einsprache gegen den Abrissbefehl  behandelt wird. Der neuerliche Prozess wird nochmals hohe Kosten verursachen. Im Moment ist die Situation jedoch stabil, da juristisch abgesichert. Wir bitten Euch aber, weiterhin wachsam zu bleiben, um schnell zu reagieren, wenn es dringend nötig sein sollte.  >>>

Das Projekt "TENT OF NATIONS" - "ZELT DER VÖLKER" des palästinensischen Christen Daoud Nassar >>>

 
 

Illegaler Diebstahl von Olivenbäumen muss beendet werden - Der unmoralische Reichtum hat ein neues und geschmackloses Hobby: uralte Olivenbäume schmücken die Gärten ihrer Villen. Nach einem Untersuchungsbericht der Journalistin Maya Zinshtein, der in der hebräischen Ausgabe von Haaretz am Montag veröffentlicht wurde, blüht seit einem Jahrzehnt der illegale Handel mit alten Olivenbäumen - einschließlich Ausreißen, Stehlen und Schmuggel aus der Westbank nach Israel. Es ist ein Markt, der Millionen Schekel im Jahr umsetzt. Für einen einzigen Baum können zehn Tausende von Schekel verlangt werden. Der Haaretz-Bericht deckte diesbezüglich Verdächtigungen von kriminellen Aktivitäten auf - zusammen mit einer hässlichen Gier nach besonderen Bäumen, was nichts mit der Liebe zum Land zu tun hat und seinen speziellen Bäumen. >>>

 
 

Der Oberste Gerichtshof liegt auf der falschen Seite der Westbankmauer - Amira Hass - Jeder , der den Obersten Gerichtshof und seine Richter verdächtigt, den Linken anzugehören, sollte den letzten Erlass über die Zulassungsordnung für die israelische Pufferzone lesen. Um es klar zu sagen, dies ist eine bürokratische Maschinerie, die das Verteidigungsministerium und die Zivile Verwaltung geschaffen haben, um ein absolutes Minimum zu schaffen: für palästinensischen Zutritt, für die dort verbrachte Zeit, für die Möglichkeit dort zu leben und das Land (der Westbank) zu bearbeiten, das aber westlich der Mauer/des Zauns liegt. Um noch genauer zu sein: es handelt sich um Landannexion durch Israel ( 184 868 Dunum ), um palästinensisches Land, das zwischen der Mauer/ dem Zaun und der Grünen Linie liegt. Man lese den Erlass, der vom Obersten Gerichtshof, in seiner Funktion als des Hohen Gerichts der Gerechtigkeit, veröffentlicht wurde ( in den Akten vom 5. April dieses Jahres) und wird als Misstrauischer beruhigt sein. Mit mehr als einer halben Million Siedlern, die in ausgedehnten Siedlungen leben >>>

 
 

Ostern: Jagdsaison auf „Antisemiten“ - W. Frankenberg - Da man mit dem heidnisch-christlichen Symbols des Eiersuchens nichts mehr anfangen kann, haben sich einige Zionisten auf das Jagen von vermeintlichen Antisemiten verlegt. Besonders hervor tut sich unserer Oberzionist –ein gewisser säkularisierter "Oberrabbiner" – und größter Journalist aller Zeiten, der Ex-Spiegel-Redakteur, seines Zeichens Henryk M. Broder. Der „Hofjude“ der deutschen Journaille. Jetzt hat er sich Annette Grothe, eine Abgeordnete der Linkspartei, zur Brust benommen, weil sie Fragen zu Tötungen von unliebsamen Personen gestellt hat, dies ist völlig legitim, nur nicht in den Augen dieses jüdisch-zionistischen Großinquisitors nicht. Unsere zionistische Bundeskanzlerin, der Israels Aggressionspolitik mehr am Herzen liegt als das Wohlergehen ihrer deutschen Mitbürger, hat dem faschistischen Netanyahuregime ihre Zusage gegeben, einer Gründung eines Palästina-Ghettos ihre Zustimmung zu verweigern. Stattdessen (noch von Frau Knobloch souffliert?) plappert sie von einem „jüdischen Staat“:  Wer die verbrecherische Politik eines Apartheidregimes zur „deutschen Staatsraison“ erklärt hat nicht viel aus der deutsche Geschichte begriffen. Wie sollte sie auch, ist sie doch in der DDR als Agitprop-Verantwortliche aufgewachsen. Warum kümmert sich nicht unsere knuffige Torquemada einmal um die Vergangenheit seiner Angie? >>>

 
 

Easter 2011: Celebration under Occupation
Beit Sahour, a Palestinian town in southern West Bank, one of the last three Christian dominated Palestinian areas. Like every year the town residents both Christian and Muslim march to welcome the light from Jerusalem marking Bright Saturday. Today the town finds time to celebrate but Israeli settlements eating up the resident's lands cast a heavy cloud.

 

25.4.2011
 
 

Goldstone-Report - Wo vernünftige Argumente fehlen, wird  erpresst. - Gerhard Meerpohl - Kriegsverbrechen sind nach weltweit gültiger Definition im Zusammenhang mit Kampfhandlungen begangene Verstösse gegen die Genfer Konventionen und/oder die Haager Landkriegsordnung, nämlich: neben Einsatz biologischer und chemischer Waffen, Flächenbombardements, Töten von Geiseln und Gefangenen, Aushungern der Bevölkerung, Zerstörung von Wasser- und Elektrizitätswerken, Behinderung humanitärer Hilfe .... insbesondere das absichtliche Töten von Zivilisten. Die Betonung liegt auf „absichtlich“. Damit soll das absichtsvolle Töten, Morden, von versehentlichem, irrtümlichem Töten abgegrenzt werden. Aber diese Definition führt zu diesem, dem gesunden Menschenverstand entgegengesetzten Ergebnis: Wenn z.B. Hamasleute Raketen nach Israel  abschiessen, sind sie als Mörder und Terroristen zu bezeichnen und zu verurteilen, weil sie ja nicht leugnen können, auf Dörfer und Zivilisten gezielt zu haben oder (schon wegen der unzureichenden Technik der Geschosse) mindestens die Tötung / Verletzung von Zivilisten billigend in Kauf genommen haben. Wenn aber Israel seine präzisen militärischen Mittel geballt gegen den >>>

Dokumentation Goldstone-Bericht - United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict >>>

 

ittorio Arrigoni's image on the separation wall in GazaVERA MACHT - "Mein Abschiedsbrief. Für Vik, und doch auch und vor allem an die Menschen aus Gaza, an seine und meine Freunde. Er wurde in Gaza auf einer Gedenkfeier vorgelesen. Vik, du wolltest nur fröhliche Abschiedsbriefe. Vik, wir waren noch nie oft einer Meinung. Irgendwann, mein Freund, wenn es weniger weh tut.

VIK, DU FEHLST!
- Vera Macht   Du fehlst mit einer unglaublichen Intensität, die dich dadurch nur noch präsenter macht.
In unser aller Köpfen, in unser aller Herzen. Es ist dein Fehlen, was deine Stärke, deine Güte, und deinen unglaublichen Einsatz für die Menschen und für unser aller Menschlichkeit so wahnsinnig präsent macht. Du fehlst als Symbol für den Kampf für Gerechtigkeit, für den Wert eines jeden einzelnen Menschen, für den Wert gerade der Menschen, die vergessen zu worden scheinen.
Du fehlst in dieser Welt, Vik. Du fehlst in meiner Welt. Du fehlst als mein bester Freund, als der, der immer da war, im ganzen letzten Jahr, zu jeder guten und schlechten Zeit. Du hast mir einmal gesagt, ich soll lächeln, weil mein Lächeln dich heller machen würde. Aber Vik, es warst du, der mich zum Lachen gebracht hat. Nicht nur durch deinen Humor, sondern durch deine unvergleichliche Art, die Welt ein wenig besser zu machen, nur durch deine Anwesenheit.
Das weiß jeder, der dich kannte, der dich nur einmal getroffen hat. Du hast die Menschen in deinen Bann gezogen, durch dein Charisma, durch deine Ausstrahlung, durch deine Wärme. Die Welt ist ohne dich ein kleines bisschen dunkler geworden. Es ist auch meine eigene kleine Welt, die durch dein Fehlen ein Stück dunkler geworden ist.
Und Gaza natürlich, das ich mir ohne dich gar nicht vorstellen kann. Das sich wahrscheinlich noch keiner hier ohne dich vorstellen kann. Dein arabischer Wortschatz von: mushkile? Leeesh?? Mish mushkile! Yallah! reichte vollkommen aus, um die Menschen um dich herum aufzubauen, und jeden in Gaza zu deinem rafiq und deiner rafiqa zu machen.
Und die Menschen in Gaza haben dich geliebt und geschätzt, das wusstest du, und du hättest nie irgendetwas anderes gedacht. Ich und wir alle waren gerührt und überwältigt von der Trauer und Anteilnahme, die dein Tod hervorgerufen hat. Eine Anteilnahme, die mir und uns allen über unseren ersten Schock hinweggeholfen hat, dafür möchte ich euch danken.
Adie, mein Freund und ISM Kollege sagte einst, als ISM in Gaza zu sein heißt nicht nur die Menschen hier zu unterstützen, sondern vielmehr selbst ein Stück weit Palästinenser zu sein, und die Last ein Stück weit mitzutragen. Es heißt, den Schmerz nicht nur mitzufühlen, sondern auch selbst zu fühlen, was es bedeutet einen geliebten Menschen zu verlieren. Denn Palästinenser zu sein bedeutet, Menschen zu verlieren, die man liebt.
Wer immer deinen Tod verschuldet hat, er hat genau das Gegenteil von dem erreicht, was er bezweckt hat. Durch deinen Tod Vik, sind wir alle Palästinenser geworden. Wir sind entschlossener denn je. Wir werden weitermachen und weiterkämpfen, in dem Geist deiner Menschlichkeit und mit der Stärke und Unbeugsamkeit der Palästineser. Nicht nur weil du es so gewollt hättest, sondern weil wir gar nicht mehr anders können. Nicht die Menschen da draußen, die du inspiriert und aufgerüttelt hast, und nicht wir hier, die wir vereint sind im selben Traum, im selben Ziel für das wir kämpfen: ein freies Gaza, ein freies Palästina.
Ich erinnere mich an einen Morgen im Herbst. Der Tag davor war ein schwarzer Tag für Gaza gewesen, und so waren wir alle die ganze Nacht zusamen im ISM Büro gesessen und haben geschrieben. Vik und ich gingen in der Morgendämmerung. Als wir gerade ein paar Schritte gelaufen waren, fing es an zu regnen. Der erste Regen des Jahres. Wir standen mitten auf der Straße und haben den Regen auf uns hinabprasseln fühlen und gelacht, und auf einmal war es, als ob die ganze Trauer der letzten Stunden weggespült würde. Als ob es ein neuer Anfang wäre, bei dem die Welt auf einmal rein und unschuldig und voller Hoffnung wäre.
Ich werde nicht trauern, weil ich weiß, dass dort, wo du hingegangen bist, ein solcher Morgen auf dich gewartet hat. Ich werde nicht trauern aus Dankbarkeit, dich gekannt haben zu dürfen. Weil du gezeigt hast, dass durch Menschen wie dich auch für unser aller Menschlichkeit ein solcher Morgen auf uns warten könnte."

Foto - Vittorio Arrigoni das Bild auf der Trennmauer in Gaza

End of the Road by Agron Belica; Dedicated to Gaza Activist Vittorio Arrigoni - Tim King and Sean King - New song and music video celebrate life of Vik Arrigoni of ISM, the International Solidarity Movement. >>>

Vik’s not gone - Vik and Adie - Vik, habibo, you’re not gone, not for me at least. In life you brought the warmth every time I met you, and to everyone else. You did not see it as a duty or a service but it was just how you were, to rouse and stir the best things inside us all for the better, every day, starting with ‘yallah habibo!’ >>>

Video Shows Family Members Of Arrigoni Kidnappers Urging His Release - “All of the Muslims in the world are wrong, and you three are the only ones who are right?!!” pleads the father of Mahmoud Salfity, one of the kidnappers, in a video published on a the website of the Palestinian Interior Ministry on Wednesday >>>

Dokumentation: Eine Seite für Vittorio Arrigoni >>>

To: U.N. General Secretary and U.N. Security Council

Petition to the United Nations Secretary General and Members of the U.N. Security Council to Establish a “No Fly Zone” over Gaza under the Principle and Norm of the “Responsibility to Protect”


To Be Presented to the Honorable U.N. Secretary General Ban Ki-Moon and the Honorable Ambassadors of the U.N. Security Council.

“The United Nations, whose membership comprises almost all the states in the world, is founded on the principle of the equal worth of every human being.”
--Kofi Annan, Former Secretary General of the United Nations

http://www.petitiononline.com/p181p194/petition.html

Please Watch This Short Video Before Reading the Petition. Thank You
http://www.youtube.com/watch?v=wDaD_8BCFzE

 

A long walk home from school
Yusuf tried to walk home from school on the first day of Passover (4/20/2011) when the Israeli military presence in Hebron was heightened. The checkpoints he usually passes through were closed, so he tried a few alternate routes before getting home. Watch this video to see a glimpse of daily life for school kids in Hebron, West Bank.

CPT--On 20 and 21 April 2011, during the Jewish Passover holiday, the Israeli military closed all of the gates on the east side of the Old City souq in Al Khalil/Hebron. This severely restricted the movement of Palestinian residents in that area. One of those affected was Yusuf. Yusuf is five years old. He attends the kindergarten just across the landing from the CPT women’s apartment. He’s a bright little boy, who interprets in sign language for his mother, who is deaf. He has congenital physical difficulties: he has no left arm and one leg is significantly shorter than the other >>>

 
 

Where are all the villages: Ethnically cleansed & destroyed Manshiyya (visited 20-04-11)
Al-Manshiyya (Arabic: المنشية‎) was a Palestinian village with a Muslim orphanage and a mosque known as the mosque of Abu 'Atiyya, which is still standing. The village was close to the shrine of Baha'u'llah, who was the founder of the Baha'i Faith, which is also still standing. Manshiyya was captured by on 14 May 1948 during Operation Ben-Ami. One villager recalled that the dawn attack came from the hill overlooking the village. The villagers, 'with bullets whizzing over their heads', ran towards the east 'because all other sides were surrounded by the Jews'. When they returned to remove the dead bodies, they found the village strewn with mines. One former villager recounted that her father returned to Al-Manshiyya about 10 days after the attack and found it completely razed. On the 16 June 1948, Ben-Gurion mentioned Manshiyya as one of the villages Israel had destroyed
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24.4.2011
 

 

Friedensforum: Nehmen nicht einseitig Partei für die Palästinenser - Kassel. Zum traditionellen Ostermarsch an Ostermontag, 25. April, ruft das Kasseler Friedensforum auf. Er bedauere, dass die Kasseler Sozialdemokraten und der DGB Nordhessen den Aufruf nicht unterzeichneten, sagt Forumssprecher Peter Strutynski. - SPD und DGB hatten kritisiert, dass das Friedensforum bei der Thematisierung des Nahostkonflikts einseitig Partei für die Palästinenser nehme. „Den Vorwurf der Einseitigkeit weisen wir zurück“, schreibt Strutynski in einer Pressemitteilung. So wie der Krieg nicht relativierbar sei, sei das Eintreten für Menschenrechte, Frieden und eine gerechtere Welt nicht verhandelbar. Zum Nahostkonflikt schreibt das Forum: „Der Dauerkonflikt zwischen Israel und den Palästinensern wird sich nur lösen lassen, wenn der illegale Siedlungsbau und die Besatzung im Westjordanland beendet werden. So wie die Israelis haben auch die Palästinenser das Recht auf einen eigenen lebensfähigen Staat.“ >>>

 
 

Die drei Mythen von Israel Unsicherheit -  Und warum sie entlarvt werden müssen -  Ira Chernus

Hier  sind die drei heiligen Gebote für Amerikaner, die die öffentliche Konversation über Israel prägen.

  1. Für Politiker, besonders auf Bundesebene: sobald man das Wort „Israel“ ausspricht, muss man auch das Wort „Sicherheit“ aussprechen und versprechen, dass die USA  sich immer, immer, immer für Israels Sicherheit  engagieren wird. Wenn man gelegentlich eine Aktion  der israelischen Regierung als nicht „hilfreich“ bezeichnet, muss man sofort das ewige US-Engagement für Israels Sicherheit bestärken.

  2. Für verantwortliche TV-Leute und op-ed-Experten: Wenn man irgendeine Politik oder Aktionen der israelischen Regierung kritisiert, muss man sofort hinzufügen, dass Israel natürlich sehr reale und ernste Sicherheitsprobleme hat, mit denen man sich befassen muss.

  3.  Journalisten größerer amerikanischer Zeitungen, die sich mit dem Israel-Palästina-Konflikt befassen: Man muss im jüdischen Jerusalem oder in Tel Aviv leben und nur gelegentlich eine Tagestour in die besetzten Gebiete unternehmen. Der Bericht muss dann unweigerlich  etwa aus der Perspektive von Juden sein, unter denen man lebt. Und man muss in jedem Bericht deutlich machen, dass das jüdisch-israelische Leben von der Angst um Sicherheit beherrscht wird.

Die US-Meinungsmacher haben die drei Gebote jahrzehntelang skrupellos befolgt. Die Folge davon ist, dass sie ein unauslöschliches Bild von Israel als einer Nation geschaffen haben, die in großer Unsicherheit lebt. Dieses Image ist ein größerer, wenn auch oft übersehener Faktor, der  Washingtons  Nahostpolitik und besonders  die langjährige amerikanische Zuneigung gegenüber Israel  gestaltete. Es wird oft gesagt, dass der Faktor Nummer eins bei dieser Neigung die Macht der  rechten „Pro-Israel“ (Genauer der „Pro-Israel-Regierung“-Lobby) ist. Diese Lobby ist gewiss eine geschickte, gut geölte Maschine. Sie benützt jeden Trick im PR-Buch, um den >>>

 

23.4.2011

 

"Vittorio war nie so lebendig wie jetzt" - Egidia Beretta Arrigoni / Vittorio Arrigonis Mutter – Il Manifesto  - Montag 18. April 2011 - Muss man sterben, um ein Held zu werden, um auf die Titelseite der Zeitung zu kommen, dass die Zuschauer den Fernseher sogar mit nach draussen nehmen, oder muss man sterben, um menschlich zu bleiben? Ich erinnere mich an den Vittorio an Weihnachten 2005, als er im Ben Gurion Flughafengefängnis eingesperrt wurde, an die Narben der Handschellen, die ihm den Puls abgeschnürt haben, die Kontakte zum Konsulat, die verwehrt wurden und die Verhandlung, die eine Farce war. Und ich denke auch an das Ostern im selben Jahr, als Vittorio an der jordanischen Grenze, direkt hinter der Allenby-Brücke von der israelischen Polizei gestoppt wurde, um ihn an der Einreise nach Israel zu hindern. In einem Bus wurde er von sieben Polizisten, darunter eine Frau, „kunstfertig“ zusammengeschlagen, also ohne sichtbare äussere Anzeichen. Wahre Experten die sie sind, haben sie ihn mit dem Gesicht nach unten auf den Boden geworfen, und ihm, als letzte Gemeinheit, noch die Haare mit ihren schweren Stiefeln ausgerissen. Vittorio war persona-non-grata in Israel. Zu subversiv hatte er ein Jahr zuvor mit seinem Freund Gabriele und den Frauen und Männern aus dem Dorf Budrus an der Klagemauer demonstriert, hat ihnen unser schönstes Partisanenlied „Bella ciao, ciao…“ beigebracht und es mit ihnen dort gesungen. Damals habe ich nicht ferngesehen, nicht einmal im Herbst 2008, als ein israelisches Kommando das Fischerboot in palästinensischen Gewässern in der Nähe von Rafah überfallen hat >>>

»Nur Israel konnte von dem Verbrechen profitieren« - Mord an dem italienischen Aktivisten Arrigoni wird einer Palästinenser-Gruppe angelastet. Ein Gespräch mit Ahmed Youssef - Interview: Umberto Di Giovannangeli - Ahmed Youssef (60) ist stellvertretender Außenminister der Gaza-Regierung und einer der Vordenker der Hamas - Was sagen Sie zum Mord an dem italienischen Solidaritätsaktivisten und Blogger Vittorio Arrigoni, der in der Nacht zum 15. April im Gazastreifen umgebracht wurde? Ich hatte die Ehre, ihn persönlich zu kennen und habe seinen Mut, sein Engagement und seine Opferbereitschaft geschätzt. Ich weiß, daß es selbst in diesen schrecklichen Momenten Leute gibt, die sich darum bemühen, sein Andenken zu beschmutzen, indem sie ihn als »Freund der Hamas« diffamieren. Dem ist nicht so, Vittorio war vielmehr ein Freund des palästinensischen Volkes. Er hatte sich seinem Befreiungskampf angeschlossen und war zu einem Beispiel für diejenigen in Europa geworden, die sich für Gaza einsetzen und die israelische Blockade brechen wollten. Deshalb war der 36jährige zu einem Ziel geworden, das eliminiert werden mußte. >>>

Presseerklärung: ISM  bleibt weiter engagiert im Gazastreifen -  ISM-Gaza, 21.4.11. - Nach dem Mord an unserem Kameraden und Freund Vittorio wiederholen wir, dass wir engagiert im Gazastreifen bleiben werden. Wir werden unsere Arbeit fortsetzen und mit der palästinensischen Bevölkerung dort leben und  die Arbeit so weitermachen, für die sich Vik so engagiert hat. In diesen Tagen der Trauer haben die Palästinenser zahlreiche Gedenkveranstaltungen für Vik organisiert. Sie erinnern uns ständig daran, wie traurig sie sind, ihn verloren zu haben, und wie sie ihn geliebt haben, seine Nähe, seine Zuneigung und seine Empörung über das, was hier im Gazastreifen geschieht. Wir wissen, dass jene Gruppe, die dieses schreckliche Verbrechen (angeblich) begangen hat, in keiner Weise die palästinensische Gesellschaft  vertritt. Die Palästinenser von Gaza sind unsere Freunde, unsere Kollegen und der Grund unseres Hier-seins. Wir werden weiter an ihrer Seite stehen. So wie wir handelten, als Vittorio noch unter uns war, werden wir weiter an der Seite des palästinensischen Volkes stehen und den Kampf gegen die Besatzung fortführen, wir werden weiter Bauern zu ihren Feldern an der Grenze begleiten, wir werden uns weiter an  >>>

The murder of Vittorio Arrigoni and the Israeli media - Alternative Information Center - As expected, the Israeli media haven’t passed up the opportunity to dance on the grave of Vittorio Arrigoni, the activist in the International Solidarity Movement who was murdered in Gaza last week. No one will say a thing about the real causes of this vile murder.

Dokumentation: Eine Seite für Vittorio Arrigoni >>>

 
 

Tachrir-Platz, Tel Aviv - Uri Avnery - (...) Die Labor-Partei könnte rehabilitiert werden. Einige Parteien ähneln dem Phönix und könnten aus dem Grab zurückkommen. Aber Labor ist ein alter Vogel ohne Federn. Während des größten Teils ihrer Existenz war sie die Regierungspartei, und sie hat sich nie von davon erholt. Selbst in der Opposition benimmt sie sich und redet wie eine Regierungspartei, der die Regierung gestohlen worden ist. Sie hat keine Kraft mehr, um sich zu erneuen, zu rebellieren, vorwärts zu stürmen. Sie war und bleibt ein Verein professioneller Funktionäre. Solch eine Partei macht keine Revolutionen. Unter der Führung von einem dieser Kandidaten wird sie nicht die große Kluft im israelisch- politischen System ausfüllen. Sie wird nicht zu einem israelischen Tachrir-Platz inspirieren. Es wird keine Revolution beginnen, ohne die Israel weiter rigoros  zum Abgrund marschiert. DIE LEUTE, die sich auf dem Tachrir-Platz versammelten, waren keine Überbleibsel von alten Parteien. Sicher waren auch die da – die Wafdisten, die letzten Nasseristen, die Kommunisten, die Muslimbruderschaft. Aber sie gaben nicht den Ton an, sie zündeten nicht die Flamme an, die den Himmel über der ganzen arabischen Welt  aufhellte. Auf dem Platz erschienen völlig neue Kräfte aus dem Nirgendwo. Bis zum heutigen Tag haben sie keinen Namen, außer dem Datum des ursprünglichen Ereignisses – 25. Januar. Aber jeder weiß, woher sie kamen und wie sie aussehen. Aus Mangel einer besseren Bezeichnung werden sie „die junge Generation“ genannt. Sie sind ein Haufen voller Hoffnungen und hoher Ziele, die alle Lebensbereiche berühren. Sie sind entschlossen, ein „anderes Ägypten“ zu schaffen, völlig anders als das Ägypten von gestern. NATÜRLICH GIBT es fast keine Ähnlichkeit zwischen Ägypten und Israel. Der ägyptische Aufstand  könnte uns höchstens als Metapher, als Symbol dienen. Aber das Prinzip ist dasselbe: der Wunsch nach einem „anderen Israel“, nach der zweiten israelischen Republik. Die Schaffung einer neuen politischen  Bewegung ist ein Schöpfungsakt. Es gibt kein Rezept dafür,   wie z.B. „Man nehme 2 orientalische >>>

 
 

Goldstone-Bericht  Erklärung von drei Mitgliedern der von den UN eingesetzten Gaza-Untersuchungskommission (Mai bis September 2009) - Hina Jilani, Christine Chinkin und Desmond Travers - Kürzlich sind in der Presse Artikel und Kommentare über den Bericht der UN- Untersuchungskommission zum Gaza-Konflikt 2008/2009 erschienen. In ihnen wurden Fakten falsch dargestellt, um die Feststellungen dieses Berichts in Zweifel zu ziehen und seine Glaubwürdigkeit zu erschüttern.

Der Auftrag der Kommission, die aus vier Mitgliedern einschließlich Richter Richard Goldstone als Vorsitzendem bestand, war erfüllt, als sie im September dem UN-Menschenrechtsrat ihren Bericht vorlegte. Der Bericht ist nunmehr ein offizielles UN-Dokument. Damit fallen sämtliche Maßnahmen im Zusammenhang mit den Ergebnissen und Empfehlungen des Berichts in die alleinige Zuständig-keit der Generalversammlung der Vereinten Nationen. Denn sie hatte den Bericht (ebenso wie der Menschenrechtsrat) Ende 2009 geprüft und angenommen.

Des ungeachtet können abfällige Bemerkungen über die Feststellungen des Berichts nicht widerspruchslos hingenommen werden. Die Kommissionsmitglieder, die diese Erklärung unterzeichnen, halten es für erforderlich, den Eindruck zu zerstreuen, spätere Entwicklungen hätten dem Bericht ganz oder teilweise die Grundlage entzogen oder machten ihn fehlerhaft oder ungenau.

Wir sind übereinstimmend der Ansicht, dass es keinerlei Grund gibt, eine Überprüfung des Berichts zu fordern oder zu erwarten; denn es haben sich keinerlei gewichtige Umstände gezeigt, die in irgendeiner Weise die Gesamtaussage, die Ergebnisse oder die Schlussfolgerungen des Berichts im Hinblick auf irgendeine Partei des Gaza-Konflikts ändern würden. Auch kennen die UN kein >>>

Goldstone breathes new life into Gaza report - Richard Falk - Al Jazeera - Ever since it first struck the raw nerve of Israeli political consciousness, I thought it misleading to associate the Goldstone Report so exclusively with its chair, Judge Richard Goldstone. After all, despite his deserved prominence as an international jurist, he was the least substantively qualified of the four members of the mission.

Dokumentation Goldstone-Bericht - United Nations Fact Finding Mission on the Gaza Conflict >>>

 
 

Israels Pläne im Nahostkonflikt: Völlig unglaubwürdig - Charles Landsmann - Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu befürchtet einen "politischen Tsunami". Aus seiner Sicht aus Recht aus seiner Sicht, aber eben nur aus diesem Blickwinkel. Zeitpunkt: September, wenn im UN-Sicherheitsrat und/oder in der Vollversammlung dem palästinensischen Antrag auf Anerkennung eines unabhängigen Staates Palästina "in den Grenzen von 1967" zugestimmt werden sollte. Höchste Zeit also für einen neuen eigenen Plan zur Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts, glaubt Netanjahu. Nicht zuletzt auch deshalb, weil der EU-Druck immer größer, die Geduld der USA immer kleiner, das internationale Ansehen der israelischen Politik immer schlechter wird. Doch was immer auch Netanjahu in brillanten Formulierungen vorschlagen wird, hat nicht den Hauch einer Chance von irgendeiner Seite akzeptiert zu werden >>>

 



Karfreitag in Gaza - Palestinian Hamas security officers help an injured worker following an Israeli tank shelling at Gaza's Industrial area east of Gaza city, Friday April 22, 2011. Three Palestinian workers were wounded when Israeli tank fired on them inside Gaza Industrial area near Karni crossing in the eastern Gaza Strip, Palestinian official said >>>

 

 

Clashes erupt in Silwan, but Literary Festival carries on - Last night, 20 April, the Palestinian Literary Festival was scheduled to hold the final reading of their tour in the Solidarity Tent in Silwan. Slated to perform with them was Palestinian hip-hop group DAM. However, only an hour before the show began, clashes erupted after an Israeli soldier shot a young Palestinian man in the face with a rubber bullet. According to Jawad Siyam, the director of the Wadi Hilweh Information Center, after the young man was taken to the hospital the Israeli soldiers closed down the streets to Silwan. “When they notice that anything is happening, they bring soldiers to the ground,” Siyam said. Siyam told Palestine Monitor that he noticed a deployment of troops in Silwan earlier in the afternoon when volunteers and activists were handing out fliers in front of Israel’s Archaeological City of David. >>>

 
 

 
 

 

22.4.2011
 
 

Ein Mediziner, der nicht hassen, der aber verzweifeln könnte: Dr. Izzeldin Abuelaish
Zu einem aufrüttelnden Buch, das viel Mut macht - Rupert Neudeck

Mit dem immerwährenden Schmerz dessen, der die Lage der Palästinenser und der Israelis selbst erkundet hat und jetzt das – ich weiß nicht wievielte - Buch darüber liest, stelle ich eines von einem palästinensischen Arzt vor, das in Kanada und Frankreich erschienen ist. Das Buch ist geschrieben von Dr. Izzeldin Abuelaish. Sein Titel ist Programm: „Ich werde niemals hassen. Ein Mediziner aus Gaza auf den Wegen des Friedens“ (Französisch erschienen bei Robert Laffont Paris 2011).

Ich weiß nach der Lektüre nicht, wie man ein solches Leben aushält. Es wird mir schwarz vor Augen. Die Selbstgerechtigkeit der israelischen Politik wird mir noch einmal bewusst: Wie kann man mit einem Volk auf Dauer nebeneinander leben, dem man nicht die elementaren Menschenrechte gibt? Nach 43 Jahren Verweigerung?

Alles was Israel in seiner Politik zu seiner Verteidigung sagt, ist immer auch richtig und in der gleichen Sekunde  falsch. Man kann ein Volk, ein ganzes Volk auf Dauer nicht im Schwitzkasten belassen. Es bringt auch nichts, einzelne Palästinenser zu belobigen, wie es der jüdisch-israelische Arzt Dr, Marek Glezerman in seinem Vorwort tut. Glezermann leitet die Gynäkologische Abteilung des Hospitals Soroka bei Beersheba in Israel, in das Izzeldin Abuelaish immer wieder Patienten vom Gaza Streifen gebracht und dort selbst praktiziert hat. Man muss doch irgendwann festhalten, dass Menschen nicht einfach zu Terroristen und zu Selbstmordattentätern werden, sondern dass da in ihnen ganz furchtbar viel angerichtet sein muss an Vergeblichkeit und Verweigerung normaler Bewegungs- und Entfaltungsmöglichkeiten. Natürlich ist es schlecht, grundsätzlich, moralisch, theologisch, geschichtlich nach dem Holocaust, Israel das Existenzrecht zu verweigern. Aber wie würden sich die Herzen, Gemüter, Seelen der Palästinenser öffnen, wenn einmal Ihnen die gleichen Entfaltungsrechte zugestanden würden, auf die sie nach der Menschenrechtscharta Anspruch hätten >>>
 

Nun auch in deutscher Übersetzung:
Izzeldin Abuelaish
Du sollst nicht hassen - Meine Töchter starben, meine Hoffnung lebt weiter

Originaltitel: I Shall Not Hate Übersetzung: Exo, Ingrid - Lübbe Verlag 03/2011 - ISBN-13: 9783785724255 >>>

 

Gaza Doctor Izzeldin Abuelaish Two Years After Israeli Attack that Killed 3 Daughters & Niece: "As Long as I am Breathing, They are with Me. I Will Never Forget" >>>

 

Friedlicher Widerstand in der Westbank, 20. April 2011

Eröffnung der sechsten jährlichen Konferenz zur palästinensischen Widerstandsbewegung - Die sechste jährliche Bil’in-Konferenz zum zivilen Widerstand wurde heute in Anwesenheit von hunderten von Aktivisten, Politikern und diplomatischen Vertretern vor allem aus Ländern der EU eröffnet.

Der palästinensische Premierminister Salam Fayyad rief die internationale Gemeinschaft auf, einen unabhängigen palästinensischen Staat in den Grenzen von 1967 zu unterstützen. Angesichts der Verhaftungen von zwei Mitgliedern des Bürgerkomitees Nabi Saleh im März, Naji und Bassem Tamimi, forderte er die Regierungen der Welt auf, den palästinensischen friedlichen Widerstand in der Westbank zu schützen. In diesem Jahr war die Konferenz vor allem dem Gedenken der getöteten Aktivisten Rachel Corrie, Vittorio Arrigoni, Bassem und Jawaher Abu Rahmah und Juliano Mer-Khamis gewidmet. Cindy Corrie, die Mutter von Rachel Corrie, einem Mitglied der Internationalen Solidaritätsbewegung (ISM-International Solidarity Movement), die 2003 in Gaza von einem Bulldozer zu Tode gedrückt wurde, appelierte an die Zivilgesellschaften auf beiden Seiten des Konfliktes, gewaltlose Methoden anzuwenden.

Jaber Wishah vom palästinensischen Zentrum für Menschenrechte in Gaza berichtete (per Videolink) von der Einrichtung eines Friedensteams, das die Fischer von Gaza begleiten und als Teil der zivilen Friedensdienstmission(Civil Peace Service) in Gaza über Menschenrechtsverletzungender israelischen Marine berichten soll. Mehr als 50 internationale und lokale Organisationen, einschliesslich des Koordinierungskomitees des zivilen Widerstandes (Popular Struggle Coordination Committee-PSCC) unterstützen dieses Projekt.

Bei der Eröffnungszeremonie waren auch die ehemalige Vizepräsidentin des europäischen parlamentes, Luisa Morgantini, Abbas Zackie für die PLO, Abdallah Abu Rahma aus Bil’in, der erst im März nach 16 Monaten politischer Haft aus Israels Westbankgefängnis Ofer entlassen wurde, und der Repräsentant der europäischen Kommission, Christian Berger.

Die anschliessende Forumsdiskussion debattierte Strategien und Taktiken des zivilen Widerstandes, vor allem die Rolle der Frauen und das Beispiel der Revolutionen in Ägypten und Tunesien.

http://popularstruggle.org/content/hundreds-celebrated-popular-struggle-opening-6th-bilin-conference

Boot „Olivia“ soll palästinensische Fischer unterstützen - Am 18. April berichtete IMEMC, dass die „Olivia“ am 20. April erstmals mit einem internationalen Beobachtungsteam zur See stechen soll, um das Vorgehen der israelischen Marine gegenüber palästinensischen Fischern zu dokumentieren. Nach Angaben der Free Gaza Bewegung war Vittorio Arrigoni, der italienische Aktivist in der internationalen Solidaritätsbewegung, der vor einigen Tagen entführt und von unbekannten Attentätern umgebracht wurde, an dem Aufbau des Projektes beteiligt und hatte geholfen, einen Namen für das acht Meter lange Boot zu finden.

Nach Israels Angriff auf Gaza 2008/2009 begrenzte Israel Gazas Fischerei auf drei nautische Meilen, im Gegensatz zu den Regelungen in den Oslo-Verträgen, die das Fischen in einer  20 -(nautische)Meilen-Zone garantierten. Dies führte zu einer dramatischen Reduzierung der Fischbeständ in Küstennähe. Zusätzlich sehen sich die Fischer in Gaza ständigen Angriffen durch die isrealische Marine ausgesetzt, die Fischer  mit scharfer Munition beschiesst, was in der Vergangenheit zu Todesfällen geführt hat, Boote und Ausrüstung konfisziert oder zerstört und Fischer verhaftet. Das Internationale Komitee des Roten Kreuzes sagte, dass 90% der Fischer in Gaza 190 US Dollar oder weniger pro Monat verdienen.

 “Olivia” Boat To Be Monitoring Gaza Shore, Document Navy Violations http://www.imemc.org/article/61075

 

Bil’in: Demonstrant von Scharfschützen mit scharfer Munition beschossen - Ein 35 Jahr alter Einwohner von Bil’in wurde am Freitag von einem Scharfschützen mit 0,22 mm Kugeln beschossen und an der Schulter und am Fuss verletzt, berichtet das Bürgerkomitee Bil’in am 16. April. Scharfe Munition wurde an diesem Wochenende auch im Nachbardorf Nabi Saleh eingesetzt.

Etwa 300 Menschen beteiligten sich an der wöchentlichen Freitagsdemonstration gegen die Mauer, die dem italienischen Aktivisten Vittorio Arrigoni gewidmet war, der am Donnerstag nacht in Gaza City umgebracht wurde.

Als die friedliche Prozession sich dem Durchgangstor in der Mauer näherte, begannen israelische Soldaten sofort mit dem Angriff und schossen Tränengasprojektile auf die Demonstranten.

Während ein Grossteil des Protestzuges sich wegen des Gases zurückzog, blieben kleine Gruppen im Mauerbereich, wo es zu Zusammenstössen kam. Samir Burnat, ein regelmässiger Teilnehmer an den Protesten, beobachtete, dass ein Scharfschütze sein Gewehr auf eine dieser kleinen Gruppen richtete. Als er auf die Demonstranten zulief, um sie vor der Gefahr zu warnen, wurde er selbst zeimal getroffen. Während eine Ambulanz des Roten Halbmondes vorfuhr, um Burnat zu evakuieren, wurde der Verletzte von den Soldaten zusätzlich mit Tränengas beschossen. Burnat wurde schliesslich ins Krankenhaus nach Ramallah transportiert, wo ein Röntgenbild bestätigte, dass tatsächlich 0,22 Kaliber Kugeln benutzt wurden. Nach einer Reihe von Todesfällen und ballistischen Tests beschloss die israelische Armee 2001, die 0,22 Kugeln als scharfe Munition einzustufen, die bisher als „weniger tödlich“ klassifiziert waren, und ihren Einsatz zur „Mengenkontrolle‘ zu verbieten.

Trotz dieser offiziellen Politik nahm die israelische Armee den Einsatz der Munition bei Demonstrationen wieder auf. 2009 wurden zwei Menschen in der Westbank durch 0,22 Kugeln tödlich verletzt, der 14 Jahre alte Az ad-Din al-Jamal aus Hebron und Aqel Srour aus Ni’lin.

Kurz nachdem Burnat angeschossen wurde, kamen einige Grenzpolizisten auf die andere Seite der Mauer und liefen in Richtung des Dorfes. Als sie auf einige Jugendliche trafen, feuerten sie Tränengas und Gummimantelgeschosse in die Gruppe. Anscheinend reichte die Munition nicht und einer der Grenzpolizisten griff sich Steine vom Boden und warf sie in Richtung der Demonstranten.
http://popularstruggle.org/content/bilin-protester-shot-live-ammunition-sniper

 

Hebron: Tag der Gefangenen - Am 17. April versammelten sich etwa 1000 Demonstranten in Hebron, um den Tag der Gefangenen zu begehen und die Freilassung der palästinensischen politischen Gefangenen zu fordern. Zur gleichen Zeit hielten tausende von Gefangenen einen eintägigen Hungerstreik im Protest gegen ihre Behandlung und den Mangel an Rechten ab.

Am Tag der Gefangenen wird an die Freilassung von Mahmoud Hijazi im ersten Gefangenenaustausch zwischen Palästinensern und Israel im Jahr 1974 erinnert. Der ehemalige Gefangene Abdul Nasser Farwana veröffentlichte am heutigen 17. April einen Bericht, nach dem beinahe jeder palästinensische Haushalt ein Mitglied in einem israelischen Gefängnis hat. Seit dem Sechs-Tage-Krieg 1967 hat Israel etwa 750 000 Palästinenser inhaftiert, darunter 12 000 Frauen und zehntausende von Kindern.

ADAMEER berichtet, dass sich  zur Zeit 6800 Palästinenser in israelischen Gefängnissen befinden, davon sind über 300 Kinder, 34 Frauen, 18 gewählte Kandidaten und beinahe 300 Gefangene in „Verwaltungshaft“, was bedeutet, dass sie inhaftiert sind ohne Verfahren, Anklageerhebung und ohne dass sie das gegen sie vorliegende Beweismaterial einsehen können.

Protesters in Hebron mark Prisoners Day: http://palsolidarity.org/2011/04/17812/

Prisoner's Day in Bil'in_15--4-11

 

 

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