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Am Samstag, 28. Juni um 14 Uhr haben 20 Mitglieder der BDS-Gruppe Bonn und der DPG im MediaMarkt am Bonner Friedensplatz gegen den Verkauf von Produkten der israelischen Firma SodaStream protestiert.

 

Ralf reicht's - Friedliche Demo nimmt gewaltsammes Ende - Nachdem die Demonstranten ihre Botschaft in jeder erdenklichen Wortreihenfolge („Israel, Sodastream, Sodastream nein Danke“, „Sodastream, Israel, nein Danke Sodastream“) zum Besten gegeben haben, sehe ich, wie ein Mitarbeiter sich wohl doch an der Situation zu stören scheint und die Geschäftsführung ruft. Diese ist auch schnell zur Stelle und versucht die Situation zunächst friedlich und mit höflicher Manier zu klären. Der Geschäftsführer des Marktes macht von seinem Hausrecht Gebrauch und verlangt das Filmmaterial inklusive der Kamera eines älteren Mannes, schätzungsweise 75 Jahre alt, der auch zu der Gruppe zu gehören scheint und fleißig mitgefilmt hat. Verboten laut Hausregeln, daher: Das gute Recht der Geschäftsführung. So weit, so gut. Ein zunächst vorbildliches Verhalten wird allerdings rasch auf ein unmögliches Niveau geprügelt. AUFTRITT RALF (offensichtlicher Securitymitarbeiter, dessen Namen ich später nur zufällig mitbekam):

Er verlangt das sofortige Herausrücken der Kamera und die unmittelbare Löschung des entstandenen Filmmaterials. Als der ältere Herr seiner Bitte nicht nachkommt, stellt er sich wie eine Mauer vor dem Mann auf und macht ganz klar: Mit Kamera kommst du nur über meine Leiche an mir vorbei. Es wird kurz diskutiert, die Gemüter erhitzen sich.  Keine Einigung. RALF REICHT’S: Er schreit den, neben ihm winzig wirkenden, alten Mann von oben herab mit den Worten „Du verlässt den Laden nicht mit deiner Kamera!“ an. Der tapfere Mann lässt sich nicht beeindrucken und beharrt darauf, seine Kamera behalten zu dürfen. Rund herum beginnt es plötzlich zu rumoren. Es kommt Feuer in die Diskussionen zwischen Demonstranten, Securities und der Geschäftsleitung. Die Luft scheint inzwischen zum schneiden. Währenddessen hat sich eine Traube von Menschen gebildet, die scheinbar alle nur darauf warten, was der aufgebrachte Securitymann wohl als nächstes tut, um seinen Willen durchzusetzen. Dann beginnt ein unfassbares Szenario: Ralf verliert die Fassung und entreißt dem alten Mann mit roher Gewalt seinen Jutebeutel mit der darin befindlichen Kamera. Der alte Mann schreit um Hilfe und versucht sich zu wehren. Im Gemenge fällt er zu Boden und kann sich nur schwer wieder aufrappeln. Das ist der Startschuss für das Masseneklat der Extraklasse. Die Kamera wird, in Kindergartenmanier, vom einen Mitarbeiter zum anderen geworfen und landet ausgerechnet bei Ralf, der inzwischen vor Wut rot angelaufen ist. Er rennt mit der Kamera in Richtung Treppe. Die Demonstranten folgen ihm. Eine Dame versucht ihm die Kamera wieder aus der Hand zu nehmen. Das passt Ralf aber gar nicht und so macht er auch vor einer älteren Frau nicht Halt. Er fasste sie grob an, reisst an ihrer Kleidung, bis sie halbnackt im Laden steht und trifft, nach Aussage der zur Hilfe eilenden Mitdemonstrantin, mit der Faust in den deren Magen. Dieser Schlag schien so stark zu sein, dass sie sich, ebenfalls nach eigener Aussage, später sogar übergeben muss. Plötzlich mischen sich sowohl Security, als auch Demonstranten in das Handgemenge ein und es entsteht ein Pulk von Menschen, die alle aneinander zerren, um sich schlagen und laut schreien. Ein denkbar seltsam anmutendes Bild, da einige der Demonstranten sich vermutlich bereits im Rentenalter befinden.

Als ein weiterer älterer Herr das Gleichgewicht verliert und durch sämtliche Aufsteller und Regale einen Abgang auf den Boden macht, reicht auch mir es endgültig. Ich rufe, wie viele andere Kunden auch, die Polizei. Diese Härte steht meiner Meinung nach in keinem Verhältnis zu der vorherrschenden Situation und ich bin maßlos schockiert über das aggressive und unkontrollierte Verhalten eines Securitymitarbeiters. Ältere, wehrlose Menschen anzugehen ist in meinen Augen ein Unding und ich bin mir ganz sicher, dass diese Situation auch anders hätte gelöst werden können!!! Ich komme mir inzwischen vor wie in einem schlechten Film. >>>

 

Gewaltexzess in Bonner Mediamarkt: Mitarbeiter attackieren BDS-'Flashmob' - Institut für Palästinakunde - [29.06.2014]

Flashmob-Teilnehmer vor Bonner Mediamarkt nach der Attacke Am vergangenen Samstag fand im Bonner Mediamarkt ein Flashmob mit circa dreissig Palästinaaktivisten statt, die Plakate hochhalted und Parolen skandierend gegen den Verkauf von Trinkwasssersprudlern der Marke sodastream aus der illegalen jüdischen Siedlung Ma'ale Adumim protestierten.

Unmittelbar nachdem der Geschäftsführer erschien (dem die Protestierer dieses Schreiben überreichten) und die Teilnehmer des Hauses verwies, stürzten sich mehrere seiner Mitarbeiter auf die beiden Fotografen der Gruppe und versuchten ihnen gewaltsam die Kameras zu entreissen.

Nach den Berichten der Teilnehmer trug sich dann folgendes zu:

Sowohl Klaus Franke, von der Arbeiterfotografie, wie auch Azmi N. wurden in die Zange genommen und auf den Boden geworfen, wobei sie kleinere Blessuren erlitten.

Während die Kamera von Azmi N. dem Zugriff erfolgreich entzogen werden konnte, schlugen oder rangen die Mediamarkt-Angestellte mindestens drei weitere weitere Teilnehmer nieder, die kurzzeitig in den Besitz der Tasche mit Frankes Kamera gelangten oder deren Herausgabe verlangten:

Nachdem die Tasche mit der Kamera in die Hände von Nadja E. und Angelika Vetter (IPK) gelangte, wurde Nadja E. mit einem Ellenbogencheck in die Magengegend ausser Gefecht gesetzt und fiel auf den Rücken, woraufhin die junge Frau sich mehrfach übergeben musste.
Danach nahmen drei Mediamarkt-Angestellte Angelika Vetter in die Mangel, versuchten ihr die Stofftasche aus der Hand zu reissen, indem sie der laut um Hilfe rufenden Frau derart die Finger verdrehten, dass es zunächst so aussah, als ob der Ringfinger gebrochen sei.
Nadja E. wie auch Angelika Vetter liessen ihre Verletzungen im Bonner Petrus-Krankenhaus untersuchen.

Nachdem sich Henning Kroymann (Rachel Corrie Stiftung) als Anwalt zu erkennen gab, und die Herausgabe der Kameratasche verlangte, wurde er von einem der Angetellten derart zu Boden gestossen, dass er für einige Sekunden die Besinnung verlor.

Der Verfasser dieser Zeilen, der die zweite Kamera von Azmi N. an sich genommen hatte und den Mediamarkt zu verlassen versuchte, wurde dabei von dem Geschäftsführer persönlich attackiert und als 'Wichser' und 'Schwuler' tituliert.

Im Anschluss stellte der für die Prügelarie die volle Verantwortung tragende Geschäftsführer Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch gegen die Teilnehmer des Flashmobs. Gegen zwei Teilnehmer, die versucht hatten ihre Freunde vor den Angriffen seiner Mitarbeiter zu schützten, stellte er Anzeige versuchter Körperverletzung.

Einige der Angriffenen stellten ihrerseits Strafanzeige gegen die Angestellten des Mediamarkts.

Fazit: Mediamarkt ist Siedlermarkt >>>

 

BDS/Nakba-Gruppe Bonn - Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW Süd, DPG                             

 
Pressemitteilung -
Am Samstag, 28. Juni um 14 Uhr haben 20 Mitglieder der BDS-Gruppe Bonn und der DPG im MediaMarkt am Bonner Friedensplatz gegen den Verkauf von Produkten der israelischen Firma SodaStream protestiert.

 Sie riefen Parolen zum Boykott von SodaStream und überreichten dem Geschäftsführer des Marktes einen Brief mit der Aufforderung, den Verkauf von Waren einzustellen, die in illegalen Siedlungen im besetzten Westjordanland hergestellt werden. Zuletzt hatte es im Januar 2014 eine heftige öffentliche Auseinandersetzung zwischen der Entwicklungshilfeorganisation "Oxfam" und der Schauspielerin Scarlett Johansson um einen Werbevertrag für die Firma SodaStream gegeben. Da Oxfam diesen Werbevertrag heftig kritisierte, stellte die Schauspielerin ihre Zusammenarbeit mit Oxfam ein.

Der friedliche Protest im MediaMarkt wurde überschattet von einem Handgemenge, das von Mitarbeitern der Security ausgelöst wurde, die mit äußerster Gewalt versuchten, zwei Menschen ihre Kameras zu entreißen.

 Die weltweite und deutsche BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestment, Sanktionen) hat sich in der Vergangenheit u.a. erfolgreich gegen eine Beteiligung der Deutschen Bahn an einer Schnellbahntrasse zwischen Tel Aviv und Jerusalem eingesetzt:  http://www.bds-kampagne.de/

Die Aktion im MediaMarkt bekommt  eine besondere Brisanz, weil am 20.6. 2014  die Presbyterianische Kirche der USA beschlossen hat, ihre  Investitionen bei Caterpillar, Hewlett-Packard  und Motorola Solutions in Höhe von insgesamt ca.  21 Millionen US-Dollar  abzuziehen, wie  die New York Times berichtet: http://viralnewschart.com/ShowLink.aspx?linkId=52044829

Mit freundlichen Grüßen Heinz Assenmacher, Martin Breidert


BDS/Nakba-Gruppe Bonn Bonn, 28.6. 2014 - Deutsch-Palästinensische Gesellschaft NRW Süd - (doc) -
Brief an die Metro Group

Geschäftsführung Media Markt Bonn - Friedensplatz - 53111 Bonn

Zur Weiterleitung an Vorstand der METRO AG - Olaf Koch (Vorsitzender) - Metro-Straße 1 - 40235 Düsseldorf

Sehr geehrte Damen und Herren,  mit Erschrecken haben wir in Geschäften der METRO-GROUP Sprudler von SodaStream entdeckt. >>>

 

 

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