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Aspekte eines
gegenwartsbezogenen Kulturbegriffes.
Um ein Leben in einer
Gesellschaft möglichst konfliktfrei leben zu können ist es notwendig
Vereinbarung zu treffen, sie lösungsbezogen zu verfeinern, zu kultivieren.
Kultur umfasst so
eine Vielfalt von Lebensbereichen. Es gibt bezogen auf eine Gesellschaft eine
Esskultur, Wohnkultur, Sportkultur, Reisekultur, Unternehmerkultur, Kunstkultur,
Literaturkultur usw.
Die
Kunst ist ein Teil der kulturellen Gesellschaft.
Gerade in unseren Tagen sollten wir aufhören die Kunst von der Kultur
beides von unserem Lebensalltag abtrennen.
Visionär sagen aber Künstler schon seit Jahrzehnten immer wieder, das der Gegensatz hier
Kunst, hier Alltag, Gesellschaft, Architektur, Demokratie usw. aufgehoben werden
muss.
So wie ich meine Kunst gestalte, sehe ich gleich Bedeutungsvoll und ebenso als
Teil meines kulturellen menschlichen Lebens die
Gestaltung meines Soziallebens, meines Alltags, meines politischen,
zwischenmenschlichen Verhaltens.
Die Kultur muss sich wieder dem Leben nähern. Wir haben uns zu
sehr daran gewöhnt in einem Bild, einer Plastik, einen Text das hohe
künstlerische, kulturelle Niveau zu sehen und uns umzudrehen und in einen
kulturlosen Alltag, mit einem kulturlosen Sozialverhalten hinein zugehen und die
Geschmacklosigkeiten der Kaufhäuser zu kaufen.
Alltag und Kultur sind keine Gegensätze. Gerade in unserer Zeit besonders müssen
wir um als Menschheit zu überleben
unsere alltägliche Umgebung unser Leben ......."kultivieren".............
Denk ich an die Gentechnik, die Umweltproblematik besonders an die
Möglichkeit des Menschens in einem Krieg die ganze Menschheit auszulöschen meine ich
wir sollten nicht länger mit der Gestaltungslosigkeit, Kulturlosigkeit unseres
Lebens fortfahren.
Kunst andere kulturelle
Äußerungen sollen dem Macher und Konsumenten schlicht und einfach natürlich
"Spaß" machen, der Selbsterfüllung "dienen" .
Kunst, Kultur
kann aber bei der Größe der Bedrohungen unserer Existenz nicht länger als Nische gesehen
werden in der wir "Kultur" zeigen "Kunst um der Kunst willen" ausüben und in einer Gesellschaft leben die immer
niveauloser, gewalttätiger wird aufgrund unseres "kulturlosen" Verhaltens
sitzen wir immer mehr auf dem Pulverfass.
Nicht zuletzt der 11. September sollte aus den Zuschauern des Lebens
Akteure machen.
Es gibt existenziell wichtige
Kulturfähigkeiten die wir ausbilden, ausüben müssen, können.
Die Vernichtungskraft die die Staaten besitzen, die wachsende Skrupellosigkeit von
Terroristen, die Umweltzerstörungen
der Industrie, die Macht die Genforscher gewinnen, die Gier (siehe unsere
Filmwelt) mit der man Gewalt eskalieren lässt, bedürfen mehr als je der
Ethik, der "Moral" der, einer Lebenskultur........
Gemessen an dem Kenntnisstand dem theoretischen Wissenstand einzelner, ist die Menschheit,
die nur wenige Prozente der Intelligenz und Fähigkeit die sie hat benutzt noch
immer noch in der Steinzeit. Es fehlt der Anspruch den wir an uns stellen sollten.
Im Grad seiner Lebensnähe,
Zeitbezogenheit und der Niveaugewinnung aller Bereiche liegt der Entwicklungsstand einer
Kultur.
Die Kultur einer Gesellschaft
sollte sich der Zeit in der sie existiert stellen, muss sich mit den Ansprüchen
die die Zeit stellt verändern, ansonsten geht diese Kultur, gehen wir unter.
(Die Titanic lässt grüssen)
Die Kultur bezieht
sich auf eine Gesellschaft, ist ihr Spiegel (schauen wir in den
Spiegel...............), umfasst die Vielfalt der die
Existenznotwendigkeit überschreitenden Tätigkeiten der Gesellschaft.
Kultur wurde früher als ein Instrument
gesehen mit dem eine Gruppe, Schicht, Klasse sich elitär abhob von der Masse, als
ein sich damit abgrenzendes Verhalten einer elitären
Gesellschaft. So wurde Kultur als Machtinstrument benutzt.
Heute sind kulturelle
Äußerungen über ein sicher immer noch vorhandenem elitärem Denken hinaus ein verhalten
von Gruppen, Gruppierungen innerhalb einer mehr oder weniger pluralistischen Gesellschaft die oft nur für sich ihre
kulturellen "Absprachen" treffen. Begrenzte kulturelle Äußerungen als Rituale eines
scheinbar oder wirklich gebildet seins, eines kultivierten Verhaltens. Es
festigt die Gruppe in ihrem Selbstwertgefühl, es zeigt positiv gesehen ihre
kulturelle Entwicklung oder Fehlentwicklung.
Bezogen auf unsere westliche Gesellschaft gibt es nur in Ansätzen noch ein
kulturelles Gesamtbild in dem alles zusammengehört und in sich stimmig ist.
Zu einem zu
erklären durch die Pluralität der Gesellschaft, zum anderen durch das
anspruchslose verharren in
einem "gewissen barbarischen Zustand" . Es wird verhindert das sich eine
menschliche, sich ihrer sozialen Verantwortung bewusste
niveauvolle menschliche Kulturgesellschaft entwickelt. Wobei sieht man vieles in
unserer Zeit man sich fragen muss ob "menschlich" nicht eher ein Schimpfwort
ist. Wenn man das Sozialverhalten mancher Tierarten dagegen sieht könnte man so
denken.
Wie es mit der Kultur unserer
Gesellschaft gestellt ist zeigt uns als Beispiel ein Blick ins Nachmittagsprogramm der
Fernsehanstalten, ................... Talk Shows. ..............
Durch die Verkürzung auf den
Begriff Kultur = Kunst kommt Dietrich zu der Aussage: "Wenn wir es schaffen könnten, uns zu einer
müßigeren, künstlerischeren Kultur durchzuringen, dann würde es uns wesentlich
besser gelingen, das auf dieser Erde vorhandene Material gerechter zu
verteilen."
Hier
hat er sich (wie sicher wir alle) , in unserem Wohlstandsdenken verfangen (auch wenn wir es
kritisieren).
Kunst ist für ein lebenswichtiger Teil meines Lebens, um die Probleme der Welt zu lösen bedarf es aber dringest anderer kultureller
Fähigkeiten.
Da ist
die Fähigkeit der Gesprächs- Streitkultur die gemessen an den menschlichen
Fähigkeiten nur verkümmert und unterentwickelt
Innerhalb der Gesellschaft, zwischen den Individuen und was noch wichtig
ist zwischen den Kulturen vorhanden ist.
Daraus entsteht als Mangel, die ungenügende Fähigkeit Konflikte zu vermeiden,
Konflikte zu lösen er führt, wie wir sehen, zur Eskalation der Gewalt.
Die Konsequenz für mich ist, es heißt Partei zu ergreifen, die gestalterischen,
kreativen Fähigkeiten die man hat in das gesellschaftliche Leben einzubringen.
Der Künstler sollte seinen Elfenbeinturm verlassen.
Nicht Kunst um der Kunst
willen.
Kunst um des Lebens willen.
EINMISCHEN!!!!!!!!!!!!!!!!!
Siehe das schreckliche Geschehen am 11. September 2001 und die scheinbare
Besonnenheit der USA, so wird immer deutlicher, das unter dem Deckmantel der
Terrorbekämpfung mehr oder weniger still und heimlich das gewaltsame
Durchsetzen von Macht- und Kulturvorstellungen betrieben wird. Es scheint so zu
sein als wenn Kinder mit dem Feuer spielen........
Das kann nur zu einen großen weltumgreifenden Konflikt führen, wenn nicht Kräfte
(Europa, UNO, Deutschland) gewaltig gegensteuern.
Sicher eine Zündschnur in diesem Geschehen ist der Palästina Konflikt. Es gibt
von beiden Seiten barbarisches Verhalten (unkultiviert) Der westen kann und darf
aber nicht dulden, das hier wieder unter dem Deckmantel der scheinbaren Bekämpfung
internationalem Terrorismuses ein eigentlich existierender, wenn auch noch
nicht anerkannter Staat in seine Grundstrukturen zerstört gedemütigt wird. Dies so zu sehen,
wahrzunehmen und darauf zu reagieren ist eine notwendige "kulturelle" Handlung.
Warum
wird die Verhältnislosigkeit so übersehen? Was
würde die Welt sagen, wenn das Haus von Sharon von Palestinänsern mit Panzern
belagert würden, Polizeistationen zerstört werden, Flughäfen zerstört werden
usw.
Wenn wir, der Westen Kultur haben können wir nicht zusehen, wie hier ein
Regierungschef ein Volk gedemütigt wird, dies kann man auch durchaus auf andere
Nationen übertragen.
So gesehen ist es einer der wichtigsten "kulturellen" Notwendigkeit der
Gegenwart, " die Kultur der Solidarität" mit hungernden, Notleidenden, Verfolgten,
nicht nur zu denken sondern zu zeigen und zu entwickeln. Die
"Individualgesellschaften" müssen sich im nebeneinander, miteinander auf dem
Raumschiff Erde sehen und verstehen. Es betrifft uns alle.
Etwas
anderes, es ist realistisch gesehen auch eine "Unternehmerkultur" zu
entwickeln zu fordern. Angesicht der Probleme der Weltgesellschaft muss es
normal sein, das das egoistisches Verhalten vieler Konzerne als kriminell
eingestuft weltweit bestraft wird.
Angesichts der hungernden Menschen auf der Welt ist es auch im höchsten Masse als
kriminell und "unkultiviert" zu sehen das es einen unangemessenen, unanständig
gezeigten, pervers gelebten Reichturm gibt.
Wer etwas schafft soll auch etwas haben, wer
Risiken eingeht die andere nicht eingehen soll auch bevorzugt leben können, es
soll keine Futterneid geben.
Wenn
aber Millionen von Menschen hungern gehört der eingesperrt und enteignet
der mit seinem Geld unangemessen lebt.
Leider zu oft sind es gerade diese Menschen die sich als Kulturträger und Elite
sehen.
Es
bedarf einer Rechtskultur, die Global und gerecht ihr Urteil fällt.
Politiker die über ihr Eintagsfliegen denken hinweg gehen. Einer Weltpolizei die
keine Gewalt mehr duldet.
Und es bedarf Elter um
Gilbert Dietrich
zu zitieren: "Die
ersten Schritte eines Menschen aber begleiten seine Eltern, hier muss alles
ansetzen. Voraussetzung ist, dass die Eltern von ihrer Verantwortung für die
Zukunft unserer Kultur wissen. Jeder muss sich selbst entscheiden und handeln.
Es ist illusorisch, darauf zu warten, dass sich die Gesellschaftsumstände
ändern. Sie werden sich nicht ändern, solange sich die Individuen in ihr nicht
ändern. Wir alle sind die Eltern. Niemand anders als jeder selbst hat die
Chance, seine Kultur mitzugestalten." (Ende Zitat)
Kultur
kann sein was wir aus der Welt machen, über die Egoismen und Spielereien mit uns
selber hinweg müssen wir uns
klar werden wie wir die Welt wünschen, wie sie werden soll, damit wir, damit unsere Kinder
leben, überleben können, dort müssen wir dringendste unsere Kreativität unsere
kulturelle Fähigkeit
einsetzen. Ein Mensch der sich nur sexuell selbst befriedigt kann keine Kinder
zeugen.
Der
folgende Satz ist wiederholend so mehrfache die Konsequenz der Erkenntnisse dieses Textes
für mich.
Wir
müssen Partei ergreifen.
Zum Beispiel sollte jeder wissen ob er Politiker
die versuchen über den Topfrand zu schauen und Deutschland einen
verantwortlichen kritischen Platz im Weltgeschehen geben wollen wählt oder
die Eintagsfliegenpolitiker denen das Macht bekommen und halten wichtiger ist als Macht
verantwortungsvoll mit hohem kulturellen Niveau redlich einzusetzen.
Wann hört es endlich auf das die Politik immer mehr wie Waschmittelreklame
verkauft wird?
Noch
etwas zu
uns Kulturtreibende:
Im
Internet begegne ich unter Kunst- und Kulturschaffenden immer wieder vielen Egoismen.
Da ist,
denen es viel wichtiger ihr elitäres Verhalten zu pflegen und als "Hahn auf
dem Misthaufen zu krähen" als in der
Gemeinsamkeit der Kulturschaffenden zu stehen und mitzuarbeiten. Ein
Teil einer künstlerischen und kulturellen Elite zu sein
ist etwas anderes sich elitär zu verhalten.
Ich bin Künstler, kenne meine
Position, jeder der sensibel und wahrnehmungsfähig ist kann meine Arbeit
"einnorden, bewerten, in einer Rangfolge" sehen.
Wichtiger als mich abzuheben
war mir aber immer mich in die kulturelle Verbundenheit zu stellen und sie zu fördern. (Siehe
zum Beispiel mein "artnetwork-dreixtel-plus-1") meine
Arbeit als Pädagoge und vieles andere.
Uns Kulturtreibende verbindet viel mehr als uns trennt.
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